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Arztromane

Vorwort

Sämtliche Personen, Orte und Begebenheiten sind frei erfunden, Ähnlichkeiten rein zufällig.

 

Der Inhalt dieses Buches sagt nichts über die sexuelle Orientierung des Covermodels aus.

 

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder eine andere Verwertung, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung der Autorin.

 

 

Ebooks sind nicht übertragbar und dürfen nicht weiterveräußert werden. Bitte respektieren Sie die Arbeit der Autorin und erwerben eine legale Kopie. Danke!

 

 

 

Text: Sissi Kaipurgay

Foto von shutterstock 143280199

Covergestaltung: Lars Rogmann


Charly auf dem Sofa

 

Charles Browning kommt seit einem Jahr in meine Praxis und ich höre ihm zu. Dabei bewundere ich seine schönen Hände und tue so, als würde ich mir etwas notieren. Er erzählt mir von den Kunden (er ist Versicherungsvertreter), seinen Erfolgen, Freizeitunternehmungen und was er am Wochenende gekocht hat. Ich kenne seine bevorzugten Farben und bin darüber im Bilde, dass er auf flachbrüstige Frauen steht. Eigentlich weiß ich alles von ihm, nur nicht, weshalb er zu mir kommt.

Ich bin Psychotherapeut und gewohnt, dass die Leute mich volllabern. Dass ich dabei manchmal abschalte, merkt keiner, denn ich bin überaus professionell und kann ein Gähnen durchaus unterdrücken. Charles langweilt mich nicht, ihm höre ich stets aufmerksam zu, auch wenn er mir nur Belanglosigkeiten erzählt. Wahrscheinlich versuche ich auf Ungereimtheiten zu stoßen, irgendeinen Hinweis, worin der Grund für seine Besuche liegt.

Hinzu kommt, dass er mir sehr gefällt. Ich fange nie etwas mit Patienten an, da das natürlich unprofessionell wäre und außerdem ist Charles wohl hetero, auch wenn ich dafür noch keinen Beweis gefunden habe. Doch die Abwesenheit desselben lässt keinen Umkehrschluss zu, zudem ist das – wie schon erwähnt – sowieso nicht von Belang.

 

„Dr. Schmidtbau, denken Sie manchmal an … haben Sie unkeusche Gedanken?“, fragt mich Charles eines Tages völlig überraschend.

„Tja, das ist wohl normal, wenn man ein gesunder Mann ist“, erwidere ich und male einen stilisierten Penis auf meinen Schreibblock.

„Und … wenn Sie die haben, was passiert dann?“ Charles hebt den Kopf von der bequemen Liege und guckt mich an.

Seine Augen sind grün und dicht bewimpert, es wirkt fast weibisch, doch es passt zu ihm. In meinen Augen, ist er ein schöner.

„Dann mache ich, was alle Männer tun“, behaupte ich kühn. „Ich lege selbst Hand an.“

„Aha“, bemerkt Charles und schweigt anschließend.

Ich durchbreche die Stille nicht, male geduldig weiter Penisse auf meinen Block und versehe die Hoden mit Haaren. Wirklich begabt bin ich nicht, aber Picasso konnte meines Erachtens auch nicht malen und tat es trotzdem.

„Dr. Schmidtbau“, sagt Charles nach einer Ewigkeit, „Ist es also unnormal, wenn man es nicht tut?“

Ich zeichne einem der Schwänze ein Grinsen auf die Eichel und überlege.

„Wenn es Sie juckt, Herr Browning, dann kratzen Sie doch auch, nicht wahr? Das Gleiche ist es mit dem Sexualtrieb. Man muss ihn beseitigen, sonst juckt es immer weiter, verstehen Sie?“

Stille. Mein Bleistift kratzt über das Papier.

