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Ausgespien

Mike Scholz

Ausgespien

Leseprobe


Das ist nur eine Leseprobe. Sollte Euch diese Geschichte gefallen, so ist dieses Buch bald im Handel vollständig erhältlich.


BookRix GmbH & Co. KG
81669 München

Das Heideröslein

in einem Krankenhauszimmer. Es riecht penetrant nach Desinfektionsmittel, ein Schlager von Roland Kaiser „Jane“ wird abgespielt. Ein Patient liegt da mit Zwangsjacke, ein Spiegel vor ihm. Seine Augen flattern, sie öffnen sich nach einer Weile. Er schaut sich mit fragendem Blick um, dann in den Spiegel, nun wird sein Blick ungläubig und angstvoll. Er dreht sich um die eigene Achse verkehrt herum im Bett, um dem Spiegel näher zu sein, schaut hinein und schüttelt den Kopf, schließt die Augen – langsam -, öffnet sie wieder, schließt sie, öffnet sie wieder, fängt an, betrübt vor sich hinzustarren. Die Ungläubigkeit im Blick bleibt; seine Stirn runzelt sich, Grauen hält in seinem Gesicht Einzug.

Die Tür öffnet sich, die ersten Fäden eines .üblen Gestankes ziehen auf, der traurige Blick von Mike Scholz will sich zur Tür wenden; er muss jedoch erst wieder die Ausgangslage einnehmen, um die Tür zu sehen. „Jane“ endet hier, “Sieben Fässer Wein“ beginnt. Ein Bekittelter tritt herein, trägt kariertes Hemd und karierte Hose, dazu ein gelbes Halstuch, keinen Kittel und keinen Ohrring (keinen Schmuck), hat Stoppelfrisur und setzt sich mit der Mimik eines Dompteurs, der ein Wildtier bändigt, und verächtlichem arroganten Lächeln  auf den Lippen jovial aufs Bett. Stellt sich vor „Guten Tag!“ Der üble Gestank verstärkt sich. - „Ich bin Frederic Schwofer und der für sie hier zuständige psychiatrische Arzt. ...“

„Warum bin ich hier?“, unterbricht ihn der Patient. Dabei schaut er ihn zweifelnd an.

„Sie sind hier, weil Sie Ihre Frau ermorden wollten. Und stecken in der Zwangsjacke, weil sie gegenüber den Ihre Frau retten wollenden Polizeibeamten handgreiflich geworden sind. Ebenso wie gegenüber den hiesigen Sanitätern.“

„Oh, tut mir traurig! Ich bin sehr reuig!“ Und rückt auf Dr. Schwofer zu.

In dem Moment taucht Mike seine Frau im Schneidersitz auf dem Bett sitzend vor ihm auf, starrt ihn vorwurfsvoll an und schreit monoton lang anhaltend. Danach verschwindet sie wieder. Nur ihr Parfümduft schwebt noch deutlich riechbar im Raum.

Mike Scholz schaut sehr traurig und bedrückt auf die Stelle, wo sie saß.

Dr. Schwofer öffnet indessen die Zwangsjacke und rückt nun noch näher. Der Parfümgeruch ist verflogen. Der üble Gestank wird dafür noch stärker; Mike rümpft schon die Nase, will wegrücken, bleibt dann jedoch liegen, rückt nur den Kopf etwas ab, während kurz ein angewiderter Ausdruck über sein Gesicht huscht.

Dr. Schwofer öffnet wieder den Mund (der Gestank verstärkt sich): „Warum wollten Sie denn Ihre Frau ermorden? Was hat Sie Ihnen denn getan? Gibt es keine bessere Lösung?“

Der Patient rückt erleichtert ab (Gestank ist wieder weniger geworden, als Dr. Schwofer den Mund wieder schloss), wenige Millimeter, verharrt dann und kündigt an, dass er es in Form von Fabeln erzählen wird.

 

Der Skorpion spürt, wie er wieder Luft bekommt, das eingeströmte Wasser irgendwo seinen Mund wieder verlässt, der Schimmer vor seinen Augen verschwindet. „Ätsch, ich  bin eine Amphibie“, merkt er sofort und schreit es aus.  Zwar hört ihn niemand, aber der Skorpion ist bereit für das nächste Abenteuer.

Dort vorn sind zwei Stangen, die hinab in die Tiefe führen. Er hofft, dass sie ihn in das El Dorado der Stürme führen, schwimmt deswegen hin, erreicht sie mit ausgestreckten Armen und rutscht an ihnen herunter.

 

Doch er rutscht nicht allein: Vor ihm thront eine Frau, wieder mit übereinander gekreuzten Pedipalpen wie auf einem fliegendem, jetzt aber in der Luft stehenden, Teppich; nur eben dieser Teppich fehlt. Und sie schreit. Nichts verschluckt diesen Schrei, Sie schreit.

Die mit dunkelbläulichem Schimmer versehenen Pedipalpen, die überaus …

 

Er lässt seine medialen Augenpaare umherkreisen. Will sie umherkreisen lassen. Doch ... zuerst muss er die Ausstülpungen der Buchlungen rümpfen. Nach Salpeter riecht es, dem ein schimmliger Modergeruch anhängt; der Klang eines rhythmischen Schlagzeuges erfüllt die Luft, begleitet und verstärkt durch einen Chorus, der geschaffen wird von einer geordneten Aufstellung winziger Menschen, die im Gleichschritt vor dem imaginären diensthabenden Kapitänleutnant schwadronieren. Er schaltet auf die Punktaugenpaare um, deren Blicke hängen bleiben an dem dunklen von ockerbraunen Spinnweben verhangenen Raum, der rauchig beseelt und mit orangenen Girlanden geschmückt ist; sie wandern weiter und starren auf einen Oktopus in schwarzer SS-Uniform, der dem Chorus in die Mitte geworfen scheint; der dort versucht, sich der Aufstellung laufend in den Weg zu stellen, und seine mit ...

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