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Cherringham - Ein Trauerfall in der Familie

Inhalt

  1. Cover
  2. Cherringham - Landluft kann tödlich sein - Die Serie
  3. Über diese Folge
  4. Die Hauptfiguren
  5. Über die Autoren
  6. Ein Trauerfall in der Familie
  7. Impressum
  8. 1. Ein Schritt in die Dunkelheit
  9. 2. Kaffeetrinken mit Tony
  10. 3. Die Verdächtigen
  11. 4. Peggy
  12. 5. Ein schlimmer Sturz
  13. 6. Heikle Fragen
  14. 7. Söhne und Töchter
  15. 8. Ein Ausflug nach Chipping Norton
  16. 9. Notizen vergleichen
  17. 10. Die freundliche Nachbarin
  18. 11. Verwirrende Puzzlestücke
  19. 12. Der Schmetterlingseffekt
  20. 13. Immer Ärger mit Harry
  21. 14. Familiengeheimnisse
  22. 15. Eine Überraschung

Cherringham – Landluft kann tödlich sein – Die Serie

»Cherringham – Landluft kann tödlich sein« ist eine Cosy Crime Serie, die in dem vermeintlich beschaulichen Städtchen Cherringham spielt. Jeden Monat erscheint sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch ein spannender und in sich abgeschlossener Fall mit dem Ermittlerduo Jack und Sarah.

Über diese Folge

Als der gebrechliche Harry Platt bei einem Treppensturz zu Tode kommt, sieht alles nach einem tragischen Unfall aus. Doch Anwalt Tony Standish wird misstrauisch, als er entdeckt, wie groß Harrys Nachlass ist und wer seine Erben sind. Er bittet Jack und Sarah um Hilfe, die bei ihren Nachforschungen auf ein lange gehütetes Familiengeheimnis stoßen – und eine schwere Entscheidung treffen müssen. Und für Jack ändert ein plötzlicher Anruf aus Amerika alles …

Die Hauptfiguren

Jack Brennan ist pensioniert und frisch verwitwet. Er hat jahrelang für die New Yorker Mordkommission gearbeitet. Alles, was er nun will, ist Ruhe. Ein Hausboot im beschaulichen Cherringham in den englischen Cotswolds erscheint ihm deshalb als Alterswohnsitz gerade richtig. Doch etwas fehlt ihm, das er einfach nicht sein lassen kann: das Lösen von Kriminalfällen.

Sarah Edwards ist eine 38-jährige Webdesignerin. Sie führte ein perfektes Leben in London samt Ehemann und zwei Kindern. Dann entschied sich ihr Mann für eine andere. Mit den Kindern im Schlepptau versucht sie sich nun in ihrer Heimatstadt Cherringham ein neues Leben aufzubauen. Das Kleinstadtleben ist ihr allerdings viel zu langweilig. Doch dann lernt sie Jack kennen …

Über die Autoren

Matthew Costello ist Autor erfolgreicher Romane wie Vacation (2011), Home (2014) und Beneath Still Waters (1989), der sogar verfilmt wurde. Er schrieb für verschiedene Fernsehsender wie die BBC und hat dutzende Computer- und Videospiele gestaltet, von denen The 7th Guest, Doom 3, Rage und Pirates of the Caribbean besonders erfolgreich waren. Er lebt in den USA.

Neil Richards hat als Produzent und Autor für Film und Fernsehen gearbeitet sowie Drehbücher für die BBC, Disney und andere Sender verfasst, für die er bereits mehrfach für den BAFTA nominiert wurde. Für mehr als zwanzig Videospiele hat der Brite Drehbuch und Erzählung geschrieben, u.a. The Da Vinci Code und, gemeinsam mit Douglas Adams, Starship Titanic. Darüber hinaus berät er weltweit zum Thema Storytelling. Bereits seit den späten 90er Jahren schreibt er zusammen mit Matt Costello Texte, bislang allerdings nur fürs Fernsehen.

Cherringham ist die erste Krimiserie des Autorenteams in Buchform.

