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Baby in Balance

EIN WORT ZUVOR

Kinder lieben Bewegung. Und sich gemeinsam mit den Eltern zu bewegen ist das allergrößte Vergnügen für kleine und große Kinder – Spaß und Anregung für alle Sinne.

Was für die großen Kinder gilt, ist für die Jüngsten fast lebenswichtig. Nähe und gemeinsame Bewegung helfen Spannungen abzubauen und zu beruhigen, stärken das Körperbewusstsein, unterstützen die Gehirnreifung und machen schlichtweg glücklich. Zu viel Wirbelei allerdings irritiert Babys – sie reagieren mit Sinnesüberreizung und hoher Körperspannung. Die Kleinsten brauchen Bewegungsangebote, die nachvollziehbar sind, bei denen sie mitgehen können. Gemeinsame Bewegung mit der Mutter ermöglicht dem Kind ein geschütztes und selbstbewusstes Entdecken der Welt.

Unzählige Male haben Sie bereits Ihr Kind gewickelt und dabei auf seinen Bauch gepustet, es gestreichelt, massiert, hin und her gedreht, an ihm gerochen und sich an seiner zarten Haut erfreut.

Das machen Sie intuitiv richtig. Mit diesem Buch möchten wir Ihnen helfen, noch mehr Alltagsnischen zu entdecken, in denen Sie Bewegung und Nähe mit ihrem Kind genießen können – ob beim täglichen Wickeln, Füttern, Baden oder Schmusen, ebenso wie beim Tragen des Babys. Dieses Miteinander nimmt Einfluss auf die Entwicklung der Bewegungskompetenz, es schenkt dem Kind Erfolgserlebnisse und macht es selbstbewusst. Und ein zufriedeneres Baby schenkt auch der Mutter Entspannung im Alltag.

Sabine Hartz, Birgit Kienzle-Müller und Ulrike Höwer

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Gemeinsam bewegen von Anfang an

Vom ersten Tag an liebt es ein Baby, sich zusammen mit Vater und Mutter zu bewegen – die beste Unterstützung für eine glückliche Entwicklung.

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So reifen unsere Sinne

Es ist ein bewegender Augenblick, wenn die Mutter zum ersten Mal ihr Baby spürt. Diese erste Begegnung über Bewegung erfolgt meistens in der 19. Schwangerschaftswoche. Intensiv spürt die Mutter diesen noch zaghaften Bewegungen nach. Indem sie über ihren Bauch streichelt oder mit kleinen Schaukelbewegungen reagiert, antwortet sie ihrem Kind. So nimmt sie schon in diesem frühen Stadium durch Berührung und Bewegung Kontakt zu ihrem Kind auf.

Nach der Geburt besteht der besondere Unterschied zur vorgeburtlichen Zeit für das Baby darin, dass es sich mit der Schwerkraft auseinandersetzen muss. Das Kind kann nun nicht mehr so differenziert wie vorher seinen Körper in der Bewegung erfahren, umgeben von Fruchtwasser und der Gebärmutter. Es braucht das Angebot aus der Umgebung, um dies immer feiner lernen zu können.

Fördern, ohne zu überfordern

Die Eltern fragen sich jetzt: Wie unterstütze ich mein Kind am besten? Was braucht es, um sich gut zu entwickeln? Wie kann ich es fördern und ihm die nötigen Reize bieten, ohne es zu überfordern? Denn dass der Mensch Reize braucht, um zu lernen und sich selbst stets von Neuem an seine Umwelt anzupassen, das ist unbestritten. Jede Begegnung mit unserem Kind, jeder Kontakt lädt das Kind ein, sich selbst zu erfahren und seine eigene Verbindung zur Umwelt. Mit jedem dieser Kontakte wächst seine Fähigkeit, sich selbst zu regulieren und zu orientieren. Unser Körper ist wunderbar darauf eingerichtet, durch ständige kleine Anpassungsbewegungen auf die vielen Angebote zu reagieren, die die Welt für uns bereithält. Er lernt ständig. Als Eltern eines Babys sind Sie es, die diese Angebote und Reize für Ihr Kind erfahrbar machen, angepasst an Alter und Entwicklungsstand.

