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Das Buch der Menschen, der Wahrheit und der Klarheit

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ACHTUNG !!!

Wenn Sie dieses Buch lesen und verstehen, verändert es unabwendbar Ihr Leben und Ihre Lebenseinstellung.

Alles, was bisher für Sie normal und alltäglich war, wird sich verändern. Sie werden erkennen, wie oft Sie gar nicht selbst Ihr Handeln bestimmen. Uralte Instinkte und unbewusste Verhaltensweisen bestimmen unser Verhalten jeden Tag, bei jeder Entscheidung. Diese zwingen uns zu Verhaltensweisen und Entscheidungen die wir sehr oft gar nicht wollen.

Dieses Buch ist der Schlüssel zu mehr Verständnis für ihr Leben. Zu mehr Einblick in Ihr Verhalten. Sie werden nicht mehr manipulierbar sein und sehen alles aus einer anderen Perspektive.

Dieses Buch ist der ultimative Schlüssel zu mehr Erfolg und Selbstbestimmung im Leben.

Es wird Ihnen nicht nur klar werden, was Sie bisher falsch gemacht haben, sondern es wird Ihnen auch klar werden, wie Ihre Zukunft sein könnte.

Diese Schrift ist allen Menschen gewidmet. Sie soll allen Menschen helfen ein besseres Leben zu erleben und die zukünftigen Generationen eine lebenswerte Welt vorfinden lassen. Das Erbe einer jeder Generation soll sein, eine bessere Welt zu hinterlassen als die, die sie selbst vorgefunden haben. Es soll den Weg aller Menschen zueinander ebnen und Barrieren, die Menschen noch voneinander trennen, niederreißen. Es gibt nur eine Welt und nur eine Menschheit die dieses wunderbare Geschenk des Lebens dankbar annehmen sollen und die zum Wohle aller Wesen die sich diese Welt teilen wirken soll.

Die alten Schriften sind überholt, da sich die Menschheit wandelt und so wird es Zeit die Schriften anzupassen an neue Gegebenheiten. Neue Realitäten bestimmen das Leben auf der Erde und diesen gerecht zu werden bedarf es neuer Regeln.

Im ersten Buch wird der Werdegang der Menschheit beschrieben und warum die Menschen so sind wie sie sind. Es ist eine Bestandsaufnahme der Menschheit, ihrer Eigenschaften und ihrer Eigenheiten. Es ist auch ein Wegweiser wie Menschen sein sollten, es trennt das Licht vom Schatten. Es soll jedem damit klar werden das ein Paradies in dem jeder leben kann, nur davon abhängt welche Entscheidungen ein jeder trifft und warum diese Entscheidungen getroffen werden. Das Schicksal eines jeden wie sein Leben verlaufen soll, liegt in seinen eigenen Händen. Das was unklar und unverständlich war, soll deutlich werden und ein jeder soll den Schlüssel zu seinem Leben selbst in der Hand halten können.

Deswegen heißt das erste Buch „Das Buch der Menschen“

Im zweiten Buch werden die großen Irrtümer der Menschheit behandelt. Für die Zukunft ist es wichtig, dass diese ohne Angst beschritten wird. Solidarität, Verantwortung und Vernunft müssen die Ratgeber für die Zukunft sein. Entscheidungen die aus Angst getroffen werden sind genauso falsch wie jede andere Entscheidung die aus niederen Beweggründen wie beispielsweise Neid, Missgunst, Hass usw. getroffen wird. Jede dieser Entscheidungen dient nur dazu die Menschen unfrei zu machen, denn die Angst wird dann ihre Fessel sein. Es muss der Weg in ein neues Zeitalter, in ein neues Verständnis von Menschlichkeit beschritten werden. Die Menschen sollen sich frei machen von den Fehlern der Vergangenheit und den teilweise bewusst gestreuten Irrtümern. Sie sollen die Wahrheit erkennen und sich danach den rechten Weg suchen können.

Deswegen heißt das zweite Buch „ Das Buch der Wahrheit“

Im dritten Buch wird die Zukunft beschrieben. Denn wenn ein Wanderer vom Tale zum Berge ziehen möchte, so sieht er doch an seiner Fährte wo er sich befindet, auch wenn der Berg in Wolken verhüllt ist und den Blick auf den Gipfel nicht freigeben möchte. Aber der Weg liegt vor dem Wanderer und der Wanderer kann diesen Weg erkennen, genauso wie er zurückverfolgen kann woher er kam. Da aber vielen die Zukunft wie in einem Schleier verhüllt vorkommt, so gilt es den Nebel zu lichten und die Zukunft klar werden zu lassen. Denn wenn ein jeder weiß wohin der Weg führt und was dort Erfreuliches wartet, so lässt sich der Weg mit großer Freude beschreiten. Wichtig dabei ist auch ein neues Bewusstsein für unsere Welt aufzubauen und die Lehren der Vergangenheit zu korrigieren.

Deswegen heißt das dritte Buch „ Das Buch der Klarheit“

Verzeichnis

I. Das Buch der Menschen

Der Anfang, die Auferstehung des Lebens und der Menschen

Das Tier in uns, die Urzeitinstinkte

1. Entstehungsgeschichtliche, instinktive Verhaltensweisen. Die geistige Entwicklung (EGIV)

a) Lampenfieber und Scham (Unser Umgang mit Autorität und Hierarchie)

b) Sehen, Lernen und Helfen (Gaffen)

c) Zivilcourage (Mut)

d) Unterlassene Hilfeleistung (Vorsicht 56 und Misstrauen)

e) Tödlicher Selbsterhaltungs- und Herdentrieb 58 (Panik, oder die trügerische Sicherheit der Masse)

f) Gier (Futterneid)

g) Eitelkeit und Neid (der Wettbewerb um 71 den besten Platz im Leben)

h) Tarnen und Täuschen (Lügen)

i) Angst (unser größter Schutz)

j) Sammeln, Aufbewahren (Sicherheit und 88 Vorsorge)

k) Zorn, Trauer, Rache, Wut (Die schlimmsten 93 aller Emotionsketten. Oder wie wir mit Bedrohungen umgehen)

l) Solidarität und Mitgefühl (warum können 101 Menschen nicht alleine existieren)

m) Liebe und Freundschaft (die Säulen 106 der Menschlichkeit)

n) Verstehen, Respekt und Vertrauen (die 114 wahren Werte im Leben und die wahre Liebe)

n.1. Verstehen (die Grundlage zur 115 Verständigung und zum Verzeihen)
n.2. Respekt
n.3. Vertrauen

o) Sprache und Kommunikation

o.1. Bewusste Kommunikation
o.2. Höflichkeit statt Rache
o.3. Im Angesicht der Anderen
o.4. Die Anderen im eigenen Angesicht
o.5. Unbewusste Formen der Kommunikation
o.6. Filtern
o.7. Kommunikation von Frauen und Männern
o.8. Urzeitliche Kommunikation und Körpersprache
o.9. Fazit

p) Leid (die Feuerschmiede unseres Charakters)

q) Freude, Freundlichkeit und Freunde

2. Unbewusste Verhaltensreaktionen (die biologische Entwicklung unserer Sinne) UVR

a) Was und wie wir sehen (1.Sinn Sehen)

b) Fühlen, Schmerz, Freude (2. Sinn Fühlen)

c) Hormone, oder sind es wirklich alles Gefühle

d) Ekel, Abscheu (Die Kombination der Sinne)

e) Riechen und Schmecken (3 und 4 Sinn)

f) Hören (der 5 Sinn oder wie wir Geräusche sehen)

3. Die Menschen, harte Fakten und die Spiritualität

a) Der positive Gedanke (die gute Tat)

b) Verbundenheit (das Band zwischen allen 184 Menschen)

c) Verantwortung und Entscheidung

d) Masse und Strukturen

e) Vergangenheit und Entwicklung

e.1. Adam und Eva
e.2. Physische Entwicklung und der Fisch in uns!
e.3. Der aufrechte Gang

II. Das Buch der Wahrheit

1. Energie und Entwicklung

2. Freiheit und Verantwortung

3. Wie Gott in die Welt kam (oder was wir nicht 228 wissen, müssen wir glauben

a) Der Anfang des Glaubens

b) Wer oder was ist Gott?

c) Im Namen Gottes

d) Die Zukunft, das Wissen ersetzt den Glauben

4. Individualismus und Solidarität (von der 242 Demokratie zur Solidargemeinschaft)

a) Die Entstehung der Demokratie

b) Die Probleme der Demokratie (Indivi- 247 dualismus und die Basis der Demokratie)

c) Aufgaben des Staates

c.1. Die Aufgaben der Politiker
c.2. Aufgaben des Staates
c.3. Finanzen und Steuern
c.4. Staats- und Gesellschaftsstruktur, 255 Verantwortung des Einzelnen
c.4.1. Politiker, Bürger und Solidarität
c.4.2. Ansehen und Reputation
c.4.3. Verantwortung eines jeden Bürgers
c.4.4. Bildung und Schule
c.4.5. Sicherheit

