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Darf ich reich SEIN?

Darf ich reich SEIN?

 

Über Glaubenssätze, Glück und Geld

Herausgeberin: Gabriela Saul

VON DER NONNE ZUR ERFOLGREICHEN UNTERNEHMERIN AUF WELTREISE

Amata Bayerl

Über die Co-Autorin Amata Bayerl:

Ich bin den Weg von der Nonne zur erfolgreichen Unternehmerin auf Weltreise gegangen. Ich begleite WERTE-orientierte Selbständige und Unternehmerinnen, ein Online-Business auf- bzw. auszubauen, um Freiheit, Fülle und wahren Reichtum dauerhaft in ihr Leben zu ziehen. Ohne Plackerei und ohne Verlust der Eigenständigkeit.

Kloster meets Business - Expertin für erfülltes und (finanziell) freies Leben – Bestsellerautorin

Hier findest du Amata: www.amatabayerl.de

Du wünschst dir 30 Tage magische Inspiration? Dann informiere dich gerne hier: https://bit.ly/3EI8PHi

Von der Nonne zur erfolgreichen Unternehmerin auf Weltreise

“Ich gelobe in Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam zu leben bis an mein Lebensende”

Das habe ich gelobt, als ich mit knapp 20 Jahren die erste heilige Profess in der Ordensgemeinschaft vom heiligen Vinzenz von Paul abgelegt habe. Aus voller Überzeugung habe ich das dann auch viele Jahre gelebt.

„Liebe ist nicht nur ein Wort – Liebe, das sind Worte und Taten“ so fängt ein altes Lied an, das ich total gerne gesungen habe und das ist es, was ich auch leben wollte.

Doch kurz zurück zu meiner Kindheit und Jugend. In unserer Familie wurde viel gearbeitet, es war auch genügend Geld da, doch über Geld wurde an sich nicht gesprochen.

Ich bekam mein Taschengeld und ich durfte mir immer was dazu verdienen. Das fand ich total genial, mit meinem Papa Hofeinfahrten pflastern, Glasbausteine verlegen oder einfach nur Babysitten, die unterschiedlichsten Sachen, um Geld zu verdienen.

Ich habe total gerne gespart und war sehr kreativ im Geld verdienen nicht nur für mich, sondern schon bald für die unterschiedlichsten kreativen Projekte. Ich machte einen Bazar für Leprakranke, ging von Haus zu Haus um Selbstgebasteltes für Waisenkinder zu verkaufen, machte Besorgungen für die älteren Leute in der Seniorenwohnanlage und vieles mehr.

Im Kloster selber spielte dann zunächst Geld keine Rolle mehr, wir waren alle versorgt, hatten ein Dach über dem Kopf, etwas zu essen, Kleidung und Arbeit und brauchten uns um dieses Thema nicht zu kümmern.

Als ich allerdings einige Jahre später die Leitung einer Kindertagesstätte übernahm, galt es, für die Einrichtung bzw. für die Kinder Geld zu organisieren. Ich hatte gefühlt tausend Ideen, die ich auch umsetzte, angefangen vom Kuchenbacken lassen und verkaufen über das Organisieren einer Tombola bis hin zu Adventsgestecken gestalten und einen verkaufsoffenen Sonntag.

Später - als ich das Bildungshaus der Diözese übernahm und mein Auftrag war, dieses Haus wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen, war das eine Aufgabe, die mir richtig Freude und Spaß machte.

In der Zeit im Kloster durfte ich dann auch viele wertvolle und wichtige Erfahrungen machen. Und auch hier war es ein Satz aus der Bibel, der mich die ganzen Jahre begleitet hat, da heißt es im Johannes Evangelium „Ich bin gekommen, damit ihr das Leben habt, das Leben in Fülle“.

Im Kloster durfte ich auch erlernen, was innere Freiheit bedeutet und dennoch entwickelte ich mich im Laufe der Zeit so weiter, dass es „eng“ wurde für mich, dass mir manches die Luft zum Atmen nahm. Da fragte mich ein Jesuitenpater der mich gut kannte, ob ich nicht austreten wolle aus der Ordensgemeinschaft. Ich war entsetzt, wie konnte er mich so was fragen, ich war doch berufen. Nun, er erwiderte ganz nüchtern „Gott ist ein Gott des Lebens, spür hin, wo für dich mehr Leben möglich ist“. Und so startete der bewusste Prozess, ob ich bleiben oder gehen sollte. Es dauerte 9 Monate bis mir klar war: Ja, es ist okay die Entscheidung zu treffen und einen neuen Weg zu gehen.

Eine meiner alten Mitschwestern sagte mir, “geh im Frühling, das ist besser für die Psyche und schau, dass du genug Geld hast”.

Hier lag allerdings genau die Herausforderung, denn als Ordensschwestern hatten wir kein Geld, außer 100 Mark Urlaubsgeld im Jahr.

Zum Austritt bekam ich dann allerdings etwas Geld mit, ich glaube es waren 300 €, mit denen ich mir als Erstes Kleidung zum Anziehen kaufte. Meine Eltern hatten eine Ferienwohnung, in die ich vorübergehend einziehen konnte, doch ich stand mit so gut wie keinem Geld da und sollte allerdings die Krankenkasse bezahlen.

Deshalb suchte ich mir zunächst eine Anstellung und fing schon bald an, nebenher Seminare in Klöstern anzubieten, so wie ich es in den letzten Jahren in der Ordensgemeinschaft auch gemacht hatte. Schon bald zeigte sich, dass ich nicht angestellt sein wollte. Meine Selbständigkeit faszinierte mich und ich entschied, als Trainerin und Coach verschiedene Seminare anzubieten.

Es gab einen großen Seminaranbieter, für den ich die Fastenseminare im Kloster Ottobeuren leiten durfte und ich wurde pro Teilnehmer bezahlt. Von daher freute ich mich immer, wenn sich mehr als 6 Personen für eine Fastenwoche angemeldet hatten.

