Logo weiterlesen.de
Böses Ende

Johanna Theden

Böses Ende

1. KAPITEL

Wie vom Donner gerührt starrte Nils seinen Vater an. Er hatte ihn eben in Lenas Wohnung erwischt, wo Curd gerade im Begriff gewesen war, Psychopharmaka in ein Glas mit Molke zu schütten. Er steckte also hinter den mysteriösen Attacken auf Lena. Er hatte die schwarzen Rosen besorgt, die chinesische Maske, das Buch. Er war der geheimnisvolle Fremde.

„Warum?“ Nils brachte die Frage kaum heraus.

„Ich werde es dir erklären.“ Curd seufzte. Leugnen war sinnlos. „Ich bekomme viel Geld dafür. Und das ist meine Chance für einen Neuanfang.“

„Lena wäre fast überfahren worden!“, rief Nils aufgebracht.

„Das war ein Unfall“, entgegnete sein Vater.

„Und Eva Krendlinger hätte tot sein können!“ Curd hatte das alles nicht gewollt. „Wer bezahlt dich?“ Curd biss sich auf die Lippen, und Nils packte ihn am Arm. „Wie heißt der Typ?“

„Stephan Winter“, knurrte Curd. „Und jetzt lass mich los.“ Nils staunte nicht schlecht: Lenas Exmann steckte hinter dem Psychoterror? „Wir sitzen im selben Gefängnis“, erklärte sein Vater. Und dann wurde seine Stimme flehend. „Ich will eine kleine Kunstgalerie eröffnen. Mach mir das nicht kaputt, Junge.“ Aber Nils hatte schon nach seinem Handy gegriffen.

„Du bist die längste Zeit Freigänger gewesen“, sagte er hasserfüllt.

„Das würde ich mir an deiner Stelle noch mal überlegen.“ Curds Gesicht hatte einen verschlagenen Ausdruck angenommen. Falls Nils die Polizei benachrichtigte, würde er aussagen, dass Nils der Stalker war. Und er rein zufällig vorbeigekommen wäre, um sich nach Lenas Befinden zu erkundigen. „Stephan Winter wird das bestätigen. Er hängt eher dich hin als mich. Du lässt mir keine Wahl.“ Nils konnte nicht fassen, dass sein Vater ihm tatsächlich drohte.

„Das Wort von zwei Knastis gegen das eines unbescholtenen Bürgers.“ Er schnaubte verächtlich. Wem würde die Polizei wohl mehr glauben?

„Ich gebe dir die Hälfte ab“, schlug Curd nun vor. „Fünfundzwanzigtausend Euro. Ihr seid doch auch immer knapp.“ Nils konnte nur den Kopf über ihn schütteln.

„Das Spiel ist aus.“ Er wählte die 110.

Lena war zu Eva gegangen, um sich zu bedanken.

„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“ Sie legte einen großen Blumenstrauß auf Evas Bett. „Du hast mir das Leben gerettet und dein eigenes riskiert.“ Ihr tat das alles so leid. Vor allem, da Eva sichtlich Schmerzen hatte. Aber Eva winkte nur ab. Und wollte dann wissen, wie es zu Lenas Ausraster gekommen war. „Jemand hat mir Psychopharmaka untergemischt!“

„Wer tut so was?“ Eva war voller Mitleid für Markus’ Schwester.

„Ich weiß es nicht. Das macht mich ja so wahnsinnig. Glaubst du mir etwa auch nicht?“ Beschwichtigend hob Eva die Hände. Es war nicht zu übersehen, dass Lena ein einziges Nervenbündel war. „Ich glaube, ich gehe nicht mehr zurück in meine Wohnung. Ich haue gleich ab. Hier fühle ich mich nirgendwo mehr sicher.“ Das konnte Eva gut verstehen. Und weil Lena nicht mal eine Tasche packen wollte, bot sie ihr an, ein paar Kleidungsstücke von ihr mitzunehmen.

„Schade, dass du unsere Hochzeit verpasst“, meinte Eva dann.

„Markus hat mir erzählt, dass ihr den Termin vorverlegt habt“, erwiderte Lena entschuldigend. „Aber ich muss hier weg.“ Da klingelte ihr Handy. Nils rief an, um zu berichten, was sich zugetragen hatte. Lena brauchte einen Moment, um zu begreifen, was er ihr da erzählte.

Barbara hatte sich schnell eine Ausrede ausdenken müssen – Götz war zufällig auf den gefälschten Pass gestoßen. Und nun behauptete sie, sie habe sich das Dokument besorgt, um sich im Zweifelsfall absetzen zu können. Falls die Geschichte mit den gefälschten Medikamenten für die Charlotte-Saalfeld-Stiftung aufgeflogen wäre.

„Du hast also auf gepackten Koffern gesessen“, stellte Götz spöttisch fest. „Um dich notfalls in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus dem Staub zu machen. Und deinen treusorgenden Ehemann einfach sitzen zu lassen?