5. Unser falscher Blick auf die Geschichte

6. Justiz und Gerechtigkeit

7. Der Mensch, die Krone der Schöpfung

8. Früher war alles besser (unser Umgang mit 274 Erfahrung und Schmerz)

9. Der Generationenvertrag, der Jugendwahn 277 und die neuen Medien (oder was ist der Sinn des Lebens?)

a) Der Generationenvertrag

b) Der Jugendwahn

c) Der Sinn des Lebens

d) Die Neuzeit der Kommunikation

10. Gibt es ein Leben nach dem Tod?

III. Das Buch der Klarheit

1. Die Veränderung und Zukunft der Gesellschaft

a) Der Umgang mit der Gewohnheit

b) Das Belohnungsprinzip (oder wie wir und 305 ändern)

c) Der Unterschied, Solidargemeinschaft 307 statt Sozialismus

d) Der Weg zum Solidarismus

2. Zeit und Entscheidung

3. Die Veränderung der Menschen

a) Äußerliche Veränderungen

b) Veränderungen in unserem Verhalten

c) Unser Verhalten gegenüber unserer Umwelt

4. Die Zukunft der Ernährung

5. Die Zukunft der Energie

6. Die Zukunft der Medizin und der Wettlauf der Arten

a) Die Vermeidung von Krankheiten

b) Die Heilung von Krankheiten

7. Bauen und Wohnen in der Zukunft

a) Das Problem mit der Tradition

b) Festgesetze Gebiete

8. Der Einfluss der Technik

a) Entwicklung und Einfluss

b) Vernetzung

9. Gesellschaft und Soziales

a) Veränderung der Gesellschaft

b) Veränderung der Staatssysteme

c) Veränderung und Wandlung der Kultur

d) Arbeit in der Zukunft

10. Der Anfang und das Ende

11. Es ist noch viel zu tun (Die Gebote)

Erstes Gebot: Das Wissen ersetzt den Glauben

Zweites Gebot: Verantwortung des Einzelnen

Drittes Gebot: Respekt vor Allem und Jedem

Viertes Gebot: Aus dem Ich wird ein Wir

Fünftes Gebot: Wahrhaftigkeit

Sechstes Gebot: Courage

Siebtes Gebot: Engagement

Achtes Gebot: Friedensliebe

Neuntes Gebot: Zukunftsorientiertes Handeln 387 ersetzt die Tradition und ebnet den Weg

Zehntes Gebot: Begabung, Kompetenz und 390 Intelligenz. Nutzen wir unsere Potentiale

a) Die Unterscheidungen
a.1. Begabung
a.2. Kompetenz
a.3. Intelligenz
b) Die Folgen daraus und wie gehen wir 393 damit um
b.1. Wie finden wir intelligente Menschen
b.2. Das Problem der Gesellschaft und des 394 Staates mit der Intelligenz

Elftes Gebot: Das richtige Verhältnis zwischen 396 dem Staat und den Menschen

a) Die Fehler der Regierenden
b) Das Verhältnis der Menschen zueinander

Zwölftes Gebot: Freude und Positives

Dreizehntes Gebot: Achtung und Gerechtigkeit

Vierzehntes Gebot: Sicherheit und Stabilität

Fazit

I. Das Buch der Menschen

 

DER ANFANG; DIE AUFERSTEHUNG DES LEBENS UND DER MENSCHEN

Am Anfang war das Wort, …. da es noch keine Schrift gab. Richtig!! Nein.

Am Anfang war der Laut, ….. da es noch keine Worte gab?? Auch falsch.

Also noch weiter zurück.

Am Anfang war gar nichts, da noch nichts da war?

Doch aus dem Nichts kann nichts entstehen!

Es war schon immer etwas da.

Es gibt genauer gesagt keinen Anfang und kein Ende. Es gibt nur den fortwährenden Wandel und die Anpassung. Es ist eine Entwicklung die unaufhörlich ist und eine Dynamik hat, die Erstaunliches erwirkt.

Der Anfang war unglaublich und klein wie bei jedem Leben das sich entwickelt. Wie ein Baum der aus einem winzigen Spross entsteht und dann immer größer wird.

Die Entwicklung der Menschheit ist nur eine Episode in der Entwicklung unserer Welt. Aus weiter Ferne, aus dem All betrachtet ist die Entwicklung der Menschheit nicht einmal bemerkenswert. Wie sich die Menschheit in der nächsten Zeit entwickeln wird, wird der Schlüssel dazu sein, ob es doch Bemerkenswertes gibt oder nicht.

Die ersten Anfänge lagen in Verbindungen von Molekülen und Atomen, in kleinen Bausteinen des Lebens die sich zu immer neuen Verbindungen zusammen fügten. Daraus entstanden die kleinsten Bestandteile des Lebens die sich immer weiter entwickelten und immer komplexere Formen annahmen. Als dann Fische die Meere bevölkerten gab es noch große Territorien zu erobern und zu besetzen. Die frühen Lebensformen verhielten sich also nicht anders als später die Menschen, die unbekannte Länder eroberten und besiedelten. Als die Kontinente und Meere mit Leben erfüllt waren, entwickelten sich viele unzählige Arten von Lebewesen. Die erste große dominante Art die fast alle Territorien beherrschte waren die Dinosaurier. Diese konnten ihre Dominanz aber nicht nutzen und ihre Entwicklung war fehlgeleitet. Anstatt sich geistig weiter zu entwickeln, entwickelten sie sich nur in ihrer Größe. Dieser einseitige Entwicklungsprozess selektierte sie schließlich nach mehreren Hundert Millionen Jahren zum Aussterben. Dieses Schicksal würde jeder Art blühen die sich nur einseitig weiter entwickelt Mit der Entwicklung der Säugetiere veränderte die Evolution ihren Plan.

Nicht die Größe war jetzt entscheidend sondern kleine flinke unscheinbare Wesen übernahmen immer mehr den Platz der Entwicklung. Dies war auch die Geburtsstunde vieler unserer Verhaltensweisen, die sich bis heute weiter entwickelt haben. Die Säuger investierten wesentlich mehr Zeit in ihren Nachwuchs und sorgten so für eine große Überlebenschance, sowie eine große Fortbildung durch die Eltern. Ein größerer Grundstock an Wissen war auch die Basis für weiteres Wissen welches hinzugefügt werden konnte.

Zwar existierten noch sehr viele Reptilienarten die das Konzept der Dinosaurier praktisch übernommen haben und damit quasi als ihre Nachfolger gelten können, doch spielt ihre Bedeutung in der Evolution und ihr Platz in dieser Welt nur eine untergeordnete Rolle. Zu groß ist die Artenzahl und die Präsenz der Säuger, die nicht nur auf den Kontinenten vorherrschen, sondern auch die Meere erobert haben.

Eine andere Tiergruppe die als die direkten Nachkommenschaft der Dinosaurier gilt, hat sich in der Evolution besser angepasst und sich ihren eigenen Lebensraum geschaffen der durch das Verschwinden der großen Echsen frei wurde, die Vögel. Sie haben sich unbestreitbar den Luftraum erobert.

Vor einigen Millionen Jahren ereignete sich in der Evolution etwas Erstaunliches. Eine kleine körperlich schwächliche Art entwickelte sich mit der Zeit zur dominanten Spezies. Das hatte es bis dahin in der Entwicklung des Lebens noch nicht gegeben. Bisher hatte immer eine Art beispielsweise die Dinosaurier alle anderen Arten beherrscht. Aber es hatte nie eine dominante Dinosaurierart gegeben, die alle anderen Arten beherrschte. So entwickelten sich die Menschen aus einem kleinen zwanzig bis dreißig Kilogramm leichten Wesen zu der die Welt beherrschenden Art. Diese Entwicklung zog sich über die Jahrtausende hin und führte zur Heranbildung von sozialem Verhalten. Von Gruppen zu Völkern, von kleinen Siedlungen zu Städten. Die weltliche Zeitrechnung seit der Geburt von Jesus Christus wird dieser Entwicklung nicht gerecht. Nimmt man die ersten Formen von Zivilisation die als solche bezeichnet werden können, so wäre eine Zeitangabe um das Jahr ca. 10.000 plus xx viel angemessener und richtiger, um uns den Entwicklungsstand der Menschheit vor Augen zu führen. Denn schon im antiken Rom in der Zeit von ca. 500 vor Chr. gab es bereits eine Demokratie, die Republik Rom und bereits viele Tausende Jahre davor gab es Zivilisationen wie z.B. im antiken Griechenland, in Ägypten oder in Asien. Doch die Entwicklung der Menschheit begann in kleinen Sippen die über das Land streiften, immer auf der Suche nach Schutz und Nahrung. Aus dieser Zeit heraus entstanden bereits die Verhaltensmuster die uns bis heute prägen, denen jeder blindlings folgt; unsere sogenannten Instinkte die uns lenken und leiten. Wobei einige unser Verhaltensweisen schon von den Lebensformen geprägt worden waren die lange vor der Entstehung der Menschheit existierten. Es ist daher nicht falsch auch von Dinosaurier-Instinkten zu sprechen die an uns weiter vererbt wurden.

