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Clayton - Ein Mann am Scheideweg, Band 3 (Western Serial)

Pete Hackett

Clayton - Ein Mann am Scheideweg, Band 3 (Western Serial)





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Clayton - Ein Mann am Scheideweg -

Band 3

Western von Pete Hackett

 

Pete Hackett Western - Deutschlands größte E-Book-Western-Reihe mit Pete Hackett's Stand-Alone-Western sowie den Pete Hackett Serien "Der Kopfgeldjäger", "Weg des Unheils", "Chiricahua" und "U.S. Marshal Bill Logan".

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

 

 

 

Während die drei Kerle auseinander gingen, um sich im Hof zu verteilen und Ken Clayton zwischen sich zu bringen, schritt Tim Perkins in gerader Linie auf Clayton zu. Das spöttische Grinsen schien in seinem Gesicht festgewachsen zu sein, und beißender Spott schwang auch in seiner Stimme, als er kehlig rief: „Jetzt bekommst du es, Clayton. Ich habe es geschworen. Du wirst nicht erst morgen Mittag aus Great Bend verschwinden, sondern heute schon. Und zwar wirst du auf allen Vieren aus der Stadt kriechen, und du wirst heulen und mit den Zähnen knirschen.“

„Aus deinen Worten entnehme ich, dass du sehr gut bezüglich des Ultimatums Bescheid weißt, das mir Mitchell gesetzt hat“, grollte Ken Claytons Organ. „Daraus schließe ich, dass er euch vier als Werkzeug benutzt. Bezahlt er euch auch dafür, Perkins?“

„Mitchell ist ein großzügiger Mann“, versetzte Tim Perkins hohnvoll. „Und er hat Ehrgeiz. Eines Tages wird er dieser Stadt endgültig seinen Stempel aufdrücken, und ich werde sicher ein wichtiger Mann sein unter seiner Regie.“

„Er wird dich fallen lassen wie eine heiße Kartoffel, wenn er dich nicht mehr braucht“, prophezeite Ken Clayton, schaute über die Schulter, warf einen schnellen Blick nach links, dann nach rechts und registrierte, dass sie ihn eingekreist hatten.

Sekundenlang hatte er das Gefühl, von einer unsichtbaren Hand gewürgt zu werden. Sein Herz nahm einen schnelleren Rhythmus an. Doch Ken Clayton verdrängte diese aufkommende, logische Furcht und nahm sich vor, seine Haut so teuer wie möglich zu verkaufen. Er wollte es den vier Kerlen nicht einfach machen. In unzähligen Kämpfen erprobt kannte er eine Reihe von Tricks. Doch gab er sich keinen Illusionen hin. Es waren vier junge Burschen, er war mehr als doppelt so alt wie jeder von ihnen, Fairness war ihnen sicher ein Fremdwort und sie waren entschlossen, ihn zu Klump zu schlagen.

Er konnte diesen Kampf nicht gewinnen. Die Erkenntnis war bitter und er verspürte ein flaues Gefühl in der Magengegend.

„Gebt es ihm!“, gebot Tim Perkins.

Seine drei Kumpane hatten nur auf den Befehl gewartet und griffen an.

Doch da dröhnte ein Revolver, und in den verhallenden Schussdonner hinein rief Sheriff Cash Anderson mit Stentorstimme: „Stopp! Keinen Schritt weiter und die Flossen in die Höhe!“

Der Ordnungshüter war hinter dem Zaun hervor unter das Tor getreten, nun rammte er blitzschnell den Revolver ins Holster und nahm die Schrotflinte an die Hüfte. Mit kurzen Schritten kam er in den Hof, unter seinen Sohlen knirschte der Staub, in seinem Gesicht zuckte kein Muskel.

Unschlüssig standen die vier Kerle da.

Ken Clayton empfand das Auftauchen Cash Andersons wie die Rettung in letzter Not.

„Ich habe diese vier Dummköpfe schon eine ganze Weile beobachtet“, sagte der Sheriff. „Sie warteten, bis die beiden Schießbudenfiguren, die Mitchell geschickt hat, den Hof verließen. Einer gab ihnen ein Zeichen. Mir war sofort klar, was die Stunde geschlagen hatte. – Ihr sollt zum Himmel greifen!“

Jetzt wanderten ihre Hände in die Höhe.

