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Auf Hochtouren

Inhalt

  1. Cover
  2. Über dieses eBook
  3. Über den Herausgeber
  4. Titel
  5. Impressum
  6. Widmung
  7. Vorwort
  8. Die Überfahrt – Lars Eighner
  9. Royal Flush – R. S. Thomas
  10. Training – Matthew Rettenmund
  11. Nummern – William J. Mann
  12. Duett – Luke Ryder
  13. Radfahrer – Michael Lassell
  14. Autostopp – Scott Robbins
  15. Das Lasttier – Aaron Travis
  16. Über die Pyrenäen (1955) – Kyle Stone
  17. Vereint fliegen – Robert Trent
  18. Matthews Story – Felice Picano
  19. Operation Kuba – Phil Andros

Über dieses eBook

Zwölf schwule Sex-Geschichten rund ums Reisen – jede ein echt heißer Trip!

Irgendetwas am Reisen ist verdammt sexy. Es macht Spaß, alles Alltägliche und Gewöhnliche im Leben hinter sich zu lassen, und sei es nur für ein paar Tage im Urlaub. Die hier gesammelten Geschichten spielen rund um den Erdball. Per Flugzeug, per Zug, per Schiff, per pedes – wenn du diese Sammlung gelesen hast, wirst du darauf brennen, dir deine Pariser und eine Flasche Gleitmittel zu schnappen und nach irgendwohin aufzubrechen!

Die Stories in »Auf Hochtouren« sind Klassiker der schwulen Erotik-Literatur – jetzt endlich wieder zu haben und nur als eBook bei Bastei Entertainment!

Über den Herausgeber

David Laurents ist der Herausgeber zahlreicher Sammlungen schwuler Erotika, darunter ›Schneetreiben‹, ›Geile Typen teilen aus‹ und ›Volles Rohr voraus!‹. Seine Anthologie ›The Badboy Book of Erotic Poetry‹ war für den Lambda Literary Award nominiert. Er lebt in New York City.

Vorwort

Irgendetwas am Reisen ist verdammt sexy.

Ist es das tolle Gefühl, irgendwo anders zu sein? Es macht Spaß, alles Alltägliche und Gewöhnliche im Leben hinter sich zu lassen, es abzustreifen wie eine Schlange ihre alte Haut, und sei es nur für ein paar Tage im Urlaub. In der Anonymität eines Ortes, wo einen keiner kennt, kann man seine gesamte Persönlichkeit neu entwerfen, und jeder Mann, den man trifft, verheißt eine potentielle Nummer. Überall Frischfleisch.

In den meisten schwulen Zeitschriften findet man beim Durchblättern Anzeigen für schwule Kreuzfahrten und schwule Ferienziele. Die unterbewusste Botschaft zwischen den Zeilen lautet immer: Komm mit, und du wirst von braungebrannten, splitternackten Kerlen flachgelegt. Selbst das gebräuchlichste Wort für Ausgehen, um Sex zu finden, hat mit Reisen zu tun: Cruising.

Die hier gesammelten Geschichten spielen rund um den Erdball. Per Flugzeug, per Zug, per Schiff, per pedes – die Geschichten handeln von Männern, die irgendwohin fahren und vom Sex, den sie auf dem Weg dahin haben. In vielen Fällen geht es um Sex unterwegs. Viele Männer haben die Phantasie, es mitten in der Luft zu treiben, die ›Fliegerstaffel‹, wie sie manchmal genannt werden, folglich finden sich hier ein paar entsprechende Stories. Es findet sich die Initiation eines jungen Mannes in seine schwule Sexualität auf der Fahrt von der Kleinstadt, in der er aufgewachsen ist; während der Fahrt wird er in verschiedene Sexualpraktiken eingeführt – natürlich im Zug. Einige Geschichten erzählen davon, welche Auswirkungen es hat, sich an einem fremden Ort zu befinden (in einer schwulen Ferienanlage in Reg Flowers »Key West« oder während des Krieges in Vietnam in Felice Picanos »Matthews Geschichte: Saigon 1968«). Einige handeln nicht nur von Orten, sondern auch von der Zeit, wie in Lars Eighners »Die Überfahrt« oder Kyle Stones »Über die Pyrenäen (1955)«.

Jede Story in diesem Buch verspricht jedenfalls einen heißen Trip.

Und wenn Sie diese Sammlung gelesen haben, werden Sie darauf brennen, sich Ihre Pariser und eine Flasche Gleitmittel zu schnappen und nach irgendwohin aufzubrechen.