„Aber ... aber wenn man es einfach nicht kann?“

Mein Stift durchbohrt den gesamten Block, so sehr triumphiere ich über diesen Durchbruch. Da ist es endlich, das Problem von Charles, um das wir seit einem Jahr herumreden wie um den sprichwörtlich heißen Brei. Ich unterdrücke einen begeisterten Aufschrei und versuche, ganz normal zu wirken.

„Herr Browning, wollen Sie damit andeuten, dass Sie nicht selbst Hand anlegen können oder wollen?“

Charles kaut auf seiner Lippe herum, kontrolliert seine Fingernägel, wischt sich ein Staubkörnchen vom tadellosen Hemd. Er wackelt mit den Füßen, fährt sich mit einer Hand durchs Haar, fummelt in der Brusttasche nach etwas, das nicht da ist, seufzt und kneift schließlich die Augen fest zu.

„Ich kann nicht“, flüstert er.

Mein Bleistift fabriziert ein weiteres Loch im Block, so angespannt drücken meine Finger gegen das Zeichengerät. Ausgerechnet durch einen Hoden. Ich hole tief Luft und versuche, mich zu entspannen.

Ein neuer Penis entsteht, während ich frage: „Ist es Ekel oder fühlen Sie Schuld, wenn es passiert?“

Ich linse heimlich zu Charles, der sich angestrengt mit dem Ring an seiner linken Hand beschäftigt. Bisher habe ich den Reif für einen Ehering gehalten, doch langsam glaube ich, dass Charles gar nicht verheiratet ist. Merkwürdig, hat er nicht von einer Frau gesprochen? Während ich abwesend dem Schwanz einen Sack verpasse und die Härchen akribisch daran abbilde, überlege ich, was mein Patient mir im letzten Jahr erzählt hat. Erst in diesem Moment fällt mir auf, dass er sich stets an Verallgemeinerungen festgehalten hat.

Wir haben gekocht oder wir sind spazieren gegangen, waren Formulierungen, die er oft benutzt hat. Wer ist ‚wir‘, sein Schwanz und er? Oder er und ein Ehegespons? Er und ein Freund, oder hat er einen Hund?

„Ich ... ich kann’s einfach nicht. Es ist falsch“, wispert Charles und reißt mich somit aus meinen Gedanken.

„Falsch?“, echoe ich und für einen Moment gerate ich aus dem Konzept.

„MAN darf das nicht. Es ist Sünde und unrein. Außerdem ... außerdem hat ein Mann nur eintausend Schuss und die darf man nicht sinnlos vergeuden.“

Der Blick, den Charles mir jetzt vertrauensselig zuwirft, ist herzzerreißend. Himmel, Arsch und Zwirn, wer hat ihm denn den Scheiß eingebläut? Ich seufze und stelle das Zeichnen ein.

„Herr Browning, ich bitte Sie, das ist doch nicht wahr.“

„Aber ich glaube daran und Sie haben mal gesagt, ich soll an meinem Glauben festhalten.“

Ja, verdammt, wann war das denn? Er muss mal von Gott geredet haben, erinnere ich mich schwach, doch das ist etwas ganz anderes als das hier.

„Herr Browning“, sage ich und glotze auf meinen Block. „Sie werden krank, wenn Sie nicht regelmäßig …“

„Es passiert nachts“, unterbricht mich Charles flüsternd. „Es passiert einfach und am nächsten Morgen ist alles ... besudelt.“

Das Entsetzen in seiner Stimme ist echt. Ich bohre den Bleistift durch die grinsende Eichel und denke nach. Dies hier ist ein Präzedenzfall, hier gelten meine Prinzipien nicht.

„Herr Browning – Charly - haben Sie eine Frau?“

„Nein.“

„Möchten Sie eine haben? Hatten Sie je Geschlechtsverkehr?“

Schweigen. Ich gucke zu ihm. Er ist puterrot geworden.

„Nein“, wispert er schließlich und fummelt an seinem Hosenknopf herum.

