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Cherringham - Tödliche Melodie

Inhalt

  1. Cover
  2. Cherringham - Landluft kann tödlich sein - Die Serie
  3. Über diese Folge
  4. Die Hauptfiguren
  5. Über die Autoren
  6. Tödliche Melodie
  7. Impressum
  8. 1. Alte Freunde
  9. 2. Nur ein zwangloses Treffen
  10. 3. Weiterfeiern!
  11. 4. Eine Kerze im Wind
  12. 5. Ein misstrauischer Geist
  13. 6. Der Bandleader
  14. 7. Die Party ist vorbei
  15. 8. Der Song, nicht die Sängerin
  16. 9. Eine altmodische Befragung
  17. 10. Die Frau des Drummers
  18. 11. Ein Lügner, zwei Lügner …
  19. 12. Ein ernst zu nehmendes Geschäft
  20. 13. Hier spielt die Musik
  21. 14. Zwanzig Prozent
  22. 15. Heimkino
  23. 16. Die Liebe stirbt nie
  24. 17. Und die Band spielt weiter …
  25. 18. Ein Killer-Duett
  26. In der nächsten Folge

Cherringham – Landluft kann tödlich sein – Die Serie

»Cherringham – Landluft kann tödlich sein« ist eine Cosy Crime Serie, die in dem vermeintlich beschaulichen Städtchen Cherringham spielt. Jeden Monat erscheint sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch ein spannender und in sich abgeschlossener Fall mit dem Ermittlerduo Jack und Sarah.

Über diese Folge

Alex King, Leadsänger der legendären Neunzigerjahre-Rockgruppe Lizard, gibt eine Party auf seinem prächtigen Anwesen in Cherringham. Gefeiert werden soll das lang erwartete Comeback der Band. Doch statt Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll gibt es vor allem Streit – mit einem tragischen Ausgang: Im Morgengrauen treibt Alex tot im Pool seines Anwesens.

Für die Polizei steht außer Frage: Es handelt sich um einen Unfall unter Drogeneinfluss. Aber als Jack und Sarah von einem Bandmitglied gebeten werden, Nachforschungen anzustellen, entdecken sie bald, dass auch ein guter Song tödliche Folgen haben kann.

Die Hauptfiguren

Jack Brennan ist pensioniert und frisch verwitwet. Er hat jahrelang für die New Yorker Mordkommission gearbeitet. Alles, was er nun will, ist Ruhe. Ein Hausboot im beschaulichen Cherringham in den englischen Cotswolds erscheint ihm deshalb als Alterswohnsitz gerade richtig. Doch etwas fehlt ihm, das er einfach nicht sein lassen kann: das Lösen von Kriminalfällen.

Sarah Edwards ist eine 38-jährige Webdesignerin. Sie führte ein perfektes Leben in London samt Ehemann und zwei Kindern. Dann entschied sich ihr Mann für eine andere. Mit den Kindern im Schlepptau versucht sie sich nun in ihrer Heimatstadt Cherringham ein neues Leben aufzubauen. Das Kleinstadtleben ist ihr allerdings viel zu langweilig. Doch dann lernt sie Jack kennen …

Über die Autoren

Matthew Costello ist Autor erfolgreicher Romane wie Vacation (2011), Home (2014) und Beneath Still Waters (1989), der sogar verfilmt wurde. Er schrieb für verschiedene Fernsehsender wie die BBC und hat dutzende Computer- und Videospiele gestaltet, von denen The 7th Guest, Doom 3, Rage und Pirates of the Caribbean besonders erfolgreich waren. Er lebt in den USA.

Neil Richards hat als Produzent und Autor für Film und Fernsehen gearbeitet sowie Drehbücher für die BBC, Disney und andere Sender verfasst, für die er bereits mehrfach für den BAFTA nominiert wurde. Für mehr als zwanzig Videospiele hat der Brite Drehbuch und Erzählung geschrieben, u.a. The Da Vinci Code und, gemeinsam mit Douglas Adams, Starship Titanic. Darüber hinaus berät er weltweit zum Thema Storytelling. Bereits seit den späten 90er Jahren schreibt er zusammen mit Matt Costello Texte, bislang allerdings nur fürs Fernsehen.

Cherringham ist die erste Krimiserie des Autorenteams in Buchform.

