Logo weiterlesen.de
Das Kolumbien-Projekt: Military Action Thriller

Pete Hackett

Das Kolumbien-Projekt: Military Action Thriller

Cassiopeiapress





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Das Kolumbien-Projekt

 

Military Action Thriller von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author www.Haberl-Peter.de

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

Colonel Jarrett sah einen dunkelhäutigen Mann in einer Türnische und feuerte. Den Burschen riss es herum, die Treffer schüttelten ihn, er torkelte zwei Schritte und stürzte.

»Rückzug!«, brüllte Jarrett. »Wir haben Zapata. Gebt Schnurrer und Rossero Feuerschutz!«

Aus einer Tür kam ein Mann mit der MPi im Anschlag. Er ging geduckt und sicherte um sich. Jarrett schickte ihm einen Feuerstoß. Der Bursche stürzte wie ein gefällter Baum.

»Lieutenant Dupont, Sergeant Morales! Mir hinterher! Sie sichern nach hinten, Dupont. Vorwärts! Sonst erdrücken sie uns mit ihrer Übermacht.«

Schnurrer und Rossero hatten Zapata, den Drogenboss, zwischen sich. Seine Hände waren mit Handschellen auf den Rücken gefesselt. Er versuchte sich loszureißen. Aber Mark Schnurrer zerrte ihn mit sich. Plötzlich stürzte Rossero. Seine MPi flog im hohen Bogen davon. Er verkrampfte die Hände vor der Brust...

Dr. Ina Longtree und Corporal Wladimir Iwanow rannten voraus und zwangen mit ihren Schüssen die Männer Zapatas in Deckung.

Jarrett beugte sich über Rossero. Das Gesicht des Italieners war vom Schmerz verzerrt. Zwischen seinen Fingern quoll Blut hindurch. In seinen Mundwinkeln zuckte es. »Hoch mit Ihnen, Sergeant!«, presste der Colonel hervor. »Ich helfe Ihnen.«

»Es – es hat keinen Sinn, Sir«, entrang es sich Rossero. Ein Blutfaden sickerte aus seinem Mundwinkel. »Es – es ist vorbei. Sehen Sie zu, Sir, dass Sie heil rauskommen.«

Der Kopf Rosseros rollte zur Seite. In seine Miene trat die absolute Leere des Todes.

Jarrett kam hoch. Er war fassungslos. Gehetzt schaute er sich um. Da war die Baracke, aus der sie Zapata geholt hatten. Weitere Baracken, in der die Männer des Drogenbosses hausten, schlossen sich an. Ringsum war ein Drahtzaun mit Stacheldraht auf der Krone. Es gab zwei Wachtürme.

Überall wimmelte es von Freischärlern Zapatas. Sie knieten an Hausecken, feuerten aus den Fenstern, kamen schießend aus den Türen und hatten sich hinter Büschen und Bäumen verschanzt.

Jarretts Hals war wie ausgetrocknet. Rossero war tot. Er weigerte sich, es zu akzeptieren. Doch das war erst der Anfang. Sie konnten es nicht schaffen, mit Zapata das Lager mitten im kolumbianischen Busch zu verlassen und den Helikopter zu erreichen, der eine Meile entfernt auf einer Lichtung wartete.

Jarrett schoss auf eine heranhastende Gestalt. Ihr wurden die Beine vom Boden weggerissen, einen Moment lang schien sie schräg in der Luft zu hängen, dann schlug sie zu Boden und überrollte sich. Der Colonel rannte im Zickzack hinter Dr. Longtree, Corporal Iwanow und Mark Schnurrer her, der den Drogenboss rücksichtslos mit sich zerrte.

Dem Colonel folgten Pierre Dupont und Angel Morales. Das MPi-Feuer betäubte die Trommelfelle, hysterisches Geschrei erhob sich und vermischte sich mit dem Krachen der Schüsse, Schritte trampelten.

Auf dem Wachturm tauchte einer von Zapatas Soldaten auf und schickte eine Kugelgarbe in die Tiefe. Jarrett hielt an, richtete die MPi schräg nach oben und drückte ab. Der Bursche auf dem Turm wurde geschüttelt und herumgerissen, kippte über die Brustwehr und die MPi glitt ihm aus den Händen.

