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Caprice - Sex und Glamour

Inhalt

  1. Cover
  2. Über die Autorinnen
  3. Titel
  4. Impressum
  5. Heiße Tage, geile Nächte
  6. Lagune der Lust
  7. Fucking Texas

Über die Autorinnen

Inka Loreen Minden, die auch unter den Pseudonymen Lucy Palmer und Loreen Ravenscroft schreibt, ist eine bekannte deutsche Autorin erotischer Literatur, deren Titel regelmäßig in den Bestenlisten vertreten sind.

Angelina Kay wuchs in New York auf und arbeitete später als freie Journalistin. Heute lebt sie in Kalifornien und widmet sich ganz ihrer Arbeit als Autorin.

Anabella Wolf schreibt Heftromane und Belletristik, mal mehr, mal weniger pikant, aber immer mit Happy End. Sie lebt und arbeitet in Köln.

Inka Loreen Minden/
Angelina Kay/AnabellaWolf

CAPRICE –
SEX UND
GLAMOUR

3 Erzählungen in einem Band

Sophies Puls hämmerte wild in ihren Schläfen, so sauer war sie. »Dein Informant hat seinen Tipp doppelt verkauft, Chef!«, schimpfte sie ins Handy, dann klappte sie es resolut zu. »Das darf doch echt nicht wahr sein!«

Walter Stein, Chefredakteur der BLITZ, hatte vor zwei Tagen einen Hinweis bekommen: Sie würden eine bombastische Neuigkeit über den Skandalrapper Mac Teek erfahren, wenn sie am Wochenende nach Saint-Tropez kamen. Stein hatte gedacht, die BLITZ könnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und zusätzlich von der Vernissage berichten, die dort stattfand. Daher hatte er Sophie und ihren Kollegen John Feyn ins nächste Flugzeug nach Frankreich gesetzt. Und wen musste sie hier, im Kunstmuseum von Saint-Tropez, treffen? Ihren größten Konkurrenten: Philipp Bergmann, Reporter bei der X-PRESS.

»Dieser schwarzhaarige Teufel«, murmelte sie, wobei sie ihm einen vernichtenden Blick zuwarf, als er in ihre Richtung grinste. Phil hatte ihr schon öfter eine Topstory vermasselt. Wie es aussah, würde es diesmal nicht anders laufen.

»Hey, Süße, komm mal wieder runter, dein Gesicht ist ja schon genauso rot wie deine Mähne.« John fuhr sich durch sein blondes Haar; auf seinen Wangen zeigten sich Grübchen, als er lächelte. Der Fotograf und Sonnyboy schien immer gute Laune zu haben, und die war zum Glück ansteckend.

Sophie atmete tief durch und genoss die kühle Raumluft auf ihrer erhitzten Haut. Sie hatte große Lust auf eine Zigarette, aber im Museum war Rauchen streng verboten. Seit einer Stunde schlenderte sie mit ihrem Kollegen durch die hohen, hellen Räume der ehemaligen Kapelle, an deren Wänden zahlreiche Kunstwerke hingen. Der französische Maler Mondaine stellte im »Musée de l’Annonciade« seine aktuellsten Werke mit dem Titel »Schatten der Erinnerung« vor. Düstere Bilder, die perfekt zu Sophies Stimmung passten.

Die High Society war ebenfalls zu Gast, viele bekannte Schauspieler, Sänger, Politiker und alles, was Rang und Namen hatte. John machte ununterbrochen Fotos und flirtete mit den Damen, während Sophie versuchte, den neusten Klatsch und Tratsch aufzuschnappen.

Ihr Konkurrent Philipp war leider genauso eifrig bei der Sache und betörte die weibliche Prominenz mit seinem Charme und seinem Aussehen. In seinem dunklen Anzug sah er selbst aus wie ein Schauspieler, und mit seinem Dreitagebart wie eine Mischung aus Hugh Jackman und Charles Mesure.

Aber was er konnte, konnte sie schon lange. Sophie trug ein smaragdgrünes Kostüm, das perfekt mit ihren roten Locken harmonierte und ihre Brüste auf unanständige Weise betonte, dazu schwarze Stilettos. Damit zog sie die Aufmerksamkeit der Männer auf sich wie ein Magnet und erntete von den Ladys neidische Blicke.

Alle warteten auf den Rapper Mac Teek, der sich wie immer verspätete. Der Berliner Musiker hatte sich bereiterklärt, Pate eines Bildes zu werden und eine hohe Summe für einen guten Zweck zu spenden.

Ein Raunen ging durch die Menge, als er mit einem Bodyguard die Kapelle betrat. Seine Frau, die Schauspielerin Raffaela Cielo, war nicht mitgekommen. Die Gerüchte über die Scheidung schienen wahr zu sein.

Der schlanke und hochgewachsene Sänger trug legere Hosen und ein ärmelloses Oberteil, weshalb seine Tätowierungen zu sehen waren. Da er armenische Wurzeln besaß, war seine Haut eine Nuance dunkler als die eines durchschnittlichen Mitteleuropäers. Das verlieh ihm ein südländisches Flair. Keine Frage, den Rapper mit dem Schlafzimmerblick hätte auch Sophie nicht von der Bettkante geschubst, zumal er mit seinen dreißig Lenzen in den besten Jahren war. Als er den Ausstellungsort betrat, humpelte er leicht, weil er letzte Woche in eine Schlägerei geraten war.

»Du sabberst«, flüsterte ihr John ins Ohr, worauf ihr Ellbogen in seinen Rippen landete. Ihr Kollege krümmte sich gespielt vor Schmerzen und ging auf Abstand.

Ob sich Mac Teek zu der Bildpatenschaft bereiterklärt hatte, um sein Image aufzuwerten? Mit seinen schwulenfeindlichen Songtexten hatte er sich nicht nur Freunde gemacht. Homophobie war in der Szene nichts Ungewöhnliches und das Wort »gay« für viele Rapper zu einem normalen Schimpfwort verkommen. Dennoch hatte das Label ihm beinahe den Vertrag aufgekündigt, weil Teek es mit seinen Sprüchen ein wenig übertrieben hatte. Hinzu waren Gerüchte über illegalen Waffenbesitz gekommen.

John beugte sich vorsichtig zu ihr hin und hielt schützend die Arme vor die Brust. »Alle Augen sind auf Mac Teek gerichtet, nur nicht die von Bergmann, der glotzt auf deinen Arsch.«

Erneut stieg vor Wut Hitze in ihre Wangen. Sie fand ihn ja auch attraktiv und hätte nichts gegen ein erotisches Zwischenspiel einzuwenden, wenn da nur nicht diese abgrundtiefe Abneigung wäre. Für eine gute Story würde der Kerl seine Mutter verkaufen.

