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Cherringham - Ein frostiges Verbrechen

Inhalt

  1. Cover
  2. Cherringham – Landluft kann tödlich sein – Die Serie
  3. Über die Autoren
  4. Die Hauptfiguren
  5. Ein frostiges Verbrechen
  6. Impressum
  7. 1. Ein herrlicher Abend für einen Spaziergang
  8. 2. Der Schneesturm
  9. 3. Auf Schleuderkurs
  10. 4. Der Morgen danach
  11. 5. Gemeinschaftssinn
  12. 6. Trautes Heim
  13. 7. Gesucht und gefunden
  14. 8. Fragen im Wald
  15. 9. Die Geheimnisse von Broadmead Grange
  16. 10. Am schönsten ist es doch zu Hause
  17. 11. Verdächtige
  18. 12. Tee zu zweit
  19. 13. Ein Gespräch in der Kirche
  20. 14. Eine Nacht im Heim
  21. 15. Eine unerwartete Entdeckung
  22. 16. Ein Drink in Ehren
  23. 17. Die gute Absicht zählt
  24. In der nächsten Folge

Cherringham – Landluft kann tödlich sein – Die Serie

»Cherringham – Landluft kann tödlich sein« ist eine Cosy Crime Serie, die in dem vermeintlich beschaulichen Städtchen Cherringham spielt. Jeden Monat erscheint sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch ein spannender und in sich abgeschlossener Fall mit dem Ermittlerduo Jack und Sarah.

Über die Autoren

Matthew Costello ist Autor erfolgreicher Romane wie Vacation (2011), Home (2014) und Beneath Still Waters (1989), der sogar verfilmt wurde. Er schrieb für verschiedene Fernsehsender wie die BBC und hat dutzende Computer- und Videospiele gestaltet, von denen The 7th Guest, Doom 3, Rage und Pirates of the Caribbean besonders erfolgreich waren. Er lebt in den USA.

Neil Richards hat als Produzent und Autor für Film und Fernsehen gearbeitet sowie Drehbücher für die BBC, Disney und andere Sender verfasst, für die er bereits mehrfach für den BAFTA nominiert wurde. Für mehr als zwanzig Videospiele hat der Brite Drehbuch und Erzählung geschrieben, u.a. The Da Vinci Code und, gemeinsam mit Douglas Adams, Starship Titanic. Darüber hinaus berät er weltweit zum Thema Storytelling.

Bereits seit den späten 90er Jahren schreibt er zusammen mit Matt Costello Texte, bislang allerdings nur fürs Fernsehen. Cherringham ist die erste Krimiserie des Autorenteams in Buchform.

Die Hauptfiguren

Jack Brennan ist pensioniert und frisch verwitwet. Er hat jahrelang für die New Yorker Mordkommission gearbeitet. Alles, was er nun will, ist Ruhe, und da scheint ihm ein Hausboot im beschaulichen Cherringham in den englischen Cotswolds als Alterswohnsitz gerade richtig. Doch etwas fehlt ihm: das Lösen von Kriminalfällen. Etwas, das er einfach nicht sein lassen kann.

Sarah Edwards ist eine 38-jährige Webdesignerin und führte ein perfektes Leben in London samt Ehemann und zwei Kindern. Dann entschied sich ihr Mann für eine andere. Mit den Kindern im Schlepptau versucht sie nun in ihrer Heimatstadt Cherringham ein neues Leben aufzubauen. Das Kleinstadtleben ist ihr allerdings viel zu langweilig. Doch dann lernt sie Jack kennen …

Matthew Costello
Neil Richards

CHERRINGHAM

LANDLUFT KANN TÖDLICH SEIN

Image

Ein frostiges Verbrechen

Aus dem Englischen von Sabine Schilasky

1. Ein herrlicher Abend für einen Spaziergang

Archy Fleming schob die Zweige beiseite.

Wo ist der Weg geblieben, auf dem ich eben noch war?, fragte er sich.

Es war ein so schöner Abend gewesen! Er war doch schön gewesen, oder? Vielleicht ein wenig kühl, aber schön. Jetzt hingegen war es so viel kälter, und es schien überhaupt nicht mehr schön zu sein.

