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Dem Himmel begegnen…

„Das wahre Licht ist das Licht, das aus dem Innern der menschlichen Seele hervorbricht, das den Anderen das Geheimnis seiner Seele offenbart und Andere glücklich macht, so dass sie singen im Namen des Geistes.“

(Khalil Gibran)

Amara Yachour und Team

Dem Himmel begegnen…

…wie uns die Geistige Welt ruft

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Die Anwältin der Tiere …

Liebe überwindet alle Grenzen

Eine Gabe in die Wiege gelegt

Mit dem Tod begann ein neues Leben

Wir sind behütet und beschützt

Stippvisite in den Himmel – Reise durch den Lichttunnel

Aus der Tiefe ins Licht

Wenn mein Herz ruft, dann hat jeder Weg das gleiche Ziel

Auf der Suche nach 100%

Plane nicht Dein Leben, lebe Deinen Plan

Wunder geschehen wirklich

Blind geboren, um mit dem Herzen zu sehen

Der Abschied von der Normalität

Wie ich meiner Begeisterung folgte …

Das Leben- was für ein spannendes Abenteuer

Kraftvolle Gebete

Wir sind behütet und beschützt

Auf dem Weg nach Hause liegen viele Fragen…und viele Wunder

Vorwort

Lieber Leser,

in den vergangenen Jahren ließ ich mich mehr und mehr von meinem Geistigen Team führen, das eine klar umrissene Idee von meinem Lebensweg hat. All diese Wesenheiten sind eine unablässige Quelle von Inspiration in meinem Leben. Sie versorgen mich mit einer Fülle an Ideen, Vorschlägen, Energie, Wissen und Durchsagen, die sie auf der Erde manifestiert sehen wollen und ich mache alles möglich, was ich kann. Ein Medium ist ein Botschafter der Geistigen Welt und je nach Ausbildungsstand oder Öffnung der einzelnen Fähigkeiten gibt man Seminare, Webinare, führt Facebook- Gruppen zu dem Thema, sitzt seit Jahren für physikalische Medialität in Séancen, gibt in Trance Readings über den Lebensweg des Klienten, oder vermittelt einen Jenseitskontakt zwischen einem lieben Verstorbenen und den Hinterbliebenen hier auf der Erde. In diesem Falle ging es darum ein Buch zu schreiben.

Eine meiner tiefsten Überzeugungen ist, dass wir alle frei sind, medial sind, immer noch im Paradies leben, geführt sind und geliebte Kinder des Himmels sind, egal welche Geschichte wir haben. Der Rest ist Maya (Maya bedeutet so viel wie „Schein, Illusion“). Niemand wird ausgeschlossen. Niemand ist zu klein. Wir alle haben Gaben und Potenziale, die es gilt zu leben. Unsere Anbindungen an unsere Geistigen Freunde helfen uns hier, größtmögliches zu erreichen. Menschen glauben oft nicht an ihre Fähigkeiten und in Seminaren höre ich so oft den Satz: „Ist das überhaupt mein Weg?“ Wir wollen also vor dem Ankommen die Zusicherung, dass wir nicht „umsonst“ in etwas investieren, was sich am Ende als Irrlicht erweisen könnte.

Aus diesem Grunde gibt es dieses Buch, eine weitere Idee unserer Freunde in der Geistigen Welt. Sie wollten, dass ich Menschen unterschiedlichster Couleur zusammenbringe, um dieses Buch zu schreiben. Ein Buch über den Weg, den sie gegangen sind, um ihrem Himmel zu begegnen.

Niemand dieser Menschen ist Schriftsteller und dennoch erzählen sie ihre Geschichten. Geschichten von ihren Wegen, den Höhen und Tiefen, ihren Ängsten und Geschichten ihrer tiefsten Dunkelheit, bis sie ihr Licht wiederfanden, dass seitdem ihren geistigen, spirituellen und medialen Weg erleuchtet. Geschichten, die vom Unglauben zum Glauben, aus der tiefsten Verzweiflung zur Liebe, die vom Kopfmenschen zum Herzmenschen führten, von Nahtodereignissen zu einem erfüllten Leben erzählen und anderen Menschen Mut machen sollen. Mut den eigenen, unverwechselbaren Weg zu gehen und zu verstehen, um anzukommen in einem Licht der Erkenntnis, dass nichts Zufall ist im Leben, dass wir alle geführt sind und in Gottes Hand ruhen und unsterblich sind.

Dabei öffnen sie sich privat und lassen den Leser teilhaben an all den menschlichen Themen, die unserer Spezies zu eigen sind. Dabei sind sie wahrhaftig geblieben und geben nicht vor, mehr zu sein wie sie sind, um dem Leser zu gefallen. Dies ist also ein sehr privates und sehr authentisches Buch geworden.

Ich habe dieses Buch verlegt, weil ich an Menschen glaube, an die Schönheit, die Großartigkeit, den guten Kern in ihnen und den Willen sich zum Besseren zu verändern.

Was vielen nicht klar ist, am Ende einer medialen Reise gibt es oft nur eine Frage: „Glaube ich an diese unsichtbare Welt und glaube ich an einen Schöpfer, den manche Gott, Allah, Atman, Mohammed oder mit vielen weiteren Namen belegen?“ Für mich ist es Gott, die schöpferische Quelle von Liebe und Schönheit. Jeder, der diesen Weg geht, wird vom Ungläubigen zum Gläubigen, denn Gott manifestiert sich immer noch mit all seinen Wundern auf dieser Erde und auf der medialen Reise begegnen wir ihnen immer wieder. Sie verändern für immer unser ganzes Sein. Doch dies ist ein anderes Buch und es wird zu gegebener Zeit veröffentlicht werden. Dieses Buch wurde geschrieben um die Wege aufzuzeigen, wie Menschen ihren Weg in die Medialität gefunden haben. Vielleicht erkennen Sie als Leser sich darin wieder? Es darf zum Nachdenken anregen und zum Staunen. Die Menschen, die hier ihr Innerstes offenbart haben sind als Team zusammengewachsen und helfen Menschen in unserer Jenseitsgruppe in Facebook jeden Tag ein Stückchen weiter. Vielleicht möchten Sie das Team einmal besuchen. Wir freuen uns auf sie. Am Ende des Buches stehen die Wege, wie sie uns finden können oder mit uns Kontakt aufnehmen können.

Doch jetzt wünsche ich Ihnen eine spannende Reise. Tauchen Sie tief in die nun folgenden Geschichten der Autoren ein und lassen Sie jede einzelne auf sich wirken.

Natürlich freuen wir uns auch riesig, wenn Sie uns eine Referenz bei Amazon oder per Mail hinterlassen.

Alles Liebe für Ihren Weg!

Amara Yachour

Die Anwältin der Tiere…

… wie meine Berufung zu mir fand

„Die größte Entscheidung Deines Lebens liegt darin, dass Du Dein Leben ändern kannst, indem Du Deine Gedanken änderst.“

(Albert Schweizer)

„Alles ist gut so wie es ist … und wird immer besser!“

Es gab Zeiten meines Lebens, in denen hielt mich diese Affirmation quasi am Leben. Es war ein dunkles Kapitel eines bewegten Lebens, in dem mir das positive Denken Mut machte und mich vorantrieb, mir half nicht unterzugehen, zu versinken im Schlamm der negativen Emotionen und äußeren Umstände. Und vor allem war es mehr als ein „Denken“, es war ein tiefes Wissen in mir und dieses Wissen wuchs und wuchs, wie mein inneres Licht. Zunächst unscheinbar und zaghaft, doch es wuchs, jeden Tag ein klein wenig. Doch um nicht zu viel vorwegzunehmen, möchte ich Euch zunächst und der Reihe nach, einen Einblick in mein bisher 40- jähriges Leben gewähren.