Gleichzeitig konnte ich in 2 anderen Klöstern Seminare anbieten. Doch die Preisgestaltung in den Klöstern war sehr entgegenkommend für die Teilnehmer, für die Referenten war es ein absolutes Hobby-Honorar. Pro Person für ein Wochenendseminar 30-50 €, das hörte sich für mich damals erstmal wunderbar an, doch mir war zu Beginn meiner Selbständigkeit nicht klar, dass ich auch eine Anfahrt zu berechnen habe, dass ich mich selber um Krankenkasse und Versicherungen kümmern darf, dass es ja auch eine Steuer gibt :-)

Relativ bald bin ich zu den unterschiedlichen Business-Netzwerktreffen gegangen, um mich zu vernetzen und um Kunden zu gewinnen für meine Seminare.

Da lernte ich eine Frau kennen, die mir ein Business vorstellte, bei dem man richtig viel Geld verdienen konnte. Ich wusste zwar nichts über die Branche, doch eines war klar, das ist nichts für mich und ich hatte auch gar keine Zeit dafür. So viel Geld, das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen, das kann unmöglich seriös sein.

Die Frau, die es mir vorstellte war damals allerdings mit spannenden Vorträgen im Gesundheitsbereich unterwegs und das fand ich durchaus interessant - auch für die Teilnehmer in meinen Fastengruppen.

Was ich dann in den nächsten Monaten erleben durfte, war einfach genial. So viele Menschen, die mir berichteten, wie viel besser es ihnen ging, was sich bei ihnen alles veränderte und wie dankbar sie seien.

Im ersten Jahr steigerte sich mein Monatseinkommen dann in diesem Bereich auf 1000 € und ich war absolut happy, doch mein Papa machte mir klar, dass meine Ausgaben mindestens in der gleichen Höhe lagen. Ich konnte und wollte mich allerdings mit dem Thema Geld nicht beschäftigen, irgendwie war das Thema Armut immer noch präsent und ich dachte, es reicht, wenn ich einfach das Nötigste verdiene.

2009 kam dann bei mir die Diagnose Darmkrebs in der größten Ausformung. Ich musste sofort operiert werden und fiel für 3 Monate aus. Die Zeit, in der ich einen Auftrag hatte für 4 Wochenseminare. Eine absolute Katastrophe, was die Einnahmen betraf. Noch dazu, als ich mich gegen Chemo und Bestrahlung entschied und eine alternative Klinik wählte, die für die 3 Wochen Reha mehr als 30.000 € kostete und diese Summe keine Krankenkasse übernimmt.

Zum Glück finden sich ja immer Wege, ich habe mich für einen ganzheitlichen Weg entschieden. LIEBE, FREIHEIT, FÜLLE waren für mich nun wichtige Wegweiser und gleichzeitig die Werte, die mir ein ganz neues Leben schenkten.

Als ich wieder einigermaßen fit war, habe ich mich dann auch mit dem Thema Geld beschäftigt. Ich entdeckte, dass jeden Monat über 3000 € reingekommen waren, obwohl ich nicht arbeiten konnte und setzte mich zum ersten Mal intensiv mit dem Geschäftsmodell auseinander, das ich schon 2 Jahre vorher kennengelernt hatte. Ich entdeckte, dass hier WERTE gelebt werden, dass Nachhaltigkeit ganz selbstverständlich ist, dass LIEBE der Wert ist, der den Unternehmensgründer inspiriert hatte und der seit 30 Jahren wirklich gelebt wurde.

Meine Entscheidung war klar, ich will, dass jede Frau so viel verdient, dass sie frei entscheiden kann, ganz gleich, ob es um ihre Kinder geht, um die Gesundheit, um die Weiterbildung, um was auch immer.

Ich war absolut fasziniert, fokussierte mich in den nächsten 2 Jahren ganz stark auf diesen Bereich und mein monatliches Einkommen erreichte über 10.000 €. Ein Betrag, den ich mir einige Jahre vorher gar nicht hätte vorstellen können.

Als wir im Januar 2018 aufgebrochen sind zur Weltreise, blieb mein Einkommen dennoch stabil. Nach einigen Monaten auf der Weltreise bekam ich wieder Lust zu arbeiten und ich startete sozusagen online von jedem Ort der Welt aus.

Es war faszinierend, wie Beziehungen aufgebaut und gestärkt werden können, wie Verbindungen entstehen und was alles möglich ist.

Ich nahm mir Zeit mir klar zu werden, was ich wirklich wollte im Leben, was mich stärkt und trägt und wie eine einfache Strategie mir hilft zu wachsen in meinem Business.

Heute begleite ich vor allem WERTE-orientierte Selbständige und Unternehmerinnen Freiheit, Fülle und wahren Reichtum dauerhaft in ihr Leben zu ziehen, ohne Plackerei und ohne Verlust der Eigenständigkeit.

Gerade im Online Bereich ist so unglaublich viel möglich, doch 80% ist Mindset. Unser Denken über uns, unser Angebot und über Geld und nur 20 % ist die Strategie.

Meine wichtigsten Erkenntnisse beim Aufbau von meinem Business und das, was ich dir nun auch ans Herz legen kann: es braucht

1. Klarheit

2. Vertrauen

3. Strategie

Das 5-A-Prinzip, das ich entwickelt habe, hilft vor allem Frauen auf der Grundlage ihrer WERTE dann auch wirklich erfüllt und frei zu leben.

Dazu gern auch mehr im kostenfreien Speed-Coaching jeden Montag um 19 Uhr, melde dich einfach an auf meiner Webseite zur „Leben in Fülle-Inspiration“.