Die Sippen vergrößerten sich mit der Zeit und entwickelten sich weiter. Es waren hierarchisch geprägte Verbände in denen ein führendes Wesen, zumeist war es der Stärkste der Gruppe, die Autorität besaß und die Gruppe führte. An diesem Führungsmodell hat sich bis in die Neuzeit wenig geändert. Die Form der Demokratie war relativ unbedeutend mit Ausnahme des antiken Roms von ca. 500 vor Chr. bis ca. 50 vor Chr. Die sonst vorherrschende Staatsform war diktatorisch, repräsentiert durch einen Fürsten, einen König oder einen sonstigen Anführer.

An der brutalen Umgangsweise unter den Menschen hat sich seit Anbeginn jedoch wenig geändert. Auch in der demokratischen Phase Roms war das Morden unter den Menschen allgegenwärtig. Jedoch war die Staatsform im antiken Rom aber über Jahrhunderte so erfolgreich, da sie versuchte die positiven Aspekte des Menschen zu würdigen. Letztendlich zerbrach diese Staatsform jedoch weil sie die negativen Aspekte der Menschen nicht genügend berücksichtigte und so der Egoismus, der Narzissmus und der Machthunger zum Untergang Roms führte.

Die jetzige Form der Demokratie ist in der Geschichte der Menschheit nur eine kurze Zeiterscheinung und auch sie ist nicht auf Dauer überlebensfähig, da auch in den heutigen Demokratien die negativen Aspekte der Menschen zu wenig Beachtung finden. Dennoch ist sie eine gute Errungenschaft, die es gilt zu bewahren und zu beschützen. Doch sie bleibt nur eine Übergangsform in eine andere Gesellschaftsform. Dabei wird mit Absicht nicht von einer Staatsform gesprochen. Denn es ist die Gesellschaft, die Summe aller Menschen die sich verändern bzw. neu anpassen muss. Es wurde viel erreicht in den letzten 10.000 Jahren. Es wurde ein Fundament für die zukünftige Welt geschaffen das auf dem Vertrauen der Menschen untereinander beruht. Dieses Fundament darf durch die Fehler Einzelner nicht mehr in Gefahr gebracht werden. Es darf weder brüchig werden, noch in frage gestellt werden. Auf dem Fundament des Vertrauens kann das nächste Fundament des gegenseitigen Respekts errichtet werden. Doch noch ist das Fundament des Vertrauens nicht sicher genug, es ist noch nicht weltumspannend. Damit dieses Fundament vollständig gegründet werden kann, müssen zuerst alle Menschen frei sein. Alle Diktaturen müssen verschwunden sein, ebenso wie alle Ideologien die die Menschen voneinander trennen. Dies ist das Ziel für alle Menschen die in Respekt, Würde, Sicherheit, Friede und Wohlstand leben wollen und es ist der Abschied von Krieg, Armut, Angst, Leid und Misstrauen. Es ist der Einstieg in eine Gesellschaftsform die für alle die Zukunft bedeutet und ein neues Zeitalter beginnen lässt. Denn das Wissen verdrängt den Glauben, da der, der nichts weiß, alles glauben muss. Doch der Glaube ist nur ein schwacher Trost, denn er nimmt den Menschen die Möglichkeit, selbst zu handeln. Dies jedoch wird in einer besseren Welt von jedem abverlangt werden. Der große Fehler der Demokratie ist, daß die Menschen denken, jeder ist frei und kann machen was er will. Die wahre und zukünftige Gesellschaftsform ist aber nicht die Demokratie, sondern die verantwortungsvolle Solidargemeinschaft.

Sofern dieser Schritt nicht getan wird steht zu befürchten, dass durch das skrupellose Handeln Einzelner die Errungenschaften der Gemeinschaft wieder in Frage gestellt und gefährdet werden. Unsere Welt ist in stetem Wandel und nur zu gern fühlen sich die Menschen als die Krone der Schöpfung und rechtfertigen damit ihr Handeln. Doch an welchem Maßstab wird eine solche Aussage gemessen und wer möchte darüber richten, ob die Menschheit wirklich das Beste in der Schöpfung ist. Bemisst dies sich daran wie viel Leben eine Spezies auf der Welt getötet hat, wie viel Lebensraum sie für sich eingenommen hat?

Dann würden die Menschen vielleicht sogar von den Ameisen überrundet werden, die auch überall dort anzutreffen sind, wo es Menschen gibt. Auch Ameisen haben Staatsformen und sind überaus erfolgreich in der Geschichte der Evolution. Genau betrachtet ist die Anzahl der Ameisen um ein Vielfaches höher als die aller Menschen. Vermutlich ist das Gewicht aller Menschen auf der Welt gleich dem Gewicht aller Ameisen auf dieser Welt. Was also ist der Maßstab?

Oder soll als Maßstab die Eroberung artfremder Lebensräume durch Technik, die Entwicklung von Kultur, Forschung, Medien usw. gelten, oder gilt als Maßstab einfach nur wie lange eine Art sich schon auf diesem Planeten behauptet. Vielleicht gilt ja auch die soziale Komponente, daß sich zivilisierte Gesellschaftsformen entwickelt haben. Nun, die Insekten besiedeln unsere Welt schon wesentlich länger als die Menschen und die Spezies der Erdmännchen hat bessere soziale Strukturen als die Menschen. Es ist also gar nicht so leicht, festzulegen was die Krone der Schöpfung sein soll. Noch schwieriger wird es wohl, wenn man den Rahmen des irdischen Denkens verlässt und nicht nur unsere Welt betrachtet, sondern das Universum als Ganzes. Was würde eine höher entwickelte Art wohl von uns denken, wenn sie mit der Aussage konfrontiert würde die Menschheit wäre die Krone der Schöpfung?

Insgesamt funktioniert das Leben mit einer Vielzahl von verschiedenen Spezies auf der Erde da sich jede ihren eigenen Lebensraum geschaffen hat und die verschiedenen Arten damit nicht zu viel Konfliktpotenzial produzieren. Die Vögel haben den Luftraum, die Fische das Wasser, die Insekten die Mikrowelt usw. Alle Arten haben eine Koexistenz geschaffen die ihr Überleben nicht in Frage stellt. Wäre da nicht ……. der Mensch. Eine beherrschende Spezies hat nicht nur den Vorteil, über den anderen zu stehen, sondern vor allem auch die Aufgabe die anderen zu schützen. Es gilt diese Welt zu erhalten, denn nur dann, wenn sie für alle Arten lebenswert bleibt, können einzelne Arten existieren und sich weiter entwickeln. Die Menschheit steht nicht über der Natur, der Evolution, sondern sie ist ein Teil von ihr.

So wie die Elemente Luft, Wasser, Erde und Feuer einander benötigen, so benötigen die Menschen die anderen Spezies. Stellt man sich vor, dass eines der vier Elemente vorherrschen würde und die anderen drei Elemente nicht vorhanden wären, so wäre das Ergebnis nicht lebensfähig. Nur Luft, das würde bedeuten; kein Land, kein Wasser. Die Erde wäre ein lebloser Gasballon. Gäbe es nur Wasser, so wäre die Evolution weit hinter ihren Möglichkeiten geblieben und statt Säugetieren würde es nur Fische geben, denn auch Wale und Delfine waren zuerst an Land beheimatete Säugetiere bevor sie ins Wasser übersiedelten. Gäbe es nur Erde, wäre unsere Welt ein trockener Wüstenplanet ohne Entwicklungsmöglichkeiten, und gäbe es nur Feuer, so wäre diese Welt die Hölle.

Genauso ist es bei den verschiedenen Spezies die diese Welt bevölkern. Wie die vier Elemente ergänzen sich diese und sind aufeinander angewiesen. Denn selbst unser Körper ist ein kleiner Biokosmos der von Millionen von winzigsten Lebewesen bevölkert ist, in uns wie auf uns. Lebensformen wie Pilze, Bakterien, Viren usw. verhelfen uns bzw. setzen uns erst in die Lage in dieser Welt leben zu können. Ein Aufenthalt in einem fremden Land z.B. kann schon zu einer Erkrankung führen da unsere Biosphäre auf fremde, ungewohnte Keime treffen kann die wir nicht vertragen. Was wäre dann erst zu befürchten, wenn wir einen fremden Planten betreten würden, dessen Biosphäre vollkommen anders aufgebaut ist. Hätten wir das Problem gelöst zu einem fremden Stern zu reisen, stünde uns das größte Problem erst noch bevor; die Anpassung an die fremde Biosphäre. Außerirdischen die auf der Erde landen würden, würde es nicht anders ergehen.

