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Das Cottage am Willow Lake

Alle Rechte, einschließlich das der vollständigen oder auszugsweisen Vervielfältigung, des Ab- oder Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten und bedürfen in jedem Fall der Zustimmung des Verlages.

Der Preis dieses Bandes versteht sich einschließlich der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Susan Wiggs

Das Cottage am Willow Lake

Übersetzung aus dem Amerikanischen von Barbara Minden

1. KAPITEL

Das weiße Papierhemd raschelte, als Miranda Sweeney auf dem Untersuchungstisch herumrutschte und die beiden Enden zusammenzog, um sich zu bedecken. "Einfach so? Es ist vorbei?"

Dr. Turabian ließ entschlossen den Metallrollcontainer zuschnappen. "Na ja, wenn Sie fünfundzwanzig Bestrahlungen, neun Monate Chemo und zwei Operationen als ,einfach so' bezeichnen wollen, schon." Er nahm seine Brille ab und schob sie in die Brusttasche seines Arztkittels. "Die Testergebnisse könnten nicht besser sein. Alles ist so verlaufen, wie wir gehofft und geplant hatten. Bis auf die tägliche Einnahme Iihrer Immuntoxine müssen Sie nichts weiter tun."

Miranda blinzelte überwältigt von dieser Information. "Ich bin … ich weiß nicht, was ich sagen soll." Erwartete man von ihr eine bestimmte Reaktion? Vielen Dank, Doktor, ich liebe Sie?

"Sie brauchen auch nichts zu sagen. Ich denke, Sie werden herausfinden, dass gesund zu werden um vieles leichter ist, als krank zu sein." Er grinste. "Jetzt gehen Sie. Lassen Sie Ihr Haar wieder wachsen. Und in drei Monaten kommen Sie wieder und berichten mir, wie gut es Ihnen geht."

Er ließ sie allein. Das Geräusch, mit dem die schwere Tür zum Behandlungsraum zufiel, klang wie ein Seufzer. Bevor Miranda sich anzog, musste sie immer wieder an das kurze Gespräch mit dem Arzt denken.

Sie sind durch.

Ich bin durch.

Steck die Gabel rein, sie ist durch.

Nach einem solchen Jahr konnte Miranda kaum glauben, dass es möglich war, mit einer Krebserkrankung jemals fertig zu werden. Die Krankheit hätte auch dich fertig machen können, sagte sie sich, und dann würdest du jetzt wie ein wächsernes Verbrechensopfer in einem Krimi auf dem Seziertisch liegen.

Hör auf damit, schalt sie sich. Endlich hatten ihr die Worte des Arztes einmal keine Gänsehaut eingejagt – keine Tabletten gegen Übelkeit oder Gels oder Vorsichtsmaßnahmen nach der Operation. Nichts dergleichen. Sein Rat war so einfach wie beängstigend. Zieh dich an und mach mit deinem Leben weiter.

Sie riss sich das Papierhemd vom Körper und knüllte es zwischen den Händen zu einem kleinen festen Ball zusammen. Dann zielte sie damit auf den Abfallkorb. Da, nimm!

Als sie die Hand nach ihrem BH ausstreckte, der am Kleiderhaken hing, schoss ihr ein allzu vertrautes unangenehmes Ziehen durch den rechten Arm. Diese postoperativen Symptome schienen nie aufzuhören, obwohl ihr Arzt und der Chirurg beteuerten, dass dieses Prickeln und die Taubheit irgendwann verschwunden wären.

Dieses Irgendwann war nun angeblich eingetroffen.

Sie sagte sich, sie sollte eigentlich herzhaft lachen, in den Krankenhausfluren tanzen, jeden küssen, der ihr begegnete, und aus voller Kehle singen: Ich werde überleben! Unglücklicherweise fühlte sie sich überhaupt nicht danach. Vielleicht war die Information noch nicht ganz angekommen, denn im Moment kam sie sich einfach nur hohl und er-schöpft vor, wie ein Opfer eines Schiffsunglücks, das an Land geschwommen war. Sie hatte überlebt, aber der Kampf gegen die Krankheit hatte alles aus ihr herausgesaugt. Er hatte sie vollkommen verändert. Und diese neue Frau, diese mutige Überlebende, wusste nicht so richtig, was sie mit sich anfangen sollte.