Im Januar 2018 sind wir aufgebrochen zur Weltreise, derzeit leben wir auf Sizilien, haben uns dort für ein paar Monate ein Häuschen gemietet mit einem traumhaften Blick über das Meer und die Berge. Jeden Morgen, wenn die Sonne über den Bergen aufgeht, geht mir das Herz auf, ich bin so unglaublich dankbar und glücklich, mir all das in mein Leben gezogen zu haben, manifestiert zu haben, wie man es heute nennt.

Und ich bin unendlich dankbar und froh , das tun zu können, woran ich am meisten Freude habe, nämlich Menschen in ihre volle Kraft zu bringen, ihnen zu zeigen wie sie erfüllt und frei leben können, zu erleben, wie sie aufblühen, wie sie sich ihre Träume und Wünsche verwirklichen, wie sie ihr Licht leuchten lassen.

Meine Vision ist es übrigens, zunächst 1 Million Frauen zu zeigen wie sie erfüllt und frei leben können, mehr Zeit, mehr Geld, mehr Lebensqualität genießen zu können.

Und da hilft mir mein Spruch, den ich fast immer am Ende von meinem Podcast sage „Lieber unperfekt begonnen, als perfekt gezögert“ und von Henry Ford „Ob du glaubst du schaffst es oder ob du glaubst, du schaffst es nicht. In beiden Fällen hast du recht.“

Wie Du deine Glaubenssätze zum Thema Geld verwandeln kannst

1. werde dir deiner Glaubenssätze bewusst

2. schreibe sie auf

3. schreibe dann auf ein eigenes Blatt den umformulierten Glaubenssatz auf

4. verbrenne die limitierenden Glaubenssätze mit dem Gedanken “korrigieren und loslassen”

5. versetze dich hinein in deinen neuen Glaubenssatz, wenn Du es intensiv spürst, verankere es und nimm es am besten mit einem Audiorecorder auf

6. wiederhole deinen neuen Glaubenssatz, wiederhole, wiederhole

Wie Du es schaffst Fülle und wahren Reichtum in Dein Leben zu ziehen.

1. indem Du deine Glaubenssätze wandelst

2. indem Du dir deine Visionen und Ziele klar machst

3. indem Du den Reichtum wahrnimmst, der dir jetzt schon geschenkt ist

4. indem Du dich ausrichtest und dir wahren Reichtum erlaubst

5. indem Du die richtigen Dinge tust, um Fülle und Reichtum in dein Leben zu ziehen

Solltest Du hierbei Unterstützung brauchen, melde Dich gern und buche dir eine kostenfreie Freedom Session auf meiner Webseite.

Ich wünsche Dir ganz viel Inspiration, Klarheit und Vertrauen, dass Du Deinen Weg gehst, dass Dein Business wächst, dass Du Fülle in dein Leben ziehst.

Deine Amata

SOZIALISMUS, BUDDHISMUS, INSOLVENZ & VIEL GELD?

Annett Timinger

Über die Co-Autorin Annett Timinger:

Ich bin Annett Timinger, Gründerin der Miracle Maker Academy.

Ich weiss, was es bedeutet, unternehmerisches Risiko einzugehen.

Ich weiss, was es bedeutet, ALL IN zu sein.

Ich weiss auch, was es bedeutet, alles zu verlieren.

Und ich weiss, was es bedeutet, neu zu starten und großartige Erfolge zu erzielen.

Aufgrund meiner eigenen Geschichte habe ich mich intensiv damit beschäftigt, was es braucht, um auf ganzer Linie erfolgreich unternehmerisch tätig zu sein. Und zu bleiben.

Nach intensiven Lern- und Transformationsprozessen helfe ich heute gemeinsam mit meinem Mann Michael Unternehmer: Innen mit großen Träumen und Visionen dabei, IMPACT-HERO’s zu werden und sich gleichzeitig das Leben ihrer Träume zu erschaffen.

Meist arbeiten wir mit den Unternehmer: innen, die schon alles versucht haben. Die alle Bücher gelesen, alle Kurse und Coachings gebucht, alle Podcasts gehört haben, die verzweifelt sind und sich fragen, wie es ihnen gelingen kann, endlich mit ihrem Business die magische Decke zu durchstoßen und Konstanz in den Kunden- und Geld-Flow zu bringen. Die sich fragen, ob es wirklich realistisch ist, die eigenen Träume doch noch zu leben…

Menschen, die mir uns arbeiten, werden vom human DOing zum human BEing.

Bildaufnahme: privat – Bildrechte Annett Timinger

Hier findest du Annett: www.identity-shift.jetzt

Sozialismus, Buddhismus, Insolvenz & viel Geld?

Ich bin ein Kind der ehemaligen DDR und wurde im wunderschönen Erfurt, mitten im grünen Herzen Thüringens geboren. Das Leben war eher unspektakulär - meine Eltern waren normale Angestellte. Alles war in gewisser Weise vorgegeben. Es war klar, dass ich studieren und davon entspannt leben können würde. Ab und an Urlaub an der Ostsee machen. Nichts Besonderes, aber ok. Und: Ich kannte auch nichts anderes.

Meine frühesten Erinnerungen an Geld: Jedes Wochenende saß meine Mutter über den Kontoauszügen. Jede einzelne Abbuchung schaute sie sich an - und forderte Erklärungen ein - wieso, weshalb, warum. Und wenn es nur 20 Mark waren. Manchmal wurden die Diskussionen auch lauter. Und damit hat sich mir eingebrannt: Geld ist knapp, es ist ein Schatz! Es muss behütet werden. Und - es hat nicht so viel mit Spaß zu tun… Parallel gab es den Spruch fürs Poesiealbum: “Sei wie das Veilchen im Moose. Bescheiden, sittsam und rein…”.

Spaß? Abenteuer? Auch da: Fehlanzeige...

