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Das Ur-Evangelium Der Essener Und Seine Verfälschung

© 2017 Johanne t. g. Joan

Verlag und Druck: tredition GmbH, Halenreie 40-44, 22359 Hamburg

ISBN

Hardcover:978-3-7439-8848-4

e-Book:978-3-7439-8720-3

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne die Zustimmung des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Denn du überlässest mein Leben nicht der Unterwelt, giebst nicht zu, daß dein Frommer die Grube schaue.

Psalm :16:10

Das Ur-Evangelium der Essener und seine Verfälschung

Das Neue Testament ist ein Plagiat des Evangeliums der Essener

Johanne T. G. Joan

Ergänzung der Trilogie:

Das Geheimnis des wahren Evangeliums

Meinem Sohn Sebastian, meiner Tochter Gloria und meinem Mentor und Freund Josef Angerer, der mich lehrte mit anderen Augen zu sehen.

Vorwort

Meine Forschung beginnt mit dem Hohelied der Liebe, aus dem Korintherbrief des Neuen Testaments.

1989 schenkte mir meine Schwiegermutter das gesamte Evangelium der Essener. Eine Predigt im Essener Evangelium, die ich aus dem Brief Paulus an die Korinther unter dem „Hohelied der Liebe“ kannte, stimmte mich nachdenklich: Die Texte waren nicht identisch.

"Und wenn ich alle meine Güter hergebe, um die armen zu ernähren, und all mein Feuer, das ich von meinem Vater erhalten habe, aber keine Liebe habe, nützt es mir nichts…."1

Ich verglich den Vers mit dem Korintherbrief den Paulus geschrieben hatte und ich wunderte mich, dass der Satz:

„…all mein Feuer, das ich von meinem Vater erhalten habe…“,2 eine Ergänzung, die die Verfasserschaft „Jesus“ bewies, denn nur Jesus sprach von seinem Vater, im Korintherbrief aber, nicht vorkam: "Und wenn ich alle meine Habe zur Speisung ‚der Armen‘ austeile und wenn ich meinen Leib hingebe, damit ich Ruhm gewinne, aber keine Liebe habe, so nützt es mir nichts. (1Kor 13,3)"

Ich stellte mich die Frage, warum Paulus, der laut dem Neuen Testament, sogar für seinen Herrn Jesus sein Leben hingegeben hätte, sich mit fremden Federn schmückte, indem er eine offensichtliche Jesus - Predigt, als sein Eigenes angab.

Ich ging der Sache nach und stellte Texte aus dem Neue Testament, Texte aus dem Essener Evangelium, die eine Affinität aufwiesen gegenüber. Ich erkannte schließlich nach und nach, in Predigten aus dem Neuen Testament, die verschlüsselten Predigten des Essener Propheten wieder, und zwar, quer durch das ganze Neue Testament. Da wurde mir sofort klar, dass diesen Umstand der Beweis war, dass das Neue Testament aus einer und derselben Quelle stammen musste, und dass das Neue Testament ein raffiniert verändertes Plagiat des Essener Evangeliums ist.

Ich konnte mehrere Tage die Vorstellung eine 2000 Verschwörung aufgedeckt zu haben schwer verwinden. Das Motiv war mir nicht bekannt und ich stelle mich die Frage: warum sollte jemand einen derartigen Aufwand mit Schriften des Neuen Testaments, betreiben, um eine harmlose Ernährungslehre zu verfälschen?

Die Antwort darauf kam leichter und schneller als ich vermutet hatte, denn, durch die Gegenüberstellung der Texte aus dem Essener Evangelium und die des Neuen Testaments, konnten ich anhand der Abweichungen ein bestimmtes Motiv erkennen, das sich durch das ganzen Neue Testament wiederholte, das gezielt gewieft gegen die Lehre des Essener Propheten gerichtet war, die für die römische Macht offensichtlich eine Bedrohung darstellte.

Es kristallisierte sich eine Konstante heraus, in der immer dasselbe Motiv und verschiedene Strategieformen zu erkennen waren. Die Verfälschung war derart clever und verzwickt, dass es sich hier nur um eine Einbahnstraße handeln konnte, bzw. dass eine Rückwärtsverfälschung, von Neuen Testament zum Essener Evangelium nicht möglich war. Es dämmerte mir, dass, falls das Neue Testament eine Verfälschung wäre, das Plagiat demnach sich nicht ausschließlich auf die Schriften des Neuen Testaments beschränkte, sondern auf sämtlichen christlichen Schriften, die die christliche Lehre stützen.