Er sah nach unten. War das ein Weg? Mit den ganzen abgebrochenen Zweigen und dem heruntergefallenen Laub konnte er es nicht erkennen. Waren Wege nicht gewöhnlich freier als der hier? Wenn dauernd Leute auf ihnen gingen, die unterwegs waren von … von …

Von wo bin ich eigentlich gekommen?, fragte er sich. Von da hinten irgendwo?

Dort gab es noch andere Leute, doch obwohl er ihre Gesichter sehen konnte, ihr Lächeln, erinnerte er sich nicht an ihre Namen.

Sollte er umkehren? Dorthin zurückgehen? Aber wenn dies ein Weg war, führte er gewiss irgendwohin. Ja, das musste er.

In ein Dorf! Zu einem Pub, in dem man sich aufwärmen konnte. Ja! Weiter vorn musste ein Pub sein, mitsamt einem prasselnden Kaminfeuer.

In Gedanken verweilte er bei den Worten »prasselndes Kaminfeuer«.

Und er ging weiter. Ein dünner Zweig, den er übersehen hatte, schnellte zurück und peitschte ihm ins Gesicht, sodass es dort brannte. In dem Moment bemerkte er, dass sich die Bäume, der Weg und das Laub auf dem Boden weiß gefärbt hatten.

Es schneit!

Er tat etwas, das er vor langer Zeit gemacht hatte, wie er sich erinnerte.

Archy streckte die Zunge heraus, sodass die Flocken auf deren Spitze landeten. Erst waren es nur wenige, dann mehr – bis er schließlich begriff, dass dies kein sanfter Schneefall war.

Auf seiner trockenen, rissigen Zunge kamen nicht bloß ein paar Flocken an.

Nein, diese Schneeflocken waren schwer und fielen sehr dicht. Und auch wenn Archys Füße von seinen Hausschuhen geschützt waren, so blieben doch an seinen nackten Knöcheln die dicken Flocken haften.

Schon jetzt hatte der Schnee den Boden verschwinden lassen.

Sein dünner Bademantel nützte ihm nicht mehr viel. Und die dunkelroten und -blauen Streifen im Stoff waren nun ebenfalls von Schnee bedeckt.

Prasselndes Kaminfeuer.

Und ein Pint.

Ein Pint hätte ich gerne.

Er würde am Kamin stehen und sein Pint trinken.

In seinem Morgenmantel und seinen Hausschuhen, während der Schnee an ihm wegschmolz.

Bis nichts mehr davon übrig blieb. Als hätte es überhaupt nicht geschneit.

Archy ging weiter, obschon sein Körper bei jedem Schritt zitterte. Er wurde angetrieben von dem Gedanken, dass vor ihm, am Ende dieses jetzt weißen Pfades, ein Dorf mit einem Pub wartete und dass er nur weitergehen müsste, egal wie kalt ihm war.

Er knickte sehr unsanft ein, und seine längst nicht mehr verlässlichen Knie sanken tief in den Schnee. Auch sein graues Haar war von dem weißen Zeug bedeckt.

Archy blickte sich um.

Wo ist der verdammte Weg?

Es schien, als könnte er nach rechts führen. Das sah irgendwie schon wie ein Weg aus.

Er blieb knien – wollte sich nicht wieder aufrichten, ehe er wusste, wohin er gehen sollte.

Oder nach links? Nein, nach rechts! Da war doch ein Weg … ein schmaler. Aber ja, er konnte ihn sehen. Die Bäume mit ihren schneeverhüllten Ästen standen so eng, als wollten sie den Pfad verbergen.

Nein …

Der Weg war direkt vor ihm. Natürlich. Das war der Pfad. Er musste bloß in diese Richtung weitergehen.

Er sah sich nach etwas um, an dem er sich hochziehen konnte.

Neben ihm war ein struppiger Busch, an dessen kahlen Zweigen noch vertrocknete Beeren hingen. Er packte einige Zweige auf einmal und zog, um zumindest einen Fuß wieder aufzustellen.

Dann kam ihm ein Gedanke: Was ist, wenn ich nicht wieder hochkomme?

Was ist, wenn ich hier feststecke?