Sie drehte sich zum Spiegel um und betrachtete ihren Körper, der ihr immer noch fremd vorkam, als würde er nicht mehr ihr gehören. Vor einem Jahr war sie eine einigermaßen attraktive Achtunddreißigjährige gewesen, zufrieden mit ihrer 36er Konfektionsgröße und – okay, sie konnte es ruhig zugeben – ziemlich stolz auf ihr langes kastanienbraunes Haar. Während der Behandlungsmonate hatte sie sich allerdings angewöhnt, jeden Blick in den Spiegel zu vermeiden. Trotz all der ernsthaften Beteuerungen ihrer Freunde, der Familie, des Behandlungsteams und der Selbsthilfegruppe hatte sie nie gelernt, sich mit dem abzufinden, was darin zu sehen war.

Einige würden sagen, sie habe ihre rechte Brust und ihr Kopfhaar verloren. Doch Miranda fand, dass die Bezeichnung "verloren" nicht ganz zutraf. Sie wusste genau, wohin ihr Haar verschwunden war – verteilt auf den Kopfkissen, im Ausfluss der Dusche, in den Zinken ihres Kamms, überall auf den Autositzen und dem Sofa. Ausgefallenes Haar war ihr in ihrem Kielwasser überallhin gefolgt. Ihr Ehemann Jacob war sogar eines Nachts mit einer ihrer kastanienbraunen Haarsträhnen im Mund aufgewacht. Innerhalb von einigen wenigen Tagen hatte ihre Kopfhaut zu kribbeln begonnen. Dann hatte es gebrannt, und die Haare fielen aus. Verloren waren sie keinesfalls. Sie hatten sich nur von ihr gelöst. Sie hatte es in einer Einkaufstüte gesammelt und in den Mülleimer geworfen.

Was das andere betraf, das sie "verloren" hatte – ihre Brust –, nun, sie wusste ebenfalls verdammt gut, wohin diese verschwunden war. Während der Operation war das Gewebe sehr sorgfältig verpackt und ins Krankenhauslabor geschickt worden, damit es in der Pathologie analysiert werden konnte. Die Diagnose wurde von jemandem gefällt, den sie nie gesehen hatte, jemand, den sie auch nie kennenlernen würde. Jemand, der die Besiegelung ihres Schicksals ordentlich in ein Formular eingetragen hatte: invasives duktiles Karzinom im ersten Stadium, Tumorgröße 1,5 cm, Knoten 15 negativ.

Sie konnte sich glücklich schätzen, da sie eine Kandidatin für eine TRAM-Flap-Brustrekonstruktion war, die gleich nach der Mastektomie folgte. Ein weiteres chirurgisches Team übernahm die Brustrekonstruktion und benutzte dafür Gewebe aus ihrem Unterbauch. Sie hatte sich bemüht, diese Rekonstruktion ihrer Brust leicht zu nehmen, glaubte, wenn sie keine große Sache daraus machte, würde es auch keine große Sache werden. Obwohl ihre Beraterin und die Selbsthilfegruppe sie dazu ermutigt hatten, sich einzugestehen, dass ein wichtiger, charakteristischer Teil von ihr verschwunden war, dass sich ihr Körper für immer verändert hatte, war sie dem ausgewichen. Sie behauptete, dass sie noch nie besonders stolz auf ihre Brüste gewesen wäre. Sie waren einfach … da gewesen. Größe 70B. Und nach der Operation waren sie immer noch da gewesen, nur dass die rechte aus Zellgewebe ihres Unterbauchs geformt worden war, etwas, das sie gern abgegeben hatte. Und diese tätowierte Brustwarze war äußerst interessant. Wie viele Frauen konnten so etwas schon vorweisen?

