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Beweis der Begierde

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Beweis der Begierde
  5. Schalldicht
  6. Ein Inspektor kommt
  7. Abendschule
  8. Unsere Empfehlungen

Rachel Kramer Bussel (Hg.)

BEWEIS
DER BEGIERDE

und andere erotische Hotelstorys

Aus dem amerikanischen Englisch von
Irma Motte

Beweis der Begierde
Remittance Girl

Die Lobby des Russell Hotel in Bloomsbury war so opulent gestaltet, dass sich hier jeder Viktorianische Gentleman pudelwohl gefühlt hätte. Das Zimmer allerdings war kühl und in Beigetönen gehalten. Ein schwacher Geruch nach Zigaretten und Teppichreiniger lag in der Luft. Hinter den geöffneten Vorhängen konnte man die Straßenlaternen sehen, die die kalte Winterluft mit einer dünnen Eisschicht bedeckt hatte. Als sie den Mann auf dem Bett von dem unscheinbaren beigen Sessel aus betrachtete, fand sie, dass er etwas Verletzliches an sich hatte. Im Schein der zwei Bettleuchten lehnte Sean mit dem Rücken am gepolsterten Kopfende des Bettes und hatte die Beine vor sich ausgestreckt. Er trug keine Socken und Schuhe, seine Jeans war aufgeknöpft und ihr Schlitz heruntergezogen. Seine Faust hielt seinen steifen Schwanz umschlossen und massierte den blassen Schaft.

»Ist das alles, was du willst?« Die Worte kamen keuchend.

Sie nickte eine Lüge und lächelte. Natürlich war das nicht alles, was sie wollte. Was sie wollte war, sich ihrer Unterwäsche zu entledigen, ins Bett zu steigen und sich auf seinen prallen Schwanz zu setzen. Aber das würde nicht passieren. Sie würde sich das nicht erlauben, und das hatte sie ihm gesagt.

»Bist du dir sicher?« Die Bewegung von Seans Hand an seinem Schwanz machte ein glitschiges Geräusch.

Abendlicher Verkehrslärm drang durch die geschlossenen Fenster. Irgendwo in der Ferne zerbrach Glas. »Ja, ich bin mir sicher. Nur das, was wir abgemacht haben, okay?«

Er hielt inne, genau an der geschwollenen Eichel. Seine Finger streichelten die runde Spitze. »Ich hatte gehofft, dass du es dir vielleicht noch anders überlegst. Ich meine, wenn du erst mal hier bist und wir uns gegenüberstehen.«

Genau das hatte ihr auch Sorgen bereitet. Sie hatte schon vielen Männern dabei zugesehen, wie sie sich einen runterholten, hatte viele Paare in einer Umgebung wie dieser hier beobachtet, doch niemals war ein Freund dabei gewesen. Niemals jemand, für den sie Zuneigung empfand. Jetzt, in diesem Zimmer, fühlte sie sich wie im Fegefeuer. Hatte sie einen Fehler gemacht?

»Bitte sei nicht sauer, Sean. Ich hab dir gesagt, wie es läuft. Ich bin einfach so, wie ich bin.«

»Das weiß ich. Ich dachte eben …«

Sie lächelte erneut, was ihr diesmal schwerer fiel, und schüttelte den Kopf. »Bitte, komm einfach für mich. Nicht mehr.«

Seine Kehle war trocken, als er schluckte. Sie hörte es trotz der Geräusche im Zimmer. Sein Blick fiel nach unten auf seinen Schritt und er masturbierte erneut, wenn auch wenig enthusiastisch.

»Dann rede wenigstens mit mir. Es ist so steril, wenn du nur so dasitzt.«

Ihr Mund verzog sich, diesmal mühelos. »Aber du bist doch trotzdem hart, oder nicht?«

»Mein Schwanz ist dumm. Aber ich nicht. Rede mit mir. Bitte.«

Sie wusste genau, was er wollte, die Sachen, die ihn anmachten. Sie hatte sie oft genug in ihre Tastatur getippt. Doch diese Dinge laut zu sagen, war viel schwerer. Dennoch, das schuldete sie ihm. Sie schloss die Augen, holte tief Luft und begann.

»Du bist eine solche Schlampe, Sean. So ein dreckiger, verkommener Wichser. Wie du deinen Schwanz bearbeitest in einem schäbigen, anonymen Hotelzimmer – und das für eine Frau, die du heute zum ersten Mal getroffen hast.«

Er stieß einen unterdrückten Seufzer aus, der in einem kurzen Wimmern mündete. Seine Hand bewegte sich wieder, Daumen und Zeigefinger schlossen sich eng um die Haut seines Schaftes und schoben sie rauf und runter.

»Du bist hart. So verdammt hart.« Mit tieferer Stimme fuhr sie fort. »Und du kannst einfach nichts dagegen machen, oder? So ein verdorbener Junge.«

Ein Stöhnen stieg in seiner Kehle hoch, und die glitschigen Geräusche kamen lauter und schneller.

»Das ist es. Genau das. Das liebst du, oder? Wie du mir zeigst, was für eine Art Muschi-Spielzeug du bist? Alles was du willst, ist kommen. Aber wage es ja nicht, das ohne meine Erlaubnis zu tun.« Ihr Ton wurde rauer, bedrohlicher. »Wage es ja nicht.«

»Bitte … nicht«, stammelte er. Seans Augen schlossen sich, als seine Hand das Tempo erhöhte.

Jetzt, da seine Augen geschlossen waren, fühlte sie sich wohler. Sie verließ den Sessel. »Nicht? Was nicht?« Ihre Stimme wurde immer leiser, je näher sie dem Bett kam. »Sieh dich doch an. Total verkommen. Das bist du. Und du kannst nichts dagegen machen, stimmt’s?«

»Nein.« Seine Antwort klang gepresst vor lauter Erregung.

Dieses Bild machte sie überhaupt nicht an. Sie hatte sich nie wirklich für Dominanzspielchen mit Männern interessiert. Doch seine Reaktion auf ihre Worte, die Lust, die sie hervorriefen, ließ ihre Brust sich zusammenziehen und ihren Bauch kribbeln.

»Verdammt, ich sollte dich einfach ans Bett fesseln, dir so viele Kissen unter deinen schamlosen kleinen Arsch legen, bis er so hoch ist, wie ich ihn haben will, und dich dann ficken, bis dir die Luft wegbleibt.«

Ein ersticktes Stöhnen war Seans Antwort darauf. Seine Hand arbeitete schneller und schneller. Glitzernde Tropfen der Vorfreude perlten von seiner Schwanzspitze, die bei jeder Handbewegung nach oben auf seinen Bauch flogen und sich dort in den dunklen Haaren unterhalb seines Nabels verfingen.

Als sie das Bett erreichte, beugte sie sich vor und stützte sich auf ihre Hände ab, um ihren Mund ganz nah an sein Ohr zu bringen. »Ich werde dich wie ein Loch benutzen«, flüsterte sie. »So wie es für dich vorgesehen ist als geile kleine Muschi, die du nun mal bist.«

»O Gott. Fick mich. Bitte.«

Da war es. Verlangen. Eine Sehnsucht, die so stark pulsierte, dass sie die Stille des Zimmers übertönte. Ja, es schmerzte. Es war ein schöner Schmerz, ihm so nah zu sein, die Schweißperlen auf seiner Brust zu sehen, den schwachen Duft von Seife auf seiner Haut zu riechen und das süße Öl, mit dem er seinen Schwanz eingerieben hatte. Und dann war da noch der üppige Moschus-Duft, den sein Körper verströmte … Ihre Zungenspitze prickelte vor Lust, ihre geschwollene Muschi war klebrig. Später, wenn sie allein war, würde sie sich darum kümmern.

»Dich ficken? Bist du verrückt? Ich will dich ja noch nicht einmal anfassen und meine Haut mit dir besudeln. Ich würde nur einen Dildo benutzen, um dich zu ficken.«

»Nein«, bettelte er. »Nein. Besteig mich. Ich will dich auf mir haben, um mich.«

»Vergiss es. Ich ficke kein Stück Scheiße wie dich.«

Seine Augenlider flatterten nach oben, und er drehte den Kopf in ihre Richtung. »Dann küss mich. Küss mich.«

Irgendwas in seiner Stimme hatte sich verändert. Er hatte den Bann gebrochen. Er hatte betrogen. Eine Klinge aus Eis fuhr in ihren Bauch. Sie wich vom Bett zurück.

»Nein.«

»Doch! Bitte!«

Seine Hand schoss nach vorn und schloss sich um eins ihrer Handgelenke. Es war die Hand, mit der er seinen Schwanz massiert hatte, heiß und glitschig. Sie versuchte, sich seinem Griff zu entziehen, vergeblich. Plötzlich bekam sie Angst.

»Hör auf damit, Sean. Lass mich los.«

»Ein Kuss nur. Nur einer.« Er kniete und mit der freien Hand suchte er ihren Nacken, um sie zu sich zu ziehen. Unkontrollierte Verzweiflung sprach aus seinem Blick.

»Nein. Mach nicht alles kaputt«, sagte sie nun leiser und sanfter, auch, um ihre eigene Panik zu bezwingen. Sie blickte ihm tief in die Augen und runzelte die Stirn. »Verdirb nicht alles.«

Der Griff um ihren Nacken löste sich, und er ließ ihr Handgelenk los, wobei er die glänzende Ölspur sah. »O Gott. Es tut mir leid.«

Sie wusste, es war schlauer, sich ihm nicht direkt zu entziehen. Stattdessen setzte sie sich auf die Bettkante und strich ihren Rock glatt. »Mir tut es auch leid. Es ist nicht deine Schuld.

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