Wenn sie ihm doch mal so richtig eins auswischen könnte!

Plötzlich spukte ihr ein Name im Kopf herum: Meggie.

Genau, Meg war hier, in Saint-Tropez! Die Besitzerin eines schwimmenden Edelbordells hatte ihr letzten Monat eine SMS geschickt, dass sie Sophie sehr gerne wiedersehen würde. Falls ihre Reisen sie erneut an die Côte d’Azur führen sollten … Sophie grinste triumphierend und zog ihr Handy aus der Handtasche. Sie hatte auch schon ganz genaue Vorstellungen, wie sie es diesem Schönling Bergmann heimzahlen konnte. Vielleicht würde ihr Meg einen Freundschaftsdienst erweisen, immerhin hatte Sophie einst dafür gesorgt, dass ihre Schwester freigekommen war, die mit vielen anderen osteuropäischen Frauen in die Fänge eines Mädchenhändlers geraten war. Sophie hatte dank ihrer Neugier und mit Hilfe eines sexy Polizisten den Ring sprengen können. Und Meggie hatte ihr versprochen, sich eines Tages dafür zu revanchieren.

Drei Stunden später taten ihr die Füße weh. Sie wollte ins Hotel zurück, die Beine hochlegen und mit John einen Plan ausarbeiten. Aber erst musste der Fisch an den Haken. Sophie hatte es tatsächlich geschafft, ungestört ein paar Worte mit Mac Teek zu wechseln, da die meisten Promis und Journalisten bereits das Museum verlassen hatten. Zwar hatte sie nichts Interessantes erfahren, aber Philipp hatte sie beobachtet. Sehr gut, vielleicht biss er an. Von dem schlitzohrigen Informanten wusste sie, dass der Rapper morgen Abend ins »Estelle« kommen würde, eine Bar, in der man sich sehr freizügig bewegen konnte.

Sicher würde auch Philipp sich die Chance nicht entgehen lassen, um mehr aus dem Mann herauszubekommen. Möglicherweise traf sich Teek mit seiner neuen Flamme. Sophie musste um jeden Preis verhindern, dass auch Philipp in der Bar auftauchte. Sie wollte die Story exklusiv.

Auf der Damentoilette genehmigte sie sich heimlich eine Zigarette, während sie die Nummer des Stegs auf einen Zettel kritzelte, an dem Megs Jacht lag. Anschließend suchte sie John im Getümmel. Leider hatte ihre Kollegin und beste Freundin Maren nicht mit an die Côte d’Azur kommen können. Sie musste im regnerischen Hamburg zurückbleiben und hütete mit einem grippalen Infekt das Bett. Gemeinsam mit ihr hätten die Rachepläne doppelt so viel Spaß gemacht, aber John war ein guter Ersatz. In jeder Beziehung.

Als sie ihn erblickte – ins Gespräch mit Mia Farrelli vertieft –, entschuldigte sie sich bei der Schauspielerin und zog ihn hastig mit sich. Ihre Aktion hatte zumindest Phils Aufmerksamkeit erregt. Interessiert starrte er in ihre Richtung, wobei er sich weiterhin mit dem Maler unterhielt.

Mist, vor lauter Racheplänen hatte sie ganz vergessen, Mondaine zu interviewen! Wie unprofessionell!

Das machte sie noch wütender. Philipp schaffte es allein durch seine Anwesenheit, ihr den Job zu vermasseln.

»Hey, was sollte das denn?« John wirkte nicht sehr erfreut. »Mia hat mir eben von ihrem neuen Film erzählt.«

»Langweilig«, sagte Sophie gedehnt. »Du wolltest sie eh nur ins Bett bekommen.«

Seine Brauen zogen sich zusammen. »Und ich hatte gute Chancen!«

»Spiel einfach mit und du bekommst von mir das Rundum-verwöhn-Paket«, wisperte Sophie.

»Überredet«, meinte er, und sein Gesicht wirkte sofort entspannter.

Sie grinste. Männer waren ja so einfach gestrickt … »Ist Philipp in der Nähe?«

John nickte, ohne Sophie aus den Augen zu lassen. »Etwa drei Meter hinter dir. Er hat sich ein Sektglas geschnappt und tut so, als würde er ein Bild betrachten. Einen guten Schauspieler würde der nicht abgeben.«

Ein böser Gedanke schoss durch ihren Kopf: Für einen Pornostar würde sein Talent vielleicht ausreichen.

Sie hob ihre Stimme. »Stell dir vor, Mac Teek hat mir einen Treffpunkt genannt, wo wir beide uns morgen Mittag ungestört unterhalten können!«

»Was?!« Sofort zog er Sophie mit sich fort und zischte: »Schrei doch nicht so.«

»Was macht Phil?«, fragte sie leise.

»Schleicht näher und betrachtet jetzt das Bild hinter dir.«

Sehr gut, das lief ja wie geschmiert. »Teek will mir Rede und Antwort stehen, nur mir allein!« Sie zwinkerte John zu, und da verstand er endlich, dass sie bloß eine Show abzog.

Sein Gesicht hellte sich auf. »Genial! Wie du das immer schaffst.«

»Tja, mit den Waffen einer Frau, sag ich da nur.«

John lachte. »Mit scharfen Waffen hantiert Teek angeblich gern.«

Auffällig wedelte sie mit dem Zettel vor seiner Nase herum. »Hier hab ich die Uhrzeit und den genauen Treffpunkt. Jetzt können wir uns entspannen und holen uns morgen die Topstory!« Sie öffnete ihre Handtasche, ließ den Zettel absichtlich daneben fallen und eilte sofort mit John aus dem Museum.

Das Einzige, was Sophie an Saint-Tropez hasste, war der Verkehr. Gut, dass sie früh genug losgefahren waren und es erst Mittag war, denn später gab es auf den Hauptstraßen der kleinen Hafenstadt kaum ein Durchkommen.

John saß auf dem Beifahrersitz des gemieteten Cabrios, sein Smartphone in der Hand, und lotste sie mit Hilfe eines Navigationsprogramms durch den Verkehr. »An der nächsten Kreuzung musst du links abbiegen. Wir sind gleich da.«

»Wird auch Zeit«, murmelte sie und trommelte mit den Fingern auf das Lenkrad.

