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Backschätze

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Der Duft von früher

Kindheitserinnerungen – das sind die Bilder im Fotoalbum, das »Weißt du noch …?«, die Anekdoten, die auch nach Jahrzehnten auf Familienfeiern verlässlich für Lacher sorgen. Aber manchmal sind es auch Gerüche, die uns ganz unverhofft wieder in die Vergangenheit entführen:

Der Duft von frisch gebackenem Rührkuchen ruft das aufgeregte Herzklopfen von früher wieder wach: Morgen ist Geburtstag! Eine Frühlingswolke von blühendem Holunder erinnert an Mutters Hollerküchle. Der Geruch warmer Hefe bringt Bilder von samstäglichen Streuselkuchenplatten zurück – und das Gefühl unendlicher Freiheit, weil das gesamte schulfreie Wochenende noch vor uns liegt.

Dass gerade beim Backen solche wohligen Geruchserinnerungen wach werden, ist kein Zufall: Zum einen natürlich, weil dabei nun einmal ein verführerischer Duft aus dem Ofen zieht. Zum anderen aber, weil Backen so häufig etwas mit Geborgenheit zu tun hat: Gekocht wird täglich, weil es den Hunger stillt. Wer aber sagt: »Ich habe dir etwas gebacken!«, der meint: »Du bist mir etwas wert.«

Das haben wir schon als Kinder gespürt. Mag sein, dass Omas Bienenstich immer ein bisschen zu trocken war oder dass Mutters Träubleskuchen durchsaftete, weil sie Tiefkühljohannisbeeren verwendete – aber so mussten sie sein. Wichtiger als der perfekte Kuchen war die Liebe, mit der er zubereitet war.

Heute sehnen wir uns manchmal nach dem Gebäck unserer Kindheit. Deshalb haben wir hier die Rezepte zusammengetragen, die dieses »Wie früher«-Gefühl wachrufen. Wir haben sie wieder gebacken und dabei hier und da sogar ein bisschen verbessert. Omas Bienenstich ist nun nicht mehr trocken, der Träubleskuchen behält die Form, und der Teig für die Zimtsterne klebt nicht mehr hartnäckig in der Schüssel. Doch der Geschmack, der ist wie früher – und vielleicht sogar noch ein bisschen besser.

Probieren Sie es aus! Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei.

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