Als es an die Verfälschungsstrategie keine Zweifel mehr gab, konnte ich nicht länger ignorieren, dass meine Entdeckung eine tickende Zeitbombe war, die die Lehre des Christentums früher oder später auflösen würde, und dass ich es in der Hand hatte, diese Bombe zu zünden.

Nach einem langen Kampf, wusste ich, dass ich die Pflicht hatte, meine Entdeckung bekannt zu geben. Die Forschung dauerte sieben Jahre, und entwickelte sich zu einer Jagd durch die Vergangenheit, auf der Suche nach Thesen und Antithesen, zu einem Schachspiel gegen mich selbst, in dem ich allein die Regeln kannte.

Als ich nach Jahren die Auswirkung dieser 2000 jährige Lüge in Bezug auf die Umwelt, auf die Gesellschaft, auf den Stellenwert der Frauen, auf die Medizin, auf die Gesundheit, auf die Ernährung, auf die Tierwelt und auf die Weltreligionen klar vor Augen sah, gab es für mich keine Zweifel mehr, dass ich diese Erkenntnis über meine Entdeckung nicht für mich behalten durfte, dass mein Wissen mich verpflichtete die Verantwortung zu übernehmen. 90 Jahre nach der Veröffentlichung des Essener Evangeliums war diese Verfälschung niemandem aufgefallen, wie viele Jahrhunderte würden noch vergehen, bis jemand diesen Betrug entdecken würde? Ob überhaupt?

Das Evangelium der Essener stellte sich als die Hauptquelle, mit dem der Verfälscher das Neue Testament komponiert hatte, aber es deckte nicht das ganze Neue Testament. Weil ich mittlerweile die Art des Vorgehens und die Denkweise des Verfälschers gut kannte, der immer authentische Texte benuzte, um seine Lügenschriften zu verfassen, hatte ich nicht den Schatten eines Zweifels, dass es irgendwo in der Welt, weitere Evangelien gäbe, die authentische Predigte enthielten und nach derselben Methoden und Motiv und Strategie, wie das Evangelium der Essener, verfälscht worden waren. In der Tat, nach langem Suchen fand ich diese Evangelien, die viele Predigten, deren Hauptfigur dieselbe Botschaft lehrte, wie die des Heiligen Mannes aus dem Evangelium der Essener und die nach demselben Prinzip und Motiv verändert wurden.

Ein Faktor, der mir zeigte, dass diese Schriften, die heute voneinander getrennt in die Welt zirkulieren, im 1. Jhd. n. Chr. eine Einheit gewesen sein musste, eine Sammlung von Predigten, die der Verfälscher sich beschafft hatte und vorlag, als er davon abschrieb, um die die Schriften des Neuen Testaments zu verfassen. Wie paradox es auch klingen mag, der Schlüssel, der die Türen der Lüge und der Wahrheit öffnete, war das Neue Testament selbst.

Diejenigen, die meine Trilogie: "Das Geheimnis des wahren Evangeliums" gelesen haben, hegen nicht den geringsten Zweifel, dass das Neue Testament und wichtige Teile des Alten Testaments, ein zweckdienlich verändertes Plagiat des Essener Evangeliums ist. Aus diesem Grund habe ich keine Mühe investiert, um den Nachweis für die Authentizität dieses Evangeliums zu erbringen.

Dies möchte ich jetzt aber mit diesem Buch nachholen, denn niemand liest 1500 Seiten, um in Erfahrung zu bringen, ob die Quellen, die ich angegeben habe, authentisch sind oder nicht. Dieses Buch ist nur ein kleiner Überblick über die Verfälschungsstrategie des Verfälschers des Essener Evangeliums und ersetzt nicht die Trilogie, die das Thema mit einer chirurgischen Präzision behandelt.

