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Armageddon Fall (Prequel zur Endzeit-Serie Armageddon Zone)

Bernd Teuber

Armageddon Fall (Prequel zur Endzeit-Serie Armageddon Zone)





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

PREQUEL zur Serie ARMAGEDDON ZONE

ARMAGEDDON FALL

von

Bernd Teuber

Prequels

Vorbeben von Antje Ippensen Marten Munsonius

Wo Armageddon beginnt von Bernd Teuber

ARMAGEDDON FALL von Bernd Teuber

Eine einfache Geschichte von Karl Pleppelits

Serie

Iceheart von Antje Ippensen Marten Munsonius

Brücke ins Nichts von Antje Ippensen Marten Munsonius

Die Kälte der Zeit von Lukas Vering, Antje Ippensen Astrid Amadori

Träume aus Blut von Antje Ippensen Lukas Vering

Welten-Wächter von Antje Ippensen Marten Munsonius

Leo Faust von Astrid Amadori

Die Serie wird fortgesetzt

© dieser Digitalausgabe by Alfred Bekker/CassiopeiaPress

www.alfredbekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Copyright © 2012 - 2014 ARMAGEDDON ZONE, created by Marten Munsonius, Treatments by Antje Ippensen Marten Munsonius

Copyright © 2014 des Romans “Armageddon Fall“ by Bernd Teuber

Copyright © 2014 der Coverillustration by Steve Mayer

Klappentext

Es ist die Zeit der Weltuntergangssekten und der Einzelkämpfer, die mit dem Recht des Stärkeren marodierend durch die fallenden Städte hinaus aufs Land ziehen. Um zu überleben, isst man jetzt auch Hunde und alles andere Getier und schnell wird Pfeil und Bogen ein nützlicher Begleiter – die Reste der Zivilisation bröckeln unglaublich schnell.

Im Schutt der gestürzten Windräder und der seltsamen Sturmanomalien, erhebt sich die Natur und Pflanzen erobern sich unermüdlich das zurück, was der Mensch ihr mühsam abgerungen hat. Und dann kommen die Tiere: Wölfe, wilde, pfeilschnelle und tödliche Pferde, aggressive Longhorn-Rinder.

Auch Catherine, die ehemalige FBI Agentin kämpft ums nackte Überleben in dieser neuen Welt. Obwohl sie gut ausgebildet wurde und mit Brian einen klugen Mann an ihrer Seite hat, können sie es nicht verhindern, einer Meute blutgieriger Männer in die Hände zu fallen.

Und wo Armageddon beginnt – könnte schon ihr Ende sein.

Dies ist die Fortsetzung von Bernd Teubers Prequel und erzählt das weitere Abenteuer der FBI-Agentin Catherine Burke.

Armageddon Fall

 

Es war eine trostlose Wüstenlandschaft. Nach Osten erstreckte sie sich bis zum Horizont, ebenso nach Norden und Süden. Nichts behinderte die Sicht, außer einigen flachen Hügeln, auf denen man Spuren einer spärlichen Vegetation erkennen konnte. Im Westen, etwa zwanzig Kilometer entfernt, lagen das Gebirge. Dazwischen befand sich die Wüste, an manchen Stellen mit kleinen und größeren Felsen bedeckt. Die Luft war warm und der Himmel eine blaue Kuppel.

Aufmerksam drehte der Hase die Ohren nach allen Seiten und lauschte. Dann hoppelte er zwischen den Felsen hindurch. Nach einigen Metern blieb er stehen, reckte den Kopf und witterte. Als sich das Tier wieder in Bewegung setzen wollte, krachte der Schuss. Der Hase bäumte sich kurz auf und sackte dann zusammen.

Catherine Burke kam hinter dem niedrigen Felsen hervor, der ihr als Versteck gedient hatte, schulterte ihre Winchester und ging hinüber zu der Stelle, an der das Tier lag. Sie stieß es mit der Fußspitze an. Keine Reaktion. Es war tot. Genauso tot wie die menschliche Zivilisation.

