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Cybersurfer

Über den Autor

Collin McMahon wurde 1968 in Garmisch-Partenkirchen als Kind amerikanischer Eltern geboren und besuchte in München die deutsche Schule. 1978 durften er und sein Bruder Brian erstmals an einem so genannten Computer ein Spiel namens »Star Trek« spielen, das aus Sternchen und Buchstaben bestand. 1979 bekamen die Brüder zu Weihnachten eine Spielkonsole Atari 2600 mit 128 Byte RAM, und 1984 hatte die Familie einen Apple Macintosh Plus mit 1 MB Arbeitsspeicher. Heute sitzt Collin jeden Tag am PC und schreibt und übersetzt Bücher und Filme.

Collin McMahon

Die Cybersurfer

Wilde Jagd auf Auto-Hacker

Mit Illustrationen von
Jens Rotzsche

In diesem Buch werden einige Fachbegriffe benutzt.

Falls du ein Wort mal nicht verstehst oder mehr darüber wissen willst, findest du am Ende des Buches eine Liste

von Wörtern (»Glossar«).

1

Hacker sind neugierige Menschen, die wissen wollen, wie Dinge funktionieren. Sie zerstören nicht mutwillig und versuchen nicht, ihre Mitmenschen zu schädigen.

Verhalte dich im Netz immer verantwortungsvoll und tue keinem etwas an, was man dir nicht selbst antun sollte.

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 – Kein Entkommen

Kapitel 2 – Autos klauen leicht gemacht

Kapitel 3 – Game over

Kapitel 4 – Sesam öffne dich

Kapitel 5 – Nehm ich heute den Ferrari oder den Lamborghini?

Kapitel 6 – Auf der Mauer – auf der Lauer

Kapitel 7 – Der Kommissar geht um

Kapitel 8 – In der Grube des Löwen

Kapitel 9 – In der Höhle der Doofen

Kapitel 10 – Der Millionenfuhrpark

Kapitel 11 – Ali Bomber und seine 40 Schläger

Kapitel 12 – Die Karawane zieht weiter

Kapitel 13 – Ich geb’ Gas, ich will Spaß

Kapitel 14 – Expresspäckchen

Kapitel 15 – Der Kommissar im Kofferraum

Kapitel 16 – Glossar

Kapitel1-Vignette.jpg

Unser Wagen schoss mit 120 km/h stadteinwärts, aber unsere Verfolger waren uns immer noch dicht auf den Fersen. Da bog Mülli mit kreischenden Reifen rechts ab in eine winzig kleine Altstadtgasse, in die wir nur mit Mühe und Not hineinpassten. Unsere Verfolger in ihrem 1000-PS-Supersportwagen blieben dicht an uns dran und rasten ebenfalls in die winzige Gasse, die gerade Platz genug für ihre Rückspiegel bot. Vor uns sprangen die Fußgänger links und rechts aus dem Weg, während Mülli das Gaspedal bis zum Bodenblech durchdrückte. Wir fuhren schlitternd um die Ecke und rasten auf ein altes Steingebäude zu. Im nächsten Moment schepperten wir die Treppe hinauf und rammten das schwere Eisentor. Endstation. Es gab kein Entkommen. Unsere Verfolger schossen um die Häuserecke hinter uns und knallten voll in uns hinein …

Einen Monat vorher

Es war Dienstag. Nach der Schule ging ich wie immer in den Laden von meinem Onkel Tarkan, Computer 2000. Direkt am Hauptbahnhof, umgeben von arabischen Dönerläden, armenischen Pfandleihern und allen möglichen Unterwelt-Kneipen und komischen Neonclubs, liegt das Mekka der Elektronikfreaks, der Bastler und Schrauber. Mein dicker Onkel Tarkan hatte dort einen schmutzigen, ungeputzten Laden voller Aschenbecher und mit den neusten, besten Elektronikbauteilen, die du für Geld kriegen kannst. Er hatte immer eine Kippe zwischen den Lippen und einen blöden Spruch auf der Zunge, aber er und seine Jungs – die für ihn fast umsonst im Laden arbeiteten, weil sie von ihm was lernen wollten – waren die Besten. Ohne Frage. Und die Billigsten.