Die Sonne brannte gnadenlos in ihren Leihwagen, doch der Fahrtwind machte die Hitze erträglich und wirbelte Sophies kupferrote Lockenmähne durcheinander. Da sie keinen Slip trug und nur ein knappes Sommerkleid, stierte John immer zwischen ihre Beine, wenn ein Luftwirbel den Stoff lüpfte. Seine Hand stahl sich auf ihr Knie und wanderte langsam zwischen ihre Schenkel. Als seine Fingerspitzen ihre Scham streiften, lachte Sophie auf, weil es kitzelte. Sie hatte sich am Morgen frisch rasiert und fühlte jede Berührung besonders intensiv.

John hob ihr Kleid, schnappte sich die Digitalkamera, die in seinem Schoß gelegen hatte, und machte ein Foto.

»Ferkel!« Sophie schlug seine Hand weg, obwohl ihre Schamlippen angenehm prickelten. »Ich muss mich aufs Fahren konzentrieren.«

Seine Augen funkelten, und die Beule im Schritt war nicht mehr zu übersehen. »Lass uns später eine Nummer schieben, ja, Süße?«

Zustimmend grinste sie. Erst gestern hatten sie in der Hotelsauna schnellen Sex gehabt, den John als Vorauszahlung für seine Dienste eingefordert hatte. »Abgemacht. Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.«

John ließ nichts anbrennen, Sophie ebenfalls nicht. Sie hatten schon das eine oder andere heiße Abenteuer erlebt, wenn sie als Team einen Auftrag erledigten. Ihr Kollege war stets gut gelaunt, sah mit dem gebräunten Teint, den blonden Haaren und dem Adoniskörper fantastisch aus und war auch im Bett keine Spaßbremse.

Sophie nahm den Fuß vom Gas, als sie die Uferpromenade erreichten, denn dort pulsierte das Leben. Rechts erstreckte sich der Jachthafen, links ragten die schlichten, landestypischen Häuser in den blauen Himmel. Hotels, Restaurants und kleine Läden, deren Markisen bis zur Straße reichten, reihten sich aneinander. Das Wasser war so nah, dass es aussah, als würden die Jachten direkt vor den Straßencafés parken.

Als John immer noch auf ihre Schenkel starrte, sagte Sophie: »Halte die Augen lieber nach Prominenz offen, Giacomo.«

Ihr modebewusstes Herz schlug beim Anblick der Boutiquen schneller. Sie hätte jetzt große Lust, durch die ruhigeren Nebenstraßen zu spazieren, um ausgiebig in den urigen Läden zu shoppen. Vor allem wurde man dort zu Preisen fündig, die bezahlbar waren. Aber erst musste sie diesem Lackaffen Bergmann eine Lektion erteilen. Wenn er denn kam. Doch wie sie Philipp kannte, war er längst da.

Zum Glück gab es am Hafen einen riesengroßen Parkplatz. John lotste sie zur Einfahrt, woraufhin ihre Laune sank. Die besten Plätze waren natürlich belegt. Zähneknirschend fuhr Sophie durch die Reihen parkender Autos und drückte das Gaspedal durch, als sie eine Parklücke erspähte.

»Merde!«, schrie sie und schlug auf die Hupe. Ein blauer BMW hatte ihr den Parkplatz vor der Nase weggeschnappt.

John gluckste. »Du kannst es wohl kaum erwarten, deinen Racheplan zu verwirklichen.«

Sie strafte ihn mit einem bösen Blick und setzte das Cabrio in eine enge Lücke, die sich eigentlich der Fahrer eines Citroën ausgesucht hatte. Sophie ignorierte die Schimpftirade des älteren Mannes und tat so, als würde sie kein Wort Französisch verstehen, obwohl sie große Lust hatte, sich mit dem Kerl anzulegen.

Ihre Laune erreichte ihren Tiefpunkt, was nicht nur am Verkehr, sondern allgemein an Frankreich lag. Sophie war nie gut gelaunt, wenn sie sich im Land ihrer Kindheit aufhielt. Aufgewachsen in einem Pariser Vorort in erbärmlichen Verhältnissen, war sie als junge Frau nach Hamburg geflohen. Dank ihrer Verführungskünste hatte sie eine Stelle bei der BLITZ bekommen und lebte seitdem das Leben, das sie sich immer erträumt hatte. Na ja, beinahe. Wären da nicht ständig diese Leute, die einem das Leben schwermachen wollten, so wie Philipp Bergmann.

»Beeil dich, John!« Sie schnappte sich ihre Handtasche, sperrte hastig das Auto ab und stöckelte über den kochenden Asphalt.

Am Ufer wurde die Hitze erträglicher. Der Dieselgeruch der Bootsmotoren wehte ihr in die Nase. Kleine Jachten und Wasserfahrzeuge aller Art reihten sich an den Landungsstegen aneinander. Sophies hohe Absätze klackerten über den Boden, während sie sich einen Weg durch die Touristen bahnten. Dabei schaute sie sich ständig um, ob Phil nicht im Anmarsch war.

»Wo liegt Meggies Schiff?«, fragte John, der zwischendurch Fotos schoss.

»Fast am Ende des Stegs. Es ist diese Mega-Jacht.«

Er pfiff durch die Zähne. »Wow, das nenn ich mal einen Kreuzer.«

Das schwimmende Etablissement besaß drei Decks, war über fünfundzwanzig Meter lang und eher ein privates Kreuzfahrtschiff als ein Sportboot. Aber Sophie hatte keinen Blick dafür übrig. Sie musste wachsam sein.

Erneut spähte sie über ihre Schulter. »Ich sehe ihn!« Ihr Herz überschlug sich beinahe, als sie den Mann in den schwarzen Cargohosen und dem kurzärmligen Hemd erblickte, der die Uferpromenade entlangschritt. Gut sah er ja aus, dieser Mistkerl. Verwegen. Ein wenig wie ein Pirat, was wohl an seinem Dreitagebart lag. Der brachte das Leuchten seiner hellgrauen Augen richtig zur Geltung, ebenso seine schwarzen Haare, in denen der Wind spielte.

Sophie schubste ihren Kollegen hinter einen Eisstand und zischte ihm zu: »Er läuft in unsere Richtung. Wir müssen uns beeilen!«

»Wie hast du dir das eigentlich vorgestellt?«, fragte John, der von Sophie mitgezogen wurde.

»Halte dich einfach an den Plan.« Während sie auf die Jacht zuliefen, holte sie einen Lippenstift aus der Handtasche. »Hier, deine Waffe.«

Grinsend nahm John ihn entgegen und hängte sich seine Digitalkamera um den Hals. »Du bist so ein durchtriebenes Luder!«

Sophie arbeitete gern mit ihm zusammen, denn er war recht unkompliziert, wenn es darum ging, sich nicht an Regeln zu halten. Was als Journalist ziemlich oft nötig war.