Jarrett rannte zu einer der Baracken und ging dicht an der Wand auf das linke Knie nieder. Er schaltete das in den Helm integrierte Funkgerät ein und nahm Verbindung mit dem Piloten des Hubschraubers auf. »Alpha eins an Yankee, wir stecken in der Klemme. Ihr müsst uns rausholen. Hören Sie, Yankee, wir haben Zapata. Aber wir kommen hier nicht raus. Yankee, kommen.«

»Ich höre Sie, Alpha eins. Wir kommen. Ende.«

»Over.«

Hinter Jarrett verharrten Angel Morales und Dupont. Schnurrer hatte Zapata zu Boden gerissen. Der Lieutenant lag auf den Knien und feuerte, während seine MPi einen Halbkreis beschrieb. Dr. Longtree und Corporal Iwanow waren bei einer Hütte in Deckung gegangen und schossen auf die huschenden und hetzenden Gestalten, die sie ihrerseits mit Kugeln eindeckten.

Plötzlich bäumte sich Mark Schnurrer auf und machte das Kreuz hohl. Ein Feuerstoß kam aus seiner MPi, aber die Kugeln zischten ohne Schaden anzurichten in den Himmel. Schnurrers Mund klaffte auf zu einem Schrei, der aber in der Kehle erstickte. Dann brach Schnurrer zusammen und begrub die MPi unter sich.

Jarrett war entsetzt. Nach Rossero jetzt auch noch Schnurrer, sein Vertreter. Sein Herz übersprang einen Schlag. »Schnurrer!«, brach es tonlos über seine Lippen. Und dann musste er sich flach auf den Boden werfen, weil einige Projektile dicht an ihm vorbeizischten und in die Wand der Baracke harkten, bei der er sich befand. Querschläger jaulten durchdringend. Der Lärm war frenetisch...

Zapata sprang unvermittelt auf und spurtete los. Er schlug Haken wie ein Hase und brachte trotz seiner gefesselten Hände ein außergewöhnliches Tempo zustande. Seine Soldaten gewährten ihm Feuerschutz.

Das Brummen eines Hubschraubers übertönte die anderen Geräusche. Und dann tauchte die Riesenlibelle aus Stahl am Himmel auf. Ein MG begann zu rattern. Der Copilot des Helikopters saß an der Einstiegsluke und feuerte in die Tiefe. Ein Kugelhagel riss den Boden auf und ließ das Erdreich spritzen. Der Hubschrauber begann sich langsam zu senken.

Jarrett sah Dupont zu Boden gehen. Der Franzose versuchte, davonzukriechen. Eine MPi-Salve erwischte ihn und warf ihn auf die Seite. Seine Gestalt streckte sich.

Jarrett schoss das Rohr heiß, wechselte das Magazin und feuerte ohne Unterlass weiter. Drei seiner Leute waren schon gefallen. Ihm und den anderen musste es gelingen, das Dschungelcamp zu verlassen. Die Last, die sich auf Jarretts Schultern gelegt hatte, drohte ihn zu erdrücken. Schnurrer, Rossero und Dupont... Kein Einsatz rechtfertigte dieses Opfer. Er, Jarrett, hatte versagt. Die Erkenntnis legte sich wie mit Bleigewichten auf den Colonel.

Er erschoss einige Gegner, die sich zu weit aus ihrer Deckung wagten. Der Colonel befand sich in einer Verfassung, in der für ihn sein eigenes Leben nicht mehr zählte. Er war voll Hass, dazu gesellten sich ein kaum noch zu steuernder Vernichtungswille und der geradezu selbstmörderische Vorsatz, seine anderen Leute dieser Hölle zu entreißen.

Jetzt setzte der Helikopter auf. Funken flogen, als er von Kugeln getroffen wurde, die jedoch an der stählernen Haut abprallten. Der Copilot feuerte mit dem Maschinengewehr.

»Dr. Longtree, Angel, Wladimir, in den Hubschrauber mit euch!«, brüllte Jarrett mit sich überschlagender Stimme und schoss wie besessen.