– David Laurents, New York City, 1995

Die Überfahrt – Lars Eighner

Der alte Matrose lag in seiner Koje und zerrte seinen langen, schlaffen Schwanz durch den Schlitz seiner weißen Shorts. Obwohl sein graubehaarter Schwanz so weich war, wie es nur ging, nahm er ihn in die Faust und schüttelte ihn heftig.

Es dauerte nicht lange, und sein Schwanz reagierte. Er wurde so dick, dass er die Faust ausfüllte und immer länger wurde, bis die Faust ihn nur noch halb bedeckte. Sobald er steif war, spuckte er sich in die Hand und fing an, seinen Schwanz mit hohem Tempo zu wichsen.

Ich hatte den Eindruck, er wolle sich vor mir produzieren.

Er hatte gesehen, wie ich an meinem Schwanz herumfingerte, als er an meiner Koje vorbeigekommen war. Ich hatte ihn erst gehört, als er so nahe war, dass er es sehen musste.

Aber er ging vorbei und legte sich hin, den Kopf meinen Füßen zugewandt. Seine Koje lag an der Wand gegenüber und ein paar Plätze weiter in der Reihe. Er musste gewusst haben, dass ich seine Hand und seinen Schwanz ganz genau sehen würde. Alle Kojen hatten Vorhänge, aber er hatte seinen nicht geschlossen. Ich nehme an, er wollte, dass ich ihn sehe.

Trotzdem drehte er nicht den Kopf, um mich anzusehen. Er hörte nicht auf zu wichsen, außer um in die Hand zu spucken, und er machte nicht langsamer.

Ich wurde davon nicht weniger geil. Ich fand ihn nicht attraktiv, aber er hatte einen großen Schwanz, und dass er keine Notiz von mir nahm, machte alles noch interessanter.

Er fing an zu grunzen.

Ich hatte das Laken über meinen Schwanz geworfen, als er vorbeigekommen war, obwohl es zu spät gewesen war, um irgendetwas zu verbergen. Jetzt schob ich das Laken zurück und fing wieder an, an meinem Schwanz zu rubbeln. Seine Eichel wurde so schnell rot und er wichste so heftig, dass ich sicher war, er würde in ein paar Sekunden fertig werden. Und ich konnte das Gleiche tun, bevor er sich wieder so weit gefasst hatte, um sich nach mir umzuschauen.

Aber auf einmal hörte ich Stimmen hinter meinem Kopf.

Das Laken hatte mich beim ersten Mal nicht gut verborgen. Ich drehte mich zur Wand hin. Mein Schwanz schmerzte, als er so roh gegen die harte, dünne Matratze gepresst wurde, umso mehr, als ich dicht davor gewesen war, abzuspritzen.

Meine Eier waren voll geladen und ächzten nach Erleichterung. Ich konnte mich kaum davon abhalten, die Matratze zu vögeln, obwohl das fast genauso gewesen wäre, als hätte ich versucht, eine Mauer aus Stein zu ficken.

Es waren viele Stimmen. Die ganze Mannschaft war von der Wache zurückgekommen. Ich verstand kein Wort. Aus dem dreckigen Lachen und dem obszönen Kichern Schloss ich, dass der alte Matrose sich nicht rechtzeitig zugedeckt hatte und zum Opfer des Spotts seiner Kameraden geworden war.

Wie mein Schwanz zuckte.

Ich wusste nicht, wie lange ich schon an Bord war.

Mein Onkel hatte einen Schiffsoffizier bestochen, der für meine Überfahrt und für Papiere sorgte, mit denen ich an Land gehen konnte, sobald ich Amerika erreicht hatte. Ich hatte den Verdacht, dass mein Onkel die Bestechungssumme übertrieben hatte, um den Rest meines väterlichen Erbes für sich zu behalten. Aber ich konnte nirgends sonst hin. Ich musste fliehen.

Ich hätte gerne gefragt, wieviel mein Onkel bezahlt hatte. Der Offizier war ein Säufer, soviel war sicher, aber er sprach meine Sprache ein wenig. Auf dem Weg zu meinem Quartier wollte ich ihn ausfragen, in Anbetracht dessen, was ich bezahlt hatte, erwartete ich eine eigene Kabine.

Er jedoch führte mich immer tiefer in den Schiffsbauch hinunter, bis ich wusste, dass wir uns unterhalb der Wasserlinie befanden. Der Offizier führte mich in einen Raum mir zweiunddreißig Kojen. Bevor ich noch protestieren konnte, war er verschwunden, und ich sah ihn nie wieder.

Es war niemand da. Aber ich konnte sehen, dass einunddreißig Kojen anscheinend besetzt waren. Die verbleibende, glücklicherweise eine in der unteren Reihe, belegte ich. Ich zog mir die Stiefel aus und legte mich lang.