Miranda wusste, sie sollte jetzt vor Erleichterung und Dankbarkeit in Tränen ausbrechen, aber sie wollte sich immer noch nicht im Spiegel betrachten. Die rekonstruierte Brust schien leicht schief geraten, und auch wenn die Farbe und Temperatur der Haut genauso war wie die ihrer anderen Brust, konnte sie dort nicht das Geringste spüren. Nichts, nada. Und ihr Bauchnabel war ein Stück zur Seite gerutscht.

Wenn es nach ihrer Selbsthilfegruppe ginge, müsste sie in den Spiegel blicken und dort eine Überlebende sehen. Eine erstaunliche Frau, deren Schönheit von innen heraus leuchtete. Eine Frau, die glücklich war, am Leben zu sein.

Miranda lehnte sich vor und sah genau hin. Wo war diese Frau?

Immer noch versteckt da drinnen, dachte sie. Ihre umwerfende Persönlichkeit wollte einfach nicht rauskommen und spielen.

Nach einer schmerzlichen Zeit, in der ihr Kopf kahl gewesen war, begann ihr Haar wieder zu sprießen. Ebenso ihre Augenbrauen und Wimpern. Unglücklicherweise sah dieser dünne Flaum von Härchen bisher nur komisch aus. Sie befürchtete, dass es in weißlichem Grau nachwuchs. Aber es war ihr richtiges, neues Haar, das wie weiche Kükenfedern wirkte, als wäre sie gerade aus dem Ei geschlüpft. Ihr Teint war blass, und in ihren Augenwinkeln zeigten sich winzige Fältchen. Das Weiße in ihren Augen sah gelblich aus. Noch immer verbarg sie sich hinter Hüten, Schals und Perücken. Sie wollte nicht aussehen wie eine Krebspatientin, obwohl sie ja genau das war. Nein, stimmt nicht, sagte sie sich. Eine Krebsüberlebende, keine Patientin mehr.

Miranda wandte sich ab, nahm den BH und zog ihn an, schlüpfte in ihre Leinenkakihose und die Bluse. Es nervte sie, das Ziehen zu spüren, wenn sie sich ein Hemd über den Kopf streifte. So als wollte ihr Körper sie jedes Mal daran erinnern, dass man an ihr herumgeschnitten, genäht und sie verändert hatte und es nichts gab, was sie dagegen tun konnte. Sie schlang sich den buttergelben Pullover über die Schultern und knotete die Ärmel locker zusammen. Es war inzwischen nicht mehr so kühl wie am Morgen. Mit Nachdruck setzte sie ihren Hut auf. Heute war es ein Sonnenhut aus Leinen, den sie mehr aus praktischen als dekorativen Gründen ausgewählt hatte.

Sie packte all ihr Zeug zusammen – Handtasche, Handy, Schlüssel – und lief durch den inzwischen vertrauten Klinikflur mit den blassen Wänden. Die waren mit besänftigenden Indianerkunstwerken geschmückt, und besänftigende New-Age-Musik erklang aus den Lautsprechern an der Decke. Wie immer eilten alle geschäftig mit Krankenakten über den Gang oder in einen der Untersuchungsräume. Und wie immer erhielt sie von jedem, dem sie begegnete, ein etwas zerstreutes, aber ehrliches aufmunterndes Lächeln.

Das Wartezimmer war eine andere Geschichte. Die Patienten dort schienen jeden Kontakt zueinander zu vermeiden, während sie in Magazinen lasen oder die Nachrichten auf ihren Smartphones abriefen. Es sah fast so aus, als wollten sie die anderen im Raum auf keinen Fall ansehen, als fürchteten sie, etwas in deren Blick zu erkennen, was sie nichts anging – Hoffnung oder Verzweiflung oder eine Mischung von beidem.

Miranda wusste, dass niemand der dort Wartenden wissen konnte, dass sie die Praxis endgültig verließ. Sie würde in den nächsten drei Monaten nicht zurückkommen, und wenn, dann nur zu einer Routineuntersuchung. Trotzdem verspürte sie das merkwürdige Schuldgefühl einer Überlebenden, als sie den Raum zum letzten Mal durchquerte – vorbei an dem sprudelnden Tischspringbrunnen, der Grünpflanze, die seit ihrem ersten Besuch hier die doppelte Größe erreicht hatte, dem Zeitschriftenregal.