In der Geschichte der Menschheit gab es immer wieder erstaunliche Entwicklungsschübe. Diese unterschiedlichen Stadien sind einfach auf zu zählen. Von einem kleinen Primatenwesen haben wir uns zu einer Art Vormensch entwickelt der es gelernt hat das Werkzeug und das Feuer zu beherrschen und von der Jagd auf Vorräte umzusteigen. Die nächste Stufe war die Wandlung vom Herumwandern zum Sesshaft werden und zum Betreiben von Ackerbau. Dies eröffnete die Möglichkeit für weitere Innovationen. Die Werkzeuge wurden ausgefeilter und der Mensch erlernte es Werkzeuge aus Metall herzustellen; Zudem erschufen sich die Menschen weitere Entwicklungsmöglichkeiten durch Kultur und Handel.

Mit Beginn der industriellen Entwicklungsphase beschleunigten sich die Entwicklungsschübe. Waren zu Beginn der industriellen Revolution Schübe nur in Intervallen zwischen 30 bis 50 Jahren zu verzeichnen, so hat sich das Entwicklungstempo bis heute um ein Vielfaches erhöht. Inzwischen sind diese Schübe für die Menschheit zu einer Art Dauerzustand geworden. Zudem beziehen sich deren Intervalle nicht mehr nur auf ein Fachgebiet, z.B. die Technik, sondern auf eine Vielzahl von Entwicklungsfeldern wie Gentechnik, Medizin, Bionik, Naturwissenschaften usw. Diese Entwicklungen werden in verstärktem Tempo weitergehen und in der Zukunft erstaunliche neue Erkenntnisse zu tage fördern, die der Menschheit von großem Nutzen sein werden. Dennoch gibt es bei all den positiven Entwicklungen einen großen Schwachpunkt.

In der gesamten Phase der menschlichen Entwicklung hinkte die geistige Entwicklung der Menschheit den sonstigen Entwicklungen hinterher. Über diese Tatsache darf sich niemand hinweg setzen oder sich darin täuschen, dass der Mensch im Grunde seines Wesens immer noch den archaischen Grundsätzen aus der Urzeit folgt. Vom Status einer hoch entwickelten Zivilisation ist die Menschheit noch weit entfernt. Ein Kennzeichen einer hochentwickelten Zivilisation wäre z.B. das die Polizei ihre Aufgabe darin sieht, in Not geratenen Menschen zu helfen. Derweil ist diese aber zum großen Teil noch mit der Aufgabe beschäftigt, kriminelle Taten aufzuklären oder zu verhindern. Ein weiteres Merkmal einer hoch zivilisierten Gesellschaft ist die Abwesenheit von Krieg und als Gegenteil dazu ein weltumspannender Friede und der Respekt und das Vertrauen aller Menschen untereinander, welches sich tagtäglich in einer höflichen und zuvorkommenden Art und Weise im Umgang der Menschen untereinander äußern würde.

Dies ist keine Ideologie, sondern ein Gebot welches zwingend anzustreben ist. Zudem gilt es zu verhindern, dass einzelne Egomanen der Weltgemeinschaft als Ganzes erneut einen so erheblichen Schaden zufügen können, wie dies bereits mehrfach in der Geschichte geschehen ist, wo einzelne Individuen aufgrund der erlangten Machtfülle dazu in der Lage waren, die Geschichte aller Menschen negativ zu beeinflussen. Niemand kann ernsthaft behaupten, die Menschen hätten sich zu friedfertigen Zeitgenossen gewandelt. Auch in den reichen Industriestaaten hält das Gefüge nur solange, wie die Strukturen in die wir eingebettet sind, die Gesellschaft stützen. Sollte durch irgendeinen Mechanismus das Vertrauen, welches das Fundament einer Gesellschaft ist, in frage gestellt oder zerstört werden, so ist niemand mehr des nächsten Freund. Argwohn und Misstrauen würden sich stattdessen sofort breit machen und wir wären fortan von Feinden umgeben.

Doch um zu wissen welcher Weg in der Zukunft eingeschlagen werden soll, muss man zuerst verstehen wer wir sind. Es ist sozusagen Zeit für eine Inventur, eine Bestandsaufnahme um Schwächen und Stärken zu erkennen. Es gilt das Leben, Denken und Handeln eines jeden Einzelnen kritisch zu betrachten, genauso wie unsere Gesellschafts- und Staatsformen. Niemand soll verurteilt werden, aber alle sollten zum Wohle aller handeln. Und so beginnt die Reise in unser tiefstes Innerstes, in den Kosmos unseres Geistes und unseres ursprünglichen Wesens.

DAS TIER IN UNS - DIE URZEITINSTINKTE (oder unser Ursprung, woher wir kommen)

1. Entstehungsgeschichtliche instinktive Verhaltensweisen (Die geistige Entwicklung) (EGIV)

Um einen Weg zu gehen um an ein Ziel zu kommen, ist es erforderlich als Erstes den Ausgangspunkt, den Standort festzustellen damit dann die Route bestimmt werden kann die am sichersten zum Ziel führt. In diesem Falle wird die Entstehungsgeschichte der Menschen aufgezeigt um die sich daraus entwickelten Verhaltensmuster aufzuzeigen. Jedes Lebewesen, jede Spezies hat sich aufgrund ihrer Entwicklung bestimmte Verhaltensarten angeeignet. Genauso haben das auch die Menschen getan. Damit sind jedoch nicht die Kulturen gemeint, die sich aufgrund bestimmter natürlicher und sozialer Gegebenheiten entwickelt haben und die viel, viel jünger sind als die Verhaltensmuster und Instinkte, um die es hier geht. Die Kulturen sind erst eine kurze Episode in der Entwicklung der Menschen und sie sind viel anpassungsfähiger an gesellschaftliche Veränderungen als die natürlichen Instinkte. Die hier behandelten Verhaltensmuster haben sich seit den letzten Millionen Jahren entwickelt, das bedeutet, dass der moderne Mensch in den letzten Jahrtausenden so schnelle Entwicklungsschübe vollzogen hat, das dies für unser instinktives Verhalten zu schnell war, um sich entsprechend anpassen zu können. Die Folge davon waren vernichtende und verheerende Kriege, da die geistige Reife nicht mit dem Fortschritt der Technik mitgereift ist. Im Grunde genommen reift die gesamte Menschheit nicht anders als ein Baby, bei dem sich sehr unterschiedliche Entwicklungsschübe einstellen und es eine Weile dauert, bis Motorik, Geisteszustand und die allgemeine Funktionsfähigkeit eine harmonische und aufeinander abgestimmte Gesamtheit ergeben. Dies bedeutet, dass der Mensch sich langsamer entwickelt hat als der Fortschritt, der von ihm ausgegangen ist. Wesentlich und interessant bei diesem Fortschritt ist, dass beispielsweise in der Vergangenheit viele Erfindungen Zufallsprodukte von Forschungen waren und deshalb gar nicht beabsichtigt waren. An dem zunehmenden Reifeprozess ist auch zu erkennen, dass sich diese Entwicklung deutlich verschoben hat. Es werden zwar auch heute noch viele Entdeckungen und Erfindungen zufällig gemacht, der Anteil der zielgerichteten Erfindungen steigt aber immer stärker an. Trotzdem ist das Potenzial der Menschheit gerade erst einmal zu vielleicht zehn Prozent erreicht. Wenn man sich dabei bildlich den behaarten Urmenschen mit seinem halbaufrechten Gang im Vergleich zum heutigen Menschen, umgeben mit all seiner Technik vorstellt, kann jeder erahnen wie viel Potenzial noch in den Menschen steckt. Damit es aber nicht wieder zu einer großen Katastrophe kommt, müssen die materielle und die geistige Entwicklung möglichst parallel verlaufen. Wenn ein fünfjähriges Kind einen geladenen Revolver in die Hand bekommt, kann dabei kaum etwas Positives oder Vernünftiges herauskommen. Das beste Ergebnis wäre noch, das dabei kein Schaden entsteht.

Die geistige Entwicklung wird jedoch sträflich vernachlässigt. Unsere Kinder sind als erwachsene Menschen eher ein Zufallsprodukt ihrer Entwicklung, als dass sie gezielt zu verantwortungsvollen, bewussten Menschen erzogen und angelernt werden. Um dies zu erreichen ist es aber auch erforderlich, das gerade erwachsene Menschen einen Reifeprozess durchleben, anstatt dass von Generation zu Generation nur instinktives Verhalten weitergegeben wird und es so ein Glücksfall bleibt, ob jemand bewusstes Handeln erlernt, aber nicht das Ergebnis eines zielgerichteten Handelns ist. So kann es immer wieder vorkommen, dass ein psychopatischer Despot die Möglichkeit erlangt die Welt z.B. mit Atomwaffen, Giftstoffen oder anderen Waffen zu bedrohen oder gar zu schädigen.