Ob man an die Lehre des Essener Täufers glaubt oder nicht, ist bei dieser Ausarbeitung nicht relevant, denn es geht lediglich, um den Nachweis der Authentizität der Schriften „Das Evangelium der Essener“, das als Vorlage für das Verfassen des Neue Testaments und für wichtige Teile des Alten Testaments gedient hat, also, die Antwort auf die Frage, ob es 2000 Jahre alt ist - unabhängig davon, ob man es für die göttliche Wahrheit hält oder nicht.

Autorin

Johanne T. G. Joan

Kurze Zusammenfassung der Lehre des Evangeliums der Essener:

Das Essener Evangelium ist eine Offenbarung, die den Ursprung, den Werdegang und das Ziel des Menschen klar in Gleichnissen darlegt. Das Ziel ist das Erreichen der ursprünglichen Reinheit, die Jungfräulichkeit der Seele, die der Mensch durch den Verzehr von Fleisch verloren hat. Geschehen ist das durch den Ungehorsam unserer Väter und Vorväter. Über die Generationen hinweg hat sich der Mensch durch den Verzehr von Fleisch mit dem Keim Satans infiziert und diese „Infektion“ auf die Nachkommenschaft übertragen, und die eigentliche Erbsünde darstellt.

Durch sein Begehren Fleisch zu essen, verursacht der Mensch Leid und Tod. Den Tod nimmt er in seinem Körper auf, diese wirkt sich negativ auf seine Psyche aus, es macht ihn aggressiv und ängstlich und lässt sie in einer Illusion seines Seins leben, fern von der Realität; der Mensch ist geistig blind und irrt deshalb seit Menschenaltern umher, wie Schafe ohne einen Hirten.

Wenn der infizierte Mensch stirbt, wird er verwesen und ist Opfer des Wurmes sein, der das Erdreich mit dem Wurm Satans, der niemals stirbt, vergiftet.

Ich habe Jehova stets vor mich gestellt; weil er zu meiner Rechten ist, werde ich nicht wanken. Darum freut sich mein Herz, und frohlockt meine Seele. {W. Ehre} Auch mein Fleisch wird in Sicherheit ruhen. Denn meine Seele wirst du dem Scheol nicht lassen, wirst nicht zugeben, daß dein Frommer die Verwesung sehe.

Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle {Eig. Sättigung} von Freuden ist vor deinem {Eig. bei, mit deinem, d.h. unzertrennlich davon} Angesicht, Lieblichkeiten in {O. zu} deiner Rechten immerdar. (Ps 16,8–11)

Die Seele, die die Verwesung sieht, ist nicht gerettet und kommt an einen Ort des Sichtens, wo sie ihre Verfehlung sieht und wird so selbst zu ihrem eigenen Richter. Der Mensch muss einen neuen Erde-Zyklus durchmachen, bis er sich aus der Macht Satans befreit hat und seine ursprüngliche Reinheit neu erlangt hat. Erst dann wird er auferstehen und Gott gleich sein.

Der Essener Prophet bezeichnet sich selbst als den von Moses angekündigten Propheten, der den Menschen das göttliche Gesetz neu bringen soll. Seine Lehre ist ein Wegweiser, und zeigt, wie der Mensch seine die Jungfräulichkeit neuerlangen kann, durch die Taufe und des Einhaltens der göttlichen Gebote. Der Mensch soll wiedergeboren und zu einer neuen Schöpfung werden.

Dann sagte ein anderer: Moses, der größte in Israel, erlaubte unseren Vorvätern, das Fleisch von ‚reinen Tieren zu essen und verbot das Fleisch der unreinen Tiere. Warum verbietest du uns das Fleisch aller Tiere? Welches Gesetz ist von Gott? Das von Moses oder dein Gesetz?

