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Clayton - Ein Mann am Scheideweg, Band 5: Western Serial

Pete Hackett

Clayton - Ein Mann am Scheideweg, Band 5: Western Serial

Cassiopeiapress Spannung





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Clayton - Ein Mann am Scheideweg -

Band 5

Western von Pete Hackett

 

Pete Hackett Western - Deutschlands größte E-Book-Western-Reihe mit Pete Hackett's Stand-Alone-Western sowie den Pete Hackett Serien "Der Kopfgeldjäger", "Weg des Unheils", "Chiricahua" und "U.S. Marshal Bill Logan".

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

 

 

Am folgenden Tag, gegen Mittag, kehrte Ken Clayton nach Great Bend zurück. Passanten blieben stehen und beobachteten ihn. Er brachte sein Pferd in den Stall, nahm dem Tier Sattel und Zaumzeug ab und versorgte es mit Heu, Hafer und Wasser.

Als er den Stall verließ, betrat Dan Donovan den Hof. „Vor wenigen Minuten erst habe ich erfahren, dass du zurückgekommen bist, Ken“, sagte der Oldtimer. „Warum ist Hank nicht mit dir zurückgekehrt? Und was – um alles in der Welt – wurde aus meinem Enkel?“

Clayton berichtete Dan Donovan, was sich in Russell und später dann auf dem Weg zurück nach Great Bend abgespielt hatte. Während er sprach, hievte er einen Eimer frisches Wasser aus dem Brunnen. Dan Donovan stand es regelrecht ins Gesicht geschrieben, wie erleichtert er war, weil sein Schwiegersohn nicht ernsthaft verletzt war und sich Tim in Sicherheit befand. „Was nun, Ken? Mitchell beschäftigt ungefähr ein Dutzend Schnellschießer und Schläger, und du bist allein. Denk nur nicht, dass die Leute, die dir den Stern aufgeschwatzt haben, einschreiten, wenn es hart auf hart geht.“

„Bruce Hawkins und einige andere beherzte Männer der Stadt haben verhindert, dass ein lynchwütiger Mob Brian Nelson aufknüpfte“, wandte Ken Clayton ein.

Dan Donovan lachte höhnisch auf. „Sie bedrohten ein paar Schreihälse, die im Grunde ihrer Herzen feige sind und den Schwanz einziehen, wenn ihnen jemand die Zähne zeigt. Wenn es gegen Mitchells Wölfe geht, wirst du wahrscheinlich keinen finden, der sich dir an die Seite stellt.“

Ken Clayton nahm den Eimer vom Brunnenrand und trug ihn zum Haus. Das Gewehr hielt er in der linken Hand. Dan Donovan folgte ihm. In der Küche schüttete Clayton einen Teil des Wassers in eine verbeulte Waschschüssel aus Aluminium. Dan Donovan zog sich einen Stuhl heran, setzte sich rittlings darauf und beobachtete, wie Clayton den Oberkörper frei machte und sich wusch. Schließlich hielt er es nicht mehr länger aus, zu schweigen, und stieß hervor:

„Ich glaube, Ken, ich habe dir vorgestern Unrecht getan, als ich dir die Schuld an allem gab. Ich habe sehr viel nachgedacht, und es ist mir klar geworden, dass Great Bend einen Mann wie dich braucht. Nachdem du aufgetaucht bist, sind zwar die Dinge eskaliert, doch früher oder später hätte es sowieso gekracht hier. Unter der Oberfläche brodelt und gärt es schon lange. Und als nicht Mitchells Mann, sondern Cash Anderson zum Sheriff gewählt wurde, war das wie eine Weichenstellung. Deine Heimkehr hat alles nur beschleunigt.“

„Schön, dass du zu dieser Erkenntnis gekommen bist, Dan“, murmelte Ken Clayton und begann sich mit einem grünen Handtuch abzutrocknen. „Mag meine Rückkehr nach Great Bend dazu geführt haben, dass die Gewalt eskalierte – mag meine Heimkehr alles beschleunigt haben. Mit dem Stern an der Brust will ich dafür sorgen, dass sich hier auch einiges ändert, und zwar grundlegend.“

Clayton zog sich wieder an und stülpte sich den Stetson auf den Kopf. „Wo finde ich um diese Tageszeit den Town Mayor?“, fragte er.