Dann kam 1989 die Wende. Mein Abiturjahr. Ich hatte mich nie viel mit Geld beschäftigt. Warum auch? Es war immer da.

Aber mit der Wende stellte ich fest, dass unser Geld nicht viel wert war. Dass es unendlich vieles gab, was ich noch nie gesehen hatte. Aber sehr toll war. Und für mich gleichzeitig unerreichbar.

Und ich erlebte bei meinen Eltern, dass man Arbeitsplätze verlieren konnte. Mit dem Umbruch des Systems war plötzlich die selbstverständliche Sicherheit weg…

Auch meine Perspektive. Ich wollte studieren - ich hatte ein hervorragendes Abitur. Aber mit Eltern ohne Einkommen? In einer Welt, in der nichts mehr war, wie ich es kannte?

Das Konzept “Jobben neben dem Studium” kannte ich nicht. War auch undenkbar! Meine Welt stand Kopf. Ich wusste auch nicht mehr, was ich überhaupt studieren sollte. Ich wollte immer Dolmetscherin werden, um reisen zu können. Das brauchte ich jetzt nicht mehr. Ich konnte jetzt auch einfach so reisen. Die Welt stand mir offen! Zumindest theoretisch.

Wirtschaft hat mich noch interessiert. Aber in dieser Zeit des Umbruchs? Alles Vertraute war weggebrochen. Das Neue machte mir Angst. Ich war in der festen Überzeugung aufgewachsen, dass das neue System ein ausbeuterisches, faulendes, dem Untergang geweihtes System sei…

Gleichzeitig passierte noch etwas - ich erlebte mich als Mensch zweiter Klasse. Gehörte nicht dazu. Hatte gefühlt auch keine Chance, überhaupt dazu gehören zu können… Auch das war ein Gefühl, das ich so nicht kannte.

Ausgelöst war es durch eine nette Geste: Es gab ein Begrüßungsgeld bei unserer ersten Reise in den “Westen”. Für die begehrten “Westmark” hätten wir Stunden anstehen müssen. Es fühlte sich nach Almosen an. Sowohl meine Eltern als auch ich entschieden nach einer Stunde Schlange stehen, dass wir das weder brauchten noch wollten. So weit, so gut.

Wenig später fuhr ich mit meiner Klasse in ein Partner-Gymnasium. Ich übernachtete bei einer Familie, die in einem großen Einfamilienhaus lebte. Mir gingen die Augen über vor all den schönen Dingen, die überall standen, der wundervollen Kleidung, den ansprechend verpackten Lebensmitteln. Den Farben. Es war ein solcher Kontrast zu dem eher grauen Leben, das ich kannte. Zum Abschied drückten mir meine Gasteltern Geld in die Hand, damit ich mir was Schönes zum Anziehen kaufen könnte. Ich weiss, dass es super nett gemeint war. Gleichzeitig nahm ich es wieder wie ein Almosen wahr…

In mir wütete Stolz, dass ich nichts von anderen bräuchte. Gleichzeitig auch Wut, dass ich offensichtlich bedürftig wirkte. Ich weiss noch, dass ich lange still vor mich hin geweint habe… Und gleichzeitig war da der feste Wille, mir alles selbst zu erarbeiten. Und wenn ich Tag und Nacht arbeiten müsste…

Damit stand seit dieser Zeit für mich fest: Ich verdiene genug Geld, koste es, was es wolle. Im Ergebnis habe ich unendlich viel gearbeitet. Um in jedem Augenblick unabhängig zu sein. Niemals über Geld diskutieren zu müssen.

Noch etwas passierte in dieser Zeit - absolut unbewusst: ich habe immer gelernt, dass man viel Geld nur durch unseriöse Geschäfte verdient. Durch meine DDR-Vergangenheitsbrille waren alle Gut-Betuchten böse Ausbeuter. Die, die aus dem Westen in den Osten kamen, waren Glücksritter, Halsabschneider auf der Suche nach Bauernopfern. Geld war in dieser Zeit so etwas wie ein Anti-Wert für mich, der mit Solidarität und Zusammenhalt am Küchentisch irgendwie nicht zusammen ging.

Ich hatte keine Ahnung, wie es so richtig für mich weiter gehen sollte.

Ab und an half ich meinem Vater in seinem Atelier für Gartenkunst. Ich hatte total viel Freude daran, einzutauchen in seine Planungen und mir vorzustellen, wie all die Pflanzen in ein paar Jahren ein wundervoll harmonisches Ensemble bilden würden. Wie ein Blütenmeer in den Gärten entstehen würde. Gleichzeitig erlebte ich, wie schwer es war, Kunden zu gewinnen. Bzw. wie schwer mein Vater sich damit tat. Er ist ein wundervoller Landschaftsarchitekt, aber Unternehmerblut floss nicht durch seine Adern. Damals wurde mir auf einer unterbewussten Ebene klar, dass er in einer Identität des Künstlers lebte, des Schöngeistes und sicher auch als Opfer der gesellschaftlichen Veränderungen - und definitiv nicht die Identität des Unternehmers oder gar des erfolgreichen Unternehmers hatte. Und ich? Ich war entsprechend geprägt. Also war ein Studium der Landschaftsarchitektur keine Option. Weil es in meinem Erleben eher eine anstrengende und trotz allem brotlose Kunst war.

