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Der 4. Weltkrieg

Roger Reyab

Der 4. Weltkrieg

Hintergründe und Entstehung


Der Autor übernimmt keine Haftung für Links, da er keinen Einfluss auf deren Gestaltung, Existenz oder Veränderung hat.


BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Intro

Der 4. Weltkrieg ist im Jahr 2003 entstanden. In dem Buch wird ein Szenario entworfen, das, ich zitiere da einen Kommentar von Amazon „so, wohl kaum vorstellbar“ ist.

Kaum jemand würde auch beim Lesen des Buches auf die Idee kommen, dass diese Antiutopie fast ausschließlich auf Quellen beruht, die der Realität entsprechen.

Es gibt in dem Buch mehrere Handlungsstränge und Themenkomplexe. Radikaler Feminismus, Gentechnik, Geschichte des Afghanistan- und Irakkrieges und Betrachtung von Counterstrategien.

Dieses Buch erhellt die Hintergründe, die das Buch hat entstehen lassen. Es gibt in dem Buch kaum eine erfundene Thematik. Selbst die Handlungen sind zu einem überwiegenden Großteil nicht erfunden, sondern der Realität entliehen. So wie die Bande "Luzifers Rache" sich auf die Beschreibung und die im Buch von Stefan Aust gezeichneten Psychogramme der RAF anlehnen, sind auch die Handlungen der Gruppe direkt an Quellen zum Gebaren der Attentäter vom 11.09. orientiert. (Stefan Aust: Der Baader-Meinhof-Komplex) (Gerhard Wisnewski: Angriff auf den Globus). 

Die in dem Buch vorkommenden Reden der Staatschefinnen und deren Kontrahenten sind allesamt Originalreden, die genau so getätigt worden sind. Das Testament von John Maihaus und die Unterredungen von Jose Burrato sind ebenfalls an Dokumenten angelehnt, die so in der Weltpresse kolportiert worden sind.

Die Theorie über den Zusammenhang der Ereignisse ist allerdings eine Eigenkonstruktion, die nur eine, wenn auch eine sehr eigenwillige, Theorie zu den Ereignissen der jüngsten Geschichte beisteuert. Der Autor geht nämlich nicht davon aus, dass es eine abschließende Theorie geben kann. Zu verwirrend und zu komplex sind die Theorien und Fakten. Wer sich allerdings für diese Themen interessiert, kann gerne die in diesem Buch angefügte Literaturliste studieren, die maßgeblich für das Entstehen des Buches war.   

     Bei der E-Book-Ausgabe, die im Jahre 2014 in den Handel kam, handelt es sich um eine stark gekürzte Fassung, die den Roman in den Vordergrund stellt, also die Handlung betont, um das Buch interessanter und spannender zu machen. Die Originalausgabe allerdings umfasst 624 Schreibmaschinenseiten. Dieser Umfang ergab sich einerseits daraus, dass in dem Buch auch eine Soziologie des VK entworfen wird und andererseits daraus, dass es ein umfangreiches Quellenregister enthält, das fast jeden Vorgang aus dem Buch belegt.

Die Quellenangaben stammten derzeit sowohl aus Literaturverweisen als auch aus Internetseiten.

Die Verschlüsselung des Buches ist daher auch eine Herausforderung, die den Roman umso unglaubwürdiger erscheinen lässt und damit der Fantastik der realen Vorkommnisse umso mehr Bedeutung verleiht.

In diesem kleinen Kommentarheft, soll der originalen Ausgabe nachgegangen werden und die beschriebene Geschichte für die erläutert werden, die sich für die realen Hintergründe und die Entstehungsgeschichte des Buches interessieren.

Es wird hier sowohl der ideologische Überbau des VK beschrieben, der zu der Welt im Jahre 2180 führt, als auch die soziologische Befindlichkeit und dessen Ursprung. Am Ende werden die Quellen benannt, die damals so zur Verfügung standen. Die ausführlichen Glossaranmerkungen der Originalausgabe, die in dem aktuellen Roman aus Gründen der besseren Lesbarkeit und im Sinne der Handlung ausgespart wurden, werden hier ebenso Erwähnung finden, wie die ausgesparten Fußnoten, die fast zwei Drittel des Buches ausmachten.