Ich war an dem Tag etwas genervt, weil meine Mutter mir so’n Kinderhandy besorgt hatte, mit dem sie mich orten konnte. Seit mein Kumpel Mülli und ich vor Kurzem mit einem anderen Hacker aneinandergeraten waren, dem Binhexer, und dabei fast das halbe Firmengelände der Immens AG in die Luft gejagt hatten, wollte meine Mama plötzlich immer ganz genau wissen, wo ich stecke. Dabei saß ich eh jeden Tag nach der Schule bei Onkel Tarkan im Laden – das wusste sie doch. Meine Mama musste jeden Tag bis spät putzen gehen, seitdem Papa weg war, und ich hing lieber unter Menschen ab, als ständig allein daheim in der kleinen, dunklen Wohnung zu hocken. Sie gab wohl Tarkan auch irgendwie die Schuld, dass Mülli und ich letztens fast Ärger mit der Polizei bekommen hatten, obwohl er echt nix dafür konnte. Nee, das waren wir ganz allein gewesen.

Auf jeden Fall schickte sie mir jetzt ständig SMS und machte Kontrollanrufe und hatte mir wie gesagt so’n Handy besorgt, mit dem sie immer sehen konnte, wo ich stecke. Na prima. Meine Karriere als international gesuchter Juwelendieb kann ich also an den Nagel hängen. Oder ich darf zumindest das Handy nicht mitnehmen. Aber wie sieht das denn aus, ein weltberühmter Meisterdieb in ’ner Telefonzelle? Geht ja gar nicht.

Seitdem wir den Binhexer überlistet hatten, hatten wir uns sogar mit ihm angefreundet und trafen uns immer in unserem eigenen Chat auf hackerblog.de unter dem Namen Cybersurfer, um uns über Hacks, Cracks und Codes auszutauschen. Der Binhexer heißt in Wahrheit Christopher von Xanthen und wohnt mit seiner Familie in einer fetten Villa in so ’nem total schnöseligen Vorort, wo sie dich anschauen wie der letzte Dreck, selbst wenn du dort ganz korrekt mit Nike Airs, Raiders-Käppie und Kapuzensweatshirt gekleidet rumläufst. Keine Ahnung, was die haben. Aber der Binhexer selber war schon okay, und sein Vater war so’n Obermotz bei Immens AG: Der könnte mir vielleicht noch irgendwann ganz nützlich sein, wenn ich’s richtig anstelle. Und Mülli hoffte immer noch darauf, eine offizielle Version der neuen GameBox von Papa von Xanthen zu kriegen, weil seine Firma da die Chips für liefert.

Mülli war nämlich gar kein richtiger Hacker, sondern Zocker, und interessierte sich ausschließlich für die allerneusten Computer-Spiele. Ich glaub, dem könntest du ein Pentium 4 Motherboard auf die Nase binden, und er würd nicht erkennen, was es ist. Aber über die ganze Online-Welt von World of WarKraft – ihr wisst schon, dieses Fantasy-Rollenspiel –, darüber weiß er alles, unser Mülli. Heute hing er wie üblich mit mir im Laden ab: Wir waren gerade im Chat mit dem Binhexer, der sich draußen in der Vorstadt in seiner weißen Villa unter diesen ganzen neureichen Dummköpfen wie üblich zu Tode langweilte.