Matthew Costello
Neil Richards

CHERRINGHAM

LANDLUFT KANN TÖDLICH SEIN

Image

Tödliche Melodie

Aus dem Englischen von Sabine Schilasky

1. Alte Freunde

Lauren Dumford überprüfte ein letztes Mal ihr Make-up im Beifahrerspiegel des Wagens. Normalerweise würde es sie nicht weiter kümmern, doch der heutige Abend war etwas Besonderes.

»Jetzt halt doch endlich den verfluchten Wagen ruhiger, Will«, schimpfte sie und beugte sich so nahe wie möglich zum Spiegel, um ihren Lippenstift nachzuziehen. »Wie soll ich das hier schaffen, wenn du wie irre über die Straße ruckelst?«

»Du hättest das besser zu Hause machen sollen«, erwiderte Will. »Auf so einer Schotterpiste kann ich nicht ruhig fahren und außerdem noch den Weg zu der blöden Party finden.«

Lauren blickte zu ihm hinüber. Ihr Mann trug Jeans und Turnschuhe zu einem alten Hemd, das er ansonsten nur zum Grillen anzog.

Mit Palmen und hawaiianischen Tänzerinnen.

Seine Vorstellung von eleganter Kleidung.

Gott steh’ mir bei!, dachte sie. Warum kann er sich nicht mal ein bisschen Mühe geben?

Lauren war gleich heute Morgen nach Oxford gefahren, um sich die Haare und die Nägel machen zu lassen, und hatte anschließend den Großteil des Nachmittags mit ihrer Schwester Janet auf der Suche nach dem richtigen Outfit verbracht.

Sie hatte praktisch alles anprobiert, mehrmals.

Es muss cool, abgeklärt, leger und total lässig aussehen, hatte sie Janet erklärt.

Etwas anderes als die übliche Bluse zur schwarzen Hose, die sie anzog, wenn sie beide abends zum Essen ausgingen.

Na ja, das kommt auch nicht mehr oft vor, fuhr es ihr durch den Kopf.

Schwer vorstellbar, dass Will und sie vor vielen, vielen Jahren so gut wie nie vor dem Morgengrauen im Bett gewesen waren.

Aber das war in einem anderen Leben.

Bevor sich die Band auflöste.

Bevor sie Kinder hatten.

Und bevor das normale Leben, so wie es die meisten Leute in Cherringham führten, zu ihrem wurde.

Hypotheken abstottern, den Rasen mähen, Tesco, Fahrdienste zur Schule, gruselige Sommerurlaube an verregneten englischen Stränden …

Sie tupfte mit einem Papiertuch ihren Mund ab, klappte den Spiegel ein und betrachtete die vorbeiziehende Landschaft durchs Seitenfenster.

Der schmale Weg, den sie in ihrem alten Vauxhall Zafira entlangfuhren, war von Trockenmauern gesäumt. Zu beiden Seiten erstreckten sich Wiesen, auf denen vereinzelt Eichen standen. Lauren konnte Schafe und winzige weiße Lämmer sehen, die sich unter den Eichen zusammengedrängt hatten, und in der untergehenden Sonne hatte das Gras einen orangen Schimmer.

Wie wunderschön!

Lauren wohnte schon ihr ganzes Leben in Cherringham, konnte sich jedoch nicht erinnern, jemals hier unten gewesen zu sein.

Aber warum sollte sie auch? Dies war ein Privatweg, und soweit sie wusste, stand an dessen Ende nur ein einziges Haus.

Kingfishers.

Einst war es das abgeschiedene Zuhause des Parlamentsabgeordneten dieser Gegend gewesen.

Nun war das Landhaus der Wohnsitz von Alex King, Cherringhams einzigem und alleinigem früheren Rockidol, dem Leadsänger der ehemaligen Supergruppe Lizard. Der verlorene Sohn war von Los Angeles hierher zurückgekehrt.

Wie der heute lebt, dachte sie.

Es war etwas ganz anderes als Laurens und Wills Einfamilienhaus mit der angebauten Doppelgarage in der »netten« Wohnanlage oben beim Cricketclub von Cherringham.

Komisch, dass das Leben nie ganz so verläuft, wie man es sich vorstellt.

Hätte sie in den Neunzigern auch nur einen Moment an die Zukunft gedacht, wäre dies hier das Leben gewesen, von dem sie angenommen hätte, es einmal zu führen.

