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Bittere Wahrheiten

1. KAPITEL

Barbara hielt die Waffe noch immer auf ihren Sohn gerichtet. Aber nun erst schien sie zu begreifen, was sie da gerade tat. Sie ließ die Pistole sinken und schluckte betroffen.

„Entschuldige …“, stammelte sie. „Ich … ich wollte das nicht.“ Ben sah sie nur an. „Warum bist du mir gefolgt?“ Sie musste wissen, ob er mitbekommen hatte, was sie und Kohlers Verbindungsmann miteinander besprochen hatten. „Du fragst dich vielleicht, wer dieser Mann war …“

„Allerdings“, bestätigte Ben tonlos.

„Das war ein alter Bekannter von Paul“, log sie. „Er wollte mich unter Druck setzen, damit …“

„Ich glaube dir kein Wort!“, unterbrach er sie harsch, machte dann auf dem Absatz kehrt und rannte davon.

„Ben! Bleib stehen!“ Er lief weiter. Wieder hob sie die Waffe. Doch ihre Hände zitterten. Sie konnte ihren Sohn nicht erschießen. Sie konnte es einfach nicht.

Emma war besorgt. Seit Tagen hatte sie versucht, ihren leiblichen Vater zu erreichen. Seit sie von zu Hause fortgegangen war und am Fürstenhof arbeitete, hatte sie sich nicht mehr bei ihm gemeldet. Aber nun fand sie, es sei genug Zeit vergangen. Mehrfach hatte sie auf den Anrufbeantworter gesprochen, doch ihr Vater hatte nie zurückgerufen. Nun wollte sie ihm ein Päckchen schicken und fragte Rosalie, ob die auch auf der beiliegenden Karte unterschreiben würde. Aber ihre Schwester dachte gar nicht daran. Sie verstand nicht mal, warum Emma sich überhaupt bei ihrem Vater melden wollte. Und sie verlangte, dass Emma auf keinen Fall verriet, dass auch Rosalie mittlerweile am Fürstenhof war. Emma schluckte.

„Er weiß es vielleicht schon“, gab sie kleinlaut zu. Sie hatte ihrem Vater nämlich auf dem Anrufbeantworter gesagt, dass Rosalie und sie sich Sorgen um ihn machten.

„Verdammt, Emma!“, rief Rosalie ärgerlich. „Ich will das nicht! Ich will ihn weder sehen noch mit ihm sprechen! Ich will nichts mehr mit ihm zu tun haben!“ Dabei hatte Emma so gehofft, dass sich ihre Schwester und ihr Vater irgendwann einmal wieder vertragen würden.

„Ich will diesem Mann nie wieder begegnen. Ist das so schwer zu verstehen?“ Rosalie weinte sich sogleich bei Felix aus. Und der nahm sie tröstend in die Arme.

„Was wäre denn so schlimm daran?“, fragte er vorsichtig.

„Ich will ihn nicht sehen“, bekräftigte sie noch einmal. Felix hatte leicht reden. „Deine Adoptiveltern haben dich geliebt, genauso wie deine leiblichen Eltern. Und Viktoria liebt dich auch. Aber mich hat nie jemand geliebt.“

„Das glaube ich nicht“, erwiderte er betroffen.

„Meine Eltern – Emmas Vater und meine Mutter – keiner hat mich geliebt, im Gegenteil: Verachtet haben sie mich.“ Rosalies Stimme klang bitter. „Immer war Emma der Liebling, ich nur der Abschaum. Ich habe nie dazugehört.“ Und mit ihrem leiblichen Vater hatte sie nur wenige Jahre Kontakt gehabt. „Weil meine Mutter ja unbedingt mit diesem Bauern zusammenkommen musste.“ Felix beteuerte, dass er Rosalie liebte. Aber selbst das schien ihren Kummer im Augenblick nicht wirklich zu lindern.

Barbara ahnte, dass es im Moment zwecklos war, mit ihrem Sohn zu sprechen. Also wandte sie sich an Emma, seine Freundin. Die würde mit Sicherheit Einfluss nehmen können auf Ben. Sie bat das Zimmermädchen zu sich in die Wohnung.

„Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll …“, begann Barbara seufzend. „Die letzten Tage waren der reinste Horror. Mein Exmann …“ Sie schaffte es, sich ein paar Tränen herauszuquetschen. „Paul Wielander hat mir das Leben zur Hölle gemacht. Erst diese Drohanrufe aus dem Gefängnis … Und jetzt hat er mir einen seiner Freunde auf den Hals gehetzt.“ Aufmerksam lauschte Emma ihrer Lügengeschichte. „Was mir einfallen würde, Paul zu verlassen. Er hat mich beschimpft. Weil ich Werner geheiratet habe. Sie können sich gar nicht vorstellen, was das für ein furchtbares Gefühl war.“

„Aber wie kann ich Ihnen helfen?“, wollte Emma nun wissen.