„Tun Sie mir einen Gefallen, Clayton“, sagte der Sheriff, „und nehmen Sie den Narren die Schießeisen ab.“

Ken Clayton nickte, ging von einem zum anderen und entwaffnete sie.

„Und nun gehen wir zum Gefängnis, Jungs“, kommandierte Cash Anderson. „Du machst den Anfang, Perkins. Ihr anderen schließt euch ihm an. Im Gänsemarsch – vorwärts!“

„Das wirst du bereuen, Anderson“, knirschte Tim Perkins, sein Kopf zuckte herum und sein Blick verkrallte sich geradezu an Ken Claytons Gesicht. „Wir beide sind auch noch nicht fertig miteinander.“

„Schenk dir deine Drohungen, Perkins. Und nun schwingt die Hufe!“

Der Ordnungshüter trieb die vier Burschen vor sich her aus dem Hof und in Richtung Office, um sie hinter Schloss und Riegel zu bringen. Ken Clayton war auf der Straße vor dem Tor zu seinem Anwesen stehen geblieben und blickte ihnen hinterher. Schließlich aber besann er sich, dass er sein Pferd holen wollte, und stapfte quer über Straße in Richtung Mietstall.

Dick Warren kam aus dem Verschlag beim Stalltor, der ihm als Aufenthaltsraum und Stalloffice diente, kniff das linke Auge etwas zu, seine welken Lippen sprangen auseinander und er nuschelte: „Ich glaube, Clayton, über Great Bend braut sich ein alles vernichtendes Gewitter zusammen. Seit drei Tagen spricht man in der Stadt nur noch davon, dass Mitchell dir eindringlich geraten hat, deine Idee mit dem General Store und dem Frachtwagenunternehmen sausen zu lassen. In der vergangenen Stunde ist es mit der Schnelligkeit eines Steppenbrandes durch den Ort gegangen, dass du das Anwesen trotzdem gekauft hast. Bist du dir überhaupt bewusst, was du damit herausforderst?“

„Ja, Warren, dessen bin ich mir bewusst. Mitchell hat nämlich keine Zeit vergeudet und mir zwei seiner Schnellschießer geschickt, die mir ein Ultimatum setzten. Tim Perkins und drei seiner Kumpane sollten mir bei meiner Entscheidungsfindung behilflich sein und es mir auf die raue Art schmackhaft machen, aufzugeben.“

„Ich verstehe. Du siehst jedoch ziemlich unversehrt aus. Wie hast du dir Perkins und seine Kumpels vom Hals gehalten? Trägst du vielleicht unter der Jacke eine Waffe mit dir herum?“

„Der Sheriff hat die vier Dummköpfe gebremst. Jetzt sind sie auf Nummer sicher, und ob der Richter Tim Perkins ein weiteres Mal auf Kaution freilässt, ist fraglich.“

Dick Warren wiegte den Kopf. „Lambert ist nicht neutral. Wie eine Reihe weiterer Leute in Great Bend sieht er in Dave Mitchell den kommenden großen und mächtigen Mann, und darum hat er sich zum Speichellecker Mitchells degradiert.“

„In Great Bend – scheint mir – stinkt eine Menge zum Himmel“, murmelte Ken Clayton. „Nun ja … - Ich möchte mein Pferd, meinen Sattel und das dazugehörige Zaumzeug abholen, Warren. Ab heute wird das Tier in meinem eigenen Stall stehen.“

„In deiner Haut möchte ich nicht stecken, Clayton“, murmelte der Stallmann und drehte sich um. Schlurfend ging er zu einer Box, und gleich darauf führte er Ken Claytons Pferd auf den Mittelgang. Das Tier prustete und scharrte mit dem linken Vorderhuf. „Hat dir schon jemand gesagt, dass du gewissermaßen mit einem Fuß im Grab stehst?“

„Das muss man mir nicht sagen.“

„Ich frage mich, was einen Mann bewegt, sein Leben in die Waagschale zu werfen, nur um seinen Kopf durchzusetzen.

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