Das Buch ist eine Antiutopie, die sich ähnlich, wie der Roman von George Orwell „1984“ mit einer Zukunft befasst, die sich aus den Paradigmen der Gegenwart ergeben könnte. Die eigentliche Geschichte aber ist der Gegenwart entnommen und daher in besonderem Maße relevant. In der Originalausgabe waren die Fußnoten direkt mit der Handlung verlinkt.

Dies führte beim Lesen des Buches zu einem Wechselbad der Gefühle. Interessanter war es daher, die Story zunächst zu lesen und erst später zu sehen, dass es tatsächlich hierfür Belege gibt. Wer nämlich die Story nur als Roman gelesen hat, der konnte niemals glauben, dass viele der beschriebenen Vorkommnisse schon heute ihren Ursprung nehmen oder genommen haben.

Bei der Entstehung dieses Buches musste ich leider konstatieren, dass fast alle Quellen, die 2003 aus dem Internet recherchiert wurden, so nicht mehr vorhanden sind. Ich betone auch ausdrücklich, dass also jeder Link und jede Quelle in diesem Buch nicht meiner Verantwortung unterliegt, da ich keinen Einfluss auf die Gestaltung der Webseiten habe. Interessant ist aber dabei, dass man sagen kann, dass nur Bücher einen Wert besitzen, da sie Wissen bewahren und nicht ähnlich leichtlebig sind, wie Quellen aus dem Internet.

Ich fand es erschreckend, dass Quellen, die im Jahr 2003 bestanden, heute fast vollständig nicht mehr existieren.    

In diesem Begleitbuch werden die Themenstränge auf ihre Realistik und ihr tatsächliches Vorhandensein in der jetzigen Realität untersucht. Wenn man also in dem Buch davon ausgeht, dass ein radikaler Feminismus als Staatsform denkbar ist, dann bezieht sich dies auch auf die Annahme und nachvollziehbare Realistik, dass es noch nie in der Geschichte der Menschheit eine Theorie oder Ideologie gab, die nicht irgendwann auch Staatsdoktrin wurde. Dies umso mehr, als die Paradigmen dafür in der Gegenwart mehr als ausgeprägt vorhanden sind. Der Kommunismus hat sich auch nicht ohne den ideologischen Überbau eines Karl Marx oder Lenin entwickeln können und wäre sogar, ohne diese Vordenker, niemals Staatsdoktrin geworden.  

Dieses kostenlose E-Book soll aber auch für die Leserinnen und Leser interessant sein, die den Roman nicht gelesen haben und Interesse an dem Buch wecken.

Roger Reyab, im Sommer 2014

Vorwort

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Reality is stranger than Fiction

Wie realistisch ist das VK?

Im VK (Vereinigten Königinnenreich) herrschen zwei Gesellschaftssysteme parallel zueinander. Das VK ist eine Oligarchie und ein radikal feministischer Staat.

Was ist eine Oligarchie?

„Heute wird der Begriff zumeist im weiteren, wörtlichen Sinne verwendet: In jeder komplexen Gesellschaft kommt es zu einer Aufteilung der Betätigungsfelder, auch der politischen Ordnungs- und Leitungsfunktionen. So bildet sich eine herrschende Schicht heraus, die sich nicht immer durch staatsmännische Qualitäten (als „Aristokratie“) auszeichnen muss, sondern sich oft auch nur durch ihre Abkunft, ihren Besitz oder ihre Funktionen von den anderen abhebt. Robert Michels (1876–1936) spricht im Anschluss an Gaetano Mosca von einem „ehernen Gesetz der Oligarchie“. In den modernen Staaten gehören zu solchen Machteliten insbesondere die Spitzenfunktionäre der politischen Parteien, die meist zugleich Regierungsmitglieder sind, leitende Beamte der staatlichen Bürokratie, hohe Militärs, Großaktionäre, Finanzmagnaten, Industriemanager, führende Gewerkschaftsfunktionäre, Pressezaren, leitende Redakteure einflussreicher Massenmedien und Inhaber hoher religiöser Ämter. Zu den wichtigen Strukturmerkmalen der Oligarchien gehört das Maß, in dem sie entweder für eine Ergänzung aus der Gesamtbevölkerung offen sind oder zu einer Verkrustung, insbesondere zu einer Verfestigung durch Erbgang neigen. Dass die repräsentative Demokratie stark mit oligarchischen Komponenten durchsetzt ist, hebt insbesondere Karl Loewenstein (1891–1973) hervor.