Vielleicht schlief ich ein. Kurz darauf hatte das Schiff abgelegt. Und ich wurde seekrank.

Ich wurde weggeführt, um zu kotzen. Man richtete mich auf und fütterte mich löffelweise mit einer klaren Brühe, die ich nicht lange bei mir behalten konnte. Ich wurde unter eine Dusche geworfen, und das Wasser wurde aufgedreht, aber ich lag nur würgend am Boden. Weder wusste ich, noch scherte ich mich darum, wer die Männer um mich her waren.

Als ich aufwachte – nach drei Tagen, wie ich später erfuhr – hatte ich einen Steifen. Mit einem Mal fühlte ich mich wieder kräftig, und sobald ich gesehen hatte, dass ich alleine war, nahm ich meinen Schwanz in die Hand. Ich wichste und war kurz davor, abzuspritzen, als der alte Matrose an meine Koje vorbeikam, mich nicht zu bemerken schien und sich hinlegte, um an sich herumzuspielen.

Ich nahm an, dass sie den alten Matrosen verspotteten. Ich spreche bis heute kein Wort Norwegisch, aber ich wusste, dass sie gemeine Sachen sagten. Ganz allmählich wurde mein Schwanz weich, wobei er eine Träne vergoss. Ich war sehr froh, dass ich mich herumgerollt hatte.

So viele verschiedene Stimmen. Jeder schien etwas zu sagen zu haben. Und es dauerte so lange, dass ich Mitleid mit dem alten Matrosen bekam. Das Gegluckse, die Rufe, das Kichern setzte sich fort, aber nach einer Weile hörte ich unter alldem eine männlich klingende, nahezu monoton sprechende Stimme heraus.

Die Rufe wurden seltener. Ich vermutete, dass sie alle von jener wohlklingenden Stimme, die ich so sanft und beruhigend fand, besänftigt wurden.

Dennoch sprach er immer weiter. Ich konnte mir nicht vorstellen, was er in einer so langen Ansprache sagen mochte. Mit der Zeit belebte sich seine Stimme ein klein wenig.

Alle anderen wurden still. Jemand saß am Fußende meines Betts. Der Sprecher erhob seine Stimme ein bisschen, und ich stellte fest, dass er mir gegenüber in der Koje auf der anderen Seite des Mittelgangs war.

Schließlich war mein Schwanz so weit geschrumpft, dass ich glaubte, mich umdrehen zu können, so als läge ich noch im Halbschlaf. Ich wollte den Mann sehen, der eine solche Stimme hatte.

Achtlos rollte ich herum und öffnete das Auge ein wenig.

Ich glaube nicht, dass ich je so einen langen und dünnen Schwanz gesehen habe, wie er auf dem Bauch des Mannes lag, aber seine Hoden in ihrem faltigen, rosa Beutel und in einer Wolke aus goldenen Haaren hatten, wie ich mich noch immer erinnern kann, fast die Größe von Hühnereiern.

Er las, in einer Hand eine Taschenlampe und in der anderen ein zerfleddertes Buch ohne Einband. Er war völlig nackt. Die gespreizten Beine mir zugewandt und mit den Schultern an der Wand lehnend saß er auf dem Bett. Sein Gesicht war von dem Buch verdeckt.

Kurz darauf bemerkte ich, dass sein Schwanz nicht auf seinem Bauch lag, sondern über ihm schwebte. Ich hatte noch nie eine solch prächtige Erektion gesehen, ohne dass Hand angelegt worden war. Beim Lesen zogen sich seine Eier in ihrem Beutel zusammen.

Ich spürte die Spannung zwischen meinen Beinen und schaute nach unten, ob ich mich wieder umdrehen müsste. Mein Unterleib wurde von dem zusammengeknüllten Laken bedeckt. Ich warf einen Blick auf den Mann, der am Fußende meines Betts saß, und obwohl ich seine Hände zwischen seinen kräftigen Schenkeln nicht sehen konnte, erkannte ich die Bewegung seines Bizeps. Ich riss beide Augen weit auf.

Vier oder fünf von ihnen sah ich im Mittelgang stehen. Die meisten waren nackt, aber ein junger mit einem dünnen Schnauzer, ich erinnere mich an den Schweiß, der auf seiner roten Brust schimmerte, zupfte an seinem Schwanz, der aus dem weiten, offenen Schlitz seiner weißen Unterhose hervorstand. Seine Haltung erinnerte mich an die jungen Soldaten, die ich bei offiziellen Paraden gesehen hatte, diejenigen, die die Fahnenstangen trugen, die wie lange, harte Schwänze aus ihren Hosen hervorzustehen schienen.