„Ich habe eine Waffe, weil ich solche Angst vor Paul habe.“ Emma nickte. Auch wenn sie das nicht guthieß – sie konnte es verstehen. „Ich hatte sie dabei, als ich den Mann im Wald getroffen habe“, fuhr Barbara fort. „Und … Als ich in Panik davongelaufen bin, habe ich plötzlich Schritte gehört. Ich dachte, es wäre der Freund von Paul, und habe mich umgedreht und …“ Sie machte eine berechnende Pause. „Ich habe auf meinen eigenen Sohn gezielt“, platzte sie dann – scheinbar verzweifelt – heraus. „Ich habe keine Ahnung, woher er plötzlich kam. Aber jetzt denkt er, ich wollte ihn erschießen. Mein eigenes Kind hat Angst vor mir!“

Wie Ben sich gefühlt haben musste, als seine eigene Mutter aus Versehen auf ihn gezielt hatte … Emma war voller Mitgefühl. Dabei hatte Sylvia Ben bestimmt nichts antun wollen. Sie liebte ihn doch. Und das würde Emma Ben auch bei nächster Gelegenheit klarzumachen versuchen.

Ben reagierte verärgert, als er erfuhr, dass seine Mutter Emma in die ganze Angelegenheit hineingezogen hatte.

„Was ist eigentlich los?“, wunderte sich Emma. „Irgendetwas stimmt doch nicht. Zwischen dir und deiner Mutter.“ Er gab keine Antwort. „Warum hast du sie überhaupt verfolgt?“

„Ich bin ihr zufällig über den Weg gelaufen …“, erwiderte er ausweichend.

„Und du hast gesehen, wie der Mann sie bedroht hat?“, forschte seine Freundin weiter.

„Ob er sie bedroht hat …“ Er brach ab.

„Hast du es gesehen oder nicht?“ Er schwieg. „Du hast Angst, dass aus Sylvia wieder Barbara werden könnte, oder?“ Ben wirkte ertappt, und sie begriff, dass sie ins Schwarze getroffen hatte. „Eure Begegnung hat deine Mutter ziemlich mitgenommen“, erklärte sie nun. „Sie hat sogar geweint, als sie mir davon erzählt hat. Wenn sie wirklich wieder Barbara von Heidenberg wäre … Dann müsste sie schon ein großartiges Talent haben, sich derart zu verstellen. Und das glaube ich nicht.“ Ben wusste es besser. Aber er konnte Emma doch nicht sagen, dass das Böse wieder Besitz ergriffen hatte von seiner Mutter …

Barbara erzählte Werner dieselbe Geschichte, die sie auch Emma Strobl aufgetischt hatte.

„Warum hast du dich überhaupt mit diesem Mann getroffen?“, empörte sich der Senior. Und warum hatte sie ihm vorher nichts davon gesagt?

„Ich wollte nicht, dass du dich aufregst“, behauptete sie.

„Allmählich reicht es!“, ereiferte er sich weiter. „Dieser Terror, den Wielander selbst aus dem Gefängnis noch ausübt – das muss endlich ein Ende haben!“ Er wollte den Namen von dem vermeintlichen Bekannten Pauls wissen. Damit er sich mit ihm unterhalten könnte. „Dieser Kerl hat dich zum letzten Mal belästigt!“, knurrte er.

„Aber dann schickt Paul einen anderen!“ Sie heuchelte Verzweiflung. „Er wird nicht aufhören, mich zu quälen. Nicht, solange er in dem Glauben lebt, ich würde zu ihm zurückkehren.“ Widerwillig gab Werner ihr recht.

„Und wir sind machtlos“, erklärte er bitter. „Weil er laut Aussage der Psychologen stark suizidgefährdet ist. Dieser Schmierenkomödiant!“

„Werner, ich befürchte, ich habe etwas ganz Dummes gemacht …“, sagte sie da. „In meiner Panik … Ich habe den Revolver in den See geworfen.“ Das war eine glatte Lüge. Sie hatte die Waffe in einer Kommodenschublade sicher versteckt. „Ich weiß auch nicht, wieso …“ Schützend legte er den Arm um sie.

„Es ist gut“, meinte er beruhigend. „Du brauchst keine Waffe.“

„Aber ohne sie habe ich noch mehr Angst“, klagte sie.

„Die brauchst du nicht zu haben“, entgegnete er. „Ich bin ja da.“

Simon hatte seiner Mutter die Sorge anvertraut, Viktoria habe sich mit dem Fotoshooting in der Scheune übernommen. Und jetzt wollte sie auch noch weiterarbeiten mit diesem Golo Breitmann. Evelyn sprach Viktoria bei nächster Gelegenheit darauf an.

„Sie wissen, dass Sie noch sehr anfällig sind“, mahnte sie. „Sie sollten sich wirklich noch eine Zeit lang schonen.“ Genervt verdrehte Viktoria die Augen. „Wir alle sind froh, dass es Ihnen gut geht, und jeder gönnt Ihnen Ihren Spaß“, fuhr die Ärztin fort. „Aber Sie dürfen nicht vergessen, dass Sie bis vor Kurzem noch schwer krank waren.“

„Simon hat Sie geschickt, oder?“, giftete Viktoria.

„Nein“, beteuerte Evelyn. Und das war die Wahrheit. Simon hatte ihr sogar verboten, sich einzumischen. „Aber da mir Ihre Gesundheit wirklich sehr am Herzen liegt …“ Viktoria wollte nichts mehr davon hören. Ganz abgesehen davon war sie heute Abend mit Golo Breitmann, Rosalie und Felix verabredet. Sie freute sich darauf. Und hatte nicht vor, sich das verderben zu lassen.

Xaver war sauer: Nicht genug, dass Nils mit seinem Comedy-Auftritt die Industriellenveranstaltung gerettet hatte – jetzt hatte Marie ihn zum Dank auch noch zum Abendessen eingeladen. Zu sich nach Hause, ihre Eltern würden auch dabei sein. Und sie erwartete, dass auch Xaver zu dem Essen erschien.

„Ganz bestimmt nicht“, knurrte er.

„Du bist süß, wenn du eifersüchtig bist“, gab sie lächelnd zurück. „Ich liebe dich.“ Sie nahm seine Hand. „Lass mich heute Abend nicht allein.“

Auch Hildegard und Alfons waren nicht allzu begeistert von dieser kurzfristigen Einladung. Sie hatten sich eigentlich auf einen ruhigen Abend zu zweit gefreut, und Hildegard hatte überhaupt keine Lust, sich in die Küche zu stellen und für fünf Personen zu kochen. Aber natürlich konnte sie ihrer Tochter die Bitte dann doch nicht abschlagen und machte sich seufzend an die Vorbereitungen für ihren legendären Schweinebraten.

Marie wurde noch im Hotel aufgehalten, und so saß man in der Sonnbichler’schen Stube zu viert zusammen beim Essen. Zunächst war Xaver erleichtert, dass seine Freundin gar nicht da war, aber dann begann ihm das Gespräch zwischen Alfons und Nils Heinemann auf die Nerven zu gehen: Die beiden unterhielten sich nonstop über Motorräder und ließen ihn überhaupt nicht zu Wort kommen.

Marie kam spät und stürzte sich hungrig auf die kalten Reste.

„Und? War es schlimm?“, fragte sie Xaver, nachdem Nils sich verabschiedet hatte und ihre Eltern zu Bett gegangen waren.

„Schlimm ist noch untertrieben“, stöhnte der. „Bis du endlich da warst, durfte ich mir stundenlang Geschichten über Hauptdüsen, Nockenwellen und was weiß ich noch alles anhören.“

„Du Ärmster!“ Sie lachte. Und dann waren Alfons und Nils auch noch in der Garage verschwunden, um gemeinsam an Alfons’ Motorrad herumzubasteln. Xaver hatte es richtig genervt, wie gut sich Herr Sonnbichler mit Heinemann verstanden hatte. Xaver fühlte sich ausgegrenzt und überflüssig. Und dafür hatte er Genf abgesagt? Die Chance, in einem der besten Hotels Europas als Chefportier zu arbeiten?

Sosehr sich Viktoria auf den Abend gefreut hatte – nun saß sie müde am Restauranttisch und lauschte dem Gespräch zwischen Rosalie und Breitmann.

„Geht es dir nicht gut?“, fragte Felix, der erst später zu der Runde dazugestoßen war. Er mochte den Modefotografen nicht sonderlich.

„Alles okay“, erwiderte seine Schwester. „Nur ein bisschen müde.“ Felix’ Miene wurde besorgt. „Schau mich nicht so an“, bat sie. „Es ist wirklich alles in Ordnung.“ Trotzdem erhob sie sich. „Wenn ihr mir nicht böse seid, werde ich mich jetzt verabschieden.“

„Tu uns das nicht an!“, rief Golo Breitmann, aber sie lächelte nur und verschwand dann. Auch Felix wäre am liebsten zu Bett gegangen, aber Rosalie bestand darauf, Champagner zu ordern und auf die wunderbaren Dirndl-Fotos anzustoßen. Was blieb ihm anderes übrig? Wenn seine Freundin feiern wollte, konnte er ihr das ganz sicher nicht ausreden.

Am anderen Morgen verließ Barbara gerade den Fürstenhof, um sich auf den Weg zu ihrem Sohn zu machen. Doch da kam Ben ihr schon entgegen.

„Ich wollte gerade zu dir“, sagte sie.

„Den Weg kannst du dir sparen“, entgegnete er abweisend.

„Wegen gestern …“ Er wollte nicht darüber sprechen. „Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich auf dich schießen wollte?!“

„Jedenfalls glaube ich es eher als die Story, die du Emma erzählt hast“, erklärte er.

„Du denkst, ich bin wieder Barbara?“ Sie heuchelte Entsetzen. Er schwieg vielsagend. „Wenn ich wieder dieses gefühllose Monster wäre … Warum habe ich dich dann gestern nicht erschossen?“, fragte sie nun. „Es wäre doch ein Risiko für mich, dich laufen zu lassen.“ Er schwieg weiter. „Ich bin deine Mutter! Ich liebe dich! Ich könnte dir nie etwas antun!“ Langsam begann Ben tatsächlich zu zweifeln, ob sie nicht doch die Wahrheit sagte. „Ich könnte niemandem etwas tun“, legte sie nach. „Deswegen habe ich diesen verdammten Revolver auch weggeworfen.“

„Du hast ihn nicht mehr?“ Sie nickte, und er schien weicher zu werden.

„Ben, das war doch alles nur, weil Paul …“ Er unterbrach sie.

„Natürlich, Paul Wielander“, schnaubte er. „Jedes Mal, wenn du nicht weiterweißt, ziehst du die durchgeknallte Exmann-Karte.“

„Wenn du Paul kennen würdest …“

„Du kennst ihn auch nicht viel besser als ich!“, hielt er ihr vor. „Außerdem sitzt er im Knast! Wie soll er dir da bitte etwas antun können?!“ Mit diesen Worten wandte Ben sich ab. Missmutig sah Barbara ihm nach. Dieser Versöhnungsversuch war eindeutig schiefgegangen.

Viktoria hatte heißes Wasser und Kamillentee bestellt und reagierte gar nicht erfreut, als Simon ihr das Gewünschte brachte.

„Ja, ich habe mich beim Shooting in der Scheune erkältet“, fauchte sie ihn an. „Du hattest recht. Zufrieden?“

„Warum soll ich zufrieden sein, wenn es dir schlecht geht?“, gab er zurück. Sie schluckte.

„Bei der Kälte hätte sich jeder Andere auch einen Schnupfen einfangen können“, stellte sie etwas kleinlaut fest.

„Du sagst es“, erwiderte er spitz. „Aber ich bin nicht gekommen, um dir Vorwürfe zu machen … Ich serviere dir nur deinen Tee.“

„Hatte vom Zimmerservice niemand Zeit?“, konterte sie gereizt. Nun platzte ihm doch der Kragen.

„Was willst du?“, fuhr er sie an. „Dass ich mir keine Sorgen mehr um dich mache? Gut, okay, ich hab’s verstanden. Wenn es dir lieber ist …“ Ärgerlich stapfte er zur Tür. „Ruf doch Herrn Breitmann an, wenn du was brauchst“, meinte er noch. „Schließlich behandelt der dich ja wie eine Gesunde.“ Scheppernd fiel die Tür hinter Simon ins Schloss. Und Viktoria blieb zerknirscht zurück.

Ben kam gerade mit einigen Gepäckstücken aus dem Hotel, als zu seinem großen Schrecken plötzlich Paul Wielander vor ihm auftauchte.

„Ganz ruhig“, sagte der sanft. „Ich tue Ihnen nichts. Aber wären Sie bitte so freundlich, meiner Frau Sylvia auszurichten, dass ich endlich wieder da bin?“ Mit großen Augen starrte Ben ihn an. „Sie erwartet mich sicher schon … Ich bin auf der Terrasse und trinke inzwischen eine Tasse Kaffee.“ Ben stand da wie festgenagelt. „Worauf warten Sie noch?“

„Meine Mutter will Sie nicht sehen“, meinte Ben. „Weder in diesem Leben noch in einem anderen.“

„Versucht sich der Herr Sohn jetzt als Bodyguard?“, spottete Wielander. Hilflos versuchte Ben es mit der Lüge, Sylvia sei verreist. Natürlich glaubte Paul ihm kein Wort.

„Sie werden Sylvia ausrichten, dass ich da bin“, verlangte er kühl. „Ich erwarte sie auf der Terrasse.“

Doch bevor Ben überhaupt mit seiner Mutter hätte sprechen können, ließ Wielander schon Werner zu sich rufen. Der Senior reagierte fassungslos, als er begriff, wer da auf der Terrasse des Fürstenhofs saß.

„Sie sind doch wohl nicht entlassen worden?!“, platzte er heraus.

„Ich hatte eine hervorragende Therapeutin“, grinste Paul.

„Sagen Sie bloß, man hat Sie aufgrund eines psychologischen Gutachtens laufen lassen?“ Werner war immer noch völlig perplex.

„Sie hat mir alles geglaubt“, verkündete Wielander stolz. „Auch, dass ich Selbstmord begehen wollte. Da mussten sie mich leider in die Psychiatrie verlegen.“ Der Senior begriff: Von dort war Wielander geflohen. Das bedeutete aber auch, dass er inzwischen gesucht würde.

„Es kann nicht lange dauern, bis die Polizei Sie hier findet“, meinte Werner.

„Darüber mache ich mir überhaupt keine Sorgen“, erklärte Paul. „Ich habe ja Sie.“

„Was könnte mich davon abhalten, Sie der Polizei auszuliefern?“, bellte der Senior.

„Unsere gemeinsame Frau natürlich“, antwortete Wielander. „Wir zwei, wir wissen schließlich, dass Sylvia in Wirklichkeit Barbara von Heidenberg ist. Eine gesuchte Schwerverbrecherin.“

„Sie wollen mich also erpressen.“

„Was glauben Sie, wie schnell unsere hübsche Mörderin ins Gefängnis wandert, wenn ich das ausplaudere?“, fuhr Wielander fort. „Es ist also für alle Beteiligten das Beste, wenn Sie tun, was ich verlange.“ Paul hatte sichtlich Oberwasser. Und Werner wusste nicht, was er im Augenblick dagegen tun sollte. Erst einmal quartierte er den ungebetenen Gast anonym in der Fürstensuite ein. Und dann würden sie weitersehen.

„Wielander ist da!“ Ben war ehrlich besorgt um seine Mutter. „Er wartet auf der Terrasse auf dich.“

„Paul ist wieder frei?“ Barbara versuchte, verängstigt zu wirken. In Wahrheit war sie vor allem eins: genervt. „Das kann doch nicht sein.“

„Doch!“, rief Ben. „Leider!“

„Haben sie ihn entlassen?“, fragte sie. Ben hatte keine Ahnung. Eigentlich hatte Paul nicht so gewirkt, als sei er auf der Flucht. „Wo soll ich denn jetzt hin? Ich muss mich vor ihm verstecken.“ Die beiden überlegten fieberhaft und kamen dann gemeinsam zu dem Ergebnis, dass sie sich zunächst einmal in der Dachkammer verbergen sollte. Ben versprach, Herrn Saalfeld Bescheid zu geben. Er wollte schon losrennen, da hielt sie ihn noch einmal zurück. „Danke für deine Hilfe“, hauchte sie. „Und dass du mir wieder glaubst. Ich hatte wirklich Angst.“

„Wie man sieht, zu Recht“, räumte er ein und bat sie, vorsichtig zu sein. Dann verschwand er, und sie packte hastig ein paar Sachen zusammen, um dann durch den Hintereingang des Fürstenhofs zu fliehen.

2. KAPITEL

Werner erhielt einen Anruf von Kommissar Meyser, der ihn darüber in Kenntnis setzte, dass Paul Wielander aus der Psychiatrie geflohen war. Der Senior tat so, als sei das vollkommen neu für ihn. Und behauptete auch, dass es unwahrscheinlich sei, dass Wielander im Hotel auftauchen würde – schließlich wusste er doch, dass man ihn dort als Erstes suchen würde.

Kaum hatte er das Telefonat beendet, kam Ben auf ihn zugestürmt, der überrascht war, als er begriff, dass Herr Saalfeld bereits im Bilde war und Wielander in der Fürstensuite untergebracht hatte.

„Sie decken ihn?“, ereiferte er sich sogleich.

„Wenn wir die Polizei rufen, lässt er Sylvia hochgehen“, erklärte Herr Saalfeld. „Er hat uns in der Hand. Sie hat noch keine Ahnung, ich wollte gerade zu ihr.“

„Sie ist nicht im Hotel“, entgegnete Ben. „Sie hat sich in meiner Wohnung versteckt.“ Nun war es an Werner, überrascht zu sein. Ben dachte nach. „Aber wenn Wielander der Polizei Sylvias wahre Identität verrät, reitet er sich selbst rein“, meinte er. „Denn die werden sich fragen, wo die echte Sylvia abgeblieben ist.“

„Und vermuten, dass er sie umgebracht hat“, ergänzte der Senior.

„Eben!“, bestätigte Ben. „Er riskiert nur eine weitere Anklage. Der blufft nur, er kann uns gar nichts.“

„Wir können uns aber nicht von einem Irren abhängig machen“, argumentierte Werner dagegen. „Er ist völlig unberechenbar. Wir müssen ihn in Sicherheit wiegen.“ Er ließ sich von Ben versprechen, dass der keinen Alleingang unternehmen würde. „Halten Sie sich da raus!“, verlangte er. „Ich regle das. Verstanden?“ Natürlich würde er alles tun, um Sylvia zu schützen.