„Charly, ich will Ihnen helfen. Doch dafür müssen Sie mit mir reden. Haben Sie noch nie Erleichterung durch eine fremde Hand erfahren?“

Auf der Richterskala von Tomatenketchup erreicht Charles´ Gesicht die Note zehn, mehr geht nicht. Er schüttelt den Kopf und glotzt nach unten.

„Charly, das ist doch kein Grund, sich zu schämen“, sage ich und lege den Block weg. „Es gibt viele Männer, die noch nie …“

„Nein“, stöhnt Charles und sein Blick huscht zu mir. „Ich bin unnormal. Ein Freak. Ein Tölpel, den keiner will. Ich bin hässlich, mein ... mein Ding ist hässlich. Ich fühle mich so elend.“

Dies ist der Moment, an dem ich mich am liebsten zu ihm auf die Liege begeben und ihn in den Arm genommen hätte. Ich halte mich jedoch an meiner Doktorwürde fest, widerstehe dem Impuls und ertappe mich dabei, dass ich an einem Fingernagel kaue. Mist. Aber welcher Therapeut ist schon normal?

„Charly, Sie sind ein attraktiver Mann, der voll im Leben steht. Was soll denn an Ihnen falsch sein?“

„Alles“, wimmert Charles und mein Herz weint mit.

„Charly, ich will, dass Sie mir jetzt genau zuhören und tun, was ich Ihnen sage.“

Charles wird sofort ruhig, entspannt sich und schaut erwartungsvoll zu mir.

„Sie öffnen jetzt Ihre Hose, holen Ihren Schw… Ihr Glied hervor und fassen es an.“

Er erstarrt und seine Augen werden Lolligroß.

„Nein“, japst er. „Nein, niemals.“

„Passen Sie auf, ich mache es Ihnen vor und dann tun Sie es mir nach“, erkläre ich, packe beherzt meinen Hosenlatz, öffne ihn und taste nach meinem Schwanz.

Ein schrumpeliger Wurm gleitet in meine Hand. Peinlich. Ich drücke und knete ein wenig, bis die Konsistenz härter wird. Okay, den kann ich jetzt zeigen. Ich hole ihn hervor und ruckle die Hose zurecht, bis er genug Platz hat. Charles Blick klebt an mir und als er meinen kleinen Freund sieht, werden seine Augen noch größer.

Zögernd fummelt er an seiner Hose, bekommt den Knopf auf und ich halte unwillkürlich den Atem an, als er den Reißverschluss gaaaanz langsam nach unten zieht. Mit beiden Händen rupft er den Hosenstall auf, hebt das Becken an und schiebt den Stoff nach unten. Ein draller Schwanz ploppt hoch und bleibt schwingend kerzengerade stehen. Oh, da kann meiner kaum mithalten, doch er versucht es bei diesem Anblick.

„Wie fühlen Sie sich?“, frage ich und meine Stimme verliert für einen Moment den professionellen Ton.

„Es geht“, piepst Charles.

„Schuldgefühle?“

„Nein … Ja … Es ist so peinlich“, wispert er.

„Aber ich sitze hier doch genauso“, wende ich ein.

„Ja … aber das machen Sie sicher häufig mit anderen Patienten und ich …“

„Charly.“ Ich spreche eindringlich und rücke mit dem Stuhl näher an die Liege. „Sie sind der Erste, mit dem ich diese Form der Therapie anwende.“

„Was für eine Therapie?“, fragt Charles und sein Blick hat etwas Panisches.

„Die Konfrontationstherapie“, erkläre ich und linse heimlich zu seiner Erektion.

„Und … wie geht die?“

„Ganz einfach: Ich konfrontiere Sie mit Ihren Ängsten und gemeinsam überwinden wir dann selbige.“

„Und … was tun wir jetzt?“ Charles guckt in meinen Schoß, dann hoch zu mir und sieht dabei einfach zum Auffressen aus.

„Ich werde Sie jetzt massieren, um den Druck abzubauen“, kündige ich an und strecke die Hand aus, umfasse Charles knallharten Schwengel und beobachte dabei seine Reaktion.

