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Cotton Reloaded - 27

Inhalt

  1. Cover
  2. Was ist COTTON RELOADED?
  3. Über dieses Buch
  4. Über den Autor
  5. Titel
  6. Impressum
  7. 0:00 Uhr
  8. 1:28 Uhr
  9. 2:31 Uhr
  10. 3:01 Uhr
  11. 5:04 Uhr
  12. 8:06 Uhr
  13. 09:31 Uhr
  14. 11:58 Uhr
  15. 14:49 Uhr
  16. 16:52 Uhr
  17. 18:17 Uhr
  18. 20:46 Uhr
  19. 21:16 Uhr
  20. 22:56 Uhr
  21. 24:00 Uhr
  22. In der nächsten Folge

Was ist COTTON RELOADED?

Dein Name ist Jeremiah Cotton. Du bist ein kleiner Cop beim NYPD, ein Rookie, den niemand ernst nimmt. Aber du willst mehr. Denn du hast eine Rechnung mit der Welt offen. Und wehe, dich nennt jemand »Jerry«.

Eine neue Zeit. Ein neuer Held. Eine neue Mission. Erleben Sie die Geburt einer digitalen Kultserie: COTTON RELOADED ist das Remake von JERRY COTTON, der erfolgreichsten deutschen Romanserie, und erzählt als E-Book-Reihe eine völlig neue Geschichte.

COTTON RELOADED erscheint monatlich. Die einzelnen Folgen sind in sich abgeschlossen. COTTON RELOADED gibt es als E-Book und als Audio-Download (ungekürztes Hörbuch).

Über dieses Buch

Silvester, New York City
Mitten in der Nacht wird Special Agent Philippa Decker ins Fairmont Hotel gerufen. Eine Frau aus dem Zeugenschutzprogramm und ein FBI-Agent, der sie beschützen sollte, wurden ermordet aufgefunden. Die Tote war eine wichtige Kronzeugin im laufenden Verfahren gegen einen international agierenden Waffenhändler. Dem FBI bleibt nicht mehr viel Zeit, denn sollten binnen 20 Stunden keine weiteren Beweise gegen den Waffenhändler vorliegen, muss er aus der U-Haft entlassen werden.

Vor Ort findet das NYPD eine heiße Spur. Mit ihrem eigenen Blut hat die Tote einen Namen auf den Holzdielen hinterlassen: Jeremiah Cotton.

Der Autor

Peter Mennigen wuchs in Meckenheim bei Bonn auf. Er studierte in Köln Kunst und Design, bevor er sich der Schriftstellerei widmete. Seine Bücher wurden bei Bastei Lübbe, Rowohlt, Ravensburger und vielen anderen Verlagen veröffentlicht. Neben erfolgreichen Büchern, Hörspielen und Scripts für Graphic Novels schreibt er auch Drehbücher für Fernsehshows und TV-Serien.

0:00 Uhr

31. Dezember – Silvester – der letzte Tag des Jahres nahm seinen Anfang. Und nichts und niemand auf der Welt hätte Special Agent Philippa »Phil« Decker auf das vorbereiten können, was sie an diesem Morgen erwarten sollte.

Noch wirkte die Agentin entspannt, als sie am Tatort eintraf. Dafür, dass es Mitternacht war und ihr eine Spätschicht in den Knochen steckte, sah sie erstaunlich frisch aus. Das Haar makellos frisiert und im Gesicht kaum eine Spur von Müdigkeit auszumachen.

Sie parkte ihren weißen Porsche Carrera 911 auf dem Stellplatz des Fairmont, einem unscheinbaren Hotel unweit des East Rivers. Den Rest des Weges legte sie zu Fuß zurück. Unter ihren gefütterten Boots knirschte Neuschnee. Am späten Abend hatte es in New York zu schneien begonnen, inzwischen fielen die Flocken immer dichter.