Der Untergang begann eigentlich schon mit dem Aufkommen der Elektrizität. Früher schrieb man Blitze dem Zorn der Götter zu. Doch dann erkannten die Menschen, dass es sich dabei um kurze, aber gewaltige Entladungen elektrischer Energie handelte. Und sie suchten nach Möglichkeiten, um diese Energie für sich nutzbar zu machen. Bald war ein Leben ohne Strom undenkbar. Denn die Energie aus der Steckdose wurde zu einem wichtigen Teil der menschlichen Existenz und zu einer der größten Errungenschaften.

Bereits 600 vor Christus entdeckte der griechische Philosoph und Mathematiker Thales von Milet, dass durch Reibung bestimmter Materialien elektrostatische Kräfte entstehen. Allerdings konnte er dieses Phänomen damals nicht erklären. Erst im 17. Jahrhundert gelang es dem deutschen Physiker Otto von Guericke, einen Apparat zur Erzeugung von elektrischen Ladungen zu entwickeln. Seine sogenannte „Elektrisiermaschine“ bestand im Wesentlichen aus einer drehenden Schwefelkugel. Rieb man die Hände daran, entstand Elektrizität. Später verwendet man statt der Hände Reibpolster aus Leder. Bald wurden die elektrischen Entladungen nicht nur für wissenschaftliche, sondern auch für Heilzwecke genutzt. Ärzte priesen sie als „Medizin ohne Medikamente“ an und versuchten, Zahnschmerzen mithilfe von Stromstößen zu behandeln. Im Jahr 1800 entwickelte der Italiener Alessandro Volta den Vorläufer der Batterie. Sie bestand aus einem Stapel Kupfer- und Zinkplättchen, zwischen denen jeweils eine Scheibe lag, die mit einer elektrisch leitenden Flüssigkeit getränkt war. So erzeugte Alessandro Volta zwischen den Plättchen eine Spannung. Die Batterie war eine Sensation, denn sie produzierte erstmals kontinuierlich Strom über einen längeren Zeitraum. Mit den bisher üblichen Elektrisiermaschinen ließ sich nur eine einmalige elektrische Spannung erzeugen, die sich in Sekundenbruchteilen entlud. Erst mit Voltas Batterie wurden Experimente möglich, die grundlegend zur Erforschung der Elektrizität beitrugen. Die Erfindung des Generators, des Elektromotors und der Glühbirne hätte es ohne Voltas Batterie nie gegeben.

Im Jahr 1866 erfand der deutsche Ingenieur Werner von Siemens eine Dynamomaschine, die mithilfe von Magnetkraft funktionierte. Mit diesem ersten praxistauglichen Generator war es ihm gelungen, Bewegungen, die beispielsweise durch menschliche Arbeitskraft, oder durch eine Dampfmaschine erzeugt wurden, in Elektrizität umzuwandeln. Sie ermöglichten es, Strommengen günstig zu erzeugen und den Strom per Leitungsdraht in alle Gegenden eines Landes zu transportieren. Damit öffnete er dem Zeitalter des elektrischen Lichts und des elektrischen Antriebs die Tür.

Stromversorger und Elektroindustrie waren darum bemüht, Haushalte mit Elektrogeräten auszurüsten. Da diese anfangs noch recht kostspielig waren, wurde in den meisten Häusern auch weiterhin nach alter Methode gekocht, gewaschen und gebügelt. Erst in den 1950er Jahren setzte ein wahrer Boom ein. In den Wohnungen wurde sogar mit Nachtspeicheröfen geheizt.

