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Aron Lubor und der Sprung in die Vergangenheit: Weg in die Galaxis – Raumschiff PLUTO 10

Aron Lubor und der Sprung in die Vergangenheit: Weg in die Galaxis – Raumschiff PLUTO 10

Harvey Patton

Published by Cassiopeiapress/Alfredbooks, 2018.

Inhaltsverzeichnis

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Aron Lubor und der Sprung in die Vergangenheit

Copyright

Die Hauptpersonen des Romans:

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Further Reading: 30 Sternenkrieger Romane - Das 3440 Seiten Science Fiction Action Paket: Chronik der Sternenkrieger

Also By Harvey Patton

About the Publisher

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Aron Lubor und der Sprung in die Vergangenheit

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WEG IN DIE GALAXIS – Raumschiff PLUTO 10

von Harvey Patton

Der Umfang dieses Buchs entspricht 131 Taschenbuchseiten. 

Als der Planet Ramon im fernen Lyk-System von Schwarzen Raumern zerstört wird, überlebt eine Hand voll Ramoner die Katastrophe. In verzweifelter Lage setzen sie alles daran jene Sauerstoffwelt wiederzufinden, die nach uralten Berichten ideal für eine Besiedlung ist und nur von Halbwilden bewohnt sein soll.

Über dem gesuchten Planeten entkommt der Humanoide Aron Lubor als einziger ihrem explodierenden Suchschiff ARIT. Mit dem Raumer gehen die Koordinaten Ramons verloren. Von Peter Lorre, dem Sohn des Besitzers der HFL-Raumschiffwerft gerettet und von Ärzten operativ auf das Seh- und Hörvermögen der Menschen umgestellt, wird Aron Lubor dessen Freund. Lorre verdankt es dem Ramoner, daß seine Raumjacht PLUTO mit dem ersten Transitionstriebwerk ausgerüstet wird, und Aron Lubor kann hoffen, mit ihr seine Heimatwelt Ramon wiederzufinden.

Hinter dem Planet Pluto entdeckt die PLUTO einen vor 1350 Jahren teilzerstörten Kugelraumer und richtet ihn als Basis I für das Schiff ein. Wenig später stößt man im Alpha Centauri-System auf den zur selben Zeit entvölkerten Planeten Enigma (Rätsel) und neben einer gigantischen Stadt auf dem Gebirgskontinenten Mih eine intakte Defensivzentrale, die sich als Basis II anbietet.

Die Suche nach dem Lyk-System mit seinem Planeten Ramon ist eine Kette dramatischer Abenteuer. Erst in letzter Minute werden die wenigen Überlebenden einer vom Aussterben bedrohten Rasse durch Einsatz eines alt-Ramonischen Raumers nach Kuus in Sicherheit gebracht.

Doch nach wie vor stellen die Schwarzen Raumer der Zyklops die größte Gefahr im Spiralarm der Galaxis dar, die zuletzt vor 1350 Jahren Planeten vernichteten oder entvölkerten, bis die PLUTO die Einsatzhäfen der schwarzen Roboterschiffe entdeckt und auch den Planeten im Leerraum, auf dem die schlummernde Brut der Zyklops auf ihr Erwachen wartet. Durch das Auftauchen der PLUTO in seiner Ruhe gestört, vernichtet der Brutplanet sich selbst.

Der Exodus der Terraner nach Enigma im Alpha Centauri nimmt seinen Anfang. Die kleine Raumjacht wird durch die größere PLUTO 2, mit Hilfe Ramonischer Ingenieure auf den höchsten Stand gebracht, abgelöst. Niemand an Bord ahnt, was ihnen die Zukunft noch bringen wird. Die Crew der PLUTO 2, nun zweiundzwanzig Personen stark, kennt nur ein Ziel, das Universum für die Terraner zu erforschen und ihr Weg führt von Stern zu Stern.