 

WIE WIR UNS STÄNDIG IM ALLTAG REGULIEREN

Auch als Erwachsene befinden wir uns täglich in Situationen, in denen wir uns anpassen müssen. Warten wir etwa an einer roten Ampel, haben wir die Freiheit, stehen zu bleiben oder über die Straße zu gehen. Selbst wenn die Ampel grün zeigt, können wir uns entscheiden, ob und wann wir gehen. Sehen wir aber beim Überqueren der Straße ein schnelles Auto auf uns zukommen, wägen wir nicht lange ab, was wir nun am besten tun. Hier gibt es eine unmittelbare Reaktion. Wir rennen weiter oder zurück. In kürzester Zeit hat der Blick auf die Bedrohung, die Aufnahme eines Reizes über die Augen, unterschiedliche Reaktionsmuster zur Folge.

Geraten wir mit einer Hand aus Versehen auf eine heiße Herdplatte, müssen wir gar nicht überlegen: Die Hand schnellt automatisch weg von der Hitzequelle. Anders, wenn wir prüfen wollen, ob wir die heiße Kaffeetasse schon anfassen können: Da tasten wir uns langsam und vorsichtig vor.

Offensichtlich haben wir bis dahin über den Umgang mit Reizen schon viel gelernt – wir können unmittelbar und vorausschauend reagieren.

 

Erste Erfahrungen im Mutterleib

Bereits in seiner Entwicklung im Mutterleib hat Ihr Kind erste Erfahrungen gemacht und sogar gelernt. Ihr Kind hatte seinen eigenen Raum, in dem es durch die Umgebung des Fruchtwassers und der Gebärmutterwand alle Bewegungen sowohl im Kontakt mit sich selbst als auch in Bezug zu Ihnen als Mutter erfahren konnte.

Es hat sich gestreckt und gebeugt. Es hat sich gedreht und sich mit seinen kleinen Füßen an der Wand abgestoßen, es hat mal nach der Nabelschnur gegriffen oder seine Hände erforscht, es war im Kontakt mit seinen Beinen, den Füßen und dem Kopf und hat sich selbst in Bewegung und Ruhe erfahren. Es hat Geräusche aus dem mütterlichen Körper und von außen aufgenommen, Fruchtwasser getrunken und sogar erste Atemübungen durchgeführt. Und wahrscheinlich war es eher dann aktiver, wenn Sie als Mutter zur Ruhe gekommen sind. Dies ist schon ein Austausch- und Regulationsprozess, in dem Ihr Kind bereits vor der Geburt Ihren Tagesrhythmus erlebt und auch verinnerlicht hat.

 

ERFAHRUNGEN FÜRS LEBEN

Gemeinsame Bewegung hilft, mit sich und anderen im guten Kontakt zu sein. Das Baby lernt, Gefühle zu deuten, die sich in der Mimik ausdrücken. Das Tragetuch ermöglicht, die Aufmerksamkeit zu regulieren: Das Baby kann sich der Welt zuwenden, oder es gönnt sich eine Zeit der Reizverarbeitung und legt ein kleines Schläfchen ein. Die Nähe zur Mutter, zum Vater und die sanfte Bewegungserfahrung helfen, Spannung zu regulieren. Drei wichtige Dinge, die es auch als Erwachsener braucht: Stress regulieren, Umweltreize filtern, Gefühlslagen deuten.

 

Entwicklung ist ein dynamischer Prozess

Jeder Mensch kommt mit der gleichen Anzahl von Gehirnzellen auf die Welt. Schon vor der Geburt verbinden sich diese Nervenzellen. Im ersten Lebensjahr nehmen diese Verbindungen am allerschnellsten zu. Möglichst viele möglichst unterschiedliche Reize in dieser Zeit, Empfindungen und Wahrnehmungen – natürlich an das Alter und den Entwicklungsstand des Kindes angepasst – sind die beste Nahrung für die Entwicklung.

Werden Nervenzellen häufig und immer wieder vielfältig aktiviert, so bildet sich um die Verbindungen zwischen ihnen, die Nervenbahnen, eine sogenannte Myelinschicht. Diese Myelinschicht ist für eine schnellere Übermittlung von Impulsen wichtig. Durch Bewegung, Denken, Fühlen, Wahrnehmen werden ständig neue Verbindungen gebildet. Dadurch entsteht ein großes zusammenhängendes Netzwerk an Nervenverbindungen. Durch das immer wiederkehrende Ansprechen dieses Netzwerkes wird es ausgebaut, und die Fähigkeiten des Einzelnen werden individuell verfeinert.

Kinaesthetics: Die Lehre von der Bewegung

Das Kinästhetische Sinnessystem ermöglicht uns allen, auf Informationen von außen zu reagieren. Ein bestimmter Reiz erreicht das Sinnesorgan und wird über Nervenbahnen ins Körperinnere weitergeleitet. Rezeptoren empfangen den Reiz. Es gibt diese an verschiedenen Stellen im Körper: solche, die für das Gleichgewicht zuständig sind, andere für die Wahrnehmung in der Tiefe des Körpers, wieder andere für die Regulation des Kreislaufs. Sie geben eine Reaktionsinformation an das Nervensystem. So ist dafür gesorgt, dass wir etwa beim Gehen ununterbrochen unser Gleichgewicht anpassen, damit wir nicht stürzen, oder dass wir bei unterschiedlichen Luftdruck- oder Temperaturverhältnissen einen stabilen Kreislauf behalten. Was uns die Anpassung in diesen verschiedenen Bereichen ermöglicht, sind beständige kleinste bis größere Bewegungen. Beobachten wir ein Baby zum Beispiel in Rückenlage, so sehen wir, dass es viele kleine und kleinste Bewegungen durchführt, mit denen es sich an die Umgebung anpassen will. So, wie ein Baby dies bereits im Liegen übt, tun wir das als Erwachsene ständig, wenn wir stehen, gehen, sitzen. Wir verhindern damit, dass wir umfallen. Babys »arbeiten« daran bereits im Liegen.

 

KINAESTHETICS – WAS IST DAS EIGENTLICH?

Kinaesthetics beschäftigt sich mit der Entwicklung von Bewegungskompetenz im Alltag und im Beruf. Kinaesthetics wurde auf der Grundlage von wissenschaftlicher Forschung und eigener Erfahrung von Dr. Lenni Maietta und Dr. Frank Hatch begründet. Übersetzt könnte es heißen »Kunst/Wissenschaft der Bewegungswahrnehmung« oder »Kommunikation durch Berührung und Bewegung«. Im Kontakt mit kleinen und großen Kindern geht es zunächst um die Sensibilisierung für die eigene Wahrnehmung und Bewegung. Es geht um Anpassung beim Umgang miteinander. Hier sind Erwachsene gegenüber Kindern gefordert, um ihnen Regulationsprozesse und Wege der Gesundheitsentwicklung zu ermöglichen, die mit ihnen selbst zu tun haben. Wir unterstützen Kinder so, dass sie sich selbst als wirksam erfahren. Eltern können Kurse besuchen unter dem Namen »Kinaesthetics in der Erziehung«.

 

 

UNTERSTÜTZTE ENTSPANNUNG

Solange das Kind damit beschäftigt ist, sich zu bewegen, um Spannung zu regulieren, kann es nicht gleichzeitig etwas anderes tun – wie etwa saugen und schlucken, beobachten, schlafen.

Deshalb ist es so wichtig, das Baby zum Beispiel beim Liegen im Bettchen oder beim Stillen zu unterstützen. Erst dann kann es ruhig einschlafen oder trinken (siehe >/>).

 

Achtsamkeit im Handeln mit dem Baby

Die Herausforderung für uns Erwachsene besteht nun darin, mit unserem erwachsenen und erfahrenen Körpersystem den Kleinen am Lebensanfang sensibel zu begegnen. Wir sollten uns stets dessen bewusst sein, dass unser Handeln, unser Angebot der Unterstützung, dem Kind vielfältige Lernerfahrungen ermöglicht.

Beispiel: Wickeln eines Neugeborenen

Sicher haben Sie beim täglichen Wickeln festgestellt, dass Ihr Kind ganz unterschiedlich reagieren kann. Manchmal wirft es schreckhaft die Arme auseinander, sobald es auf dem Wickeltisch liegt.

An anderen Tagen konnten Sie beobachten, dass Ihr Baby gelassener war, ruhiger in der Bewegung. Was war diesmal anders? Was haben Sie anders gemacht? Was ist für Ihr Kind anders? Vielleicht haben Sie das Baby beim Wickeln langsam oder schneller gedreht, haben es einmal sanft berührt und einmal mit mehr Nachdruck.

