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Dämonenmeister #1

Alfred Bekker

Dämonenmeister #1

Horror Serial: Cassiopeiapress Spannung





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Dämonenmeister Teil 1 von 3

 

von Alfred Bekker

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

 


Fahles Mondlicht fiel auf das graue Gemäuer des uralten und halb verwitterten Herrenhauses. Ein leichter Wind strich über das hohe Gras und die verwilderten Sträucher im Garten. Für Augenblicke hoben sich dunkle Schwingen pechschwarz gegen das Mondlicht ab.

Schwingen, die an die ledrigen Flügel einer Fledermaus erinnerten.

Aber das Wesen, das im nächsten Moment im hohen Gras landete, war sehr viel größer.

Ein geflügelter Affe kauerte zwischen Sträuchern und bleckte die raubtierhaften Zähne.

In pechschwarzen Augen spiegelten sich der Mond, die Sterne...

...und der Tod.

 

*

 

Das Übel ist so nahe...

So furchtbar nahe...

Pierre de Dorodonne-Clement erbleichte. Er starrte auf den Bildschirm seines Computers und musste unwillkürlich schlucken. Kolonnen von fremdartig wirkenden Schriftzeichen waren dort zu sehen. Ich bin verloren!, durchzuckte es de Dorodonne-Clement. Es gibt nichts, was mich jetzt noch schützen könnte...

Es war zu spät.

De Dorodonne-Clement wusste es.

Mein Tod ist nur noch eine Frage der Zeit!, ging es ihm schaudernd durch den Kopf, während ein heftiger Windstoß dafür sorgte, dass sich das bis dahin nur angelehnte Fenster zur Gänze öffnete. Der Wind fegte die Stapel von Papieren und Computerausdrucken durcheinander, die überall in de Dorodonne-Clements Arbeitszimmer herumlagen. Ein Stapel Bücher, die über und über mit Lesezeichen gespickt waren, stürzte geräuschvoll um.

Ein stöhnender Laut war daraufhin zu hören und ein pechschwarzer Kater sprang davon.

„Schon gut, Caesar", sagte de Dorodonne-Clement laut. „Das war der Wind, mein Kater... nur der Wind..."

Wie gerne hätte er selbst das glauben wollen!

Aber de Dorodonne-Clement wusste nur zu gut um die schreckliche Wahrheit. Die Mächte, mit denen er sich eingelassen hatte, waren zu stark, zu furchtbar, zu grausam....

Aber jetzt konnte er nicht mehr zurück.

Für mich gibt es nur noch den Weg der Verdammnis, ging es ihm durch den Kopf.

Pierre de Dorodonne-Clement ging zum Fenster, um es zu schließen. Der Wind, der mit erneut zunehmender Heftigkeit von draußen herein blies, war von einer so durchdringenden Kälte, dass de Dorodonne-Clement unwillkürlich fröstelte.

Aber nicht diese Kälte war es, die ihn im nächsten Augenblick bis ins Mark erschauern ließ, sondern eine Bewegung im hohen Gras.

Da war etwas...

Für einen kurzen Moment fielen ihm glühend rot leuchtende Punkte in der Dunkelheit auf.

De Dorodonne-Clement brauchte eine volle Sekunde, um zu begreifen, dass es Augen waren.

Dämonisch wirkende Augen, so hell wie glühende Kohlen. Ein tierischer, fauchender Laut mischte sich in das Aufheulen des Windes hinein.

Sie sind da, durchzuckte es de Dorodonne-Clement. Die Ouroungour der verlorenen Stadt Chôrangkôr... Sie sind gekommen, um mich zu vernichten.

Als de Dorodonne-Clement das Fenster schloss, verfinsterte sich auf einmal der fahle Mond. Zuerst Dutzende, dann hunderte von geflügelten Wesen hoben sich als dunkle Schatten gegen das leuchtende Oval ab. Ungezählte weitere geflügelte Schatten ließen sich nur in den Schattenzonen daneben erahnen.

„Nein", flüsterte de Dorodonne-Clement und wich unwillkürlich ein Stück zurück. Verflucht... Es ist so schrecklich... so unsagbar schrecklich... Aber was kann ich tun? Nichts. Das ist die Wahrheit, auch wenn sich alles in mir weigert, das einzugestehen.

Die Gedanken rasten in seinem Kopf.

Sie rasten, aber es war eine ausweglose Schleife, in der sie sich bewegten.

Gefangen.

Totgelaufen.

Der schwarze Kater verzog sich jaulend unter einen über und über mit staubigen Büchern bedeckten Plüschsessel. Das Tier schien die Gefahr instinktiv zu spüren, die von den nun massenhaft das alte Herrenhaus belagernden geflügelten Affen ausging.

Tierhafte Schreie drangen von draußen herein. Krächzende und fauchende Laute, die jedem Zuhörer das Blut in den Adern gefrieren lassen konnten.

Etwas flog auf das Fenster zu. Der Schlag ledriger Schwingen war kurz zu hören, dann prallte der Körper eines Ouroungour gegen das Fenster.

Das Wesen war etwa so groß wie ein Schäferhund. Mit seinen siebenfingrigen, mit Krallen bewehrten Händen hielt es sich am Fensterrahmen fest. Die Krallen schnitten offenbar in den Kitt der Scheiben und in das weiche Holz des Rahmens hinein.

Ouroungour...

Nennt man euch nicht so?

Aber das Entsetzen trägt viele Namen.

Das mit grauenerregenden Raubtierzähnen ausgestattete Maul wurde aufgerissen und stieß einen furchtbaren Schrei aus.

Mit dem sehr kräftigen Schwanz schlug der geflügelte Affe gegen das Glas.

So heftig, dass es splitterte.

Wind toste herein. Mit ein paar weiteren Schwanzschlägen war die Scheibe so weit zerschlagen, dass das alptraumhafte Wesen ins Innere zu gelangen vermochte.

Es machte einen Satz und landete mit einer geradezu katzenhaften Geschmeidigkeit auf dem Boden.

Fürchtest du dich? Kriecht dir die Angst den Rücken hinauf und bleibt dort wie eine kalte, glitschige Hand?

Pierre de Dorodonne-Clement erwachte unterdessen aus der Erstarrung, die ihn bis dahin befallen hatte. Er lief zu seinem Schreibtisch, riss eine Schublade auf und holte einen Revolver hervor. Es handelte sich um eine kurzläufige Waffe der Firma Smith & Wesson vom Kaliber .38. Pierre de Dorodonne-Clement besaß sie seit Jahren zur Selbstverteidigung, hatte allerdings keine besonders große Übung in der Benutzung der Waffe.

Immerhin wusste er, dass sie geladen war.

Er nahm die Waffe mit beiden Händen und richtete sie auf den geflügelten Affen. Na, jetzt könnte dir zur Abwechslung auch mal etwas gelingen!

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