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Case Six

Inhalt

  1. Cover
  2. Über dieses Buch
  3. Über den Autor
  4. Titel
  5. Impressum
  6. Case Six
  7. Leseprobe: TUESDAY FALLING – Deine Zeit ist gekommen
  8. – 1 –
  9. – 2 –
  10. – 3 –
  11. – 4 –
  12. – 5 –
  13. – 6 –
  14. – 7 –
  15. – 8 –
  16. – 9 –

Über dieses Buch

Eine stürmische Regennacht, ein verlassener Pub bei Kerzenschein: Privatdetektivin Stone berichtet ihrem Partner Loss von ihrem neusten Fall. Ein kleines Mädchen wurde enthauptet und ihr Kopf gestohlen. Die Polizei geht von einem Zufallsopfer aus, aber Stone ermittelt weiter. Dabei stößt sie auf eine Reihe von Morden, die sich alle ähneln …

Über den Autor

Stephen Williams hat bereits Songtexte für eine internationale Rockband geschrieben und seine Gedichte und Kurzgeschichten in Magazinen veröffentlicht. Außerdem veranstaltet er eigens entwickelte Geisterabende in historischen Gebäuden. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in einem Dorf in Nord-Yorkshire.

CASE SIX

Loss und Stone sitzen im Queen Victoria auf der Grafton Street und sehen den Flammen des Feuers dabei zu, wie sie aus den Kohlen tanzen und auf der Wand des Pubs flackern. Sie sind die einzigen Gäste. Draußen scheint das Wetter alles zu geben, um sich so richtig auszutoben.

Weltuntergangswetter. Als ob es alles rauslassen müsste. Wind und Regen mit einer gelegentlichen Bonusrunde Hagelkörner.

Die Beleuchtung des Pubs besteht nur aus Kerzen und dem knisternden Feuer. Der Sturm hat den Strom ausfallen lassen. Der Wind rüttelt an den Fenstern und hat seinen Weg ins Innere gefunden, so dass die Kerzen leise flackern.

»Was soll das heißen: Sie sagte, sie sei tot?«, fragt Loss. Sie besprechen einen Fall, den Stone gerade abgeschlossen hat.

Loss hält ein Glas Limonade in der Hand. Er kann keinen Alkohol trinken. Wenn er trinkt, kommen die Erinnerungen an seine Tochter zu dicht an die Oberfläche. Stone hingegen hatte einen Whisky Mac bestellt, an dem sie nun in kleinen Intervallen nippt.

»Sie sagte, sie sei tot, aber dass es ihr durch das, was sie tat, bessergehen würde. Das war kurz, bevor sie mich schlug.«

Sogar in dem flackernden Schein des Feuers ist der Bluterguss in Stones Gesicht zu erkennen. Wie der Flügel eines Schmetterlings. Wie eine Geschichte, die darauf wartet, erzählt zu werden, Farbe für Farbe. Loss wendet den Blick vom Feuer ab und schaut herüber. Stone trägt ziemlich genau das, was sie immer trägt. Einen dunklen Paisley-Hippierock mit schwarzen Leggings und Scary-Poppins-Stiefeln, ein dickes graues Stehkragenhemd, darüber eine schwarze Weste und ein Trenchcoat. Schwarz. Ihr Haar verschwindet unter einer losen Strickmütze.

»Bessergehen? Wie kann es einem bessergehen, wenn man tot ist?«

»Naja, strenggenommen war es nicht das erste Mal, dass sie tot gewesen ist.«

Sie haben etwas Zeit totzuschlagen, und Stone bringt ihn auf den neuesten Stand. Sie haben einige Tage getrennt voneinander gearbeitet und verschiedene Fälle verfolgt.

Seit sie ihre Detektei am Londoner Brydges Place gegründet haben, haben sie sich so etwas wie einen Ruf für das Außergewöhnliche aufgebaut, und so neigt Loss dazu, von nichts überrascht zu sein, was auf sie zukommt. Dies jedoch scheint jenseits von Außergewöhnlich zu sein.

Loss schlürft sein Getränk in dem Bewusstsein, dass Stone ihn auch nur zum Narren halten könnte. Nach einer Weile stellt er sein Glas auf den Holztisch zwischen ihnen. Auch nach all den Jahren wünscht er sich, er hätte eine Zigarette. Sogar sein Anzug fühlte sich leer ohne das Soft Pack in der Innentasche seines Jacketts.

»Okay, ich bin dabei. Sie war schon einmal tot?«, fragt Loss. Stone lächelt und richtet Daumen und Zeigefinger auf ihn, als ob sie mit einer Pistole auf ihn zielte.

»Sie hatte einen angeborenen Herzfehler, der nie diagnostiziert wurde. Eines Tages, als sie bei der Arbeit war, gab ihr Herz den Geist auf. Als ob der Tank leer wäre. Sie fiel einfach tot um.« Stone grinst ihn an, fordert ihn heraus, den hinkenden Vergleich zu korrigieren.

»Was war ihre Arbeit?«, fragt er, der Spielverderber.

»Krankenschwester. Im Finsbury-Krankenhaus. Immer auf den Beinen, mit dem Druck des Jobs klarkommen, und mit dem Druck der Bürokratie. Kein vernünftiges Essen. Kein vernünftiger Schlaf. Kein vernünftiges Leben. Eines Tages ist sie einfach über einer Bettpfanne zusammengebrochen oder so. Niedergestreckt von einem massiven Herzinfarkt. Was haben Sie da übrigens an? Ihr Anzug sieht aus, als ob er aus dem Zirkus entflohen und im Dunkeln ermordet worden wäre.«

Loss lächelt. Es ist so ziemlich die selbe Unterhaltung, die sie immer führen. Stone beleidigt seinen Sinn für Mode auf immer ausgefallenere Weise. Die Tatsache, dass sie ihm diesen Anzug gekauft hat, scheint keine Rolle zu spielen. Er schätzte, dass es weniger der Anzug selbst war als vielmehr die Art, wie er ihn trug. Alles, was er anzog, wirkte unmittelbar müde. Wie sein Gesicht.

»Gut, dass sie dann schon in einem Krankenhaus war«, stellt er fest. Stone nickt und schwenkt ihre Whisky-Ingwerwein-Mischung im Glas. Der Schein der Flammen lässt es funkeln, als hielte sie ein Stück Licht in ihrer Hand. Einen flüssigen Stern.

»Stimmt. Sie haben sie wiederbelebt und eine Not-OP gemacht. Sie hatte Glück. Sie hat sich komplett erholt, zumindest körperlich. Das Spenderorgan wurde von ihrem Körper angenommen, und sie wurde wieder ganz gesund. Sie konnte natürlich keine Krankenschwester mehr sein, und es gab einige Fragen, warum ihr Zustand nicht bei der Gesundheitsprüfung entdeckt wurde. Das Gute an der ganzen Sache war, dass sie bei voller Bezahlung in Frührente geschickt wurde. Habe ich den Sauerstoffmangel erwähnt?«

Stone leert ihren Drink und blickt Loss erwartungsvoll an. Er ist sich nicht sicher, ob es bei dem Blick um den Wunsch nach einem weiteren Drink oder dem Zustand der ...

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