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Coffeeshop 1.01

 

Was ist Coffeeshop?

Coffeeshop ist ein zwölfteiliger Serienroman, jede Woche erscheint eine neue Episode. Neben dem E-Book gibt es Coffeeshop auch als multimediale App, als Audio-Download (ungekürztes Hörbuch) und als Read&Listen E-Book (Text in Verbindung mit Hörbuch).

Die Autorin

Gerlis Zillgens lebt und arbeitet als freie Autorin in Köln. Sie schreibt seit vielen Jahren erfolgreich Romane und Drehbücher, entwickelt Fernsehserien und tourt als Kabarettistin durchs Land. Ansonsten veranstaltet sie gern Lesungen, liebt den Blick aus ihrem Arbeitszimmer, Salsa tanzen und Berlin.

Die vier Hauptfiguren

Sandra

Sandra ist Sachensucherin. Ihre Kunden sind Menschen, die etwas suchen, was sie selbst nicht finden können. Ihr Büro ist ein Tisch im Coffeeshop, einem gemütlichen Café in Berlin-Mitte, das von ihrem schwulen Freund Captain betrieben wird.

Captain

Captains Café ist Dreh- und Angelpunkt von Sandras Leben und dem ihrer Freunde. Captain ist immer wieder auf der Suche nach neuen männlichen, möglichst attraktiven Hilfskellnern. Der Einfachheit halber nennt er sie nur »Schätzchen«, da er sie so häufig auswechselt wie die Tagesgerichte im Coffeeshop.

Nils

Nils studiert Veterinärmedizin, aber eigentlich ist er hauptberuflich Sachensuchassistent von Sandra. Bei ihren Aufträgen geraten die beiden in Situationen, die sie näher zusammenbringen. Aber sie sind ja nur beste Freunde…

Klaudi

Klaudi ist Sandras beste Freundin. Neben Sandra hat Klaudi aber noch weitere ca. 7.112 Freunde – bei Facebook –, denen sie alles mitteilt, was in ihrem Leben und dem ihrer Freunde Sandra, Captain und Nils passiert.

Coffeeshop
Gerlis Zillgens

Absatztrenner

Episode 1
Ein Büro, ein Büro

»Ick suche also bin ick!«
(frei nach einem französischen Philosophen)

»Ick bin ein Pfannkuchen.«
(frei nach einem amerikanischen Präsidenten)

»Schätzchen, zwei Moccacino, ein Erdbeerfrappé, ein Cappuccino mit laktosefreier Milch ohne Kakaopulver!« Captain röhrt die Bestellung so laut durch den Raum, als würde Schätzchen einige Kilometer weiter, unter Tausenden von Rockkonzert-Zuhörern am Brandenburger Tor, stehen. Captain ist gern mal ein wenig »zu«. Zu laut, zu schrill, zu ausufernd. Im Grunde ist das »zu« aber nur ein Ablenkungsmanöver von einem zu guten Herzen.

Facebook_Anfang

Facebook_Ende

Captain heißt übrigens gar nicht Captain, sondern Detlef. Aber Detlef geht natürlich gar nicht. Und noch viel weniger, wenn man schwul ist. Den Namen Captain hat ihm einer seiner Ex-Lover gegeben. Wenn man Captain schnell und nachhaltig ärgern will, muss man ihn nur Detlef nennen. Ich will ihn nicht ärgern. Ich bin ein sympathischer Mensch.

Schätzchen fummelt hektisch an der Espressomaschine herum. Er sieht genauso phantastisch aus, wie er unfähig ist, sich auch nur zwei unterschiedliche Bestellungen zu merken, geschweige denn, sie ordentlich zu produzieren oder gar an dem Tisch abzuliefern, an dem sie in Auftrag gegeben wurden. Schätzchen wird, wie die meisten serviceunbegabten Schätzchen zuvor, den Job in derselben Nacht verlieren, in der er mit dem Chef im Bett landet. Also vermutlich in der kommenden Nacht. Schätzchen jobbt immerhin schon drei Tage hier.

»Sandra!«, ruft Captain aus der Küchenklapptür unverkennbar tuntig zu mir herüber. »Wenn du was trinken willst, sag Schätzchen Bescheid!«

Captain hüpft gern zwischen den Rollen hin und her. Mal seriös, dann flippig, an einem Tag wie ein hochintelligenter Einstein-Klon philosophierend, kann es ihm schon am nächsten Tag Spaß machen, einen IQ knapp über Hausschwein vorzutäuschen. Er spielt genauso gern den Stammtisch-Hetero mit derben Macho-Sprüchen wie die Super-Tunte. Beim Namen seiner Liebhaber, egal ob in spe, aktuell oder postum, variiert er allerdings nicht. Sie heißen prinzipiell Schätzchen. Was den Vorteil hat, dass er sich die vielen Namen nicht merken muss. So kommt es nicht zu Verwechslungen. Und damit zu Verletzungen. Captain will niemanden verletzen. Er weiß, was es heißt, verletzt zu werden.

Schätzchen gerät in Panik. Ein leichtes Beben, ein gehetzter Blick, Todesangst. Wie ein am Boden zusammengekauertes Kaninchen, über dem der zu allem entschlossene Habicht kreist. Werde ich ihn anfallen und ihm den Garaus machen? Ich sollte gnädig sein. Ich sollte ihn diesen Tag noch überleben lassen. Ich sollte ihm noch eine schöne Nacht gönnen.

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