Und Jesus antwortete: Gott gab euren Vorvätern durch Moses zehn Gebote. ‚Diese zehn Gebote sind schwer, sagten eure Vorväter und konnten sie nicht halten. Als Moses dies sah, hatte er Mitleid mit seinen Leuten und wollte sie nicht zugrunde gehen sehen. Und darum gab er ihnen zehn mal zehn Gebote, weniger schwer, dass sie diese folgen könnten. Wahrlich, ich sage euch, wenn eure Vorväter fähig gewesen wären, die zehn Gebote Gottes zu halten, hätte Moses niemals zehnmal zehn Gebote geben müssen. Denn derjenige, dessen Füße stark sind wie der Berg Zion, brauchen keine Krücken. Aber der, dessen Glieder zittern, kommt mit Krücken weiter als ohne sie. Und Moses sagte zum Herrn: Mein Herz ist gefüllt mit Sorge, denn meine Leute sind verloren. Denn sie sind ohne Wissen und nicht fähig deine Gebote zu verstehen. Sie sind wie kleine Kinder, die noch nicht die Worte ihres Vaters verstehen können. Erlaube mir, Herr, dass ich ihnen andere Gesetze gebe, damit sie nicht untergehen. Wenn sie nicht mit dir sein können, dann lass sie wenigstens nicht gegen dich sein, dass sie sich am Leben erhalten, und wenn die Zeit gekommen ist und sie für deine Worte reif sind, offenbare ihnen deine Gesetze. Darum zerbrach Moses die zwei Steintafeln, worauf die zehn Gebote geschrieben waren, und gab ihnen stattdessen zehnmal zehn. Und aus diesen zehn Mal zehn Geboten machten die Schreiber und Schriftgelehrten hundert Mal zehn Gebote Und sie legten untragbare Bürden auf eure Schultern, die sie selbst nicht tragen. Je näher die Gebote Gott sind, desto weniger brauchen wir, und je weiter sie von Gott entfernt sind, umso mehr brauchen wir.

Darum lehre ich euch nur die Gesetze, die ihr verstehen könnt, damit ihr Menschen werdet und den sieben Gesetzen des Menschensohnes folget. Dann werden die Engel euch auch ihre Gesetze offenbaren, auf dass Gottes Heiliger Geist sich auf euch herabsenkt und euch zu seinem Gesetz leitet.3

Der Mensch ist ein Kind der Erde und des Himmelsvaters. Er soll, über das Streben nach vollkommener Harmonie mit Mutter-Erde und dem Kosmos im Körper auferstehen. Ob man an die Worte des Essener Täufers glaubt oder nicht, man erkennt dennoch eine klare und verständliche Anleitung, die nicht aus der Luft gegriffen, sondern schlüssig ist.

Bevor ich die Nachweise vortrage, dass das Evangelium der Essener 2000 Jahre alt ist, muss ich die Leser zuerst in die Verfälschungsmethodik des Verfälschers des Essener Evangeliums und des Plagiators des Neuen Testaments und von wichtigen Teilen des Alten Testaments einführen.

Denn die authentischen Texte, um die es hier geht, die die 2000-jährige Authentizität des Essener Evangeliums beweisen und die für die Verfälschung benutzt wurden, sind nach demselben Prinzip verändert worden. Wer also die Vorgehensweise des Verfälschers nicht kennt, wird in den gefälschten Texten kein Plagiat erkennen.

Der Fälscher ging folgendermaßen vor:

Kapitel aus den authentischen Evangelien wurde vom Fälscher zersplittert und im Neuen Testament in einem ganz anderen Kontext auf verschiedenen Evangelisten aufgeteilt. Es wurde ganze Textabschnitt aus den authentischen Kapiteln entfernt und nur Bruchteile veröffentlicht und derart eingepackt, dass sie einen ganz anderen Sinn ergaben.

Weil das Motiv peinlichst verschwiegen wurde, gelang es dem Fälscher die authentischen Texten derart zu präparieren, dass man, wenn man Original und Fälschung gegenüber stellte, nicht ohne Weiteres einen Sinnesabweichung feststellen konnte.

Ich erkannte dann bald ein bestimmtes Muster: der Verfälscher benuzte Signalwörter, die er dem authentischen Evangelium entnahm und sie dann mit einer anderen Bedeutung, meist in fantastischen Geschichten in das Neue Testament einsetzte, einem bestimmten Zweck und Ziel verfolgend.

Symbolik wurde in reellen Szenarien umgewandelt und umgekehrt… auf diese Weise gelang es dem Fälscher mit den gleichen Worten das Gegenteil zu verkünden und konnte sogar mit dem Alten Testament im Einklang sein.

Die bloße Verneinung eines Satzes war eine beliebte Weise der Fälschung. Aber auch durch das Vertauschen eines winzigen Wortes, wie das einer Präposition, konnte den Sinn eines Satzes verändert werden.