Wir hatten uns einen Spaß draus gemacht, uns gegenseitig verschlüsselte Nachrichten zu schicken, um zu sehen, wer sie knacken konnte. Das funktionierte etwa so wie die Geheimcodes, mit denen man sich in der Schule verschlüsselte Botschaften schickt, ihr wisst schon:

A

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Wenn man jeden Buchstaben gegen den nächsten im Alphabet vertauscht, wird aus CYBERSURFER plötzlich DZCFSTVSGFS. Das ist nur der allersimpelste Geheimcode. Da es immer Leute gibt, die versuchen werden, deinen Code zu knacken (sonst bräuchtest du ihn nämlich gar nicht!), sollte man ihn aber so kompliziert wie möglich machen. Wenn du das Wort DZCFSTVSGFS anschaust, weißt du sofort, dass das ein Geheimcode ist. Vor allem, weil nicht genug Vokale drin sind, um ein vernünftiges Wort daraus zu machen. Du siehst aber, dass die Buchstaben S und F häufig vorkommen. Wenn du genug von diesen Botschaften abfängst und zum Beispiel weißt, welche Buchstaben in einer Sprache am meisten vorkommen – bei uns sind es die Vokale E, A, I und bestimmte Konsonanten wie N, R, T, S –, kannst du also einfach ausprobieren und so herausbekommen, welche Worte Sinn machen.

Wenn seltsame Doppelbuchstaben vorkommen – wie XX oder UU –, ist das auch ein Hinweis. Denn wenn man weiß, dass eine Nachricht in Deutsch oder Englisch geschrieben wurde, kann man vermuten, dass Doppelbuchstaben eher so was wie RR, TT, OO, AA, SS, NN, MM oder GG sein müssten und nicht irgendwie QQ oder JJ. (Arabisch zum Beispiel wär’ da wieder ganz was anderes!) Auf diese Weise kann man so einen Code irgendwann knacken.

Das Allersicherste ist deswegen, wenn du jedes Mal einen völlig neuen Code verwendest. Stell dir einen Block vor, auf dem mal

A

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K

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P

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D

steht und das nächste Mal:

A

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L

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C

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Y

J

N

M

F

G

U

… und dann wieder was völlig anderes.

Für jedes Wort (oder für jeden Buchstaben!) verwenden du und dein Partner einen neuen Code, den nur ihr kennt. Das nennt man einen Einmalblock. So ein Code, der sich ständig verändert und immer nur einmal verwendet wird, ist mehr oder weniger unmöglich zu knacken. Außer der andere kriegt diesen Block in die Hand, dann hast du nämlich original verschissen.

Ungefähr dasselbe ist den Nazis im 2. Weltkrieg passiert: Die haben nämlich ein U-Boot verloren, das eine Chiffriermaschine an Bord hatte – eine Enigma-Maschine. Steht auch eine hier im Deutschen Museum, die kann man sich angucken gehen. Diese Enigma-Maschine, das waren mehrere drehbare Trommeln mit Buchstaben, die man jeden Tag neu einstellen musste, also jeweils auf den aktuellen Code. Da die Engländer aber auch so eine Enigma-Maschine hatten, konnten sie rauskriegen, welche Codes möglich waren. Um die alle auszuprobieren, wurden einige der allerersten Computer gebaut, von so einem Verrückten namens Alan Turing. Na ja, Glück gehabt, würd ich mal sagen. Sonst würden wir jetzt alle noch im Gänsemarsch in Reitstiefeln rumlaufen und »Sieg Heil!« brüllen.

Viel mehr muss man über Kryptologie eigentlich nicht wissen. Das ist nämlich vor allem stupides Rumprobieren, und dafür gibt’s zum Glück die Computer. Die wurden sozusagen dafür erfunden. Das beste Beispiel ist die sogenannte Wörterbuch-Attacke: Dabei probiert der Computer einfach jedes Wort aus einem riesigen Lexikon aus, und wenn dein Passwort dabei ist, dann wirst du gehackt. So einfach ist das. Und da der Computer ein paar Millionen Wörter und Wortkombinationen in der Sekunde ausprobieren kann, geht das natürlich ruckzuck. Deshalb sollte man nie irgendwelche normalen Wörter oder Namen als Passwort wählen.