»Okay, verstecken wir uns unter Deck«, sagte sie, als sie sich an Bord begaben. Sophie schlüpfte aus ihren Pumps und tapste barfuß weiter. Phil durfte sie auf keinen Fall bemerken, wenn sie ihn überrumpeln wollten.

Meg war mit ihren Mädels und der Crew beim Mittagessen, sodass Sophie das Schiff für sich hatte. Nur ein Angestellter war auf der Jacht geblieben, der sich aber im Hintergrund halten und ihr nicht in die Quere kommen würde.

Sophie hatte eine Stunde Zeit, diesem Schnösel Philipp eins auszuwischen.

Unter Deck war es düster. Von einem schmalen Gang zweigten drei Türen ab. Hinter der mittleren lag irgendwo die Kabine, in die Sophie musste. Hoffentlich hatte Meg alles so vorbereitet, wie sie sich das vorgestellt hatte.

»Hier rein«, befahl Sophie und drückte John in eine Nische hinter der Treppe. Schon hörten sie von oben eine Männerstimme herunterrufen: »Hallo? Ist hier jemand? Mac Teek?«

Sophie war noch nie aufgeregter gewesen. Sie krallte sich in Johns Oberarm und quetschte sich hinter ihn.

Los, komm schon, dachte sie und hielt die Luft an, als Phil zögerlich die Stufen nach unten stieg. Als er im Gang stand, mit dem Rücken zu ihnen, reagierte John sofort, sprang nach vorn und drückte ihm den Lippenstift zwischen die Schulterblätter.

»Nicht umdrehen«, sagte John mit verstellter Stimme und hörte sich dabei fast wie der Rapper Mac Teek an.

Phil blieb reglos stehen, die Hände erhoben.

»Ey, wo ist die Frau, Alter?«, fragte John alias Teek. »Ich war mit ihr verabredet.«

»Sie konnte nicht kommen und hat mich geschickt«, erwiderte Philipp. Seine Stimme zitterte nur ein wenig. Immerhin nahm er ihnen den Bluff mit der Pistole ab. Der Rapper war dafür bekannt, sich in der kriminellen Szene zu bewegen und eine ansehnliche Waffensammlung zu besitzen.

Philipp war ein verdammt guter Schauspieler, dass musste man ihm lassen. Sophie beneidete ihn für seine Coolness. Er tat wirklich alles, um an eine Topstory zu kommen. Aber es nagte an ihr, dass er sie schon wieder eiskalt ausgebootet hätte, wäre das ein echtes Treffen gewesen.

Sie war nicht so taff, denn ihre Hand zitterte, als sie aus ihrer Handtasche eine Schlafmaske holte und sie John reichte.

Dieser gab sie Phil, wobei er die Hülse des Lippenstifts weiterhin in dessen Rücken drückte. »Setz die auf.«

»Warum?«

»Ich werd dich woandershin bringen, Alter, und auf meinem Schiff gibt’s ’n paar krasse Dinge, die für die Augen eines Reporters nicht bestimmt sind. Klaro?«

Sehr gut gekontert, dachte Sophie. Sie war stolz auf John. Dem schien die Sache Spaß zu machen, denn auch er hatte Prämien eingebüßt, wann immer die X-PRESS die besseren Fotos abgedruckt hatte. Das war zwar nicht unbedingt Philipps Schuld, aber er musste jetzt herhalten. Es wurmte Sophie, dass er nicht mehr Angst zeigte. Sie hätte sich bestimmt längst ins Höschen gemacht – wenn sie denn eins anhätte.

Als Philipp die Binde anlegte, atmete sie auf. Gut, das wäre geschafft. Sie tapste hinter den beiden her, während John ihn durch einige Türen führte. Dabei schaute er sich immer wieder zu ihr um. Sophie bedeutete ihm, welche Richtung er einschlagen musste. Sie war zwar schon einmal auf der Jacht gewesen, aber alle Kabinen hatte sie damals nicht gesehen, daher war sie froh, dass Meg ihr den Weg genau beschrieben hatte. Es ging vorbei an einem Whirlpool, durch eine asiatisch eingerichtete Kajüte, in der Massageliegen standen, und einen Raum, der wie ein Kinderzimmer aussah. Hier gab es einen überdimensionalen Laufstall und einen ebenso großen Wickeltisch, Windeln, Riesenschnuller und Nuckelflaschen. Gewisse Kunden hatten eben ganz spezielle Wünsche.

Schließlich endete ihr Rundgang in einer düsteren Kabine. Sophie staunte nicht schlecht. Meg hatte hier ein Mini-Verlies einbauen lassen. Die Wände waren in Natursteinoptik verkleidet und die winzigen Bullaugen vergittert. Elektrische Fackeln spendeten ein schummriges Licht. Sexspielzeuge, die teilweise wie Werkzeuge aussahen und von denen nicht einmal Sophie wusste, wozu sie dienten – und sie hatte in ihrem Leben schon eine Menge ausprobiert –, hingen an der Wand. In einer Vitrine lagen auf schwarzen Samt gebettet Dildos, Analketten und Vibratoren in allen Farben, Formen und Größen. Es gab sogar einen Käfig, der wie ein Hundezwinger aussah. Darüber baumelten an mehreren Haken schwarze Lederhalsbänder. Und in einer Ecke stand eine Vorrichtung, die Sophie im ersten Moment an ein Fitnessgerät erinnerte. Es war ein Sklavensitz, dessen Rückenlehne einem Andreaskreuz glich. An den dicken Holzbalken waren Handschellen befestigt, und sogar die Füße konnten an den Stuhlbeinen fixiert werden. Sophies Herz machte einen Satz. Genau da wollte sie ihr Opfer haben, daher gab sie John ein Zeichen.

Er verstand und machte weiter, wie besprochen. »Zieh dein Hemd aus«, befahl er.

Philipp stand inmitten des Szenarios und hatte keine Ahnung, dass John gleich hübsche Bilder in eindeutiger Pose von ihm knipsen würde.

»Wieso soll ich mich ausziehen?« Nun klang Phils Stimme nicht mehr so selbstsicher.

Himmel, warum musste der Kerl alles hinterfragen? Aber John hatte auch diesmal eine plausible Antwort parat: »Weil ich sehen will, ob du verkabelt bist, Alter. Wenn du unser Gespräch irgendwie aufzeichnest, kill ich dich. Kapiert?!«

Mist. Sophie biss sich auf die Unterlippe. Johns Idee war im Prinzip gut, aber würde Phil bei dieser Erklärung nicht misstrauisch werden? Warum sollte Teek sie zu einem Interview einladen, wenn anschließend nichts davon nach außen dringen durfte?

