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Bewerbung schreiben leicht gemacht

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INHALT

Teil 1

Lerne dich kennen

Kapitel 1

Du kannst mehr, als du denkst

Kapitel 2

Das steht wirklich in deinem Arbeitszeugnis

Kapitel 3

Softskills, die Personaler beeindrucken

Kapitel 4

Was muss ich können?

Kapitel 5

Empfehlungsschreiben und ihr Nutzen

Teil 2

Ein Lebenslauf, der Eindruck macht

Kapitel 6

Was muss alles in einen richtig guten Lebenslauf?

Kapitel 7

Das Foto: Eine Frage des ersten Eindrucks

Kapitel 8

Das Layout: Bloß nicht von der Stange

Teil 3

Das Motivationsschreiben

Kapitel 9

250 Worte, die überzeugen müssen

Kapitel 10

Eine kleine Stil-Lehre

Kapitel 11

Das richtige Format finden

Teil 4

English, please

Kapitel 12

Das englische Motivationsschreiben

Kapitel 13

Dein CV

Teil 5

Übungen für die Praxis -mit Lösungen

Kapitel 14

10 Personen – 1 Ziel

Kapitel 15

Bonus 1: Lebensläufe

Kapitel 16

Bonus 2: Typische Fehler, die du vermeiden solltest

Kapitel 17

Bonus 3: Kreative Bewerbungen

LERNE DICH KENNEN

Eine Bewerbung ist Werbung für dich selbst. Du wirst quasi zu deiner Werbeagentur und wie jede Agentur musst du dein Produkt ganz genau kennen: dich. Was zeichnet dich aus? Welche Stärken hast du? Welche Schwächen hast du? Diese Fakten musst du so aufbereiten, dass sie einen Personaler von dir überzeugen.

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Lies dir dieses Buch aufmerksam durch. Also los, fangen wir an.

Sicher, das klingt jetzt furchtbar kompliziert. Das ist aber eine Angst, die ich dir nehmen kann. Lies dir dieses Buch aufmerksam durch. Es liefert dir zwar keine Vorlage, die du kopieren kannst. Dafür zeige ich dir einen Weg auf, wie du dich am besten präsentierst. Und zwar mit deiner individuellen Persönlichkeit. Die passt schließlich in keine Schablone. Also los, fangen wir an.

DU KANNST MEHR, ALS DU DENKST

An die erste Stelle habe ich die harten Fakten gestellt. Das sind die Dinge, die du mit Zeugnissen belegen kannst. Es hilft aber nichts, einfach alle Arbeitszeugnisse zu sammeln und sie an eine Bewerbung anzuhängen. Sicher, die sind wichtig. Aber: Du kannst mehr, als du denkst. Zuerst einmal müssen wir schauen, was das ist.

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Deine Qualifikationen ermitteln

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und überlege, was du in deinem Leben bereits alles gemacht hast. Nimm unbedingt Papier und Stift zur Hand und schreibe auf, was dir einfällt!

Sicher, als Erstes fallen dir deine verschiedenen Arbeitsstellen ein. Das ist auch wichtig und richtig. Aber was war und ist da noch?

Denke unbedingt auch an Praktika, die du während Schule und Studium gemacht hast. Auch sie sind Teil deiner beruflichen Qualifikation. Sie gehören zu deinen übrigen Arbeitszeugnissen.

Genauso wie die Belege über Nebenjobs. Du hast im Studium dein Geld in der Kneipe verdient? Dann mache den Personaler darauf aufmerksam. Sicher ist er nicht besonders an deinen Erfahrungen im Bierzapfen interessiert. Ein solcher Nebenjob zeigt ihm aber, dass du belastbar bist. Und das ist eine wichtige Eigenschaft für einen Arbeitnehmer. Außerdem zeigst du damit, dass du dich gut organisieren kannst. Es gehört schon einiges dazu, Studium und Job unter einen Hut zu bekommen.

Engagierst du dich irgendwo ehrenamtlich? Wenn ja, dann ist das wichtig. Denn solches Engagement bewerten Arbeitgeber durchweg positiv. Es zeigt ihnen, dass du mehr machst, als du musst. Außerdem steigerst du durch dein Ehrenamt deine soziale Kompetenz. Also rauf damit auf die Liste.

Hast du in der Vergangenheit schon einmal einen Sprachkurs gemacht oder regelmäßig eine Veranstaltung an der Volkshochschule besucht? Auch das muss dein neuer Arbeitgeber unbedingt wissen. So zeigst du ihm, dass du bereit bist, dich weiterzubilden – und dich selbst um diese Weiterbildung bemühst. Warum solltest du dein Licht unter den Scheffel stellen?

Warst du schon einmal im Ausland? Egal, was du dort gemacht hast. Solange es mehr gewesen ist als Urlaub, gehört dieser Fakt in deine Bewerbung. Schließlich hast du in dem fremden Land eine Menge interkulturelle Kompetenz bewiesen – und an Selbstständigkeit dazugewonnen. Außerdem zeigt ein längerer Aufenthalt im Ausland, dass du mit neuen Situationen gut umgehen kannst.

Zum Schluss solltest du dir noch überlegen, welche Fortbildungen du bereits durchlaufen hast. So kannst du deinem künftigen Chef zeigen, über welche Spezialkenntnisse du verfügst.

Zum Schluss solltest du dir noch überlegen, welche Fortbildungen du bereits durchlaufen hast. So kannst du deinem künftigen Chef zeigen, über welche Spezialkenntnisse du verfügst.

Diese Belege brauchst du

So, jetzt weißt du, was du schon alles gemacht hast – und was davon unbedingt Teil deiner Bewerbung sein sollte. Jetzt heißt es Belege zusammenstellen.

Das sind zunächst einmal deine Arbeitszeugnisse. Sie müssen unbedingt vollständig sein. Zudem sollten sie einen möglichst lückenlosen beruflichen Werdegang dokumentieren.

Außerdem musst du deine Zeugnisse aus Schule und Studium zusammensuchen. Das Zeugnis aus der ersten Klasse ist sicher nicht relevant. Die Belege für deinen Schul- und Studienabschluss müssen aber Teil der Bewerbung sein. Wenn du eine Berufsausbildung abgeschlossen hast, darfst du dieses Zeugnis auf keinen Fall vergessen.

Dann geht es daran, Belege für Kurse, Ehrenamt, Fortbildungen und Auslandsaufenthalte zusammenzustellen. Sie müssen keine besonderen formalen Voraussetzungen erfüllen. Wichtig ist, dass der Personaler erfährt, wann du das getan hast – und einen handfesten Beweis für diese Tätigkeit bekommt.

Was ist, wenn du den ein oder anderen Beleg nicht mehr hast? Dann musst du handeln. Beschaffe dir die Zeugnisse. Am besten telefonierst du mit den zuständigen Stellen. Die meisten Menschen werden dein Problem verstehen können und dir gerne helfen. Wenn der ein oder andere meckert: bleibe hartnäckig. Es geht schließlich um deine Zukunft und da ist Schüchternheit fehl am Platz.

Packe alle deine Zeugnisse in ein PDF

So, jetzt hast du alle Zeugnisse und Belege beisammen. Aber wie bringst du sie nun in die Personalabteilung? Wenn du dich klassisch auf Papier bewirbst, ist die Frage einfach zu beantworten: Kopiere sie ordentlich und hefte sie ab.

Packe alle deine Zeugnisse in ein PDF So, jetzt hast du alle Zeugnisse und Belege beisammen. Aber wie bringst du sie nun in die Personalabteilung? Wenn du dich klassisch auf Papier bewirbst, ist die Frage einfach zu beantworten: Kopiere sie ordentlich und hefte sie ab.

Wenn du dich aber per E-Mail bewirbst, wird es schon schwieriger. Hänge bitte in keinem Fall jedes Zeugnis einzeln an. Das ärgert den Personaler. Nebenbei schaffst du auf diese Weise einen ganz schön großen E-Mail-Anhang. Unter Umständen ist er dann so groß, dass die E-Mail in dem Unternehmen gar nicht empfangen werden kann.

Du solltest also alle deine Belege in einem PDF-Dokument zusammenfassen und dieses komprimieren. Dazu gibt es allerhand Anbieter im Netz. Hier lädst du alle deine Dokumente hoch, ordnest sie an – und das Programm erledigt den Rest. Ich empfehle dir die beiden Programme Adobe Acrobat Reader oder PDF Expert zu verwenden. Dort kannst du beliebig viele Dateien zusammenfügen – und das Dokument anschließend komprimieren. Allerdings nur mit den kostenpflichtigen Versionen der jeweiligen Software. Gratis gibt es zwar auch Web-Dienste, allerdings musst du dort deine Dateien auf den Server des Anbieters hochladen, was eher nicht zu empfehlen ist.

Wichtig ist, dass du dich für eine Ordnung entscheidest. Entweder fügst du deine Zeugnisse chronologisch zusammen. Oder du gruppierst deine Zeugnisse. Also alle Arbeitszeugnisse zusammen, alle Belege über Kurse etc. Wofür du dich entscheidest, hängt von deiner Situation ab. Wenn du noch recht jung bist und erst wenige Zeugnisse in deinem Leben gesammelt hast, ordne sie chronologisch. Sollte sich aber eine beträchtliche Menge an Belegen angesammelt haben, ist es besser, du gruppierst sie. So hat der Personaler den Durchblick.

Er wird es dir danken.

DAS STEHT WIRKLICH IN DEINEM ARBEITSZEUGNIS

Jedes Arbeitszeugnis klingt erst einmal nur positiv. Das muss es auch. Der Gesetzgeber hat den Arbeitgebern verboten, die Texte negativ zu formulieren. Du ahnst es bereits. Das heißt nicht, dass dein Ex-Chef nur positive Dinge über dich geschrieben hat. Er vergibt vielmehr Schulnoten. Diese kannst du aus verschiedenen Formulierungen herauslesen.

Ich habe das mal für dich aufgeschlüsselt.

Note 1: „X hat stets zur vollsten Zufriedenheit …“

Note 2: „X hat stets zur vollen Zufriedenheit …“

Note 3: „X hat zur vollen Zufriedenheit …“

Note 4: „X hat zur Zufriedenheit …“

Note 5: „X hat im Großen und Ganzen zu unserer Zufriedenheit …“

Note 6: „X hat sich bemüht …“

Dein Chef wird dir für jeden deiner Arbeitsbereiche einzelne Noten geben. Zusätzlich gibt es Zensuren für allgemeine Verhaltensweisen. Hier werden unter anderem deine Pünktlichkeit, deine Zuverlässigkeit und deine Arbeitsauffassung bewertet.

Wenn du mit einer Firma nicht im Bösen auseinandergegangen bist, wirst du wahrscheinlich vor allem die Noten Eins und Zwei in deinem Zeugnis finden. Wenn du dich in einem Bereich wirklich nicht angestrengt hast, kann es auch einmal eine Drei sein. Schlechter sollte es in keinem Fall werden. Ist das der Fall, rate ich dir, noch einmal mit dem Unternehmen zu sprechen. Mit einem solchen Zeugnis wirst du es schwer haben, einen neuen Job zu finden. Geht dein alter Chef nicht auf deine Forderungen ein, kann es sogar ratsam sein, einen Anwalt einzuschalten. Oft hilft ein professionelles Schreiben dabei, die Note zumindest zu einer Drei zu verbessern.

Neben den Noten benutzen Personaler noch andere Codes, um ihre Kollegen über das Verhalten eines Mitarbeiters zu informieren. Wenn du den Verdacht hast, dass in deinem Zeugnis eine solche Stelle vorhanden ist, gib den Satz bei Google ein. Im Netz gibt es viele Seiten, auf denen die Codes in verständliche Sprache übersetzt werden. Damit du verstehst, wovon ich spreche, habe ich dir drei gängige Beispiele herausgesucht.

Du siehst, es gibt verschiedene Möglichkeiten der Umschreibung. Achte immer auf die Message zwischen den Zeilen!

Beispiel 1

„Durch seine Pünktlichkeit war er für die Kollegen ein gutes Beispiel.“

Klingt eigentlich positiv. Soll aber leider heißen: Pünktlichkeit ist seine einzige nennenswerte Fähigkeit.

Beispiel 2

„Sie war eine umgängliche und kontaktbereite Kollegin.“

Auch das klingt eigentlich ganz gut. Der Personaler wollte aber eigentlich sagen: Die Dame konnte keiner leiden.

Beispiel 3

„Wir wünschen ihm für seine Gesundheit alles Gute.“

Was für ein netter Gruß vom alten Chef. Ist aber leider der Personaler-Code für: Vorsicht, er ist oft krank.

SOFT SKILLS, DIE PERSONALER BEEINDRUCKEN

Es sind aber nicht nur diese formellen Fähigkeiten, auf die es bei einer Bewerbung ankommt. Die sogenannten Softskills sind in den vergangenen Jahren extrem wichtig geworden. Es handelt sich dabei um deine persönlichen Eigenschaften.