„Du wolltest nicht bleiben!“ Als sie dies sagte, schmunzelte meine hochgeschätzte Lehrerin, während meines ersten Aufenthaltes in England. „Aber du hast eine Aufgabe hier und wirst sie erfüllen.“

Bei diesem medialen Reading mit Hilfe eines Lavendelzweiges, stiegen mir innerhalb weniger Sekunden die Tränen in die Augen. Es waren Tränen der Befreiung und der Erleichterung, denn es stimmte. Genauso schnell wie mein Leben im Oktober 1977 in einem Göttinger Krankenhaus begann, sollte es augenscheinlich 6 Wochen später, ebenfalls in einem Krankenhaus, schon wieder enden. Im Alter von sechs Wochen erkrankte ich an einer Hirnhautentzündung und verlebte die folgenden acht Wochen auf der Baby- Intensivstation. Meine Familie lebte in der ständigen Angst, mich (wie von den Ärzten prognostiziert) zu verlieren.

Doch ich überlebte, ohne jegliche Folgeschäden davon zu tragen. Es war ein Wunder… für meine Familie, für die Mediziner und natürlich im Besonderen für mich.

Heute weiß ich, dass an der Aussage der Ärzte etwas dran war, denn ca. 35 Jahre später nahm ich selbst, eher zufällig, während einer Reiki-Meditation so etwas wie eine Seelenanteilrückholung vor (begleitet von einer männlichen Energie) und rettete mir so das Leben. Hiervon bin ich fest überzeugt, auch wenn dies nie bewiesen werden kann.

Meine gesamte Kindheit hindurch, begleiteten mich Phänomene, die ich als sehr natürlich und beruhigend empfand. Ich erinnere mich zum Beispiel an die vielen wunderschönen Lichter, die mich abends vorm Einschlafen besuchten oder an einen verstorbenen Herrn, der hin und wieder mit mir „Verstecken“ gespielt hatte. Doch trotz der liebevollen Besucher, hatte ich abends und nachts viel Angst als Kind. Immer wieder nahm ich jemanden in meinem Zimmer, insbesondere unter meinem Bett, wahr. Das fand ich sehr unheimlich. Aber mir ging es damit wie fast jedem Kind. Mir glaubte niemand und ich sprach nicht darüber.

Bücher über paranormale Geschehnisse faszinieren mich schon so lange ich denken kann. Ganz besonders erinnere ich mich an ein etwas reißerisch daherkommendes Buch, in dem es um Erfahrungsberichte der „besonderen Art“ ging. Hier zog mich die Geschichte von Telly Savallas (Kojak) in ihren Bann. Ich las sie mit etwa 9 oder 10 Jahren und erinnere mich noch heute an die Gefühle, die diese Geschichte in mir auslöste. Es war ein eigenartig tiefes Gefühl der Wahrhaftigkeit, gemischt mit der gruseligen Vorstellung, dass das wirklich wahr sein konnte.

Savallas hatte eine Autopanne und wurde von einem Herrn zum nächsten Ort oder zu einer Tankstelle mitgenommen. Während der Fahrt unterhielten sich die Männer und der nette Herr nannte sowohl seinen Namen, als auch seine Anschrift. Als sich der Schauspieler an einem der darauffolgenden Tage für diese freundliche Geste erkenntlich zeigen wollte, öffnete die Ehefrau des Herrn und bestätigte das Aussehen ihres Mannes und ebenfalls die Tatsache, dass ihr Mann ein Auto fuhr, wie Savallas es beschrieb. Sie sagte jedoch auch, dass ihr Mann bereits verstorben und beigesetzt sei.

Brrrr… ich fand das gruselig und doch sehr fesselnd.

Dieses Gefühl begleitete mich einige Jahre durch mein Leben und immer wieder kam ich mit derart gruselig-faszinierenden Themen in Berührung.

1992 erkrankte meine Mutter schwer und trotz intensiver Bemühungen diverser Ärzte, verstarb sie zwei Jahre später. Ich war 16 Jahre alt. Wenige Tage nach ihrem Tod besuchte mich meine Mutter 2x im Traum. Diese Träume waren realistischer als alle anderen Träume, die ich je hatte. Ich werde sie nie in meinem Leben vergessen. Auch der erneute Besuch meiner Mutter in einem Traum, den ich vor einigen Jahren hatte, wird für immer in meinem Herzen sein.

Der Verlust meiner Mutter entwurzelte mich, und die folgenden Jahre meines Lebens waren dunkel und von Orientierungslosigkeit und Wut geprägt. Wut auf Gott und die Welt. Ohnehin nicht sehr christlich erzogen, verlor ich den Glauben an den „lieben Gott“ durch den Tod meiner Mutter vollständig. Noch schlimmer wurde es in dem Moment, als mir ein damaliger Kollege einige Jahre später mit den Worten „Gott hat sie sicher zu sich geholt, weil er sie so liebte“, helfen wollte. Augenblicklich brach aus mir heraus, dass er mich in Ruhe lassen soll, weil ich mit diesem/ seinem egoistischen Gott nichts zu tun haben will.

Das Loch war tief, in dem ich mich befand. So tief, dass mich weder meine Mutter noch meine geistigen Freunde erreichen konnten. Ich hatte beschlossen dicht zu machen, es ganz allein zu schaffen. Und ich machte dicht- viele Jahre lang.

Doch die Geistige Welt gab nicht auf und stand mir bei. Ich habe Situationen durchstanden, in denen ich ohne mein Wissen, ganz bestimmt ganz viel Hilfe erhielt und mir wurden Menschen und Tiere an meine Seite gestellt, die mir halfen, diese Zeit auch ohne jegliche Einsicht zu überstehen. Ganz besonders möchte ich in diesem Zusammenhang auf meinen lieben, treuen „Butch“ hinweisen. Meinen Seelenhund, der mir von meinem 18. Lebensjahr an, 13 intensive Jahre zur Seite stand. Der auf mich aufpasste, mich tröstete und für mich da war.

Er war mein bester Freund, ein ganz besonderer Hund!

In meinem Inneren wusste ich umgehend nach dem Tod meiner Mutter, dass ich einmal wieder mit ihr sprechen werde. Woher ich dieses Wissen nahm, weiß ich nicht, es war einfach eine Gewissheit. Ganz ohne, dass ich wusste, wie ich das einmal bewerkstelligen sollte. Ich glaubte also an Medien, ohne jemals eines getroffen oder explizit über sie gelesen zu haben. Auch hatte ich keine Ahnung wo ich so jemanden finden sollte, das Internet gab es ja noch nicht. An die Tatsache, selbst einmal eine Ausbildung in diese Richtung zu machen, habe ich natürlich nicht gedacht. Aus irgendeinem Grund glaubte ich einfach, dass es passieren würde und ich sollte mich nicht täuschen.

Mein Leben veränderte sich nicht von heute auf morgen, sondern eher langsam. Am Anfang sehr langsam, muss ich zugeben. Ich weiß aber noch wie es anfing. Alles begann 2001, ich blickte verträumt aus dem Fenster als ich eine Stimme hörte, oder fühlte ich sie? Aber Moment mal, wie kann man denn eine Stimme fühlen? Und überhaupt, was sagte sie da zu mir? Ich solle Menschen helfen und sei zu „Höherem“ geboren? Ich?! Die Kauffrau für Bürokommunikation in Ausbildung, die gerade hier aus dem Fenster blickte? Sofort schoss mir durch den Kopf, dass ich niemandem von diesem Unsinn erzählen sollte. Und auch jetzt fällt es mir gerade nicht leicht, diesen Satz genau so zu Papier zu bringen. Ich hörte diesen Satz noch oft in den folgenden Jahren, wusste aber beim besten Willen nicht, was ich tun sollte. Ich konnte niemandem helfen. Wie denn? Sollte ich Briefe für andere Leute schreiben?