Philipp zögerte allerdings nicht, sondern knöpfte sein Hemd auf. Als er es abstreifte und seine breiten Schultern zum Vorschein kamen, raste ihr Herz nicht mehr vor Aufregung, sondern weil ihr gefiel, was sie sah. Er hatte für seine 36 Jahre einen makellosen Körper. Glatte Haut, die im sanften Licht matt glänzte, und kein überflüssiges Gramm Fett.

»Kann ich die Augenbinde abnehmen?« Er ließ das Hemd zu Boden fallen.

»Noch nicht«, sagte John.

Sophie schluckte. Phil schaute verboten gut aus. In ihrem Schoß kribbelte es. Sie stellte Schuhe und Handtasche leise ab und schlich um ihn herum, damit sie auch seine Vorderseite inspizieren konnte.

Teufel noch mal, der Kerl war der Hammer. Wie kam er neben seinem aufreibenden Job noch dazu, Sport zu treiben? Dieser Body konnte nicht von Natur gegeben sein. Sanfte Muskelstränge wölbten sich unter seiner Brust, auf der einige Härchen wuchsen. Kein Urwald. Nein, es passte zu ihm, das machte ihn noch männlicher. Wie auch die Spur schwarzer weicher Haare, die vom Bauchnabel abwärts führte und im Bund der Hose verschwand.

John zwinkerte ihr zu und imitierte in bester Teek-Manier: »Und jetzt die Hose, Alter.«

»Das ist nicht Ihr Ernst!« Philipps Bauch spannte sich an, wodurch jedes Muskelpaket sichtbar wurde. »Ich bin nicht verkabelt!«

Sophie wurde es schwindlig, was sicher nicht vom Schlingern des Schiffes kam, denn es bewegte sich kaum. Dass Philipp Bergmann so ein Sahnestück war, hätte sie nicht gedacht. Gut, er sah auch angezogen klasse aus, doch sie hatte ihn nie richtig angeschaut, bloß mit den Augen einer Konkurrentin.

»Ey, Mann, mir ist das egal«, sagte John. »Ich muss dir meine Story nicht pressen. Aber du kannst genauso gut ein verfickter Bulle sein. Woher soll ich das wissen, hä? Ich will nur sichergehen.«

Die Erklärung mit der Polizei war genial! Am liebsten hätte sie John auf der Stelle geküsst. Er würde nach Feierabend eine angemessene Belohnung erhalten.

Phil murmelte etwas Unverständliches, streifte sich die Schuhe ab und öffnete die Knöpfe seiner Hose. Schweißperlen glitzerten auf seiner Stirn, obwohl das Innere der Jacht angenehm temperiert war. Er war also doch nicht so cool, wie er tat.

Als er aus einem Bein schlüpfte, geriet er ins Wanken und wäre fast gefallen, wenn Sophie ihn nicht reflexartig am Oberarm gehalten hätte. Wie fest und warm er dort war. Knackig.

Verdammt, der Kerl machte sie richtig heiß! Und wie er roch! Nach einem verführerischen Männerparfum. Frisch, sinnlich …

Langsam ließ sie ihn los.

Phil starrte in ihre Richtung, auch wenn er sie durch die Schlafmaske nicht sehen konnte. »Ist noch jemand hier?«

»Nur meine Schnalle«, sagte John. »Wegen der Story bist du doch hier, oder? Willst doch wissen, warum ich meine Alte nicht mehr bumse.«

Phil nickte und warf die Hose auf den Boden. Nur in eine enge Shorts gekleidet stand er im Verlies. Sie saß so tief, dass Sophie beinahe den Schambereich erkannte. Was für ein Anblick. Es schien, als wäre Philipp recht gut bestückt.

In ihren Fingerspitzen kribbelte es. Sie hatte große Lust, ihm den Slip herunterzureißen. Weil das Pochen in ihrem Schoß unerträglich wurde, rieb sie ihre Oberschenkel aneinander. Sie wurde sogar feucht, und das bloß, weil dieser Mistkerl halbnackt vor ihr stand.

Als ihr eine etwa fünf Zentimeter lange Narbe an seiner Leiste auffiel, stutzte sie. Eine Blinddarm-OP konnte es nicht gewesen sein, da der Blinddarm für gewöhnlich auf der anderen Seite saß.

»Kann ich jetzt das Ding abnehmen?«, fragte Phil. Er wischte sich die Hände an den Oberschenkeln ab und fuhr sich dann durchs Haar.

Wie es sich anfühlen würde? Weich? Störrisch? Sophie hatte große Lust, es zu zerwuscheln.

»Ey, locker bleiben, Alter. Keiner tut dir was. Setz dich erst mal.« John führte Phil zur Sklavenbank. Der Sitz war wie ein V geformt, sodass die Beine leicht gespreizt auf den beiden gepolsterten Ablagen ruhten und die Domina ungehinderten Zugang zum Sklaven hatte. Ein interessantes Teil.

Unsicher tastete Phil den Sitz ab, bevor er sich wacklig darauf niederließ.

»Und jetzt mal kurz die Hände hoch, um zu sehen, ob du wirklich clean bist.«

Als Philipp die Arme über den Kopf nahm, packten Sophie und John je eines seiner Handgelenke. Ehe er sich versah, schnappten die Handschellen zu.

»Was soll das?«, rief er und zog an den Fesseln, sodass sich seine Muskeln anspannten. Das Metall war auf der Innenseite mit Leder verkleidet, damit sich die Haut nicht so schnell wund scheuerte. Außerdem ließen sie sich auf Knopfdruck öffnen. Sophie hatte solche Handschellen schon bei ihren Liebesspielen benutzt.

»Macht mich sofort los!« Während er auf dem Stuhl tobte, formte Sophie mit dem Mund das Wort »Lippenstift« und John verstand. Er drückte Phil kurz die Plastikhülse an die Brust. »Keine Bewegung.«

Philipp erstarrte, atmete jedoch schnell. Hektisch zog ihm Sophie die Schenkel auseinander, bis sie perfekt auf dem V-Sitz lagen, und befestigte sie mit Ledergurten an den Stuhlbeinen.

»Das ist ein Scherz, oder?« Phils Stimme klang schrill. »Hättet ihr das auch mit Sophie Caprice gemacht?«

Sie stutzte. War er verärgert? Sorgte er sich um sie?

Während er wieder lauter wurde und sein Schimpfen erneut in ein Toben überging, gab sie John ein Zeichen, Fotos zu schießen. Damit würde sie hoffentlich genug in der Hand haben, um Phil davon abzuhalten, heute Abend den Rapper zu interviewen. Sie sah schon die Titelseite der BLITZ: Starreporter des X-PRESS bei ausgefallenen Sexspielchen erwischt.

Da Philipp schrie, bekam er nicht mit, wie John Bilder machte. Ihr Kollege sah dabei besorgt aus, und auch Sophie erkannte, dass sie Phil endlich erlösen musste, bevor der Kerl einen Herzinfarkt bekam. Sie schickte John nach draußen und zog Philipp die Schlafmaske ab. »Jetzt beruhig dich mal wieder, Schätzchen.«

Er verharrte, die Augen aufgerissen. »DU!?« Seine grauen Iriden blitzten. »Du Miststück! Was soll die Aktion?«

»Achte auf deine Wortwahl!« Sie geriet in Versuchung, sich eine der Gerten zu schnappen, die an der Wand hingen, und ihm zu zeigen, wer hier am längeren Hebel saß.

»Wo ist Mac Teek?«, fragte er und schaute sich um.

Sophie zuckte mit den Schultern. »Hier auf jeden Fall nicht.«

»Und mit wem hab ich eben gesprochen?«

»Neugierig wie eh und je«, säuselte Sophie. Sie stellte sich zwischen seine geöffneten Beine und ließ die Fingerspitzen von seinem Hals bis zu den Lenden gleiten.

Sein Bauch zuckte. »Was soll das?«

Am Bund der Unterhose hielt sie an, obwohl sie große Lust hatte, ihre Hand auf seinen Schritt zu pressen. Würde Phil hart werden, wenn … In ihrem Kopf manifestierte sich ein heißer Gedanke. Konnte sie es wagen?

Phil zerrte an den Fesseln. »Mach mich los, du hattest deine Rache. Deshalb bin ich doch hier, oder? Das hast du doch alles eingefädelt.«

»Bingo.« Grinsend stemmte sie die Hände in die Hüften. »Es ist zu herrlich, die Konkurrenz zappeln zu sehen.«

Er warf den Kopf zurück und verdrehte die Augen. »Sophie, bitte!« Dabei drückte sich sein Kehlkopf hervor.

Dieses männliche Attribut hatte sie schon immer interessant gefunden. Sanft ließ sie den Finger auch darüber gleiten. »Rrrr, ich mag es, wenn du flehst. Das macht mich heiß.«

»Was?« Sein Mund klappte auf.

»Du findest mich doch auch heiß, Schätzchen. Ich merke doch, wie du mir ständig auf den Arsch schaust, sobald wir uns über den Weg laufen.« Sie beugte sich so weit zu ihm hinunter, dass er ihre Brüste, die halb aus dem Kleid quollen, genau vor Augen hatte.

»Ich schau dich nie wieder an, versprochen«, sagte er heiser, den Blick auf ihren Busen gerichtet, »aber mach mich endlich los.« Seine Stimme wurde immer schwächer. »Bitte.«

»Glaubst du, deswegen sitzt du hier, Philipp Bergmann?« Sie kam ihm so nah, dass sich ihre Wangen berührten, und wisperte ihm ins Ohr: »Sagt dir der Sarkowski-Fall noch etwas? Oder klingelt es bei der Scheidung von Heidi Klum?«

Sein Kopf fuhr herum. »Du bist sauer, weil ich dir die Storys vermasselt habe?«

»Verdammt sauer«, hauchte sie ganz nah an seinem Mund. »Aber wir könnten aus der bitteren eine süße Rache machen. Was meinst du?« Lasziv leckte sie sich über die Lippen.

Er schluckte und flüsterte: »Mach endlich diese verdammten Handschellen auf, dann reden wir drüber.«

Ihre Hand legte sich auf seine Brust. Hart schlug sein Herz dagegen. »Seit wann wollt ihr Männer reden?« Sie fuhr tiefer und bemerkte erfreut, dass die Ausbuchtung in seinem Schritt größer geworden war. Machte ihn das Spiel an?

Sie zog eine Kurve um sein bestes Stück, ohne es zu berühren, und wich dann zurück.

Er schaute sie an, sagte jedoch nichts.

»Puh, heiß hier drin, oder?« Grinsend zog sie sich ihr Kleid aus. Darunter trug sie lediglich einen Spitzen-BH.

Philipp starrte auf ihre Scham. Da dort kein einziges Haar wuchs, konnte er ihre Erregung deutlich erkennen. Ihre Schamlippen hatten eine dunkelrote Farbe angenommen und ihre Spalte glänzte feucht.

»Du Miststück bist geil«, krächzte er. »Stehst du auf unterwürfige Männer?«

»Die haben durchaus ihren Reiz«, sagte sie süffisant und schlüpfte in ihre Pumps. Darin fühlte sie sich gleich wohler.

»Ich hab ja schon so einige Geschichten über dich gehört, aber jetzt weiß ich, dass sie stimmen.«

Sie hob die Brauen. »So? Was erzählt Mann sich denn über mich?«

»Das würdest du gern wissen.«

Mittlerweile war er so hart, dass die Spitze seines Geschlechts aus der Hose ragte. Sophie lief das Wasser im Mund zusammen. Wie er wohl schmecken würde?

Da Philipps Beine an den Sitz fixiert waren, gab es ein Problem: Wie bekam sie die Unterhose herunter?

Sie schaute sich um und entdeckte tatsächlich eine Schere mit abgerundeter Spitze, wie man sie in Verbandskästen fand. Aus Sicherheitsgründen sollte man sie zumindest beim Bondage immer zur Hand haben. Meg dachte wirklich an alles. Das Wohl ihrer Kunden stand an erster Stelle. Sophie holte die Schere und klapperte damit vor Philipp herum.

Seine Augen wurden so groß, dass Sophie befürchtete, sie könnten ihm herausfallen.

»Sophie«, krächzte er, »langsam gehen mir deine Scherze zu weit.«

»Keine Sorge, Schätzchen, ich bring mich doch nicht um den eigenen Spaß.« Grinsend setzte sie die Klinge am Bund an und machte den ersten Schnitt.

Hektisch zog Phil den Bauch ein und versuchte, wegzurutschen.

»Willst du wohl stillhalten«, schimpfte sie ihn. »Nachher schneide ich doch noch was ab und das …« Sie grinste maliziös. »… wäre jammerschade.«

»Du bist das durchtriebenste Miststück, das mir je untergekommen ist«, sagte er kraftlos.

»Erzähl mir was Neues. Das hab ich heute so ähnlich schon mal gehört.«

Seine Erektion zuckte, als Sophie an dem durchtrennten Stoff riss und ihn unter seinem Hintern hervorzog. Aus der Eichel perlte ein Tropfen.

Sein Schwanz war eine Wucht. Kraftvoll, nicht extrem lang, sondern genau richtig, mit einem ordentlichen Durchmesser. Sophie liebte es, richtig ausgefüllt zu sein. Mehr Feuchtigkeit machte sich bei diesem Anblick zwischen ihren Beinen breit. Das Schamhaar rund um sein Prachtstück war gestutzt und sah gepflegt aus.

Sie kniete sich zwischen seine geöffneten Beine und leckte einmal über die Spitze. Phil schmeckte salzig und roch betörend gut.

Stöhnend warf er den Kopf zurück. »Nimm ihn in den Mund!«

»Ich stelle hier die Regeln auf«, erwiderte sie, obwohl sie sich nur mühsam zurückhalten konnte, sich nicht auf Phil zu setzen und ihn hart zu reiten.

Um ihn zu ärgern, knabberte sie mit den Lippen an den Innenseiten seiner Oberschenkel und züngelte über seine Hoden, die sich daraufhin zusammenzogen.

Keuchend warf er den Kopf hin und her. Sophies Blick schweifte erneut über den Traumkörper und blieb an der Narbe in seiner Leistengegend haften. »Wo hast du die her?«, wollte sie wissen und leckte über die verblasste Wunde.

»Geht dich nichts an«, knurrte er.

Unvermittelt stülpte sie die Lippen über seinen Schaft und nahm ihn bis zum Anschlag auf.

Phil stöhnte heiser, seine Hüften zuckten, als wollte er auch die letzten Millimeter in sie rammen. Vorsichtig saugte sie an ihm und formte mit dem Mund einen engen Ring, während sie an ihm auf und ab glitt und ihre Zunge in den Schlitz trieb. Sie spürte, wie Philipp noch härter wurde, und hörte abrupt auf, als er stoßweise zu keuchen begann.

»Was soll das?«, fragte er atemlos. »Mach weiter!«

»Erst wenn du mir sagt, wo du die Narbe her hast.«

»Messerangriff«, presste er hervor.

Ihr Magen zog sich zusammen. Phil ging in seinem Job zu weit. Er war abgebrüht und sensationsgeil. Eine schlechte Mischung. »Irgendwann gehst du noch mal drauf, Philly«, sagte sie spöttisch.

Unter gesenkten Lidern sah er sie an. »Das würde dir so passen.«

»Hm, dann hätte ich doch niemanden mehr, mit dem ich mich messen könnte. Was für ein langweiliges Leben.« Sie küsste seine zitternde Erektion und stand auf.

»Hey, was hast du vor?«

»Mal sehen, was es hier für hübsche Dinge gibt, die ich schon immer an einem Mann ausprobieren wollte.« Sie holte einen Analplug aus der Vitrine und wedelte ihm damit zu.

Er riss die Augen auf. »Untersteh dich!«

»Noch Jungfrau, was?« Sie lachte.

Sein Blick wurde dunkler als die Nacht. »Wenn du das tust, bring ich dich um.«

Sie stellte sich zwischen seine Schenkel und lutschte an dem Dildo. »Ich verschone dich, wenn du mir sagst, was die Männer sich über mich erzählen.«

»Sie sagen … für dich ist Sex wie … Hände schütteln.« Nervös fixierte er den Plug, der ständig in ihrem Mund verschwand.

Sophie zuckte mit den Schultern und schmunzelte. »Stimmt.«

Da hatte Philipp noch mal Glück gehabt. Es hätte ihr ohnehin keinen Spaß gemacht, wenn er dieser Spielart nichts abgewinnen konnte.

Sie legte den Analdildo weg und kehrte mit einem Penis-Geschirr aus Leder zurück. »Aber mit dir macht Hände schütteln besonders Spaß, Schätzchen.«

Philipp zerrte an den Handschellen und versuchte, seine Füße frei zu bekommen, aber die Gurte saßen straff. »Was hast du da?«

Sie gab ihm keine Antwort, sondern führte einen Riemen, der wie ein kleiner Gürtel aussah, unterhalb seiner Hoden durch und zog ihn an der Peniswurzel zu.

»Fuck!« Phil warf den Kopf zurück. »Mach das Ding ab!«

Sie grinste. Der Gurt verhinderte den Rückfluss des Blutes, außerdem, dass sich Phil vorzeitig ergoss. Sie liebte es, seinem Penis Zaumzeug anzulegen. »Das zügelt dich. Für wilde Sex-Ritte.«

Während sein Mund aufklappte, aber kein Laut hervorkam außer einem leisen Stöhnen, stülpte sie einen zweiten Ring auf den Schaft, einen dritten Riemen legte sie um die Hoden und zog sanft zu.

Phil sog scharf die Luft ein. »Willst du mich kastrieren!?«

Sophie schluckte. Sie war kaum noch zu einer Antwort fähig, denn der Mann sah rattenscharf aus. Wehrlos. Ihr ausgeliefert. Sein Schwanz war hochrot, die Eichel glänzte dunkel. Mit den Fingernägeln kratzte sie leicht an seinen Hoden.

»Verdammt, Sophie!«

»Jetzt«, wisperte sie, »fängt meine zuckersüße Rache erst an, Philipp Bergmann.«

Nun wollte sie auch endlich ihren Spaß. Sie zog sich den BH aus, weil sie das Gefühl hatte, zu wenig Luft zu bekommen, und warf ihn hinter sich. Philipp starrte auf ihre dunkelroten Nippel, die sich fest zusammengezogen hatten.

»Je besser du deinen Job machst, desto eher hast du’s überstanden.« Sie trat nah an ihn heran. Sachte ließ sie eine Brustwarze über seine Lippen gleiten.

Philipp stöhnte und leckte über ihren Nippel, dann war der andere dran. Er saugte abwechselnd an ihnen, und das ziehende Gefühl schoss bis in Sophies Unterleib.

Im Moment sah es nicht danach aus, als wollte er bald zu einem Ende kommen. Was ihr nur recht war. Sie liebte es lang und ausdauernd.

Als sie ihre Fingerspitzen über seine Eichel gleiten ließ, keuchte Phil auf. Sein Glied war durch die Verschnürung hochempfindlich. Die lustvolle Folter würde enorm sein.

Sophie konnte nicht mehr länger warten, stellte sich mit ihm zugewandten Rücken zwischen seine Beine und rieb ihren Hintern an seiner Erektion.

»Fick mich endlich, verdammt«, raunte Philipp. »Oder mach mich los, damit ich dich so hart vögeln kann, dass du nicht mehr laufen kannst.«

Der Gedanke war so verlockend, dass Sophie tatsächlich kurz zögerte. Aber dann würde sie sein Leid nicht auskosten können. Andächtig holte sie sein verschnürtes Geschlecht zwischen ihren Schenkeln hervor, rieb ihre Schamlippen daran und verteilte ihre Nässe auf dem Schaft. Dabei drängte seine Eichel immer wieder gegen ihren Eingang. Schließlich hielt sie es nicht mehr aus und setzte sich langsam auf ihn.

Phil hinter ihr entwich ein kehliger Laut. Immer tiefer sank sie auf seinen Penis. Er drängte ihre Schamlippen zur Seite, sodass es schmatzte, und dehnte ihre Öffnung.

»Du bist gut gebaut, das muss ich dir lassen«, sagte sie heiser.

»Und du bist so verdammt eng!« Laut stöhnte er auf, als sie sich ganz auf ihn gesetzt hatte. Ihr Inneres pulsierte um ihn herum. Sophie fühlte seinen Schwanz zucken.

»Fuck, mach mir dieses Geschirr ab!«

Sie kicherte. »Endlich läuft mal was nicht nach Plan, hm?« Hingebungsvoll ließ sie ihr Becken kreisen und genoss das Gefühl, ausgefüllt zu sein. Sie erhob sich ein Stück und ging wieder in die Hocke, bis sie einen Rhythmus gefunden hatte, der ihr zusagte.

»Sophie …«, flehte er. »Ich halte das nicht aus. Dieser Druck! Das ist doch nicht gesund!«

»Deinem besten Stück wird nichts passieren.« Sophie ritt ihn wild und streichelte dabei ihren Kitzler. Er war geschwollen und nass.

»Das kann ich doch machen«, stieß er hervor, »nur mach meine Hände los.«

Triumphierend grinste sie. »Ich kann das wunderbar allein.« Sophie genoss sein Wimmern und Flehen, ritt ihn mal hart, mal sanft. Mehrmals stand sie kurz vor einem Orgasmus, verbot sich allerdings zu kommen. Sie wollte das hohe Erregungslevel voll auskosten. Außerdem wollte sie den Höhepunkt gemeinsam mit Phil erleben, um ihn besonders intensiv zu spüren. Doch genau das würde er mit dem Geschirr nicht können. Sollte sie ihn also schon davon befreien?

Ihre Schenkel zitterten vor Anstrengung, als sie ganz aufstand und seinen Schaft entließ. Er war über und über mit ihrem Saft bedeckt.

Eine feine Schweißschicht benetzte seinen herrlichen Körper. Philipp schaute aus wie ein junger Gott. Er atmete schwer, sein Blick war lustverhangen. Er sah zu süß aus und hatte in diesem Moment etwas von einem unschuldigen Jungen.

»Sophie«, wisperte er, »du bringst mich um.« Er starrte auf ihre hochrote Scham und kaute dabei auf seiner Unterlippe. Ob er sie lecken würde?

Natürlich würde er das, er hatte keine Wahl.

Sie gluckste. »Wollen wir dich zuerst saubermachen«, sagte sie mit rauchiger Stimme, die die Männer verrückt machte, wie sie wusste. Sophie stützte sich an Phils Oberschenkel ab und leckte über seine Brustwarzen, die sich hart zusammengezogen hatten. Dann wanderten ihre Hände über seinen Körper. Sophie konnte nicht genug von ihm bekommen. Sie leckte seinen Hals, sein Ohr und seine Lippen.

Philipp streckte den Kopf, um sie zu küssen, aber sie arbeitete sich wieder abwärts, leckte seinen Bauch und küsste die Spitze seines Gliedes.

»Du bist das verdorbenste … aaah!« Er stöhnte auf, als sie seine Erektion in den Mund nahm und eifrig sauberleckte, wobei sie sanft seine Hoden knetete. Sophie schmeckte sich selbst, was sie bloß geiler machte. Ihr Lustsaft floss an den Innenseiten ihrer Oberschenkel hinunter, und ihr Kitzler pulsierte heftig. Sie sollte Philipp erlösen, denn sie folterte nur sich selbst.

Seine Beine zitterten, ebenfalls seine Arme. Seine Kräfte schwanden. Sofort löste sie den Gurt um seinen Schaft und den Hoden; den an der Wurzel ließ sie jedoch geschlossen.

Phil seufzte auf. »Du hast noch einen vergessen.«

Schnell schlüpfte sie aus ihren hochhackigen Schuhen und kletterte auf den Sitz, wobei sie sich an einer Querstange über seinem Kopf festhielt. Sie stieg auf Philipps Oberschenkel und drückte ihm ihre Scham ins Gesicht. »Erst leckst du mich, und mach es anständig.«

Sein Atem streifte ihre Spalte. Er legte den Kopf in den Nacken und schaute zu ihr auf, starrte auf ihren Bauch, ihre Brüste. »Du bist wunderschön, du Miststück.« Seine Mundwinkel zuckten.

»Du bist auch nicht zu verachten. Gefesselt bist du mir fast sympathisch.« Unvermittelt griff sie mit einer Hand in sein Haar und drückte sein Gesicht gegen ihren Venushügel. »Und jetzt hör auf zu reden und mach deinen Job.«

Das ließ sich Philipp nicht noch mal sagen. Seine Zunge schnellte hervor und leckte den Saft aus ihrer Spalte. »Du schmeckst wahnsinnig gut«, flüsterte er. Wie ein Verdurstender labte er sich an ihr, flatterte hart über ihre empfindsame Perle und tauchte in ihren Eingang.

Sophie stöhnte und spreize die Beine weiter; ihre Brüste schmerzten leicht, so köstlich war die Erregung. Philipp leckte sie wie der Teufel persönlich. Seine Zunge war unglaublich geschickt und reizte ihre Klitoris. Die war enorm angeschwollen und leuchtete zwischen den Schamlippen hervor. Als Phil hart an ihrem Kitzler saugte, ergoss sich erneut die Feuchtigkeit aus ihr und lief an seinem Kinn herab.

»Ich hab noch keine Frau gehabt, die so nass wird wie du«, raunte er und leckte ihren Saft von den Schamlippen und Oberschenkeln, wobei sie sein Bartschatten kitzelte.

Sophie brachte kaum noch die Kraft auf, sich an der Stange festzuhalten. Ihr Unterleib stand in Flammen.

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