Die Ähnlichkeit der Begriffe sollte offensichtlich eine Art Déjà-vu bei den Lesern auslösen, aber auch, und das wurde mir erst später klar, um sich eine Grundlage für seine unsinnige Lehre der Gnade zu verschaffen: die Anhänger wurden mit Fantastik weichgekocht und mussten aufhören ihren Verstand zu benützen. Die Tugend schlechthin war, an das Unglaubliche zu glauben, um seinen Glauben unter Beweis zu stellen, denn ein Zweifler erbt schließlich nicht das Ewige Leben. Und weil man Glaube nicht messen kann, behauptete jeder aufgrund seines Glaubens gerettet zu sein.

Auf die Grundlage der Fantastik, die uns die Bibel auftischt, war es für den Verfälscher nicht schwer, eine Religion der Gnade glaubhaft zu machen, die genauso unsinnig ist, wie die Behauptung Jesus hätte bereits verweste Leichen zum Leben erweckt, er habe den Sturm geboten oder er wäre auf dem Wasser gelaufen.

Die Anhänger der Religion der Gnade waren der Meinung einer Religion anzugehören, die gar keine ist, denn sie bestand lediglich darin zu glauben, dass Jesus für die eigene Sünde gestorben sei. Man trichterte ihnen ein, dass sie von Grund auf böse seien und unfähig, die göttlichen Geboten zu halten. Dafür sei Jesus am Kreuz gestorben.

Es zeigte sich nach und nach, dass das gesamte NT ausnahmslos nach dem gleichen Prinzip verfasst, bzw. gefälscht wurde, eine Vorgehensweise, die keine andere Schlussfolgerung zuließ, als dass das NT und wichtige Teile des AT aus einer und derselben Quelle stammten, aber auch, dass sämtliche Schriften aus dem NT zur gleichen Zeit verfasst wurden, und dass die dafür benuzten authentischen Evangelien einmal eine Einheit gewesen sein mussten.

Demnach konnte es auch keine Kanonisierung der Evangelien im Jahr 324 gegeben haben. Später stelle sich heraus, dass Paulus eine fiktive Figur darstellte, die vom Verfälscher des wahren Evangeliums in die Vergangenheit auf dem Papier eingeschleust wurde, um diese Lehre der Gnade zu festigen, ebenso verhielt es sich mit den anderen Briefschreibern aus dem Neuen Testament, denn auch in den Paulusbriefen, in den Briefen von Jakobus, Petrus, Johannes und sogar in der Offenbarung des Johannes zog sich ein Roter Faden und auch dort konnte ich dieselbe Vorgehensweise und Fälschungsmerkmale, wie in den Evangelien des Neuen Testaments feststellen.

Um die Lüge zu begreifen, muss man sich mit der Wahrheit befassen, bzw. mit den Schriften, die einer Fälschung veranlasst haben. Dann muss man sich die Frage stellen, warum sie gefälscht wurden, eine Frage, die uns zu dem Motiv führt.

Was war an diese Botschaft denn so gefährlich, dass die Fälscher so eine Mammut –Aktion mit der Heiligen Schrift, mit den Kirchenvätern und Historikern nicht gescheut haben, um sie zu vernichten?

Denn es wurde mir bald klar, dass das NT nur die Spitze des Eisberges war, die anderen Schriften, die diese Lüge stützen sollten, sind bei Weitem größer.

Diese Lehre des Essener Propheten, die ganz harmlos anfing, breitete sich unaufhaltsam zu einer großen Gefahr, die die römische Macht bedrohte. Denn diese Botschaft, die von den jüdischen Landsleuten des Propheten angenommen wurde, brachte nach und nach die römische Politik ins Wanken. Der Prophet wurde sogar von Rom geargwöhnt, denn der Kaiser befürchtete, dass dieser Mann, der aus dem Nichts auftauchte und dem nach so kurzer Zeit, soviel Anhänger anschloss, das Zepter der Macht an sich reißen wollte. Eine Tatsache, die uns die Bibel peinlichst verschweigt. Der folgende Text ist eine Botschaft des Propheten an den Kaiser:

"…Wenn die Kaisers von Rom Gerechtigkeit und Gnade ausüben würde, wenn sie in Demut mit ihrem Gott wandeln würden, dann würden sie alle den Segen Gottes erhalten.

Sie hätten nicht nötig einen Boten, den Gott gesandt hat, zu fürchten. Ich bin nicht gekommen um auf den Thron, mit Cäsars Gesetzen zu regieren. Richtet derjenige, der über die Juden herrscht aus, dass ich sein Thron nicht begehre…."4

Dieser Heiliger Mann, der in Metaphern vom göttlichen Gesetz, vom heiligen Tempel, von der inneren und äußeren Taufe, von Reinheit von Körper und Leib, Christus, Satan, Beschneidung, Heilige Land, und von Jungfräulichkeit sprach war niemand anderen als Johanes der Täufer, dessen Lehre der Reinheit verdreht wurde, weil er der gefährlichste Mann seinerzeit war. Um seine übergeordnete Bedeutung zu verschleiern, wurde er gleich zu Beginn der Verfassung des NTs aus dem Weg geräumt.

Die Sprache des Essener Propheten brach keine Lehre in dem Sinn, sondern er übersetzte die Sprache der Natur (die Heilige Schriftrolle), die die Gedanken Gottes sind, weil die Menschen, wegen ihrer Blindheit es selbst nicht vermochten. Diese Sprache ist auf mindestens drei Sinnesebene zu verstehen und ist die wahre Trinität, nämlich Mutter-Sohn-Vater. Daran kann man eine göttliche Botschaft erkennen, denn niemand ist ohne weiteres in der Lage Texte mit mehreren Sinnesebenen zu verfassen. Um die göttliche Ordnung den Menschen verständlich zu machen sprach er in Metaphern, denn dabei erfasst der Mensch, je nach Reife, die Verständnisebene die er zu begreifen im Stande ist. Also mit anderen Worten besagt er mit einem Satz drei Sätze, die verstanden werden, je mehr der Schleier vor den geistigen Augen weicht.

Die Reinheit des Leibes, die Grundlage für die spirituelle Entwicklung eines Menschen, konnte aber nur erreicht werden, wenn die Elemente im Körper in Harmonie gehalten werden.

Der Essener Prophet vergleicht den Menschen mit Obst. Dieser Mensch ist nicht der Sünder, sondern der vollendete Mensch.

Der Prophet sprach von Gleichheit aller Menschen, somit war die Frau gleichberechtigt und er bezeichnete die Sklaverei als ein Verstoß gegen die göttliche Ordnung. Ebenso verhielt es sich mit der Armut, die er als eine Entgleisung bezeichnete, denn Armut führt zum Hungern des Leibes. Deswegen durfte in sein Modell einer Bruderschaft, weder Arme noch Reiche geben, weil Reichtum die Türen zu allen Sünden öffnet und daher zum Verhungern der Seele führt. Aus diesem Grund gab es keine Geldwährung.

Zu der Gleichheit sagt er folgendes:

"Denn alle sind Söhne der Menschen, ungeachtet ihrer Stellung, ihres Auftrages, gleich ob ihre Augen geöffnet sind und sie die himmlischen Königreiche sehen, oder ob sie noch in Finsternis und Unwissenheit verweilen, denn die Söhne des Lichts sind nicht für die Gesunden, sondern für die Kranken gekommen.

Denn die Gerechtigkeit des Menschen kann die Unverdienten belohnen und die Unschuldigen bestrafen, aber das heilige Gesetz ist für alle das gleiche, ob Bettler oder König, ob Schafhirte oder Priester."5

Er beteuerte, dass die Tiere unsere Brüder seien und unseren Schutz bedurften. Er versicherte uns mit einleuchtenden Argumenten, dass die größte Sünde, die ein Mensch gegen seinem Körper und seiner Seele tätigt, der Verzehr vom Fleisch von toten Tieren ist, denn dadurch würde er den Tod in sich Eintritt gewähren. Die Tötung von Tieren wäre der eigentliche Brudermord. Dazu sagt er:

"…Darum tötet jeder, der tötet, auch seinen Bruder, und von ihm wird sich die Muttererde abwenden und ihm ihre belebenden Brüste entziehen. Und er wird von ihren Engeln gemieden, und der Satan wird in seinem Körper einziehen. Und das Fleisch geschlachteter Tiere in seinem Körper wird sein eigenes Grab werden. Denn wahrlich ich sage euch, der der tötet, der tötet sich selbst, und wer vom Fleisch erschlagener Tiere isst, isst vom Körper des Todes…"6

Die Gesunderhaltung und die Reinheit des Leibes, den er als ein Tempel bezeichnete, den der Mensch Stein für Stein im Einklang mit der Natur aufbauen sollte, war ihm wohl das Wichtigste, denn dieser Leib war die Stätte auf dem der Geist Gottes seinen würdigen Platz einnehmen würde, wenn die Zeit dafür reif geworden ist. Deswegen verglich er den Körper und die Seele des Menschen und ihre Beziehung zueinander mit einer brennenden Kerze:

„…Denn siehe, wenn das Wachs nicht rein ist, kann die Kerze keine stetige Flamme hergeben…“7

Eine Reinheit, die irgendwann den Frieden unter den Menschen in der ganzen Welt bescheren würde.

Viele schlossen sich der Bruderschaft an: Alle waren willkommen und niemand musste Hunger leiden.

Als ersten kamen Kranken und Bettler und solche, die keine Familie hatten zu ihnen. Die Sklaven erlangten dort ihre Freiheit. Die Frauen standen nicht mehr unter der Fuchtel des Mannes.

Jeder von ihnen hatte sein eigenes Reich und sie bebauten gemeinsam die Erde um sich von ihren Erträgen zu ernähren. Die Bruderschaft, die sich Christen nannten, dehnte sich fortwährend aus durch das ganze Land.

Die Bruderschaft zahlte keine Steuer, denn sie hatten weder Geld noch Gold, und sie sahen den Kaiser nicht als ihr Oberhaupt an.

Pilatus, der mehr darauf aus war, sich die eigenen Taschen zu füllen, hatte den sensiblen Moment verpasst. Es brach dann Panik aus.

Anfangs wurde die Lehre verboten und die Christen, die einer Bruderschaft angehörten wurden verfolgt, gefoltert und ermordet. Diese Verfolgung dieser Christen war die eigentliche Christenverfolgung.

Als die Römer aber feststellten, dass die Tötung der Christen die Entwicklung einer Bruderschaft nicht aufhalten könne, griffen sie zu der Fälschung des Evangeliums. Dies geschah frühestens 70 nach Christus, eher später. Die authentischen Schriften wurden beschlagnahmt.

Mit den gleichen Worten aus dem authentischen Evangelium gelang es den Römern, halbwegs in einer Botschaft der vermeintlichen Liebe eingepackt, eine gegenteilige Lehre zu verbreiten. Es gelangen ihnen dadurch das alte System wiederherstellen, denn durch das Evangelium der Gnade blieb alles wie es war, nur das Rom auch noch zum Zentrum des Christentums wurde, bis heute.

Das jüdische Volk, das in diesen Mann, der sich „Bote Gottes“ nannte, den versprochenen Prophet sah, wurde als Zielscheibe der Römer, denn sie kannten die wahre Botschaft und verkündete sie weiterhin, deswegen flüchteten viele ins Ausland und unzählige fanden den Tod, weil sie ihren Glauben nicht abschwören wollten.

Die Römer mussten deswegen einen Weg finden, die Juden als Lügner zu verleumden und zu verunglimpfen. Was ihm auch gelang. Sie stellte es als geizig unglaublich und niederträchtig dar, eine Niedertracht, die ihren Höhepunkt erreichte, den vermeintlichen Sohn Gottes kreuzigen zu lassen.

Ich stellte nach und nach fest, dass die sog. Heilige Schrift, das größte und wirksamste antisemitische Machwerk darstellt, aus dem einfachen Grund, weil man diese Absicht nicht ohne weiteres erkennt und weil diese über das Unterbewusstsein aufgenommene Hassbotschaft die Wirkung einer Gehirnwäsche hat. Auch Martin Luther trat in die Falle des Verschwörers und gab der Lügen nur einen anderen Namen.

Der Verfälscher hat schließlich viel Mühe und einen sehr großen Aufwand in die Verfälschung investiert, um das Aufdecken seiner ...

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