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Bildung Rocks

Seit geraumer Zeit befasst sich die Evang. Erwachsenen- und Familienbildung in Württemberg mit der Frage, wie man die Zielgruppe 25-40 Jährige erreicht.

Darum startete im April 2017 das Projekt „jüngere Erwachsene“ unter der Leitung von Oliver T. Streppel. Als studierter Medienpädagoge und lange Zeit als gelernter Filmemacher arbeitend, hat er hierfür dieses handlungsorientierte Projekt übernommen. Als Markenname bekam das Projekt den Titel: "Bildung Rocks". Oliver Streppel versuchte also Antworten zu finden auf die Frage: Wie erreiche ich jüngere Erwachsene? Es wurde die theoretische Basis für diese Frage ergründet und Methoden vor Ort getestet, wie Blended-Learning, der pädagogische Einsatz der 360°-Videotechniken und die Themen „Edu-Larp“, „Edu-Escaperoom“, „Podcasting“, „Offene Treffes“, „Pecha-Kucha-Nights“, „Barcamps“ und vieles mehr.

Hier nun eine Empfehlung, wie man die Zielgruppe „jüngere Erwachsene“ begeistern kann, unter Berücksichtigung des Projektberichts von "Bildung-Rocks".

Bildung Rocks

Wie wird Weiterbildung für jüngere Erwachsene interessanter?

Dieser Reader entstand unter Bezugnahme der
Projektanalyse aus dem Projekt „junge Erwachsene - Bildung Rocks“
der evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung
aus Baden & Württemberg.

Oliver T. Streppel, MA

Vielen Dank an dieser Stelle an meine Kolleginnen:

Marie-Louise Apelt,

Diana Kiemel,

Dr. Margarete Fuchs

&

Nadja Graeser,

die dieses Werk mit ihren Ideen und Kenntnissen bereichert, verbessert
und korrigiert haben.

Sowie Herrn Dr. Wolfgang Schnabel

1. DIE FRAGE NACH DEM WARUM

2. DIE FRAGE NACH DEM WIE

3. UND DIE FRAGE NACH DEM WER

4. WIE HABEN SICH DIE JÜNGEREN ERWACHSENEN VERÄNDERT UND WO STEHEN SIE HEUTE?

4.1. Demographischer Wandel in Bezug auf Singles oder Familien

4.2. Demografischer Wandel bezüglich der Geschlechterverhältnisse

4.3. Beschreibung der jungen Erwachsenen nach der Generation Y-Formel

4.4. Beschreibung der Jungen Erwachsenen nach der „Sinus-Milieu-Formel“

4.5. Milieustudie innerhalb der Kirche

5. LERNVERHALTEN JÜNGERER ERWACHSENER

5.1. Teilnahme junger Erwachsener an Weiterbildungen

5.2. Informelles Lernverhalten von Erwachsenen

6. SOZIALE MEDIEN IM BILDUNGSBEREICH

6.1. Welche sozialen Medienkanäle sind für die Erwachsenenbildung relevant?

6.2. Der Einsatz von digitalen Medien in der Erwachsenenbildung

6.3. Lernenverhalten der Kinder von heute, oder die Frage, wie sieht lernen morgen aus?

6.4. Was ist nun wichtig für die Bildungsanbieter

6.5. Was ist interessant für kirchliche Bildungsanbieter?

6.6. Muss die kirchliche Bildung auf digitales Marketing setzen?

7. AKTUELLE MEGATRENDS IN DEN BILDUNGSMETHODEN

7.1. Verschmelzung nicht-formaler und informeller Bildung

7.2. Game-Based-Learning

7.3. Edutainment

7.4. Micro Learning

7.5. Storytelling

7.6. Blended Learning

7.7. Digitalisierung

7.8. Soziales Lernen

7.9. Klares Markenbekenntnis

8. EIGENE UMFRAGEN ZUM THEMA BILDUNG

8.1. Qualitative Umfrage im Bildungswerk Ostalb zum Thema „Weiterbildung“

8.2. Qualitative Umfrage beim Barcamp Stuttgart zum Thema „Erwachsenenbildung“

9. METHODEN, DIE INNERHALB DES PROJEKTES „BILDUNG ROCKS“ GETESTET WURDEN

9.1. Das „Barcamp“

9.2. Aufsuchende Bildung

9.3. Erlebnispädagogik

9.4. Konstruktivistische Didaktik: Partizipativität

9.5. Handlungsorientierte Didaktik: Lernen durch Ausprobieren / Tun

9.6. 360° Video-Pädagogik

9.7. Erweiterter Funktionsraum durch Gottesdienst

9.8. Konstruktivistische Didaktik: Lernen durch Lehren

9.10. Escaperoom als Methode

9.11. LARP als Methode

9.12. Blogs als E-Learning Methode

9.13. Blended-Learning als Methode

9.14. Event-Methode

9.15. Coaching-Methode

10. ZUSAMMENFASSUNG

11. EMPFEHLUNGEN

10.1. Theoretische Handlungsempfehlung

10.2. Praktische Handlungsempfehlungen

Erfahrungswerkstatt: Familie

360° Videoworkshop

Familienblog

9 Min Talk

Bibel -LARP

Barcamp

Escaperoom

EJA - Arbeitswochenende

Blended-Learning-Kurs: Blockbuster

12. DAS PROJEKT

12.1. Direkte Projektpartner (auch Vertreten im Projektbeirat)

12.2. Kooperationsgespräche wurden geführt mit:

12.3. Projektbeirat

13. LITERATURVERZEICHNIS

14. FREMDWORTVERZEICHNIS

1. DIE FRAGE NACH DEM WARUM

 

1991 war ich 14 Jahre alt, als ich zusammen mit meinen Eltern in das damals frisch renovierte Kino in Kirchheim gehen durfte. Terminator 2 erzählte von dem jungen John Connor, der in etwa so alt war wie ich damals. An dem Film faszinierte mich damals schon zum einen die Idee der Künstlichen Intelligenz, über die wir heute in den Medien diskutieren, zum andern die technische und handwerkliche Raffinesse, mit der der Film umgesetzt worden war. Vielleicht war James Cameron der Grund, warum ich über eine bewegte Biografie heute Medienpädagoge geworden bin und mich nun mit Bildung und Medien beschäftige. Doch was mich aus diesem Film seither begleitet, ist ein Satz oder besser ein Motto, das bis heute mein Leben vorantreibt, immer und immer wieder:

 The future's not set. There's no fate but what we make for ourselves."

Sarah Connor in Terminator 2: Judgment Day, 1991.

Angesichts der schnellen Entwicklungen im Bereich Bildungsmethoden, Bildungsmedien, Bildungsansprüche der Arbeitswelt und Entwicklung innerhalb unserer Kultur wird ein Wandel im Bereich Erwachsenenbildung weiter spürbar bleiben.

Um die Frage, wie sich Bildung für junge Erwachsene verändern muß, oder verändern wird oder eben auch nicht verändern kann, soll es hier in diesem Reader gehen.

Innerhalb der Kirche ist es normal, dass man eine Sitzung, ein öffentliches Treffen oder auch ein Seminar mit einem Zitat und deren Deutung beginnt. In der Regel sind dies „Losungen“.

Nun bin ich Medienpädagoge und das Thema Digitalisierung wirbelt die Bildungswelt am meisten durcheinander. Auch darum habe ich das Zitat oben, anstelle einer Losung, aus dem Film Terminator gewählt. Denn dieser Satz gibt die Motivation der evangelischen Erwachsenenbildung ganz gut wieder, warum sie ein Projekt gestartet hat, bei dem es um die Frage geht, wie man Bildung für jüngere Menschen interessanter gestalten kann.

Ich bin der Meinung, dass evangelische Weiterbildung heisst: nicht an Schicksal zu glauben, sondern daran, wie man selbst die Zukunft der Bildung in die Hand nimmt - ähnlich wie es im Eingangszitat formuliert ist.

Vor diesem Hintergrund stellt sich bei der Untersuchung, wie Bildung für jüngere Erwachsene interessanter gemacht werden kann, zunächst die Frage: wo fange ich mit meiner Analyse an?

Ich bin Medienpädagoge und habe lange Zeit als Medienmacher gearbeitet, weshalb ich einen Hang zu digitalen, medialen Trends habe, die die Gesellschaft beeinflussen, jedoch wäre es zu kurz gedacht, dass die Erwachsenenbildung sich nur aufgrund des Themas „Digitalisierung“ verändert. Doch ist sie auch objektiv gesehen momentan einer der prominentesten Faktoren, die es zu berücksichtigen gilt.