Dr. Longtree rannte los. Geduckt überquerte sie den freien Platz zu dem Helikopter. Der Copilot streckte ihr die Hand entgegen und die Frau ergriff sie. In diesem Moment wurde sie getroffen. Sie brach auf die Knie nieder, hielt sich sekundenlang in dieser Haltung, dann fiel sie vornüber aufs Gesicht.

Angel Morales rannte an ihr vorbei und ihr gelang es, den Hubschrauber zu besteigen. Ihr folgte Corporal Iwanow. Auch er erreichte den Helikopter und warf sich hinein.

»Jetzt Sie, Colonel!«, brüllte der Copilot. »Machen Sie schon. Ich gebe Ihnen Feuerschutz.«

Jarrett schnellte hoch und begann wie von Furien gehetzt zu rennen. Er sah den Hubschrauber vor sich, rannte und rannte, doch er schien sich auf der Stelle zu bewegen. Er kam nicht vom Fleck. Angst stellte sich ein, kalt und stürmisch, und mit der Angst kam die Verzweiflung. »Lasst mich zurück!«, brüllte Jarrett. »Ich schaffe es nicht. Haut ab!«

In diesem Moment wurde er getroffen. Es war ein heftiger Schlag und er verspürte ein jähes Schwindelgefühl. Riesengroß stand der Helikopter vor seinen Augen. Er lag am Boden und streckte den rechten Arm aus. Sein Mund war weit geöffnet, aus seiner Kehle lösten sich unartikulierte Laute. Aus!, durchfuhr es ihn. Es ist aus! Bleierne Schwäche durchrann ihn und sein Arm sank kraftlos auf den Boden. Das ist das Ende …

Schweißgebadet wachte Jarrett auf. Finsternis umgab ihn und es dauerte einige Zeit, bis er sich zurecht fand.

Dann begriff er.

Es war ein böser Traum gewesen – ein Alptraum.

Der Colonel seufzte. Das Herz schlug ihm hinauf bis zum Hals. Die Bilder, die sein Unterbewusstsein projiziert hatte, waren derart realistisch gewesen, dass sein Körper davon in Mitleidenschaft gezogen worden war. Er setzte sich auf und spürte die Trockenheit in seinem Mund. Schweiß stand auf seiner Stirn, und die Gefühle, die ihn beschlichen, krampften seinen Magen zusammen. Hatte er einen Blick in die Zukunft geworfen? Nein! Er glaubte nicht an irgendwelche übersinnlichen Phänomene.

Der Colonel schaute auf die Uhr. Die roten Leuchtziffern zeigten an, dass es 2 Uhr 43 war. Er hatte noch gut drei Stunden Zeit bis zum Wecken.

Du hast nur schlecht geträumt, durchfuhr es ihn. Es war ein Alptraum! Trink etwas und leg dich wieder aufs Ohr. Dein Unterbewusstsein hat die schrecklichen Bilder gespeichert, die du gestern gesehen hast. Träume bedeuten nichts – gar nichts...

Die Spannung, die der Traum in ihm verursacht hatte, legte sich nach und nach. Dennoch gelang es ihm nicht, wieder einzuschlafen. So sehr er sich auch bemühte, das Unbehagen und die Beklemmung, die ihn erfüllten, zu verdrängen - die Bilder des Traumes liefen immer wieder vor seinem geistigen Auge ab wie ein Film. Er sah Rossero stürzen, dann Schnurrer, nach ihm Dupont und schließlich Dr. Longtree. Seine Nerven waren aufgepeitscht, und die Bilder versetzten sein Innerstes in Aufruhr.

Um 8 Uhr würde das Flugzeug starten, mit dem sie nach Kolumbien fliegen sollten. Der Auftrag lautete: Nehmen Sie Zapata fest und bringen Sie ihn nach Amerika, damit er vor Gericht gestellt werden kann. Der Kolumbianer wurde als der Mann angesehen, der den südamerikanischen Rauschgifthandel kontrollierte und mit Unmengen von Rauschgift den amerikanischen und europäischen Markt überschüttete. Zapata wurde per internationalem Haftbefehl gesucht...

Plötzlich fürchtete sich Jarrett vor diesem Einsatz. Er hatte Angst, dass sein Traum Realität werden könnte.

