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Auf dem Weg: Erfahurngen mit Digital Leadership

Einleitung

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser,
wie ist dieses Buch entstanden?

Acht Personen – Führungskräfte, Berater und Coaches – treffen sich für drei Tage in Kaltenkirchen nördlich von Hamburg. Sie tauschen ihre Sichtweisen zum Thema „Digital Leadership“ und den aktuellen Herausforderungen für Führungskräfte und Berater aus. Keiner ist ein „Digital Native“ und doch stecken alle von uns mitten in der digitalen Transformation und sind jeden Tag mit den Herausforderungen konfrontiert, die diese mit sich bringt. Für dieses Projekt haben wir einen kleinen Schwarm gebildet, der seine Intelligenz vereinigte – ein Wissensaustausch in Schwarmintelligenz also, der eine Herausforderung an sich war.

In der innovativen Form eines Book Sprints wird alles in einer gemeinsamen, allen zugänglichen Plattform aufgeschrieben. Strukturen werden festgelegt und wieder verworfen. Arbeitsgruppen bilden sich und werden neu zusammengefügt. Große und kleine Krisen bezüglich unterschiedlichen Ansätzen und Zweifel am gesamten Ablauf kommen und gehen. Der Einzelne sucht die Balance zwischen Individualität und Team, zwischen eigenen Bedürfnissen und Gruppenzielen. Texte werden geschrieben und wieder komplett überarbeitet. Das Kernteam ist immer anwesend, im Hintergrund arbeiten ein Grafikdesigner (in Amsterdam), ein Lektor (in Berlin) und eine Buchdesignerin (in Südfrankreich). Direkt danach wird das Buch veröffentlicht.

Kurzum: Ein anspruchsvoller Prozess mit starker zeitlicher Begrenzung! Ein Prozess, der für uns alle eine außerordentliche Lernerfahrung bedeutete. Ein Prozess, der unsere komplette Konzentration und Energie forderte (auch wenn diese auf das Leckerste und Fürsorglichste in den Pausen wieder aufgefüllt wurde – und zwischendrin auf den ursächlichen Nutzen von Schokolade zurückgegriffen wurde).

In erster Linie möchten wir Ihnen einige Denk- und Veränderungsimpulse geben und dabei insbesondere

  • die wichtigsten Herausforderungen benennen, um die digitale Transformation erfolgreich zu gestalten
  • unsere persönlichen Erfahrungen und Beispiele aus der Unternehmensrealität einbringen
  • Ihnen relevante Tipps, Tricks und weiterführende Literatur empfehlen

Wir hatten viel Spaß beim Verfassen.
Ihnen wünschen wir viel Spaß beim Lesen.

Das Autoren-Team
20.-22.07.2017

Von links nach rechts: Kerstin Günther, Ulrike Kempkes, Barbara Rühling (Moderatorin), Brigitta Wurnig, Claudia Hillebrand, Sebastian Moss, Ralf Bornefeld, Claudia Lerch, Denia Hegerfeld-Hellwig

Book Sprints Team: Barbara Rühling (Facilitation), Henrik van Leeuwen (Graphikdesign), Agathe Baëz (HTML Buchdesign), Frank Richarz (Korrektur)

Fotos: Hanna Karstens, Fotowerkstatt Brambrink Karstens

Was ist Digital Leadership?

Die allumfassenden Veränderungen in der digitalisierten Welt sind mittlerweile unübersehbar. Die digitale Transformation beeinflusst dabei maßgeblich unser Denken und Handeln. Disruption gilt als treibende Kraft und viel zitiertes Stichwort der neuen Zeit. Alle Branchen, alle Geschäftsfelder, alle Unternehmensbereiche und Aufgabenfelder werden früher oder später davon betroffen sein.

Neue Arbeits- und Lebensmodelle, Technologien und nicht zuletzt Reiz- und Informationsüberflutung kommen auf den Einzelnen zu. Unsere Arbeitswelt ist VUCA geworden:

  • Volatile (unbeständig)
  • Uncertain (ungewiss)
  • Complex (komplex)
  • Ambigous (ambivalent).

Diese Veränderungen mit ihrem außerordentlichen Paradigmenwechsel verunsichern nicht wenige Menschen und Manager zutiefst. Mehr und mehr wird deutlich, dass sich nicht nur die allgemeine Schrittfrequenz in der Geschäftswelt erhöht hat, sondern dass auch ganze Geschäftsmodelle nicht mehr zu passen scheinen und im wahrsten Sinne zu Auslaufmodellen werden. Insbesondere die neue und höchst proaktive Form der Interaktion führt jedoch zwischen dem Unternehmen und seinen Stakeholdern (u. a. Mitarbeiter, Aktionäre, Kunden und Geschäftspartner) zu höheren Anforderungen und anspruchsvolleren Szenarien.

Die Belegschaft trennt sich sichtbar oder unsichtbar in „digital natives“ und „digital immigrants“. Nie dagewesene Gefahren, aber auch Chancen ergeben sich aus der Notwendigkeit von Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Verantwortung und neu auf den Plan tretenden Wettbewerbern. Gestandene Manager, die noch in der klassischen Arbeitswelt großgeworden sind, in der Arbeitsplatzsicherheit und Geldverdienen prägend waren, treffen auf die Generation Y, deren Handeln von der Sinnfrage bestimmt wird. Neben den klassischen Organisationsformen, die hierarchisch geprägt sind, arbeiten Teams mittlerweile selbstorganisiert, mit agilen Methoden und virtuell zusammen.