Bei dieser Vorstellung griff er mit seinen arthritischen Händen so kräftig zu, wie er nur konnte. Er hielt die Zweige fest umklammert und kämpfte sich hoch, sodass er wieder auf beide Füße kam.

Wie zum Lohn für seine enorme Mühe sah er Lichter weiter vorn, kaum dass er frierend und zitternd stand. Zwei Lichter! Da – und wieder weg.

Dann noch einmal.

Das Dorf!

Der Pub!

Nahe. Ganz nah.

Und Archy Fleming stolperte vorwärts. Er ließ Zweige durch sein Gesicht wischen und scherte sich nicht um die schmerzhaften Kratzer, weil er schnell gehen musste.

Er hatte es bald zum Dorf geschafft, wenn er nur weiter geradeaus ging.

2. Der Schneesturm

»Wird übel da draußen, was, Jack?«, sagte Ellie hinter dem Tresen und blickte durch die Fenster des Pubs auf das Schneetreiben.

Jack drehte sich um und betrachtete den fast leeren Schankraum. »Wo sind alle?«

»Die sind keine großen Schneestürme gewohnt, schätze ich. Da machen sie es sich lieber zu Hause gemütlich. Möchtest du noch einen?«

»Nein. Jetzt geht es richtig los. Ich mache mich lieber auf den Rückweg zur Goose

Ellie sah zu zwei alten Männern, die in der Ecke saßen. »Dann sage ich denen da drüben wohl mal Bescheid, dass sie sich auch besser aufmachen. Wird Zeit, dass ich schließe und zu meinem eigenen Kamin gehe. Sie sagen, dass es ein richtig heftiger Schneesturm werden soll.«

Jack wandte sich wieder zu ihr um. »Gute Idee. Dieser viele Schnee erinnert mich übrigens an zu Hause. Wir haben dauernd solche Unwetter.«

»Ja, habe ich gehört. Dann kennt ihr das ja und wisst, wann die Schneepflüge und das Salz rausgeholt werden müssen, nicht? Wie sich das kleine Cherringham macht, wird sich erst zeigen müssen.«

»Ich bin mal gespannt.«

Jack setzte seine Stoffmütze auf und knöpfte die Caban-Jacke bis oben zu. Er trug seine alten Gummistiefel, sodass er keine Probleme haben würde, durch den tiefen Schnee zu marschieren.

Aber fahren? Das dürfte eine völlig andere Geschichte sein.

»Pass auf dich auf, Ellie.«

»Na, und ob«, sagte sie, als sie hinter der Bar hervorkam. Sie begann die Lichter auszuschalten und schickte schließlich die beiden – wie würden sie die hier nennen? – Käuze nach Hause.

Hoffentlich haben sie es nicht weit, dachte Jack.

Wie hieß es noch so schön? Bei solch einem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür.

Und bald stellte Jack fest, dass man bei solch einem Wetter auch keinen Sprite losjagte.

Damals in New York war er einen großen Geländewagen gefahren, der mühelos mit Eis, Schnee, Regen und allem anderen fertig wurde.

Zwar hatte er an seinem kleinen Sportwagen Winterreifen aufgezogen, doch das Auto war schlichtweg nicht schwer genug für verschneite Straßen.

Schon als er rückwärts vom Parkplatz des Ploughman setzte, merkte er, dass die Räder nicht recht griffen.

Ich glaube, ich bin bei dieser Sache doch ein wenig zu lässig gewesen, dachte er.

In New York City hatte er Schneestürme richtig gemocht. Sie brachten das Beste im Menschen zum Vorschein: Alle hielten auf einmal zusammen. Und wie leise der Schnee die sonst so lärmige Stadt machte, wenn er sie in eine weiße Decke hüllte … das war wirklich ein Erlebnis gewesen.

Doch auch wenn es nicht weit bis zu seinem Boot war, stand fest, dass er es langsam und vorsichtig angehen musste.

Auffallend war, dass außer ihm niemand auf der Straße zu sein schien.

Und Schneepflüge waren auch noch keine unterwegs.

Alle hatten sich sicherheitshalber zu Hause verkrochen.

Ein heftiger Schneesturm in Cherringham.

