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Das andere Volk Gottes

ERFURTER THEOLOGISCHE STUDIEN

im Auftrag

der Katholisch-Theologischen Fakultät

der Universität Erfurt

herausgegeben

von Josef Römelt und Josef Pilvousek

BAND 99

Jan Loffeld

Das andere Volk Gottes

Eine Pluralitätsherausforderung
für die Pastoral

echter

DANK

Die vorliegende Studie verdankt sich der vielfältigen Unterstützung, Hilfe und Ermutigung auf unterschiedlicher Ebene:

Zu großem Dank bin ich meinem Heimatbistum Münster verpflichtet: namentlich zunächst Herrn Bischof em. Dr. Reinhard Lettmann für seinen Auftrag zur Promotion und die damit verbundene Freistellung, Herrn Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Essen, für die Begleitung während seiner Zeit als Weihbischof und Diözesanadministrator in Münster und schließlich dem jetzigen Bischof von Münster, Dr. Felix Genn, für sein aufmerksames Interesse an Themenstellung und Vollendung dieses Projektes.

Zugleich möchte ich dem Professorenkollegium der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt danken, das diese Studie im Sommersemester 2010 als Dissertation angenommen hat: Mein von Herzen kommender Dank gilt insbesondere meiner Doktormutter, Frau Prof. Dr. Maria Widl, für ihre engagierte, theologisch wie geistlich profilierte und verbindliche Weise der Betreuung. Gleichzeitig danke ich dem derzeitigen Dekan der Fakultät, Herrn Prof. Dr. Josef Freitag, für die Mühe des Zweitgutachtens sowie für alle Hilfestellung und Begleitung darüber hinaus. Die selbstverständliche und unkomplizierte Art, durch die eine Aufnahme dieser Untersuchung in die Reihe der „Erfurter Theologischen Studien“ möglich wurde, lässt mich deren Herausgebern, den Herren Professoren Josef Pilvousek und Josef Römelt, von Herzen danken.

Ebenso verdanke ich all denen viel, die sich am Rande für das Thema interessiert und nicht selten kritisch nachgefragt haben. Insbesondere denke ich an Sr. Dr. Katharina Kluitmann OSF, Münster, Herrn Heina Blömeke, Nordwalde, und Herrn Dipl. jur. Christian Jasper, Oelde, in ihrer inhaltlichen und formalen Korrekturarbeit.

Mein letzter und tiefster Dank gilt meinen Eltern, Marita und Manfred Loffeld und meiner Schwester Eva Loffeld. Ihnen und den jungen Menschen, für die ich Priester sein darf und es sein durfte, möchte ich diese Arbeit widmen: ut in omnibus glorificetur Deus (RB 57, 9).

Münster am 6. Januar 2011,

dem Hochfest der Erscheinung des Herrn

Jan Loffeld

ZUM GELEITSTATT EINES VORWORTES:

In jener Zeit kam Jesus nach Jericho und ging durch die Stadt. Dort wohnte ein Mann namens Zachäus; er war der oberste Zollpächter und war sehr reich. Er wollte gerne sehen, wer dieser Jesus sei, doch die Menschenmenge versperrte ihm die Sicht; denn er war klein. Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum, um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste.

Als Jesus an die Stelle kam, schaute er hinauf und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein. Da stieg er schnell herunter und nahm Jesus freudig bei sich auf. Als die Leute das sahen, empörten sie sich und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt.

Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens will ich den Armen geben, und wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, gebe ich ihm das Vierfache zurück.

Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist. [Lk 19,1-9]

INHALTSVERZEICHNIS

DANK

ZUM GELEITSTATT EINES VORWORTES:

INHALTSVERZEICHNIS

LITERATUR- UND QUELLENVERZEICHNIS

1. Kirchlich-lehramtliche Dokumente

2. Einzelnachweise

0. EINLEITUNG

1. Problemanzeige und Fragestellung

2. Definitionen und methodische Vorüberlegung

2.1 Die Postmoderne innerhalb der Moderne

2.2 Postmodern kennzeichnend: Ein Pluralismus von Paradigmen

2.3 Postmodern notwendig: Die transversale Vernunft als innerer Kompass dieser Studie

3. Zur methodischen Konzeption dieser Studie: Der Dreischritt von Kairologie – Kriteriologie – Praxeologie

4. Vorschau auf die Argumentationsstruktur

TEIL I: KAIROLOGIE DAS ANDERE VOLK GOTTES: DIE POSTMODERNE VOLKSKIRCHE

1. Vier Näherungsweisen an ein Phänomen

1.1 Kirche im Biographieverlauf: Die Studie „Die unbekannte Mehrheit“

1.1.1 Vorbemerkung: Anlage und Forschungsinteresse

1.1.2 Forschungsfeld und Methoden

1.1.3 Ergebnisse

1.1.3.1 Ein typischer biographischer Verlauf

1.1.3.2 Gegenwärtige Sinn- und Handlungsorientierung

1.1.3.3 Das Kirchenbild

1.1.3.4 „Das gehört einfach dazu“

1.1.3.5 Fazit: Ergebnisse der Studie

1.2 Die Studie „Was Menschen in der Kirche hält“

1.2.1 Vorbemerkung: Anlage und Forschungsinteresse

1.2.2 Ergebnisse

1.3 Einmal im Jahr religiös: Das „Weihnachts-Christentum“

1.3.1 Weihnachten und die Religiosität der Moderne

1.3.2 Die Familie

1.3.3 Das Fest

1.4 Ein selbstkomponiertes Projekt der Identitäts- und Sinnsuche: Das Pilgern

1.4.1 Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ als Paradigma einer anderen Rezeption des Pilgergedankens

1.4.2 Anmerkungen zum Wandel vom klassischen zum zeitgenössischen Pilgern

1.4.3 Gemeinschaft und Transformation im Vollzug: Ritualtheoretische Aspekte heutigen Pilgerns

2. Bislang diskutierte pastoralsoziologische Aspekte einer anderen Kirchlichkeit

2.1 Skizzen des Wandels von Kirchenmitgliedschaft und Kirchenbindung während der Nachkriegszeit

2.2 Der externe Relativierungsdruck als Ursache differenzierter Formen heutiger Kirchlichkeit

2.2.1 Strukturelle Pluralisierung

2.2.2 Individuelle Pluralisierung

2.2.3 Kulturelle und religiöse Pluralisierung

2.2.4 Zuspitzung: Vom sozialen Nahraum zu funktionalen Zonen

2.3 Veränderte kirchliche Mitgliedschaftsweisen

2.3.1 Der geistliche Untertan in der Gnadenanstalt

2.3.2 Der Kirchenkunde und die Logik des sozialen Tausches

2.3.3 Zusammenfassend: Der andere Vergemeinschaftungsmodus der Kirchenkunden und erste Konsequenzen für die Territorialgemeinde

2.4 Statistische Daten

3. Ergebnissicherung und Resümee

4. Fazit

TEIL II KRITERIOLOGIE: LEITLINIEN FÜR EINE THEOLOGISCHE EINORDNUNG DER POSTMODERNEN VOLKSKIRCHE

1. Perspektive Gemeinde

1.1 Einführung: Der Befund vor dem Hintergrund der Gemeindekirche

1.2 Die theoretische Grundlegung der Gemeindekirche

1.2.1 Die Gemeindetheologie: Kirche ist Gemeinde

1.2.2 Die Würzburger Synode: Von der Versorgung zur Mitsorge aller

1.3 Versuchte Integration des Sperrigen: Von Fernstehenden und Gemeindefremden

1.3.1 Ferdinand Klostermann: Die fernstehende Kirche

1.3.2 Paul Michael Zulehner: Auswahlchristenpastoral

1.3.3 Dieter Emeis: Die Gemeinde zwischen Ausverkauf und Rigorismus

1.4 Zwischenresümee als zusammenfassende Reformulierung des kairologischen Befunds vor dem Hintergrund der Gemeindekirche

1.5 Zwischenfazit

2. Die erweiterte Perspektive: Genese, Lehre und Rezeption der Rede von der Kirche als Volk Gottes im Kontext des II. Vatikanischen Konzils

2.1 Einführung: Sich der Spannung zwischen der Gemeindekirche und einer postmodernen Volkskirche theologisch stellen

2.2 Das Volk Gottes als Leib Christi

2.2.1 Volk Gottes und Leib Christi als Grundbegriffe konziliarer Bestimmung und Reflexion

2.2.2 Das Volk Gottes als Paradigma des II. Vatikanischen Konzils

2.2.3 Die Terminologie des Leibes Christi als notwendige Ergänzung

2.2.4 Die Vollzüge des Volkes Gottes als Leib Christi

2.2.4.1 Die dogmatische Konstitution über die Kirche: Lumen Gentium

2.2.4.2 Die paulinische Leib Christi-Terminologie

2.3 Das Volk Gottes als gesandte Communio

2.3.1 Die Communioekklesiologie und ihr Verhältnis zur Missio

2.3.1.1 Communio als Zeichen für die Welt: Zwei nachkonziliare Ansätze

2.3.1.2 Die notwendige Ergänzung: Communio als Werkzeug

2.3.2 Communio als Missio

2.3.2.1 Kirche und Welt aus postmoderner Perspektive: Das II. Vatikanische Konzil als Paradigmenverschränkung

2.3.2.2 Der weltliche Auftrag der Kirche: Ihre geistliche Sendung

2.3.2.3 Die geistliche Sendung: Evangelisierung

2.4 Die Berufung und Sendung der Laien im Volk Gottes: Evangelisierung als „Heiligung der Welt“

2.4.1 Die Wiederentdeckung einer Theologie des Laientums

2.4.1.1 Yves Congar: Die Berufung des Laien

2.4.1.2 Karl Rahner: Das Laienapostolat als Weltsendung

2.4.2 Die typologische Beschreibung des Laien durch das II. Vatikanum: Berufen und gesandt, die Welt zu heiligen

2.4.3 Nachkonziliare Laienfragen

2.4.4 Eine andere Konzilsrelecture: Das nachsynodale Schreiben „Christifidelis laici“ und die Sendung der missionarischen Communio

2.5 Ergebnissicherung und Resümee

3. Fazit

TEIL III PRAXEOLOGIE: VORAUSSETZUNGEN UND KONKRETIONEN, POSTMODERNEN VOLKSCHRISTEN EVANGELISIEREND ZU BEGEGNEN

1. Einführung: Pastoral postmodern denken

2. Wie sich das Wesen der Kirche praktisch aussagt: Die kirchlichen Grundvollzüge in postmoderner Perspektive

2.1 Die Grundvollzüge im Horizont des Gottesreiches

2.2 Die Grundvollzüge als Dimensionen der Berufung zum Gottesreich

3. Anschauliche Varianten des Dimensionalen: Sammlung und Sendung als Grundbewegungen eines paradigmenplural gedachten Gottesvolkes

3.1 Den Plural von Paradigmen im Gottesvolk transversal nutzen

3.2 Orte und Weisen gelingender Sammlung der Berufenen: Wenn Christen sich außerhalb der Gemeindekirche unter dem Evangelium sammeln

3.2.1 Exkurs: Die Citypastoral als exemplarische Antwort auf veränderte kulturelle Voraussetzungen kirchlicher Seelsorge

3.2.1.1 Einbettung der Citypastoral in die Geschichte der Großstadtseelsorge

3.2.1.2 Die Entdeckung der City als exemplarischer Ort für eine postmodern orientierte Pastoral

3.2.1.3 Konkrete Initiativen und ihre postmoderne Kompatibilität

3.2.2 Citypastoral an Liebfrauen, Frankfurt

3.2.3 Taizé: Der exemplarische Pilgerort

3.3 Orte und Weisen gelingender Sendung: Wenn Christen ihre Berufung zur Weltheiligung als Evangelisierung leben

3.3.1 Die anderen 1968er: Die Gemeinschaft von Sant´Egidio

3.3.2 „Mein placement ist keine Gemeinde“: Die KISI-Kids

4. Mit menschlichem Realismus und spirituellem Optimismus: Paradigmenplurale Ausblicke auf die Kasual- und Sakramentenpastoral in der Gemeinde

5. Resümee und Fazit: Ein Schlusswort

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