Perplex blieb Emma stehen, als sie ihre Schwester und Golo Breitmann die Lobby durchqueren sah. Rosalie trug eines von Emmas Dirndln und hatte ein Schminkköfferchen dabei, Breitmann schleppte seine Fotoausrüstung.

„Ihr wollt Fotos machen?“, fragte Emma. Breitmann ließ sich nicht aufhalten, sondern ging schon einmal vor in den Park. Um eine geeignete Location zu finden, wie er sagte.

„Golo will eine ganze Strecke von mir schießen!“, verkündete Rosalie euphorisch.

„Wieso das denn?“, wunderte sich Emma.

„Er wollte nicht glauben, dass ich furchtbar unfotogen bin“, erklärte Rosalie grinsend. „Bin ich ja auch nicht, aber die Masche hat gezogen. Er muss mir natürlich das Gegenteil beweisen.“

„Aber wir waren uns doch einig, dass Viktoria unser Dirndl-Model ist“, hielt Emma dagegen.

„Dabei bleibt es ja auch“, erklärte ihre Schwester. „Aber schöne Fotos kann man immer gebrauchen. Außerdem können wir sie wunderbar verkaufen.“

„An wen denn?“

„Schon mal was von Homestories gehört?“ Die Firma würde alles PR-Material benötigen, glaubte Rosalie. Und Emma verstand: Ihre Schwester spekulierte darauf, dass eine Homestory über sie veröffentlicht werden könnte. „Ich tue eben alles für unsere kleine Firma“, behauptete Rosalie. „Sie soll schließlich nicht immer so klein bleiben.“

PR-Material, Homestory … Welche Zeitschrift sollte das denn abdrucken? Emma konnte sich nur wundern über ihre Schwester. Schließlich war Prinzess-Dirndl immer noch eine vollkommen unbekannte Firma. Und außerdem war sie diejenige, die die Dirndl entwarf. Andererseits würde sie gar nicht so in der Öffentlichkeit stehen wollen. So war Rosalie eben. Bekam immer, was sie wollte, und in der Regel kostenlos. Na ja, schaden konnte es wohl nicht. Emma gab sich Mühe, die Dinge positiv zu sehen.

Ben hingegen fand es einfach nur affig, dass Rosalie sich als Fotomodell aufspielte.

„Sie will sich mal wieder in Szene setzen, das ist alles“, knurrte er.

„Wenn es unserer Firma zugutekommt, warum nicht?“, entgegnete Emma.

„Sobald es gut läuft, wird sie dich ausbooten“, glaubte er.

„Ben, bitte …“ Sie seufzte. „Muss das sein, dass du wieder über Rosalie herziehst?“ Er gab einen Grunzlaut von sich. „Was ist denn los? Hast du schlechte Laune?“

„Nein.“

„Rosalie ist nicht so falsch, wie du denkst“, beharrte sie.

„Können wir bitte über etwas anderes reden?“, giftete er.

„Warum bist du denn so aggressiv?“, wunderte sie sich.

„Ich bin nicht aggressiv!“ Sie konnte nur den Kopf über ihn schütteln. Wie hätte sie ahnen sollen, was ihrem Freund auf der Seele lag: dass Wielander in der Fürstensuite saß, während sich seine Mutter bei ihm in der Dachkammer versteckte.

Zur gleichen Zeit suchte Werner Sylvia in Bens Wohnung auf und berichtete, womit Paul gedroht hatte.

„Und er besteht darauf, dich heute Abend zu sehen“, fügte er hinzu.

„Und dann?“ Sie gab sich verängstigt. „Geht es um Geld?“ Aber damals hatte er doch auch keines gewollt.

„Ich weiß“, seufzte der Senior. „Aber das ist das Einzige, was wir ihm anbieten können. Vielleicht hat dieser Irre ja noch mal einen lichten Moment.“ Er wusste nicht, dass Barbara längst eine Lösung hatte für dieses Problem: Kohlers Verbindungsmann hatte sich gemeldet. Er würde ihr das Gift, mit dem sie eigentlich Werner umbringen wollte, morgen Vormittag aushändigen. Und einen Teil der Dosis würde sie dann eben für Paul Wielander benutzen.

André konnte immer noch nicht begreifen, was seine Exfrau an Johann Gruber eigentlich fand. Nicht nur, dass Gruber inzwischen bei Evelyn wohnte, die beiden schienen sich auch sonst blendend zu verstehen und unternahmen ständig etwas zusammen. Heute erst erfuhr André, was es mit der Skulptur auf sich hatte, die Johann Evelyn geschenkt hatte: Gruber war drauf und dran gewesen, die kleine Bronzeplastik wegzuwerfen, doch Evelyn hatte sie so gut gefallen, dass er sie ihr überlassen hatte. Und dann hatte sich herausgestellt, dass sie wertvoll war – eine Arbeit des niederländischen Künstlers van der Dries. Ein Experte hatte ihren Wert auf zweihunderttausend Euro geschätzt. Und anstatt zumindest die Hälfte des Geldes für sich zu beanspruchen, beharrte Evelyn darauf, dass Gruber das ganze Geld nehmen sollte.

„Er hat sie mir damals geschenkt, weil er dachte, es handle sich um wertlosen Plunder“, erklärte sie ihrem Exmann.

„Sein Pech!“, fand André.

„Aber ich möchte und brauche sein Geld nicht“, stellte sie fest.

„Im Moment brauchst du es vielleicht nicht“, erwiderte er. „Aber was ist, wenn du deine Zulassung wegen dieser Sache mit Frau Tarrasch verlierst?“

„Das wird hoffentlich nicht passieren“, sagte sie leise. Er konnte über so viel Naivität nur den Kopf schütteln. Wäre er in ihrer Situation gewesen – er hätte sich das Geld längst geholt. Und damit dann den Alten Wirt gepachtet.

Wie Paul es gewünscht hatte, klopfte Barbara am Abend an die Tür der Fürstensuite. Werner hatte darauf bestanden, sie zu begleiten – das war Wielander allerdings gar nicht recht.

„Und ich bin sicher, Sylvia zieht es ebenfalls vor, den Abend mit mir allein zu verbringen“, sagte er. „Nicht wahr?“ Überfordert blickte sie zwischen den beiden Männern hin und her.

„Werner, es ist gut“, meinte sie dann. „Wenn Paul es wünscht …“ Wielander lächelte zufrieden.

„Sylvia, das ist doch Irrsinn!“, mahnte Werner.

„Ich weiß, was ich tue“, beharrte sie.

„Da hören Sie es“, stellte Paul fest. „Sie will bei mir bleiben. Freiwillig.“ Murrend zog der Senior sich zurück. Er war voller Sorge um seine Frau, hatte aber auch keine Ahnung, wie er verhindern sollte, dass sie allein bei ihrem Exmann blieb.

Kaum war er gegangen, nahm Wielander Barbaras Hand.

„Wir hätten uns viel Ärger ersparen können, wenn du früher so kooperativ gewesen wärst“, sagte er.

Paul hatte beiden ein Glas Wein eingeschenkt.

„Du ahnst gar nicht, wie sehr ich mich auf diesen Moment gefreut habe.“ Dann wollte er wissen, was sie mit ihren Haaren gemacht hätte.

„Werner wollte es so“, behauptete sie.

„Wie hast du es nur mit ihm ausgehalten?“, fragte Wielander kopfschüttelnd.

„Wie hast du es die Wochen im Gefängnis ausgehalten?“, entgegnete sie ausweichend.

„Zum Glück hatte ich deinen Brief.“ Ihr war nicht klar, wovon die Rede war. Sie hatte ihm jedenfalls keinen Brief geschrieben. „Ohne ihn hätte ich die Zeit nicht überstanden“, fuhr er fort. „Aber ich will nicht von meinen Qualen sprechen. Du hast einen Mann geheiratet, den du nicht liebst. Das werde ich dir nie vergessen.“ Sie versuchte, sich ihre Irritation nicht anmerken zu lassen.

„Ich war sehr aufgewühlt, als ich den Brief damals verfasst habe“, sagte sie. „Hast du ihn noch?“

„Er hat einen festen Platz, direkt an meinem Herzen.“ Er tippte auf seine Brust und zog dann den Brief aus der Innentasche seines Sakkos hervor und reichte ihn ihr. Sie las: ‚Lieber Paul, ich weiß längst wieder, wer ich bin – und ich danke dir dafür, dass du mir ein neues Leben geschenkt hast. Du sollst wissen, ich liebe dich und will nur dich! Trotzdem muss ich mich von dir scheiden lassen, denn ich werde Werner Saalfeld heiraten. Ich will mich an ihm rächen. Später werden wir ihn töten, und dann übernehmen wir beide den Fürstenhof. Deine Barbara.‘ Sie starrte auf diese Zeilen. Sie hatte das nicht geschrieben. Aber wer hatte es getan?

„Diesen teuflischen Plan hätte ich dir gar nicht zugetraut“, gab Paul zu und betrachtete sie fasziniert. „Was habe ich für eine schlaue Frau! Komm her! Komm endlich her!“ Er nahm sie in den Arm und streichelte sie. „Mein Gott, habe ich dich vermisst.“ Notgedrungen ließ sie sich von ihm küssen.

„Aber die Polizei sucht doch nach dir“, sagte sie dann. Er nickte.

„So, wie es scheint, werden wir den Fürstenhof nicht übernehmen können. Dein kühner Plan geht leider nicht ganz auf.“ Sie winkte ab. „Stattdessen müssen wir sehen, dass wir verschwinden.“

„Du willst flüchten?“, fragte sie atemlos.

„Nur, wenn du dabei bist“, antwortete er.

„Wann?“

„Morgen. Du gaukelst dem Saalfeld vor, ich wolle Geld für die Flucht. Und dann packst du heimlich deinen Koffer.“ Der Wahnsinn stand Wielander ins Gesicht geschrieben.

Werner hatte sich unterdessen in die Küche verzogen, um bei seinem Bruder Unterstützung zu suchen. Doch André interessierte sich nicht wirklich für die neuesten Verwicklungen in Sachen Paul Wielander.

„Jetzt sag mir endlich, was damals in dem Brief stand, den du ihm ins Gefängnis geschickt hast!“, verlangte der Senior.

„Der Brief …“ Den hatte André ganz vergessen.

„Den ich auf Teufel komm raus nicht lesen durfte!“, fügte Werner hinzu.

„Denk nicht mehr dran!“ Der Chefkoch versuchte, seine Beunruhigung zu überspielen. „Das hat sich alles längst überholt. Wirklich.“ Er seufzte. „Bin ich froh, wenn ich endlich hier weg bin und meine Ruhe habe.“

„Geht nun wieder die Litanei mit dem Alten Wirt los?“, ereiferte sich Werner. „Das Projekt kriegst du doch nie gestemmt. Geld liegt nämlich nicht auf der Straße!“

„Ich habe die Fotos!“ Rosalie war ganz aufgeregt. Eben hatte ihr ein Kurier die Fotos gebracht, die Golo Breitmann heute von ihr geschossen hatte. Und sie gefiel sich außerordentlich gut auf den Bildern. Felix sollte sich die Serie unbedingt angucken, doch der war in Gedanken noch bei seiner Schwester. Dass Viktoria sich erkältet hatte, beunruhigte ihn ein wenig. Aber Rosalie hatte jetzt keinen Kopf für solche Probleme. „Welches findest du am besten?“, fragte sie und drückte ihm den Stapel Fotos in die Hand. Er wählte ausgerechnet das, was sie am wenigsten leiden konnte. Das einzige Bild, auf dem sie nicht posierte, sondern natürlich und etwas nachdenklich in die Kamera blickte. „Na, vielen Dank“, meinte sie ärgerlich. „Emma in Blond! Schrecklich!“ Sie nahm ihm das Foto aus der Hand und zerriss es.

„Hey, was machst du?“, protestierte er. „Du hättest es mir geben können. Ich hätte es wirklich gerne gehabt.“

„Damit mich jeder, dem du es zeigst, mich für eine trübe Tasse hält?“, fauchte sie und wandte sich dann wieder den anderen Aufnahmen zu.

„Sylvia! Endlich! Wie geht es dir?“ Werner hatte in der Wohnung auf seine Frau gewartet und sich immer mehr Sorgen gemacht. Sie ließ sich in seine Arme fallen. „Ist alles in Ordnung?“ Barbara nickte, tat aber so, als wäre sie ziemlich mitgenommen. „Was will Wielander, was verlangt er von uns?“

„Er hat mir gedroht und gesagt, dass er mich hasst“, log sie. „Am liebsten möchte er mich fertigmachen, für alle Zeiten. Er verlangt Geld.“

„Also doch“, seufzte der Senior. „Wie viel?“

„Zweihunderttausend Euro.“ Werner musste schlucken.

„Meinst du, es ist eine Falle?“ Sie zuckte die Achseln.

„Ich denke nicht, aber wer kann das schon garantieren?“

„Wie wirkt er auf dich?“, hakte er nach. „Vollkommen wirr? Oder verfolgt er einen konkreten Plan?“

„Er hat irgendwas von Schweden erzählt“, behauptete sie. „Anscheinend hat er dort ein paar alte Kontakte. Werner, was machen wir denn jetzt?“

Am nächsten Morgen konnte Barbara endlich das bestellte Gift entgegennehmen.

„Dann kann ich nur hoffen, dass es so gut wirkt wie damals“, sagte sie und betrachtete die Ampulle mit einem bösen Glitzern in den Augen.

„Da kann ich Sie beruhigen“, meinte Kohlers Verbindungsmann. „Diese Ampullen sind nach wie vor das Beste, was zu bekommen ist. Definitiv tödlich. Und was das Schönste ist – nicht nachweisbar.“

Sofort besorgte sie sich eine Flasche Champagner und machte sich damit auf den Weg in die Fürstensuite.

„Meine Koffer sind gepackt“, log sie.

„Und er hat nichts gemerkt?“, wollte Paul wissen.

„Werner ist viel zu eitel“, gab sie zurück. „Er denkt nicht im Traum daran, dass ich ihn verlassen könnte. Aber aus jedem schönen Traum wacht man irgendwann auf.“ Dann schlug sie vor, auf ihr neues gemeinsames Leben anzustoßen. Er schenkte die Gläser ein und unterrichtete sie über seine Pläne.

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