Jack freute sich schon darauf, wieder auf der Grey Goose zu sein und das Unwetter von dort aus zu genießen …

Jack überquerte den Fluss und kam an die vertraute Gabelung, wo die Hauptstraße nach links bog und anschließend eine Reihe von Kurven aufwies.

Nur dass es bei diesem Wetter kein bisschen vertraut aussah.

Die Hecken zu beiden Seiten wirkten wie Aneinanderreihungen von Schneemännern, denn der schwere, nasse Regen blieb schnell an allem haften.

Jack testete seine Bremsen – sie funktionierten gut, wenn er einige wenige Male sanft auf das Pedal trat. Bei diesem Oldtimer gab es noch kein Antiblockiersystem, und die einzige Methode, die ein Blockieren verhinderte, bestand darin, die Bremsen vorsichtig einzusetzen.

Ihm fiel die alte Regel ein, die sein Dad ihm in seinem ersten Winter als Fahrzeuglenker in Brooklyn beigebracht hatte.

Und natürlich war der Dialekt seines Vaters besonders deutlich herauszuhören gewesen, wie immer, wenn er mit Feuer und Flamme bei einem Thema war.

»Also, Jack, wenn’e jemals ins Schlittern kommst – dann musse unbedingt dran denken, ins Schlittern reinzulenken, bevor de langsam gegenlenkst.«

Diese Anweisung hatte er anfangs immer mal wieder vergessen; und einmal wäre er mit seinem ersten Wagen – einem verbeulten Ford Pinto – sogar fast auf einen Gehweg geschlittert.

Jetzt nahm er die Biegung sehr behutsam, und der Wagen rutschte nur minimal. Jack konnte die Spuren der wenigen anderen Wagen sehen, die hier schon gefahren waren; im Moment jedoch war die Straße verlassen. Jacks Scheibenwischer, die entsprechend den Ausmaßen seines Wagens recht klein waren, hatten erhebliche Mühe, die Schneeschicht wegzuräumen, die sich immer wieder aufs Neue an der Frontscheibe bildete.

»Okay«, sprach er zu sich selbst. »Bist fast zu Hause.«

Ihm war klar, dass ein solcher Schneesturm, so schön und gewaltig er auch sein mochte, binnen Sekunden gefährlich werden konnte.

Und wenn es mit dem Niederschlag so weiterging, könnte er am Ende tagelang auf der Grey Goose eingeschneit sein.

Was im Prinzip kein Problem war. Er hatte alle Martinizutaten vorrätig, einige Steaks im Tiefkühler und reichlich Futter für Riley.

»Alles bestens«, sagte er sich. Ihm gefiel es, dass seine Stimme die Stille drinnen wie draußen weniger beängstigend erscheinen ließ.

Er kam zu der Kurve, an der auf der rechten Seite die Wiesen endeten und ein Waldgebiet begann. Diese Stelle war berüchtigt und erwischte manch einen Fahrer selbst bei bestem Wetter eiskalt.

In die Kurve … ganz langsam.

Plötzlich sah er jemanden: eine schemenhafte Gestalt voller Schnee, die auf die Straße gelaufen kam und sich umdrehte, als sie von den Scheinwerfern des Sprite erfasst wurde.

Die Gestalt blieb wie erstarrt stehen und blickte mit weit aufgerissenen Augen zum Wagen.

Jack blieb keine andere Wahl, als mit voller Wucht auf die Bremse zu treten und das Lenkrad herumzureißen.

3. Auf Schleuderkurs

Und genau wie sein Vater es prophezeit hätte, begann der Sprite unkontrolliert über die Straße zu schlittern. Statt nach rechts zu drehen und langsamer zu werden, geriet der kleine Wagen aufgrund der abrupten Bremsung und der Lenkradbewegung ins Schleudern.

Er drehte sich um dreihundertsechzig Grad.

Das hatte Jack seit fast vierzig Jahren nicht mehr erlebt.

Er hatte keine Kontrolle über seinen Wagen. Sanft trat er auf die Bremse in der Hoffnung, das Tempo zu drosseln, während er herumwirbelte.

Er schätzte, dass der Verrückte, der auf die Straße gelaufen war, immer noch dort stand, während Jacks Sprite einem Kreisel gleich auf ihn zukam.

Jacks Magen verkrampfte sich. Er hasste es, keine Kontrolle zu haben.

Und in dieser Situation fühlte er sich reichlich hilflos.

Dann aber sah er bei der nächsten vollen Umdrehung, dass der Sprite jetzt nach links schlitterte – in die verschneiten Hecken hinein. Anschließend war ein heftiger, dumpfer Schlag zu hören, und die Räder sanken in die Furche am Fahrbahnrand.

Immerhin hatte es zur Folge, dass sich die beiden linken Reifen in der Furche verfingen und der Wagen sehr unsanft zum Stehen kam.

Das Ganze geschah quasi in Zeitlupe. Dadurch wurde Jack nicht nach vorne geschleudert, sodass er glücklicherweise weder gegen die Windschutzscheibe noch gegen das Lenkrad prallte.

Er blickte nach rechts zur Straße und suchte nach der geisterhaften Gestalt, die er fast überfahren hätte.

Aber das Seitenfenster war von einer Schneeschicht bedeckt.

Jack ließ das Fenster herunter, woraufhin der Schnee auf den Fahrersitz fiel.

Wenigstens konnte er so die Straße sehen – die menschenleer war: so als wäre dort nie jemand gewesen.

Jack schob die Tür auf und stieg aus dem Wagen. Die nassen, ekligen Schneeflocken wehten seitlich auf ihn zu, als wollten sie irgendwie durch jede noch so kleine Öffnung seiner schützenden Jacke eindringen.

Auf dem Boden lag der Schnee sicherlich schon über zwanzig Zentimeter hoch, und es wurde beständig mehr.

»Hallo!«, rief Jack.

Wo war der Typ, der auf der Straße gestanden hatte?

Jack hatte ihn nicht besonders gut sehen können – es war nur ein flüchtiger Blick gewesen –, bevor er bremste und ins Schleudern geriet.

Jetzt sah er die kreisförmigen Spuren im Schnee, die sein schlitternder Wagen hinterlassen hatte.

Aber es war niemand hier.

Zum Glück habe ich ihn nicht erwischt, dachte Jack erleichtert.

Denn hätte er ihn angefahren, läge der Körper jetzt neben den Radspuren auf der Straße.

Aber was hatte der Kerl hier, mitten auf der Straße, überhaupt verloren?

»Hey!«, rief Jack.

Es hatte ausgesehen, als wäre die Gestalt aus dem Wald weiter vorn gekommen.

Könnte der Typ dorthin zurückgelaufen sein?

Jack begann in diese Richtung zu stapfen.

»Hey … Sie … alles okay?«

Der Wind machte ihm Konkurrenz: Er pfiff in Jacks Ohren und schluckte wahrscheinlich seine Rufe.

»Hallo! … Wo sind Sie?«

Keine Fußspuren im Wald! Jack wurde bewusst, dass der Mann überallhin gegangen sein könnte, in jede Richtung.

Er blieb stehen und drehte sich langsam um. Abgesehen vom heulenden Wind und dem steten Schneefall hörte und sah er nichts.

Wer das auch war … hoffen wir, dass er dahin zurückgelaufen ist, wo er herkam, dachte Jack.

Hier draußen war es jedenfalls nicht lange auszuhalten. Nicht bei diesem Wetter.

Er schnupperte in die Luft, zog den Jackenkragen fest zu, damit kein Schnee mehr hineinfiel, und ging zurück zum Sprite.

Den Wagen aus der Furche zu bekommen war nicht leicht. Er musste ihn vor- und zurückwippen lassen, wobei der grobkörnige Asphalt unschön am Unterboden schabte.

Da ist jetzt wohl ein Werkstattbesuch fällig.

Aber dann, nach einem letzten Schwung nach vorn, fand der linke hintere Reifen Halt, sodass der Sprite wieder auf die Straße kam.

Während der letzten paar Minuten Fahrt zu seinem Boot musste Jack immer wieder an den Mann denken, der auf der Straße aufgetaucht und wieder verschwunden war.

Er würde Alan anrufen, damit der – und jeder, der heute Abend patrouillierte – die Augen offen hielt.

Allerdings hoffte Jack, dass der verrückte Kerl inzwischen wieder zu Hause war – wo immer das auch sein mochte – und sich bereit machte, das ...

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