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Brunftzeit

Über den Autor

Humfrey Hunter arbeitet als Schriftsteller und Literaturagent in London. Als eine Beziehung in die Brüche geht, verabredet er sich zwei Jahre lang mit wechselnden Frauen und schreibt in einer Dating-Kolumne über seine Erfahrungen. Als Journalist arbeitete er unter anderem für THE SUNDAY TIMES, die SUN und LONDON EVENING STANDARD.

Humfrey Hunter

BRUNFT
ZEIT

Warum wir nicht anrufen und
andere Männergeheimnisse

Aus dem Englischen von
Ulrike Werner-Richter

Elch

Inhalt

  1. Prolog
  2. Die Akte »Single« wird geöffnet
  3. I Ein Treffen mit Männern
  4. II Wie tickt ein Single-Mann?
  5. III Wie Sie einen Mann dazu bringen, Sie auszuführen
  6. IV Das Minenfeld des ersten Dates
  7. V Wie Sie einen Mann dazu bringen anzurufen
  8. VI Der erste Sex mit der neuen Bekanntschaft
  9. VII Wie man einen One-Night-Stand mit Würde handhabt
  10. VIII Wenn Freunde zum Liebespaar mutieren
  11. IX Warum einer Fantasie nachjagen? Mr. Right ist der Falsche
  12. X Wie man Mistkerle meidet
  13. XI Wie Sie seine Vergangenheit ruhen lassen und Ihre eigene aufpolieren
  14. XII Wenn aus einem Techtelmechtel eine Beziehung wird
  15. Zusammenfassung
  16. Anhang A
  17. Anhang B
  18. Danksagung

Elch

Prolog

Brunftzeit beschreibt vollkommen wertfrei und gnadenlos ehrlich, wie Single-Männer ticken, warum sie tun, was sie tun, wie sie denken und was sie wollen. Das Buch gründet auf den Erfahrungen eines einzelnen Mannes – meiner Wenigkeit – nach dem Ende einer langjährigen Beziehung und ist, kurz gesagt, nicht weniger als genau das Werk, nach dem sich alle Single-Frauen gesehnt haben: Es beinhaltet den Schlüssel für die Myriaden verwirrender Signale, die wir Männer, in unserer Eigenschaft als einfach gestrickte Kreaturen, bewusst oder unbewusst aussenden.

Brunftzeit enthüllt die Wahrheit über uns Männer. Wir sind zwar kompliziert und widersprüchlich, aber längst nicht so geheimnisvoll, wie gemeinhin angenommen. Die Lektüre dieses Insiderwissens über das Denken und Handeln von Single-Männern könnte zum Beispiel dazu beitragen, bindungsunwillige Männer zu enttarnen, oder eher zögerliche Männer eine Einladung aussprechen zu lassen oder auch zu verstehen, warum Männer manchmal nicht den ersten Schritt machen, selbst wenn sie es eigentlich wollen.

Schon bald nach dem Ende meiner zweiten längerfristigen Beziehung begann ich bei einer Zeitung als Autor einer Kolumne zum Thema »Dates«. Und hatte damit zugleich die Chance, das Verhalten von Männern, wie ich es bin, zu analysieren, was in der Tat den wenigsten Single-Männern vergönnt ist. Dieses Buch geht erheblich über das hinaus, was mir in der Kolumne möglich war, es enthält so gut wie alles, was Sie über Männer wissen müssen, obendrein noch aus der Perspektive eines einzelnen, ganz normalen Mannes – nämlich mir. Mithilfe dieses Wissens können Sie das gute, alte Single-Spielchen voller Zuversicht und Kontrolle angehen und – was noch wichtiger ist – dabei eine Menge Spaß haben.

Eines allerdings muss ich klarstellen: Dieses Buch beinhaltet keine Anleitung, wie man sich Schritt für Schritt den perfekten Mann angelt; eine hundertprozentig narrensichere Methode zur Eroberung des Traummannes gibt es nämlich nicht, dafür sind Menschen einfach zu verschieden. Es bietet stattdessen eine Fülle von Informationen über Männer, die Sie mit Ihren eigenen Erfahrungen kombinieren können. Auf dieser Grundlage können Sie anschließend ihre persönlichen Dating-Regeln und -Ansprüche aufstellen, anhand derer Sie jeweils selbst entscheiden, ob Sie in das entsprechende Spiel einsteigen oder nicht. Meine Aufgabe dabei ist es, Sie hier bestmöglich zu informieren und vorzubereiten, um Ihnen zum einen die Risiken zu verdeutlichen, die der Umgang mit einem Single-Mann birgt, und zum anderen die Bedeutung der konsequenten Anwendung Ihres Wissens und Ihrer Erfahrung.

Der ultimative Sinn des Buches aber ist folgender: Ich wollte meine Zeit als Single-Mann – immerhin zweieinhalb Jahre – und die vielen, von Männern und Frauen erzählten Anekdoten dazu nutzen, zu verstehen, wie und warum Männer schließlich zum richtigen Zeitpunkt doch noch die richtige Frau finden.

Dazu müssen wir zunächst zum Anfang der besagten zweieinhalb Jahre zurückkehren.

Elch

Die Akte »Single« wird geöffnet

Die Trennung war in meinem Fall nicht einmal sonderlich dramatisch. Nach drei leidlich glücklichen Jahren mit meiner Ex wurde mir klar, dass sie nicht diejenige ist, mit der ich den Rest meines Lebens verbringen will, und wir beendeten die Beziehung.

So weit, so gut.

Am nächsten Tag jedoch empfahl mir mein Freund Giles, mindestens ein Jahr ohne feste Freundin zu leben. Ich war dreißig Jahre alt und während der letzten acht Jahre insgesamt höchstens sechs Monate Single gewesen, und das auch nur in der Zeit zwischen zwei längeren Beziehungen. Giles war der Meinung, ich müsse mich zunächst einmal mit vielen verschiedenen Frauen treffen, ehe ich mich wieder intensiver auf eine einzige einließe.

Die Ein-Jahres-Regel war laut Giles insofern wichtig, als ich prinzipiell eher weichherzig sei und mich viel zu leicht verliebe. Ich solle also unbedingt Vorsicht walten lassen und mich nicht gleich wieder in eine neue Beziehung stürzen, für die ich im Grunde noch gar nicht bereit sei. Dies, so warnte mein Freund, schaffe nicht mehr als die Voraussetzung für eine neuerliche, schmerzhafte Trennung nach ein paar Jahren.

Während der besagten zwölf Monate dürfe ich mich mit beliebig vielen Frauen verabreden, jedoch keinerlei Verpflichtungen eingehen.

Die Situation war neu für mich. Bisher hatte ich nie bewusst entschieden, Single zu sein. Je länger ich über Giles’ Vorschlag nachdachte, desto vernünftiger erschien er mir.

Immerhin hatte ich zwei lange Beziehungen gehabt, die beide letztendlich allerdings nicht wirklich funktioniert hatten. Mein zwanzigster Geburtstag lag weiter hinter mir, und alle meine Freunde waren in festen Händen. Um mich herum wurde geheiratet, was das Zeug hielt, Babys erblickten das Licht der Welt, während ich noch immer versuchte, erwachsen zu werden.

Mein Instinkt riet mir, mich mit der Frauensuche zu beeilen und so schnell wie möglich Nachwuchs zu zeugen. Ich aber beschloss, Giles’ Rat zu folgen: Ich würde mir die Zeit nehmen, mich selbst und den Typ Frau kennenzulernen, der zu mir passte. Den endgültigen Schritt würde ich hingegen erst wagen, wenn ich wirklich bereit war.

Mit dieser Entscheidung änderte sich auch meine Einstellung zu meinen Dates. Ich beurteilte die Frauen und meine jeweiligen Reaktionen vollkommen anders, viel detaillierter als jemals zuvor. Mein Liebesleben wurde zu einer Art Forschungsprojekt. Es war faszinierend.

Als echter Glücksfall erwies sich schließlich die Möglichkeit, Beruf und Privatleben miteinander zu verbinden: Eine Zeitung bot mir an, die Kolumne zum Thema »Dates« zu übernehmen. Mein Vorgänger hatte seine Tätigkeit aufgrund seiner Verlobung beendet (eine je nach Perspektive sehr ärgerliche oder hervorragende Nachricht), und nun bat man mich, seine Nachfolge anzutreten.

Damit wurde mein »Forschungsprojekt« plötzlich auf eine andere Ebene gehoben. Ich verabredete mich quasi professionell, so oft ich wollte, und hatte zugleich die beste Ausrede der Welt, schließlich trieb ich mich nicht aus Eigennutz herum, sondern für meine Leser. Die Leser wollten wissen, was im Kopf eines Single-Mannes vorgeht, und es war meine Aufgabe, es ihnen zu erklären.

Mein Job bot mir zudem die Möglichkeit, meine Nase in die Privatangelegenheiten anderer Leute zu stecken und so fragte ich männliche und weibliche Freunde hemmungslos über ihr Liebesleben aus. Ich hörte die verrücktesten Geschichten über Dates, einige brachten mich zum Lachen, andere trieben mir die Schamesröte ins Gesicht und wieder andere machten mich sprachlos.

Nach fast zwei Jahren voller schonungsloser Berichte über meine persönlichen Liebesabenteuer und unermüdlichen Sammelns und Analysierens der Erfahrungen unzähliger anderer Menschen, näherte sich mein Forschungsprojekt schließlich dem Ende. Das Resultat war die Idee zu diesem Buch.

Mein erklärtes Ziel ist es, Frauen die Denkweise von Single-Männern näherzubringen; sie sollen verstehen, welche Fehler wir machen und warum wir sie machen, warum wir manche Frauen so und nicht anders behandeln, wie wir uns in den verschiedenen Phasen unseres Singledaseins verhalten und auf welche Signale wir positiv reagieren, während wir bei anderen panisch die Flucht ergreifen. In diesem Buch geht es also – schonungslos und offen – um Dinge, die um mich herum und mir selbst passiert sind, es geht um Geschichten, die ich gehört oder erlebt habe, um Ratschläge, die ich gegeben, erhalten oder in den Wind geschlagen habe. Es geht aber auch um die Weisheit, die ich im Lauf dieser Zeit erwarb, und um die Narben, die ich mir zuzog.

Meine Geschichten sollen Ihnen das Wissen vermitteln, das Sie bei Dates für Entscheidungen brauchen, die Ihre Chancen auf das bestmögliche Resultat (oder den Mann) erhöhen – ähnlich einem Pokerspieler, der seine Chancen und Risiken einschätzen können muss.

Mindestens ebenso wichtig wie die Enthüllungen über die Denkweise von Single-Männern finde ich die Feststellung, dass es – unabhängig davon, wie dumm man sich in Liebesdingen angestellt und wie gründlich man sich bei seinen Dates oder vielleicht sogar gegenüber einem Mann, der einem sehr am Herzen lag, blamiert hat – andere Menschen gibt, denen es noch sehr, sehr viel schlimmer ergangen ist. Jede Anekdote, die ich hier erzähle, ist wahr. Nicht alle habe ich selbst erlebt (mein Leben wäre dann ziemlich seltsam verlaufen), aber jede einzelne ist tatsächlich so passiert. Das Buch beinhaltet also glücklicherweise nicht ausschließlich meine persönlichen amourösen Höhenflüge und Tiefschläge, an einigen Stellen jedoch komme ich um die Beichte gewisser Erfahrungen nicht herum.

Das Beste aber kommt zum Schluss: Jede Single-Frau, die dieses Buch gelesen hat, kann gar nicht anders, als festzustellen, dass sie erstens nicht die schrecklichste und unvollkommenste Partnerin der Welt ist und dass zweitens Männer längst nicht so geheimnisvoll sind, wie sie manchmal scheinen, wodurch drittens ihr Selbstbewusstsein abgehen wird wie eine Rakete. Und wir alle wissen, wie attraktiv eine selbstbewusste Frau ist …

Ehe Sie sich jetzt an das erste Kapitel machen, möchte ich noch etwas loswerden: Als ich meine letzte Kolumne über Dates schrieb, waren meine Recherchen zu diesem Buch noch nicht endgültig abgeschlossen. Ich war immer noch Single. Das bin ich jetzt nicht mehr. Nur wenig später tauchte in meinem Leben nämlich vollkommen unerwartet eine Frau auf. Sie kam in einem Moment, in dem ich nicht einmal an eine feste Freundin dachte. Ehrlich gesagt hatte ich den Gedanken an eine Beziehung schon fast aufgegeben. Aber diese Frau kam – und blieb. Ihr Name ist Charlotte. Sie wird auf den folgenden Seiten hin und wieder auftauchen. Gegen Ende des Buches werde ich sie sogar auch einmal selbst zu Wort kommen lassen.

Inzwischen weiß ich, dass meine Begegnung mit Charlotte gleichbedeutend mit dem Schlussstrich unter meine Forschungen war. Sie war meine letzte Lektion: Die, in der ich lernte zu begreifen, wie und warum ein Mann plötzlich die Eine, die Richtige kennenlernt.

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