Meine Mutter war sehr praktisch veranlagt und fand, dass ich am besten in einer Bank aufgehoben wäre. Also habe ich ein Praktikum in unserer Sparkasse gemacht. Ich traf dort auf einen jungen Banker aus Passau, der total viel Freude am für mich eher trockenen Bankgeschäft hatte. Und der Lust hatte, mich einzuführen in betriebswirtschaftliches Denken. Was mir zum damaligen Zeitpunkt vollkommen fremd war. Wir hatten eine wundervolle gemeinsame Zeit in der Sparkasse - und dann trennten sich unsere Wege: Peter studierte BWL in München und New York und ich startete mit einer Bankausbildung bei der HVB in Erfurt und Würzburg. Und hatte viel Spaß daran. Es war Aufbauarbeit - die Bankfiliale war eben erst gegründet worden. Das Team war on fire. Ich war permanent im Kundenkontakt, habe alle Abteilungen kennen gelernt und überall gearbeitet - und habe mein Bild von den “Wessis” und Business komplett verändert. Liebte das Anlagen- und das Kreditgeschäft. Vor allem die Beratung unserer Kunden. War im Flow und erfüllt. Hatte Geld. Immer genug. Hatte Freunde in der Bank, die sich alles gekauft haben, was sie wollten. Und genauso machte ich das auch. Schicke Klamotten, ein neues Auto.

Irgendwann veränderte sich die Kultur in der Bank. Es gab Ziele. Es ging nicht mehr darum, die Kunden optimal zu betreuen und zu beraten. Es wurde immer wichtiger, alle Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen. Plötzlich sollte jeder meiner Kunden einen Bausparvertrag abschliessen. Oder eine Lebensversicherung. Um jeden Preis.

Hier stieg ich aus. Das war nicht mein Verständnis von großartiger Kundenbetreuung. Die Verbindung zu den Menschen war mir wichtiger als das betriebswirtschaftliche Ergebnis.

Ich ging ins Ausland und arbeitete für viele Jahre für eine Unternehmensberatung, die weltweit Microfinanz-Banken aufbaute. Meine Sprachbegabung und meine Russischkentnisse halfen mir dabei - und so arbeitete ich in Projekten in Russland, Georgien, Armenien, Bulgarien, Rumänien, dem Kosovo, Mazedonien, Bosnien, Albanien und Serbien. Es war eine spannende, wilde Zeit mit viel Umbruch. Ich habe mit dem Marktstandbesitzer in Moskau und dem Taxifahrer in Bukarest Gewinn- und Verlustrechnungen geschrieben, Debitoren und Kreditoren gegen geprüft, zum ersten Mal wirklich auch praktisch verstanden, wie Business und Wirtschaft im Kleinen und auch im Großen funktionieren. Ich habe in den Banken Kreditabteilungen aufgebaut, viele Hunderte junge Menschen ausgebildet und trainiert. Tagtäglich gesehen, was mit Geld alles möglich ist. Ich durfte erleben, wie Menschen aus einem Kellerraum mit einer Drehbank heraus ein Unternehmen aufgebaut haben, das ganz Osteuropa mit Ladeneinrichtungen versorgt. Das mit seinen Niederlassungen überall Arbeitsplätze schafft. Aus dem Nichts. Ich könnte hunderte Geschichten dieser Art erzählen! Das hat mich fasziniert und erfüllt - jeden Tag aufs Neue.

Und: Ich habe gutes Geld verdient. Es ausgegeben. Und fand es wunderbar, was alles mit Geld möglich war.

Der Liebe wegen bin ich nach mehr als einem Jahrzehnt nach Deutschland zurückgekommen.

Ich hatte kein gespaltenes Verhältnis mehr zu Geld. Ich hatte erlebt, was es ermöglichen kann. Im Großen wie im Kleinen. Ich hatte auch erlebt, wie wunderbar entspannt und gelassen man leben kann, wenn das Konto immer gefüllt ist. Wie erfüllend es ist, schenken zu können. Großzügig schenken und geben zu können.

Und doch: irgendetwas war da noch. Egal, wo mein Mann und ich in Deutschland gewohnt haben - wir hatten immer ein sehr großzügiges Zuhause. Und immer war da Scham, wenn Menschen das erste Mal unser Haus gesehen haben. Ich habe mich ganz oft dafür gerechtfertigt.

Ich habe auch immer darauf bestanden, dass wir bezahlen, wenn wir mit Freunden oder der Familie unterwegs waren.

Einige Jahre später kauften mein Mann und ich ein Unternehmen. Der Traum meines Mannes erfüllte sich: ein eigenes produzierendes Unternehmen. Keine Abhängigkeiten mehr. Wir haben uns hoch verschuldet für den Kauf des Unternehmens. Wir hatten großartige Erfolge: Wir durften Jamie-Oliver-Restaurants weltweit ausstatten, die teuersten internationalen Kreuzfahrtschiffe, haben den German Design Award gewonnen, waren im Buch der “Großen Deutschen Marken” aufgeführt.

Und doch: wenige Jahre später mussten wir es in die Insolvenz schicken. Unser Lebenswerk zunichte. All unser Vermögen: weg. Unsere Einnahmequelle: weg. Durch die Finanzierung des Kaufes private Verbindlichkeiten in Millionenhöhe. Ganz zu schweigen von dem Gefühl, versagt zu haben.

Sowohl Banker, Unternehmensberater als auch Steuerberater schauten uns mehrfach eindringlich an und gaben uns unisono mit: je schneller ihr Privatinsolvenz anmeldet, umso besser. Das hatte mit meinem hohen Wert der Unabhängigkeit so gar nichts zu tun. Passte auch gar nicht in mein Bild von mir selbst.

Ich fand mich in einer Situation wieder, die absolut skurril und unwirklich wirkte… Und doch absolut real war.

Mit der ich auch - außer meinem Mann - gefühlt mit niemandem sprechen konnte - und vor lauter Scham auch gar nicht wollte. Meinen Mann wollte ich natürlich nicht noch zusätzlich belasten.

Es blieb mir überhaupt nichts anderes übrig - ich musste über mich hinauswachsen. Von jetzt auf sofort. Nicht nur, dass ich Scham, negativen Selftalk und quälende Selbstvorwürfe hinter mir lassen musste - ich musste aktiv ins Tun kommen und vor allem ins Geld verdienen. Und stark sein. Für meinen Mann, vor allem aber für unsere Kinder.