Der Erste und vor allem der Zweite Weltkrieg haben hier einen Reifeprozess wachsen lassen der die Einsicht bestärkte, dass aufgrund des erreichten technologischen Fortschrittes ein weiterer Krieg nicht mehr zu verantworten sei und das menschliche Verhalten sich nicht in dem verantwortungslosen Verhalten der letzten Dekaden wiederholen dürfe. Daraus sind etliche wichtige gesellschaftspolitische und staatsformende Reformen und Veränderungen hervorgegangen. Dieser Weg muss weiter konsequent beschritten werden.

Vergleicht man den Stand der Technik zu Beginn der Neunzehnhundertundfünfziger Jahre mit dem Stand zu Beginn des dritten Jahrtausends, so liegen Welten dazwischen. Es gab keine Computer, keine Mobiltelefone, keine Weltraumfähren, keine Aluminiumfolie, kein Teflon, keine Kohlefasern, kein Farbfernsehen usw. Man stelle sich zum Vergleich nochmals einen Fünfjährigen mit einem Maschinengewehr und einen Affen mit einem Maschinengewehr vor. Beides passt überhaupt nicht zusammen. So muss man sich unsere heutige Technik und die Möglichkeiten die sich für den Einzelnen daraus ergeben, vorstellen. Eine hoch entwickelte Technik verlangt auch einen hoch entwickelten Anwender, sonst ist der Schaden vorprogrammiert. Zudem wird die weitere Entwicklung der Menschheit blockiert, wenn sich die geistige Reife nicht entsprechend dem Stand der Technik mitentwickelt, da die Anwendungsmöglichkeiten gar nicht voll ausgeschöpft werden können.

Es passt nicht zusammen, dass uralte archaische Verhaltensweisen unkontrolliert ausbrechen können und in Verbindung mit den technischen Möglichkeiten unberechenbar werden. Das Internet gibt hierzu das beste Beispiel.

Wäre der geistig moralische Entwicklungsstand aller Menschen hoch entwickelt würde das Internet ausschließlich einen positiven Zweck erfüllen und wäre für alle von großem Nutzen. Anhand der immensen Anzahl von Schadprogrammen wie Viren und Trojanern, Würmern usw. die weltweit in die Millionen gehen, erkennt jeder sehr leicht die Problematik, die dahinter steckt. Da es viel zu viele geistig und moralisch unterentwickelte Individuen unter den Menschen gibt, die zwar die Technik nutzen können, aber es nicht abzuschätzen vermögen welchen Schaden sie mit ihrem Verhalten verursachen, ist eine Vielzahl von Computerspezialisten damit beschäftigt, die Schadensauswirkungen im WWW zu begrenzen oder zu verhindern. Aufgrund der weltweiten Vernetzung aller möglichen Anwendungsgebiete wie Kraftwerken, Rechenzentren, Verkehrswegesicherungen wie Ampeln, Flugverkehr, Bahnverkehr usw. oder Banken, Börsen, Krankenhäuser etc. ist eine immense Abhängigkeit entstanden, die leicht aus dem Gleichgewicht geraten kann.

Doch zurück zum eigentlichen Thema, dem Problem der menschlichen Entwicklung. Die Evolution bzw. die Natur kennt kein Gut oder Böse. Es entwickelt sich nichts aus dem Sinn heraus gut oder böse zu sein. Alles erfüllt nur seinen Zweck. Die Antilope die vom Löwen getötet wird, ist weder gut noch böse, genauso, wie der Löwe es nicht ist. Deshalb ist auch das tagtägliche menschliche Handeln nicht gut oder böse. Es verfolgt nur einen Zweck. Nun ist uns aber die Möglichkeit gegeben, uns unser Handeln bewusst zu machen und damit nicht mehr instinktiv zu handeln, sondern bewusst zum Wohle aller, vor allem aber zum Wohle von uns selbst. In jedem Menschen muss die Erkenntnis reifen, dass es einem selbst automatisch besser geht, wenn es den anderen besser geht. Deswegen hofft jeder, dass beispielsweise die Wirtschaftskonjunktur in den wichtigsten Gesellschaften unserer Welt nicht zusammenbricht, denn nur wenn es allen gut geht, geht es auch uns selbst gut. Dieser Effekt war auch in der Eurokrise klar zu erkennen. Also lenken wir das Augenmerk auf die folgenden Kapitel. Die einzelnen Eigenschaften können sich durchaus überschneiden und sind oft nicht klar abgrenzbar, genauso wenig wie man an einem bewölkten Tag nicht sagen kann, ob das Wetter schön ist oder nicht. Aber bei genauer Betrachtung kann jeder für sich die Erkenntnis daraus gewinnen, wie sehr unser tägliches Leben durch die Urinstinkte beeinflusst wird. Denn der heutige Stand unseres täglichen Verhaltens wird nach wie vor noch durch die Instinkte bestimmt, die während unserer Entwicklung entstanden sind. Ja, die sogar noch älter als die Menschen sind. Diese Instinkte haben sich mit den frühesten Lebensformen gebildet und bestimmen unseren täglichen Umgang mit anderen und Sie bestimmen nach wie vor uns und unsere Denk- und Handelsweisen.

 

a) Lampenfieber und Scham (Unser Umgang mit Autorität und Hierarchie)

Szene A: Eine Gemeinschaft vor fünfzigtausend, vor hunderttausend oder vor einer Million Jahren……….

Es ist ein kalter Herbsttag, der Winter steht vor der Türe. In den Nächten zieht Nebel auf, Raureif legt sich nieder und es gibt den ersten Schneeregen. Kalte Winde wechseln sich ab mit leichtem Niederschlag. Eine Sippe von ungefähr 60 frühzeitlichen Menschen hat sich niedergeschlagen an ihrem Lagerplatz versammelt. Die Nahrungsvorräte sind aufgezehrt, die letzten Jagdausflüge waren erfolglos. Die Tiere sind alle nach Süden gezogen. Die Sippe hat sich aber nach langer Wanderung endlich einen guten und befestigten Lagerplatz auf einer kleinen Lichtung geschaffen, der von zwei Seiten von steilen Felswänden und von einer Seite von einem Flusslauf geschützt ist, und der zudem auch viel Schutz vor Angriffen von wilden Tieren und fremden Sippen bietet. Der Anführer der Sippe ist ein kräftiger Mann mit einer markanten Stirn, dunklen langen Haaren und einer sehr herrischen Art. Er hat sich bereits in vielen schwierigen Situationen bewiesen und die Sippe lange Zeit gut geführt. Obwohl die Lage für die Gruppe problematisch ist und die meisten der Meinung sind man sollte mit den Tieren ziehen um genug Nahrung zu haben, ist er der Überzeugung es wäre wichtiger, den guten Lagerplatz nicht aufzugeben.

Einer der jüngeren Männer der Sippe der sich bei der Jagd auch schon ausgezeichnet bewährt hat, der aber bei Weitem noch nicht so kräftig ist wie ihr Anführer und auch nicht das gleiche Ansehen genießt, ist jedoch der festen Überzeugung, es würden die meisten in der Gruppe den Winter nicht überleben, wenn der Lagerplatz nicht aufgegeben wird. Er weiß, dass er etwas sagen muss, aber er zögert immer wieder. Wieder und wieder bewegt er sich hin und her und möchte etwas sagen, es fehlt ihm aber der entscheidende Mut, sich zu erheben. Er betrachtet immer wieder den Anführer, dann gleiten seine Blicke über die Mitglieder der Sippe. Er öffnet immer wieder seinen Mund, formt den ersten Buchstaben und fährt dann mit seiner Zunge über seine Lippen. Seine Hände schwitzen und er spielt nervös mit seinen Fingern. Er überlegt und überlegt und wägt ab. Er weiß genau, wenn er dem Anführer widerspricht, so ist dies gleichbedeutend damit, dass er ihn herausfordert, dass er dessen Autorität in Frage stellt und sich so den Zorn des Anführers zuziehen könnte. Zudem ist er sich nicht sicher, wie viele in der Gruppe ihn unterstützen würden bzw. seiner Meinung wären. Er wägt wieder ab und überlegt die Konsequenzen für sich selbst, wenn er nun etwas sagt oder wenn er schweigt. Dann kommt er zu dem Entschluss, dass es eine schlechte Entscheidung wäre, zu bleiben. Er steht etwas verlegen auf, holt tief Luft, schaut alle an, als wolle er sich versichern, dass dies, was er nun tut, das Richtige ist, und ruft dann in die Gruppe „ Wir müssen gehen“. Der Anführer mustert ihn ungläubig und wütend. Er steht auf und geht mit schnellen Schritten in Richtung des jungen Mannes. Ein paar Schritte vor ihm bleibt er abrupt stehen und schnauft tief durch; Dann blickt er einmal in alle Gesichter, wendet sich wieder dem jungen Mann zu und brüllt ihn an. Er hebt die Arme zu einer Drohgebärde.

Wie wird die Szene enden? Alle sollten darüber nachdenken und überlegen ob nicht jeder eine ähnliche Situation kennt, miterlebt oder gesehen hat.