Führungskräfte müssen mit den veränderten Anforderungen der Generationen Y, Z zurechtkommen und neue Führungsansätze integrieren:

  1. Wissen ist allgemein verfügbar und für jedermann jederzeit und überall abrufbar. Das Alleinstellungsmerkmal „ich weiß etwas, was du nicht weißt“ ist als Instrument der Macht Vergangenheit. In der Konsequenz müssen Führungskräfte lernen, anders mit Wissen umzugehen.
  2. Traditionelle Führung wird in weiten Teilen von neuem Führungsverhalten ersetzt. Die größte Herausforderung für Führungskräfte in der digitalen Transformation ist es, die Kontrolle aufzugeben, aber gleichzeitig die Führung zu behalten.
  3. Führung muss sich an die neue Realität von Teams anpassen. Teams werden immer virtueller und vernetzter, d. h. sie arbeiten immer weniger an einem Ort zusammen. Kommunikation und Moderation sind die Erfolgsfaktoren.
  4. Teams, aus allen Teilen der Welt zusammengestellt, mit unterschiedlichen Auffassungen über Religion, Ethik und Politik, suchen nach dem Sinn dessen, was sie in ihrer Arbeitswelt tun.

Wir haben uns gefragt, wie sich die Digitale Transformation konkret auf Menschen, Teams und Unternehmen in der VUCA-Arbeitswelt auswirken. Wie kommt der Einzelne mit den vielen Impulsen und der ständigen Bewegung um ihn herum zurecht? Welche Strategien kann man entwickeln, um seine innere Balance zu bewahren? Da wir alle in Teams arbeiten, müssen wir uns den Veränderungen durch virtuelle Arbeits- und Kommunikationsformen stellen. Wie baue ich Vertrauen zu meinem Vorgesetzten und Teamkollegen auf, wenn sie am anderen Ende der Welt sitzen? Unternehmen führen Agilität ein und versuchen einen Just-do-it-Ansatz zu etablieren. Dabei stoßen sie auf traditionelle Führungs- und Verhaltensmuster und suchen nach pragmatischen Lösungen.

Das sind alles sehr große und grundlegende Fragen, über die man jeweils ein eigenes Buch schreiben könnte. Die Inhalte basieren auf unseren Erfahrungen und eigenem Erleben in der heutigen digitalisierten Arbeitswelt. Die Tipps sind erprobte Vorgehensweisen. Die Hypothesen sollen Ihnen Impulse zum Nachdenken geben.

Begeben Sie sich mit uns auf die Reise!

Thesen zu Digital Leadership

  • Geben Sie acht auf sich selbst
  • Fokus nach innen ist die Basis für Erfolg
  • Wenn Sie schneller werden möchten, entschleunigen Sie
  • Zeit ist Geld? – Zeit ist Leben
  • Wissen wird breitflächig geteilt
  • Virtuelle Teams funktionieren besser nach einem Treffen im Real Life
  • Vertrauen ist die Basis für Erfolg
  • Schneller durch Selbstorganisation
  • Lernen Sie von und mit dem Kunden
  • Gute Entscheidungen werden gemeinsam erarbeitet
  • Nehmen Sie die Sache in die Hand – Führung ist selbstgewählt
  • Die Führungskraft 4.0 ist Kommunikator, Netzwerker und Moderator
  • Einfluss entsteht über das Netzwerk
  • Der Projektleiter 3.01 ist mit klassischem Projektmanagement und mit modernen agilen Teams vertraut
  • Die Sinnfrage wird wichtig(er)

Und was denken Sie über Digital Leadership?

Der Mensch – Start with yourself!

Wo bleibt der Mensch in der VUCA-Welt?

Geben Sie acht auf sich selbst!

Veränderung ist der derzeitige Normalzustand geworden und viele Menschen fühlen sich von dieser Tatsache herausgefordert. Denn die Entwicklung betrifft sowohl die Arbeitswelt – und damit die eigene Lebensgrundlage – als auch das persönliche Umfeld.

Doch selbst in einer digitalisierten Welt lässt sich der Mensch als körperliches Wesen nun einmal nicht digitalisieren. Die persönliche Offenheit und Flexibilität sind individuell sehr unterschiedlich. Veränderungen rufen Emotionen hervor. Lieb gewonnene Gewohnheiten müssen hinterfragt werden, das braucht Zeit. In der privaten Welt erscheint uns dies manchmal einfacher, denn hier ist der Wandel von uns selbst gewollt und nicht fremdbestimmt.

Doch wie erhält man die eigene Kraft, wenn man das Gefühl hat, von den Wogen der neuen Arbeitswelt und des Alltags überrollt zu werden? Da sich die Wellen nicht aufhalten lassen, kann die Lösung nur heißen, Surfen zu lernen. Wir können lernen, mit Unsicherheit umzugehen, um die Wellen für uns zu nutzen.

Besonders hilfreiche Ansätze haben sich nahezu gleichzeitig mit der fortschreitenden Digitalisierung entwickelt: Achtsamkeit und Emotionale Intelligenz.

Das Konzept der Achtsamkeit ist in allen westlichen und östlichen spirituellen Traditionen vertreten und hat seit Ende der 70er Jahre durch die Arbeit von Jon Kabat-Zinn und seiner Methode des MBSR (

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