Matthew Costello
Neil Richards

CHERRINGHAM

LANDLUFT KANN TÖDLICH SEIN

Image

Ein Trauerfall in der Familie

Aus dem Englischen von Sabine Schilasky

1. Ein Schritt in die Dunkelheit

Harry Platt schrak aus dem Schlaf hoch und glaubte für einen Moment, er stünde unter Beschuss. Er blickte sich nach blitzendem Mündungsfeuer um und streckte suchend die Hand nach seinem Stahlhelm aus; sein Herz raste, während er mit offenem Mund nach Luft schnappte.

Dann wurde ihm bewusst, dass er zu Hause war. Auf seinem Sofa.

In Sicherheit.

Der Krieg war vorbei.

Mit einem erleichterten Seufzer sank er zurück in die Sofakissen.

All die beruhigenden Fakten, die er kannte, kamen ihm nacheinander wieder zu Bewusstsein: Erstens war der Krieg seit Langem vorbei, zweitens war er (noch) am Leben, drittens war sein Name Harry Platt, und viertens lebte er in … Cherringham. Ja, genau, in dem Dorf Cherringham.

Als Nächstes sah er sich im Wohnzimmer um.

Er wusste, dass es sich um das Wohnzimmer handelte, was schon mal gut war. Es war beruhigend, dass er diesen Raum erkannte und benennen konnte. Andererseits war dies immer die leichteste Übung; schließlich war es das Zimmer, in dem er hauptsächlich wohnte, und deshalb hieß es eben Wohnzimmer.

Ha! Nächste Frage!

Harry Platt war nicht auf den Kopf gefallen!

Ich bin im Wohnzimmer. Dies ist das Haus, in dem ich lebe. Man nennt es das Bramble Cottage. Ich bin zweiundneunzig Jahre alt. Ich lebe allein.

Nein, Moment, Letzteres stimmte nicht. Er lebte mit jemandem zusammen. Er war verheiratet.

Aber mit wem?

»Peggy!!«

Er hörte, wie seine Stimme den Namen seiner Frau rief. Und war das nicht das Verrückteste an alldem? Dass es so schien, als wüsste seine Stimme mehr als er!

Meine Frau heißt Peggy. Ich habe Kinder. Zwei? Oder sind es drei? Sie heißen …

Er konnte sich nicht an die Namen seiner Kinder erinnern – aber was machte das schon?

Die Flegel kamen sowieso nie zu Besuch. Also was scherte es ihn, wie sie hießen? Sollten sie ihm doch den Buckel runterrutschen.

Und überhaupt gab es Wichtigeres zu bedenken. Zum Beispiel …

Es ist zu dunkel, und ich habe Hunger. Und was ist hier eigentlich los?

»Peggy! Wo zum Teufel steckst du denn?«, schrie er in die Dunkelheit hinein.

Er tastete seitlich neben dem Sofa herum und fand schließlich den Schalter seiner Leselampe. Als er sie anknipste, strahlte ihm das grelle Licht direkt ins Gesicht. Er drehte den Kopf weg. Das verfluchte Ding war viel zu hell! Damit konnte man einen Jagdflieger am Nachthimmel finden!

»Peggy! Ich habe Hunger!«, rief er, diesmal ungefähr in Richtung der Tür.

Er blickte zur Uhr auf dem Kaminsims – der kleine Zeiger wies auf die Neun. Kein Wunder, dass er hungrig war. Er hatte noch kein Abendessen gehabt. Oder doch? Er sah hinüber zu dem kleinen Plastiktisch, den die Altenpflegerin ihm auf den Schoß gestellt hatte.

Die Altenpflegerin …

Hmm. Diese ausländische Frau. Wahrscheinlich eine Spionin. Unachtsames Plaudern kostet Leben. Er sprach möglichst wenig mit ihr.

Der Plastiktisch schien recht sauber zu sein. Und da war nicht mal ein Becher Tee übrig.

Aber wer konnte das schon wissen? Vielleicht hatte er bereits sein Abendessen bekommen, und sie hatten alles wieder weggeräumt.

Hmm … Es roch hier nach Fisch.

Wie auch immer. Es war völlig egal, wie oft er aß, denn wenn er Hunger hatte, durfte er ja wohl noch mal zu Abend essen! Und zwar so oft, wie er wollte!