Wenn mir da jemand mit Money Mindset gekommen wäre - ich hätte nichts damit anfangen können. Es ging in dem Moment nicht um Geld. Es ging um unsere Existenz. Um unser Leben. Um unser Sein. Und vor allem um unsere Zukunft. Die unserer Kinder. Geld war nur ein kleiner - wenn auch wichtiger - Aspekt dessen.

Vor allem ging es darum, dass es mir gelang, Ängste, Zweifel und immer wieder dunkelste worst-case-Szenarien aus meinem Leben zu verbannen. Manchmal im Minutentakt, weil sie soooo hartnäckig waren.

In der Theorie wusste ich, wie das geht. Ich hatte mehrere Jahre Buddhismus studiert. Während der Phase der versuchten Sanierung unseres Unternehmens und der anschliessenden Insolvenz haben mich diese Lehren über Wasser gehalten: Das tiefe Verständnis, dass alles im Fluss ist und sich somit von Sekunde zu Sekunde verändert. Dass Festhalten an irgendetwas immer Widerstand ist - und damit das Gegenteil von Flow ist und unmöglich zu Freude und Wachstum führen kann.

Anhaftung ist so ein Wort, das ich im buddhistischen Kontext immer wieder gehört habe. Dass genau das die Ursache von viel Leid ist. Jeden Tag auf’s Neue habe ich mich mehr und mehr dem Jetzt und der Situation hingegeben. Nicht kapituliert, aber angenommen. Habe mir immer wieder bewusst gemacht, dass ein Verzweifeln und wieder und wieder in Selbst-Vorwürfe-gehen nichts ändern würde - und eben sowenig das krampfhafte Versuchen, die Zukunft oder überhaupt irgendetwas kontrollieren zu wollen. Mehr und mehr habe ich mir erlaubt, im Jetzt zu sein und alles andere auszublenden. Wenn mir das gelang, war alles gut.

Ich hatte über viele Jahre meditiert - und konnte also meine Gedanken beruhigen. Theoretisch… In der Praxis habe ich stundenlang Jack Kornfield und Pema Chödrön gehört. Jeden Tag ein bisschen mehr Mitgefühl - vor allem mit mir selbst - entwickelt.

Es waren Mini-Schritte, die ich ging.

Rückblickend weiss ich: ich war besessen von meinen Ängsten. Ich hatte die Gewohnheit entwickelt, sofort ein worst-case-Szenario parat zu haben. Nach 3 Stunden Schlaf war das Gedankenkarussel wieder da…. Und ich habe mich ins Tun geflüchtet. Ins Arbeiten im Außen, um Geld zu verdienen - so dass es in meinem Kopf überhaupt keine Stille mehr gab. Ich war auf die Minute durchgetaktet. Aber in den Momenten in denen ich glaubte, es geht nicht mehr, habe ich mich immer wieder gezwungen, mich ins Hier und Jetzt zurück zu holen.

Mit der Zeit habe ich nicht nur verstanden, sondern im wahrsten Sinne des Wortes erfahren: Worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, das ziehe ich in mein Leben. Dr. Joe Dispenza zog in mein Leben. Seit Jahren arbeite ich mittlerweile täglich mit seinen Meditationen. Es gibt unzählige Beispiele von Menschen, die sich durch die Wahl neuer Gedanken eine neue mentale und in Folge dessen eine neue reale Welt geschaffen haben. Das hat mich so sehr inspiriert! Und ich habe begonnen, mich jeden Tag bewusst neu auszurichten. Den Fokus auf das zu legen, was läuft. Dafür dankbar zu sein. Mir eine Vision zu erlauben. Mich damit zu verbinden. Am Anfang habe ich gedacht, ich würde mich in eine Phantasie-Welt flüchten. Aber nein, durch meine Gedanken habe ich mir meine neue Welt kreiert - jeden Tag ein bisschen mehr.

Ich habe verstanden, dass wir auch elektromagnetische Wesen sind - unsere Gedanken Gefühle erzeugen, diese wiederum Schwingungen und Vibrationen - also Energie, die wir ausstrahlen. Und dass genau diese Energie das anzieht, was wir aussenden. Dass es deshalb meine wichtigste Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass es mir gut geht.

Und ich habe es mir zur Gewohnheit gemacht, auf die Frage "Wie geht's dir?" "Phantastisch!!!" zu antworten. Das war am Anfang komisch. Weil ich ja mein Außen kannte.

Und gleichzeitig hatte ich gelernt, dass alles Energie ist, alles Schwingung. Alles in uns kommuniziert durch seine Frequenz mit dem Universum, dem Großen und Ganzen. Das Universum spricht nicht deutsch, spanisch oder englisch. Es spricht FREQUENZ.

Also gab es für mich nur einen Weg: dort SEIN. Das Leben immer wieder als Wunder zu sehen, mit Begeisterung, freudigem Staunen und tiefer Dankbarkeit für alles um mich herum.

Interpretationen zu wählen im Sinne von "alles ist zu meinem Besten. Immer."

Und genau das ist es… Weil ich es in jedem Moment meines Tages aussende. Ich entscheide mich für PHANTASTISCH. Für Dankbarkeit. Für die Fülle um mich herum.

Ich bin mega achtsam, dass meine Gedanken nicht abdriften - irgendwohin wo sie mir nicht dienen. Ich schaue nicht auf das, was ich nicht habe. Ich gehe bewusst nicht in den Mangel, in Scham, Traurigkeit oder Sorgen. Das wäre Manifestieren dessen, was ich nicht will.

Mein Bestreben war und ist es nach wie vor, dass mein vorherrschender “state” ein Zustand von Dankbarkeit ist, von Fülle, von Freude! Mein “default setting” ist Frieden, ist Glücklichsein. Verbindung mit dem Großen und Ganzen.

Mittlerweile hatte ich begonnen, als Strategiecoach für einen großen Online-Business-Coach zu arbeiten. Parallel bauten mein Mann Michael und ich unser eigenes Coaching Business auf. Ich konnte Menschen mit ihren Ängsten wunderbar abholen. Ich hatte Phasen im absoluten Flow. Erfolge. Glücksgefühle. Unsere Kunden hatten großartige Durchbrüche.

Und gleichzeitig blitzten immer wieder Schuldgefühle auf. Denn mit meiner Situation im Außen - wie konnte ich mir da erlauben, glücklich zu sein? Sobald ich diesen Gedanken zugelassen habe, war sie wieder da - eine ganze Lawine an worst-case-Szenarien… mit den dazu gehörigen fiesen Ängsten. Und gefühlt war ich zurück auf Start…

Unser Business hat das natürlich wunderbar widergespiegelt: Es lief okay. Gute Monate wechselten sich immer wieder mit so-la-la Monaten ab.

Ich habe mich immer wieder gefragt, was wohl noch fehlt, damit Konstanz in unser Business einzieht. Und Leichtigkeit.

Die meisten Erfolgscoaches sprechen davon, wie wichtig eine eigene große Vision ist. Sich damit zu verbinden. Ich hatte auch verstanden, dass Visionen nichts mit Schulden tilgen zu tun haben. Also habe ich meine Vision aufgeschrieben und täglich gelesen. Einmal, zweimal, dreimal. Habe versucht, mich einzufühlen. Und immer war da ein Widerstand. Ich konnte einfach nicht daran glauben. Immer wieder kam: “wie soll das gehen?” Du, du hast doch schon ein Unternehmen an die Wand gefahren…”

Ich glaube, dass ein wichtiger Grund dafür darin lag, dass meine ersten Visionen eher Geldziele waren. Aber darum ging es nicht. Es ging um lebendig sein, um Freude, um Leichtigkeit. Geld war eher ein Mittel zum Zweck. Mit der Zeit hat sich die Qualität meiner Visionen verändert. Sie wurden umfassender, bezogen alle Lebensbereiche ein. Und endlich konnte ich sie fühlen und mich mit ihnen verbinden.

Und dann hat mir einer meiner Coaches die Frage gestellt “Annett, wenn du deine Träume lebst, WIE bist du dann?” Was für eine coole Frage. Sie hat mich eingeladen, tiefer zu gehen. In mein neues Leben in allen Facetten einzutauchen. Und zwar nicht nur in das Außen, sondern vor allem in mein eigenes Sein. Und es wurde mir klar, dass genau dieses Ich-Sein dafür verantwortlich ist, was ich im Außen habe. Also habe ich diese Frage mitgenommen und lebe ständig in ihr: Die Person, die meinen Traum schon lebt, wie IST sie? Was denkt sie, was tut sie, was liest sie, wie kleidet sie sich, mit wem trifft sie sich, was isst sie, wie verbringt sie ihre Zeit, was toleriert sie und was nicht? Wie geht sie, wie tritt sie auf? Wie entscheidet sie in bestimmten Situationen? Was für Geschichten erzählt sie sich? Was für Gewohnheiten hat sie? Was für eine Perspektive hat sie auf die Dinge im Außen? Daraus ist ein Spiel mit meinem Mann entstanden - wir haben uns in den unterschiedlichsten Situationen immer wieder gefragt: “Was würde die Millionärin / der Millionär jetzt machen?”

Diese Fragen haben vieles verändert - sie haben mir geholfen, tiefer zu gehen und aus dem reinen Machen und Tun auszusteigen. Ich habe mich - vielleicht zum ersten Mal in meinem Leben - mit dem Sein beschäftigt. Mit meinem Sein. Habe festgestellt, dass Visionär: innen / Millionär: innen / erfolgreiche und erfüllte Unternehmer: innen vermutlich nicht vor Angst zittern sondern mutig sind, Unbekanntes großartig finden - weil sich dort komplett Neues und Überraschendes kreieren lässt. Dass sie ihre Geschichten hinterfragen. Dass ihnen bewusst ist, dass sie alles interpretieren - durch ihre ganz eigene Brille - mal rosarot und mal vielleicht auch pechschwarz. Und dass sie in jedem Moment neue Interpretationen wählen. Interpretationen, die ihnen dienen.

“Die Welt ist so oder so, weil wir uns erzählen, dass sie so oder so ist. Und nur deshalb ist sie so…” Diese Bemerkung einer meiner Mentoren hat ein weiteres Tor für mich aufgestoßen: in die Welt der Geschichten. In die Geschichten, die ich über Jahre hinweg immer wieder über mich und die Welt gehört habe. In die ich mich eingekauft habe. Und natürlich auch in die Geschichten, die ich mir selbst erzählt habe. Die ich geglaubt habe.

Und das können so banale und lustige Dinge sein wie “Du wirst nie einen Mann abbekommen, wenn du dich so kleidest” - und es können genauso gut Glaubenssätze sein wie “ich muss Tag und Nacht arbeiten, um einigermaßen über die Runden zu kommen.”

Je öfter wir diese Geschichten hören oder sie uns selbst erzählen, umso mehr werden sie Teil unserer Identität. Nach der Insolvenz habe ich mir ganz leise erzählt “Ich bin ein absoluter Loser. Ich fahre alles an die Wand.” Vielleicht war da auch noch ein Hauch Opfermentalität - aus der Zeit des “armen Ossis”, das Opfer, das immer über den Tisch gezogen wird. Absolut unbewusst. Ganz kann ich es nicht ausschließen. All das - und natürlich noch viel mehr Geschichten und Denkmuster - waren mit der Zeit Teil meiner Identität, meines Selbstbildes geworden. Unbewusst habe ich immer wieder nach Bestätigung dessen gesucht. Habe, was immer ich im Außen erlebt habe, entsprechend interpretiert. Auch das - nicht bewusst, aber automatisch.