Er stand nahe der Koje des alten Matrosen, und der alte Matrose, der, als wir alleine gewesen waren, kurz davor gewesen zu sein schien, abzuspritzen, fuhr fort, an seinem graubehaarten Schwanz zu zupfen, als sei sonst niemand da.

Ich vermutete, dass hinter mir noch mehr Matrosen im Zwischengang standen, wo ich sie nicht sehen konnte. Aus den oberen Kojen baumelten Beine, Schenkel bebten, und Zehen kringelten sich. Es war unmissverständlich. Alle, außer dem Leser, spielten an ihren Schwänzen herum.

Das Laken wurde von meinem Schwanz gezogen, und mein Schwanz schnellte in die Luft. Reflexartig setzte ich mich auf, um das Laken zu packen, und mein Blick traf den des Mannes, der auf meinem Bett saß.

»Alles besser, nicht jetzt so krank mehr, da?«

Es waren Worte meiner Sprache, die so verquer ausgesprochen und in einer solchen Missachtung der Grammatik aneinandergereiht wurden, dass ich zuerst nicht verstand. »Ja, es geht mir jetzt besser, danke.«

»Gut, gut«, sagte er.

Meine Hand umklammerte noch immer das Laken. Er öffnete meine Finger, hob meine Hand an und legte sie sachte auf meinen Schwanz. Der Leser hielt mit Lesen inne und spähte über sein Buch hinweg zu mir herüber. Alle anderen schienen mit ihren steifen Schwänzen in den Händen erstarrt – alle, außer dem alten Matrosen, der fortfuhr, an seinem Schwanz zu reißen, als wolle er in jedem Augenblick abspritzen.

Ich ließ meine Hand liegen, wo der Mann sie hingelegt hatte. Außer dem Grunzen des alten Matrosen, war es völlig still, und niemand schien zu atmen. Schließlich legte der Mann, der auf meinem Bett saß, sich zurück und enthüllte den glänzenden, harten Schwanz, der zwischen seinen Schenkeln verborgen gewesen war.

Er ließ seine Faust über die Eichel gleiten. Er zerrte an seinem Schwanz. Aufreizend stieß er den Unterleib nach vorn, keuchte in theatralischer Übertreibung und grinste mich lüstern an.

Ich konnte nicht verbergen, dass ich seine Vorstellung eher komisch als erotisch fand. Der Mann schaute zu den anderen auf, als hätte ich ihn gedemütigt.

Als er mich erneut anschaute, Schloss ich die Finger um meinen Schwanz, zog die Vorhaut ganz zurück und enthüllte die klebrigen Tropfen, die aus meinem Schwanz getröpfelt waren, als ich ihn gegen die Matratze gepresst hatte. Mit der Fußzehe krabbelte ich an seiner Arschbacke, eine Bewegung, die, wie ich wusste, niemand sonst bemerken würde.

Er bewegte die Faust an seinem Schwanz. Ich bewegte meine Faust an meinem.

Der Leser fuhr, wie mitten im Satz, wieder fort zu lesen, und die anderen fingen wieder an, ihre Schwänze zu wichsen.

Fast unmittelbar darauf fing der junge Matrose mit dem dünnen Schnäuzer an, schwer zu atmen und sich zu winden. Aber die Hand des alten Matrosen fuhr nach oben und packte das Handgelenk des Jungen, um seine Hand vom Schwanz wegzuziehen.

Der junge Matrose schnappte nach Luft wie ein Fisch auf dem Trocknen. Sein Schwanz zuckte, aber er spritzte nicht ab. Schließlich ließ der alte Matrose sein Handgelenk los, und der junge Mann legte wieder Hand an seinen Schwanz, diesmal jedoch behutsamer.

Andere waren jetzt kurz vor dem Abspritzen wie der junge Matrose eben, so nahe, dass ich erstaunt war, wie sie von selbst aufhörten, denn bei keinem der anderen hatte der alte Matrose im letzten Moment die Hand von ihren Schwänzen weggezogen. Es waren so viele rote, tröpfelnde Schwänze, dass mir bewusstwurde, dass die Männer die ganze Zeit, in der ich dachte, sie machten sich über den alten Matrosen lustig, an sich herumgespielt hatten.

Ich bemerkte einen kleinen, dunkelhäutigen Mann mit kräftigem Körper. Er hob sich von den andern in der Nähe des jungen Matrosen ab, indem er auf den Fersen hockte, während er seinen Schwanz wichste und sich dabei hart in die Brustwarzen kniff.