Dies hier war immerhin sein eigenes Haus … Oder etwa doch nicht?

Und er musste sich eh schon genug Mist von anderen bieten lassen. Von Leuten, die ihm das Gesicht abwischten, die Hände, die … alles an ihm sauber machten.

Ich will was zu essen … jetzt!

Er wartete, dass jemand kam. Aber nichts geschah. Vielleicht war Peggy schon ins Bett gegangen. Vielleicht war sie ja gestorben! Hatte den Löffel abgegeben! Ha! Das würde ihr bestimmt eine Lehre sein, ihn hier einfach allein im Dunkeln sitzen zu lassen!

Hmm … Aber falls sie tatsächlich tot war, musste er sich selbst um sein Abendessen kümmern. Er tastete nach seinem Gehstock, fand ihn und stemmte sich damit aus seiner sitzenden Position hoch. Dann wartete er einen Moment, bis er sicher stand.

Ihm taten die Zehen, die Füße, die Knie und die Hüften weh.

Es war wie ein Anwesenheitsappell nach einem Truppenmarsch: Die Frage, was nicht wehtat, war schneller beantwortet als die, was schmerzte.

Langsam bewegte er sich von dem Sofa weg und achtete darauf, kleine Schritte zu machen, während er vom Wohnzimmer in den Flur ging.

Na ja, er nahm zumindest an, dass es der Flur war, denn die Lichter waren in diesem Raum aus, sodass er rein gar nichts sah.

Das war verdammt komisch. Keiner hier. Nirgendwo war das Licht an.

Er schlurfte zum Lichtschalter an der Wand, drückte ihn und sah sich um.

Ja, das war der Flur.

Er war leer – bis auf den Telefontisch, einen Stuhl und einen Läufer auf dem Holzfußboden. Von hier führte eine breite gebogene Treppe mit einem glatten Geländer nach oben. Harry erinnerte sich, wie er als Junge das Treppengeländer heruntergerutscht war.

Einmal war er dabei runtergeflogen und mit dem Kopf gegen die Wand geknallt …

Autsch, das hatte wehgetan!

Links von ihm waren drei Türen, die vom Flur abgingen, und alle waren geschlossen.

Harry erinnerte sich beim besten Willen nicht, was hinter diesen Türen war. Er hatte allerdings das Gefühl, dass hinter einer sein Schlafzimmer sein musste – auch wenn es ihm eigenartig vorkam, dass ein Schlafzimmer im Erdgeschoss sein sollte.

Erwachsene haben ihre Schlafzimmer oben, oder nicht? Und ich bin erwachsen, also werde ich sicherlich dort schlafen.

Er hörte ein Geräusch aus den Zimmern im oberen Stockwerk. War das eine Stimme?

Harry ging zur Treppe, spähte hinauf in die Dunkelheit und rief erneut.

»Peggy! Was soll der Quatsch? Ich habe Hunger!«

Nichts. Sein Magen knurrte.

An der Wand war ein Lichtschalter. Harry drückte darauf, und sofort ging das Licht oben an. Aber treppauf vermochte er niemanden zu sehen, und als er den Atem anhielt, um zu lauschen, hörte er auch nichts.

Ich muss mir das eingebildet haben.

Er drehte sich um und sah eine Tür, die zu einem anderen dunklen Zimmer führte – ah ja, das war die Küche. Jetzt fiel es ihm wieder ein.

Bingo!

Er ging durch den Flur, schaltete das Licht an der Tür ein und schlurfte in die Küche.

Harry bemühte sich, ein kleines Schinkenstück zwischen seinen Zähnen herauszupulen. Das sollte doch eigentlich nicht so schwierig sein! Er hatte nur noch wenige Zähne – wie konnte zwischen denen überhaupt noch etwas hängen bleiben?

Mit der Zunge zählte er seine Zähne nach. Acht. Hmm.

Ich hab’s!

Es war ein leckerer Schinken gewesen, frisch aufgeschnitten und im Kühlschrank auf einem Teller für ihn bereitgestellt. Ein Jammer, dass es keine Pickles gab. Wer kaufte eigentlich mittlerweile für ihn ein? Dem musste er mal ein paar Takte erzählen!