Im Kosmos der Serie 'Weg in die Galaxis' sind bisher erschienen:

Spur ins andere Kontinuum

Planet der Maschinen

Die Rebellen von G’oerr

Jagd durch das Sol-System

Das Cyborg-Projekt

Herrscher über ein Dutzend Welten

Aron Lubor und die Energiefalle

Aron Lubor und der Sprung ins All

Aron Lubor und die Sklavenwelt Pygma

Aron Lubor und die Macht im Dunkeln

Aron Lubor und das Echo aus der Vergangenheit

Aron Lubor und die Falle im Nichts

Aron Lubor und die vergessene Kolonie

Aron Lubor und die Fremden

Aron Lubor und der Ringplanet

Aron Lubor – Gefangen im All

Aron Lubor und der Sprung in die Vergangenheit

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Die Hauptpersonen des Romans:

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ARON LUBOR: AUGENFARBE schockgrün, silberglänzendes Haar, schulterlang, hat mit seinen breiten Schultern und schmalen Hüften Ähnlichkeit mit Peter Lorre. Alter: Laut eigenen Angaben ca. 26 bis 29 Jahre. Humanoide aus dem Lyk-System vom Planeten Ramon.

Peter Lorre: Sohn des Connor Lorre, Besitzer der HFL, der größten Raumschiffwerft der Erde, 27 Jahre alt, 1,78 groß, strohblond mit dem Aussehen eines Wikingers und 81 Kilo schwer. Er ist Inhaber der ›Großen Lizenz‹ und weltraumsüchtig. Trotz seiner Jugend schon examiniert in Kybernetik, Raumschiffbau und Astronavigation. Zuverlässig, reaktionsschnell und draufgängerisch, aber kein Supermann.

Elaine Tacled: 23 Jahre, die attraktive Jugendfreundin Peter Lorres, schwarz und langhaarig, technisch hochbegabt, bekommt aber jedes Mal einen Wutanfall, wenn man bei Verteilung der Arbeit auf sie als Frau Rücksicht nimmt. Geht netten Männern nie aus dem Weg.

Björn Grenell: 26 Jahre, 1,76 groß, 84 Kilo schwer, Peter Lorres Studienfreund aus den letzten Semestern. Dunkelbraunes Haar, eisgraue Augen, ein Mann der Ruhe und der Zurückhaltung und der richtige Ausgleich für Peter Lorre und Elaine Tacled.

Icinu: Aron Lubors Frau, mit schulterlangem, silberglänzenden Haar, schockgrünen Augen, besitzt die Idealfigur einer terranischen Frau, ausgeglichener Typ mit enormen Kenntnissen der Ramonischen Technik, nach eigenen Angaben 25 Jahre alt.

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IN BASIS I HERRSCHTE Hochbetrieb.

Der riesige Kugelraumer einer unbekannten Spezies war aus einem rötlichen Metall mit dem spezifischen Gewicht von 142,09 erbaut. Ein fast unzerstörbar erscheinendes Material, und doch war er einst durch feindliche Einwirkung schwer beschädigt worden.

Er war vom Pluto eingefangen worden und hatte ihn als künstlicher Satellit umkreist, bis ihn die Besatzung der PLUTO 1 bei ihrem ersten Sprung an die Grenze des Sonnensystems entdeckt hatte. Jetzt aber befand er sich längst nicht mehr dort. Die Techniker der HFL-Corporation hatten ihn mit Triebwerken versehen, die seine gigantische Masse nach und nach aus dem Bannkreis des Pluto gelöst und den Kugelraumer in den freien Raum geschafft hatten. Nun trieb er auf einer eigenen Bahn um die Sonne und war bereits nahezu 300 Millionen Kilometer vom Pluto entfernt.

Ein vorzüglicher Ortungsschutz sorgte dafür, daß ihn die zuweilen auch in diesen Sektor vorstoßenden Boote der Spaceguard nicht entdecken konnten.

Die Bezeichnung BASIS traf schon seit längerer Zeit voll auf ihn zu. Terranische und Ramonische Techniker hatten das große Leck in seinem Rumpf geschlossen, und an dieser Stelle war ein Hangar entstanden, in dem die größten Schiffe der Erde Platz fanden.