Als ich wieder zu ihm hinschaute, hatte er sich hingekniet und über die Fersen nach hinten gebeugt, so dass es schien, als ob sein übriger Körper mit dem Deck verschmolzen und nur sein dicker, dunkler Schwanz und seine wichsende Hand, die vergleichsweise zierlich erschien, übriggeblieben wäre. Bald darauf explodierte der vom Deck abstehende Schwanz und schickte Ströme von Sperma in die Luft.

Das war eine Schande, wie mir klar wurde. Von allen Seiten wurde gejohlt und gebuht.

Der Vorleser machte erneut eine Pause. Der dunkelhäutige Mann krabbelte auf die Füße, obwohl sein pendelnder Schwanz noch immer ein Gespinst von Samen verströmte. Er ließ den Kopf hängen und ging langsam durch den Mittelgang. Im Vorbeigehen streckten die Männer, die ihn erreichen konnten, die Hand aus und zogen an seinem Schwanz, aber ob sie dies taten, um ihn zu verhöhnen odereinfach um die letzten Tropfen der glitschigen, feuchten Substanz aus dem dunklen Schwanz zu melken, wusste ich nicht. Weder leistete er den zupackenden Händen Widerstand, noch schien es ihm besonders angenehm zu sein.

Auf dieses Beispiel hin verlangsamte ich die Bewegung meiner Hand an meinem Schwanz. Tatsächlich war das körperliche Bedürfnis nach Entspannung an der Wurzel meines Schwanzes so stark geworden, dass ich kaum wagte, meine Hand überhaupt zu rühren, außer wenn die Männer herüberschauten.

Als der Dunkelhäutige vorbeigegangen war, las der Vorleser wieder weiter. Ich konnte mir vorstellen, was das für ein Buch war.

Unten im Mittelgang, wo ich noch hinsehen konnte, rieben ein lockenköpfiger Mann und sein behaarter, pummeliger Partner die Schwänze aneinander. Sonst aber stand keiner der Männer näher bei einem anderen, als es notwendig war. Der junge Matrose schien seine Augen geschlossen zu halten. Viele andere achteten auf keinen anderen Schwanz als den eigenen, außer wenn einer ganz nahe vor dem Abspritzen zu sein schien.

Ich dachte mir, ich sollte aufhören hinzustarren. Es könnte jemand bemerken, dass ich die Geschichte überhaupt nicht verstehen konnte und dass mein Schwanz aus einem ganz anderen Grund steif war. Andererseits glotzte der Mann am Ende meines Betts, der seinen Schwanz zwischen den Schenkeln wichste, die ganze Zeit auf die Eier des Vorlesers, ohne ein großes Geheimnis daraus zu machen.

Der Vorleser las weiter bis zum Ende einer Seite. Dann schaltete er die Taschenlampe aus und legte das Buch beiseite. Sein Schwanz war während der ganzen Zeit unbeachtet geblieben, dabei schien er von all den harten und gierigen Schwänzen, die ich sehen konnte, meinen eigenen eingeschlossen, derjenige zu sein, der der Aufmerksamkeit am meisten bedurfte.

Der Vorleser war etwa zweiundzwanzig, vielleicht der jüngste von allen, außer demjenigen mit dem erbärmlichen Schnäuzer. Sein Schwanz hatte beim Lesen über seinem Bauch geschwebt und schien sichtbar zwischen seinen riesigen, zusammengezogenen Eiern zu zucken.

Ich stieß einen ebenso starken Seufzer aus wie der Vorleser, als dieser endlich die Hand um seinen Schwanz Schloss. Er machte die Augen zu, und die Hand, die die Taschenlampe hielt, wurde zu einem festen Knoten auf dem Berg aus sonnengebräunten Muskeln auf seiner Brust. Er zog kräftig an seinem Schwanz, worauf sich die Muskeln auf seinen Schenkeln und an seinem Unterleib wölbten.

Die anderen johlten.

Der Vorleser wichste seinen Schwanz. Er öffnete die Augen und sagte etwas. Aus verschiedenen Richtungen kam Antwort, und er sagte noch etwas. Es entstand ein Wortwechsel. Ich begriff nicht, wie der Vorleser sprechen konnte, denn jedes Mal, wenn seine Faust über die Schwanzspitze glitt, schien sich sein Körper vor Lust zu verkrampfen.

Ich wusste nicht, wie viele Männer hinter mir im Mittelgang standen. Ich dachte, es könnte unhöflich sein, sich umzudrehen und nachzusehen, vor allem weil es auch so eine Menge zu sehen gab. Aber ein großer, dünner, sehr hellhäutiger Mann kam aus dieser Richtung, wobei er seinen Schwanz wichste.

Der große Mann setzte sich auf das Bett des Vorlesers und lehnte sich an die Wand. Sie wandten einander die Gesichter zu und sprachen, während sie beide ihre Schwänze mit der rechten Hand wichsten. Schließlich seufzte der Blasse, nahm die rechte Hand von seinem Schwanz und legte sie auf den Schwanz des Vorlesers.