Und warum auch nicht? Sie war ein maßgeblicher Teil der Lizard-Familie gewesen: die Freundin des Rockstars – immerzu mit auf Tournee, unterwegs zu Auftritten in Sydney, L.A., New York, Wembley. Jährlich kamen neue Alben heraus, unaufhaltsam, und sie hatten scharenweise Fans gehabt …

Geld war im Überfluss da gewesen, ob für Privatjets, Nobelhotels, edle Klamotten oder für sonst was.

Und natürlich hatte Lauren über die Groupies hinweggesehen, die überall aufkreuzten, wo sie auftraten.

Heute hier, morgen dort.

Und eines Tages dann, aus heiterem Himmel, brach alles auseinander. Streitereien, Prügeleien, abgesagte Gigs, Prozesse.

Alles endete so abrupt und schnell, wie man einen Gartenschlauch abdreht.

Lizard löste sich auf.

Und Lauren und Will blieben mit Schulden zurück.

Wo war nur das ganze Geld geblieben? Es musste doch noch welches für sie da sein.

Das fragte sich Lauren bis heute.

Will – ihr liebenswerter, aber unbedarfter Drummer-Freund – konnte es ihr nie sagen.

Und die anderen Typen waren weg gewesen, ehe sie ihnen Fragen stellen konnte.

Keine Familie scheitert so dramatisch wie eine Rockstarfamilie, dachte sie.

»Ich bin ein bisschen nervös«, sagte sie mehr zu sich selbst als zu Will.

»Weshalb solltest du denn nervös sein?«, entgegnete Will, während er den Wagen vorsichtig um ein Schlagloch herumlenkte. »Das sind doch bloß Alex und der Rest der Band. Ein Wiedersehen mit alten Freunden.«

»Es ist eine Party«, betonte Lauren. »Da sind garantiert auch noch andere Leute.«

»Mit denen müssen wir ja nicht reden. So oder so wollen wir uns doch nur kurz zeigen, oder? Uns mal ansehen, was läuft und worum es da gerade geht.«

»Falls es überhaupt um irgendwas geht«, sagte Lauren.

»Mein Gott, Lauren, jetzt fang nicht wieder damit an!«

»Schon gut. Ich fühle mich eben nur …«

Eigentlich wusste sie nicht genau, wie sie sich fühlte.

Klar, sie wusste, dass sie sich arm fühlte. Und alt und müde.

»Wir brauchen das hier, klar?« Will drosselte das Tempo. »Okay, wir sind da. Showtime!«

Weiter vorn konnte Lauren erkennen, dass der Weg an einem schwarzen doppelflügeligen Eisentor mit hohen Mauern zu beiden Seiten endete.

Showtime, und ob …

Lauren bemerkte die Sicherheitskameras, den schweren weißen Maschendrahtzaun, den Kies, das gravierte Metallschild mit der Inschrift »Kingfishers«, durch deren Buchstaben hübsche Eisvögel flogen.

Wie von Zauberhand öffnete sich das Tor, als sie näher kamen, und Will fuhr auf das Anwesen.

Lauren konnte nun das Haus sehen, das ein wirklich herrschaftlicher Wohnsitz war. Es lag nur ein paar Hundert Meter vor ihnen inmitten von Wiesen. Aus der Ferne wirkte es wie ein riesiges Puppenhaus – mit seiner großen Eingangstür in der Mitte, dem von Säulen getragenen Vordach, den zwei riesigen Fenstern unten und den sechs kleineren Fenstern oben.

So viele Schlafzimmer …

»Oh, verdammt«, fluchte Will. »Guck dir das an! Vielleicht hätte ich doch dabeibleiben sollen.«

Ja, das hättest du vielleicht sollen, dachte Lauren. Und vielleicht hätte ich mich auch in einigem anders entscheiden sollen …

Als sie auf das Haus zusteuerten, gab ein Mann in einem dunklen Anzug und mit Sonnenbrille ihnen mit Handzeichen zu verstehen, dass sie einen Kiesweg nehmen sollten, der hinters Haus führte. Dort konnte Lauren Nebengebäude und weitere hohe Mauern erkennen.

Will blinkte und fuhr um das Haus.

In dem großen Hof dahinter zeigte ein anderer Mann zu einer Koppel, die neben einem Stall lag. Dort parkten bereits große schwarze Geländewagen und Sportwagen in leuchtenden Farben.

»So viele Leute«, murmelte Lauren.

Will hielt neben einem roten Mercedes an und stellte den Motor ab.