 

*

 

12 Stunden vorher; Fort Conroy, kleiner Besprechungsraum in der Kommandantur

 

»Achtung!«, rief Colonel Jarrett, als General Mantofani durch die Tür des Besprechungsraumes schritt. Die Mitglieder des Special Task Team Alpha erhoben sich und salutierten in Richtung des Südafrikaners.

»Rühren!«, kam es von Mantofani, während er mit langen, zielsicheren Schritten in Richtung Pult an der Stirnseite des Besprechungszimmers eilte. Er trug zwei CD-Hüllen. Damit ging er zu einem Player, schob eine der CD's hinein, nahm die Fernbedienung und schaltete das Fernsehgerät an.

Dann erklang seine Stimme: »Colonel Jarrett?«

»Ja, Sir!«

»Ist ihr Team vollzählig und bereit?«

»Jawohl, Sir!«

»Dann können wir beginnen.« Die Stimme des Generals hob sich: »Attaché von Schell hat mir zwei CD's zukommen lassen...«

Mantofani schaltete den Player ein. Mittels eines Beamers wurde ein Bild an die Wand hinter Mantofani geworfen. Es zeigte einen Mann mittleren Alters, der über ein braun gebranntes Gesicht verfügte und auf dessen Kopf dichtes, schwarzes Haar saß, das modisch frisiert war.

Mantofani stoppte den Lauf des Videobandes, wies mit einer knappen Handbewegung auf das Bild, blickte in die Runde, und fuhr fort: »Darf ich vorstellen - Señor César Zapata. Zapata ist der Kopf des nach ihm benannten Zapata-Kartells, das in Kolumbien ansässig ist und sich mit dem Anbau und dem Verkauf von Drogen beschäftigt.«

»Entschuldigen Sie, Sir«, meldete sich Angel Morales zu Wort.

»Ja, Sergeant?«

Angel erhob sich und nahm Haltung an. »Wie Sie wissen, habe ich zu meiner Zeit bei der UEO des Öfteren an verdeckten Ermittlungen in Kolumbien teilgenommen. Mir kam dabei jedoch nichts von einem Zapata-Kartell zu Ohren.«

»Darauf wollte ich gerade zu sprechen kommen, Sergeant«, erwiderte Mantofani nickend und bedeutete Angel, sich wieder zu setzen. Dann fuhr er an das Team gerichtet fort: »Der Grund dafür, dass das Zapata-Kartell relativ unbekannt ist, liegt daran, dass es erst vor ungefähr zwei Jahren erstmals in Erscheinung trat. Zapata war bis zu diesem Zeitpunkt noch ein kleines Licht in der AUC. Das sind rechtsgerichtete Paramilitärs, die ihre Einnahmen aus dem Kokainhandel beziehen. Irgendwann vor zwei Jahren hat er begonnen, die Organisation aufzubauen. Leider haben wir dahingehend weder brauchbare Geheimdienstberichte noch sonstige Informationen.«

»Wenn dieser Zapata erst so kurz im Drogenhandel mitmischt, warum ist er dann so wichtig?«, fragte Lieutenant Pierre Dupont, während er die von Mantofani unterbreiteten Informationen in seinen tragbaren Hightech-Computer, eingab.

Mantofani betätigte wieder die Fernbedienung. Die CD lief weiter.

Ein Raunen ging durch den Raum, als das nächste Bild auf die Wand projiziert wurde.

Wieder betätigte Mantofani die Stopp-Taste der Fernbedienung. Das Bild blieb stehen.

Mark Schnurrer verzog angewidert das Gesicht.

Auch in den Mienen der anderen Teammitglieder zeichnete sich jähe Abscheu ab.

Das Bild war von erschreckender Klarheit und Eindeutigkeit und an Brutalität kaum zu überbieten. Es zeigte einen Dorfplatz, der von Leichen übersät war. Es handelte sich um Männer, Frauen und Kinder. Die meisten von ihnen waren enthauptet worden. Zwischen den leblosen Körpern standen mit Motorsägen bewaffnete Männer, die geradezu fröhlich in die Kamera lachten, Champagnerflaschen in die Höhe hielten und stolz die auf Pfählen aufgespießten Köpfe ihrer männlichen Opfer präsentierten.