In Russland wird der Begriff Oligarch seit den 1990er Jahren auch verwendet, um Geschäftsleute zu bezeichnen, von denen die Allgemeinheit annimmt, dass sie in der chaotischen Zeit nach der Auflösung der Sowjetunion durch unrechtmäßige Mittel zu großem Reichtum und politischem Einfluss kamen. Der Begriff wurde in Bezug auf Russland auch von deutschen und internationalen Medien aufgenommen. Seit den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2004 wird der Begriff auch in Bezug auf die Ukraine gebraucht.

(Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Oligarchie

Radikaler Feminismus

Ihre radikalen Thesen zum Zusammenhang von Frauenbefreiung und sexueller Revolution hatte sie schon häufig vorgetragen, bevor sie 1970 mit ihrem Buch The Dialectic of Sex: The Case for Feminist Revolution (deutsch: Frauenbefreiung und sexuelle Revolution, 1975), erst 25 Jahre alt, zur Bestsellerautorin wurde. Ihre Analyse widmete sie Simone de Beauvoir, ging jedoch über Beauvoir hinaus, indem sie stärker als diese eine feministische Programmatik für die Verwirklichung einer befreiten Gesellschaft propagierte. Im Rückgriff auf Marx und Engels betrachtete sie die Geschichte der Menschheit als Geschichte von Kämpfen zwischen den Geschlechtern. Firestone rief die Frauen dazu auf, die Kontrolle über die Reproduktion in Besitz zu nehmen. Es sei inzwischen technisch möglich, die Reproduktion der Menschheit nicht länger nur durch natürliche, sondern auch durch künstliche Fortpflanzung sicherzustellen. Dies erlaubte, die „Tyrannei der biologischen Familie“ zu zerschlagen und die Entfaltungsmöglichkeiten von Frauen zu vergrößern. Wie es Ziel der sozialistischen Revolution sei, nicht nur die „ökonomischen Klassenprivilegien“ abzuschaffen, sondern die „Klassenunterschiede“ schlechthin, müsse am Ende der feministischen Revolution „nicht einfach die Beseitigung männlicher Privilegien, sondern der Geschlechtsunterschiede“ stehen und die Schaffung einer androgynen Kultur, in der alle sexuellen Dualismen überwunden werden. Unter den Bedingungen einer befreiten Gesellschaft könnten sich, so Firestones Hoffnung, „menschliche Beziehungen nur positiv verändern“.

 

Judith Butler, Autorin von Das Unbehagen der Geschlechter, und andere Vertreterinnen des feministischen Dekonstruktivismus und des Postfeminismus bauen auf dem de Beauvoirschen Egalitätsfeminismus auf und gehen einen Schritt weiter: Sowohl das biologische Geschlecht (sex) als auch das soziale Geschlecht (gender) seien gesellschaftliche Konstrukte, deshalb müsse das Geschlecht als Klassifikationseinheit abgelehnt werden.

Ins Zentrum dieser Theorie tritt die Differenz unter Menschen, das heißt, angenommene Gemeinsamkeiten und Geschlechtsidentitäten werden „aufgelöst, dekonstruiert“ – die Unterschiede der Menschen eines Geschlechts seien stärker als die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Stattdessen wird davon ausgegangen, dass es so viele Identitäten gibt, wie es Menschen gibt. Auch die in den vorherigen Ansätzen angenommene Zweigeschlechtlichkeit wird aus dekonstruktivistischer Sicht bestritten und durch Vielgeschlechtlichkeit ersetzt.

 

 

 

 

 

„Staatsfeminismus“ ist keine feministische Strömung. In der Politikwissenschaft werden mit diesem Terminus zum einen die Versuche von Staaten bezeichnet, formale Gleichberechtigung von Frauen und Männern mit Reformen von oben durchzusetzen, wie zum Beispiel in der Türkei im Zuge des kemalistischen Modernisierungsprojekts 1923,[62][63] in der DDR oder in Tunesien seit den 1950er Jahren.[64]

Als „Staatsfeminismus“ wird zum anderen die Institutionalisierung von Emanzipationsbestrebungen von Frauen im modernen Staat bezeichnet sowie eine spezifische frauenpolitische Strategie, die mit dem Schlagwort Marsch durch die Institutionen beschrieben wird.[65] Protoypisch dafür stehen die skandinavischen Länder und Australien. Der so genannte Staatsfeminismus in Finnland zum Beispiel, wo unter anderem die innerparteiliche Frauenförderung eine lange Tradition hat, erleichterte effektiv die politische Teilhabe von Frauen.[66] Birgit Sauer kommt in ihrer Studie Engendering Democracy. Staatsfeminismus im Zeitalter der Restrukturierung von Staatlichkeit (2006) zu dem Ergebnis: „[…] Frauen [haben] in den vergangenen dreißig Jahren relativ erfolgreich westliche liberale Demokratien unter einer Frauenperspektive demokratisiert.“ Das zeige sich darin, dass nicht nur der Anteil von Frauen in politischen Entscheidungsgremien erheblich zugenommen habe, sondern auch die „inhaltlich-substantielle Repräsentation entscheidend im Sinne eines frauenfreundlichen Outputs beeinflusst werden konnte“. Diese Entwicklung sei maßgeblich der Einrichtung staatlicher Institutionen wie Frauenministerien, Frauenbüros oder Gleichstellungsbeauftragten zu verdanken, die als Vermittler zwischen Frauengruppen und Frauenbewegungen einerseits und Politik und Verwaltung andererseits tätig seien.

„Der Terminus ‚Staatsfeminismus‘ bezeichnet eben dieses Phänomen […], nämlich die Entstehung von staatlichen Institutionen zur Gleichstellung von Frauen bzw. zur Frauenförderung.[67]“

 

 

 https://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus#Radikalfeminismus

 

 

 

Lange vor Aufbruch der Neuen Frauenbewegung hatte Simone de Beauvoir 1949 in ihrem viel beachteten Werk Das andere Geschlecht die weibliche Lebenssituation ausführlich analysiert. De Beauvoirs Ausgangsfragen sind: Was ist eine Frau? Warum ist die Frau das Andere? Der philosophische Hintergrund ihrer Untersuchung ist der Existenzialismus; er fülle die Lücke, die der sozialistische Ansatz zurücklasse, um die Situation der Frau zu verstehen. Die Verschiedenheit der Geschlechter, die gleichzeitig als Rechtfertigung der Unterdrückung der Frau dient, ist nach de Beauvoir nicht natur-, sondern kulturbedingt. Die Konstruktion der Frau als das andere Geschlecht lasse sich nur aus den jeweils herrschenden Moralvorstellungen, Normen und Sitten einer Kultur erklären. Beauvoir ruft in ihrem Buch die Frauen dazu auf, sich nicht mit ihrem Status als Ergänzung des Mannes zufriedenzugeben und ihre Gleichstellung in der Gesellschaft in jeder Hinsicht zu beanspruchen. Sie setzte sich für eine Entmystifizierung der Mutterschaft und das Recht auf Abtreibung ein. Das andere Geschlecht gilt als Standardwerk und Ausgangspunkt der feministischen Philosophie.[34]

Betty Friedan, 1960

Ein Buch der US-Amerikanerin Betty Friedan markierte den Neubeginn den Zweiten Frauenbewegungen international: 1963 erschien The Feminine Mystique in New York (deutsch: Der Weiblichkeitswahn, 1984). Darin entwarf sie eine kritische Analyse der amerikanischen Gesellschaft. Sie zeigte, dass Werbung, Massenmedien und andere Ideologie vermittelnde Institutionen die Vorstellung von einem erfüllten Daseins als Hausfrau und Mutter hervorbrachten, und belegte anhand zahlreicher Interviews, wie wenig diese Ideologie der tatsächlichen Erfahrung von Frauen entsprach. Sie sah in der Reduktion der Frauen auf ihre Rolle als Hausfrau und Mutter die Ursache für die Unzufriedenheit und Unausgefülltheit vieler Mittelschichtfrauen. Friedan propagierte stattdessen, dass sich eine Frau nur verwirklichen könne, wenn sie auch ihre eigenen Bedürfnisse berücksichtige. Den zentralen Schlüssel zur Selbstbefreiung sah sie in der Berufstätigkeit der Frauen, wobei dies Ehe und Mutterschaft nicht ausschließt.[35][36]

„Wie für einen Mann führt auch für eine Frau der einzige Weg zu sich selbst über schöpferische Arbeit.“

– Betty Friedan[37]

 

Gudrun-Axeli Knapp absolvierte von 1963 bis 1965 eine Ausbildung zur staatlich geprüften Gymnastiklehrerin an der Doris-Reichmann-Schule in Hannover. 1965 wanderte sie nach Chicago aus, wo sie verschiedene Jobs annahm, unter anderem beim Chicago Health Club. In den USA wurde ihr Interesse geweckt, Einblick in gesellschaftliche und historische Zusammenhänge zu gewinnen, weil sie intensiver als in der heimischen Umgebung in Deutschland soziale Ungerechtigkeit und Ungleichheit wahrnahm, erschüttert war von den Bildern vom Krieg in Vietnam und "als Deutsche" mit der nationalsozialistischen Vergangenheit konfrontiert wurde. 1969 kehrte sie nach Deutschland zurück und arbeitete nach einem Volontariat bis 1972 als Redakteurin bei der Hannoverschen Presse.

1971 legte sie eine Immaturenprüfung ab und nahm das Studium der Soziologie, Sozialpsychologie und Politischen Wissenschaft an der Universität Hannover auf. 1980 wurde sie zur Dr. phil. promoviert. Die Buchveröffentlichung ihrer Dissertation unter dem Titel Industriearbeit und Instrumentalismus. Zur Geschichte eines Vor-Urteils erschien 1981.

Sie hatte Lehraufträge an den Universitäten Hannover, Dortmund, Innsbruck, Wien und Vertretungsprofessuren an den Universitäten Münster und Kassel. 1990 folgte die Habilitation in Bremen im Fach Sozialwissenschaften, Schwerpunkt Sozialpsychologie mit einer Schrift zum Thema Radikalität in der feministischen Wissenschaft. 1991 wurde sie auf die Professur für Frauen- und Geschlechterforschung an die Universität Hannover berufen.[1]

Mit ihrem Sammelband Im Widerstreit – Feministische Theorie in Bewegung legte Gudrun-Axeli Knapp 2012 eine umfangreiche Werkschau aus 25 Jahren feminististischer Theoriebildung vor.

„Insgesamt [...] präsentiert sich der Sammelband Im Widerstreit als gewaltiger und beeindruckender Fundus intellektueller Inspiration, der unbedingt und ohne Einschränkung als jetzt schon ‚Klassikerin‘ feministischer Theoriebildung weiterempfohlen gehört.“

– Tina Jung, querelles-net[2]

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Gudrun-Axeli_Knapp

 

 

In ihrer Dissertation mit dem Untertitel Die Tyrannei des Mannes in unserer Gesellschaft unternimmt sie eine Aufarbeitung der Wurzeln des Patriarchats. Sie verbindet eine literarische Analyse, darunter von Autoren wie D.H. Lawrence, Henry Miller, Norman Mailer, mit einer soziologischen und anthropologischen, unter anderen beschäftigt sie sich mit Sigmund Freuds Theorien über das Wesen der Frau. Sie formuliert eine „Theorie der Sexualpolitik”, welche dem gängigen Politikverständnis eine Politik der ersten Person gegenüberstellt. Das Buch wurde ein Bestseller und zu einem Manifest der neuen Frauenbewegung der 1970er Jahre.

Ihr zweibändiges Werk Flying (1974) ist autobiographisch und handelt unter anderem von ihrer Ehe mit dem japanischen Bildhauer Fumio Yoshimura und von den Qualen, die sie litt, nachdem sie offenbart hatte, das sie lesbisch ist. Sie schrieb drei weitere autobiografische Romane, darunter Sita (1977), in dem sie von einer Liebesbeziehung mit einer Frau erzählt, die gescheitert war.

Nach dem Aufstieg von Ayatollah Ruhollah Khomeini ging sie 1979 in den Iran, um für Frauenrechte zu kämpfen, wurde aber ausgewiesen. Über die politische Unterdrückung im Iran schrieb sie das Buch Going to Iran (1982).

Millett wurde ab 1973 zweimal in den Vereinigten Staaten und im Jahr 1980 einmal in Irland gegen ihren Willen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen;[2][3] in Irland wurde sie zur Einnahme von Psychopharmaka gezwungen.[4]

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