»Bereit?«, fragte er und stieg aus, bevor Lauren antworten konnte.

Ein letztes Mal sah sie in den Spiegel, schnappte sich ihre neue Pailletten-Handtasche und zog ihr langes schwarzes Kleid nach oben, damit sich ihre hohen Absätze beim Aussteigen nicht darin verhakten.

»So bereit, wie ich irgend sein kann«, sagte sie zu sich selbst, als sie den Wagen verließ.

Sie beobachtete, wie ein junges Paar aus dem Mercedes stieg. Der Mann hatte ein T-Shirt und einen Seidenanzug an. Das Mädchen trug einen silbernen Minirock, klobige Schuhe – und sonst nichts.

Die beiden lächelten Lauren zu.

»Ein klasse Abend für eine Fete«, sagte der Mann, und seine Augen blitzten.

»Ja, nicht?«, antwortete Lauren und sah ihm nach, als er einen Arm um die junge Frau legte und sie zum Haus führte.

Laurens Blick fiel auf seine Hand, die unten am sonnengebräunten Rücken seiner Begleiterin ruhte. Seine silberne Armbanduhr war klotzig.

Will kam um den Wagen herum zu ihr. Sein Bauch wölbte sich unter den hawaiianischen Tänzerinnen und Palmen auf seinem Hemd.

»Ich hasse dieses Auto«, sagte sie.

»Nichts geht über einen Vauxhall«, entgegnete Will. »Die vielen Airbags schützen die Kinder. Es ist der richtige Wagen für uns, vertrau mir.«

Genau das ist womöglich das Problem, dachte Lauren. Ich vertraue dir ja. Zu sehr.

Dann folgte sie ihm zum Haus.

2. Nur ein zwangloses Treffen

»Babes – sieh sich einer euch an!«

Lauren spürte, dass sie rot wurde, als Alex King sie auf beide Wangen küsste, einen Schritt zurücktrat und ihr in die Augen sah.

Er war braun gebrannt, und sein Gesicht schien von innen zu glühen.

Nach all den Jahren keine Falten, stellte sie fest. Hat er was an seinem Gesicht machen lassen?

Muss er wohl.

Andererseits hatte er schon immer zehn Jahre jünger als der Rest der Band ausgesehen.

Heute Abend lächelte er strahlend. Sein langes schwarzes Haar saß perfekt, und in dem maßgeschneiderten weißen Hemd, der engen Jeans und den Cowboystiefeln hätte er schrecklich nach den Achtzigerjahren aussehen müssen, doch irgendwie ging der Look bei ihm durch.

Unweigerlich fragte Lauren sich, ob darunter noch derselbe straffe Körper war …

»Alex«, sagte sie. »Ist lange her.«

Sie hatte nicht damit gerechnet, dass er jeden Gast direkt an der Tür empfangen würde. Deshalb war ihr keine Zeit geblieben, sich zu überlegen, was sie sagen sollte.

Und hier, in diesem prächtigen marmornen Empfangssaal mit den geschwungenen Treppenaufgängen, den riesigen Porträts und den schönen Menschen, die alle Champagner tranken und total entspannt aussahen, war ihr Kopf auf einmal wie leer gefegt.

»Lauren, du hast dich kein bisschen verändert«, schmeichelte er ihr. »So wunderschön und sexy wie eh und je!«

»Wie ich früher schon immer sagte – du solltest deinen Charme in Flaschen abfüllen und verkaufen.« Laurens Verstand meldete sich zurück.

»Ah, das einzige Mädchen, dem ich nie etwas vormachen konnte«, erwiderte Alex lachend. »Ich muss dich unbedingt allen vorstellen!«

»Aber du benutzt hoffentlich nicht den Satz als Einleitung«, sagte Lauren. »Das Mädchen, das sich nichts vormachen lässt?«

»Wie wäre es, wenn ich dich als meine wunderschöne und sehr liebe alte Freundin Lauren vorstelle, die Frau des besten Drummers, mit dem ich jemals gespielt habe, des legendären Will Dumford?«

Lauren schaute zu, wie er sich Will zuwandte und ihn umarmte. Ihr Mann sah aus, als würde ihm das Unbehagen bereiten.