Szene B: Eine Schulklasse, 9 Jahrgang.

Es ist Frühjahr, das Ende des Schuljahres ist nicht mehr weit. Es ist die Zeit der letzten und entscheidenden Prüfungen. Der Lehrer hat angekündigt, dass am heutigen Tage mehrere mündliche Prüfungen durchgeführt werden. Die Prüfung erfolgt in Form eines Referates. Es ist die erste Stunde. Der Lehrer betritt den Raum und es kehrt Stille in die gerade noch redselige und muntere Schulklasse ein. Alle setzen sich nachdem sie den Lehrer begrüßt haben. Der Lehrer erwidert den Gruß, blickt durch die Klasse und packt seine Tasche aus. Er blättert danach im Schulbuch, ganz ruhig und langsam, sein Blick streift dabei die Blicke mehrerer Schüler. Die Schüler wissen was jetzt kommt, einige wirken nervös andere ruhig und gelassen. Der Lehrer ruft Sabine auf, die als erste mit dem Referat beginnen soll. Sabine zuckt in sich zusammen als sie ihren Namen hört, sie denkt sich: „ausgerechnet ich“. Aber es hilft alles nichts, sie muss aufstehen. Es ist ihr unangenehm, zu wissen dass alle sie jetzt ansehen. Ihre Hände werden feucht, der Puls steigt immer höher, als sie aufsteht, und sie muss erst einmal tief Luft holen, bevor sie reden kann. Der Anfang fällt ihr noch recht schwer, aber nach ein paar Sätzen hat sie sich daran gewöhnt.

Jeder von uns kennt ähnliche Situationen, ob nun eine Ansprache vor vielen fremden Menschen bei einer Feier, auf einer Firmenveranstaltung oder Ähnlichem. Es ist für die meisten ein beklemmendes Gefühl den Schutz der Masse zu verlassen, auf einmal vor vielen Menschen zu stehen und diesen ausgeliefert zu sein. Der Schweiß tritt auf die Stirn, Nervosität, Unruhe und sogar Scham überkommen uns. Viele Gedanken kommen einem in den Sinn.

Auch viele Prominente, deren Beruf es ist in der Öffentlichkeit zu stehen, haben lange Zeit oder manchmal sogar ihr ganzes Leben lang Probleme damit.

Das Problem heißt Lampenfieber, wobei der Name eigentlich gar nichts damit zu tun hat. Warum aber bekommen wir Lampenfieber, worin liegt der Sinn nervös zu werden, wenn vielleicht etwas Wichtiges oder Informatives zu sagen ist.

Die Natur hat uns ein Schutzprogramm verpasst, besser gesagt ist Lampenfieber ist in der Entstehungsgeschichte der Menschheit tief verankert. Es ist ein Schutz für jeden Menschen.

Urzeitlich waren die Sippen einer strengen Hierarchie unterworfen. Es gab einen Anführer, höher angesehene Mitglieder und die einfachen Mitglieder der Sippe. Jeder der nun die Aufmerksamkeit auf sich zog und den Schutz der Anonymität verließ, brachte sich damit in Gefahr. Es wurde die bestehende Hierarchie in frage gestellt, auf einmal sagte jemand Etwas, der sonst nichts zu sagen hatte. Der Anführer oder die höher gestellten Sippenmitglieder konnten dadurch eventuell in ihrem Status bedroht sein und würden natürlich versuchen, sich mit allen Mitteln dagegen zu wehren.

Seit der Entstehung der Menschheitsgeschichte war die vorherrschende Gesellschaftsform die Diktatur oder streng geordnete Hierarchien. Auch in Europa herrschten bis vor einigen Jahrzehnten viele Diktatoren. Gleiches gilt für alle Kontinente der Welt. Die entscheidenden Freiheitsbewegungen oder Revolutionen wechselten sich immer wieder ab mit darauf folgenden Diktaturen, denkt man nur an Frankreich und dann die Herrschaft durch Napoleon. Die entscheidende Demokratiebewegung erfolgte erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Menschheit hatte sich die Demokratie teuer erkauft. Was aber hat Demokratie mit Lampenfieber zu tun? Es ist dieses Schutzprogramm der Natur, es ist ein urzeitlicher Instinkt, der uns davon zurückhält, unser Recht einzufordern. Nicht nur der einzelne Mensch leidet an Lampenfieber, sondern ganze Gesellschaftsschichten tun dies. Die Menschen wurden immer unterdrückt und mussten erst lernen, gegen ihre Führer und höher gestellte Persönlichkeiten aufzubegehren und sich zu Wort zu melden. Im Grunde war unsere Gesellschaftsform vor noch gar nicht langer Zeit genauso wir vor zehntausend, vor hunderttausend oder vor noch einer Million Jahren.

Wer bereits einmal eine Rede vor vielen Menschen halten musste und dies zum ersten Mal tat, kann sich sicherlich noch genau daran erinnern wie ihm dabei zumute war. Allein der Gedanke vor vielen Menschen zu stehen, lässt im Körper bzw. in unserem Gehirn ein Feuerwerk starten. Es ist eine Reihe biochemischer Prozesse, die dann automatisch abgerufen werden, bis hin zur kompletten Lähmung. Es wird unbewusst abgewogen, ob es sich lohnt an die Öffentlichkeit zu gehen. Der natürliche Instinkt ist es, dies nicht zu tun. Deshalb werden auch Prominente dafür bewundert, denn sie tun Etwas was dem normalen Menschen verwehrt ist.

Sofern man sich aber daran gewöhnt hat, kann Lampenfieber sich in das Gegenteil verkehren. Man findet Gefallen an der Aufregung, an dem Adrenalinstoß, und kann sich sogar regelrecht daran berauschen. Dies ist bei Personen zu erkennen, die sich im Rampenlicht immer mehr hineinsteigern und geradezu euphorisch oder enthusiastisch werden. Diese erliegen dann der Form von Lampenfieber in umgekehrter Form.

Niemand kann sich letztlich aussuchen, ob er Lampenfieber bekommen möchte oder nicht. Es ist eine natürliche Schutzfunktion, die sich über Generationen als Arterhaltungsvariante gebildet hat. Diejenigen die an Lampenfieber leiden, müssen sich klar darüber werden, dass dies kein Leiden ist. Es ist die Wahrnehmungsfähigkeit einer Gefahrensituation, die andere Menschen so nicht erkennen können. Lampenfieber dient letztlich nur dem eigenen Schutz. Es ist so, dass ein Mensch, der kein Lampenfieber kennt, wohl eher ein Leiden hat. Es fehlt ihm ein natürlicher Schutzinstinkt. Sofern jemand nicht mehr in der Lage ist, Lampenfieber zu verspüren, läuft Gefahr, die Folgen seines Handelns nicht mehr abzuwägen. Denn genau das ist der Sinn des Lampenfiebers. Es zwingt uns abzuwägen zwischen den Vorteilen und Nachteilen. Es rät uns, lieber nichts zu sagen oder zu tun, sofern dies nicht wirklich wichtig oder nötig ist. Die Folgen eines vollkommenen Fehlens von Lampenfieber ist nicht Selbstsicherheit, sondern Überheblichkeit und Arroganz. Dies ist tagtäglich bei vielen prominenten Personen zu beobachten. Diese Personen machen sich keine Gedanken mehr über die Folgen ihres Handelns, sie meinen über den Dingen zu stehen, und brüskieren damit in der Regel diejenigen, von denen auch sie abhängig sind. Ein gewisses Maß an Lampenfieber ist vollkommen normal und gut. Wichtig ist nur sich darüber bewusst zu werden und zu lernen damit umzugehen.

Schamgefühle hängen direkt zusammen mit dem Lampenfieber. Im Gegensatz zum Lampenfieber, welches uns vor dem Ausführen einer Tat überfällt, kommen Schamgefühle immer nach der Ausführung einer Tat auf. Beide Gefühle sind aber gleich und bezwecken auch das Gleiche. Sie dienen dazu, unsere Aktionen sorgfältig abzuwägen um nicht unseren sozialen Status zu gefährden. Zudem haben beide Gefühle noch eine immense Nebenwirkung. Sie bewahren den Respekt den andere uns gegenüber empfinden. Jeder, der sich in oder vor einer Gruppe blamiert, hat auch einen erheblichen Image- oder Statusverlust zu erleiden, dies bedeutet, dass man den Respekt, der uns entgegengebracht wird, verliert. Dieser Respekt ist jedoch wichtig für die Bewahrung des sozialen Status. Wie bedeutsam diese beiden Gefühle zur Wahrung des sozialen Status sind, weiß ein jeder, der sich schon einmal in einer peinlichen Situation befunden hat. Die anderen Anwesenden, die Zeugen einer peinlichen Situation sind, verhalten sich in der Regel so, dass sie sich von dem Betreffenden abwenden oder die Augen verschließen oder wegschauen. Mit diesem Verhalten wird zum einen die Situation für den Betroffenen entschärft und auf der anderen Seite macht es ihm aber auch sein Fehlverhalten deutlich. Niemand, der sich schämen muss, kann in diesem Augenblick Autorität bewahren oder ausüben, da er sein Gesicht vor den Augen der anderen verloren hat. Dies ist gleichbedeutend mit dem Verlust an Vertrauen in die jeweilige Person, weil diese gegen die Verhaltensregeln der Gemeinschaft verstoßen hat. Diesen Respekt und das Vertrauen wieder zu erlangen, kann sehr schwierig und in schweren Verstößen sogar irreparabel sein. Die Scham regelt damit auf sehr effiziente Weise unser Verhalten in der Gruppe und zwingt uns im eigenen Interesse die Regeln der Gruppe einzuhalten, da Verstöße mit Ausgrenzung geahndet werden. Über die Scham solidarisieren sich Gruppen und es wird erreicht, dass keiner aus reinem Egoismus handelt.