Warum erzähl ich euch das alles? Wartet nur, jetzt wird’s gleich spannend. Der Witz ist nämlich, dass wir heute ständig Geheimcodes verwenden und verschlüsselte Botschaften verschicken, nur – wir merken es gar nicht. Egal ob wir mit dem Handy telefonieren oder eine Website mit der Adresse »https:« anklicken, das alles wird verschlüsselt. Sonst könnte ja jeder deine Telefongespräche abhören. Verrückterweise sind deine Handy-Gespräche sicherer als der Polizeifunk: Die armen Kerle haben nämlich nur stinknormale Funkgeräte. Bei denen kann jeder mithören, der das richtige Funkgerät hat.

Diesmal hatte der Binhexer was Neues aufgetan und uns einen Link geschickt mit der Erklärung:

BVUPT GVFS BMMF

Wenn du unseren Supersimpel-Code von oben – jetzt in umgekehrter Richtung, B = A, C = B und so weiter – darauf anwendest, siehst du gleich, um was es geht:

A

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Na, hast du’s?

Los, Alter, nimm dir einen Zettel und einen Stift und knack den Code, ist doch kein Ding!

Ich warte. Dann schreib’s hier hin:

_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Alles klar? Weiter geht’s:

Der Link führte zu einem Post auf hackerblog.de. Dort ging es tatsächlich um Autos. Anscheinend hatten irgendwelche Schlauberger von der Ruhr-Uni in Bochum es geschafft, den Code zu knacken, mit dem die meisten Autoschlüssel funktionieren. Das System hieß KeeLoq und wird in vielen großen Automarken für diese Biep-Biep-Schlüssel verwendet.

Die müssen natürlich verschlüsselt funken, sonst könnte ja jeder mit einem Funkgerät dein Biep-Biep aufnehmen und wieder abspielen, um dein Auto zu klauen. Da erfinden die also dieses supergeheime Verschlüsselungssystem, das in Türöffner und alles Mögliche eingebaut ist. Und dann kommen echt irgendwelche Genies von der Uni daher, die das Zeug knacken und damit ins Internet gehen, bloß um zu zeigen, wie toll sie sind. Das muss die Autofirmen aber ganz schön ärgern, dachte ich mir. Und den nächsten Gedanken musste ich gleich laut aussprechen:

»Mülli – das müssen wir ausprobieren!«

Kapitel2-Vignette.jpg

»Boah, krass«, staunte Mülli – wie immer, wenn er mit der echten Welt konfrontiert war statt mit einem seiner Spiele. »Und damit kann man echt Autos klauen?«

»Keine Ahnung, mal gucken.« Ich freute mich schon auf das Abenteuer. Natürlich hatte ich nicht vor, irgendwelche Autos zu klauen. Das würd auch ziemlich bescheuert aussehen, mit 14. Ich wollte nur wissen, ob’s geht.

»Guck mal, da ist sogar ein Software-Tool zum Download«, staunte ich. Unsere Streber-Studenten haben’s uns echt leicht gemacht. Wenn du erst mal eine Formel gefunden hast, so einen Code zu knacken, dann kann man das auch ganz einfach in ein Programm verpacken.

»Hier steht noch … wir brauchen einen USB-fähigen Mikrowellen-Transponder auf der ISM-Frequenz 433 MHz.«

»Häh? Was’n das?« Mülli glotzte mich verwirrt an.