In diesem Raum lagen meist die Fahrzeuge, die zur Versorgung von BASIS I dienten oder aber Aggregate abtransportierten, die die Besatzung aus Menschen und Ramonern in ihrer Funktionsweise enträtselt hatten. Der Firmenchef Connor Lorre hatte für diesen Zweck keine Kosten gescheut, und nun machten sich diese Investitionen allmählich bezahlt.

Seit einigen Monaten hatte jedoch kein Schiff der HFL mehr in den Kugelraumer einfliegen können. Der Hangar war besetzt – besetzt durch ein Schiff, das nicht von der Erde stammte! Es war ein riesiger Diskus mit einem Durchmesser von zweihundert Metern aus einem grünlich schimmernden Metall. Eines Tages war es im Sonnensystem aufgetaucht und eigentlich nur durch Zufall von einem Prospektorenteam entdeckt worden.

Doch die Besatzung der PLUTO 2 kannte diesen Schiffstyp. Er wurde von den Nedinorken gebaut, einer Spezies, mit der die PLUTO-Crew schon früher in Berührung gekommen war. Deshalb hatte man alles daran gesetzt, diesen Raumer und seine Insassen zu retten, denn er hatte auf keinerlei Rufe reagiert und sein Kurs hätte ihn geradewegs in die Sonne stürzen lassen.

Das war gelungen, doch es war nur der Auftakt zu einer weit größeren Rettungsaktion gewesen. Auf dem Heimatplaneten dieser seltsamen Wesen mit den Dreiecksköpfen und den goldgelben Augen war es zu einer Katastrophe gekommen, der größte Teil der Spezies mußte auf andere Welten evakuiert werden. Die Nedinorken, die sich selbst als Galaktische Polizei bezeichneten und wahrnahmen, hatten einen Rückschlag erlitten, der sie vermutlich für längere Zeit weit zurückwarf. Wären nicht die Menschen, und die Ramoner mit allen verfügbaren Schiffen gekommen, hätte die Katastrophe ihren Untergang bedeuten können.

Doch es waren Sagan gewesen, Angehörige einer anderen Spezies, die ins solare System gekommen waren, um die Menschen zu Hilfe zu rufen. Gewaltsam hatten sie den Schutzhalo um Rogen, wie die Heimatwelt der Nedinorken hieß, mit dem Schiff durchbrochen, wobei dieses schwere Schäden davongetragen hatte. Die Sagan befanden sich nun auf Kuus in den Händen der dortigen Heilkundigen. Das Diskusschiff aber lag in BASIS I und wurde dort von den Technikern der HFL wieder repariert.

Das war nicht ganz einfach, denn die Technik der Nedinorken unterschied sich erheblich von der der Menschen und Ramoner. Die Elektroniker kamen nur langsam voran, zu viele Aggregate waren beschädigt oder ganz unbrauchbar geworden. Ein Teil davon mußte durch terranische Apparaturen ersetzt werden, die man mühsam den Anforderungen anpaßte, die durch die fremdartige Funktionsweise der Schiffsanlagen gestellt wurden.

Nach Monaten rastloser Arbeit zeichnete sich nun endlich der Erfolg ab. Der Antrieb des Diskusschiffes, der unter Ausnutzung interstellarer Gravitationsfelder arbeitete, war wieder intakt, alle Versorgungssysteme wieder hergestellt. Die Techniker waren dabei, dem Raumer den letzten Schliff zu geben, wie sie sich auszudrücken pflegten.

Daß auch das noch seine Tücken in sich barg, wurde zuweilen drastisch sichtbar.

Commander Terxab, der Kommandant von BASIS I, ein herkulisch gebauter Zweimetermann, betrat in Begleitung von Uraj Slatiz die Zentrale des Nedinorkenschiffes. Slatiz war einer der bei der HFL arbeitenden Ramoner, den man aus dem Hauptwerk nach BASIS I geholt hatte. Er war Spezialist für energetische Feldtechnik und hatte an Bord dieses Schiffes infolge der Besonderheiten seines Antriebs alle Hände voll zu tun.

Wieder einmal war Terxab von der riesigen Zentrale, deren Durchmesser fünfzig Meter betrug, stark beeindruckt. Seine Augen flogen über die vielen fremdartigen Apparaturen und glitten dann zu der Kuppel empor, die den an der Oberseite des Schiffes gelegenen Raum überspannte. Sie schimmerte metallisch grau und stellte praktisch einen gewaltigen Panoramaschirm dar, der eine Rundsicht von 360 Grad erlaubte, aber auch auf Sektorenprojekte geschaltet werden konnte, wobei eine starke Vergrößerung möglich war.

Terxab bedauerte immer wieder, daß es ihm nicht vergönnt sein würde, auch einmal einen Flug mit diesem Schiff zu machen. Er war zwar Kommandant über das größte Schiff im solaren System, aber als solcher paradoxerweise dazu verdammt, nie eine Reise zu fremden Sternen antreten zu dürfen ...

Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, denn Atrahk Olez, ein Kollege von Uraj Slatiz, winkte die beiden zu sich heran.

»Sie kommen gerade richtig, Commander«, meinte er und deutete auf ein am Rande der Zentrale stehendes rundes, völlig verkapseltes Aggregat der Nedinorken. »Dieser Feldgleichrichter hat uns eine Menge Sorgen gemacht, aber meiner Ansicht nach müßte er jetzt einwandfrei funktionieren. Alle Tests sind positiv verlaufen, der Probelauf steht noch bevor.«

Der Kommandant verzichtete darauf, sich weitere Erklärungen geben zu lassen, denn diese Elektronik ging weit über das hinaus, was er in seiner konventionellen Ausbildung als Techniker gelernt hatte. Er begnügte sich damit, einige Schritte vor dem Aggregat stehenzubleiben und sah zu, wie der silberhaarige Ramoner durch den Druck auf eine bestimmte Stelle einen Teil der Verkleidung aufschwingen ließ, hinter dem ein Schaltbrett mit verständlich anmutenden Anzeigeinstrumenten und verschiedenfarbigen Tasten und Knöpfen zum Vorschein kam.

Olez hantierte an diesen, und dann glommen nach und nach die Anzeigen auf, jede in einem anderen Licht. Geschickt nahm der Ramoner einige Feineinstellungen vor und hob dann ein Megafon vor seinen Mund.

»Warnung an alle«, dröhnte seine Stimme durch die Zentrale. »Probelauf von Aggregat B 71 wird eingeleitet, in dieser Zeit bitte keine Schaltungen an anderen Geräten vornehmen, damit keine störende Beeinflussung erfolgen kann.«

Die zahlreichen noch an anderen Apparaturen arbeitenden Techniker unterbrachen ihre Tätigkeit. Viele sahen darin eine willkommene Pause, andere kamen näher und sahen gespannt zu, wie Atrahk Olez nun jene golden schimmernde Leuchttaste drückte, die den Hauptschalter von B 71 darstellte.

Sekundenlang geschah nichts. Nur einige Anzeigen veränderten ihre Farbe oder Stellung, von den wachsamen Augen des Ramoners beobachtet, der rasch noch eine Korrektur vornahm. Dann begann es in dem Aggregat leise zu summen, und Olez nickte Terxab und Slatiz befriedigt zu.

»Fünfzig Prozent Kapazität, soweit sind wir bisher noch nie gekommen. Der Gleichrichter arbeitet einwandfrei, ich erhöhe jetzt langsam die Leistung.«

Erneut nahm er einige Schaltungen vor, doch dann fuhr er plötzlich zusammen. Aus dem leisen Summen des Aggregates wurde auf einmal ein lautes Brummen, das bösartig und bedrohlich klang. Rasch sprang der Ramoner beiseite, denn es gelang ihm nicht mehr, die Haupttaste zu drücken und den Gleichrichter wieder abzuschalten. Grelle Blitze schlugen aus dem Schaltbrett, das ruhige Leuchten der Anzeigen war zu einem irrlichternden Tanz geworden.