Er kneift die Augen zu und atmet mit leicht geöffnetem Mund. Die Arme liegen mit geballten Fäusten seitlich und sein Unterkörper kommt leicht hoch, als ich die ersten Bewegungen ausführe. Es ist ein Genuss, seinen kochendheißen, seidenglatten Ständer zu fühlen und am liebsten hätte ich meinen Mund zum Einsatz gebracht, doch dafür ist es noch zu früh.

Charles schnappt nach Luft und sieht aus, als würde er defibrilliert werden. Immer wieder ruckt er hoch, krampfartig, und sein Schwanz wird in meiner Faust immer schwerer. Dennoch hält er durch, wehrt sich gegen die Erlösung und ich befürchte schon, dass mein Arm erlahmen wird, als er einen erstickten Laut von sich gibt, mich unvermittelt im Nacken packt und zu einem Kuss herunterzieht.

Seine Lippen sind weich und ein wenig ungeschickt, aber eifrig und sein Kuss voller Sehnsucht. Leider lenkt mich das ab, ich konzentriere mich nur noch auf seinen Mund und mein Arm steht still. Charles stöhnt ein ‚bitte weiter‘ und ich nehme die harte Massage wieder auf. Dabei spielen unsere Lippen weiter miteinander, zärtlich und immer sicherer.

Ein Ruck geht durch meinen Patienten, er zuckt, keucht und dann lässt er es raus. Ich muss hingucken, kann gar nicht anders und sehe staunend die Sahne fast bis zur Decke spritzen. Wow! Charles´ Schwanz gleicht einem Springbrunnen und er saut alles voll: Meine Hand, sein Hemd und auch die Liege bekommen etwas ab.

„So ist es gut“, murmle ich und wende mich seinem Gesicht zu.

Sofort wird mein Mund wieder eingefangen und Charles dreht sich auf die Seite. Eine Hand tastet nach meinem Geschlecht und – hey! – das geht jetzt wirklich nicht, doch schon ist es gefangen und wird gerubbelt.

Ich gurgle, gedämpft von Charles Mund, versuche, aus seinem Griff zu entkommen, doch der Kerl ist stark und sein Arm hält mich fest wie eine Eisenklammer. Ein Daumen fährt über meine Schwanzspitze und nimmt den Lusttropfen mit über die ganze Länge. Das fühlt sich aber gar nicht unerfahren an. Im Nebel meiner Lust kristallisiert sich ein Gedanke: Kann es sein, dass Charles mich verarscht hat?

Wut brodelt so schnell hoch, dass ich unerwartete Kräfte entwickle und es schaffe, mich aus dem Klammergriff zu befreien, aufspringe und zornig auf meinen Patienten herunterstarre. Dieser guckt mit verschreckt aufgerissenen Augen hoch und seine Wangen bekommen rote Flecken.

„Du ... du hast mich belogen“, zische ich und verfalle automatisch in die vertrauliche Anrede.

Charles senkt den Blick und nickt leicht.

„Das... das ist so was von ... abgebrüht, das hätte ich dir niemals zugetraut.“

Ich packe meinen Schwanz zurück in die Hose, die Lust ist mir gründlich vergangen.

„Verpiss dich und komm‘ nie wieder“, sage ich etwas ruhiger, wende Charles den Rücken zu und gehe zum Fenster.

Kleidung raschelt, das Leder der Liege knarrt, Schritte tappen zur Tür, sie fällt ins Schloss.

 

Im Laufe der folgenden Woche kreisen meine Gedanken ständig um Charles Browning. Wieso hat er das gemacht, mich getäuscht, meine Professionalität untergraben? Wollte er mich testen? Ich habe versagt, mit einem Patienten Handgreiflichkeiten ausgetauscht und zu der Scham mischt sich ein ganz anderes Gefühl: Verliebtheit.

Ich mochte Charles von Anfang an, habe ein Jahr lang seine Hände angehimmelt und jetzt ist er mir endgültig unter die Haut gekrochen, auch wenn ich ihm den Betrug nicht verzeihen kann.

 

Am Mittwoch, dem Tag, an dem Charles immer zu mir kam, sitze ich in meinem Sprechzimmer und glotze auf den Terminkalender. Er war immer der letzte Patient, weil ich keinen Druck haben wollte und ihm meist mehr Zeit eingeräumt habe, als den anderen. Berechnet habe ich das nie. Ich will gerade seufzend seinen Namen aus dem Kalender streichen, als es an der Tür läutet.

Voller Hoffnung schlägt mein Herz um ein paar Takte schneller, während ich durch den Flur laufe und die Tür öffne. Mit gesenktem Kopf steht Charles vor mir. Ich trete zurück, mache eine einladende Handbewegung und er kommt herein, geht wortlos zum Sprechzimmer und setzt sich dort auf die Liege. Wie immer nehme ich in meinem Lehnstuhl Platz, falte die Hände im Schoß und warte.

Nach gefühlten Stunden seufzt Charles, den Blick fest auf seine verknoteten Finger gerichtet, und beginnt zu sprechen.

„Ich komme seit einem Jahr her und mit jedem Tag hab ich mich mehr in dich verliebt. Es tut mir leid, dass ich zu einer Lüge gegriffen habe, um ... um an dich ranzukommen. Ich hab’s versaut und weiß gar nicht, wie ich damit leben soll. Entschuldige.“

Ich weiß überhaupt nicht, was ich dazu sagen soll, denn das hier ist keine normale Sitzung denn ich bin viel zu sehr involviert. Mein Magen spielt gerade harter Knoten und in meiner Kehle hängt ein Ball fest.

„Ich hätte das nicht tun dürfen“, flüstert Charles, guckt kurz zu mir rüber und dann wieder auf seine Finger.

Die Knöchel treten weiß hervor und in der Stille des Zimmers klingt das Ticken der Standuhr viel zu laut.

„Wieso bist du überhaupt zu mir gekommen?“, frage ich, nachdem ich meinen Hals freigeräuspert habe.

„Ich hab dir eine Versicherung verkauft, erinnerst du dich nicht? Du hast mir so sehr gefallen, dass ich einfach immer wieder kommen musste“, sagt Charles leise.

Das war mir tatsächlich entfallen, doch nun, nachdem Charles es erwähnt hat, weiß ich es wieder. Gleich darauf begannen die Termine.

„Du hast also gar kein Problem sondern bist nur … wegen mir hier?“, frage ich nach, denn mein Gehirn kann das einfach nicht verarbeiten.

Charles nickt.

„Ich werde aber einen neuen Therapeuten brauchen, denn jetzt habe ich wirklich etwas, was geheilt werden muss“, flüstert er, steht schwerfällig auf und hält den Blick beharrlich gesenkt. „Leb wohl.“

Er dreht sich um und endlich hat mein Kopf alles verarbeitet. Charles ist in mich verliebt und er wird diesen Raum nicht ohne Spermaflecken verlassen. Ich springe auf, bin mit zwei Schritten hinter ihm und schlinge meine Arme um seine Taille. Er stockt und für einen Moment stehen wir einfach nur da, bis er sich langsam herumdreht und ungläubig auf mich herunterschaut. Ich stelle mich auf die Zehenspitzen und biete ihm meine Lippen an.

„Lothar? Spielst du mit mir oder …?“

„Küss mich und finde es heraus“, sage ich und fasse ungeduldig um seinen Hinterkopf, ziehe ihn näher und endlich verschmelzen unsere Lippen.

Meine Knie werden zu Wackelpudding und das Herz springt mir gegen die Rippen. Unser Kuss ist wild, hungrig und unsere Finger zittrig vor Ungeduld. Charly stöhnt an meinen Lippen und seine Hände sind schon unter mein Hemd gewandert, in den Bund der Hose gefahren und liegen auf meinen Arschbacken.

„Ich hab nicht in allem gelogen“, flüstert er und legt seine Stirn gegen meine. „Ich hab‘ noch nie mit einem Mann …“

„Aber du hast schon mal Sex gehabt?“, frage ich leise und stupse sanft seine Nase mit meiner an.

„Klar.“ Er grinst verlegen. „Aber nur mit Frauen.“

„Charly, zieh dich aus, ich muss dich endlich spüren“, bitte ich und beginne, an seinen Sachen zu reißen.

Er gehorcht und schon nach ein paar Sekunden sind wir beide nackt. Ich dränge ihn zur Liege, schubse ihn auf die Fläche und klettere auf ihn drauf. Charly ist viel kräftiger als ich und einen halben Kopf grösser, bietet daher eine gute Unterlage. Ich zwinge seine Schenkel auseinander und schummle mich dazwischen. Er verkrampft sich, glotzt mich verunsichert und ängstlich an.

„Scht, keine Sorge, ich will dich nicht ficken“, beruhige ich ihn und er lächelt erleichtert, wird wieder lockerer.

Ich rutsche hoch, bis unsere Schwänze übereinander liegen und reibe mich an Charlys geilem Körper, während er mich leidenschaftlich küsst. Meine Hand kann unsere Ständer kaum zusammen umfassen, weshalb ich stöhne: „Hilf mir mal.“

Seine langen, schlanken Finger legen sich über meine. Ich überlasse ihm unsere Ständer ganz und wispere: „Wichs uns.“

Charlys Faust ist eng, seine Lippen heiß und unser Gestöhne wirklich nahe an der Grenze des lautstärkemäßig Erlaubten. Wie gut, dass die Wände schallgedämmt sind, dank einiger hysterischer Patienten. Ich bin vollkommen betört von Charlys Duft, seinen Küssen und seiner harten Massage. Mein Herz und mein Atem fliegen, jeder einzelne Muskel meines Körpers spannt sich an, selbst die Zehen sind gestreckt, als sich mein Orgasmus ankündigt.

„Ich komme“, ächze ich und im nächsten Moment pumpt warme Lust aus mir raus.

Charly wimmert, macht weiter und kommt Sekunden nach mir, keucht und zuckt, während zwischen uns eine Lache aus wichtigem Genmaterial entsteht. Minutenlang ist nur unser keuchender Atem zu hören.

„Lothar?“, flüstert Charly und seine Stimme klingt traurig. „Muss ich jetzt gehen?“

„Wie kommst du denn darauf?“

Ich hebe den Kopf und schaue in seine wunderschönen grünen Augen, die ängstlich auf mich gerichtet sind.

„Du hast doch jetzt ... also, ist das nicht so bei Schwulen, dass die nur Sex wollen?“

„Mein wundervoll naiver und dummer Schatz. Ich will mehr als Sex von dir, ich will dich. Es war nur so dringend, verstehst du?“, antworte ich leise und streiche ihm sanft über die Wange.

„Ach so“, wispert Charly und er beginnt zu strahlen wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum. „Ach so ist das.“

„Genau. Und jetzt ziehen wir uns notdürftig an und gehen rüber in meine Wohnung. Dort gibt es ein breites Bett, gedämpftes Licht, leise Musik und ein gutes Glas Wein, bevor ich dich noch einmal vernasche“, verspreche ich und gebe ihm einen zarten Kuss, bevor ich mich vorsichtig von ihm runterwälze.

„Klingt gut“, murmelt Charly verträumt.

 

Das klingt nicht nur gut, das ist es auch. Wir liegen auf dem Bett und schlürfen teuren Rotwein, verschlingen uns mit Blicken, während Pavarotti leise eine Oper schmettert. Im Ofen backt eine Pizza, damit wir bei Kräften bleiben.

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