»Keine Ahnung. Tarkan, hast du so was?«

»Nee, keine Ahnung, frag doch so’n Elektro-Schrotthändler.«

Bei uns im Bahnhofsviertel gibt’s nämlich nicht nur Computer- und Handy-Läden, sondern auch haufenweise Elektronik-Läden für die richtigen Freaks, die sich alles selber löten wollen. Da kannste dann Elektroden, Dioden und Transistoren im Kilo kaufen. Ich geh dort immer ganz gern rein, nur um zu gucken und die seltsamen Typen mit Pickeln und Hochwasserhosen anzustarren. Aber diesmal wollten wir echt was kaufen. Da fiel mir aber siedend heiß ein, dass meine Mama in letzter Zeit jedes Mal durchklingelte, sobald ich mehr als fünf Schritte aus dem Laden machte. Sie fragte dann sofort, wo ich hinwolle. Und wenn ich das Handy einfach liegen lasse, dann spürt die das, ich schwör’s euch, und ruft wieder sofort an. Ich wollte ihr nicht erklären müssen, dass wir gerade ein Gerät zum Autoklauen basteln. Und anlügen kann ich sie sowieso nicht, da hat die einen 1A eingebauten Lügendetektor für. Also kritzelte ich die Beschreibung auf einen Zettel und drückte sie dem verdatterten Mülli in die Hand.

»Was soll ich jetzt damit?«

»Ja, mach dich mal nützlich hier«, blaffte ich ihn etwas genervt an. Ist doch wahr, Mann. Kann doch auch mal was tun, der Pilot. Verwirrt schaute er den Zettel an, als wär’s ’ne besonders fiese Schulaufgabe – eine, bei der es dir plötzlich total schwummerig und schwarz vor Augen wird, weil das ganze Blut aus deinem Hirn geflossen ist. Dabei stand auf dem Zettel nur:

»Mikrowellen-Transponder, ISM Frequenz 433 MHz, USB-Anschluss.«

Mülli guckte mich immer noch an wie geklont, während ich ihn Richtung Tür steuerte. »Das machst du schon, zeig ihm einfach den Zettel und gib ihm das Geld«, sagte ich und drückte Mülli zum Trost 50 Euronen in die Hand. Die hatte ich von dem Geld, das Tarkan mir ab und zu fürs Mithelfen bezahlt. Dann schubste ich Mülli Richtung »Elektro Schiesser«: so’n düsterer Laden aus dem vorletzten Jahrhundert mit lauter verstaubten Regalen, wo die Modelleisenbahnfreaks und Elektrobastler den ganzen Tag rumhängen. Mit dem Zettel in der einen Hand und dem Geld in der anderen wankte er ungläubig davon, als würde ich ihn im Kolosseum den Löwen zum Fraß vorwerfen:

»Enis, kannst du das nicht machen …?«

»Nee, ich muss hier auf den Laden aufpassen«, log ich, obwohl Tarkan heute drei seiner Jungs dahatte. Keinesfalls wollte ich zugeben, dass meine Mama mich telefonisch angekettet hatte.

Nach zehn Minuten war Mülli jedoch wieder da, mit einer weißen Plastiktüte ohne Aufschrift und holte daraus eine neue weiße Schachtel, auf der stand: »Babyfon 3000.«

Eine Sekunde lang starrten wir alle wie blöde. Dann fingen Tarkan und ich synchron zu prusten an, ein Lachen, das uns eher durch die Nase explodierte als sonst was, und bald lagen alle am Boden oder auf dem Tresen und brachen voll ab. Mülli wurde etwas rot und versuchte mitzulachen, wusste in dem Moment aber nicht, ob der Verkäufer ihn veräppelt hatte – oder wir, oder alle zusammen: »Was ist denn? Ist das nicht das Richtige? Er hat gesagt …«

»Doch, doch«, tröstete ich ihn und sah mir die Packung an. Tatsache ist nämlich: Die Babyfon-Dinger laufen auf derselben Frequenz wie Autoschlüssel, Garagenöffner und andere Fernbedienungen. Na, kein Wunder dass die immer Störungen kriegen und die übermüdeten Eltern zwanzig Mal in der Nacht aufscheuchen! Wer lässt sich so was nur einfallen?

Tja, und das Babyfon hatte einen USB-Anschluss, mit dem man irgendwelche Zusatzfunktionen programmieren konnte.

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