Logo weiterlesen.de
Das Herz des Vampirs

Prolog

In den Sekunden, bevor Esther auf diese Welt zurückkehrte, schleppte sich Billy Dresner III. zum Kai hinunter. Er ging vorbei an verfallenden Mietskasernen, schmalen Gassen und Huren, und neben ihm trottete ein gestohlener schwarzer Labrador. Laut der Plakette an seinem Halsband hieß er Maxie. Aber das bedeutete ihm nichts.

An den heruntergekommenen Lagerhäusern am Hudson kniete Billy nieder und tötete den Hund mit einem einzigen Biss. In einem mit Bedauern vermischten Rausch trank er, während in der Ferne Züge vorbeirumpelten, bis er spürte, dass etwas an ihm zupfte. Ein Sog, das Gefühl einer Bewegung weit jenseits der Stadt und auf der anderen Seite des kalten, dunklen Ozeans.

War das möglich?

Billy stand auf und hob das Gesicht dem Himmel entgegen. Ja, so musste es sein. Es war geschehen. Der Mond übergoss ihn mit einem silbernen, engelhaften Schein, in dem sein kurz geschorenes Haar aufleuchtete, und er starrte in die Nacht. Ein blutbefleckter männlicher Engel, der kaum an sein Glück zu glauben wagte.

Über dreitausend Meilen weit weg, nördlich des Londoner Stadtviertels Maida Vale, wurde ein Mädchen geboren, das mit den Worten der Hebamme »zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf« hatte. Als das glitschige, bläulich angelaufene Kind seinen ersten rasselnden Atemzug tat, wusste Billy, dass die Welt eine andere geworden war.

Er stand an den baufälligen Docks und sah zu hunderttausend Millionen Sternen auf.

Sie war zurück.

Irgendwo auf der Erde war sie wieder da. Jahrhunderte voller Sehnsucht näherten sich ihrem Ende; eine Aussicht, die ihn mit Glück und Furcht zugleich erfüllte. Tränen glitzerten in seinen Augen. Er blinzelte, ließ sie rinnen und gelobte sich, dass er dieses Mal gut zu ihr sein würde.

1

Die Eisdecke glitzerte im Licht der Sterne. Das Team war das einzige Zeichen von Leben hier: sechs Halogen-Kopflampen, deren Schein auf den Schnee fiel, und das Schleifen der Schlitten. Dougs Atem ging schwer, und seine Hustenanfälle behinderten ihr Fortkommen. Sie hingen ihrem Zeitplan hinterher und würden das Lager erst in einer Stunde erreichen.

»Bist du okay?«, erkundigte sich Esther. Die Frage schien kaum der Mühe wert zu sein, weil sie seine Augen nicht erkennen konnte. Stattdessen sah sie nur ihr eigenes Spiegelbild in der silbrigen Oberfläche seiner Schneebrille.

»Alles prima«, gab Doug mit heiserer Stimme zurück. »Hör auf zu fragen, ja?«

Eine Pelzkapuze umrahmte sein zur Hälfte verhülltes Gesicht, und sein Bart war mit Eiskristallen überzogen, die wie Diamanten blitzten. Esther stapfte wortlos neben ihm her und setzte ihre Skistöcke in den Schnee. Eine halbe Meile vor ihnen bewegten die anderen sich in vollkommenem Gleichklang; kleine bunte Gestalten auf dem dunklen Eis. Sie schämte sich bei dem Gedanken, dass sie vielleicht ihr Geheimnis erraten hatten.

»Gib mir von deiner Wärme«, hatte Doug letzte Nacht gesagt. Seine Hand war in ihre Thermounterwäsche geglitten, worauf sie leise aufgestöhnt hatte. Beider Atem hatte dichte weiße Wölkchen in der Luft gebildet. Sie erinnerte sich an seine Stimme, die leise zwischen zusammengebissenen Zähnen hervorkam. Die anderen durften sie nicht hören.

»Du bist nass. Du willst es doch«, hatte er beleidigt hervorgestoßen. Seine Finger, die zuerst grausam kalt waren, bewegten sich in ihr. Ihre Schlafsäcke zischten, als sie sich auf rutschigen Lagen aus Karibu-Fellen und Synthetikstoffen bewegten. Dougs Stimme kratzte an ihren Nerven, genau wie sein Bart auf ihrer Haut scheuerte.

Selbst in einem beheizten Zelt war es zu kalt für Sex. Doug war zu kalt für Sex. Esther war sich nicht einmal mehr sicher, ob sie einander noch leiden konnten. Aber sie wusste, dass sie dasselbe Bedürfnis teilten und sich verzweifelt danach sehnten, diesem Grauen vor dem Nichts, das einem diese grenzenlose, mondbeschienene Welt einflößte, etwas entgegenzusetzen.

Und ja, sie hatte es gewollt. Aber sie wollte es so, wie ein Tier es braucht, und das war nicht Grund genug.

Stellen Sie sich einen Ort vor, an dem Ihre Gedanken frei sind und die eisige Luft frisch und rein. Denken Sie sich blendend weiße Landschaften, Eisbären und Robben und treten Sie in die Fußstapfen der großen Entdecker der Geschichte. Stellen Sie sich die Arktis vor, die Herausforderung. Mit White Sky Adventures ist alles möglich.

Diese Expedition war kein Urlaub. Sie wurde teils gesponsert und teils von White Sky finanziert und ihr Ziel war, Routen und Reisewege für eine neue Form von Abenteuerreisen zu etablieren. Doug, ein gesunder Büroangestellter mit Spaß am Abenteuer, repräsentierte die Zielgruppe des Unternehmens. Wenn er mit den Anforderungen zu kämpfen hatte, waren sie wahrscheinlich zu hoch.

Esther musste ihre Geschwindigkeit drosseln, damit er mithalten konnte, und die Langsamkeit frustrierte sie. Ihre Schenkel und Arme wollten weiter und wie üblich mit voller Muskelkraft arbeiten, und dieses Schneckentempo zerrte an ihren Nerven. Wenn sie wirklich als Expeditionsleiterin eingesetzt werden wollte, musste sie sich mehr Geduld zulegen.

Ihr Schweigen zog sich in die Länge und nur das Schleifen ihrer Skier war zu hören. »Mir tun die Füße weh«, quengelte Doug schließlich. »Verstehst du das? Mir tun verdammt noch mal die Füße weh.«

»Wir sehen sie uns später an«, sagte Esther und dachte daran, wie Shackleton vor vielen, vielen Jahren die Stiefel ausgezogen und gesehen hatte, wie ihm das erfrorene Fleisch von den Zehen fiel und die Knochen freigab.

Vor den Geschichten über diesen Ort gab es kein Entrinnen. Manchmal war er ein mythisches Land, in dem Forscher aus alter Zeit durch pfefferminzgrüne Meere segelten, Eisberge für riesige Schwäne und Narwale für schwimmende Einhörner hielten. Im Lauf der Jahrhunderte hatte es vielerlei Berichte gegeben: über geisterhafte Berge, falsche Sonnen und Nächte, die von bunten, phosphoreszierenden Lichtteppichen erzählten. Dann wieder war es eine gefrorene Wüste, die Menschen zu törichten, heldenhaften Unternehmungen herausforderte. Ihre Geschichten hingen in der Leere; Erzählungen von Überleben und Verlust, von Grauen und Wahnsinn, von Menschen an der Grenze zwischen Leben und Tod. Und natürlich blieben auch viele Geschichten unerzählt, weil niemand mehr übrig war, um von seinen Erlebnissen zu berichten.

»Gib mir von deiner Wärme«, hatte Doug gesagt.

Jetzt zuckte Esther peinlich berührt zusammen, als sie daran dachte, wie seine Hand letzte Nacht zwischen ihren Beinen gelegen hatte. Hier draußen, wo sich Hände größtenteils in Handschuhen versteckten, erschien das außerordentlich intim. Es hieß, man solle zuerst die Hände entfernen, wenn man jemanden essen wollte. Hände machen uns zu Menschen. Und hatte es bei Franklins letzter Expedition nicht Gerüchte über Kannibalismus und abgetrennte Hände gegeben? Wo mochten die Hände geblieben sein? War es möglich, dass es da draußen noch geheime Lager gab, wo sie vollkommen erhalten unter dem Schnee vergraben lagen?

Nein, es war nicht gut, so etwas zu denken. Aber wenn man lange genug auf dem Eis blieb, bekam irgendwann jeder verdrehte Gedanken.

»Hey!«

Eine Stimme hallte über das Eis heran.

In dem vom Schein der Sterne erhellten Halbdunkel erkannte Esther Bird, ihren Teamleiter, der mit einem Skistock durch die Luft wedelte. Er wies nach Osten, um ihre Aufmerksamkeit auf etwas in dieser Richtung zu lenken. Esther sah auf die Armbanduhr, um sich zu orientieren. Es sah nach einem kleineren Umweg aus, möglicherweise, um etwas Ungewöhnliches zu untersuchen. Höchstwahrscheinlich ein totes Tier. Alles, was diese Monotonie unterbrach, war willkommen. Sie ließ Doug hinter sich und stieß sich schneller ab.

Heute Nacht würde es besser gehen. Sie würden die Hütte des Hundeschlittenführers erreichen, eine isolierte Blockhütte, wo alle sechs in einem Raum schlafen würden. Während der letzten drei Nächte hatten sie zwischen Schneewällen kampiert, und das Team hatte sich auf Vier- und Zweimannzelte aufgeteilt, eine Übung zur Teamentwicklung, mit der Bird experimentierte. Sogar das Ehepaar, Margret und Johannes Kappel, musste getrennt schlafen. Esther hatte die meisten Nächte in dem großen Zelt neben Adrian, dem Landschaftsfotografen, oder Margaret, die im Schlaf Deutsch sprach, verbracht. Aber letzte Nacht hatte man sie mit Doug zusammengesteckt.

»Ich habe nicht mehr geschlafen, seit wir hergekommen sind«, hatte er verbittert erklärt, als Esther gerade fast eingeschlafen war. So, wie er es sagte, klang es, als wäre sie daran schuld, und Esther, die warm in ihren Schlafsack eingemummelt dalag, antwortete nicht. Wenn er jetzt zu reden anfing, würde er nie schlafen.

»Ich hasse diesen Ort«, fuhr er, an das gewölbte Zeltdach gerichtet, fort. »Ich hasse die Dunkelheit. Die Sonne geht niemals auf. Keine Abenddämmerung und kein neuer Tag. Ich hasse es. Nur verdammte endlose Nacht.«

Esther wälzte sich auf den Rücken. Jetzt lagen sie da wie zwei dicke Larven. »Bald wird es anders. Wenn die Sonne kommt, werden die Tage sehr schnell länger.«

»Das ist alles zu groß«, sagte er. »Ich kriege es nicht in den Kopf. Zu viel freier Raum.«

»Ich weiß«, murmelte Esther.

»Und zu kalt. Zu kalt zum Schlafen.«

»Versuch es«, sagte Esther. »Versuch einfach zu schlafen.«

Schweigend lagen sie da. In dem orangefarbenen Zelt herrschte diffuses Licht vom Glanz der Sterne, der vom Eis zurückgeworfen wurde. Schneelicht, nannte Esther es bei sich. Sie liebte das Eis über alles. Es war faszinierend und erschreckend und strahlte eine Heiterkeit aus, die ebenso oft verräterisch sein konnte. Man konnte es nicht zur Gänze erfassen. Auf Grönland gab es immer noch weiße Flecken auf der Landkarte. Und selbst wenn das Terrain auf Karten erfasst war, so machte das kaum einen Unterschied. Man drang nie bis in sein Innerstes vor.

»Du genießt es, mich von oben herab zu behandeln, stimmt’s?«, flüsterte Doug. Sein Atem stand in orangefarben angehauchten Wolken über ihnen.

Esther seufzte leise. »Bitte, Doug. Ich möchte nicht …«

»Du genießt es«, wiederholte er anklagend.

Sein Schlafsack raschelte, als er näher an sie heranrückte. Er sprach jetzt in ihr Ohr, und sein Atem kitzelte sie. Esther wandte sich ab und wollte ihn ignorieren, weil er sich wie ein Idiot benahm, aber Doug war schnell. Rasche Bewegungen, ein Rascheln von Stoff, und dann knipste er eine Taschenlampe an. Halogengespeistes künstliches Licht erfüllte das Zelt.

In dem grellen weißen Licht sah Esther alle Einzelheiten seiner karamellbraunen Augen, die Poren auf seiner Nase und die einzelnen Härchen am Rand seines Bartes. Sie erinnerte sich, wie sie ihn zusammen mit einem Haufen anderer Leute in einem billigen, lärmigen Pasta-Restaurant kennengelernt hatte. »Hmmm, nett«, hatte sie gedacht, denn sie wusste, dass er ein Kandidat für das Team war. Und dann »hmmm, noch netter«, als er ihr später am Abend einen Abschiedskuss auf die Wange gegeben hatte. Sein Bart hatte sie angenehm gekratzt und seine Hand mit leichtem Druck auf ihrer Hüfte gelegen.

Von Anfang an hatte es zwischen ihnen geknistert, aber sie hatten immer professionelle Distanz gewahrt, selbst wenn sie flirteten.

»Wenn diese Expedition nicht wäre«, hatte Doug einmal scherzhaft gemeint, »würde ich glatt versuchen, bei dir zu landen.«

Esther hatte sich einzureden versucht, dass ihre Gefühle sich in Luft auflösen würden, sobald sie einmal auf dem Eis waren, doch stattdessen sah es aus, als würden Dougs Empfindungen sich in eine andere Richtung entwickeln. Er schien sich zunehmend über sie zu ärgern. Ihr war klar, dass er mit den Anforderungen der Expedition zu kämpfen hatte, aber sie war sich nicht sicher, wie schlimm das wirklich war. Vielleicht war er bloß mürrisch. Oder er verlor ernstlich den Verstand.

»Was ist los, Doug?«, fragte sie. »Warum benimmst du dich so?«

Lange sah er auf sie herab. »Ich will dich«, erklärte er dann. Seine Stimme klang kühn und stark und ließ die Worte so unkompliziert wirken, und Esthers Begierde regte sich. Verwirrt erwiderte sie seinen Blick. Einen Moment lang hatte sie das Gefühl, mit dem Doug von zu Hause zusammen zu sein, dem Mann, den sie mochte; nicht mit Doug, dem Teamkollegen, der sich wie ein Schwachkopf benahm. Doch so etwas war zu gefährlich. Sie hatten noch drei Wochen auf dem Eis vor sich, und die Folgen könnten die Hölle sein, die Auswirkungen auf das Team verheerend. Esther fragte sich, ob Bird die Spannungen zwischen ihnen bemerkt und sie in der Hoffnung, damit das Problem zu lösen, in einem Zelt zusammengesteckt hatte.

»Bitte, Doug«, sagte sie. »Lass uns einfach schlafen.«

Doug runzelte die Stirn, und ehe Esther wusste, wie ihr geschah, küsste er sie heftig. Seine Bartstoppeln bohrten sich in ihre Haut, als er ihren Mund mit seiner erschreckend heißen, feuchten Zunge erfüllte. Mit der Faust packte er in ihr langes dunkles Haar und riss ihre Wollmütze ab. Wider Willen reagierte Esther, obwohl sie noch schwach protestierte, als sie sich küssten.

Sie roch ihn, ein Hauch von abgestandenem Schweiß und ungewaschenem Haar, aber sie wusste, dass sie selbst auch nicht allzu toll duftete. Wenn ein Bad bedeutete, halbnackt im Schnee herumzuspringen, badete man nicht allzu oft. Es erregte sie, dass sie beide ein wenig schmuddelig waren. Es fühlte sich primitiv und unzivilisiert an, vollkommen im Einklang mit ihrer Umgebung.

Ach, warum hatte das nicht vor Monaten passieren können? Warum hätte er sich nicht im Auto an sie pressen und die Hand unter ihren Rock schieben können? Wieso hatte er sie nicht nach einer ihrer Teamsitzungen auf den großen Tisch werfen und ficken können? Wieso hatten sie nicht alles tun können, was sie sich in ihren Fantasien ausmalte? Dann hätten sie es vielleicht einfach hinter sich gebracht und sich davon befreit.

Esther wich zurück. »Nicht, Doug«, flüsterte sie. Ihr Atem kondensierte vor seinem Gesicht.

Wieder ignorierte Doug sie, und sie ließ ihn erneut gewähren. Er zog am Reißverschluss ihres Schlafsacks, dessen metallisches Sirren durch die Stille klang, bis der Kokon sich öffnete und Esther in ihrer Thermounterwäsche enthüllte.

Sie drehte sich zur Seite, um ein Karibu-Fell über sie zu ziehen, und Doug schob die Hand in ihre Unterwäsche. Seine Finger waren so kalt, dass Esther erschrocken aufkeuchte, als er zwei davon in sie hineinschob.

»Du bist nass. Du willst es doch«, hauchte er und beobachtete ihre Miene, während er sie stimulierte.

»Du Mistkerl«, flüsterte sie und schloss die Augen.

»Gefällt es dir etwa nicht?«, murmelte er. Er küsste ihren Hals, sodass seine Zähne über ihre Haut kratzten und sein Backenbart sie kitzelte.

Esther genoss es über alles, aber es enttäuschte sie, wie rasch es Doug gelungen war, sie aus dem Gleichgewicht zu bringen. Herrgott, war sie wirklich so schwach? Ein paar Tage in der Arktis, und jeder Mann fing an, gut auszusehen? Aber nein, sie mochte ihn. Aber nicht so gern. Ach, reiß dich zusammen, sagte sie sich. Denk an morgen und den Tag danach: sechs Menschen mitten im Nirgendwo, und der Teamgeist würde an ihrem schmutzigen kleinen Geheimnis zerbrechen.

Aber es war schwer aufzuhören, denn seine Finger fühlten sich so gut an. Körperliche Genüsse waren hier selten, und das jetzt war himmlisch. Ihre warmen Säfte flossen, während er sie masturbierte.

In einem plötzlichen Aufwallen von Willenskraft stieß sie gegen seine Brust. »Lass das, Doug. Das können wir nicht machen.«

Er krümmte seine Finger in ihr und sah sie unverwandt an. »Wir können«, erklärte er, und Esther begann seiner Meinung zuzuneigen.

»Du willst das schon genauso lange wie ich«, fuhr Doug fort.

»Aber die anderen«, hauchte Esther.

»Sie brauchen es ja nicht zu erfahren«, gab Doug zurück und stieß mit den Fingern tief und langsam in sie hinein.

Esther stöhnte und unterlag ihm schnell. Sie musste ihn unbedingt in sich spüren, brauchte seinen Schwanz, der in ihre weiche, nasse Wärme hämmerte. Sie wollte sich stark und lebendig fühlen, und bald konnte sie nur daran denken, dass es jetzt eigentlich auch egal war.

»Ach, fick mich doch einfach«, keuchte sie und schob ihre Thermounterhosen bis auf die Knöchel hinunter.

Doug wirkte überrascht und ein wenig enttäuscht über ihr schnelles Nachgeben. Vielleicht hatte er gehofft, dass sie ihm einen Kampf liefern würde. Schnaufend und stöhnend kniete er sich hin und hantierte an seiner Unterwäsche herum, während Esther die Knie weit spreizte und ihm suchend die Hüften entgegenhob. Doug zog tastend ein Fell über seinen halbnackten Hintern. Seine Schwanzspitze stieß an ihren Eingang, und dann drang er tief in sie ein und drückte mit seinem dicken Schwengel ihre Hautfalten auseinander, sodass Esther aufstöhnte.

»Pssst«, warnte er sie, denn das andere Zelt stand dicht neben ihrem. Er stützte sein Gewicht auf den Armen ab und glitt mit einer Reihe beherrschter Stöße in ihr ein und aus.

»Ah, ah«, wimmerte sie, obwohl sie sich die größte Mühe gab, still zu sein. Immer drängender klatschten ihre Geschlechter in einem ungeschickten, wilden Fick aufeinander. Stoffschichten und Pelz rutschten um sie herum, Nylon zischte und das Außenzelt flatterte, während sie keuchten und schnaubten und einander wild aufbäumend vögelten.

»Los, komm schon«, hatte Doug gemurmelt, als er sich seinem Höhepunkt näherte.

Dann waren sie jeder für sich zum Orgasmus gekommen, waren jeder für sich erschauert, mit fest geschlossenen Augen und abgewandten Gesichtern. Am Morgen war Esther verlegen aufgewacht und hatte es bereut. Wahrscheinlich empfand Doug genauso.

Den größten Teil des nächsten Tages hatte er seine Schneebrille getragen, obwohl es dunkel war. »Meine Augen brennen«, hatte er gekrächzt, als Adrian sich danach erkundigt hatte. »Meine Augen und meine Füße, okay?« Er verfiel in krampfartiges Husten. »Ach, und hatte ich meine Halsschmerzen erwähnt?«

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Das Herz des Vampirs" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen