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Das Bordell der Madam

Joan Elizabeth Lloyd

DAS BORDELL
VON MADAM

Erotische Gutenacht-Geschichten

Aus dem Englischen von
Jacqueline Arnold

Inhalt

Das Bordell von Madam: Option 1

Das Bordell von Madam: Option 3

Das Bordell von Madam: Option 7

Das Bordell von Madam: Option 8

Das Bordell von Madam: Option 13

Kobold-Liebe

Electric Pencil

Unerwartete Konsequenzen

Gute Hände

Lebendige Träume

Das Bordell von Madam: Option 1

Emilys Sexleben war gerade miserabel. Doch natürlich hätte sie das niemals zugegeben. Wenn sie bei der Arbeit nach ihrem Liebesleben gefragt wurde, lächelte sie nur geheimnisvoll und widmete sich dann wieder ihrem Computer.

Sie hatte bereits mehrere feste Freunde gehabt, und mit zweien hatte sie zusammengelebt, doch niemals hatte es länger als sechs Monate gehalten. Und selbst dann war es nur langweiliger Sex gewesen. Vorhersehbar und gewöhnlich, und was noch schlimmer war, es war ihr bewusst gewesen. Sie hatte sich damit abgefunden. Sie fragte sich oft, wie es dem Rest der Welt in Sachen Sex ging, doch im Augenblick schien es keine Möglichkeit für sie zu geben, das herauszufinden.

Natürlich hatte sie einige Freunde, beiderlei Geschlechts, doch die verbrachten ihre Zeit in Bars und Clubs, wo Emily sich normalerweise völlig fehl am Platz fühlte. So verbrachte sie mehr und mehr Freizeit zu Hause vor dem Computer und spielte Online-Spiele. Ja, sicher, sie hatte einige der Partnerbörsen ausprobiert, doch es hatte zu nichts geführt. Sie war einsam und wusste nicht, was sie dagegen tun konnte. Und so trug sie jeden Abend, nachdem sie sich ein Sandwich gemacht oder ein Tiefkühlmenü aufgewärmt hatte, ihren Teller zusammen mit einem Bier in ihr Schlafzimmer und setzte sich dort vor den Computer.

Eines Abends, als sie sich bei ihrem Spieleportal eingeloggt hatte, fiel ihr dort ein neues Abenteuerspiel auf. Es befand sich in einer speziellen Rubrik, die »Nur für Erwachsene« hieß. Sie hatte sich nie in die Nur-für-Erwachsene-Regionen vorgewagt, doch heute war sie neugierig, deshalb klickte sie darauf. Als sie sich zum ersten Mal eingeloggt hatte, war sie nach ihrem Alter gefragt worden, und so wusste das System, dass sie Mitte zwanzig war. Das Spiel hieß »Für Liebende«, und sie las auf dem Bildschirm, wie man es spielte.

Deine Aufgabe ist es, den Rubinring der Ultimativen Sexuellen Lust zu finden, indem du dich durch verschiedene Zimmer eines äußerst exklusiven Bordells bewegst, bis du den Schatz gefunden hast. Hast du bis dahin genügend Liebespunkte gesammelt, ist der Rubinring dein.

Emily liebte Abenteuerspiele. Sie hatte Dutzende von ihnen gespielt, doch dieses schien anders zu sein als andere, die sie gemeistert hatte, vielleicht aufregender. Großartig, dachte sie, eine neue Herausforderung. Sie klickte auf Start. Zu Beginn wanderte sie durch eine virtuelle Stadt und sammelte Lebenspunkte und Geld, bis sie schließlich den Schlüssel der Erfahrung fand, der sie in Madams Bordell brachte, wo ihre eigentliche Aufgabe sie erwartete.

Im Inneren sah sie vollbusige Frauen in spärlicher Bekleidung und gut ausgestattete Kerle in knappen Badehosen, die auf Kundschaft warteten. Während sie mit der Maus herumwanderte, blinkten Namen über den Figuren auf: Suzanne Sunrise, MaryLee Dreamboat, Carl Creative und viele mehr. Wenn sie auf eine der Figuren klickte, hielten er oder sie eine kleine Rede, wie sie ihr Geld ausgeben sollte und warum sie ausgerechnet mit ihm oder ihr ins Liebesnest gehen sollte. Liebesnest? Sie vermutete, dass es sich um einen Raum handelte, in dem die animierten Figuren miteinander fummelten und sie dabei zusehen konnte. Abgedroschen, ja, und doch könnte es Spaß machen zu sehen, wie die andere Hälfte der Menschheit lebte. Könnte sie das tun? Sie lehnte sich zurück und starrte auf den animierten Haufen. Gott, wenn es doch nur in der Wirklichkeit einen so absolut anonymen Raum geben würde wie in diesem Spiel. Eigentlich hatte sie nie mit dem Gedanken gespielt, es mit jemandem zu tun, der Geld dafür nahm, doch wenn sie die Möglichkeit hätte … Sie könnte all die Dinge verlangen, die sie noch nie getan hatte, ohne dass sich ihr Partner über ihre Unerfahrenheit lustig machte.

Schließlich entschied sie sich für Randy Pornstar. Sie mochte den Namen, und sein zerzaustes blondes Haar und sein fantastischer Körper gefielen ihr. Er trug ihr bevorzugtes Outfit für sexy Kerle: Jeans, der oberste Knopf offen, und kein Shirt. Über seinen flachen Bauch zog sich eine Linie von Haaren, die unter dem Reißverschluss verschwand. Er war barfuß und hatte großartige Zehen. Gott, wieso fiel ihr ausgerechnet auf, dass seine Zehen großartig waren? Sie sah auf die aufregende Wölbung unter seinem Hosenstall. Obwohl er nur eine Animation war, wurde ihre Aufmerksamkeit sofort auf die entscheidenden Stellen gelenkt.