»Ich erinnere mich nicht, dass wir uns jemals umarmt haben, Alter«, meinte Will und wischte sich den Schweiß von der Stirn. »Nicht mal dann, wenn wir besoffen gewesen sind.«

»Die Zeiten ändern sich, Will«, antwortete Alex. »Man muss auch seine weichere Seite rauslassen.«

»Na, die kann man bei Will schlecht verpassen«, merkte Lauren an und nickte zu den Hawaiimädchen auf Wills Hemd.

Ihr Mann verdrehte die Augen.

Unwillkürlich fragte sich Lauren, warum sie sich immer über ihn lustig machen musste, wenn sie unter Leuten waren.

Sie bekam ein schlechtes Gewissen, denn ihr war bewusst, wie sehr es ihn verletzte.

»Ich dachte, das hier sollte nur eine kleine Veranstaltung sein, Alex«, warf Will ein.

»Hier geht es um Rock ’n’ Roll, Will. Da gibt es keine kleinen Veranstaltungen, stimmt’s?«

»Das hast du mir aber gesagt.«

Lauren bemerkte, dass Alex die Stirn runzelte. Will klang wie ein beleidigter Teenager. Nein, eher wie ein mürrischer alter Mann. Das traf es besser.

Seltsam, dass es ihr bisher nie aufgefallen war.

»Weißt du was, Alter – geh schon mal nach hinten zur Bar. Da ist Chris, und er kann es nicht erwarten, dich zu sehen.«

Chris? Schon hier?

Und nun empfand Lauren etwas, das sie schon länger nicht mehr empfunden hatte.

Was war das?

Interesse?

Chris Wickes war damals der Bassist gewesen, ein immerzu niedergeschlagener und problembelasteter junger Kerl.

Dennoch hatte Lauren stets das Gefühl gehabt, dass er der Kopf der Band war – und Alex bloß das hübsche Aushängeschild.

Dann stimmt es also, dachte sie. Die Band kommt wieder zusammen …

»Ich wusste, dass du Chris bekommst«, merkte Will an und drehte sich zu Lauren um. »Hatte ich das nicht gesagt, Schatz?«

»Hast du, Schatz.«

Ein bisschen Wiedergutmachung …

»Er ist immer noch dabei, oder? Hat hier und da mal Gigs. Also musste er einfach kommen«, sagte Will.

Dann drehte er sich wieder zu Alex um und sah ihn beinahe herausfordernd an. »Aber was ist mit Nick? Hast du Nick herbekommen?«

Lauren entging nicht, dass Alex zwar keine Miene verzog, seine Augen jedoch nicht mehr leuchteten.

»Das wird die Zeit zeigen. Bis jetzt ist Nick noch nicht da, aber er hat gesagt, dass er kommt.«

»Ohne ihn geht es nicht, Alex. Das weißt du.«

Lauren sah, wie Will rot wurde. Und dass er wieder schwitzte.

»Keine Sorge, Will. Er wird auftauchen, versprochen. Man muss eben die Vergangenheit Vergangenheit sein lassen und so, hmm? Außerdem ist zu viel Geld im Spiel, um einfach abzulehnen.«

Will verzog das Gesicht, als wollte er einen Streit anfangen, hielt sich aber zurück. Anscheinend wurde ihm klar, dass er hier nur eine Szene machen würde.

»Okay, das ist klasse, Alex«, sagte er. »Prima. Ich glaube dir. Habe ich immer.«

Alex’ Lächeln kehrte mit voller Kraft zurück. »Super. Geh du zu Chris. Nehmt euch ein Bier und redet über die guten, alten Zeiten, okay?«

»Ja, ja, das mache ich«, versprach Will und drehte sich zu Lauren um. »Ist es in Ordnung für dich, Schatz, wenn ich das mache?«

»Wir sind auf einer Party, Will. Du brauchst mich nicht um Erlaubnis zu bitten, wenn du etwas trinken möchtest.«

Lächelnd zwinkerte Will ihr zu, wandte sich ab und bahnte sich einen Weg durch die Menge ins nächste Zimmer.

Und Lauren dachte: Womöglich habe ich ihn zu streng abgerichtet.

»Komm mit«, forderte Alex sie auf, legte lässig einen Arm um ihre Schultern und führte sie quer durch den Saal. »Ich muss dich unbedingt mit Gail bekannt machen. Du wirst sie lieben. Ihr zwei seid Seelenverwandte, das weiß ich einfach.«

Alex führte sie durch ein Wohnzimmer voller Gäste, dann durch einen riesigen Ballsaal, an dessen Wänden lange Tische mit Essen standen, und schließlich durch große ...

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