Auch Stein- und Braunkohle gehörten zu den wichtigsten Energieträgern. Bei ihrer Verbrennung gelangte jedoch schädliches Kohlendioxid in die Luft. Außerdem gab es Schätzungen, dass die Kohlevorkommen in etwa zweihundert Jahren erschöpft sein würden. Die Atomkraft war ebenfalls ein entscheidender Energielieferant. Sie verursachte zwar nahezu kein Kohlendioxid, dafür aber gefährlichen radioaktiven Abfall. Nach mehreren Störfällen setzten die Menschen deshalb verstärkt auf erneuerbare Energien. So dienten Stauseen nicht nur der Trinkwasserversorgung, sondern auch der Energiegewinnung. Dabei wurde das Wasser durch Röhren abgelassen und traf auf Turbinen. Diese übertrugen die mechanische Energie auf einen Generator, der sie wiederum in elektrischen Strom umwandelte. Die größte Energie ging jedoch von der Sonne aus. Mit ihrem gewaltigen Potenzial war es täglich möglich, den weltweiten Bedarf von acht Jahren zu decken. Auch der Ausbau der Windkraftanlagen kam voran, und die Menschen glaubten, mit den erneuerbaren Energien den Heiligen Gral der Stromerzeugung gefunden zu haben. Doch dann geschah etwas, mit dem niemand gerechnet hatte. Pumpspeicherkraftwerke explodierten. Es kam zu Kurzschlüssen in den Generatoren der Windräder und in Photovoltaik-Anlagen. Die Folge waren weltweite Stromausfälle. Experten versuchten verzweifelt, den Ursachen für diese seltsamen Ereignisse auf die Spur zu kommen, und Lösungen zu entwickeln. Doch ihre Mühen waren vergebens. Die verbliebenen Atom- und Kohlekraftwerke konnten den Strombedarf nicht decken.

Es kam zu Plünderungen. Die Vorräte wurden knapp. Und die Angst der Menschen wuchs. Viele wandten sich in ihrer Not an die von ihnen gewählten Abgeordneten. Aber niemand, der politische Verantwortung trug, konnte die Probleme beseitigen. Trotz allem gab es noch Optimisten. Sie waren davon überzeugt, dass die Regierung es schon schaffen würde. Doch der Großteil der Bevölkerung war mit der Führungsspitze nicht einverstanden und ging immer öfter auf die Straße, um gegen deren Unfähigkeit zu protestieren. Bald schon wurden aus friedlichen Demonstrationen, bewaffnete Auseinandersetzungen, in denen es auf beiden Seiten zahlreiche Verluste gab. Die Menschen warfen den Politikern Unfähigkeit vor. Sie stürmten Regierungsgebäude, Fernsehsender und Kasernen. Die Polizei ging gewaltsam gegen die Demonstranten vor und knüppelte sie nieder. Von Tag zu Tag wurden die Kämpfe erbitterter, weil niemand bereit war, Fehler zuzugeben oder Kompromisse einzugehen.

Überall in der Welt flackerten die Feuer kriegerischer Auseinandersetzungen. Immer zahlreicher wurden auch die Berichte über Terroristen-Attentate. Um ihre Anarcho-Ziele zu verwirklichen, war ihnen jedes Mittel recht. Propheten, die den Weltuntergang vorhersagten, bekamen soviel Zulauf wie noch nie, was zur Folge hatte, dass immer mehr Sekten gegründet wurden.

Die Auswirkungen der Stromausfälle waren jedoch nicht das einzige Problem. Immer häufiger kursierten Meldungen über seltsame Ereignisse, die in Verbindung mit plötzlich auftauchenden Stürmen gebracht wurden. Diesen Winden haftete etwas Rätselhaftes an, da sie keine normalen Naturereignisse waren, sondern Anomalien. Fieberhaft war man damit beschäftigt, die Ursache für diese Phänomene zu finden, doch sämtliche Versuche blieben ergebnislos. Binnen kürzester Zeit war die hochtechnisierte Welt in die Steinzeit zurückkatapultiert worden.

Amerika hatte sich ebenfalls verändert. Das einstmals so stolze und mächtige Land lag im Sterben. Als die Energieversorgung zusammenbrach, hatte es aufgehört zu funktionieren. Es gab keine Industrie mehr, keine Fabriken, keine Nahrungsmittelproduktion. Ungerührt von diesen Ereignissen beschloss der Präsident, seinen bisherigen politischen Kurs fortzusetzen und dementierte alle Rücktrittsgerüchte. Doch seine politischen Gegner nutzten die Gunst der Stunde. Sie erklärten, der Präsident sei nicht imstande, seine Pläne umzusetzen und dieses Land aus der Krise herauszuführen. Einige forderten sogar die Auflösung des Senats sowie das Verbot aller militärischen Verbände. Ein Bürgerkrieg war zu befürchten. Und den hätten Militär und Polizei siegreich beenden müssen. Doch so etwas schien angesichts der Umstände unmöglich.