„In der Hoffnung, dass du nachkommst, natürlich“, log sie.

„Hübsche Geschichte.“ Aber das erklärte noch lange nicht, warum Barbara den Pass noch immer mit sich herumtrug.

„Er ist mir gestern beim Aufräumen in die Hände gefallen, und jetzt möchte ich ihn in Sicherheit bringen.“ Götz lachte auf. „In mein Bankschließfach. Darf ich bitten?“ Sie streckte die Hand aus.

„Wenn du ihn nicht mehr brauchst, kann ich ihn auch in meinen Privatsafe legen“, meinte er kühl.

„Das ist mein Pass. Mein Eigentum.“ Er machte keine Anstalten, ihr das Dokument auszuhändigen. „Untersteh dich!“ Wütend riss sie ihm den Pass aus der Hand. „Was mir gehört, nimmt mir keiner. Auch du nicht.“

Götz besprach sich kurz darauf mit seinem Sohn. Barbaras Erklärung, was es mit dem gefälschten Pass auf sich hatte, war für ihn keineswegs überzeugend gewesen.

„Ich habe schon überlegt, ob sie sich ins Ausland absetzen will, um das Kind meinem Zugriff zu entziehen“, meinte er.

„Aber das erreicht sie mit einer Scheidung genauso“, wandte Markus ein.

„Nicht, wenn ich ihr das Sorgerecht streitig mache.“ Götz hatte einiges gegen Barbara in der Hand. Und das wusste sie.

„Sei bloß vorsichtig“, mahnte Markus.

„Das bin ich, keine Sorge. An mir beißt sich Madame die Zähne aus.“

„Sie waren das? Sie?“ Lena war zu ihrer Wohnung gerannt und kam gerade dort an, als die Polizei Curd Heinemann abführte. Außer sich vor Zorn baute sie sich vor ihm auf. „Warum? Was zum Teufel habe ich Ihnen getan?“ Curd senkte den Blick.

„Dein Exmann hat ihn auf dich angesetzt“, erklärte Nils.

„Stephan?“ Sie holte aus und verpasste Curd Heinemann eine Ohrfeige. Reglos nahm er sie hin. „Fahren Sie zur Hölle! Alle beide!“ Die Polizeibeamten brachten ihn zum Auto.

„Ich weiß nicht, was ich sagen soll.“ Nils war am Boden zerstört. „Ausgerechnet mein Vater.“

„Ist doch nicht deine Schuld.“ Aber Nils machte sich Vorwürfe: Er hätte darauf kommen müssen, dass Curd und Stephan Winter im selben Gefängnis saßen.

„Du hast mir geholfen“, protestierte Lena. „Du hast jetzt den Täter gestellt. Dafür bin ich dir ewig dankbar.“ Endlich hatte der Albtraum ein Ende.

Tanja machte gerade eine Pause im Personalraum, als Werner Saalfeld mit einem Polizeibeamten hereinkam. Der Polizist brach Curds Spind auf.

„Was wird das?“, wunderte sich Tanja.

„Anscheinend steckt Curd Heinemann hinter den Anschlägen auf Lena Zastrow“, antwortete der Senior. „Man hat ihn eben verhaftet.“ Sprachlos starrte das Zimmermädchen ihn an. „Die Polizei sucht nach den Psychopharmaka, die ihr verabreicht wurden.“ Und sie wurden in Curds Spind auch gefunden. Wie gelähmt blieb Tanja zurück. Ihr Schwiegervater hatte sie auf das Bösartigste getäuscht. Das konnte doch alles nicht wahr sein!

In ihrer Not schüttete sie Michael ihr Herz aus. Sie hatte Nils’ Vater geglaubt, dass er unter Depressionen litt und deshalb die Medikamente nahm. Es war sogar für sie denkbar gewesen, dass Lena Zastrow ihm die Tabletten gestohlen hatte!

„Sie ist meinetwegen durch die Hölle gegangen“, stöhnte Tanja. Sie hatte Nils verschwiegen, dass sie die Psychopharmaka bei Curd entdeckt hatte. „Er flippt aus, wenn er das hört.“ Mal ganz abgesehen davon, dass Curd gar nicht an den Fürstenhof gekommen wäre, wenn sie sich nicht für ihn eingesetzt hätte. Nils war immer dagegen gewesen. „Er hat seinem Vater nicht über den Weg getraut. Und er hat recht behalten. Wie konnte ich Curd nur mehr vertrauen als meinem Mann?“ Tanja fühlte sich so schuldig. Gegenüber Nils, gegenüber Lena, gegenüber Eva.

„Du musst Nils die Wahrheit sagen“, riet Michael. „Er wird so oder so erfahren, dass du von den Psychopharmaka gewusst hast.“

Alfons konnte das Verhalten seiner Frau nicht verstehen: Käthe hatte Hildegard eine halbe Stelle in der Küche abgeluchst, und Hildegard hatte es geschehen lassen. Auch wenn es offensichtlich war, dass ihre Schwester ihr auf die Nerven ging. Zu Hause machte sich Käthe auch immer breiter – davon, sich eine Wohnung zu suchen, war keine Rede mehr.

„Ich möchte Käthe nicht vor den Kopf stoßen“, erklärte Hildegard hilflos.

„Aber mir kannst du das zumuten, ja?“, knurrte Alfons.

„Für mich ist es auch nicht leicht“, verteidigte sie sich. „Ständig liegt ihr euch in den Haaren, und ich stehe dazwischen.“

„Weil du es nicht schaffst, einen eigenen Standpunkt zu beziehen“, hielt er ihr vor. „Nur deshalb.“

„Wer hat denn gesagt, sie kann bleiben, als sie nach Hause wollte?“, konterte Hildegard nun.

„Sie hat mir leidgetan.“ Und Hildegard tat ihre Schwester eben auch leid. „Aber darum geht es nicht. Seit Käthe da ist, fällst du mir ständig in den Rücken. Was glaubst du, wie ich mich dabei fühle? Wenn ich mich auf meine Frau nicht mehr verlassen kann?“ Damit ließ er Hildegard einfach stehen. Betroffen und schuldbewusst blieb sie zurück. So etwas hatte ihr Mann noch nie zu ihr gesagt …

Als Barbara Werner an der Rezeption traf, hatte er Valentina im Arm.

„Warum spielst du denn hier den Babysitter?“, fragte sie süßlich.

„Weil Frau Krendlinger in der nächsten Zeit ausfällt“, antwortete er.

„Rippenprellung, sehr schmerzhaft.“ Barbara hatte schon von dem Unfall gehört.

„Das haben wir Herrn Heinemann zu verdanken. Zum Glück wurde er verhaftet.“ Irritiert hob Barbara die Augenbrauen. „Zerreißt es dich vor Neugierde?“ Werner grinste. Er würde Barbara ganz sicher nicht sagen, was vorgefallen war.

Lena machte mit ihrem Bruder und ihrem Vater einen Spaziergang.

„Am schlimmsten war, als ihr alle dachtet, ich inszeniere das selbst“, erinnerte sie sich.

„Am Ende dachte ich wirklich, du bist verrückt“, räumte Götz ein.

„Ich wäre auch fast durchgedreht, weil mir keiner geglaubt hat.“ Götz und Markus baten Lena aufrichtig und beschämt um Verzeihung. Es hatte einfach alles gegen sie gesprochen: Niemand hatte die schwarzen Rosen gesehen außer ihr. Und dann war die Maske auch noch mit ihrer Kreditkarte bezahlt worden.

„Dein Exmann hat das von langer Hand vorbereitet“, meinte Götz nun. Er hatte mit dem Staatsanwalt telefoniert: Stephan Winter hatte bereits gestanden. „Er wollte dich in den Wahnsinn treiben. Und Curd Heinemann hat die Drecksarbeit übernommen. Für fünfzigtausend Euro.“

„Mir wird ganz schlecht“, stöhnte Lena.

„Es ist vorbei.“ Liebevoll legte Götz den Arm um sie.

„Diesmal. Stephan wird nicht für immer im Gefängnis bleiben.“ Aber immerhin hatte man ihm jetzt ein paar Jahre zusätzlich aufgebrummt. „Was ist, wenn er es wieder versucht?“

„Das werden wir zu verhindern wissen“, versicherte Markus. „Du bist nicht allein, Lena. Wir passen auf dich auf.“

Dass Rosalie unverantwortlich gehandelt hatte, als sie Curd Heinemann einstellte – darüber waren sich Werner und Götz ausnahmsweise einmal einig. Die Geschäftsführerin rechtfertigte sich nach Kräften.

„Auf mich hat Herr Heinemann einen sehr guten Eindruck gemacht“, sagte sie. „Außerdem war er es, der Doktor Niederbühl das Leben gerettet hat.“

„Und dafür glaubst du, ihn belohnen zu müssen?“, entgegnete Götz. „Vermischst du da nicht Privates mit Geschäftlichem?“

„Verdammt noch mal, das ist jetzt nicht fair!“, empörte sie sich, riss sich dann aber wieder zusammen. „Es tut mir aufrichtig leid, was mit deiner Tochter passiert ist. Aber ich habe wirklich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Zumal Herr Heinemann seine Aufgabe als Kellner hervorragend gemeistert hat.“

„Mag sein.“ Aber Götz fand, dass sie seinen Hintergrund genauer hätte durchleuchten müssen. „Dann hättest du auch festgestellt, dass er im selben Gefängnis einsitzt wie mein Exschwiegersohn.“

„Du hättest ja auch nachforschen können“, giftete sie. Die Gefängnisleitung war in jedem Fall voll des Lobes für Curd gewesen. Aber weder Götz noch Werner ließen locker. Sie erteilten Rosalie eine Abmahnung. Und verlangten auch noch, dass sie die selbst aufsetzte. Kochend vor Wut blieb die Geschäftsführerin zurück.

„Was kann ich denn dafür, dass dieser Kriminelle Lena Zastrow terrorisiert hat?“, beschwerte sie sich bei Jacob. „Die suchen doch nur einen Sündenbock. Das ist so unfair.“

„Total ungerecht, das finde ich auch“, meinte Jacob und zog sie in seine Arme. Langsam beruhigte sich Rosalie. „Vergiss die Abmahnung. Du bist super in deinem Job. Und das wissen die Chefs auch.“

Robert stattete Eva am Nachmittag einen Krankenbesuch ab.

„Wie geht es dir heute?“, fragte er besorgt.

„Hält sich ziemlich in Grenzen.“ Sie lächelte gequält. „Ich wusste nicht, dass Prelllungen so schmerzhaft sind. Musst du nicht arbeiten?“

„Um die Zeit ist es immer ruhig.“ Charlotte hielt im Bistro die Stellung. Und Werner passte auf Valentina auf. „Ich habe dir was mitgebracht.“ Robert zog ein Geschenk hervor. „Von Valentina und mir. Mach’s auf!“ Es war ein kleiner Plüschesel.

„Ein kleiner Emil.“ Eva war sichtlich gerührt.

„Damit du nicht so allein bist“, meinte er liebevoll. „Valentina hat mir beim Aussuchen geholfen.“

„Ist das so?“ Er nickte.

„Sie weiß schon genau, was sie will. Genau wie ihr Vater.“ Intensiv sah er Eva in die Augen, doch die senkte verlegen den Blick.

„Gestern die Blumen, heute der Esel …“ Eva wusste nicht, ob das gut war. Es fühlte sich nicht richtig an.

„Weil es von mir kommt?“, fragte er. Sie schluckte und hielt ihm das Plüschtier hin.

„Nimm ihn wieder mit und gib ihn Valentina“, bat sie.

„Es würde meiner Tochter das Herz brechen, wenn du unser Geschenk nicht annimmst. Und mir auch.“ Damit ging er. Ratlos betrachtete Eva den kleinen Esel. Markus würde nicht begeistert sein von diesem Geschenk.

„Es tut mir so leid.“ Tanja hatte ihren Mann auf einer Bank im Park gefunden. Dort saß Nils wie ein kleines Häufchen Elend.

„Ich wusste immer, dass mein Vater ein Mistkerl ist“, flüsterte er. „Aber es ist doch ein Unterschied, ob ich ein Bild stehle oder einen Menschen in den Wahnsinn treibe. Wie konnte er nur? Lena hätte tot sein können. Eva Krendlinger auch.“ Und Curd meinte nur, das sei ein Unfall gewesen. Und hatte sogar gedroht, Nils zu beschuldigen. „Was habe ich verbrochen, dass ich so einen Vater habe?“

„Und ich habe ihn auch noch verteidigt …“ Tanja war voller Schuldgefühle. Und sie schaffte es einfach nicht, Nils zu erzählen, dass sie von den Psychopharmaka gewusst hatte. Ihr Mann brauchte sie. Sie und Fabien waren alles, was er an Familie noch hatte.

„Meine kleine Traumfamilie“, sagte er bewegt. „Und du bist mein Fels in der Brandung. Was täte ich nur ohne dich?“ Er schlang die Arme um Tanja und legte seinen Kopf an ihre Schulter. Sie brachte es nicht übers Herz, ihm ihren Fehler einzugestehen.

„Ich hab’s nicht fertiggebracht“, sagte Tanja kurz darauf zu Michael. „Nils ist so am Boden wegen seines Vaters. Und ich bin sein Fels in der Brandung …“ Die Tränen standen ihr in den Augen.

„Und jetzt?“, fragte Michael.

„Ich sag einfach nichts“, beschloss sie. „Was soll das noch bringen? Die Sache ist gelaufen.“

„Und wenn er es von anderer Seite erfährt?“, wandte Michael ein. Sie schüttelte den Kopf. Wenn Michael schwieg – wer sollte Nils sonst davon erzählen?

Hildegard und Alfons hatte der Streit zwischen ihnen sehr zugesetzt. Beide suchten nach einer Möglichkeit der Versöhnung. Alfons hatte Jacob fünfzig Euro in die Hand gedrückt, damit er heute Abend mit Käthe ins Kino ging. Und Hildegard hatte einen Schweinebraten vorbereitet, mit dem sie ihren Mann überraschen wollte.

„Komm mal her, du wilde Hummel …“ Liebevoll drückte Alfons seine Frau an sich. „Ich war wirklich nicht sehr nett zu dir, heute Vormittag“, gab er dann zu.

„Du hattest ja recht“, seufzte sie. „Ich halte immer zu Käthe und selten zu dir. Ich habe mir fest vorgenommen, dass das anders wird.“

„Und ich werde mich ihr gegenüber ein bisschen zurücknehmen“, versprach er.

„Du bist mein Ein und Alles, Alfons. Nur du.“ Sie gab ihm einen zärtlichen Kuss.

„Und du meins, Hildegard“, erwiderte er froh. Alles war wieder gut.

Robert hatte mit Lena noch etwas zu klären. Es tat ihm unendlich leid, dass er ihr nicht geglaubt hatte. Dass er so misstrauisch gewesen war und gedacht hatte, sie machte sich seinetwegen wichtig.

„Das war total daneben“, räumte er schuldbewusst ein. „Ich hoffe, du kannst mir noch mal verzeihen.“

„Ist schon okay.“ Lena lächelte bemüht.

„Wir zwei waren ein gutes Team“, erklärte er ernst. „Lass es uns wieder werden.“ Er streckte ihr die Hand entgegen. Und nach einem kurzen Zögern schlug Lena ein.

2. KAPITEL

Barbara saß allein in der Wohnung und betrachtete ein Foto von Miriam.

„Ich habe mein Kind verloren“, zischte sie. „Jetzt nehme ich mir eures. Mit Werner als Kindermädchen wird das ein Spaziergang.“ Sie wähnte sich kurz vor dem Ziel. Als Götz hereinkam, schaffte sie es nicht mehr, Miriams Bild rechtzeitig verschwinden zu lassen.

„Deine Stieftochter?“, fragte er voller Argwohn. „Wieso schaust du dir das Foto gerade jetzt an?“

„Die Schwangerschaftshormone, was weiß ich.“ Barbara zuckte die Achseln. „Mir war danach.“

„Du wolltest die Frau umbringen“, meinte er.

„Damals war ich nicht ich selbst“, behauptete sie. „Ich würde alles darum geben, Miriam um Verzeihung bitten zu können.“

„Leider ist sie tot“, bemerkte er trocken.

„Ja. Wenn sie am Leben wäre, würde sie mir vielleicht verzeihen. Jetzt, da ich noch mal Mutter werde. So etwas vereint.“ Voll scheinheiliger Trauer sah sie Götz an.

Nils konnte nicht schlafen.

„Ich hätte es wissen müssen“, stöhnte er. „Mein Vater ist ein Knasti und Lenas Ex auch. Ich hätte darauf kommen müssen, dass sie sich kennen.“ So viele Vollzugsanstalten gab es im näheren Umkreis schließlich nicht.

„Das ist Quatsch!“, versuchte Tanja, ihn zu trösten. „Red dir jetzt bloß nichts ein.“ Aber Nils blieb dabei: Er hätte es wissen müssen.

„Ich habe mich einlullen lassen, bloß weil ich gehofft habe, er hätte sich geändert“, klagte er. „Ich bin schuld.“

„Bist du nicht“, widersprach sie.

„Ich wusste doch, dass Lena Angst vor ihrem Ex hat“, fuhr er unglücklich fort. „Das hat sie immer wieder gesagt. Und weil ich geschlafen habe, musste sie durch den ganzen Horror.“ Niemals würde er sich das verzeihen. Tanja ertrug seine Selbstvorwürfe einfach nicht mehr.

„Ich bin genauso schuld!“, platzte sie heraus. „Ich hätte ein bisschen mehr nachdenken müssen und habe es nicht getan. Obwohl ich ihn erwischt habe …“ Verständnislos verzog Nils das Gesicht. „Ich wusste, dass dein Vater im Besitz von Psychopharmaka war.“ Nun war es doch heraus. Und Nils konnte nicht fassen, was seine Frau ihm da erzählte.

„Wie konntest du einem Verbrecher mehr glauben als Lena?“, fragte er schockiert. Immerhin hatte Tanja Lena unterstellt, die Psychopharmaka von Curd geklaut zu haben.

„Du hast doch auch gehofft, dass sich dein Vater geändert hat“, verteidigte Tanja sich hilflos.

„Da wusste ich noch nicht, dass du mit ihm unter einer Decke steckst!“ Sie schnappte nach Luft. Genau deshalb hatte sie ihm nichts sagen wollen. Weil er ihr immer das Wort im Munde rumdrehte. „Schieb bloß nicht die Schuld auf mich! Wage es nicht. Wenn sich einer mitschuldig gemacht hast, dann du. Von Rechts wegen gehörst du angezeigt.“

„Spinnst du jetzt?“ Tränen waren ihr in die Augen geschossen.

„Wie oft habe ich dich vor ihm gewarnt?“, empörte sich Nils. „Aber du hast es natürlich mal wieder besser gewusst! Er hätte niemals im Fürstenhof anfangen dürfen!“

„Es tut mir leid.“ Sie hatte einen entsetzlichen Fehler gemacht, das wusste sie. „Aber – mehr als entschuldigen kann ich mich nicht.“

„Und du denkst, damit ist alles wieder gut?“ Wütend griff Nils nach seinem Bettzeug. Heute Nacht würde er auf der Couch übernachten, das stand fest.

Am nächsten Morgen war die Stimmung zwischen Nils und Tanja eisig.

„Wenn du es unbedingt willst, gehe ich zur Polizei und zeige mich selbst an“, sagte das Zimmermädchen schließlich.

„Schwachsinn.“ Nils winkte ab.

„Kein Schwachsinn“, erwiderte sie. „Du wirst mir jetzt nämlich wochenlang vorhalten, was ich falsch gemacht habe.“

„Was erwartest du von mir?“ Sofort ging er wieder in die Luft. „Soll ich vielleicht so tun, als wäre nichts gewesen? Als hätte ich nicht miterlebt, was mein Vater Lena angetan hat? Nur, weil du mal wieder alles besser wusstest?“

„Ich habe nichts besser gewusst, ich wollte nur …“ Er fiel ihr ins Wort.

„Ich, ich, ich!“, ätzte er. „Immer geht es nur um dich! Dabei habe ich dich zigtausendmal gebeten …“ Ein lautes Weinen ertönte aus dem Kinderzimmer. Erschrocken schwieg Nils.

„Na super!“ Tanja eilte zu Fabien, um den Kleinen zu trösten.

Eva hatte schlecht geschlafen. Und auch jetzt verspürte sie wieder starke Schmerzen. In zwei Tagen wollten sie heiraten – sie hatte keine Ahnung, wie das in ihrer momentanen Verfassung gehen sollte. Den schönsten Tag ihres Lebens hatte sie sich definitiv anders vorgestellt. So würde er ganz schön anstrengend werden. Und im Mai wäre das Wetter auch schöner …

Es klopfte an der Tür, und Markus sah ins Zimmer. Schnell schob sie Roberts Plüschesel unter die Bettdecke. Markus trug ein Frühstückstablett in den Händen und begrüßte sie mit einem zärtlichen Kuss. Sie unterdrückte die Schmerzen und umarmte ihn. Aber es tat einfach zu weh.

„Au!“, rief sie und ließ sich zurück in die Kissen sinken.

„Wollen wir die Hochzeit nicht lieber verschieben?“, fragte er besorgt. „Ich will nicht, dass du dich unter Schmerzen vor den Standesbeamten schleppst.“

„Dann musst du mich eben tragen“, entgegnete sie. „Und bis übermorgen geht’s mir viel besser. Bestimmt.“ Er konnte es kaum erwarten, dass sie seine Frau wurde. Und wenn Eva meinte, bis zur Hochzeit wieder fit zu sein – dann glaubte er ihr.

„Er hat sich wieder beruhigt.“ Tanja war es gelungen, ihren Sohn zu trösten. „Dass jetzt Fabien unter der ganzen Sache leiden muss …“

„Ist das mein Fehler?“, giftete Nils.

„Nein, meiner. Meiner! Ich habe es verstanden!“ Wütend funkelten die beiden sich an.

„Glaubst du, mir gefällt es, dass der Kleine unseren Streit mitbekommen hat?“, fragte Nils bitter.

„Mach am besten gleich weiter!“ Sie raufte sich die Haare.

„Alles nur seinetwegen!“, zischte Nils. „Warum konntest du nicht auf mich hören?“ Ich habe dir von Anfang an gesagt, dass …“

„Du hattest recht und ich unrecht!“, fiel sie ihm ins Wort. „Verdammt noch mal, ich kann es leider nicht rückgängig machen! Können wir es nicht einfach vergessen?“ Er schwieg verstockt. „Kannst … Willst du mir nicht verzeihen?“

„Doch. Aber so einfach geht das nicht.“

Barbara frühstückte im Restaurant und beobachtete aus den Augenwinkeln Werner, der mit seiner Enkelin an einem anderen Tisch saß. Charlotte setzte sich zu ihm. Er erklärte ihr, dass er dringend nach München musste. Selbstverständlich willigte Charlotte ein, in der Zwischenzeit auf Valentina aufzupassen. Im Moment mussten sich nun einmal die Großeltern um die Kleine kümmern. Robert war im Bistro eingespannt. Und Eva Krendlinger musste sich erst mal wieder auskurieren.

Interessiert nahm Barbara zur Kenntnis, dass Valentina nun in Charlottes Obhut war.

Tanja besuchte Eva und schüttete der Freundin das Herz aus. Eva hatte Verständnis für Nils’ schroffe Reaktion. Aber sie gab Tanja keine Schuld.

„Dass Lena sauer auf dich ist, glaube ich nicht“, meinte Eva. „Und ich bin es sowieso nicht.“

„Wäre schön, wenn Nils nur halb so nachsichtig wäre“, seufzte Tanja.

„Das renkt sich schon wieder ein.“ Aber davon war das Zimmermädchen nicht überzeugt. Nils konnte sehr nachtragend sein. Tanjas Blick fiel nun auf den kleinen Esel, der unter Evas Decke hervorgerutscht war.

„Von deinem Verlobten?“, fragte sie. „Süß!“

„Ist von Robert“, gestand Eva etwas beklommen. „Du brauchst gar nichts zu sagen.“

„Ich denke, mit Robert ist alles geklärt?“ Forschend sah Tanja der Freundin ins Gesicht.

„Ist es ja auch“, behauptete Eva.

„Und was macht dann dieser Krankenpfleger hier?“ Das Zimmermädchen deutete auf das Plüschtier. „Ist das euer Emil?“

„Nimm ihn“, bat Eva. „Vielleicht freut sich Fabien darüber. Und Markus hat dann keinen Grund, sauer zu sein.“ Dann wechselte sie schnell das Thema und wollte wissen, ob Tanja ihr Brautkleid schon umgenäht hätte.

„Noch nicht“, meinte die. Aber sie würde sich gleich heute daransetzen.

Lena trainierte im Fitnessbereich schon auf dem Laufband, als Nils hereinkam. Sie bemerkte sofort, wie schlecht es ihm ging.

„Wenn es wegen deines Vaters ist …“ Sie machte ihm keine Vorwürfe. „Du kannst nichts dafür. Und ohne dich hätte ich das alles nicht gepackt.“

„Es ist nicht nur wegen Curd“, seufzte er. „Ich habe zu Hause ziemlichen Stress.“ Er zögerte kurz, fuhr dann aber fort: „Tanja wusste, dass Curd die Tabletten hatte. Sie hat sie bei ihm gefunden. Hat ihm geglaubt, dass er sie gegen seine Depressionen braucht.“

„Hätte ich auch“, entgegnete Lena.

„Und sie hat ihm geglaubt – dass du sie Curd gestohlen hast.“ Lena schluckte. „Sie weiß, dass sie einen Fehler gemacht hat. Es tut ihr wahnsinnig leid.“ Lena musste kurz nachdenken, erklärte dann aber, nicht böse auf Tanja zu sein.

„Ich kann es zwar nicht einfach so abhaken, aber – ich bin nicht die Richtige, um anderen Vorhaltungen zu machen. Dafür habe ich selbst zu viel Mist gebaut in meinem Leben.“ Da ging die Tür auf, und Tanja kam herein. Lena begrüßte sie freundlich. „Nils hat mir alles erzählt.“ Das Zimmermädchen stutzte. „Machen Sie sich keine Sorgen: Wir machen alle mal Fehler. Ich nehme Ihre Entschuldigung an.“ Damit verschwand Lena.

„Was war das denn jetzt?“, fragte Tanja erstaunt.

„Ich habe Lena gesagt, dass es dir leidtut.“ Ungläubig verzog sie das Gesicht. „Wenn du es offensichtlich nicht für nötig hältst, dich bei ihr zu entschuldigen …“

„Bei wem oder weswegen ich mich entschuldigen muss, entscheide ich schon noch selbst!“, ereiferte sich Tanja nun.

„So, wie du entscheidest, wem du vertraust und wem nicht?“, giftete er zurück.

„Ich wusste, dass ich mir das jetzt jedes Mal anhören muss!“, rief sie genervt.

„Weil es wahr ist!“, beharrte er. „Weil es immer nur um dich geht! Was andere denken oder fühlen, ist dir völlig egal!“ Die Verletzung stand ihr ins Gesicht geschrieben.

„Ich liebe dich. Deswegen darfst du viel zu mir sagen. Aber jetzt gehst du zu weit.“ Sie ging ohne ein weiteres Wort.

Götz wollte sich mit Barbara zum Mittagessen verabreden, doch sie schützte Kopfschmerzen vor und behauptete, sich hinlegen zu wollen. Er glaubte ihr nicht, ließ sie das jedoch nicht merken. Kaum war er aus dem Wohnzimmer verschwunden, schnappte sie sich ihr Handy und wählte die Nummer der Rezeption.

„Ist da der Fürstenhof?“, fragte sie verstellter Stimme. „Hier ist die Unfallklinik Rosenheim. Wir haben eine dringende Nachricht für Charlotte Saalfeld.“

„Ich muss nach Rosenheim. Werner hatte einen Unfall.“ Schockiert sah Robert seine Mutter an.

„Was ist mit ihm?“, fragte er ängstlich.

„Sie haben an der Rezeption angerufen“, antwortete sie. „Ich weiß nur, dass es anscheinend nichts Lebensgefährliches ist.“ Sie wollte gleich in die Klinik fahren und würde nicht auf Valentina aufpassen können. „Sie schläft.“ Sie drückte Robert das Babyfon in die Hand.

„Am liebsten würde ich mitkommen“, meinte er.

„Kümmere du dich ums Bistro und um deine Tochter.“ Sie würde sich bei ihm melden, sobald sie Näheres wusste. Und dann eilte sie davon.

Eva wusste – sie würde die Hochzeit nicht ohne Schmerzmittel überstehen. Also bat sie Dr. Niederbühl, ihr welche zu geben. Er tastete sie ab. Die Rippenprellung war noch immer heftig. Eigentlich konnte er ihr nur raten, sich zu schonen. Aber natürlich verstand er, dass sie die Hochzeit nicht verschieben wollte.

„Ich will nicht vor Schmerz ‚Ah‘ statt ‚Ja‘ schreien“, witzelte sie tapfer. Der Arzt lächelte. Und tastete dann in seiner Schublade nach einer Medikamentenpackung.

„Bitte vorlesen“, verlangte er. So gut waren seine Augen noch immer nicht, obwohl das Sehvermögen kontinuierlich zurückkam.

„Tranquilidor“, las Eva. Er nickte.

„Eine davon am Abend vor der Hochzeit, eine noch mal kurz davor.“ Sie nickte und bedankte sich. „Aber danach erholen Sie sich erst einmal richtig, ja?“

Als sie aus dem Hotel kam, lief sie Robert in die Arme. Der wunderte sich darüber, dass sie nicht im Bett lag. Und als er die Tablettenschachtel in ihrer Hand bemerkte, verzog er das Gesicht.

„So ein Hammer?“, fragte er skeptisch. „Hast du so große Schmerzen?“

„Die sind nur für die Hochzeit“, sagte sie leise. Er schluckte.

„Meinst du nicht, es wäre vernünftiger, sich richtig auszukurieren – statt sich zu betäuben?“ Sie wollte doch einfach nur keine Schmerzen haben. „Wenn du deine Gesundheit unbedingt aufs Spiel setzen willst wegen …“ Er sprach den Namen nicht aus.

„Wenn es dich beruhigt: Ich tue das nicht wegen Markus, sondern hauptsächlich für mich. Es geht schließlich um meine Hochzeit.“ Er nickte ernüchtert. „Den schönsten Tag meines Lebens!“, fügte sich noch hinzu und ging dann, so schnell es ihre Schmerzen erlaubten, davon.

Ein alter Bekannter tauchte heute im Fürstenhof auf: Xaver Steindl! Er hatte das Hotel damals verlassen, um als Portier in einem Luxushotel in Genf zu arbeiten. Dort hatte es ihm auch gut gefallen. Bloß, dass er dann ein Verhältnis mit der Frau seines Chefs angefangen hatte. Er war hinausgeworfen worden, und das Arbeitszeugnis, das er erhielt, war miserabel. Nun hoffte Xaver, im Fürstenhof wieder Fuß fassen zu können – inzwischen gingen seine Ersparnisse nämlich zur Neige. Alle freuten sich, ihn wiederzusehen. Aber mit einem Job würde es nicht so einfach werden. Rosalie Engel machte ihm in einem Gespräch klar, dass sie ihn ohne ein vernünftiges Arbeitszeugnis nicht würde einstellen können. Ihr reichte der Ärger, den sie wegen Curd Heinemann bekommen hatte. Was der Grund für seine schlechte Beurteilung aus Genf war, sagte Xaver der Geschäftsführerin natürlich nicht. Außerdem setzte er noch Hoffnung in etwas anderes: Er hatte eine CD aus der Schweiz mitgebracht. Er musste sie nur noch entschlüsseln …

Michael, der wusste, wie sehr Tanja unter dem Zerwürfnis mit ihrem Mann litt, versuchte, Nils versöhnlich zu stimmen.

„Sind Sie wirklich sauer auf Tanja?“, fragte der Arzt.

„Auf wen denn sonst?“, schnaubte Nils.

„Auf Ihren Vater?“, erwiderte Michael. „Aber weil der nicht greifbar ist, projizieren Sie Ihren Ärger auf Ihre Frau.“ Nils runzelte die Stirn.

„Natürlich bin ich sauer auf sie“, bekräftigte er dann noch einmal. „Weil sie wieder mal alles besser wusste, wieder mal alles nach ihrem Kopf gehen musste.“

„Sie lieben Sie doch?“, hakte Dr. Niederbühl nach.

„Und? Deswegen kann ich nicht einfach die Augen verschließen und tun, als wenn nichts wäre.“ Streng genommen habe Tanja Nils’ Vater nur helfen wollen, wandte Michael ein. „Und genau davor habe ich sie gewarnt“, knurrte Nils.

„Sie kennen sie doch.“

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Böses Ende" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple Books

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen