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Aufbruch ins Glück

1. KAPITEL

Frau Hölzl hatte sich von Werner gelöst und räusperte sich nun verlegen. Es war ihr sichtlich unangenehm, von Charlotte überrascht worden zu sein – und das auch noch in der Saalfeld’schen Privatwohnung!

„Entschuldigung, ich möchte nicht stören“, sagte Charlotte mühsam beherrscht.

„Du bist schon zurück?“ Ihr Exmann überspielte seinen Schreck. „Ich dachte, du wolltest einen längeren Spaziergang machen.“ Sie behauptete, etwas vergessen zu haben. Werner mimte den Souveränen und stellte die beiden Frauen einander vor. Charlotte gab Helga mit kühler Miene die Hand. „Wir waren gerade beim Frühstück“, erklärte Werner.

„Das habe ich gesehen“, entgegnete Charlotte spitz. Helga Hölzl wurde die angespannte Situation jetzt endgültig zu viel. Hastig verabschiedete sie sich und verließ beinahe fluchtartig die Wohnung.

„Da du meinen Gast vertrieben hast, musst du jetzt mit mir anstoßen“, fand Werner und schenkte zwei Champagnergläser ein.

„Dir ist die Sache wohl überhaupt nicht peinlich?!“, gab Charlotte kopfschüttelnd zurück.

„Wenn du angeklopft hättest, wäre uns allen diese Szene erspart geblieben“, konterte er. Sie konnte es einfach nicht fassen, dass er so gelassen blieb.

„Ich wollte dir dein Techtelmechtel nicht kaputt machen“, schnaubte sie.

„Sag bloß, es tut dir leid?“, frotzelte er.

„Irgendwie schon.“ Aber ihr Gesichtsausdruck strafte diese Worte Lügen.

„Warum bist du dann so wütend?“, hakte er nach. Sie dachte gar nicht daran, darauf zu antworten.

„Wir sind geschieden“, stellte sie dann fest. „Du kannst tun, was dir gefällt.“

„Es macht dir also nichts aus, wenn ich mich mit anderen Frauen treffe?“, provozierte er sie.

„Es wäre schon nett, wenn es nicht in unserer gemeinsamen Wohnung wäre“, erwiderte sie gereizt.

„Aber ich kann Frau Hölzl also zum Essen einladen?“, bohrte er weiter. „Quasi als Entschädigung für das entgangene Frühstück?“

„Wenn dir danach ist.“ Sie zuckte die Schultern. Als er ihr dann aber noch vorschlug, ihm und Helga Gesellschaft zu leisten, lehnte sie empört ab. Sie würde den beiden sicher nicht beim Flirten zusehen!

Samia und Gregor waren noch immer völlig überrumpelt davon, dass ihre Freunde und der Bürgermeister ihnen eine große Hochzeit ausrichten wollten.

„Die Feier würde nicht hier im ‚Fürstenhof‘ stattfinden“, erklärte Viktoria gerade. „Wegen Simon …“

„Wo dann?“, wollte Samia wissen.

„Das ist eine Überraschung!“, rief Emma. Die beiden würden gar nichts tun müssen. Nur abwarten und zur rechten Zeit am rechten Ort sein.

„Ich freue mich darauf, mit allen zu feiern.“ Samia war ohnehin nicht ganz glücklich darüber gewesen, heimlich zu heiraten.

„Ja. Ich auch!“, pflichtete Gregor ihr bei.

Danach brauchte Samia einen Moment für sich allein. Es war so viel Wirbel gewesen in den letzten Tagen. Aber nun war sie glücklich. Sie hatte sich für Gregor entschieden. Für die Liebe ihres Lebens. Und sie würde ihn heiraten. Nicht heimlich, sondern mit einem großen Fest und all ihren Freunden!

Doch kaum hatte sie das Hotel verlassen, lief ihr Simon über den Weg.

„Glückwunsch!“, spottete er sofort. „Das wird ja eine Riesenparty!“

„Simon, ich wollte das gar nicht …“, versuchte sie sich zu verteidigen, aber er hörte ihr gar nicht zu.

„Ich sehe die Hochzeit schon vor mir!“, fuhr er bitter fort. „Weißes Brautkleid, große Feier, viele Gäste … und ich bin der Trottel, auf den alle mit dem Finger zeigen!“

„Wir wollten heimlich heiraten“, beteuerte sie. „Aber Pachmayr hatte die Idee …“

„Ich weiß“, fiel er ihr ins Wort. „Er hat’s mir gerade höchstpersönlich unter die Nase gerieben.“ Und dass das Fest nicht im ‚Fürstenhof‘ stattfinden sollte, tröstete ihn auch nicht – er war einfach viel zu verletzt. Immerhin hatte Samia ihn am Tag ihrer Hochzeit verlassen.

„Wir wären nicht glücklich miteinander geworden“, sagte sie leise. „Wir hätten uns selbst belogen.“ „Ich habe nicht gelogen!“, giftete er. „Aber du! Jedes Mal, wenn du gesagt hast, dass du mich liebst!“

„Das stimmt nicht“, protestierte sie. „Ich habe dich geliebt, aber … Ich wünschte, du könntest mich ein bisschen verstehen …

„Dich verstehen?“ Seine Stimme klang verächtlich. „Dir verzeihen? Niemals! Feiert ruhig mit den anderen. Aber meinen Segen kriegst du nicht. Mir wird schon schlecht, wenn ich an diese Hochzeit denke!“ Und damit ließ er sie stehen.

Simon wusste, dass er am ‚Fürstenhof‘ nicht mehr bleiben konnte. Alles würde ihn an Samia erinnern – in diesem Hotel konnte er einfach nicht mehr glücklich werden. Und er hatte bei Werner ja auch schon gekündigt, auch wenn sein Onkel alles andere als begeistert reagiert hatte. Und nun eröffnete er seinem Vater, dass er bereit war dazu, einen Neuanfang zu versuchen. André und er würden versuchen, den „Alten Wirt“ zu übernehmen und daraus ein Gourmetrestaurant zu machen. Diese Nachricht stimmte André sehr froh. So hatte er zumindest eine Perspektive. Und die Möglichkeit, in Charlottes Nähe zu bleiben …

Viktoria erfuhr erst jetzt von Simons Kündigung. Und die Vorstellung, dass ihr Exfreund den ‚Fürstenhof‘ verlassen würde, bekümmerte sie.

„Du musst mir nicht beim Trübsalblasen Gesellschaft leisten“, versuchte Simon einen kläglichen Scherz. „Du hast bestimmt eine Menge zu tun.“

„Weil der zweite Geschäftsführer ausfällt?“, entgegnete sie.

„Weil eine große Hochzeit ansteht“, konterte er bitter.

„Es war Pachmayrs Idee“, sagte sie leise und wich seinem Blick aus.

„Ich will’s gar nicht hören!“, schnaubte er. „Das werde ich Samia niemals verzeihen.“

„Es wäre besser, wenn du es könntest“, glaubte Viktoria.

„Für sie“, stellte er abfällig fest.

„Für dich auch“, widersprach sie. Verständnislos verzog er das Gesicht. „Als Robert sich gegen mich und für Miriam entschieden hat, da hatte ich das Gefühl, ich war nur eine Art Ersatz für ihn, bis er endlich wusste, was er wirklich will“, erzählte sie. „Aber für seine Gefühle kann man nun mal nichts …“

„Meine Wut und Verzweiflung sind eben da …“ Simon wirkte auf einmal ganz hilflos.

„Das verstehe ich ja. Aber du musst versuchen, darüberzustehen. Mir ging’s besser, als ich Robert und Miriam alles Gute wünschen konnte.“ Zweifelnd sah er sie an.

Und Viktorias Worte hatten wirklich Eindruck auf ihn gemacht. Als er Samia jetzt auf der Terrasse entdeckte, setzte er sich zu ihr.

„Du hast mich sehr verletzt …“, begann er. Sie nickte unglücklich. „Aber ich weiß, dass du das nicht wolltest.“

„Ich konnte nicht anders“, beteuerte sie.

„Du magst mich und liebst Gregor“, fasste er zusammen. „Und wahrscheinlich ist es gut, dass das jetzt klar ist.“

„Ich verstehe, dass du mir nicht verzeihen kannst“, flüsterte sie. Er schüttelte den Kopf.

„Ich will, dass du glücklich bist“, sagte er ernst. „Schade, dass du es nicht mit mir sein kannst. Aber meinen Segen für die Hochzeit hast du. Alles Gute. Für jetzt und für die Zukunft.“ Diese Worte kosteten ihn sehr viel Kraft. Samia sah ihm beeindruckt ins Gesicht – so viel Großmut war mehr, als sie hätte erwarten dürfen.

„Ich bin echt beeindruckt von Simon“, erzählte sie Gregor später. „Ich hätte nicht gedacht, dass er mir für unsere Zukunft alles Gute wünscht.“

„Er hat definitiv Größe bewiesen“, fand auch Gregor. Die beiden schwiegen einen Moment. Sie kuschelte sich an seine Schulter.

„Wenn wir heimlich geheiratet hätten, wären wir jetzt schon Mann und Frau“, meinte sie dann nachdenklich.

„Wir zwei mit dem Standesbeamten auf einer Wiese – das hast du dir immer gewünscht.“ Perplex sah sie ihn an, begriff dann aber, dass er sie auf den Arm nahm.

„Du hast gesagt, dass du das romantisch findest!“ Sie knuffte ihn in die Seite. „In Wirklichkeit wäre es eine Katastrophe gewesen.“

„Wer garantiert dir denn, dass es jetzt keine wird?“, lachte er. „Wenn Pachmayr seine Finger im Spiel hat, dann will ich nicht wissen, wo diese Hochzeit stattfinden soll und wie das abläuft.“ Grinsend gab sie ihm recht. Und dann malten sie sich aus, an was für schrecklichen Orten der Bürgermeister das Fest stattfinden lassen könnte. Und amüsierten sich prächtig dabei.

Werner hatte Ernst gemacht und sich mit Frau Hölzl zum Essen im Restaurant verabredet. Helga fragte, ob es wirklich in Ordnung sei, wenn sie hier zusammen gesehen würden, aber er meinte, sie solle sich keine Sorgen machen. Da kam Charlotte ins Restaurant und steuerte kurzentschlossen auf den Tisch von den beiden zu.

„Hallo zusammen.“ Helga bot ihr an, sich zu ihnen zu setzen. Und zu Werners Erstaunen nahm Charlotte dieses Angebot an.

„Ich habe gehört, Sie waren früher Personalberaterin?“, wandte sie sich an Frau Hölzl. Alfons hatte ihr davon erzählt – der Portier kannte Helga seit vierzig Jahren. Werner hingegen passte es überhaupt nicht, dass seine Exfrau offenbar mit Herrn Sonnbichler geredet hatte.

„Charlotte kennt Alfons auch lange“, stichelte er. „Und näher … Hat er Ihnen gar nicht erzählt, dass er und meine Frau ein gemeinsames Kind haben?“ Frau Hölzl war die Situation sichtlich unangenehm. „Ich dachte dreißig Jahre lang, Alexander wäre mein Sohn!“

„Hör auf!“, zischte Charlotte.

„Warum denn?“ Er dachte gar nicht daran. „Wir haben doch noch ein paar hübsche Familiengeschichten auf Lager.“ Helga stand auf.

„Ich glaube, Ihr Gespräch ist zu persönlich, als dass ich es als Außenstehende mithören sollte“, erklärte sie. „Sie entschuldigen mich …“

„Wir wollten doch essen!“, beharrte Werner.

„Essen Sie beide und sprechen Sie sich aus“, schlug Frau Hölzl vor. „Guten Appetit und viel Erfolg!“ Dann ging sie und ließ die geschiedenen Eheleute allein am Tisch zurück.

Helga hatte am ‚Fürstenhof‘ nichts mehr verloren, das spürte sie. Es war schön gewesen, Alfons nach so langer Zeit wiederzusehen, und auch der Portier verabschiedete sich gerührt von seiner Jugendfreundin. Herr Saalfeld bedauerte es allerdings sehr, als er erfuhr, dass sie abreisen wollte, und versuchte alles, um sie zurückzuhalten.

„Wenn Sie ehrlich sind, Werner – Ihr Herz ist doch vergeben“, meinte sie. „Wer so gut streiten kann wie Sie und Ihre Exfrau, dessen Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.“

„Das sagen Sie …“, erwiderte er mit einem gequälten Lächeln. „Charlotte sieht das ganz anders.“ Aber Helga ermunterte ihn dazu, die Hoffnung nicht aufzugeben, und sagte dann auch ihm Lebewohl.

Werner hatte durch ihre Worte tatsächlich etwas Hoffnung geschöpft und bat Charlotte, gemeinsam mit ihm zu Samias Hochzeit zu gehen. Charlotte war schon wieder halb versöhnt, als sie hörte, dass Frau Hölzl abgereist war. Und wenn sie ehrlich war, amüsierte es sie auch, dass Werner sich einfach nicht änderte: Gegen attraktive Frauen war er einfach machtlos. Allerdings wollte sie sich das mit der Hochzeit noch einmal überlegen. Aber er spürte, dass sie nicht allzu weit davon entfernt war, Ja zu sagen.

2. KAPITEL

Johann wusste vor lauter Trauer um Elisabeth nicht mehr ein noch aus. Erschienen war ihm die Tote nicht mehr, aber das machte alles noch viel schwerer für ihn. Im Augenblick war er damit beschäftigt, eine Inschrift in den Findling zu meißeln, der Elisabeths Grabstein werden sollte. Aber er wusste kaum, was er schreiben sollte. Und alle, die versuchten, ihn zu trösten – Felix, Samia, Emma Strobl – stieß er brüsk vor den Kopf.

Eigentlich hatte er Samia versprochen, sie als Brautvater zum Altar zu führen. Aber es ging einfach über seine Kräfte. Wie sollte er fröhlich sein und eine Hochzeit feiern, wenn der Kummer ihn doch in Wirklichkeit zerriss? Schweren Herzens machte er sich auf den Weg zu Werner und fragte ihn, ob er ihn bei der Hochzeit vertreten würde.

„Ich kann das nicht“, gestand er. „Für ein paar Stunden so tun, als sei alles in meinem Leben in Ordnung.“ Mitfühlend sah Werner ihn an. Es war offenkundig, wie sehr Johann litt. Natürlich würde er ihn als Brautvater vertreten, versicherte er. Aber Johann sollte die Angelegenheit wenigstens selbst mit Samia klären.

Doch Gregor erfuhr als Erstes davon, weil er sich mit Werner unterhalten und Herr Saalfeld ihm von Johanns Bitte erzählt hatte. Es würde Samia sicher traurig machen, nicht von ihrem Adoptivvater zum Altar geführt zu werden, dachte Gregor. Und beschloss, noch einmal mit Herrn Gruber zu reden.

„Ich habe gehört, Sie wollen doch nicht Samias Brautvater sein?“ Johann nickte unglücklich.

„Ich kann das nicht“, gestand er leise. „Und ich glaube, das versteht sie auch.“

„Haben Sie es ihr schon gesagt?“, fragte Dr. Bergmeister. Johann schüttelte den Kopf.

„Ich wollte, aber das ist nicht so leicht“, gab er zu. „Wenn sie mich dann so niedergeschlagen ansieht …“

„Sie wird bestimmt enttäuscht sein“, vermutete Gregor.

„Können Sie nicht mit ihr sprechen?“, bat Johann. „Das wird mir einfach alles zu viel.“ Gregor versprach, es zu tun. Und Johann versicherte im Gegenzug, auf jeden Fall zur Hochzeit zu kommen. Aber das war eine Lüge. Er hatte nämlich ganz andere Pläne …

Emma und Ben waren auf der Suche nach Johann. Emma hatte ihrem Freund erzählt, wie sehr sie sich um Felix’ Vater sorgte, dass sie sich aber nicht traute, allein zu ihm zu gehen. Er hatte sie schon mehr als einmal wütend davongejagt. Nun waren sie und der Page am Gewächshaus angekommen, wo der Findling lag, den Johann bearbeitet hatte. Von ihm selbst war keine Spur. Aber der Grabstein schien fertig zu sein.

„Elisabeth Gruber, geborene Saalfeld“, las Emma. „Geboren am 4.12.1953. Gestorben am 9.7.2008“, ergänzte Ben. Die beiden schwiegen einen Moment.

„Da steht noch was“, meinte Emma dann und deutete auf ein paar Buchstaben, die von einem Tuch verdeckt wurden. Ben war dagegen darunterzuschauen. Aber Emma fand, dass eine Grabsteininschrift kein Geheimnis sei. Und wenn der Stein erst auf dem Friedhof stünde, würde sowieso jeder lesen können, was Johann da hineingemeißelt hatte. Entschlossen riss sie das Tuch herunter. Und erstarrte vor Schreck. Denn dort stand: ‚Johann Gruber, geb. am 17.4.1953, gest. am 28.7.2008‘.

„Aber das ist ja schon morgen …“, flüsterte Ben entsetzt. Und Emma begriff, dass das nur eines bedeuten konnte: Felix’ Vater wollte sich morgen das Leben nehmen!

Samia hatte Viktoria um ein Gespräch gebeten. Viktoria vermutete, dass ihre Freundin sie über das geplante Hochzeitsfest aushorchen wollte, und erklärte sofort, dass sie schweigen würde wie ein Grab. Aber darum war Samia gar nicht zu Viktoria gekommen.

„Ich wollte mit dir über die Zeit danach reden“, erklärte sie. „Es ist nun sicher, dass Gregor und ich nach Afrika gehen. Er hat eine Stelle als Arzt in Elisabeths Projekt, und ich denke, ich werde auch einen Job finden. Arbeit gibt es dort ja genug.“ Viktoria nickte traurig. Es fiel ihr schwer, die beiden ziehen zu lassen, auch wenn sie sich über das Glück ihrer Freundin ehrlich freute. „Ich habe eine Bitte an dich“, fuhr Samia fort. „Ich möchte meine Anteile am ‚Fürstenhof‘ abgeben.“

„Du willst verkaufen?“, staunte Viktoria.

„Nein, Geld habe ich ja genug“, winkte Samia ab. „Ich möchte sie Johann schenken.“

„Johann Gruber als Mitbesitzer des ‚Fürstenhofs‘ …“, sagte Viktoria nachdenklich.

„Er hat Schlimmes durchgemacht“, argumentierte Samia. „Ich denke, er braucht Zeit und Geld für einen Neuanfang.“

„Ob das Herrn Saalfeld gefällt?“, wollte Viktoria etwas besorgt wissen.

„Johann mischt sich bestimmt nicht in die Geschäftsführung ein“, glaubte Samia, die nach wie vor überzeugt davon war, das Richtige zu tun.

Danach traf sie sich mit Gregor, um noch einmal Tanzen zu üben – schließlich wollte sich der Bräutigam beim Hochzeitswalzer nicht blamieren. Doch zunächst eröffnete er ihr, dass Johann sie nun doch nicht zum Altar führen wolle.

„Schade …“, meinte sie betrübt.

„Irgendwie verständlich nach allem …“ Tröstend legte Gregor den Arm um sie. „Wir können froh sein, dass er überhaupt zur Feier kommt.“ Sie nickte. Und versuchte dann, die traurigen Gedanken zu vertreiben. Jetzt wollte sie sich ganz und gar auf ihre Hochzeit freuen. Auch wenn sie und Gregor noch immer nicht wussten, wo und wie die stattfinden sollte.

Emma und Ben hatten sich die Köpfe heißgeredet darüber, was nun zu tun sei. Der Page glaubte, es sei am besten, sofort Felix Tarrasch über den Zustand seines Vaters zu informieren. Aber Emma wollte nichts davon hören. Felix war nach Kitzbühel gefahren, und sie wollte ihn nicht beunruhigen.

„Dann den Direktor“, schlug Ben vor.

„Besser Doktor Bergmeister“, fand sie.

„Oder die Polizei?“ Ratlos sah er sie an.

„Das würde uns Herr Gruber sehr übel nehmen“, glaubte Emma. „Und wer weiß, ob die ihn nicht gleich in eine Klinik bringen.“ Ben zog seinen letzten Vorschlag auf der Stelle zurück. Die Polizei sollten sie wirklich besser aus dem Spiel lassen. „Aber wenn wir Herrn Gruber selbst darauf ansprechen, wird er alles abstreiten“, fürchtete sie.

„Wer hat den Stein abgedeckt?!“ Unbemerkt von den beiden war Johann plötzlich am Gewächshaus aufgetaucht und riss dem Zimmermädchen nun das Tuch aus der Hand, um den Stein wieder zu verhüllen. „Habt ihr noch nie was von Privatsphäre gehört?!“, schimpfte er. „Was steht ihr hier rum? Verschwindet!“

„Herr Gruber …“ Emma fasste sich ein Herz. „Das mit der Grabsteininschrift …“

„Die geht euch einen Dreck an!“, fuhr er ihr über den Mund.

„Aber das Datum …“, setzte Ben vorsichtig an.

„Was steckt ihr eure Nasen in Sachen, die euch nichts angehen?“, giftete Johann. Da zog Emma plötzlich das Tuch wieder vom Stein herunter.

„Was fällt Ihnen ein?!“ Johann blickte sie wütend an.

„Erklären Sie mir, was das soll!“, verlangte sie mit fester Stimme.

„Der Stein ist für das Grab meiner Elisabeth und wird gleich abgeholt“, knurrte er.

„Und wieso steht Ihr Todesdatum darauf?“, bohrte Ben weiter.

„Ich komme auch mal ins Grab“, meinte Johann.

„Mag sein, aber nicht morgen“, erklärte Emma resolut. „Dafür sorge ich.“ Und als der Transporteur kam, um den Grabstein abzuholen, stellte sie sich ihm wirklich in den Weg und sorgte dafür, dass er unverrichteter Dinge wieder abzog.

„Wissen Sie eigentlich, was mich der Transportfritze kostet?!“, empörte sich Johann.

„Spielt das eine Rolle, wenn Sie sich morgen umbringen wollen?“, gab Emma zurück, wurde aber sofort wieder sanfter. „Das können Sie doch nicht machen. Glauben Sie etwa, Ihre Frau würde das wollen?“

„Was wissen Sie schon …“ Johann war nun sichtlich verzweifelt.

„So, wie ich Frau Saalfeld kennengelernt habe, kann ich mir das überhaupt nicht vorstellen“, erwiderte sie.

„Werden Sie erst mal so alt wie ich, dann können Sie sich einiges vorstellen“, sagte er leise.

„Sie sind verzweifelt. Sie vermissen Ihre Frau. Aber Sie müssen versuchen, allein weiterzuleben.“ Aber Johann wusste einfach nicht, wie er das schaffen sollte. Er wollte nur noch eines: wieder mit Elisabeth zusammen zu sein.

Emma zerriss es vor lauter Mitgefühl beinahe das Herz. Immerhin war es ihr und Ben gelungen, zu verhindern, dass der Grabstein mit der Inschrift auf den Friedhof gebracht wurde. Jetzt hatte sie Johann zurück in Viktorias und Felix’ Wohnung begleitet und versuchte noch einmal, allein mit ihm zu sprechen.

„Ich verstehe Sie ja“, begann sie. „Sie sind traurig, erschöpft … Sie glauben, das Leben hat keinen Sinn mehr.“

„Wieso wundert Sie das, nach allem, was passiert ist?“, fragte er düster. „Ich möchte einfach nur schlafen.“

„Sie dürfen diesem Gefühl nicht nachgeben“, mahnte sie. „Sie müssen sich dagegen wehren.“

„Das sagt sich so leicht, wenn man es noch nicht selbst erlebt hat“, entgegnete er bitter. Sie schwieg eine Weile und schien mit sich zu ringen. Dann atmete sie tief durch.

„Ich erzähle Ihnen jetzt mal was …“ Ihre Stimme klang plötzlich brüchig. „Ich habe das alles schon erlebt.“ Erstaunt hob er den Blick. „Meine Mutter hat sich umgebracht.“

„Was?“ Entgeistert riss Johann die Augen auf.

„Es war schrecklich …“ Es war nicht leicht für Emma, die Fassung zu wahren. „Ich konnte es nicht fassen und verlor total den Boden unter den Füßen. Alles schien vorbei, für immer, alles war völlig sinnlos …“ Tränen standen ihr jetzt in den Augen.

„Tut mir leid, ich wusste das nicht …“ Johann war sichtlich betroffen.

„Ich rede nicht gern drüber“, seufzte sie. „Aber … Ich musste Ihnen das jetzt einfach sagen.“ Er drückte ihre Hand. „Glauben Sie mir, dieses Leiden … Irgendwann wird es kleiner. Aber wenn Sie sich umbringen … Haben Sie sich jemals gefragt, was Sie Felix damit antun? Wie soll er damit fertig werden?“

„In so einer Situation denkt man nicht an andere“, gestand Johann.

„Das müssen Sie aber!“, beharrte sie. „Erst stirbt seine Mutter, dann sein Vater. Vielleicht würde Felix daran zerbrechen. Wollen Sie das?“ Die Situation setzte Johann immer mehr zu, und deshalb behauptete er nun, müde zu sein und sich hinlegen zu müssen. „Aber Sie machen keinen Blödsinn, versprochen?“

„Keine Sorge“, erwiderte Johann. Aber das entsprach keineswegs der Wahrheit.

Ben reagierte überrascht, als er Jana Schneider nachmittags im Personalraum antraf.

„Da sind Sie ja wieder!“, rief er.

„Einmal Polen und zurück“, entgegnete sie grinsend.

„Und was ist mit Kira und Leon? Sind die beiden in Polen geblieben?“ Sie nickte. „Dann ging alles gut?“, fragte er aufgeregt.

„Der erste Tag war schwierig“, berichtete sie. „Herr Szepanski hat seiner Tochter erst mal eine heftige Moralpredigt gehalten.“

„Und dann?“ Ben platzte vor Neugier.

„Am zweiten Tag wollte er seinen Enkel gar nicht mehr hergeben!“ Erleichtert sank er auf einen Stuhl.

„Bin ich froh!“ Das kam aus vollem Herzen. „Ich habe mir schon Sorgen gemacht.“

„Leon hat das fast im Alleingang erledigt“, lächelte Jana.

„Da hat der kleine Schreihals sie wohl alle verzaubert“, seufzte Ben, der sich nur zu gut daran erinnern konnte, wie süß Leon war.

„Und wie!“, bestätigte sie. „Endlich ist Frau Szepanski ihre Sorgen los. Ihre Eltern wollen sie jetzt auch finanziell unterstützen.“ Spontan umarmte er die verdutzte Jana.

„Hey, gratuliere!“

„Wieso mir?“, wunderte sie sich.

„Ohne Sie hätte sich Kira nie nach Hause getraut!“ Das entsprach der Wahrheit. „Und?“, fragte er nun vorsichtig. „Wie geht es Ihnen? Ohne Leon …“

„Er fehlt mir“, gab sie zu. „Es tut weh, aber er gehört nun mal zu seiner Mutter. Und wenn ich will, kann ich ihn jederzeit besuchen. Aber ansonsten …“ Sie wirkte plötzlich etwas niedergeschlagen. „Keine Ahnung, wie es weitergeht. Ich muss sehen, dass ich mein Leben wieder auf die Reihe bekomme.“

„Sie schaffen das, bestimmt.“ Tröstend legte er ihr eine Hand auf den Arm. Jana war zwar dankbar für seinen Zuspruch. Aber an der tiefen Mutlosigkeit, die sie quälte, änderte das nichts.

Abends kam Felix aus Kitzbühel zurück und vernahm als Erstes, dass es nun doch eine große Hochzeit geben würde, bei der er als Trauzeuge gefragt wäre. Doch es blieb ihm nicht viel Zeit, um sich darüber zu freuen. Denn als Nächstes berichtete Emma ihm von Johann und der Inschrift, die er in Elisabeths Grabstein gemeißelt hatte.

„Das kann doch nicht sein …“, flüsterte Felix erschüttert. „Das kann mein Vater mir doch nicht antun.“

„Keine Sorge, so weit wird es nicht kommen“, versuchte sie, ihn zu beruhigen. „Wir zwei passen schon auf, dass er keinen Unsinn macht.“

„Was soll ich denn jetzt tun?“, fragte er ratlos. Sie wusste darauf auch keine Antwort. „Ich muss einen Therapeuten für ihn finden“, überlegte er.