Mantofani aktivierte den CD-Player aufs Neue. Das Bild wechselte. Die nächste Aufnahme war nicht weniger erschreckend und abstoßend.

Sekundenlang schloss Mark Schnurrer die Augen. Was das Bild zeigte, war kaum zu ertragen. Während seiner Zeit bei der KSK in Afghanistan hatte Schnurrer eine Reihe von Gräueltaten der Taliban an der Bevölkerung gesehen. Was dieses Bild zeigte, war an Grausamkeit kaum zu überbieten. Schnurrer fragte sich, wie barbarisch Menschen noch sein konnten. Sie waren oft grausamer als wilde Tiere. Denn sie töteten nicht um zu überleben, sondern um des Tötens Willen.

Das Szenario glich beinahe dem ersten Bild. Wieder ein Dorfplatz, übersät mit Leichen. Doch diesmal waren es nicht auf Pfähle gespießte Köpfe. Die Aufnahme zeigte die Mörder, die mit den abgeschlagenen Köpfen ihrer Opfer Fußball spielten.

Im Besprechungsraum herrschte betroffenes Schweigen. In den Köpfen wirkten die abscheulichen Bilder nach. Die Herzen schlugen höher.

Mantofani ließ seine Stimme erklingen. »So, meine Damen und Herren, sieht es aus, wenn Zapata Verhandlungen zur Übernahme der Drogenanbauregionen führt. Nach neuesten Geheimdienstberichten hat er inzwischen mehr als 10 Kokainbauerndörfer auf diese Weise ausgelöscht, mit nahezu 3000 Opfern.«

Mantofani legte eine kurze Pause ein und ließ seine Worte wirken.

»Das ist ja ein Teufel in Menschengestalt«, entfuhr es Dr. Ina Longtree.

Mantofani nickte. Dann fuhr er fort: »Vor seinem Auftreten kontrollierten die FARC im Süden Kolumbiens den Drogenanbau. Zwischenzeitlich hat Zapata in den vergangenen zwei Jahren beinahe 75 Prozent der Drogenanbaugebiete im Süden Kolumbiens, immerhin über 130000 Hektar, unter seine Kontrolle gebracht. Er macht vor nichts und niemand Halt. Auch Kämpfer der FARC fielen seiner Brutalität zum Opfer. Es wird gemunkelt, dass Zapata sich der Sache der AUC verschrieben hat, einer paramilitärischen Vereinigung, deren Todesschwadrons gegen die FARC-Guerilla und auch gegen die regulären Truppen eingesetzt werden.«

Mantofani machte eine kleine Pause, dann erhob er wieder das Wort und sagte: »FARC steht für Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia - Ejercito del Pueblo – und ist eine kommunistisch orientierte Guerillabewegung. Aktiv seit 1966 gehört sie zu den ältesten noch aktiven lateinamerikanischen Guerillaorganisationen. AUC steht für Autodefensas Unidas de Colombia und ist eine paramilitärische Gruppierung. Die FARC und AUC betreffend spricht man von einer Truppenstärke von jeweils etwa 15.000 Mann.«

Rossero pfiff etwas respektlos zwischen den Zähnen. »Das sind Zahlen, die reißen einen ja fast vom Stuhl.«

Als ihn ein tadelnder Blick Mantofanis traf, zog er den Kopf zwischen die Schultern.

»So kann man es sicherlich formulieren«, sagte Mantofani, dann sprach er weiter: »Auf Grund dieser Vielzahl von Morden, die auf Zapatas Konto gehen, hat der UN-Sicherheitsrat beschlossen, Zapata zu verhaften und ihn wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und des mehrfachen Mordes einem rechtsstaatlichen Gerichtsverfahren zuzuführen. In welchem Land das stattfinden wird, bleibt vorerst offen. Einige Versuche der CIA, Zapata festzunehmen und aus Kolumbien zu schaffen, sind fehlgeschlagen. Darum sind Sie jetzt gefordert, meine Damen und Herren.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Das Kolumbien-Projekt: Military Action Thriller" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen