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Blutiges Falschgeld

Pete Hackett

Blutiges Falschgeld

FBI Special Agent Owen Burke





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Blutiges Falschgeld

FBI Special Agent Owen Burke

 

Kriminalroman von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

 

Ein großer Teil des Parkplatzes war mit einem gelben Trassenband der City Police abgesperrt worden. Vor Ort waren Detective Lieutenant James Howard von der Mordkommission, ein Team von der Spurensicherung, der Coroner und ein Vertreter der Staatsanwalt. Einige uniformierte Cops sicherten die Absperrung, denn es hatten sich Neugierige angesammelt, und diese Leute mussten zurückgehalten werden.

Die Special Agents Owen Burke und Ron Harris stiegen außerhalb der Absperrung aus dem Dodge, der ihnen von ihrer Dienststelle als fahrbarer Untersatz zur Verfügung gestellt worden war. Man schrieb Freitag, den 10. August, und es war 9.35 Uhr.

Die beiden Agents bahnten sich einen Weg durch die Meute der Gaffer, mussten immer wieder ihre Dienstmarke in die Höhe halten und sich mit lauter Stimme als Angehörige des FBI New York zu erkennen geben, und dennoch ernteten sie einige unflätige Beschimpfungen und Anfeindungen, weil sie den einen oder anderen mehr oder weniger aus dem Weg schieben mussten. Schließlich wiesen sie sich auch einem der Cops von der City Police gegenüber aus, tauchten unter dem Trassenband hindurch und gingen zu der Gruppe von Männern, bei der auch James Howard vom Police Department stand.

»Guten Morgen, Agents«, begrüßte der Detective Lieutenant Burke und seinen Partner.

Owen Burke gab dem Kollegen die Hand, begrüßte auch den Vertreter der Staatsanwaltschaft und die anderen beiden Männer, bei denen es sich ebenfalls um Beamte der Mordkommission handelte, dann wandte er sich wieder an Howard: »Der Mann saß in dem Ford?«

Er wies mit dem Kinn auf einen Ford Explorer Sport Trac, einen orangefarbenen Pickup, der an der Seite des Parkplatzes abgestellt war und an dem und um den herum sich die Männer von der Spurensicherung zu schaffen machten.

Howard nickte. »Ja. Sein Name ist Warren Desmond. Der Ford ist in Washington D.C. zugelassen. Desmond ist dreiundvierzig Jahre alt. Sein Mörder hat ihm die Kugel in die rechte Schläfe geschossen. Sie hat ihm auf der linken Seite den halben Kopf weggerissen.«

»Wann ist er ermordet worden?«

»Der Coroner meint, dass der Tod zwischen 2 Uhr und 3 Uhr in der vergangenen Nacht eingetreten ist. – Ein Bediensteter des Wildlife Conversations Centers wurde heute Morgen, als er zur Arbeit kam, auf den Pickup aufmerksam. Ihm fiel das blutbespritzte Seitenfenster auf. Er verständigte sofort die Polizei.«

»Was weißt du über diesen Warren Desmond?«, fragte Burke. »Wie ich dich kenne, hast du dich doch sofort, als seine Identität bekannt war, über ihn informiert.«

»Du scheinst mich gut zu kennen«, knurrte der Detective Lieutenant mit dem Anflug eines freudlosen Grinsens um die Lippen. »Ja, ich hab den Namen sofort in den Suchlauf des Computers tippen lassen. Desmond war alles andere als ein unbescholtenes Blatt. Sein Strafregister weist eine ganze Latte von Verurteilungen auf. Zuletzt saß er bis 2009 im Gefängnis in Washington. Man hatte ihn auch im Verdacht, im Auftrag eines gewissen Jack Coburne, der die Finger im Rauschgiftgeschäft haben soll, einen Mann ermordet zu haben. Aber das konnte man ihm nicht nachweisen.«

»Sind die Kollegen in Washington D.C. schon eingeschaltet?«, fragte Ron Harris, der bisher schweigend dabeigestanden hatte.

»Es ist euer Fall«, grinste James Howard. »Darum werdet ab sofort ihr hier übernehmen. Ich fahre zurück ins Department. Dort wartet genug anderer Kram auf mich.«

»Du tust mir ja so leid«, knurrte Owen Burke.

Howard seufzte ergeben. »Lippenbekenntnisse«, murmelte er und winkte wegwerfend ab.

Ron Harris hatte sein Notizbüchlein gezückt und machte einige Eintragungen. Howard verabschiedete sich. Owen Burke ging zu dem Pickup hin. Das Fenster des Wagens war auf der Beifahrerseite rot vom Blut des Opfers. Es wies auch ein Kugelloch auf. Überall standen die kleinen Nummerntafeln der Spurensicherung herum. Die Beamten trugen sterile weiße Anzüge, Überziehschuhe, Schutzhauben und Handschuhe aus Latex. An einen dieser Männer wandte sich Burke. »Die Kugel, nehme ich an, wird man kaum finden.«

»Die liegt irgendwo in einem Umkreis von dreißig bis fünfzig Yards im Central Park«, antwortete der Beamte.

»Wie sieht es mit Fingerabdrücken und DNA-Material aus?«

»Da gibt es einiges. Im Wagen und rund um den Wagen. Sobald wir hier die Spuren gesichert haben, wird das Fahrzeug abgeholt und zur SRD gebracht. Und dort wird es noch einmal gründlich unter die Lupe genommen.«

»Was ist mit dem Mobiltelefon des Toten?«

»Das haben wir sichergestellt. Wir werden uns, wenn wir im Büro sind, sofort an die Arbeit machen und die Spuren so schnell wie möglich auswerten. Sie erhalten sofort Bescheid, wenn wir etwas herausgefunden haben.«

Owen Burke überreichte dem Mann eine von seinen Visitenkarten. Dann begab er sich zu seinem Freund und Partner. Er registrierte, dass Howard schon fort war. »Hast du alles aufgeschrieben, was wir fürs Erste brauchen?«

Ron Harris nickte, klappte sein Notizbüchlein zu und ließ es samt Kugelschreiber in der Innentasche seiner Jacke verschwinden. »Ja. Ich denke, wir sind hier überflüssig, Owen. Wir stehen den Leuten von der Spurensicherung nur im Weg herum.«

»Also verschwinden wir. Man wird uns informieren, wenn es irgendwelche Erkenntnisse gibt.«

Als sie im Dodge Avenger saßen und Ron Harris den Wagen nach Süden in Richtung Federal Plaza steuerte, sagte Owen Burke: »Was hatte Warren Desmond nach Mitternacht auf dem Parkplatz des Wildlife Conversations Centers zu suchen? Ob Drogen im Spiel sind? Howard sprach von einem Burschen namens Coburne. Und dieser Zeitgenosse soll im Rauschgiftgeschäft verstrickt sein.«

»Ich habe keine Ahnung, Kollege«, versetzte Ron Harris und trat auf die Bremse, weil vor ihm Bremslichter aufleuchteten. Weiter vorne stand eine Ampel auf rot. Der Dodge stand. »Wir werden uns im Büro näher mit Desmond und Coburne befassen, und wir werden auch mit dem Field Office in Washington D.C. Verbindung aufnehmen.«

Zurück im Büro fuhr Burke sofort seinen Computer hoch. Gleich darauf hatte er das Datenblatt, das den digitalen Strafakten vorangestellt war, auf dem Bildschirm. Da war auch ein Polizeifoto von dem Ermordeten. Burke begann zu lesen.

Währenddessen hatte Ron Harris Verbindung mit dem Field Office in Washington D.C. aufgenommen.

Owen Burke gab den Namen Jack Coburne in das Dialogfeld ein und klickte den Button mit der Aufschrift ...

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