Sie trat ins strahlende Sonnenlicht eines warmen Spätsommernachmittags hinaus. Im ersten Moment war es so hell, dass Miranda sich blinzelnd umblickte, als hätte sie die Orientierung verloren. Sie zog ihre Sonnenbrille hervor und setzte sie auf. Die Welt wurde wieder sichtbar. Seattle war im September unvergleichlich schön, mit warmen, sonnigen Tagen, unglaublich klarem Himmel und kühlen Nächten, in denen bereits der Herbst in der Luft zu spüren war. Das heutige wunderbare Wetter reizte die normale Stadtbevölkerung dazu, draußen vor den Cafés zu sitzen, an kühlen Getränken zu nippen und das Gesicht in die Sonne zu halten.

Vom Krankenhaus hier oben auf dem First Hill – aufgrund der Mengen an Hospitälern und Ärztezentren in dieser Gegend auch als Pillenberg bekannt – sah sie bis hinunter zum Hafen, über die geschäftige Innenstadt, die chaotischen Schnellstraßen und die charakteristische Spitze der Space Needle, die sich über der Elliott Bay erhob. Weiter in der Ferne bot sich die typische Aussicht von Seattle – der tiefblaue Puget Sound, durchzogen von üppig begrünten Inseln und Meerarmen, der Horizont von Bergketten umgrenzt, die aussahen wie mit einer blauweißen Sahnehaube auf der Spitze versehen. Egal ob man hier geboren war, so wie Miranda, oder neu zugezogen, der Puget Sound war für jeden ein atemberaubender Anblick.

Eine Autohupe ertönte, und Miranda wich erschrocken auf den Bürgersteig zurück. Sie war so von der Aussicht fasziniert gewesen, dass sie gar nicht auf die Ampel geachtet hatte. Sie wartete pflichtschuldigst auf das kleine grüne Männchen, das ihr anzeigte, wann es sicher war, weiterzugehen. Das wäre eine unglaubliche Ironie des Schicksals, sich von einem Bäckereilieferwagen umfahren zu lassen, nachdem man eine schwere Krankheit wie Krebs bekämpft hatte.

Miranda lief den halben Block bis zur Bushaltestelle und studierte die Abfahrtzeiten. Der Bus, mit dem sie nach Queen Anne kam, wo sie wohnte, würde erst in einer halben Stunde kommen.

Sie setzte sich auf eine Bank, zog ihr Handy hervor und wählte Jacobs Nummer.

"Hallo, du Umwerfende", begrüßte ihr Mann sie.

"Ich wette, das sagst du zu allen Frauen."

"Nur wenn ich deinen speziellen Klingelton vernehme, Schatz."

"Du hast deine Fahrstimme", bemerkte sie.

"Was ist das genau?"

Sie lächelte. "Ich kann immer genau hören, wann du unterwegs bist. Dann hast du deine Fahrstimme."

Er lachte. "Was gibt es denn?"

"Ich komme gerade von Dr. Turabian."

"Geht es dir gut?" Das war natürlich seine automatische Reaktion in letzter Zeit. Jacob hatte diese ganze Krebsgeschichte einen Höllenschrecken eingejagt. Fairerweise musste man sagen, dass ein Mann in seinem Alter nicht gerade damit rechnete, eine junge Frau im Kampf gegen eine lebensbedrohende Krankheit zu begleiten. Jacob schien sogar im Umgang mit ihr verängstigt, wagte kaum, sie zu berühren, als befürchtete er, sie dabei zu verletzen. Anfangs hatte er Miranda zu allen Arztterminen begleitet – zu den Tests, den Behandlungen, den folgenden Untersuchungen. Er war wunderbar gewesen und hatte seine Panik immer zu verbergen versucht. Doch für Miranda bedeutete es nur noch mehr Stress, ihn bei seinen schmerzlichen Anstrengungen zu beobachten. Irgend-wann fand sie es einfacher, allein zu gehen oder eine ihrer Freundinnen mitzunehmen. Zuerst hatte Jacob sich dagegen gesträubt – Ich begleite dich, daran kannst du mich nicht hindern –, aber schließlich hatte er ihren Wunsch mit einem fast verschämt erleichterten Gesichtsausdruck akzeptiert.

"Es war mein letzter Behandlungstag", erinnerte sie ihn. "Alles verlief wie erhofft. Die Werte waren in Ordnung, alles zu Dr. Turabians Zufriedenheit." Sie holte tief Atem. Die Luft war so kühl und frisch, dass es fast wehtat. "Ich bin durch."

"Was heißt das, du bist durch?"

"Na durch, durch und fertig." Sie lachte auf, und ihr eigenes Lachen klang in ihren Ohren fremd, so als würde eine Tür mit rostigen Angeln geöffnet. "Er will mich erst in drei Monaten wiedersehen. Das ist alles ziemlich merkwürdig. Ich weiß gar nicht, was ich mit mir anfangen soll. Als könnte ich mich überhaupt nicht daran erinnern, was ich vor meiner Krankheit gemacht habe."

"Na ja." Jacob klang ebenfalls leicht verwirrt. Als hätte er Angst, das Falsche zu sagen. "Wie fühlst du dich denn?"

Sie wusste, was er tatsächlich fragen wollte. "Wann kannst du wieder arbeiten?" Die Freistellung von ihrem Job hatte definitiv eine schmerzliche finanzielle Einbuße für sie bedeutet. Obwohl sie eine leichte Verärgerung verspürte, konnte sie es ihm nicht übel-nehmen. Während dieser ganzen Tortur hatte er die Familie über Wasser gehalten, zwischen Job und zusätzlicher Hausarbeit jongliert, damit sie sich auf ihre Behandlung konzentrieren konnte. Die hatte ihr so viel Kraft genommen, dass sie gar nichts anderes mehr tun konnte. Aufgrund seiner Arbeit im Getränkeverkauf an große Supermarktketten war er ständig unterwegs. Er verdiente lediglich eine Provision und bekam kein Grundgehalt, sodass jeder Verkauf zählte. Und ihr Bankkonto konnte weiß Gott alle Einzahlungen gebrauchen. Die Raten für ihr Haus hatten sie unter der Voraussetzung eingeplant, dass sie ein Doppelverdiener-Haushalt waren.

"Mir geht es gut, denke ich." Eigentlich fühlte sie sich, als hätte sie einen Marathonlauf hinter sich und überquerte gerade die Ziellinie, ohne dass irgendjemand dabei war, der es beobachtete. Die Welt war noch immer dieselbe. Der Verkehr rollte wie üblich über den Berg, Boote und Lastkähne durchquerten den Sund, Fußgänger kamen vorbei, ohne zu ahnen, dass sie gerade ihre Krebstherapie beendet hatte und noch lebte, sodass sie jedem davon erzählen konnte.

"Das ist gut", sagte Jacob, "ich bin so froh."

Sie beobachtete eine Taube, die auf dem Bürgersteig herumtrappelte und mit dem Schnabel Brotkrümel aufpickte. "Ich auch. Ich lasse dich jetzt lieber in Ruhe. Sehen wir uns heute Abend?"

"Ich versuche, nicht zu spät zu kommen. Ich liebe dich, Schatz."

"Ich liebe dich auch." Sie steckte das Handy zurück in die Tasche und dachte über die Angewohnheit nach, sich gegenseitig ihrer Liebe zu versichern, etwas, das sie inzwischen gedankenlos taten. Nachdem sie von der Diagnose erfahren hatte, war es für sie obligatorisch gewesen, ihrem Mann und den Kindern jedes Mal "Ich liebe dich" zu sagen, wenn sie sich verabschiedeten. Angesichts ihrer eigenen Sterblichkeit war ihr schmerzlich klar geworden, dass jeder Abschied für immer sein könnte. Obwohl ihre Prognose gut gewesen war, wollte sie sichergehen, dass jeder in ihrer Familie täglich ihr "I

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