„Wahrscheinlich zu Hause. Über eine City Hall verfügen wir nicht in Great Bend. Hawkins führt die Amtsgeschäfte von zu Hause aus, und wenn er nicht gerade seinen Mittagsschlaf hält, dann triffst ihn gewiss in seinem Büro an.“

Sie gingen nach draußen, auf der Plaza trennten sich ihre Wege. Ken Clayton traf Bruce Hawkins tatsächlich in dem Büro an, das er sich in seinem Haus eingerichtet hatte. Der Bürgermeister forderte ihn auf, Platz zu nehmen, und als Clayton saß, sagte er: „Ich habe Tim Perkins festgenommen. Er befindet sich im Gefängnis in Russell.“

Der Town Mayor schaute Clayton ohne die Spur einer Begeisterung an. Dann knurrte er: „In der Stadt pfeifen es in der Zwischenzeit die Spatzen von den Dächern, Clayton: Tim Perkins ist Ihr Sohn. Wenn Sie den Stern behalten, werden Sie ihn anklagen müssen. Und wenn ihn die Jury des Sheriffmordes für schuldig befindet, wird der Prozess mit einem Todesurteil enden. Als Sheriff werden Sie für die Vollstreckung verantwortlich sein.“

„Ich bin zu neunundneunzig Prozent davon überzeugt, dass Tim nicht der Mörder des Sheriffs ist“, erklärte Ken Clayton.

Im Gesicht des Town Mayors arbeitete es. Er starrte Clayton an, als versuchte er die Antworten auf seine Fragen von dessen Zügen abzulesen. Schließlich sagte er grollend: „Er wurde gesehen, als er schoss.“

„Wer hat es gesehen?“

„Nun …“ Hawkins legte die Stirn in Falten. Sekundenlang suchte er nach einer Antwort, dann stieß er hervor: „Einige haben doch unmittelbar nach dem Mord geschrien, dass es Tim Perkins und seine Kumpane waren …“

„Nur einer schrie es. Wer es war, weiß ich nicht.“

„Aber Brian Nelson hat doch auch ausgesagt, dass Tim geschossen hat.“

„Er sah nur, dass Tim anlegte“, versetzte Ken Clayton. „Dass Tim schoss, konnte er nicht bestätigen. Tim streitet es auch nicht ab, angelegt zu haben. Er wollte Anderson ein paar Kugeln um die Ohren knallen, um ihn zu erschrecken. Ja, er legte auf den Sheriff an. Aber geschossen hat ein anderer. Und vielleicht war es sogar derselbe Bursche, der kurz darauf brüllte, dass Tim Perkins und seine Kumpane den Sheriff niedergeknallt haben.“

Ein nachdenklicher Ausdruck schlich sich in Bruce Hawkins Miene, schließlich murmelte er versonnen: „Seine Schuld oder Unschuld festzustellen wird Sache des Gerichts sein. – Aus welchem Grund sind Sie zu mir gekommen, Clayton?“

„Das Office und der Zellenanbau müssen so schnell wie möglich neu aufgebaut werden“, antwortete Ken Clayton. „Ich denke, es wird in nächster Zeit einige Verhaftungen geben und ich muss die Verhafteten arretieren können.“

„Sie haben vor, auf Mitchell loszugehen, nicht wahr?“

„Ja. Ich bin davon überzeugt, dass er Cash Anderson töten ließ. Seine Leute ermordeten auf seine Anordnung hin Jeff Dogan und Brian Nelson, und drei von ihnen warteten auf Hank Perkins und mich zwischen Russell und dem Smoky Hill River. Sie ließen keinen Zweifel daran offen, dass sie uns umlegen wollten. Ihre Namen sind Chad Parker, Rich Burnett und James Nichols. Parker und Nichols sind tot, wobei Parker auf das Konto seines Kumpels Rich Burnett geht.“

„Ihre Überzeugung wird nicht ausreichen, um eine Verurteilung wegen der Ermordung des Sheriffs zu erwirken, Clayton“, verlieh der ...

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