»Deckung!« brüllte Commander Terxab.

Fluchtartig stoben die Techniker, die mit derartigen Ereignissen schon ihre Erfahrungen hatten, auseinander. Mit einem raschen Griff packte Terxab die beiden Ramoner, zog sie mit seinen starken Armen mühelos hinter eine benachbarte Speicherbank, und warf sich dort mit ihnen zusammen zu Boden.

Greller Lichtschein überflutete plötzlich die Zentrale, aus dem durchgehenden Aggregat schoß eine riesige Stichflamme. Ein letztes Aufbrüllen klang durch den Raum – dann herrschte abrupt Stille, nur von dem leisen Knistern überhitzten Metalls durchbrochen.

Atrahk Olez stieß einige saftige Flüche in seiner Ramonischen Muttersprache aus.

»Aus!« sagte er dann resigniert und erhob sich mit müden Bewegungen. »Jetzt ist B 71 endgültig hinüber, das wirft uns ein schönes Stück zurück.«

Commander Terxab half Uraj Slatiz auf die Beine und klopfte dann seine Uniform ab.

»Nehmen Sie es nicht so tragisch, Olez«, tröstete er den mutlos dastehenden Ramoner. »Zum Glück ist das Aggregat nicht explodiert, das hätte eine echte Katastrophe geben können. Wir haben mit den Apparaturen des Kugelraumers oft genug ähnliche Pannen erlebt, das kann gar nicht ausbleiben, wenn man die Nase in absolut fremde Anlagen steckt.«

Uraj Slatiz nickte und strich sich das Silberhaar zurecht.

»Der Commander hat recht, Atrahk. B 71 ist erledigt, aber ich habe schon eine Idee, was wir an seine Stelle setzen können. Wir nehmen einen Gleichrichter, schalten ihn auf K um und modulieren seine Y-Frequenz soweit ...«

Atrahk Olez hörte ihm gespannt zu, und der Commander war für beide vergessen. Terxab wußte, wann er überflüssig war, er lächelte leicht und verließ die Zentrale.

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ALLE RÜCKSCHLÄGE KONNTEN nicht verhindern, daß die Probleme, die die neue Technik aufwarf, schließlich doch gelöst wurden. Zwanzig Tage danach konnte Commander Terxab die Meldung zur HFL durchgeben, daß die Reparaturen beendet waren und der Diskusraumer zu einem Probeflug bereitstand.

Obwohl gerade Sonntag war, wurde der Funkspruch sofort an Connor Lorre in seinen Bungalow am Großen Sklavensee weitergeleitet. Er, sein Sohn Peter, der Ramoner Aron Lubor und dessen Frau Icinu saßen gerade beim Mittagessen, als die Nachricht eintraf.

Der grauhaarige Riese legte seinen Kopf schief und sah Peter an, der wie elektrisiert aufgesprungen war. »Ich kenne deine Gedanken, o Freund!« zitierte er mit einem feinen Lächeln. »Du dürftest jetzt natürlich nichts Eiligeres vorhaben, als zur BASIS I zu fliegen, um den Probestart mitzumachen – stimmt’s?«

Peter Lorre grinste zurück. »Wahr gesprochen, mein Herr und Gebieter«, sagte er. »Allerdings dürfte das nicht so schnell gehen, wie ich gerne möchte. Die Besatzung der PLUTO 2 befindet sich noch in Urlaub. Elaine und Björn zum Beispiel zu einem Segelausflug in der Karibischen See, andere in Japan oder irgendwo in Südamerika. Bis wir die alle zusammengetrommelt haben, dürften einige Tage vergehen!«

Der alte Lorre wiegte den Kopf. Dann sah er seinen Sohn und die beiden Ramoner an.

»Die Sache gefällt mir nicht!« knurrte er mit gerunzelter Stirn. »Ich weiß sehr gut, welche Schwierigkeiten die Männer von BASIS I mit dem fremden Schiff hatten. Dieser Probeflug birgt eine Menge Risiken mit sich, und ich sehe nicht ein, weshalb du ihn unbedingt mitmachen willst, Peter! Wenn dabei etwas schief geht, dann ...«

Peter schüttelte den Kopf, daß sein blondes Haar flog.