„Vielleicht wäre es doch das Beste, wenn er sich eine Zeit lang in eine Klinik begibt und so eine Art Kur macht?“, schlug sie vor.

„So gefährdet, wie er ist, stecken sie ihn womöglich in eine geschlossene Abteilung“, fürchtete er. „Er hat Monate im Gefängnis gesessen. Er verträgt es nicht, wieder eingesperrt zu werden.“ Das sah auch Emma ein.

„Wer weiß – vielleicht fasst er ja wieder Mut, wenn Sie mit ihm reden“, meinte sie. Skeptisch sah Felix sie an. „Sie sind sein Sohn, Sie müssen es versuchen. Und ich verspreche Ihnen, ich tue alles, um Ihnen zu helfen.“ Gerührt drückte er ihre Hand.

„Danke.“ Die beiden tauschten ein warmherziges Lächeln.

Einige Stunden später war Felix auf dem Sofa eingeschlafen – ein Fotoalbum mit Bildern von Johann und Elisabeth, in dem er geblättert hatte, lag auf seinem Schoß. Auf Zehenspitzen schlich Johann an ihm vorbei, brachte es dann aber doch nicht übers Herz, einfach so an seinem Sohn vorbeizugehen. Liebevoll betrachtete er ihn.

„Es tut mir so leid …“, murmelte er und setzte seinen Weg Richtung Wohnungstür dann fort. Felix schreckte hoch.

„Vater?“ Johann erschrak und wandte sich ertappt um.

„Entschuldige … Ich wollte dich nicht wecken …“, stammelte er. Alarmiert setzte Felix sich auf.

„Wo willst du hin?“ Sein Vater konnte ihm keine Antwort geben. Und Felix konfrontierte ihn sofort mit dem, was er von Emma erfahren hatte. Leugnen war zwecklos.

„Ja, ich … ich wollte wir das Leben nehmen“, gab Johann zu. „Ich weiß nicht mehr weiter. Was soll ich ohne Elisabeth noch hier?“

„Und was ist mit mir?“, hielt Felix schmerzerfüllt dagegen. „Mit Samia, deinen Freunden, den Sonnbichlers … Bedeuten wir dir denn gar nichts?“ Johann schwieg. „Soll ich jetzt nach meiner Mutter auch noch meinen Vater verlieren?!“

„Ich weiß, das ist nicht fair …“ Johann war ein Häufchen Elend. „Aber ich habe keine Kraft mehr. Was soll ich denn machen?“

„Auf jeden Fall brauchst du Hilfe“, erklärte Felix entschlossen.

„Ich will keinen Seelenklempner!“, protestierte sein Vater sogleich. Und wandern gehen oder anderweitig verreisen wollte er auch nicht.

„Das hat doch alles keinen Sinn“, flüsterte er. Da platzte Felix endgültig der Kragen.

„Hör auf mit dem Selbstmitleid!“, fuhr er seinen Vater an. „Tu etwas! Akzeptier endlich, dass Mutter tot ist. Du musst lernen, ohne sie zu leben.“

„Verdammt noch mal, ich weiß nicht, wie!“, rief Johann, den der Schmerz beinahe zerriss.

„Ich auch nicht! Aber so geht es nicht weiter. Diese Angst um dich, die macht mich kaputt!“ Die Heftigkeit dieses Ausbruchs versetzte Johann einen echten Schreck.

„Du hast recht“, sagte er nun. „So geht es nicht weiter.“ Und er versprach, nach Samias Hochzeit eine Weile wegzufahren, um wieder zu sich selbst zu kommen. Das beruhigte Felix zumindest ein bisschen. Er ahnte ja nicht, dass sein Vater keineswegs die Absicht hatte, seinen Plan, sich das Leben zu nehmen, zu ändern. Johann wollte nur nicht, dass Felix sich derart aufregte …

3. KAPITEL

Der große Tag war gekommen! Heute sollte Samias und Gregors Hochzeit sein! Endlich!

Aber nicht jeder freute sich darüber. Simon schlich wie ein Schatten seiner selbst durchs Hotel. Aber freinehmen wollte er sich trotzdem nicht. Immerhin hätte er Samia alles Gute für die Zukunft gewünscht, berichtete er Viktoria. Aber mehr ging nun mal nicht. Seine schlechte Laune würden die Kollegen einfach ertragen müssen.

Viktoria war schon in Festtagsgarderobe, wollte aber noch die Papiere für die Überschreibung von Samias Anteilen fertig machen. Da betrat Werner das Büro, blickte seiner Geschäftsführerin über die Schulter und glaubte seinen Augen nicht zu trauen.

„Davon weiß ich ja gar nichts!“, bellte er.

„Samia hat nicht mit Ihnen gesprochen?“, erwiderte Viktoria unsicher. „Sie will ihre Anteile weitergeben, bevor sie nach Afrika reist. An Johann Gruber.“

„Das ist ja wohl das Allerletzte!“ Herr Saalfeld stand kurz vor einem Tobsuchtsanfall. „Wie kommt sie dazu, mich einfach so zu übergehen?!“

„Wusstest du, dass Samia ihre Anteile abgeben will?“, fragte er seine Exfrau später in ihrer gemeinsamen Wohnung.

„Sie will verkaufen?“, staunte Charlotte.

„Schlimmer: verschenken!“, empörte er sich. „An Johann Gruber! Hinter meinem und deinem Rücken lässt Samia Frau Tarrasch alles klammheimlich organisieren.“

„Sie wollte uns bestimmt nicht hintergehen.“ Davon war Charlotte überzeugt.

„Bist du sicher?“, schnaubte er. „Sie weiß doch genau, dass wir bei so was nicht mitmachen.“

„Und wieso nicht?“, wollte sie wissen.

„Gruber ist ein Bauer!“, polterte er. „Der hat vom Metier keine Ahnung! Was denkst Samia sich eigentlich?!“

„Jetzt beruhige dich mal“, mahnte sie. „Darf ich dich daran erinnern, dass Johann zur Familie gehört? Und Samia kann mit ihren Anteilen machen, was sie will.“

„Ich halte das Vorkaufsrecht an den Anteilen und werde es nutzen“, beharrte er.

„Ach, du hast mal eben zwei Millionen flüssig?“, erwiderte sie mit einem feinen Lächeln.

„Natürlich nicht.“ Er atmete tief durch. „Mal ehrlich – willst du, dass Gruber hier das Sagen hat?“

„Das wird nicht passieren“, glaubte sie. „Weil wir die Mehrheit haben. Und außerdem wird er sich raushalten.“

„Woher willst du das wissen?“, knurrte Werner.

„Johann weiß, dass er nichts vom Hotelfach versteht“, meinte sie. „Er wird uns bitten, seine Anteile zu verwalten, und sich über die laufenden Einkünfte freuen.“ Ihr Exmann wirkte wenig überzeugt. Aber heute war wirklich nicht der Tag, sich über so etwas Gedanken zu machen. Heute würden sie Hochzeit feiern. Aber morgen … morgen würde er Samia kräftig den Kopf waschen!

Felix wollte sich gerade auf den Weg zur Feier machen, da bemerkte er, dass Jana Schneider mit zwei Polizeibeamten vor Gregors Praxis stand.

„Es gab einen Einbruch“, erklärte die Sicherheitschefin. „Es scheinen einige Medikamente zu fehlen.“ Felix war auf der Stelle beunruhigt. Aber Jana konnte ihm noch nicht sagen, welche Medikamente genau weggekommen waren.

„Hast du meinen Vater gesehen?“ Viktoria schüttelte den Kopf. Sie hatte keine Ahnung, wo Johann war. Felix berichtete ihr aufgewühlt von seinem Verdacht. Dass Johann in Gregors Praxis eingebrochen war, um Schlafmittel zu stehlen. Schlafmittel, mit denen man sich umbringen konnte.

„Ich muss ihn suchen“, stellte er panisch fest. Und bat sie, zur Hochzeit zu gehen und nachzuschauen, ob Johann dort war. „Aber sag niemandem was! Vor allem Samia nicht! Am Ende ist sie so beunruhigt, dass sie womöglich die Hochzeit platzen lässt!“

Felix lag richtig mit seinem Verdacht. Johann hatte sich tatsächlich Schlaftabletten besorgt, aus Dr. Bergmeisters Praxis. Und nun hatte er sich in einem freien Hotelzimmer eingeschlossen. Er hatte ein paar Kerzen dabei und das Brautkleid, das Emma für Elisabeth genäht hatte. Und die Heiligenbildchen von der Heiligen Elisabeth und dem Heiligen Johann.

Er war bereits mitten in den Vorbereitungen, als sein Handy klingelte und nicht mehr damit aufhörte. Schließlich entschloss er sich dazu abzuheben.

„Vater!“, rief Felix am anderen Ende der Leitung. „Wo bist du? Was machst du?“

„Junge, lass mich.“ Johanns Stimme war rau. „Ich muss weg. Zu meiner Elisabeth.“

„Nein! Das darfst du nicht! Vater!“ Aber Johann hatte schon wieder aufgelegt.

Felix hatte sich in seiner Not an Emma gewandt, die ihn nun nach dem Telefonat entsetzt anstarrte. Fieberhaft überlegten die beiden, wo Johann sein könnte.

„Waren da im Hintergrund irgendwelche Geräusche zu hören?“, fragte das Zimmermädchen.

„Ein Hund …“, erinnerte sich Felix.

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