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Das tödliche Genie der Tiefe

Roger Reyab

Das tödliche Genie der Tiefe

Die Rache des Oktopus Teil 1





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Intro

Es war schon lange bekannt, dass der Krake das intelligenteste Tier ist, das den Globus bevölkert. Bisher wusste man aber auch, dass der Krake sein im Leben erlangtes Wissen nicht weiter geben kann, da das Muttertier bei der Geburt des Nachwuchses stirbt. Dies bedeutete, dass der Krake von seiner Geburt an alles neu erlernen musste. Dieser Umstand verhinderte das Entstehen einer Krakenkultur.

Verschlafen wurde dabei von der Wissenschaft, dass der Krake Anfang des einundzwanzigsten Jahrhunderts lernte sein Wissen weiterzugeben. Kraken können extrem lernfähig sein. Die neun Gehirne des Kraken sind mit Fähigkeiten beseelt, die sich kein Mensch in seinen kühnsten Träumen vorstellen kann. Kraken sind Verwandlungskünstler. Sie verfügen über die Fähigkeit, ihr Äußeres eigenständig zu gestalten. Diese Fähigkeit ist eng an das limbische System des Kraken gekoppelt, das analytisch Umgebungen erforschen kann und sich ihnen anzupassen vermag.

Der Krake ist ein Alien. Auf dem Globus gibt es kein Tier, das derart unterschiedliche Wege der Evolution beschritten hat, als der Krake. Mit dem Menschen ist der Krake nicht zu vergleichen. Nicht im Positiven und nicht im Negativen.

Der Mensch denkt anders, er fühlt anders, er analysiert anders, er lebt anders.

Dies heißt aber nichts Gutes. Denn der Mensch bekam nicht mit, dass in seinen Weltmeeren, die er bis dahin für die seinen hielt, dass in diesen Meeren eine Gefahr heranwuchs, die er sich selbst geschaffen hatte. Ein Krake ist absolut nicht zu verstehen. Nicht von einem Menschen. Es wäre ähnlich als würde man versuchen, eine völlig andere Evolution zu begreifen. So, als würde man Leben auf anderen Planeten verstehen wollen.

Der Krake ist ein im Grunde friedliches Tier. Dass er Jahrhunderte lang als Futter für den Menschen diente, dies war ihm so lang nicht bewusst wie er nicht gelernt hatte, seine Erfahrungen weiterzugeben. Als der Krake aber eine Kommunikation entwickelte, die Erziehung ermöglichte, als er Historie entwickelte, eine Geschichte entwickelte; da war der Punkt gekommen, an dem das Tier begriff. Die Rolle, die dem Kraken zugedacht war. Die Religion dieser Rolle.

Die Krakenreligion entwickelte sich Anfang der 90er Jahre des zweiten Jahrtausends.

Sie ist mit nichts zu vergleichen, das wir Menschen erdacht hätten. Sie hat zwar spirituelle Anteile, ist aber eine Krakenreligion. Das war wir Gott nennen ist für den Kraken das Meer. Es ist die Oberfläche, hinter der sich das Universum verbirgt. Über dem schimmernden Horizont des Meeres gibt es eine Welt. Sie ist es, die der Krake nicht kennt. Aber einige Kraken haben es gesehen. Es sind die Propheten der Kraken.  

Sie nennen ihn nicht bei einem Namen. Sie haben Symbole im Kopf. Es hat das Symbol eines Kreises. Dieser Kreis ist es, der seinen Namen nennt. Der Kreisprophet der Kraken hat die Welt gesehen. Er hat die Grenze des Universums durchbrochen. Der Kreisprophet hat den größten Feind des Kraken gesehen. Er hat den Kraken gelehrt, dass es einen Himmel gibt. Einen blauen Himmel, der weiße Schwaden bildet. Er hat dem Kraken gesagt, dass es Wesen gibt, die ohne Wasser leben können.

Der Kreisprophet hat aber mehr gepredigt. Er konnte wie sie sein. Die, die ihn das sehen lassen, dessen er entkam. Er entkam ihrer Mordlust. Er sah den Feind des Kraken. Er wusste nicht, dass sie sich Menschen nennen. Er wusste nur, dass sie töten. Dass sie hassen. Dass sie bösartig sind. Es sind die Teufel der Kraken. Die, die alles sind, was Kraken hassen. Aber auch fürchten. Kein Krake ist wie sie. Niemals war ein Krake so tollwütig, so im tiefsten Inneren verdorben.  

Der Krake achtet die Natur. Er empfindet Achtung für die Natur. Denn sie ist grausam und unvorhersehbar. Man muss einem Leben Achtung zollen, das so voller Gefahren und Überraschungen ist. Es ist eine schillernde Welt, die alles kennt, was Gott erdachte. Es ist die Tiefe des Raumes, die Lichter und die Oberflächen. Eine Welt voller Kunst. Aber es ist auch eine tödliche Welt. Es muss einem Respekt abfordern, diese Welt voller Tod und Neuanfang.

Der Krake ist das einzige Tier auf der Erde, das neun Gehirne zu einem Ganzen koordiniert. Die Gehirne haben unterschiedliche Funktionen. Es gibt einen Lehrer, der alle befehligt. Aber die Gehirne können auch Teilaufgaben übernehmen und eigenständig ausführen. Der Lehrer der Gehirne nennt sich Raute. Wenn wir uns mit den Kraken beschäftigen, müssen wir lernen mathematisch zu denken. Geometrisch.

Zylinder, Raute, Trapez, Parallelogramm.

Kraken denken wie Mathematiker.

Ein Krake denkt nicht in Worten. Nun ist die Sprache der Mathematik aber auch eine Sprache. Dies ist aber nicht alles, was der Krake sagt und denkt. Zuzüglich zur geometrischen Denkweise des Kraken, besitzt er die Fähigkeit, Gleichnisse zu ersinnen. Auch dies ist eng mit der Mathematik verbunden. Ein Gleichnis ist in den Augen des Kraken, wenn er eine Formel sieht. Aber auch wenn er fühlt, ist es eine Formel. Es gibt Formeln, die dem Kraken Wohlgefühle entlocken. Es gibt aber auch Formeln, die ihn missmutig machen. Aber auch das ist nicht menschlich zu verstehen. Der Krake hat kein Gefühl wie wir es kennen. Er liebt und hasst. Dies ist aber nicht eine Liebe, wie wir sie kennen. Und auch kein Hass wie wir ihn kennen.

Die Gefühle des Kraken sind Notwendigkeit. So wie das Wasser ist, so ist die notwendige Kühlung. So wie der Blauwal ist, so ist die Farbe der Limone. Es gibt Notwendigkeiten, die manchmal gut sind und manchmal eher schlecht. Das sind die Gefühle des Kraken. Der Mensch ist nicht viel anders. Aber er glaubt es nicht. Ein Krake schreibt keine Bücher. Ein Krake komponiert keine Musik. Aber ein Krake fühlt das Universum. Die Bücher des Kraken sind der Meeresboden, die Struktur und seine Analyse. Die Musik des Kraken ist das Rauschen des Meeres und die Gesänge der Wale.

Als der Krake begann die Welt zu begreifen, war es anfänglich keine Notwendigkeit. Denn der Krake dachte nicht daran, die Welt zu erobern. Dieses Wort hatte keine Formel in seinen Gehirnen. Das Überleben hat eine Formel.

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