Der Vorleser nahm die Taschenlampe und das Buch auf.

Der Vorleser las weiter.

Der Blasse wichste den Schwanz des Vorlesers mit der rechten Hand und seinen eigenen mit der linken. Welch einen Kontrast sie bildeten.

Der Vorleser hätte ein Sportler sein können, so wie sich überall seine Muskeln wölbten und seine Brust und seine Schenkel gebräunt waren. Seine Haut war glatt, und seine Brust war bis auf die goldenen Ringe um seine Brustwarzen unbehaart. Sein Schwanz war völlig gleichmäßig und hart wie Stahl. Mit dem hinter dem Buch verborgenen Kopf schien er vom Hals aufwärts von den sexuellen Reflexen, die von der bleichen Hand auf seinem Schwanz in seinem Körper darunter ausgelöst wurden, abgeschnitten.

Der Dünne war genau das: dünn, nicht dürr, wie ich zuerst gedacht hatte. Die blässliche Haut mit den schmutzig wirkenden Kringeln schwarzer Haare hatte mir zuerst nicht gefallen. Mir schien, sein Schwanz sei nicht richtig steif. Er war gekrümmt und schien schlaff zu pendeln, wenn seine linke Faust ihn unbeholfen bearbeitete, aber bald sah ich, dass das ein Irrtum war. Als die Muskeln des Blassen anschwollen und sich röteten, beobachtete ich ihn genauso aufmerksam wie den Vorleser.

Die Stimme des Vorlesers blieb flüssig und fest, aber auf dem Gesicht des Blassen zeichnete sich die Ekstase jeder einzelnen Bewegung ab.

Der Mann auf meinem Bett hatte den Vorleser vielleicht noch eindringlicher beobachtet als ich, aber er legte sich über meine Füße zurück, und ich konnte wieder sehen, wie er seinen Schwanz wichste. Diesmal sah er aus wie ein aufgegeilter Mann, der seinen Schwanz wichst und kein bisschen wie ein Affe, der sich im Zoo einen ’runterholt.

Vielleicht war ich der einzige, der den jungen Matrosen beachtete, denn diesmal kam Gegrunze und Gestöhne aus allen Richtungen. Der junge Matrose sah aus, als habe er einen schmerzhaften Sonnenbrand. Der Schweiß, der ihm über den Oberkörper strömte, hatte seine Unterhose durchnässt, bis sie in durchsichtigen Falten an seinen fleischigen Schenkeln klebte. Von der sexuellen Spannung in seinen Eiern war sein Gesicht zu einer grotesken Grimasse verzerrt.

Er federte auf den Fußballen und zischte, und seine Faust über seinem roten Schwanz war nur noch als Schemen zu sehen. Die Muskelstreifen auf seinem Bauch verkrampften sich, um gegen seinen aufragenden Schwanz zu stoßen. Sein Gesicht entspannte sich ein wenig; ich wusste, tief in seinem Schwanz spürte er mit Gewissheit die Erleichterung, dass er abspritzen würde, gleich, jetzt.

Wieder schoss aus der Koje des alten Matrosen die grauhaarige Hand, diesmal Schloss sie sich jedoch um den harten, heißen Schwanz des jungen Matrosen, und war im Nu mit Sperma überströmt. Der junge Matrose wand sich, während die alternde Hand seinen Schwanz trockenlegte. Einen Augenblick später ragte der grauhaarige Schwanz in den Mittelgang und verströmte seine Ladung.

Der nackte Mann am Ende der Ganges kniete vor seinem Partner, und bald wurden seine Locken festgehalten, während der rundliche Matrose nach Luft schnappte und Gebrauch von seinem Mund machte. Der Mann zu meinen Füßen fing an, obwohl er mit der Faust die Wurzel seines Schwanzes umklammerte, in großen Schwällen über seine Brust und die Schultern und gegen die Wand abzuspritzen.

Das Vorlesen hatte aufgehört. Ich schaute zum Vorleser hin. Seine eigene Hand war wieder an seinem Schwanz, und die Zunge des blassen Mannes schleckte an seiner Brustwarze. Plötzlich warf der Vorleser sich herum, richtete seinen Schwanz auf den Dünnen und schoss seine Ladung aus kürzester Entfernung gegen den behaarten Bauch des Dünnen. Eine feuchte Hand war unter meine Eier geschlüpft. Ich konnte mich nicht länger zurückhalten.

Mein Schwanz spie das weiße Zeug hervor.