Und: je mehr ich mich damit beschäftigt habe, umso mehr ist mir klar geworden: wir erzählen uns zu allem Geschichten. Zu wirklich allen Bereichen unseres Lebens.

Die spannendsten Geschichten habe ich mir zu meinen Möglichkeiten und Chancen erzählt. Ich glaube seit Jahren daran, dass alles möglich ist - aber nicht für mich…

Zu Geld habe ich mir auch die wildesten Geschichten erzählt. “Ich verdiene genug, um alles zahlen zu können und klar zu kommen.”, “Kaum ist Geld verdient, schon kommen Reparaturen oder es müssen alte Schulden getilgt werden - und es fliesst sofort wieder aus meinen Händen”... Genauso war es dann auch lange in meiner realen Welt. Im Rückblick spannend: Geld als solches war für mich schon lange zu

Energie geworden. Und zu einem Tauschmittel. Viel Geld zu haben - prima! Ich konnte Coachings für mehrfach fünfstellige Beträge verkaufen. Aber dass ich viel Geld haben und es bei mir bleiben könnte, das war außerhalb meiner Vorstellung.

Irgendwann wurde mir klar, dass mich diese Identität NIEMALS an mein Ziel führen würde. Und ich durfte erkennen, dass mir das Gros meiner alten Geschichten nicht dient.

Dass ich mir eine neue Identität kreieren musste. Eine, die sich neue Geschichten erzählt. Unterstützende, förderliche Geschichten. Ermutigende. Unbedingt. Je schneller, je besser!

Als mir das bewusst wurde, habe ich mich gefühlt permanent selbst beobachtet. Ich habe extrem darauf geachtet, was ich denke. Und geschaut: welche Geschichte erzähle ich mir hier? Dient sie mir? Will ich sie wirklich glauben? Vor allem: welche Geschichte würde mich wirklich unterstützen? Wie kann ich die Situation möglicherweise auch anders interpretieren?

Dabei bin ich auf das Thema Werte gestoßen. Und habe festgestellt, dass Erfolg und Wohlstand nicht zu meinen Top-Werten gehörten. Wie spannend! Und das als Unternehmerin. Als ehemalige Bankerin. Nachdem mir die Arbeit mit meiner Identität in Fleisch und Blut übergegangen ist, habe ich mir die Frage gestellt: Die Frau, die finanziell frei lebt, unabhängig ist, die unfassbar erfolgreich ist und ihr Leben in vollen Zügen geniesst - welche Werte hat die?

Die Priorität meiner Werte hat sich verändert. Wohlstand steht sehr weit oben. Ebenso innerer Frieden, Gesundheit, Freude, Wachstum. Ich habe viele Beziehungen in Bezug auf meine Werte überprüft. Im Business-Umfeld habe ich einige beendet. Und sofort war in mir alles leichter. Fast befreit.

Ja, da war so Vieles, das ich angepackt und mir bewusst gemacht habe! Und trotzdem - immer wieder gab es Momente, in denen mein altes Ich Sturm lief. Ängste und Sorgen hochkamen.

Nach allem, was ich bisher gelernt hatte war mir klar, dass mein Unterbewusstsein eine zentrale Rolle in diesem Prozess spielte und ich das mit ins Boot nehmen musste. Also habe ich mich auf die Suche gemacht - und Wege gelernt, wie ich mein Unterbewusstsein neu programmiere. Dreimal am Tag steige ich seitdem ein in meine “Werkstatt des Geistes” - und programmiere mein Unterbewusstsein über eine unglaublich intensive Selbsthypnose um.

Und wenn ich etwas gelernt habe, dann dass wirkliche und nachhaltige Veränderung nur dann stattfinden kann, wenn ich mein Unterbewusstsein einbeziehe und neu “bespiele”. Hartnäckig.

Und wenn ich das tue - ich relativ schnell merke, wie sich Dinge im Inneren verändern. Und Stück für Stück auch im Außen.

Das hat mir die Augen geöffnet, dass ich mich wirklich committen musste. So richtig. Denn genau dieses commitment war die Brücke zwischen der damaligen Situation und meiner Vision. Das wichtigste commitment, das ich eingegangen bin war das zur täglichen inneren Arbeit. Zur Hypnose dreimal täglich. Zum Meditieren. Zum immer wieder ins Hier und Jetzt kommen. Zu regelmäßiger Stille und nichtstun. Zum mir bewusst machen, dass jede Form “komischer” Gedanken (also Zweifel, Ängste, Resignation, Scham etc.) nur Konstrukte sind. Nicht die Realität. Dass ich entscheiden kann, was ich denke und worauf ich meine Aufmerksamkeit lenke. Das unbedingt tue, sobald ich bemerke, dass ich nicht mehr präsent bin und abdrifte.

Das ist manchmal anstrengend. Und unsere Nachbarn fragen seit Jahren regelmäßig ungläubig, ob ich immer noch die Hälfte des Tages mit mir selbst beschäftigt bin. Ja, bin ich. Jeden Tag. Und genau dieses commitment führte dazu, dass ich eine gewisse Meisterschaft erlangt habe - und nicht mehr in schwarze Löcher, Hilflosigkeit und ähnliches falle. Im Gegenteil: ich bin kraftvoll geworden wie noch nie zuvor in meinem Leben!

Commitment - Verpflichtungen - sind nicht nur reine Worte. Nein, hier geht es ums Sein. Committed zu sein ist ein way of BEing. In meinem Fall hat es ganz viel damit zu tun, meine innere Arbeit zu machen - auch wenn mir gerade nicht danach ist. Auch wenn es im Außen tausende Dinge gibt, die auf mich warten. Es ist egal, was im Außen ist.

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