Stellt man sich vor, dass Personen, die Autorität ausüben sollen, nackt vor einem stehen, so verlieren diese komplett den Respekt der anderen. Wenn man sich beispielsweise vorstellt, es würde ein Lehrer, ein Arzt, oder ein Offizier nackt vor einem stehen, so wäre zu dieser Person kein Vertrauensverhältnis vorhanden und könnte auch nicht aufgebaut werden. Dies verwundert sicherlich auf den ersten Blick da am Anfang alle Menschen nackt waren. Aber mit der Zivilisation kamen auch die Kleider auf und es war nicht mehr die normale Gepflogenheit, sich nackt zu zeigen. Die Kleidung diente nicht nur der Bedeckung des Körpers, sondern war vor allem auch Ausdruck des sozialen Status. Nimmt man einem Menschen die Kleidung, so nimmt man ihm auch den sozialen Status, den Respekt und die Anerkennung. So hat es sich von Generation zu Generation weiter getragen und so gilt als ungeschriebenes Gesetz.

Lampenfieber entsteht im Wesentlichen aufgrund des Vorhandenseins von hierarchischen Strukturen. Sich im Kreis der Freunde zu Wort zu melden, fällt viel einfacher als in einer Gruppe mit einer festgelegten Führungshierarchie, beispielsweise in einer Klasse wo es den Lehrer, den Klassensprecher, den Notenbesten und den Dominantesten gibt. Dabei ist es auch möglich, dass bereits in einer Freundesgruppe eine feste hierarchische Ordnung besteht. Der Mensch neigt dazu, sich nicht demokratisch zu organisieren, sondern hierarchisch, genauso wie in den Sippen vor Tausenden von Jahren, als es in jeder Gruppe klare Hierarchiestrukturen gab. Dies war erforderlich, um Gruppen zu organisieren und überlebensfähig zu machen und hat sich bis heute nicht verändert. Jede Gesellschaftsform auch die demokratische, organisiert sich in klaren Hierarchien. Dies wird nicht nur mit unserer Kleidung zum Ausdruck gebracht, sondern auch mit Titeln, Auszeichnungen, Preisen usw. Diese Hierarchiestrukturen basieren auch auf unserer Eitelkeit, unserem Selbstwertgefühl; Jeder möchte in der Hierarchie so weit wie möglich aufsteigen.

In Wohlstandsgesellschaften sind beispielsweise Geld, Besitz und Reichtum ein Ausdruck für die hierarchische Stellung eines Individuums. Es wird assoziiert, dass jemand, der sehr vermögend ist, auf der Hierarchieskala auch ganz weit oben steht. Alternativ dazu dienen auch Ränge, Titel, Statussymbole, Auszeichnungen usw. Zur Strukturierung einer Gesellschaft mag dies durchaus sinnvoll sein, wichtig dabei ist jedoch, welcher Stellenwert dem zugeordnet wird. Sinnvoller wäre es, diese Strukturen durch soziale Verdienste, Erfahrungen usw. zu ersetzen. Die Neigung zu hierarchischen Strukturen macht Menschen gefügig und lenkbar. So ist jeder viel mehr dazu geneigt, jemandem in Uniform zu glauben und eine Weisung von diesem anzunehmen, als von jemandem, der keine Uniform trägt. Damit ist nicht nur die militärische Uniform gemeint, es zählen dazu genauso der weiße Arztkittel oder eine andere Berufskleidung wie von Feuerwehr, Polizei, Ordnungsdienste, Sanitäter, Anzug mit Krawatte, Flugpersonal usw.

Hierarchien gibt es dabei nicht nur bei den Menschen, sondern bei vielen Tierarten, nicht nur bei den Säugetieren, sondern auch bei den Insekten, Reptilien etc. Dabei entwickelten sich oft feine Abstufungen vom ranghöchsten Tier bis zum ranguntersten Mitglied der Gruppe die sich in äußerlichen Erscheinungen optisch bemerkbar machen, wie beispielsweise bei den Gorillas der silberne Rücken, oder bei den Löwen die Mähne die nur die dominanten, ranghöchsten Tiere besitzen. Unser Sozialverhalten hat sich insofern in den letzten Jahrhundertausenden nicht wesentlich verändert.

Die Schaffung dieser Hierarchien war erforderlich um eine Gruppe zu formen und sie zusammenzuhalten. Jeder kennt die Beispiele, dass es selbst bei einer kleinen Gruppe im privaten Bereich, sehr schnell zu Rangordnungen kommt. Es gibt einen Wortführer und dann feine Abstufungen mit der Bildung von Untergruppen und Allianzen. In der Regel bildet sich immer eine Gruppe um den dominanten Part, sowie kleine Untergruppen die sich wiederum hierarchisch strukturieren Diese Dynamik ist umso stärker je größer die Gruppen sind.

Bedauerlicherweise begünstigt die Bildung von hierarchischen Gruppen den Ausbruch von sozialen Konflikten oder Kriegen. Dabei ist dies gar kein rein menschliches Verhalten, sondern es wird von vielen Tierarten ebenso praktiziert. So fechten nicht nur unsere nächsten Verwandten, die Schimpansen, regelrechte Kriege gegen Artgenossen oder andere Affenarten aus, sondern auch Ameisen führen Kriege gegeneinander oder gegen andere Tierarten. Löwen beispielsweise führen gegen Artgenossen oder gegen andere Fressfeinde wie z.B. die Hyänen, Geparden usw. Kriegszüge, um diese zu vernichten. Der Krieg ist damit die einfachste Form des Machtausbaues einer Gruppe, der ohne hierarchische Strukturen nicht möglich wäre.

Das Einordnen in hierarchische Strukturen ist uns quasi angeboren und im Laufe unseres Lebens auch anerzogen, beispielsweise durch die Eltern oder die Schule, später durch die Ausbildung und den Beruf. Daher kennt auch jeder, der nicht ausreichend machthungrig und egoistisch veranlagt ist, das Gefühl des Lampenfiebers. Das Vorhandensein der menschlichen Neigung sich hierarchischen Strukturen unterzuordnen birgt auch für die Menschheit eine große Gefahr, denn so war es den Despoten der Weltgeschichte erst möglich die für ihre Zwecke erforderlichen Machtapparate aufzubauen und diese für ihre Zwecke auszunützen und einzusetzen. Egal ob Hitler, Caesar, Stalin, Alexander, Dschingis Khan, Mao, Napoleon usw. alle diese machtbewussten Menschen hätten ohne das Vorhandensein von hierarchischen Strukturen nicht die Möglichkeit gehabt, ihre Ideologien umzusetzen und sie der Menschheit aufzuzwingen.

 

b) Sehen, Lernen und Helfen (Gaffen)

Szene A. Die gleiche Gruppe Urmenschen über die schon berichtet wurde hat sich nach der erfolglosen Suche eines Ersatzquartieres auf den Heimweg gemacht. Auf dem Rückweg passieren sie eine kleine enge Talsohle die von einem Fluss durchquert wird. Als sie näher an den Fluss herankommen, bemerken sie mehrere tote Tiere, die am Rande des Flussbettes liegen. Alle Mitglieder der Gruppe scharen sich um diese toten Tiere und betrachten sie genau. Es wird unter den Mitgliedern der Gruppe heftig geredet und es wird auf die Wunden der Tiere gezeigt. Schließlich kommen alle überein, dass die Wunden wohl von Raubtieren stammen die möglicherweise noch in der Nähe sind. Dies ist vor allem deswegen wahrscheinlich, weil die Wunden noch fransig sind und nicht fein abgenagt, wie dies der Fall wäre wenn sich Aasfresser bereits über die Kadaver hergemacht hätten. Die Gruppe beschließt daher, den Fluss aus Sicherheitsgründen weiter aufwärts zu überqueren.

Szene B. Auf einer stark befahrenen Autobahn hat sich ein Unfall ereignet in den mehrere Fahrzeuge verwickelt sind. Es gibt dabei einige Verletzte. Die Unfallstelle ist noch nicht geräumt und die Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr und Polizei und der Krankenwagen sind noch vor Ort. Eine lange Kolonne von Fahrzeugen hat sich bereits aufgestaut, welche langsam an der Unfallstelle vorbei fahren. Die Autobahn ist an der Unfallstelle auf zwei Fahrspuren blockiert und auf nur einer Fahrbahn muss der gesamte Verkehr durch geleitet werden. Nun fahren die meisten Autos leider viel langsamer als erforderlich und jeder vorbeifahrende Autofahrer bzw. Mitfahrer, versucht einen Blick auf die Unfallstelle zu erhaschen. Ungeduldig winkt die Polizei die zu langsam fahrenden Autos weiter. Die Unfallstelle ist noch nicht passiert, da wird in jedem Auto bereits diskutiert wie sich der Unfall wohl ereignet haben könnte.

Dieses Verhalten mag uns alle stören, wenn aber jeder ehrlich zu sich selbst ist, wird jeder Einzelne von uns feststellen das man bereits schon einmal so oder ähnlich reagiert hat. Auch dies ist ein Selbstschutzprogramm aus grauer Urzeit. Für unsere Vorfahren war es von überlebenswichtiger Bedeutung, wie unter Szene A beschrieben, sich die Ursachen für besondere, vor allem für gefährliche Situationen vor Augen zu führen, um Schaden von sich oder der Gruppe fernzuhalten. Nur die genaue Betrachtung von Spuren konnte den Aufschluss geben auf die Art und Weise der Gefahr. Jeder Urmensch musste in der Lage sein aufgrund genauer Beobachtung festzustellen wann und wo sich eine Gefahr ergeben könnte. Tat er das nicht wäre seine Lebenserwartung extrem kurz gewesen, genauso wie die seiner Angehörigen. Zudem hätte er seinen Stellenwert in der Gemeinschaft verloren wenn er seine Gruppe unnötigen Risiken und Gefahren ausgesetzt hätte. Genau das Gleiche tun wir bei der Betrachtung einer Unfallstelle. Jeder analysiert wie es zu dem Unfall gekommen sein könnte und was dabei wohl passiert ist. Dieses Verhalten soll uns davor bewahren, in dieselbe Situation zu kommen. Es ist ein Verhaltensprogramm, welches sich über viele Jahrtausende entwickelt hat. Die richtige Bezeichnung für Gaffen wäre daher Spurenlesen.

Das Beispiel vom Gaffen steht eigentlich für das Sehen und Lernen. Kinder sind ohne Vorbilder nicht in der Lage sich weiterzuentwickeln. Sie beobachten die Menschen in ihrer Umgebung und sehen sich die Verhaltensweisen und Umgangsarten ab. Sie kopieren die Erwachsenen die ihnen als Vorbilder dienen. Alles was unseren Kindern jeden Tag vorgespielt wird, nehmen diese als Realität wahr. Es wird zum Bestandteil ihrer Weltanschauung und zu ihrem Verständnis von dieser Welt. Daraus entsteht unter anderem das, was wir unterschiedliche Kulturen nennen. Tatsächlich beträgt der genetische Unterschied zwischen allen Menschenrassen gerade mal ca. zwei Prozent und ist daher kaum merkbar. Egal, ob jene nun Afrikaner, Amerikaner, Australier, Asiaten, Europäer oder einer sonstigen Bevölkerungsgruppe angehören, unsere instinktiven Verhaltensweisen sind fast alle gleich. Freude, Leid, Trauer, Zorn, Lust usw. sind allen Menschen zu Eigen. In der Art der Erziehung wird aber zum großen Teil festgelegt inwieweit den einzelnen Verhaltensweisen freien Lauf gegeben wird. Es ergeben sich daher nicht nur Unterschiede zwischen verschiedenen Völkern, sondern auch zwischen verschiedenen Gesellschaftsschichten. So bleibt es nach wie vor ein Problem, Kindern aus sozial schlecht gestellten Verhältnissen eine bessere Bildung angedeihen zu lassen. Dies passiert nicht, weil diese Kinder es nicht möchten, sondern weil ihnen ihre Umgebung den Weg dazu versperrt. Es fehlt ihnen die Wahrnehmung der Notwendigkeit einer guten Ausbildung, aufgrund fehlender Vorbilder. Kinder aus diesen Verhältnissen neigen dazu auf ihrem schlechten Bildungsniveau stehen zu bleiben.

Gerade bei der Erziehung und der Bildung von Kindern werden weiter große Fehler gemacht. Dazu wird aber noch in einem separaten Kapitel näher darauf eingegangen.

In der Psychologie wird für das Sehen und Lernen auch der Begriff Mirroring verwendet. Dies bedeutet, dass man das Verhalten seines Gegenübers spiegelt. Genau das passiert unser ganzes Leben lang. So, wie es unsere Vorfahren auch bereits getan haben. Die Alten übertragen ihr Wissen auf die Jungen usw. Daraus werden die Fähigkeiten und das Wissen erlernt. Bedauerlicherweise sind bei denen, die lernen, die Fähigkeiten im Allgemeinen noch nicht voll ausgebildet, so dass oft nicht unterschieden werden kann, ob etwas das erlernt wird gut oder schlecht ist. Dadurch werden im Rahmen des Erlernens auch Eigenschaften übertragen, die negativ sind und deshalb nicht fortbestehen sollten.

Betrachtet man als Beispiel das Erlernen von religiösen Inhalten, wobei noch in vielen Kulturen anders gläubige Menschen nicht als menschliche Lebewesen akzeptiert werden. Die Kinder, die dieses Gedankengut beigebracht bekommen, wachsen mit einer schweren Bürde auf und es wird ihnen schwerfallen, sich davon zu befreien, denn Sie haben dieses Gedankengut als die Wahrheit und als die Realität erlernt und können sich nicht ohne weiteres davon befreien.

Das Sehen und Lernen bestimmt unser Leben jeden Tag, auch ohne dass sich dies direkt bemerkbar macht. Jede Nachricht, die aufgenommen wird, wird gespeichert und beeinflusst uns, ohne bewusst darüber zu entscheiden, ob diese Nachricht nun positiv oder negativ ist. Unser Unterbewusstsein speichert sämtliche Informationen, die man erhält, ohne zu unterscheiden ob diese gut oder schlecht sind. Denkt man jetzt nur einmal dass die Seele/Geist ein Acker ist, der mit allem Möglichen zugeschüttet wird, ohne das darauf geachtet wird, um was es sich eigentlich handelt. Das eigentliche Ziel ist es jedoch dass auf diesem Acker positive Dinge gedeihen. Wie aber können darauf positive Dinge gedeihen, wenn zugelassen wird, dass aller mögliche Dreck darauf abgelagert wird. Jeder kann das gerne für sich anhand eines kleinen Beetes ausprobieren. Pflanzt man kleine Samen an und dann werden diese mit dem ganzen Hausmüll, der jeden Tag anfällt, zugeschüttet. An dem Ergebnis wird niemand Spaß haben und gefallen wird es uns auch nicht. Und wenn wir dann noch daran denken das zu ernten und zu essen, was sie auf dem Beet ausgesät haben, nachdem wir wissen was wir alles für einen Müll darauf geschüttet haben. Darauf ein dreifaches Hurra, wohl sicher nicht !

Aber genau das passiert jeden Tag mit unserem Unterbewusstsein. Es muss jeden möglichen Müll und Unrat schlucken ohne das vorher selektiert wird. Es gilt bewusst darauf zu achten was gehört, gesehen, geschmeckt, gefühlt, gerochen und wahrgenommen wird. Unser Leben gewinnt dadurch auf einen Schlag eine bessere Lebensqualität und es kann besser unterschieden werden, was richtig und was falsch ist.

Wenn man sich mehrmals am Tag Nachrichten ansieht, bekommt man normalerweise immer eine schwer verdauliche Kost präsentiert,- nur Katastrophen, Kriege, Leid, Krisen usw. Warum die Nachrichten überwiegend aus negativen Inhalten bestehen, wurde genau in diesem Kapitel „Gaffen“ beschrieben. Es wird nicht nur am Straßenrand bei einem Autounfall gegafft, es wird tagtäglich mehrfach z.B. bei den Nachrichten gegafft. Das natürliche Schutzprogramm, welches uns dazu animiert, will uns damit überlebensfähiger machen. Es wappnet uns, mögliche Gefahren wahrzunehmen. Zugleich nehmen wir die Nachrichten aber nur oberflächlich wahr, es betrifft uns nicht im Innersten, sonst würden bei Naturkatastrophen wie bei einem Erdbeben oder einem Tsunami wie in Japan im Jahre Zweitausendundelf, Millionen von Menschen trauernd und weinend vor den Fernsehern sitzen. Wäre man direkt davon betroffen, so würde jeder trauern und weinen, wenn er/sie sehr nahe stehende Menschen verloren hätte, oder wenn uns auf sonstige Weise großes Leid zugestoßen wäre.

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