Es kursieren Gerüchte durch die Bildungswelt, dass KI (Künstliche Intelligenz) irgendwann den klassischen Lehrer ersetzten wird. Kann das gehen? Und wie geht es weiter? Im schlimmsten Fall kommt es, wie es James Cameron 1991 in dem Film Terminator 2 vorhersagt: eine künstliche Intelligenz wird unsere Weltherrschaft übernehmen! So deutete es auch zum Beispiel Stephen Hawking in seinem Buch „kurze Antworten auf große Fragen“ an. Doch stopp, das wird nicht so leicht funktionieren. Henning Beck ist promovierter Neurowissenschaftler und hat 2019 erst ein Buch veröffentlicht, in dem er sich mit der Frage beschäftigt, ob es die künstliche Intelligenz schaffen wird, kreativ und planend Probleme oder Situationen zu lösen. Er schreibt sinngemäß im Klappentext: „Es wird in naher Zukunft keine Maschinen geben, die uns vernichten wollen, denn es ist technisch gar nicht möglich“. (Beck, 2017). Aber trotzdem gibt es Stimmen, die uns vor der KI warnen. Konkret wartet auf uns das Problem mit Filterblasen und Echokammern, die immer intelligenter werden, weshalb wir einen Kontrollverlust über unser digitales Sein erleben können - mit entsprechenden Auswirkungen auf unser Real-life (Froitzheim, 2017). Also Einkaufsgewohnheiten, politische Meinungsbildung, persönliche Interessen, etc. werden durch intelligente Bots und Algorithmen in Suchmaschinen geleitet. Aber es gibt auch die Angst davor, dass die Arbeitslosigkeit durch KI zunimmt, dass Maschinen immer mehr Arbeiten von einfachen Angestellten übernehmen. Jedoch gibt es hier zwei Seiten, die in „KI und Arbeit - Chance und Risiko zugleich“ beschrieben wird. (Apt, W. & Priesack K. 2019). Anrufbeantworter werden intelligenter und haben die Telefonzentralen ersetzt (in meiner ersten Ausbildung zum Hotelfachmann habe ich noch in einer Telefonzentrale Anrufe entgegengenommen und weitergeleitet. Das machen heute intelligente, digitale Systeme). Kassen werden intelligenter und ersetzen die Menschen an der Kasse, doch dafür wird im Einzelhandel Beratung immer wichtiger, da sich Menschen weiterhin von Menschen über Produkte beraten lassen wollen. KI kann als Frühwarnsystem zum Beispiel bei Erbeben schneller reagieren, in der Medizin können Befunde schneller ausgelesen werden, und so weiter. In naher Zukunft ist die Erwachsenenbildung gefragt, Menschen für neue Arbeitsbereiche fit zu machen und umzuschulen. Dann wird es durch die KI auch nicht zu erhöhten Arbeitslosenzahlen kommen. Meiner Meinung nach ist dies auch Aufgabe der Erwachsenenbildung diese Informationen zu verbreiten und die Angst vor der Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zu nehmen. Aber es ist kein Geheimnis, dass Unternehmen KI’s entwickeln - und nicht nur Universitäten - und somit die reale Gefahr besteht, dass Firmen dadurch immer mehr politischen Einfluss gewinnen können, wie man es an dem Beispiel Facebook sehen kann, das mehr oder weniger unbewusst Einfluss auf die Präsidentenwahl in den USA 2017 genommen hat.

Es zeigt sich, dass also unter dem Schlagwort der Digitalisierung derzeit ein unglaublicher Wandel stattfindet, und zwar in vielen Bereichen, die uns Menschen berühren: Lebensgewohnheiten, Arbeiten, Familie und auch im Bildungsbereich.

Die Aufgabe der Erwachsenenbildung ist es, auf diese vielfältigen Veränderungen proaktiv zu reagieren und folglich als ihres eigenen Glückes Schmied zu agieren.

Jedoch hatte ich eingangs erwähnt, dass KI und Medien zwar prominente Einflussgrößen im Hinblick auf den Wandel sind. Zugleich wurde auch schon angedeutet, dass es andere Faktoren gibt. In einer Onlinemagazin-Ausgabe des Bundesverbandes VWA e.V. von 2011 beschreibt Dr. Knut Diekmann (Diekmann, 2011) Wendepunkte der beruflichen Erwachsenenbildung. Manche seiner prognostizierten Theorien sind noch nicht ganz eingetreten, die er damals beschrieben hat, doch manche Wendepunkte zum Beispiel in der Didaktik oder den Methoden von 2011 sind immer deutlicher sichtbar. So zielt Diekmann auf den Wandel vom Qualifikationsbegriff hin zum Kompetenzbegriff. Deutlich wird das, wenn man die Lehrpläne des Landes BW ansieht, bei denen es ja im formalen Bildungsbereich auch immer mehr um Kompetenzen anstatt um konkrete Qualifikationen geht, die den Schülern beigebracht werden sollen. Auch die sogenannten Softskills spielen hier eine Rolle, denn diese werden ja ebenfalls über Kompetenzen gefördert, nicht über Qualifikationen. Es ist erkennbar, dass sich hier bereits ein Wandel im Verständnis der Erwachsenenbildung vollzieht. Diekmann spricht davon, dass deshalb die seminargeprägte Erwachsenenbildung in Zukunft an Bedeutung verlieren wird. Dieser Wandel bedeutet dann aber auch, dass die Struktur, die Dauer und die Themenstellungen neu überdacht werden müssen. Es läuft darauf hinaus, dass Menschen nicht klassisch „weitergebildet“ werden, sondern an neuen Formen des „lebenslangen Lernens“ teilnehmen. Das kann in Form von modernen E-Learning Tools sein, Tutorials, oder themen- und zielgruppenspezifische Kurse von qualifizierten und zertifizierten Trainern. Der Markt an Personal-Coachings wird weiter zunehmen. Seminare von der Stange, die „one-size-fit-all“ als Grundsatz pflegen, wird es nicht mehr geben - so Diekmanns These. Diese kann durch den Erfolg des Stuttgarter Barcamps (www.barcamp-stuttgart.de) untermauert werden. Denn hier geht es gerade darum, themenspezifische Coachings oder Foren individuell für eine kleine Interessengruppe anzubieten, die aus einer Peergroup kommt und nicht von einer Institution für eine Gruppe angeboten wird. Auch die „Art of Hosting Seminare“ der EAEW verfolgen diesen Coaching-Ansatz.

In Bezug auf die berufliche Bildung spricht Diekmann davon, dass das „Just-in-time“-Verfahren auch in der Personalentwicklung wichtiger wird. Das heißt, Abteilungen greifen auf Bildungsmaßnahmen zurück, wenn diese benötigt werden, nicht, wenn sie angeboten werden. Das wird auch generell Auswirkungen haben auf die Erwachsenenbildung. Funktioniert es noch, das Bildungsanbieter einmal im halben Jahr ein Programmheft haben, das sie veröffentlichen und dann stoisch die Seminare halten? Oder muss hier nicht vielmehr geschaut werden, wer wann was an Bildungsmaßnahmen braucht? Und dann führt man entsprechend die Gruppen (Trainer und Trainees) zusammen. Heißt das also weg: vom Bildungsanbieter, hin zum vernetzten Bildungsmanager? Die LEF (Landesarbeitsgemeinschaft der Familienbildungsstätten in Württemberg) hat sich hier andeutungsweise bereits auf den Weg gemacht, in dem sie themenbasierte Kurse und Trainer wie in einem Katalog abrufbereit hat und man bei Bedarf diese individuell, zeit- und ortsunabhängig buchen kann.

Wie man hier erkennen kann, geht es in der Erwachsenenbildung teils um sehr grundlegende Veränderungen.

Wie mache ich Bildung interessant. Diese Frage ist keine neue. 1971 baute Luigi Colani für die Möbelfirma Flötotto ein Learning Egg. Sollte das ein Ausblick in die Zukunft sein, quasi eine futuristische Installation die damals schon auf Prinzipien des E-Learning baute? Individuell durch Filme oder Radio Lerninhalte zeitunabhängig in einer Lernkapsel ungestört bearbeiten? Evtl. sogar schon mit einer Telefonschaltung? Vielleicht.

Doch wie ist dass denn mit der Bildung? Warum muss man sie attraktiv machen? Sollte Bildung nicht als Privileg angesehen werden? Im Prinzip schon. Denn nicht alle auf dieser Welt haben Zugang zu Bildung. Und Bildung ist eine bedeutende Wirtschaftsäule. Darum ist es in Deutschland schwierig geworden eine Balance zu finden zwischen Wettbewerb der Bildungsanbieter und der Anerkennung von Bildungsangeboten als ein Garant für Wohlstand und Zufriedenheit innerhalb der Bevölkerung.

Die evangelische Erwachsenen- und Familienbildung in Baden und Württemberg will nun ihren Beitrag dazu leisten, dass ihr hohes Gut, die Bildung, auch die Bevölkerung erreicht. Doch wie? Gerade Menschen zwischen 25 und 40 werden schwer erreicht. Es sind Menschen die auf der Autobahn des Lebens dahin rasen, zwischen Karriere und Familie. Deshalb wurde ein Projekt ins Leben gerufen, das theoretisch und handlungsorientiert dieser Frage nachgeht.

2. DIE FRAGE NACH DEM WIE

 

Hier komme ich nun als Projektleiter ins Spiel. Denn im Alltagsleben eines Bildungsreferenten gibt es kaum Gelegenheit, sich grundlegend der Frage zu widmen, wie man etwas spannender, besser oder erfolgreicher machen kann. Oder warum man etwas ändern soll. Darum gibt es das von mir geleitete Projekt „Bildung Rocks“. Als vier Kernaufgaben wurde zum Projektstart hierzu folgende Punkte festgelegt:

 Konzeptionserstellung, Erprobung und Auswertung von Formen evangelischer Erwachsenenbildung mit jüngeren Erwachsenen im Alter von 25 – 40 Jahren

 Erkenntnisse über notwendige Rahmenbedingungen sowie förderliche und hinderliche Faktoren (Haupt/Ehrenamtliche, Räume, Themen, Angebotsformen usw.)

  Breite Umsetzbarkeit durch Bezug auf regional unterschiedliche Gegebenheiten (Stadt/Land, unterschiedliche Kooperationspartner vor Ort wie z.B. Bezirksjugendwerke, unterschiedliche Themen usw.)

 Verbreitung und Nachhaltigkeit durch Auswertung und Multiplizierung der Ergebnisse innerhalb der Evangelischen Landeskirchen Baden und Württemberg.

 Vernetzung von Akteuren der Bildungsarbeit mit jüngeren Erwachsenen (z.B. Hochschulgemeinden und Hochschulen) sowie Expert/innen innerhalb und außerhalb der Landeskirche (z.B. start-up-Szene, club-Szene usw.)

Zu Beginn des hier behandelten Projektes Bildung Rocks wurde das Alter der jungen Erwachsenen, die es mit interessanten Bildungsangeboten zu erreichen galt, auf die Zeitspanne zwischen 25 und 40 Jahren festgelegt. Nach und nach stellte sich aufgrund weiterer Recherchen die Frage, ob man nicht schon mit 18 Jahren ein junger Erwachsener ist und warum die Grenze bei 40 und nicht etwa bei 48 Jahren liegt. In der Erwachsenenbildung werden junge Erwachsene in der Regel zwischen 18 bis 28 Jahre beschrieben. Dann beginnt das Erwachsenenalter und vielleicht das Familienalter. Somit hätten wir in diesem Projekt die Frage, ob wir Berufsschüler, Studenten, junge Arbeitnehmer und Familien erreichen wollen. In der Projektbeiratssitzung vom Februar 2018 wurde die Frage nach der Zielgruppe noch einmal behandelt. Dabei wurde festgestellt, dass Berufsschüler*innen und Studierende ausreichend über Jugendwerke, Jugendkirche und Uninetzwerke erreicht werden, sie also nicht zur Zielgruppe gerechnet werden müssen. Deshalb wurde die Zielgruppe eher auf junge Arbeitnehmende eingegrenzt, die das Studium gerade abgeschlossen haben. Familienbildungsthemen sollten bei der Arbeit mit dieser Zielgruppe nicht im Fokus liegen, doch auch nicht ausgeklammert werden, da junge Familien ebenfalls nur schwer erreicht werden. Damit zeigte sich, dass die Frage nach dem Alter die Zielgruppe nicht spezifisch genug beschreibt, wen wir genau wie erreichen wollen. Dagegen schien es sinnvoll, zum einen nach den Milieus Ausschau zu halten und parallel im soziologischen Begriff der Kohorten zu denken, also einer Gruppe von Personen, die gemeinsam ein bestimmtes, längerfristig prägendes Ereignis erlebt haben (Renn, 1987, Seite 261-298). Eine gängige Beschreibung für solche Kohorten sind die Einteilung in Generation X, Y und Z. Der Begriff ‚Generation Y‘ ist eine gängige aber nicht ganz unumstrittene Bezeichnung, mit der die deutsche Bevölkerung, geboren zwischen 1980 und 2000 (somit also unsere Zielgruppe), beschrieben wird, also wie sie lebt, denkt, welche Werte sie verfolgt und was sie antreibt. Im Folgenden ab Kapitel 4.4 wird näher auf diese Beschreibung der Generation Y eingegangen. Ab Kapitel 4 wird die Zielgruppe noch einmal genauer beschrieben.

Wie oben unter den vier Kernaufgaben zu lesen ist stand im Vordergrund, handlungsorientiert Methoden ...

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