Wie das Kind sich selbst reguliert, können wir von außen nicht beeinflussen. Wir sehen oder spüren nur seine Reaktion: Wirft es die Arme auseinander, will es vielleicht einem schnellen Bewegungsangebot folgen, reagiert es ruhiger, war unser Bewegungsangebot dem kleinen Menschen angemessener. Das setzt natürlich voraus, dass wir uns dieses Zusammenhangs bewusst sind. Achtsamkeit im täglichen Umgang mit unseren Babys ist also die Basis dafür, dass unsere Handlungen das Baby optimal unterstützen.

Ein wichtiger Leitsatz von Kinaesthetics Infant Handling ist: Was würde das Kind selbst tun, wenn es das bereits könnte?

Beispiel: Krabbelkinder

Beobachten wir ein acht Monate altes Kind dabei, wie es über ein Hindernis krabbeln will, so kann es sein, dass es sich sogar dabei wehtut. Entweder lässt es sich dadurch nur kurz irritieren und macht gleich weiter oder es sucht Trost bei einem Erwachsenen und geht danach aber wieder in die gleiche Situation zurück. Das Kind setzt seinen Versuch dann so lange fort, bis es für diesen Moment eine Idee gefunden hat, wie es das Hindernis überwindet. Es hat Freude daran entwickelt, sich selbst als fähig zu erfahren, aus eigener Kraft und Überlegung eine Schwierigkeit zu meistern.

Diese Freude am Entdecken und daran, sich selbst in Bewegung zu erleben, können wir unterstützen, indem wir das Kind einerseits achtsam begleiten, um Verletzungen zu vermeiden, andererseits den Raum für solches Erleben öffnen. Das funktioniert nur dann, wenn wir dem Kind auch vertrauen, dass es diese kleinen Schritte aus sich selbst entdecken kann. Wenn wir das Hindernis also beseitigen oder das Kind über das Hindernis heben, tun wir ihm keinen Gefallen: Es will die Herausforderung selbst bewältigen!

Das Tragen

Je kleiner Ihr Kind ist, desto mehr Nähe benötigt es, um selbst aktiv sein zu können. Hier ist das Tragetuch eine große Hilfe, da Ihr Baby so in beständiger Ver-Bindung mit Ihnen ist und sich dadurch in Bewegung erfährt. Jede Ihrer Bewegungen hat eine Resonanz im Körper Ihres Kindes. Der innere Regelkreislauf von Bewegung – Wahrnehmung – Regulation/Anpassung – Bewegung arbeitet auf Hochtouren und bringt das Kind auf seinen ganz eigenen Weg in die Welt.

 

DER GLEICHGEWICHTSSINN

Der Gleichgewichtssinn hat einen wesentlichen Anteil an unserer Körperhaltung und an unserer Bewegung, Koordination, Muskelspannung. Unsere Gleichgewichtsreaktionen sind von ihm abhängig. Durch das »Bewegtwerden« beim Tragen und den täglichen Umgang mit dem Kind wird genau dieser Sinn angesprochen.

 

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Der Mensch entwickelt sich durch Bewegung

Sogar die Befruchtung ist nicht ohne Bewegung möglich: Die Samenzelle hat sich zu diesem Zeitpunkt aktiv zur Eizelle bewegt und sich ihren direkten Weg gesucht. In dem Moment beginnt ein umfassender und hochkomplexer Prozess von Entwicklung und Bewegung. Die Zellen teilen sich zu millionenfachen Zellhaufen. Und daraus bilden sich im Lauf von neun Monaten das Gehirn, das Sinnes- und Nervensystem, der Bewegungsapparat und die Organe.

Die pränatale Bewegungs- und Sinnesentwicklung

  • Ab der 2. Woche formt sich das Zentrale Nervensystem.
  • Ab der 4. Woche bilden sich das Herz und die Nabelschnur.
  • Ab der 5. Woche beginnt sich schon der Gleichgewichtssinn auszubilden.
  • Ab der 8. Woche bewegt sich der Embryo im Fruchtwasser.
  • Ab der 13. Woche kann man eindeutig das menschliche Äußere erkennen sowie das Geschlecht des Kindes differenzieren.

Es lutscht am Daumen und hat schon regelmäßige Aktivitätsphasen und Ruhepausen. Es macht Saugbewegungen, schluckt Fruchtwasser und gähnt ausgiebig.