Sie klickte auf das Bild, und zusammen gingen sie ins Liebesnest. Sie sah nach unten und blickte auf das, was ihre eigenen Füße sein sollten. Überrascht stellte sie fest, dass diese in Sneakers steckten, die genau wie ihre eigenen aussahen. Nachdem Randy ihr die Tür aufgehalten hatte, griff er nach unten, um einen ihrer Comicfüße anzuheben und ihr Schuh und Socke auszuziehen. Dann tat er das Gleiche mit ihrem anderen Fuß. Sie hatte das unbezwingbare Bedürfnis, die Hand von der Maus zu nehmen und sich selbst die Schuhe auszuziehen.

Obwohl es nur ein Spaß und ziemlich dumm war, selbst auf einem Vierzehn-Zoll-Bildschirm fühlte es sich ein wenig verboten an. Innerhalb des Raums war es, als ob er ihr direkt in die Augen blickte. »Warst du früher schon einmal hier?«, fragte er mit einer ziemlich realistischen Stimme.

Sie klickte auf NEIN.

»Was würdest du gern machen?«

Auf dem Bildschirm erschien eine Liste und verdeckte den Blick auf den Raum.

1. Oralsex empfangen

2. Oralsex geben

3. Analsex

4. Leichtes Bondage – gefesselt werden

5. Leichtes Bondage – fesseln

6. Weitere Optionen

Das alles fühlte sich verdammt wirklich an. Sie dachte einen Moment nach, dann klickte sie auf Option 1. Sie vermutete, dass sie nun ein Bild sehen würde, auf dem Randy sie verwöhnte.

»Ich bin froh, dass du diese Option gewählt hast«, sagte Randy durch die Lautsprecher des Computers. »Ich liebe es, eine schöne Pussy zu lecken. Leg dich aufs Bett.« Auf dem Schirm sah sie, wie sie sich auf einem mit Satin bezogenen Bett ausstreckte. Sie konnte sich in dem Raum umsehen, hörte die leise Musik und roch förmlich die parfümierten Kerzen, die auf dem Nachttisch flackerten. Sie sah an sich herunter auf ihre animierten nackten Beine. Komischer Zufall, dachte sie. Da ist ein kleines Muttermal auf meinem linken Knie, genau wie in Wirklichkeit.

Randy Pornstar schob sich zwischen ihre Schenkel, und fast konnte sie seinen heißen Atem durch ihre Hose hindurch spüren. Ohne darüber nachzudenken, zog sie sich schnell die Jeans aus, lehnte sich auf ihrem Bürostuhl zurück und betrachtete die realistisch anmutende Szene. Sie hätte schwören könne, dass sie es fühlte. Seine Finger, die ihre äußeren Lippen öffneten, sein Mund, der ihre Klit leckte, seine Zunge, wie sie über ihre Haut fuhr. Sie hörte ihn summen und spürte das Brummen in ihrem Unterleib. Sie war nass und geschwollen. Ihre Pussy zuckte, als er auf dem Schirm gekonnt mit seiner Dienstleistung fortfuhr.

Seine Finger fanden sie, und sie konnte tatsächlich fühlen, wie er zwei von ihnen in sie schob, langsam wieder herauszog und wieder in sie schob, bis sie glaubte, vor Lust vergehen zu müssen. Es schien, als würde sie es tatsächlich erleben, als er an ihr herumknabberte und sie ganz leicht biss, bis ihre Lust sie überwältigte.

Sie kam, allein vom Betrachten des Bildschirms und bei der Vorstellung daran. Sie stellte sich das alles doch nur vor, oder? Nach ihrem Höhepunkt zitterte ihr die Hand, und sie war nicht in der Lage, die Maus zu führen, so blieb sie einfach auf ihrem Stuhl sitzen und spürte der Empfindung nach.

»Das hat dir richtig gut getan«, sagte Randy Pornstar. »Ich bin so froh.«

»Wie kannst du das wissen?«, fragte sie laut.

»Ich weiß es einfach«, tönte es aus dem Lautsprecher.

»Was zum Teufel bedeutet das?«

»Stell keine dummen Fragen«, erwiderte Randy. »Komm einfach morgen wieder. Ich werde warten.«

Das Bordell von Madam: Option 3

Am folgenden Abend hetzte Emily von der Arbeit zurück nach Hause. Sie holte sich einen Burger und Pommes in einem Schnellimbiss um die Ecke und eilte hoch in ihre Wohnung. Sie hatte ihren Laptop von der Arbeit mit nach Hause gebracht, sodass sie sich vom Bett aus in ihr Spieleportal einloggen konnte. Sie zog sich die Jeans aus, stopfte sich ein Kissen in den Rücken und setzte sich aufs Bett. Sie klickte auf die Rubrik »Für Liebende« und sammelte schnell das Geld und die Lebenspunkte, die sie benötigte, holte sich den Schlüssel zu Madams Bordell und trat ein. Es befanden sich wieder die gleichen Männer und Frauen in dem Raum, doch das interessierte sie nicht. Randy wartete auf sie, und nachdem sie ihn ausgewählt hatte, zogen sie sich ins Liebesnest zurück.

»Ich habe den gestrigen Abend genossen«, sagte er, »und ich hoffe, du auch.«

Woher zum Teufel weiß das Spiel, dass ich gestern Abend hier gewesen bin? Sie dachte darüber nach, dann kam ihr zu ihrer Erleichterung eine Idee. Das Spiel muss einen Cookie auf meinem Computer hinterlassen haben, der ihm sagt, dass ich gestern schon hier war. So muss es sein.

Sie überlegte weiter. Das konnte es nicht sein. Sie hatte am Vorabend auf ihrem PC gespielt.

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