Am Vordereingang des Hotels war eine Ansammlung Lichterketten von Weihnachten übrig geblieben. Decker steuerte darauf zu und schob eine Drehtür aus Glas auf. Dahinter umfing sie im Foyer ein Schwall warmer Luft. Am Empfangstresen stand ein älterer Portier mit ungepflegten Haaren und schweren Augenlidern. Decker erwartete, dass er sie fragte, ob er ihr helfen könne. Aber der Mann glotzte die Besucherin nur lethargisch an und ließ sie passieren. Die Agentin spürte seinen Blick noch, als sie die ausgetretenen Stufen zum ersten Stockwerk hinaufging. Ihren Informationen nach war dort ein Doppelmord verübt worden. Was sie nicht wusste, war: Weshalb Detective Brandenburg sie im HQ angerufen und ausdrücklich sie und niemand sonst zu dem Tatort gebeten hatte. Und zwar unter Umgehung des Dienstweges. Eigentlich hätte er zuerst Rücksprache mit ihrem Vorgesetzten halten und ihn von der Sachlage in Kenntnis setzen müssen.

Davon abgesehen fiel die Aufklärung von gewöhnlichen Mordfällen in den Zuständigkeitsbereich der New Yorker Mordkommission und keinesfalls in den des G-Teams. Was im Umkehrschluss bedeutete, dass dieser Fall von Brandenburg als außergewöhnliches Verbrechen eingestuft wurde.

Auf der Treppe warf Decker einen Blick auf ihre Uhr. Noch knapp eine Stunde bis Dienstschluss. Anschließend konnte sie nach ein paar Stunden Schlaf die Koffer für ihren wohlverdienten Neujahrsurlaub packen. Den Jahreswechsel plante sie in einem Luxushotel in Connecticut mit ihrer überaus charmanten Neueroberung Travis Bennett zu verbringen.

Im ersten Stock betrat sie einen Flur. Am Ende des Korridors sicherte ein uniformierter Beamter des NYPD den Zugang zu einem Hotelzimmer mit gelbem Absperrband. An der Tür angekommen präsentierte Decker ihm ihren FBI-Ausweis und betrat den Schauplatz des Verbrechens.

Dort befanden sich ein übergewichtiger Mann von der Spurensicherung und ein genervt wirkender Detective Brandenburg. Missmutig, beide Hände in den Taschen seines Trenchcoats vergraben, war er in ein Gespräch mit dem Forensiker vertieft, der Röhrchen mit Blut- und Gewebeproben sichergestellt hatte. Der Detective nickte der Agentin kurz zu, als er sie bemerkte, und führte dann seine Unterhaltung fort.

Decker blieb stehen und sah sich ein wenig um. Das Bett war unbenutzt. Am Fußende lag ein Mann rücklings auf dem Fußboden. Etwa Mitte dreißig, trug einen dunklen Anzug, das Jackett geöffnet. Das Hemd klebte auf seiner Brust. In Höhe des Herzens durchtränkte es ein dunkler Blutfleck.

Auf der anderen Bettseite konnte die Agentin eine zweite Leiche ausmachen. Die einer Frau. Sie lag mit dem Bauch auf dem Boden, das Gesicht zur Seite gedreht. Schlanke Statur, beinahe grazil. Hatte modisch frisiertes rotes Haar und spielte altersmäßig ungefähr in der gleichen Liga wie ihr toter Begleiter. Die Unbekannte trug eine eher schlichte Bluse, der Rock war ein wenig hochgerutscht. Unter ihrem Körper hatte sich eine rote Blutlache ausgebreitet. Nirgendwo Anzeichen eines Kampfes, der den Morden vorausgegangen sein könnte.

»Special Agent Decker«, riss Brandenburg sie aus den Gedanken. »Schön, Sie zu sehen. Sie wirken ein wenig unkonzentriert, wenn mir die Feststellung gestattet ist.«

»Möglicherweise deshalb, weil normale Mordfälle wie der hier nicht mein Job sind«, konterte sie den Vorwurf.

»Was das angeht, werden Sie Ihre Meinung wohl revidieren müssen«, behauptete er. »Es ist ja nicht so, dass ich mir nichts Schöneres vorstellen könnte, als mir den Silvestermorgen mit Ihrem Anblick zu versüßen. Aber ich helfe halt gern. Nichts zu danken.«

»Wofür?«, wunderte sie sich. »Also dann, ich bin hier. Was gibt es?«

»Zwei Leichen«, antwortete er.

»Tatsächlich?« Sie verkniff sich den Ausdruck »Blödmann«. »Wäre mir glatt entgangen. Sonst noch was?«

»Beide Opfer wurden jeweils durch einen Schuss in die Brust getötet«, fuhr er fort. »Ihr Mörder benutzte immer nur eine Kugel. Was darauf hindeutet, dass es sich bei dem Täter um einen guten Schützen, wahrscheinlich um einen Profi handelt, der nicht zum ersten Mal getötet hat.«

»Zeitpunkt des Todes?«

»Der Anruf des Portiers ging vor etwa einer Stunde auf dem Revier ein. Er gab an, zwei Schüsse gehört zu haben.«

»Hat er nicht nachgesehen, ob er jemandem helfen könnte?«

Der Detective verzog das Gesicht zu einem freudlosen Grinsen. »Willkommen in New York. Wenn in dieser Stadt jemand Schüsse hört, geht er seiner Gesundheit zuliebe der Ursache besser nicht auf den Grund.«

»Hat jemand aus den benachbarten Zimmern möglicherweise den Schützen gesehen?«

»Schon vergessen, was ich gerade über die New Yorker und ihr Verhältnis zu Schüssen sagte? Davon abgesehen stehen die meisten Räume leer.«

»Was ist mit dem Portier?«, bohrte sie weiter. »Hat er zur Tatzeit jemanden das Hotel betreten oder verlassen gesehen?«

»Haben wir bereits überprüft«, antwortete er. »Ihm ist angeblich kein Verdächtiger in der Lobby aufgefallen. Allerdings bezweifle ich, dass er den ganzen Abend hinter dem Empfangstresen stand.«

»Zumindest widerlegt der Tathergang Ihre Theorie, was das Profil des Killers angeht. Ein Profi hätte einen Schalldämpfer benutzt.«

»Sie meinen also, die Tat fand im Affekt statt?«

»Es sei denn, der Täter legte gesteigerten Wert darauf, dass man die Schüsse hörte und umgehend die Polizei alarmierte. Ist die Identität der Opfer bekannt?«

»Wird noch erkennungsdienstlich behandelt«, antwortete der Detective. »Beide hatten keinen Ausweis dabei, was irgendwie merkwürdig ist.«

»Der Mörder könnte ihnen die Papiere abgenommen haben«, warf Decker ein. »Um uns mit der Identitätssuche zu beschäftigen und so selbst Zeit zum Untertauchen zu gewinnen. Unter welchem Namen haben die beiden in dem Hotel eingecheckt?«

»Als Mr und Mrs Smith, wobei wir wohl davon ausgehen dürfen, dass das nicht ihre richtigen Namen sind.«

»Für mich sieht das Szenario nach einem Eifersuchtsdrama aus«, legte sich Decker fest. »Ein Mann und eine Frau inkognito in einem Hotelzimmer, da braucht man nicht viel Fantasie, um zwei und zwei zusammenzuzählen. Möglicherweise ertappte der Ehemann hier vorhin seine untreue Frau mit ihrem Geliebten und drehte durch.«

Brandenburg massierte mit einer Hand seine Stirn und dachte kurz nach. »Klingt plausibel. Ich wünschte nur, es wäre so einfach.«

Was Decker zu der Frage brachte, die ihr schon die ganze Zeit auf den Lippen brannte: »Bevor wir jetzt weiter in die Details gehen, würde ich gerne wissen: Weshalb baten Sie mich eigentlich her? Der Fall gehört eindeutig in Ihr Ressort.«

»Nein, das denke ich nicht«, widersprach er. »Bevor die Frau starb, hat sie mit ihrem Blut eine Botschaft auf dem Parkett hinterlassen. Die sollten Sie unbedingt mal lesen.«

Decker umrundete das Bett, bis sie sah, was Brandenburg meinte. Bei dem Anblick überlief es sie eisig, als würde sie splitternackt draußen im frostigen Dezemberwind stehen.

Der Oberkörper der Ermordeten wirkte etwas verdreht, weil sie den rechten Arm über ihren Kopf gereckt hatte. Die Hand war mit getrocknetem Blut überzogen. Mit den Fingerkuppen hatte sie in ungelenken Buchstaben einen Namen auf die Holzdielen geschmiert: Jeremiah Cotton.

Obwohl Decker die Schriftzeichen klar und deutlich vor sich sah, beharrte ihr Verstand darauf, dass ihre Augen sich täuschten. Oder falls es sich tatsächlich um die Identität des Mörders handelte, musste die Namensgleichheit mit ihrem Kollegen ein Zufall sein. Ein unglaublich verrückter und ein in höchstem Maß unwahrscheinlicher Zufall.

Brandenburg zog die Luft zwischen den zusammengebissenen Zähnen ein. »Schlimme Nachricht, tut mir leid.«

»Sie haben recht.« Decker presste die Lippen aufeinander, den Blick starr auf die mit Blut geschriebenen Buchstaben gerichtet. »Das ist in der Tat eine schlimme Nachricht. Wer das liest, könnte leicht die falschen Schlüsse daraus ziehen.«

»Ist mir bewusst«, knurrte er. »Ich möchte auch nicht, dass irgendwer irgendwelche unausgegorenen Verdächtigungen in Umlauf bringt. Verstehen Sie jetzt, weshalb ich Sie herbat und niemand sonst vom FBI? Soweit ich weiß, arbeiten Sie enger mit Jeremiah zusammen als irgendein anderer Agent.«

»Gibt es weitere Spuren, die Rückschlüsse auf den Täter zulassen?«

»Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen.« Brandenburg ließ seinen Blick durch das Zimmer wandern. »Allerdings fürchte ich, jemand will unserem guten Jeremiah einen Doppelmord in die Schuhe schieben. Das ist zwar keine konkrete Spur, aber zumindest ein Hinweis, den man verfolgen sollte.«

In diesem Augenblick betrat ein weiterer Forensiker der Spurensicherung den Raum. Nachdem er Decker begrüßt hatte, präsentierte er Brandenburg einen durchsichtigen Plastikbeutel mit einer sichergestellten Pistole.

»Die Waffe habe ich am rückwärtigen Hotelausgang gefunden«, erzählte er. »Lag in einer Mülltonne ganz obenauf.«

»Könnte nicht nur wegen des Kalibers die Mordwaffe sein«, stellte der Detective fest. »Ich meine, so was wirft man schließlich nicht einfach in den Hausmüll.«

»Ein weiteres Indiz dafür, dass wir es mit keinem Profi zu tun haben. Der hätte gewusst, dass man die Pistole in der Mülltonne des Hotels sofort findet.«

»Wurde die Seriennummer an der Kanone abgefeilt?«, fragte Brandenburg lässig, als sei diese Frage eigentlich überflüssig.

Doch zu seiner Überraschung antwortete der Forensiker: »Nein, die ist klar und deutlich zu erkennen.« Er nannte die Zahlen.

Decker nahm ihr Smartphone aus dem Mantel, loggte sich damit online in die passwortgesicherte FBI-Datenbank für registrierte Waffen ein und überprüfte die Nummer.

»Und?« Brandenburg sah sie erwartungsvoll an.

»Die Seriennummer gehört zu Cottons Dienstwaffe«, stöhnte sie.

Der Detective nickte, als hätte er die Antwort auf seine Frage schon gewusst, ehe er sie gestellt hatte.

Die Agentin holte tief Luft. »Dazu werde ich meinem Kollegen wohl ein paar Fragen stellen müssen.« Sie betätigte an ihrem Smartphone eine Kurzwahltaste mit Cottons gespeicherter Nummer.

Der G-Man hatte seit Stunden Feierabend. Deshalb rief sie ihn in seinem Apartment auf dem Festnetz an. Es meldete sich niemand. Sie versuchte es auf seinem Smartphone.

Nach einer gefühlten Ewigkeit vernahm sie ein kaum hörbares Keuchen. »Decker?«

»Verdammt, Cotton, wo sind Sie?«

»Helfen Sie mir«, murmelte er mit ersterbender Stimme.

Dann gab es einen dumpfen Knall und das Gespräch brach ab.

Decker zuckte zusammen, als hätte sie eine Ohrfeige bekommen. Sie zwang sich zur Ruhe und wählte das Mobilphone des G-Man noch mehrmals an.

Er meldete sich nicht mehr.

1:28 Uhr

Cotton war tot. Zumindest fühlte er sich so. Wie nach einer verdammten Höllenfahrt, an deren Ende sich sein Geist ins Jenseits verabschiedet hatte.

Schwer atmend saß er im Schnee, mit dem Rücken gegen eine verbeulte Mülltonne gelehnt. Wie war er bloß hierher gekommen? Er schloss die Augen, um seinem Gedächtnis irgendeine Szene aus den vergangenen Stunden abzuringen. Doch die Ereignisse schienen wie in einer Nebelsuppe versunken.

Er erinnerte sich verschwommen an das Klingeln seines Smartphones vor einigen Minuten, das ihn aus der Bewusstlosigkeit gerissen hatte. Ganz schwach entsann er sich auch noch an Deckers Stimme, bevor ihm erneut schwarz vor Augen geworden war.

Mehr gab sein Gedächtnis nicht preis, weshalb er seine Konzentration auf die Gegenwart lenkte. Kaum imstande den Kopf zu heben, versuchte er sich ein Bild von der Umgebung zu machen. Schien eine schmale Sackgasse zu sein, die in der Hauptsache von Mülltonnen eingenommen wurde. Gesäumt von tristen Mauern. Nirgendwo Fenster. Ein Kopfende verschluckte die Dunkelheit, am anderen beleuchtete eine Laterne die Einmündung zu einer größeren Straße. Außer ihm weit und breit kein Mensch.

Er probierte auf die Beine zu kommen. Rutschte aber immer wieder im Pulverschnee aus. Nach drei Fehlversuchen blies er die Aktion ab und ergab sich seinem Schicksal. Dicke Schneeflocken trafen sein Gesicht und begannen augenblicklich auf der Haut zu schmelzen. Er zeigte keinerlei Reaktion darauf, weil er wieder weggetreten war.

*

Nach dem abgebrochenen Telefonat mit Cotton hatte Decker beim HQ angerufen und eine Ortung seines Smartphones angefordert. Solange das Gerät eingeschaltet blieb, blieb auch der integrierte GPS-Sender aktiv und damit lokalisierbar.

Nachdem sie sich von Brandenburg verabschiedet hatte, wartete die Agentin in ihrem Porsche auf eine Antwort aus dem HQ. Die dort ermittelten GPS-Daten von Cottons Smartphone wurden an das Navigationsgerät ihres Wagens weitergeleitet. Was die Fahrerin wiederum mit den entsprechenden Richtungsvorgaben versorgte und sie so zu dem G-Man lotste.

Decker fuhr los. Ihr Ziel befand sich keine hundert Meter vom Tatort im Fairmont Hotel entfernt. Dort parkte sie ihren Porsche in einer Haltebucht und hastete zu einer Gasse, in der Cottons Smartphone geortet worden war.

Bevor sie um die Ecke bog, nahm sie ihre Dienstwaffe aus dem Holster und verstaute sie entsichert in der Manteltasche. Die Hand am Kolben konnte sie notfalls blitzschnell ziehen und abdrücken.

Vorsichtig betrat sie die düstere Passage. Tiefschwarz hoben sich davor die Umrisse von Mülltonnen und die des G-Man von dem Schnee ab. Außer Cotton war niemand zu sehen.

Deckers lauter werdende Schritte rissen ihn aus seinem Dämmerzustand. Er versuchte die Augenlider zu heben und den Kopf in Richtung der Schritte zu drehen.

»Mein Gott, Sie sehen ja fürchterlich aus.« Sein jämmerlicher Anblick ging der Agentin ziemlich an die Nieren.

Verschwommen registrierte Cotton, dass sich eine Gestalt über ihn beugte. Mit einiger Verzögerung erkannte er seine Kollegin.

»Miss Decker«, lallte er mit bleischwerer Zunge.

»Sind Sie etwa betrunken?« Ihr Blick verriet Bestürzung und Verärgerung zugleich.

»Mir ist schon klar, dass ich in meinem gegenwärtigen Zustand dem FBI keine sonderliche Ehre mache«, antwortete er mit schwer angesäuselter Stimme. »Und ich weiß nicht, ob Sie mich in diesem Zustand wirklich sehen wollen, doch ich fürchte, Sie müssen es.

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