Da ich diese innere Stimme immer wieder hörte, suchte ich nach Lösungen, um hilfreich zu sein. So engagierte ich mich zum Beispiel für eine junge Mutter, auf deren Kind ich zeitweise aufpasste. Ich richtete mein Berufsleben auf die Hilfe Arbeitssuchender aus, indem ich sie bei der Erstellung ihrer Bewerbungsunterlagen unterstützte.

2004 nahm ich diese enorme Präsenz der geistigen Wesen das erste Mal so intensiv wahr, wie es in Zukunft auch bleiben sollte. Wie angewurzelt saß ich auf unserem Bett, den Blick auf die Kellertür im Flur unserer Wohnung gerichtet. Ich war starr vor Angst, denn ich nahm vom Keller aus hochkommend und von der Fensterscheibe hinter mir, enorme Energien wahr. Sie kamen quasi von allen Seiten und ich saß da wie gefesselt, ich traute mich nicht einmal die Kellertür zu öffnen und mich davon zu überzeugen, dass ich mich täuschte. Auch hätte ich mich in diesem Moment für nichts auf der Welt umgedreht, um zum Fenster zu blicken. Die Zeit schien still zu stehen, aber zum Glück kam mein Mann bald nach Hause.

Von dem Tag an geschah es immer wieder, dass ich bei Spaziergängen intuitiv Joggern auswich, die sich mir vermeintlich von hinten näherten. Ich fühlte es ganz genau, dass jemand kam, aber ich sah niemanden. Das war zwar eigenartig, ängstigte mich aber weniger, als dass es mich verwunderte. 2006 kam es dann wieder zu sehr merkwürdigen Vorkommnissen in unserer Wohnung. Wir waren inzwischen umgezogen und lebten über 2,5 Etagen in einem alten Bauernhaus.

Eines Tages kam ich mittags in unser mit dunklem Korkboden versehenes Schlafzimmer und eben dieser Boden war übersät mit Zucker und Wattestückchen. Diese Wattestückchen waren der Füllung von Stofftieren sehr ähnlich, also stand zunächst mein lieber Butch unter Generalverdacht. Da unser Sohn noch sehr jung war, war es ihm eigentlich vollkommen unmöglich gewesen ins Schlafzimmer zu gelangen, da die Treppe vergittert war. Und wenn doch, wie erklärte sich der Zucker? Ist auch Zucker in Teddys? Und überhaupt, welchen Teddy könnte er denn auseinandergenommen haben? Hier lag ja keiner. Ich zog sogar in Betracht, dass uns ein Zuckertütchen vom Café in der Hosentasche kaputt gegangen ist und wir ihn versehentlich verstreut haben, als wir die Hosen auszogen. Aber auch das fiel aus, denn woher kam dann die Watte? Und sind wir morgens da hindurch gegangen und haben nichts gemerkt?

Es begann eine Zeit, die viele Fragen aufwarf und nur sehr wenige Antworten lieferte. In diesem speziellen Fall entschied ich mich einfach den Staubsauger zu holen und Zucker und Watte als positiv zu verbuchen. Nägel und Salz, so sagte ich mir, hätte ich schlimmer gefunden. Trotzdem war es seltsam.

Und es sollte noch seltsamer werden, denn nachts stellte sich immer häufiger jemand neben unser Bett und blickte mich an. Ich sah ihn nicht, fühlte aber ganz genau, dass jemand da war. Ohne Frage bekam ich Angst und als besonders unangenehm empfand ich diese Besuche, wenn mein Mann nicht Zuhause war. Diese Nächte waren meist durch viel Licht und wenig Schlaf gekennzeichnet.

Aber auch wenn mein Mann da war, geschahen seltsame Dinge. Zunächst hörten wir beide gemeinsam Schritte auf dem Dachboden, später schepperte unten die Besteckschublade und wir hörten Gegenstände die Treppe hinunter poltern. Genau wie am Tage, denn da warf unser Sohn mit Vorliebe Plastikkegel, Autos und alles was nicht niet- und nagelfest war, polternd die Treppe hinunter. Genau das polternde Geräusch der Plastikkegel tauchte eines Nachts auf. Und das war eindeutig zu viel für mein strapaziertes Nervenkostüm. Ich nahm all meinen Mut zusammen und sprach unsere Vermieterin mit der Frage an, ob sich vielleicht mal jemand in unserer Wohnung das Leben genommen haben könnte. Diese hielt mich keineswegs für verrückt, wie ich zunächst vermutete, sondern wusste zu meinem großen Erstaunen sogar Rat. Gegenüber wohnte eine alte Dame, die energetisch arbeitete und diese wurde von ihr engagiert und reinigte die Wohnung aus der Ferne. Wie auch immer sie das machte, es war super. Noch einmal schepperte die Schublade in der Küche, ein Anrufbeantworter sprang an und dann herrschte Funkstille. Ich hatte auch von einem auf den anderen Tag keine Angst mehr, es stand niemand mehr neben meinem Bett. Heute weiß ich, dass die Dame ein sogenanntes „Clearing“ durchgeführt hat und dass wahrscheinlich alles nur halb so schlimm war, damals sah ich das aber ganz anders. Wir wohnten nicht mehr lange in der Wohnung, denn ich brachte all dies mit dem Altbau etc. in Verbindung. Der inzwischen wohlbekannte innere Ruf danach Menschen zu helfen, verklang übrigens auch jetzt noch nicht, ich gewöhnte mich aber an ihn und die Stimme wurde für mich als berufstätige Mutter etwas leiser. Was sollte ich auch noch alles tun? Wir hatten unsere Selbstständigkeit inzwischen weiter ausgebaut und neben dem Bewerbungsbüro, um ein kleines Kaffee- und Schokoladenfachgeschäft erweitert. Jedoch fanden wir beide im Verkauf leider keine wirkliche Erfüllung. Dieses Leben erschien uns beiden so unecht, es machte uns nicht glücklich.

Eines Morgens im Sommer 2010 betrat ein Inder unser kleines Geschäft. An sich ist hieran ja nichts besonders, dieser Inder jedoch stand in „voller Montur“ bis hin zum orangefarbenen Turban und weißem wallenden „Gewand“ vor mir, sprach mich als seine Schwester an und bat mich, mir aus der Hand lesen zu dürfen. Sein Blick und seine gesamte Ausstrahlung waren so intensiv, dass ich einen riesen Schreck bekam. So lehnte ich sein Angebot freundlich ab und hoffte, dass er den Laden gleich wieder verlassen würde. Doch Pustekuchen. Er sah mich vollkommen unbeirrt an und sagte, dass er mir dann eben aus meinem Gesicht lesen wird.

Vollkommen sprachlos stand ich ihm gegenüber und konnte nicht fassen, was dieser Mann alles von mir wusste. Kaum einen Lebensbereich ließ sein Vortrag aus. Als Kunden den Laden betraten, begab ich mich hinter den Tresen und nahm zu meiner größten Verwunderung wahr, dass er dies ebenfalls tat. Die Kunden waren aber nicht im Geringsten irritiert. Ganz im Gegenteil, sie schienen ihn überhaupt nicht zu sehen. Ich wusste wirklich nicht wie mir geschah. Das Gespräch endete mit seiner Prophezeiung, dass ich sehr erfolgreich sein werde. Dies hörte ich in unserer eher mäßigen geschäftlichen Lage (schließlich befand ich mich in einem Schokoladenladen und es war Juli) sehr gerne, den folgenden Zusatz jedoch nicht: „Aber nicht hiermit. Machst du noch was anderes?“ Zunächst war ich erschrocken, dann aber fiel mir das Bewerbungsbüro im ersten Stock ein und ich zückte rasch eine Visitenkarte. „Hiermit auch nicht!“ Das war schockierend. Kurz darauf verschwand er und ließ mich vollkommen durcheinander zurück. Obwohl uns dieses Leben nicht so wirklich glücklich machte, hatten wir uns dies alles erwirtschaftet und viel dafür getan. Wer war der Mann? Haben die Kunden ihn wirklich nur ignoriert, oder war er womöglich nur für mich so präsent?

Ich war verwirrt.

Zu diesem Zeitpunkt änderte sich in meinem Leben, seit etwa einem Jahr und in sehr kleinen Schritten, so einiges. Ich besuchte z.B. zwei Mal im Monat eine Dame, die energetische Behandlungen anbot. Es war kein Reiki und was die Dame genau machte, weiß ich bis heute nicht, jedoch gab mir jede ihrer Behandlungen Kraft und ich heilte fühlbar von innen. Soviel stand fest, ich fühlte mich unglaublich zu ihren Behandlungen hingezogen und sog die Energie nur so in mich auf. Neben der Energiearbeit begleitete mich und unsere ganze Familie zusätzlich unsere liebe Heilpraktikerin Frau B. Auch sie suchte ich in regelmäßigen Abständen von ca. 2-3 Wochen über etwa 4 Jahre lang auf. Sie half uns in so vielen Lebensbereichen, dass ich sie in diesem Zusammenhang unbedingt erwähnen möchte. Ich nutzte jede Gelegenheit zu heilen und mehr über die Geistige Welt zu erfahren. Mit Frau B. hatte ich eine erfahrene Dame an meiner Seite, die mir viele meiner zahlreichen Fragen beantworten konnte. Hierfür danke ich ihr noch heute von ganzem Herzen. Alles in allem waren es ereignisreiche und sehr anstrengende Jahre, in denen jedoch auf den genannten Wegen schon viel Heilung geschah. So begann ich 2010 damit, mir täglich eine geführte Meditation anzuhören. Konsequent jeden Tag und es bekam mir mehr als gut. Auch meinen Hellsinnen, die ich damals noch nicht bewusst schulte und dies höchstwahrscheinlich auch unterlassen hätte, wäre mir dies bewusst gewesen. Infolge dieser guten und vollkommen unbeabsichtigten „Hellsinn- Pflege“, ließen außergewöhnliche Ereignisse nicht lange auf sich warten:

Irgendwann hatte ich die Nase voll davon, immer dieselbe Meditation zu hören und begab mich in einen Buchladen in der Innenstadt, um mich nach einer neuen CD umzuschauen. Gleich zu Beginn meiner Suche zog mich eine der Meditations- CDs fast magisch an. An den Titel erinnere ich mich leider nicht mehr genau aber es handelte sich um eine Lichtmeditation zur Erweckung der intuitiven Fähigkeiten oder so ähnlich. Ein Titel zumindest, den ich vollkommen missverstand.

Ich hörte sie zwei Mal. Beim ersten Mal schlief ich ein und beim zweiten Mal erstarrte ich förmlich, da ich den Text hören konnte, in welchem gesagt wurde, dass ich Verstorbenen gestatten würde mit mir über all meine Hellsinne in Kontakt zu treten. Ich dachte, ich würde mich durch diese Meditation lediglich besser auf mein Bauchgefühl verlassen können und erschrak bis ins Mark meiner Knochen. Klar wollte ich mich weiter entwickeln, aber so doch nicht!! Diese CD hatte ich das letzte Mal gehört, das stand fest.

Kurz vorm Einschlafen, am selben Abend, war es dann soweit, ich hörte eine Männerstimme im Flur sagen: „Da ist sie! Hier müssen wir lang!“ und unsere gekippte Balkontür klappte mit einem Mal kräftig zu. Ich war starr vor Angst und konnte mich nicht einmal meinem Mann gegenüber bemerkbar machen, der direkt neben mir bereits eingeschlafen war. Von der Zimmerdecke aus kamen Diaähnliche, leicht durchsichtige Bilder von etwa 60x40 cm Größe zu mir herunter geschwebt. Es waren Bilder von Männern und Frauen. Alle waren gekleidet wie Kriegsflüchtlinge nach dem 2. Weltkrieg. Ein Mann trug einen hellen Mantel. Sie sagten nichts, aber ich war noch immer starr vor Angst unter meiner Bettdecke und tat das, was mir meine liebe Heilpraktikerin für solche Fälle mal gesagt hat. Ich brachte es über die Lippen: „Bitte Jesus hilf mir!!!“ Noch nie in meinem ganzen Leben fiel mir ein Satz so schwer. Und noch nie war ein Satz von mir so wirkungsvoll. Es hörte augenblicklich auf. Sie waren verschwunden.

Am folgenden Tag warf ich die CD im Buchladen auf den Tresen und verlangte aufgebracht mein Geld zurück. Leider hatte ich den Kaufbeleg nicht aufbewahrt, denn die Mitarbeiter behaupteten steif und fest, sie würden diese CD nicht führen. Dies war in der Tat ein Dilemma, denn ich weigerte mich vehement, sie wieder mitzunehmen und schimpfte, zur Freude aller Mitarbeiter und Kunden lautstark, dass man Geister ins Haus bekommt, wenn man sie anhört. So begab es sich dann doch ziemlich spontan, dass mir kostenlos und ohne weitere Komplikationen eine CD zur progressiven Muskelentspannung mitgegeben wurde. Auf die Vorlage eines Bons bestand niemand mehr und ich verließ glücklich das Geschäft. Nun war dieses erschreckende Geisterthema endlich für mich vorbei…dachte ich!

Eines Morgens, kurz nach dem Besuch „meines“ Inders und dem Vorfall in oben genannter Nacht, wurde ich wach und da war sie wieder. Die Stimme. Die Stimme, von der ich nicht wusste, ob ich sie hörte oder fühlte. Sie war lauter als sonst, lauter und vor allem klarer. Sie war begleitet von einer unbeschreiblichen Klarheit in mir und ich wusste nun ganz genau, was beruflich zu tun war. Wir sollten die Selbstständigkeit aufgeben, hieran bestand nicht der geringste Zweifel. Als sollte meiner inneren Stimme noch im Außen Nachdruck verliehen werden, zogen sich Bauarbeiten vor unserem Laden über Wochen hin und wirkte sich mehr als ungünstig auf unsere geschäftliche Situation aus. Wir mussten eine Entscheidung fällen. Und so schwer es uns auch fiel, wickelten wir unsere Geschäfte ab und gaben unsere Selbstständigkeit auf. Es war traurig, aber irgendwie auch befreiend.

Da ich schon immer ein Stehaufmännchen war, witterte ich, angetrieben von meiner inneren Stimme, in der Aufgabe der Selbstständigkeit eine neue Chance, meine Lebensaufgabe Menschen zu helfen, zu erfüllen. Nur wie ich das anstellen sollte, wusste ich noch nicht genau.

In den folgenden Monaten mangelte es mir nicht an Ideen, so dass ich sofort nach Beendigung der Selbstständigkeit wieder ins Berufsleben startete. In Form eines Praktikums engagierte ich mich aktiv für junge Mütter und deren Kinder. Es war toll!

Nun fühlte ich mich also dazu berufen „Soziale Arbeit“ zu studieren. Das genannte Vorpraktikum zum Studium hat mir viel Freude bereitet und mir gezeigt, wie gut es mir tut Menschen zu helfen. Leider war das Studium ganz offensichtlich auch nicht das, was meine innere Stimme meinte, denn aus dem angestrebten Studium wurde nichts. Ich war am Boden zerstört. Dies war der Moment, in dem ich nicht weiterwusste, und meine innere Stimme scheinbar auch nicht. Da kam nämlich nichts mehr, ich war auf mich allein gestellt und dies bedeutete erst einmal Stillstand. So verzweifelt war ich noch nie. Zu dieser Zeit stand ich in engem Kontakt zu einer lieben Freundin, die mir diverse Heiler empfahl, u.a. auch einen Schamanen und eine Tierkommunikatorin/ Geistheilerin, die mir sicher helfen könnten. Im Nachhinein gebe ich offen zu, die Tierkommunikatorin nicht in Betracht gezogen zu haben. Ganz im Gegenteil. Ich reagierte mit einer inneren Abwehrhaltung, da mir einiges, was meine Freundin A. erzählte „zu weit“ ging. Genau diese Abwehrhaltung sollte mich in den kommenden Jahren begleiten und für mich zu einem sicheren Indikator werden, für Personen und Ausbildungen, die goldrichtig für mich sind. Aber dies wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Eines Tages war sie wieder da, meine innere Stimme, nicht so klar und deutlich wie sonst, aber diesmal fragte ich mich nicht, ob ich sie hörte oder fühlte. Ich fühlte genau was zu tun war und rief ihn an, den Schamanen, von dem ich so viel Gutes gehört hatte und bekam schon wenige Tage später einen Termin.

Dieser Termin war so etwas wie ein letzter Strohhalm, an den ich mich klammerte. In den folgenden Tagen freute ich mich sehr und war gespannt was mir dieses Treffen wohl für neue Erkenntnisse bringen würde. Um es kurz zu fassen, dieser Termin änderte alles.

A., der Schamane, tat mir von seiner Art sehr gut und auch das was wir machten, war einfach toll. Das Erstaunlichste jedoch, was während dieser Sitzung geschah war, dass mir in einer schamanischen Reise mitgeteilt wurde, dass ich zu M. fahren sollte, zu der Tierkommunikatorin, von der mir meine Freundin berichtet hatte. Das fand ich schon sehr erstaunlich und diese Botschaft beeindruckte und bewegte mich innerlich so stark, dass ich sie noch am selben Tag anrief.

Während dieses Telefonats erfuhr ich, dass ich gleich am folgenden Tag an einer sogenannten „Offenen Gruppe für Tierkommunikation und Aufstellungsarbeit“ teilnehme könnte, wenn ich das wollte. Ich wollte und meldete mich gleich an!

Was während dieses Treffens geschah, ist einfach unbeschreiblich. Zunächst schaute ich mir das Geschehen zurückhaltend aber immer neugieriger an, bis ich gegen Ende des Treffens meinen lieben Butch, der ja bereits von mir gegangen war, und die tiefe Verbundenheit zwischen uns wieder fühlen und sogar erleben durfte. Es hatte nichts mit dem Kopf zu tun, was dort geschah, es war einfach echt. Ich fühlte mich dort wohler als irgendwo anders in den vergangenen Wochen und Monaten und wollte wiederkommen. Soviel stand fest. Von den anderen Teilnehmerinnen bekam ich mit, dass M. auch Seminare zu verschiedenen Themen anbot und da ich ja bis zum nächsten Semesterstart noch nicht wirklich wusste was ich tun sollte, fragte ich spontan, ob in nächster Zeit ein Seminar starten würde. Zu meiner großen Überraschung und Freude war dies tatsächlich der Fall. Am kommenden Donnerstag, also nur zwei Tage später, sollte eines los gehen und ich meldete mich umgehend an.

Die Begegnung mit Butch war so unglaublich heilsam, dass ich davon auch noch die kommenden zwei Tage getragen wurde. So kam es, dass ich mich erst zwei Tage später, als ich zum ersten Treffen aufbrach, fragte, was das wohl für ein Seminar sein mag, zu dem ich mich da Hals über Kopf angemeldet habe. Ich hatte ganz vergessen danach zu fragen. Wie sich herausstellte, hatte ich mich unwissend zu einem sieben Monate andauernden Seminar zum Erlernen der Tierkommunikation angemeldet. Dies sollte der Startschuss sein.

Von der Woche an, drehte sich meine Welt auf links. Nicht über Nacht, aber diese eine Woche mit den genannten drei Terminen änderte alles für mich. Ich blieb M. treu und begab mich bei ihr vertrauensvoll in eine unglaublich umfangreiche und intensive 5 Jahre andauernde Ausbildung, welche die Geistheilung und die Aufstellungsarbeit ebenso umfasste, wie die Kommunikation mit Tieren.

Die Tierkommunikatorin und den Schamanen suche ich noch immer als Klientin auf und danke beiden aus tiefstem Herzen für die wundervolle Heilung, die ich durch sie erfahren durfte. Heute, 7 Jahre und 100te Aufstellungen, Rückführungen und Heilbehandlungen später, arbeite ich seit 5 Jahren selbstständig als Tierkommunikatorin, in deren Funktion ich mich als „Anwältin der Tiere“ betrachte und gebe mein Wissen mit großer Freude an meine Schülerinnen und Schüler weiter. Zudem wurde ich zur Reiki Meisterin und – Lehrerin, sowie zur Geistheilerin ausgebildet.

Meine eigene Medialität und die hiermit verbundenen physikalischen Phänomene verstärkten sich aufgrund der Entwicklung meiner Hellsinne derart, dass ich allein hierüber ein eigenes Buch verfassen könnte. So entschied ich mich 2015 nach England/ Stansted zu reisen und mich nach britischem Standard auch in diesem Bereich weiterbilden zu lassen, um noch mehr Menschen helfen zu können.

Inzwischen bin ich bereits mehrfach dort gewesen und absolviere zusätzlich ein Fernstudium sowie eine Langzeitausbildung zum Trance- Medium in Schleswig-Holstein, um das bisher Erlernte zu festigen und bestmöglich auszubauen.

Ich höre sie heute übrigens noch immer, meine Stimme im Innern. Doch heute antworte ich auch: „Ja! Ich nehme meine Lebensaufgabe an!“ Und das mit Liebe und voller demütiger Hingabe der Geistigen Welt gegenüber. Auf diesem Wege danke ich all meinen großartigen, weltlichen und Geistigen Lehrerinnen und Lehrern für alles, was ich bislang von euch habe lernen dürfen und weiter lernen werde.

Mein besonderer Dank gilt jedoch meinen beiden Männern. Ohne deren Unterstützung, Verständnis und Rückhalt wäre dies alles nicht möglich gewesen.

Ich liebe euch!

Katrin Risse

Liebe überwindet alle Grenzen

"Es sind die Lebenden, die den Verstorbenen die Augen schließen, aber es sind die Verstorbenen, die den Lebenden die Augen öffnen."

Slawisches Sprichwort

A ufgewachsen bin ich wohl behütet als Einzelkind. Doch war ich schon sehr früh auf mich allein gestellt, da meine Eltern sehr, sehr viel in ihren Berufen gearbeitet haben und sich noch „nebenbei“ eine Selbständigkeit aufbauten. Meine Mutter arbeitete zu der Zeit noch in einem Altenheim als Altenpflegerin und wir wohnten gleich nebenan. Ich wuchs praktisch im Altenheim auf, was für mich durchaus auch seine guten Seiten hatte, denn alle Senioren liebten mich, ich brauchte praktisch nur von Tür zu Tür gehen und hatte überall ganz liebe Omis und Opis, die mich verwöhnten und mit mir spielten.

Trotzdem war ich doch viel allein, oder auch nicht, aber das war mir natürlich zu der Zeit noch überhaupt nicht bewusst. Ich war glücklich, wurde geliebt und fühlte mich auch nicht allein, es hat mich aber sehr geprägt. Ich war sehr früh schon sehr selbständig.

Ich hatte ja auch eigene Omis und Opis, aber, da mein Vater aus Hessen, aus der schönen Domstadt Fulda kam, sah ich meine Großeltern von dort nur sehr selten, vielleicht nur zwei Mal im Jahr. Von meiner Oma Fulda, so nannte ich sie, würde ich gerne noch erzählen. Das Elternhaus meines Vaters lag nur eine Straße vom großen Fuldaer Dom entfernt. Meine Oma war sehr streng katholisch und ich habe ihr heute zu verdanken, dass meine Taufe in dem wunderschönen Dom stattgefunden hat. Sie ging zwei Mal täglich zur Messe, morgens gleich zur ersten Messe und abends zur Abendmesse. Ich denke, sie hat mich auch schon damals sehr geprägt, vielleicht kam mein Glaube an Gott und die Liebe zu den Engeln auch von ihr, denn ich wuchs ja in Schleswig - Holstein auf, wo fast alle nur evangelisch sind. Meine Eltern erzogen mich ja nicht katholisch, das war hier einfach so.

Ich liebte meine Oma Fulda und hing sehr an ihr. Ich kann mich noch genau erinnern, bei unseren Besuchen dort, morgens wenn alle anderen noch schliefen, saß ich mit ihr ganz allein in der Küche auf einem alten Holzstuhl, wo sie immer ein dickes Kissen unter meinem Popo legte, damit ich besser an den Tisch kam und essen konnte. Sie machte mir „Reiterchen“, so nannte sie es immer. Das war das leckere Kümmelbrot mit ihrem legendären selbstgemachten Gelee drauf, das schnitt sie in dünne Streifen und das waren dann die Reiterchen. Dazu durfte ich von ihr eine Tasse „Kinderkaffee“ trinken und wir tunkten unser Geleebrot in den Kaffee, und es schmeckte herrlich!!! Mir kommen bei diesen Gedanken gerade die Tränen. Was war es doch für eine wunderschöne und unbeschwerte Zeit.

Dieses Brot liebe ich auch heute noch sehr, da es mit meiner Kindheit stark verbunden ist, es gibt kein besseres. Wenn mein Mann mal dort geschäftlich in der Nähe unterwegs ist, muss er immer einen Abstecher nach Fulda machen und mir ein paar Brote holen, die ich dann hier zu Hause einfriere, damit wir länger etwas davon haben.

Meine Oma Fulda starb schon sehr früh, sie war die erste meiner Großeltern die verstarb. Ich war erst 6 Jahre alt und ich kann mich noch genau erinnern, dass alle immer im Zusammenhang mit ihrem Tod sagten: „Das ist sehr merkwürdig, das hat was zu bedeuten!“ denn sie fiel am Karfreitag 1976 ins Koma und Jesus ist am Karfreitag ans Kreuz genagelt worden und gestorben. Ostersonntag, morgens um 6.00 Uhr, starb meine liebe Omi und das war der Tag der Auferstehung bei Jesus und da sie so streng gläubig war, sah jeder einen Zusammenhang darin. Mit meinem heutigen Wissen glaube ich das auch. So, jetzt aber weiter, in der Zeit, als wir neben dem Altenheim wohnten. In etwa zeitgleich, mit dem Tod meiner geliebten Oma, ist vielleicht auch da schon, meine tiefe Liebe zu den Tieren entstanden, denn wir hatten eine Boxerhündin „Inka“. Sie gehörte eigentlich nicht uns, sondern zu dem Altenheim, aber sie war auch bei uns zu Hause. Heute glaube ich auch, sie war da, um mich eine Zeit lang zu begleiten. Sie war meine Vertraute, und immer an meiner Seite. Ich war ca. 6 Jahre alt, als sie ging. Ich kann mich noch erinnern, dass ich sehr darunter gelitten habe.

In dieser Zeit entdeckte ich in etwa meine Liebe zu den Pferden, also, natürlich größenangepasst, zu den Ponys und der Virus hatte mich infiziert. Ich wurde zum Pferdenarr und dem bin ich bis heute auch treu geblieben.

So vergingen dann ein paar Jahre. Als ich dann ca. 11 oder 12 Jahre alt war, entdeckte ich mein zweites Hobby und zwar das Lesen. Da waren dann schon meine ersten Bücher über Spiritualität und über das Leben nach dem Tod dabei. Es faszinierte mich schon in jungen Jahren und ich war schon immer fest davon überzeugt, solange ich denken oder mich zurück erinnern kann, dass es ein Leben nach dem Tod gibt. Für mich war das immer schon klar, es kann doch nicht „Schluss“ sein. Ja, der Körper stirbt, aber das ist nur unsere Hülle. Was uns ausmacht, das ist unsere Seele und die stirbt nie!

Ich habe immer gedacht, schon als ganz junges Mädchen, die Seele, das bin doch ich. Das, was mich ausmacht. Selbst Charakterzüge spreche ich einer Seele zu, als wenn wir zweigeteilt oder sogar dreigeteilt in unserem Körper sind und zwar „Körper, Geist, und Seele“. Nur gab es zu der Zeit leider noch nicht so viele Bücher, geschweige denn das Internet und Google.

Ich kann wirklich nicht genau sagen, wann es in meinem Leben mit der Medialität begonnen hat, denn wenn ich zurückblicke, war es für mich schon immer da! Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass ich früher einen imaginären Freund hatte oder irgend– etwas gesehen habe, was andere nicht sehen konnten. Nichts in dieser Richtung oder ich habe es schlichtweg vergessen. Ich weiß es nicht. Ich möchte damit nur sagen, dass ich ein ganz „normales“ Kind war und nichts darauf hindeutet, dass die Medialität bei mir angeboren ist. Heute weiß ich, dass es in uns allen steckt.

Das Einzige was ich weiß ist, dass ich mich schon immer auf mein Gefühl verlassen konnte. Ich habe schon immer eine sehr gute Menschenkenntnis gehabt, ich spürte schon immer ob jemand ehrlich und mir wohl gesonnen war. In diversen Situationen konnte ich spüren, ob sie gut war oder ob eventuell eine Gefahr droht. Das spürte ich schon immer körperlich. Es zog dann durch meinen ganzen Körper, wie ein Druck oder wie ein Hitzestrahl. In ganz schlimmen Situationen sogar beides gleichzeitig. Was mir aber teilweise gar nicht bewusst war. Aber heute kann ich es sofort zuordnen.

Ich kann nur sagen, dass mich die Themen Geistige Welt, die Liebe zu den Engeln und ein Leben nach dem Tod schon immer zutiefst fasziniert und beeindruckt haben. Leider gab es erstmal in meinem Umfeld niemanden, mit dem ich das teilen konnte. An Ausbildungen und Seminaren war zu der Zeit noch gar nicht zu denken. Ich kannte es auch nur so: Entweder man hat es in sich, also als eine angeborene Gabe, man war ein Medium, oder eben nicht. Das man es erlernen oder „erwecken“ kann, wusste ich damals nicht.

Viel später, es war 1989, meine Eltern, hatten inzwischen zwei Geschäfte in der Gastronomie und über dem einen war eine Wohnung, in der ich mit meinem damaligen Freund wohnte. Wir hatten eine Angestellte die spirituell war. Jetzt kommt ein Teil aus meinem Leben, worauf ich überhaupt nicht stolz bin und auch jedem davon abrate. Eigentlich gebe ich zu, mit meinem heutigen Wissen, schäme ich mich dafür, aber damals wusste ich es nicht besser. Ich hatte auch Vertrauen zu ihr und nun endlich jemanden gefunden, der mein Interesse in diese Richtung teilte. Na ja, ich habe wirklich überlegt, ob ich es hier erzähle, aber es gehört zu meinem Leben. Also, sie hat Gläserrücken durchgeführt. Um es nur kurz am Rande zu erklären, das ist praktisch ein „Instrument“, um Kontakt mit dem Jenseits aufzunehmen und im besten Fall Antworten auf unsere Fragen zu erhalten. Ich war natürlich fasziniert, aber das ist ein Kapitel in meinem Leben, was ich wirklich gerne streichen würde. Ich kann nur sagen, ich habe Glück gehabt, es ist alles gut gegangen, denn es hätte auch anders ausgehen können. Diese Person war auch komischerweise nur kurz in meinem Leben und dann völlig weg. Ich habe nie wieder etwas von ihr gehört und ich kann mich heute nicht mal mehr an ihren Namen erinnern, was mich doch ein bisschen verwundert, denn in dieser kurzen Zeit, hatten wir auch viel privaten Kontakt. Aber ich denke, das hat seinen Sinn! Vielleicht war sie einfach nur für mich da, um dieses Gefühl für die Geistige Welt zu verstärken, oder um mich wieder auf den Weg zu bringen, weil ja viele Jahre vorher in dieser Hinsicht Ruhe herrschte. Es hatte für mich auf jeden Fall seinen Zweck erfüllt. Ich war wieder voll Interesse, meine Faszination wuchs und eine mir unbekannte Sehnsucht nach mehr Wissen, machte sich in mir breit.

Ich möchte noch einmal dazu sagen, ich rate davon aus tiefstem Herzen ab, es fühlt sich für mich heute auch überhaupt nicht mehr stimmig an. Wie gesagt, ich habe wirklich nur Glück gehabt oder ich war die ganze Zeit gut behütet und beschützt! Jetzt im Nachhinein sage ich, heute gibt es ja auch viel mehr Möglichkeiten, die es damals nicht gab. Sucht Euch bei Interesse eine fundierte Ausbildung und geht den richtigen Weg.

Im Sommer 1992 lernte ich meinen Mann kennen, wir kamen ganz schnell zusammen und nach 14 Tagen zog er schon bei mir ein. Im Juni 1994 heirateten wir und am 15. Januar 1996 kam unser Sohn gesund zur Welt, alles war perfekt! Ich genoss meine neue Rolle als Mutter sehr, alles lief super und sehr harmonisch bei uns. Ich war rundum glücklich.

Aber dann schlug das Schicksal richtig zu, im Februar 1998 verstarb, für mich sehr plötzlich, nach kurzer aber sehr schwerer Krankheit, mein über alles geliebter Vater. Für mich als absolutes Papakind, brach eine Welt zusammen. Ich fiel emotional in ein tiefes Loch und konnte meine Trauer nicht richtig verarbeiten. Heute glaube ich, ich habe sie verdrängt und auf Eis gelegt. Ich kann mich noch ganz genau erinnern, es war einen Abend, bevor mein Vater starb. Ich war mit meiner Mutter zu Besuch bei ihm und es ging ihm super, er war auch sehr guter Dinge, wir schöpften gleich wieder Hoffnung, da es ihm besser und es jetzt endlich „bergauf“ ging. Man klammert sich ja an jeden noch so kleinen Strohhalm. Meine Mutter verließ kurz das Zimmer und mein Vater schaute mich an. Er konnte so einen fesselnden Blick aufsetzten. Dem konnte man nicht entfliehen, als ob er einen mit dem Blick festhält. Er fragte mich: „Sei jetzt ganz ehrlich, glaubst Du, dass ich wieder gesund werde?“ Diese Situation, werde ich nie vergessen, aber ich antwortete, und das meinte ich völlig ernst und mit voller Überzeugung: „Natürlich, Papa!!! Du hast bis jetzt alles in Deinem Leben geschafft, was Du wolltest und dies schaffst Du auch!!!“ Ich meinte es auch wirklich so, für mich war völlig klar, dass er wieder gesund wird. Ich muss aber auch zugeben, dass er mich mit dieser Frage doch sehr erschreckt hat, denn an so etwas, trotz seiner schweren Krankheit, habe ich überhaupt nicht gedacht. Ich glaube, das war auch irgendwie eine Art Selbstschutz von mir.

Meine Mutter und ich fuhren nichtsahnend nach Hause und als wir ankamen, erwartete uns ein Schock. Ganz plötzlich war unsere Hündin Jule gestorben. Es gab überhaupt keine Anzeichen, dass etwas nicht mit ihr stimmte. Als wir mittags wegfuhren war noch alles in Ordnung. Am späten Nachmittag, als mein Mann, der extra zum Haus meiner Eltern fuhr, um unsere Pferde rein zu holen und Jule zu füttern, fand er sie. Da war sie schon tot.

Am nächsten Morgen, so ca. um 8.00 Uhr, bekam ich einen Anruf aus dem Krankenhaus. Ich solle ganz schnell kommen, denn meinem Vater ginge es nicht gut. Meine Mutter war schon dort und als ich ankam, war er schon eingeschlafen. Ich kann mich noch erinnern, als meine Mutter und ich an dem Morgen aus dem Krankenhaus mit zwei Autos nach Hause fuhren, bin ich vorweg gefahren und habe die ganze Zeit nur in den Rückspiegel geschaut, ob meine Mutter überhaupt Auto fahren konnte. Ich hatte die Situation eigentlich noch gar nicht realisiert, dass mein Papa jetzt nicht mehr da war. Genauso war es ca. 2 Wochen später auf der Beerdigung. Ich kann mich überhaupt nicht mehr erinnern, ich glaube, ich habe innerlich total zu gemacht. Es war ein Gefühl, als wenn es mich überhaupt nicht betrifft, ich war fremd in der Situation. So, als wenn ich mich dort gar nicht befände. Ich funktionierte einfach.

Und es riss nicht ab. Ungefähr 6 - 8 Wochen später ist das Pferd meines Vaters auch gestorben. Ich muss dazu sagen, dass das Pferd, er hieß Banjo, schon älter war und praktisch sein Gnadenbrot bei uns bekam. Sie sind ja alle bei uns Familienmitglieder und leben direkt mit „im“ Haus, aber als Banjo merkte, dass mein Vater nicht mehr nach Hause kam, hat er innerhalb dieser kurzen Zeit so rapide und völlig abrupt abgebaut, dass nichts mehr zu machen war. Die beiden hingen sehr aneinander. Das war noch mal besonders schlimm für uns alle.

Es vergingen viele Jahre des „Nichtstuns“ in diesem Thema, was mich heute natürlich sehr ärgert. Aber ich glaube, ich war innerlich blockiert und brauchte vielleicht die Zeit.

Ich verlor aber niemals die Liebe zu Gott, den Engeln und dem Universum. Denn daran glaubte ich immer, sie gaben mir die Kraft weiterzumachen, bzw. durchzuhalten, aber ich gebe zu, es gab natürlich auch Zeiten, da war ich innerlich zerrissen und so wütend auf alles. Ich fand es einfach ungerecht und konnte und wollte es auch nicht verstehen. Aber das waren immer nur kurze Momente und ich entschuldigte mich in meinen Gebeten dafür.

Durch „Zufall“, es war im Frühjahr 2016, fand ich in einem bestimmten Netzwerk Gruppen, die sich genau mit diesen Themen, der Spiritualität, ein Leben nach dem Tod, der Geistigen Welt und den Engeln beschäftigten. Es wurden Orakel- Karten gelegt. Das sind wunderschöne Karten, die Botschaften enthalten. Da gibt es unzählige verschiedene Decks, z.B. aus dem Reich der Engel, die besonders schön sind, genauso wie die aus der Geistigen Welt, die mir auch sehr am Herzen liegen. Aus dem Feenreich, von den Naturgeistern usw. Es überraschte mich immer wieder, wie gut diese Botschaften passten und wie oft ich diese „Wow“-Momente erleben durfte. Das war echt der Hammer!!! Endlich, war ich unter

„Gleichgesinnten“. Menschen, die mich verstanden und mich nicht für verrückt gehalten haben. Wir tauschten uns ausführlich aus, wir konnten offen sprechen, es gab Übungen, wie wir unsere Hellsinne trainieren können, es wurden Meditationen empfohlen. Das war für mich alles ein absolutes Neuland. Ich begann mit geführten Meditationen. Das sind praktisch gesehen kleine Geschichten oder auch Reisen, in denen man sich gedanklich an verschiedenen Orten oder in Situationen begibt, wo man in seine eigene Ruhe, seine eigene Mitte kommt und es fördert die Konzentration. Ich habe vorher noch nie meditiert, ich, die Hibbelige, die keine Ruhe und Geduld hatte, nicht abschalten konnte. Von wegen- es funktionierte super!!!

Ich fühlte mich sehr wohl in einer Meditation, sie gab mir Kraft, Ruhe und Ausgeglichenheit und ein wunderbares Gefühl der Geborgenheit. Schnell merkte ich, dass man der Geistigen Welt so sehr viel näherkommt.

Nach einiger Zeit, „sah“ ich, in meinen Meditationen, bei geschlossenen Augen Farben, die wunderschön waren. Es bildeten sich Formen und wellenartige Gebilde, die sich auch bewegten. Sie kamen auf mich zu, oder gingen weg und es gab mir ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit. Ja, sogar das Gefühl von tiefer Liebe kam auf. Wunderschön war das. Erst viel später erfuhr ich, dass das schon die Geistige Welt ist. Meine mediale Reise hatte begonnen, ohne dass ich es wusste. Viele Medien, wozu ich mich immer noch nicht traue zu zählen, sehen Bilder in einer Meditation. Ich hatte bisher nur schemenhafte Bilder gesehen. So in etwa wie ein Negativ-Bild und nur ganz kurz. Man muss schon sehr aufpassen, dass man auch ja alles mitbekommt, denn es geht teilweise in Sekundenschnelle wieder vorbei. Später merkte ich, dass sich die Meditationen auch auf mein „normales“ Leben auswirkten. Ich wurde tatsächlich viel ruhiger und ausgeglichener und ich fuhr nicht mehr, so wie früher, einfach aus der Haut. Ich regte mich lange nicht mehr so schnell auf. Ich war mit mir und meinem Umfeld viel zufriedener und glücklicher und das allein war ein Gewinn, nicht nur für mich.

Ich merkte, dass sich mein ganzes „Denken“ und meine Lebenseinstellung von Grund auf stark verändert hatte. Ich fühlte mich viel, viel wohler in meiner Haut.

Was mich sehr faszinierte, waren die Jenseitskontakte, die dort von Medien und sogar von ganz vielen Übungsmedien hergestellt wurden und die dann dort öffentlich in den Gruppen gepostet wurden.

Ich konnte mich nicht satt lesen, ich verschlang alle Posts, die da waren. Es war einfach unbeschreiblich, was alles möglich ist. Ich bewunderte die Medien aus tiefstem Herzen und wünschte mir nichts sehnlicher, als einen Kontakt zu meinem Vater. Aber, ich wusste ja, wie er eigentlich zu Lebzeiten eingestellt war. Er glaubte nicht an ein Leben nach dem Tod und hat mich auch immer belächelt. Er hätte dem zu seiner Zeit niemals in der Öffentlichkeit zugestimmt, das war mir klar. Und so las ich etwa ein halbes Jahr lang; Tag für Tag; die anderen Kontakte und freute mich und weinte mit, wenn ein Kontakt für die anderen zustande kam. Es war ja auch für mich sehr heilsam, denn man las zwar die Jenseitskontakte von anderen, aber man steckte gefühlsmäßig in jedem Kontakt voll mit drin. Aber dann kam es von jetzt auf gleich. Ich weiß es noch ganz genau, es war Mitte Dezember 2016. Heute weiß ich, dass es mein „Hellwissen“ war und ich meinen Vater, natürlich unbewusst, „empfangen“ hatte. Ich stand unter der Dusche und auf einmal, kam mir eine Idee. Ich dachte: „Jetzt! Jetzt machen wir das, poste es, jetzt sofort!!!“

Ich verspürte einen Drang auf einmal, dass könnt Ihr Euch nicht vorstellen. Das war ein Gefühl von unbändiger Freude und Aufregung. Ich zitterte vor Aufregung, das war unglaublich, ich kam gar nicht so schnell aus der Dusche raus, bin noch fast hingefallen, weil ich mich so beeilt habe, halb nass noch rannte ich zum PC. Ich schrieb was das Zeug hielt. Ich brauchte auch überhaupt nicht überlegen, das ging wie von allein. Ich sprach mich selbst, vor dem abschicken meines Posts, noch mal an und fragte mich: „Bist du dir sicher? Soll ich es wirklich machen?“ Ich kann es nicht beschreiben, es kommt jetzt schon wieder dieses Gefühl auf, echt der Hammer. Ich drückte mit dem Finger auf „Enter“, ohne das es mir bewusst war und ihr könnt es glauben oder nicht, es dauerte keine 10 Minuten, ich würde eher 5 Minuten sagen, sprach mich ein ganz liebes Medium an, ob ich Zeit hätte und ob wir es mal versuchen wollten.

Andere Kontaktanfragen stehen wochenlang, teilweise monatelang drin, oder werden, weil es so viele sind, gar nicht bedient.

Na ja, ich hatte Glück oder was auch immer. Ich bekam nach 19 Jahren mein erstes Gespräch mit meinem Vater und während ich das hier so schreibe, laufen mir schon wieder die Tränen.

Was soll ich sagen? Es war unbeschreiblich schön!!!! Es stimmte einfach alles und sie konnte es doch nicht wissen. Wir kannten uns doch persönlich überhaupt nicht, es war einfach…unglaublich! Sie erzählte erst, was sie spürte. Das konnte ich sofort bejahen, denn es passte zu seiner Krankheit, die er hatte, dann spürte sie seine Freude und eine unglaublich große Liebe, das ihr die Tränen übers Gesicht liefen, mir ja sowieso. Ich weiß noch, dass ich so aufgeregt war und auf meinem Stuhl am Schreibtisch saß und total zitterte. Ich konnte kaum noch vor Aufregung die Tasten meiner Tastatur drücken, um zu antworten, so zitterte ich. Dann übermittelte sie mir den ersten Satz, und der lautete: „Du kannst es!“ Und ich soll mir mehr „zutrauen“ und dass ich sehr an mir zweifele. Ja, das konnte ich gleich zuordnen, denn es ging nämlich um meine Gedanken, die ich täglich hatte.

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