Er blickte sich in der hell erleuchteten Küche um. Alle Arbeitsflächen waren kahl, alles sauber und ordentlich. Tipptopp.

Ausgenommen der Tisch vor ihm, der mit Margarine verschmiert war. Er musste sein Sandwich fallen gelassen haben, auch wenn er sich nicht daran erinnerte.

Sein Teller … leer. Er musste also alles aufgegessen haben.

Er sah zur großen Uhr an der Wand.

Halb zehn.

Eine schöne Bescherung.

Würde jemand kommen, um ihn ins Bett zu bringen?

Harry erinnerte sich vage, dass es normalerweise so war, nur wusste er nicht mehr, um welche Zeit.

Hatten sie vielleicht alle festgestellt, dass er auch jetzt noch fit genug war, um das alleine zu schaffen? Das wäre doch prima, oder?

Und warum auch nicht? Immerhin hatte er sich eben selbst ein Schinkenbrot gemacht. Er brauchte die verdammte Altenpflegerin nicht mehr – diese Madame Sharkski oder wie immer sie hieß …

Plötzlich hörte er eine Stimme im Flur.

Da war eindeutig jemand!

Er lauschte und bemerkte, dass sein Atem in der Brust rasselte.

Harry …

Ja, da war es wieder.

Er nahm seinen Stock, stemmte sich vom Küchenstuhl hoch, ging in den Flur und blieb unten an der Treppe stehen.

Was wollte er eigentlich hier? Harry konzentrierte sich. Draußen war es dunkel. Und es war spät. Er wollte anscheinend zu Bett gehen.

Aber …

Jetzt hatte er vergessen, wo noch gleich sein Schlafzimmer war. Und es kam ihm ein bisschen seltsam vor, dass er nach oben gehen sollte. Aber in allen Häusern waren die Schlafzimmer im Obergeschoss – natürlich.

Wie ich schon sagte, da schlafen die Erwachsenen.

Auf der Suche nach irgendwelchen Anzeichen von Peggy blickte er sich wieder um und entdeckte dabei ein Telefon auf einem kleinen Tisch.

Aha!

Vielleicht könnte er jemanden anrufen, bevor er zu Bett ging, und Bescheid sagen, dass Peggy nicht da war. Dann könnte derjenige losgehen, nach ihr suchen und sie zurückbringen. Und dann könnte sie ihm eine schöne Tasse Tee kochen und morgen das Frühstück machen.

Hmm, Bacon und Eier, Tomaten, Röstbrot …

Darauf hätte er jetzt schon Appetit.

Beim Telefon stand ein kleiner Stuhl. Harry ging hin und sank schwer auf die Sitzfläche, wobei er fast mit dem Stuhl umfiel …

Hoppla! Vorsichtig, Soldat!

Er nahm den Hörer auf.

Doch wen sollte er anrufen? Wen kannte er?

Ihm fiel keiner ein. Er hatte doch sicher Freunde? Früher hatte er viele Kumpels gehabt … damals zu seiner Zeit.

Ja! Sein alter Freund Bill! Bill Sides. Der würde wissen, was zu tun war!

Seit ihrer Entlassung aus der Truppe war eine Weile vergangen. Der Krieg war vorbei, und sie hatten endlich nach Hause zurückkehren können!

Doch wenn Harry es genau bedachte, hatte er Bill schon seit einigen Jahren nicht mehr gesehen. Egal, Bill würde ihn nicht im Stich lassen.

Bei der Nummer war er sich nicht sicher, deshalb riet er sie und begann zu wählen …

Harry legte den Hörer auf.

Einen Teufel haben die mir genutzt, dachte er. Und was für Manieren! Was war nur aus den Manieren der Leute geworden?

Er hatte es nicht geschafft, Bill über das verdammte Telefon zu erreichen.

Also hatte er einige andere Nummern ausprobiert. Aber die Leute, mit denen er geredet hatte, schienen nicht zu begreifen, was das Problem war. Manche waren sogar unverschämt geworden, und da hatte er ihnen eben auch unverschämte Erwiderungen gegeben.

Nach zehn Jahren in der Armee wusste er, wie man anderen seine Meinung sagte.

Denen habe ich den Marsch geblasen!

Aber herausgekommen war, dass keiner wusste, wer Peggy war, und es anscheinend auch niemanden interessierte. Keiner würde ihn zu Bett bringen oder ihm morgen früh Bacon und Eier braten.

Du bist auf dich allein gestellt, Kamerad, dachte er.

Und so nahm er seinen Stock, stand auf und schlurfte zur Treppe.

Als Harry die Hälfte der Stufen hochgestiegen war, blieb er erschöpft stehen. Sein Atem war ein heiseres Keuchen, seine Beine brannten wie Feuer, und plötzlich hatte er große Schwierigkeiten, das Gleichgewicht zu halten.

Das ist schlimmer als die Grundausbildung, fuhr es ihm durch den Kopf.

Machte er das etwa jeden Abend? Er erinnerte sich nicht daran.

Dann sah er nach oben. Es blieben noch zehn Stufen.

»Peggy? Bist du da oben? Wo bist du?«, rief er.

Doch es antwortete niemand.

Harry legte eine Hand auf das Treppengeländer und begann erneut, sich hochzuschleppen.

Zu guter Letzt kam er oben an. Schwankend lehnte er sich an die Wand.

Nach ein paar Sekunden sah er sich um. Der Treppenflur oben war breit und mit Teppich ausgelegt – und an dem einen Ende schloss sich ein Korridor an. Da hinten konnte Harry jedoch kaum etwas erkennen, weil das Licht nicht eingeschaltet war.

Weiter vorn erblickte er vier Türen, die alle geschlossen waren.

Und er sah ein großes Porträt an der Wand. Das starrte er an, während er verschnaufte.

Eine hübsche Frau in einem Samtkleid saß auf einem bemoosten Stein und hielt einen kleinen Welpen auf dem Schoß. Das Gebäude hinter ihr sah wie eine Burg aus.

Harry kannte das Bild.

Seine Mum hatte ihm erzählt, dass die Burg früher ihrer Familie gehörte und sie einst sehr, sehr reich gewesen waren.

Plötzlich fühlte sich Harry sehr müde. Er wollte sich einfach nur noch hinlegen und schlafen.

Hinter einer dieser Türen musste sein Schlafzimmer sein. Auf seinen Stock gelehnt, machte er sich auf den Weg quer über den Treppenflur.

Aus dem Augenwinkel glaubte er zu bemerken, dass irgendwo Licht ausging. Es reichte nicht aus, um den Treppenflur zu verdunkeln, aber es war doch nicht mehr richtig hell hier, sodass Harry es bemerkte.

Er blieb stehen und schaute sich um. Es musste das Licht unten gewesen sein. Aber ja … jemand war nach Hause gekommen!

»Peggy! Peggy! Ich bin hier oben!«, rief er.

Er drehte sich um und ging, so schnell er konnte, in Richtung Treppe.

Verdammt, das wird noch schwieriger, als nach oben zu kommen!

Dann ging das Licht auch auf dem Treppenflur aus. Harry stockte.

»Hey! Was soll das?«, brüllte er. »Ich kann nichts mehr sehen!«

Er stand völlig im Dunkeln. Nirgendwo gab es Licht.

Nur Schwärze.

Harry begann leicht zu schwanken – dagegen konnte er nichts tun.

»Peggy? Bist du das? Mach das verfluchte Licht an, Weib, hörst du?«

Von unten kam keine Antwort.

Und als Harry stärker zu schwanken anfing, streckte er eine Hand nach der Wand aus, denn er spürte, dass er gleich fallen würde …

Er tastete nach dem Geländer.

Aber das war auf einmal nicht mehr da.

Oh Mist!, dachte er. Das wird wehtun.

So wie damals, als er auf dem Geländer gerutscht und dann gestürzt war.

Und jetzt fiel er tatsächlich: Er stürzte immer weiter die Treppe hinunter, wirbelte in der Dunkelheit durch die Luft …

wie in dem Moment, wenn man bei einem Nachtsprung aus dem Flugzeug tritt und sich in die Finsternis hinabfallen lässt, mit einem Fallschirm, der schwer auf dem Rücken lastet.

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