  • Ab der 24. Woche ist das Ohr vollständig entwickelt, und das Kind hört die Stimme der Mutter durch die Bauchdecke.
  • Ab der 28. Woche öffnen und schließen sich die Augen. Auch das Riechen und das Schmecken funktionieren schon.
  • Die Bewegungen des Kindes nehmen bis kurz vor seiner Geburt immer mehr zu. Die Mutter spürt deutlich die Tritte und Strampelbewegungen des Kindes. Wenige Wochen vor der Geburt werden diese ausgiebigen Bewegungen mangels Platz immer weniger. Der Druck der umhüllenden Gebärmutter fördert die Muskelbildung.

 

BEWEGUNG ALS REAKTION

Schon im Mutterleib liebt es das Baby, sich zu bewegen:

Es reagiert mit Bewegung auf die Bewegungen der Mutter, das Streicheln des Bauches, ihre Stimme, ihren Herzschlag und das Rauschen des Blutes.

 

 

WICHTIGE BEWEGUNGSSINNE

Das Gleichgewichtssystem und das taktile System sind die ersten funktionsfähigen Sinnessysteme. Sie reifen in den ersten sechs bis acht Schwangerschaftswochen heran und sind bereits im dritten Entwicklungsmonat voll funktionsfähig. Für die Entwicklung des gesamten Gehirns haben beide eine entscheidende Bedeutung. Beide Sinnessysteme ermöglichen es, die erfahrenen Reize sinnvoll zu verarbeiten und angemessen auf sie zu reagieren. Funktionieren die Systeme nur unzureichend, sind Wahrnehmungs- und Verhaltensstörungen die Folge.

 

Bewegung nach der Geburt

Nach der Geburt werden die Lernsituationen durch die Bewegung des Kindes in der Schwerkraft immer komplexer. Es wird selbstbewusst und stark. Das Kind lernt, besonders in direktem Körperkontakt, seinen Körper so einzusetzen und zu nutzen, dass es sich immer sicherer in die Welt hineinbewegen kann. Sind wir aufmerksam für die Signale der Kleinen, so beginnt ein intensiver und verbindender Prozess von gegenseitigem Führen und Folgen.
Bewegung ist die Grundlage von Leben.

Warum bewegt sich ein Baby?
Die drei entscheidenden Überlebensstrategien

Reflexe

  • Entwicklung zielt auf Selbstständigkeit. Gesunde Kinder kommen mit unverzichtbaren Überlebensstrategien auf die Welt.

Dazu gehören zunächst die primitiven Reflexe, vor allem der Such-, Saug- und Schluckreflex, durch die das Kind ausreichend Nahrung zu sich nehmen kann. Die frühen Reflexe lassen nach, und das Kind wendet den Kopf, wenn es trinken möchte. In dem Moment trifft es die ersten selbstständigen Entscheidungen.

Motivation

  • Zu den Überlebensstrategien des Kindes gehört zudem eine unerschöpfliche Neugier. Schon junge Säuglinge sind bestrebt, unbekannte Reize einordnen zu können. Kinder beginnen schon früh, Spielzeug neugierig mit dem Blick zu verfolgen, dann greifen sie nach allen erreichbaren Gegenständen, um sie intensiv mit allen Sinnen zu erforschen.

Kommunikation

  • Schließlich – und auch das ist überlebenswichtig – hat das Kind von Geburt an ein vitales soziales Interesse: Es möchte kommunizieren. Nichts fasziniert es zu Beginn seines Lebens so sehr wie ein menschliches Gesicht. Das Neugeborene ahmt intuitiv die Mimik nach. Es kann zunehmend länger Blickkontakt halten. Das erste soziale Lächeln schenkt es einem vertrauten Menschen. Dieses Interesse an sozialer Begegnung und Kommunikation ist ein Grundbedürfnis des Kindes. Wenn Eltern der Begegnung aus dem Weg gehen, verkümmert das Kind.

 

GEHIRNENTWICKLUNG DURCH BEWEGUNG

Bewegung macht schlau. Durch Bewegungserfahrungen werden neue und stärkere Nervenverbindungen im Gehirn gebildet. Dies ist die Grundlage für erfolgreiches Lernen. Gerade schaukelnde Bewegungsimpulse im Tragetuch oder einer anderen Tragehilfe wirken stimulierend.

 

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Menschenaffenbabys sind Traglinge, genauso wie Menschenbabys.

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