Der blasse Mann stand auf und molk meinen Schwanz, wobei er mein Sperma mit dem des Vorlesers vermischte, und dann wichste er unter unser aller Augen seinen gekrümmten Schwanz und schoss seine Ladung in den Mittelgang.

Dies war die allabendliche Praxis der Mannschaft auf diesem Schiff, und die einzige Trübung der Eintracht war der allabendliche Streit darüber, wer den Schwanz des Vorlesers während des Vorlesens bearbeitete. Niemand bekannte sich dazu, sich um diese Pflicht zu reißen.

Schließlich wurde mir diese Aufgabe übertragen, da ich das Vorgelesene ohnehin nicht verstehen konnte. Ich lernte nie die Worte, um Einspruch dagegen zu erheben.

Royal Flush – R. S. Thomas

Die Wüste um uns herum brüllte: sie brüllte vor Hitze und Glasscherben und Wellen beißenden Sandes. Es hätte ein Abbild der Hölle sein können, aber der gute, alte Dante hätte das hier nicht verkraftet. Ich fluchte, als ich zum dritten Mal eine Eidechse überfuhr.

Ich warf einen Blick auf Shawn, der auf dem Rücksitz schlief. Ausgestreckt lag er da, sein Gesicht eine Maske aus Hitze und Qual. Selbst so war er noch zum Anbeißen. Zuerst hatte er gelacht, als ich ihn gebeten hatte, mit mir zu kommen. Um mit Shawn zu sprechen war ich in Ronnys Wohnung aufgekreuzt, als dieser, wie ich wusste, zur Arbeit war. Ich sagte ihm, dass ich weggehen und nicht zurückkommen würde. Er konnte mitkommen oder bleiben, wo er war, und noch eine verdammte Ewigkeit mit Ronny zusammenleben. Ich sagte ihm, dass ich weit weggehen würde, und zwar schleunigst, um vor einem vermasselten Deal in L.A. zu flüchten und mich um einen anderen Deal in Oklahoma City zu kümmern. Ich konnte ihm nichts versprechen, außer dass ich nicht zurückkommen würde. Und ich würde jetzt gleich gehen. Er hatte noch ein paarmal nervös gelacht und eine halbe Schachtel Zigaretten geraucht, während er noch zögerte und darüber nachdachte. Seine haselnussbraunen Augen schweiften durchs Zimmer und wieder zu mir zurück, während er seine beiden Möglichkeiten abwägte.

Ich hatte ihm zehn Minuten zum Packen gegeben.

Es gab hier keine Bullen, die in dieser Wüstenhölle einen Temposünder an die Seite gewinkt hätten. Also war jetzt die Gelegenheit, so viel Highway hinter mich zu bringen, wie ich konnte. Ich würde fahren wie der Teufel, um meine Verabredung einzuhalten, und das hier war genau die richtige Straße für einen Teufel. Während der Fahrt zog ich mir das T-Shirt aus.

Mit 180 schnickte ich eine weitere Eidechse weg. Ich steckte ein neues Band ins Kassettendeck, stellte aber nicht lauter, um Shawn nicht zu stören. Ich dachte an seine Augen, seine rattige, blonde, ausgebleichte Rockerfrisur, sein Gesicht, das seinen baldigen einundzwanzigsten Geburtstag verriet, seinen schläfrigen Mund, der sich oft zu einer sarkastischen Schnute verzog. Scheiß drauf, er war immer noch jemand, für den man hätte sterben können, und beim Fahren dachte ich außerdem an seine vollen Lippen, die sich so gut küssen ließen, seinen kleinen Arsch, seine gebräunten, muskulösen Beine. Seit diesem einen Mal, sein dem Royal Flush, war bei Ronnys allabendlichen Pokerpartien, bei denen Shawn mit freiem Oberkörper, in abgeschnittenen oder hautengen Jeans uns als Bedienung Drinks servierte und die Aschenbecher ausleerte, die Spannung offensichtlich. Höflich ausgedrückt hätte man ihn »Callboy« oder »Günstling« genannt, aber er war nichts weiter als eine billige Nutte, die ihren jungen, weißen Arsch verkaufte und der gefiel, was sie bekam, sowohl an Barem als auch an, äh, vergänglichen Gütern. Er war Ronnys Junge, und er war dem Mann, der die Miete zahlte und für Koks sorgte, ergeben. Ronny reichte ihn nie herum, wie es die anderen Kerle mit ihren Jungs machten. Ronny ließ seine Freunde nie ran an seinen Jungen. Aber bei jeder Partie oder jedes Mal, wenn wir uns sonst sahen, war die Anziehung, die Shawn auf mich und ich auf ihn ausübte, unverkennbar. Ein Jahr lang war es so gegangen. Außer bei dem Royal Flush hatte ich ihn nie angerührt. Aber jetzt gehörte er mir, wohin immer das auch führen sollte.

Wir waren jetzt seit heute Morgen zusammen auf dem Weg, und die Sonne stieg auf ihren höchsten Punkt.

Ich hatte sehr wenig Gepäck. Die Umstände hatten mir den Luxus, in meine Wohnung zu gehen, nicht erlaubt. Meine einzigen Reisebegleiter außer Shawn waren die Klamotten, die ich trug, die Tasche auf dem Beifahrersitz und die 375er im Handschuhfach.

Shawn regte sich.

Er steckte die Hand nach vorn. Er bestand einzig aus Jugend und aus Muskeln. »Irgendwas passiert, als ich geschlafen hab’, Gus?«

»Ich hab’ mir deinen Arsch betrachtet und beschlossen, dass ich ihn behalte«, sagte ich.

Er kicherte zynisch. »Und du hast nicht versucht, mich anzutatschen, du Arschloch?«

Ich tat erstaunt. »Ich bin ein Gentleman, du dreckiger, ungebildeter Kaffer. Ich würde höchstens versuchen, dich anzutatschen, wenn du besoffen wärst und schlafen würdest.«

»Apropos«, sagte er.

Ich deutete auf mein einziges Gepäckstück. Shawn öffnete den Reißverschluss und holte die Flasche Jack Daniels heraus. Er nahm einen tüchtigen Schluck und hielt sie mir hin. Ich winkte ab.

Er nahm noch einen und steckte die Flasche wieder in die Sporttasche. »Was ist in den Papiertüten?« fragte er.

»Was du nicht weißt, macht dich nicht heiß«, brummelte ich.

Er zog die Flasche heraus und nahm noch einen Schluck.

Hölle, Hölle und noch mehr Hölle. Als wir an Needles vorbeischossen, ballten sich die Wolken. Bei Phoenix riss der Nachthimmel auf, und der Sturm brach los. Es regnete wie aus Kübeln. Fluchend ging ich vom Gas. Ich schüttelte den Kopf und versuchte, mir den Schlaf aus den Augen zu reiben.

Shawn regte sich erneut, streckte sich und kletterte vom Rücksitz nach vorn. Er lachte.

»Ich habe geträumt, Ronny käme mir hinterher«, sagte er. »Es war irgendwie … aufregend. Als ob ich sein beschissenes Eigentum wäre oder so’n Scheiß. Obwohl ich wusste, dass er uns nicht nachkommen könnte.«

»Könnte er schon«, sagte ich. »Wir hatten ein paar gemeinsame Freunde, die ihm sagen könnten, wohin ich gehe. Die könnten plaudern.«

»Sowas würden dir deine Freunde antun?«

»Es sind nicht mehr unbedingt meine Freunde.«

Er schüttelte den Kopf. »Ronny würde uns nicht verfolgen. Der ist ’n Feigling. Der hätte nie den Mumm, mich aufzustöbern und zurückzubringen.«

»Vielleicht doch.«

»Glaubst du wirklich?«

»Klar. Das ist einer der Gründe, warum mich der Gedanke, dich mir zu schnappen, so angemacht hat.«

»Ist ja ’ne ziemlich kranke Art von Kick«, sagte er. »Du siehst müde aus. Solltest du nicht besser ausruhen?«

»Keine Zeit«, antwortete ich.

»Also dann pass aber gut auf«, sagte er. »Wenn du noch müder wirst, ist ganz schnell alles beim Teufel.«

Ich schaute in an, und er lächelte nicht.

Der Sturm hatte sich gelegt, und die Nacht war wieder heiß geworden. Ich fuhr an den Straßenrand, und Shawn holte den Spiegel aus seinem Koffer. Wir stellten den Koffer mit dem Spiegel darauf hin und teilten auf. Shawn hielt nach den Bullen Ausschau, während ich eine Line, dann zwei, dann drei nahm. Der Stoff war gut.

Shawn nahm seine beiden Lines, leckte den Spiegel ab, legte den Kopf zurück und stöhnte leise.

»Nicht übel«, seufzte ich. »Ich fühl’ mich viel besser.«

Shawn packte die Utensilien weg und lehnte sich im Sitz zurück. Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus.

»Hat mir gefallen, dass du gekommen bist und mich dazu gebracht hast, Ronny ’n Tritt zu geben«, sagte er. »Ich weiß, ich sollte beleidigt sein, aber ich find’s scharf.«

»Das ist nicht der einzige Grund«, verriet ich ihm. »Seit diesem Royal Flush bin ich scharf auf deinen schwanzgeilen Arsch.

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