»Keine Sorge, Dad, ich weiß schon, was ich riskieren kann. Wenn Terxab meldet, daß der Diskusraumer startklar ist, dann ist das auch wirklich der Fall; der Commander ist kein Mann, der so etwas sagt, wenn nicht auch die letzten Unklarheiten beseitigt sind. Außerdem bin ich keineswegs lebensmüde, dieser Flug wird nur in Bereiche gehen, in denen wir sofort Hilfe bekommen können. Was meint ihr dazu, Aron und Icinu?«

Der Ramoner nickte. »Keine Sorge, Mister Lorre, wir werden Peter schon bremsen, wenn ihm wieder einmal die Pferde durchgehen wollen, wie die Terraner sagen. Außerdem können wir uns Norko, den Herrscher der Sagan, von Kuus holen lassen. Er ist wieder gesund, und er weiß, wie der Diskusraumer zu fliegen ist. Normalerweise kann also kaum etwas passieren.«

»Macht, was ihr wollt«, brummte Connor Lorre. »Ihr jungen Leute wollt eben immer mit dem Kopf durch die Wand – na ja, ich war vor vierzig Jahren wohl auch nicht viel anders.«

»Anderenfalls gäbe es heute wohl auch keine HFL«, lächelte sein Sohn.

Es, dauerte noch etwas länger, als er angenommen hatte, bis die Besatzung der PLUTO 2 vollzählig war. Diesmal waren es Björn Grenell und Elaine Tacled, die als letzte im Gelände des HFL-Hauptwerkes eintrafen. Ihr Boot war in eine Flaute geraten, und da sie Wert darauf gelegt hatten, stilgerecht zu bleiben, war kein Hilfsmotor an Bord gewesen. Peter Lorre ließ die beiden durch einen Jet in Kingston auf Jamaika abholen, wo Björn und Elaine schließlich an Land gegangen waren.

Bei Sonnenaufgang gingen sie an Bord, und unterwegs unterrichtete Peter Lorre seinen Freund über die Vollendung der Arbeiten an dem Diskusraumer. Die üblichen Gespräche mit dem Tower des werkseigenen Raumhafens wurden abgewickelt, dann stieg die PLUTO 2 auf und nahm Kurs auf den Plutosektor.

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DIE SCHUTZSCHIRME DES Kugelraumers wurden kurz abgeschaltet, die PLUTO 2 flog dicht an ihn heran und wurde an seiner Außenhülle verankert, während sich hinter ihr die Schirmfelder wieder aufbauten. Dicht neben ihr ankerte bereits die Ramon, mit der Captain Safrinski das Oberhaupt der Sagan von Kuus abgeholt hatte.

Eine Schwebeplattform brachte das Führungsteam hinüber zur Luftschleuse, hinter der es bereits von Commander Terxab erwartet wurde. Peter Lorre erwiderte dessen Gruß und schüttelte ihm die Hand.

»Alles klar in BASIS I?« fragte er. Der Kommandant nickte.

»Der Diskus ist okay, und nun gehen wieder die anderen Arbeiten weiter. Ich habe übrigens eine Neuigkeit für Sie: Das Team von Dr. Ing. Lysander hat in einem Lagerraum, den es auf dem 76. Deck inspizierte, ein Regal mit Handwaffen gefunden, die uns bisher vollkommen unbekannt sind. Lysander hat sie näher in Augenschein genommen und behauptet, es müsse sich dabei um so etwas wie Lähmstrahler handeln.«

»Tatsächlich?« meinte Lorre interessiert. Bei dem Zusammentreffen mit einem Schiff der blauhäutigen Reresh hatte er die Wirkungsweise einer solchen Waffe am eigenen Leibe kennen gelernt. Sie lähmte das periphere Nervensystem und versetzte den Körper des Betroffenen in eine Starre, deren Dauer von der Intensität des Lähmstrahls abhing.

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