Zwei Monate nach dem Stromausfall löste sich die Regierung auf. Dasselbe geschah auch in Europa, Asien und in der ganzen Welt. In Amerika spitzten sich die Machtkämpfe nun erst richtig zu. Einige Senatoren unternahmen den Versuch, eine von ihnen geführte Regierung zu bilden. Doch keiner von ihnen hatte ein schlüssiges, politisches Konzept anzubieten. Die Strukturen, von denen die menschliche Gesellschaft zusammengehalten wurde, zerfielen.

Die Städte wurden von Gangs beherrscht. Hier kannten sie sich aus. Die Türme aus Beton und Stahl, die stillen Straßen, die leeren Fenster gaben ihnen die Illusion von Sicherheit. Nun galt nur noch das Gesetz des Überlebens. Jeder musste für sich selbst sorgen. Kein Geld, keine Freundschaft, keine Gnade. Nur Rohstoffe und ein sicheres Lager zählten.

Auch die ehemalige FBI-Agentin Catherine Burke hatte sich diesen neuen Verhältnissen angepasst. Manchmal war sie mit ihrem alten Geländewagen tagelang unterwegs, um Nahrung zu beschaffen. Viel Gepäck hatte sie nicht dabei, denn der Kofferraum war mit Kanistern angefüllt, in denen sich Treibstoff befand. Tankstellen gab es hier draußen in der Einöde nicht. Sie schlief im Wagen oder unter freiem Himmel. Die Nächte waren warm. Zu frieren brauchte sie nicht.

Catherine sammelte ein wenig trockenes Holz und entzündete ein Feuer. Dann häutete sie den Hasen ab, den sie geschossen hatte, nahm ihn aus und steckte ihn auf einen Holzspieß. Schnell wurde es dunkel. Die Sterne traten hervor. Im Westen war das Gebirge deutlich zu erkennen, weil es die Sterne verdeckte. Von dort kam auch der kleine Fluss, an dem sie ihr Lager aufgeschlagen hatte. Das Wasser war nicht sehr kalt, aber trotzdem glasklar und erfrischend. Sie lauschte dem Dahinrauschen des Flusses. Irgendwo raschelte es in den Büschen. Weit entfernt war das Heulen eines Wolfes zu hören. Obwohl Catherine nicht wählerisch war und so ziemlich alles erlegte und aß, was ihr vor die Winchester kam, auf einen Wolf hatte sie bisher verzichtet. Wenn sie von einem angegriffen wurde, dann tötete sie ihn, aber sie aß nichts von seinem Fleisch.

Drüben im Gebirge leuchtete etwas auf und verschwand dann plötzlich. Catherine dachte eine Weile darüber nach. Dann zuckte sie mit den Schultern. Sie entsann sich, in der Vergangenheit schon ähnliche Beobachtungen gemacht zu haben, und hielt es deshalb nicht für besonders wichtig.

„Vielleicht ein Scheinwerfer“, murmelte sie und stocherte im Feuer herum. „Ein Fahrzeug oder ...“

Sie blickte noch lange in die Richtung des Gebirges, aber sie sah das Licht nicht mehr wieder.

Noch vor Sonnenaufgang des folgenden Tages packte Catherine ihre Sachen zusammen und startete den Motor ihres Geländewagens. Er sprang sofort an. Die Winchester lag auf dem Nebensitz. Die Erfahrung hatte sie gelehrt, vorsichtig zu sein, denn in dieser Gegend gab es auch menschliche Raubtiere, die ihr gefährlich werden konnten.

„Habe letzte Nacht gut geschlafen“, sagte Catherine zu sich und summte den Anfang eines alten Liedes. Da sie viel allein war, hatte sie sich angewöhnt, mit sich selbst zu reden. So konnte sie wenigstens sicher sein, dass ihr niemand widersprach.

„Liegt wahrscheinlich an der Luft. Die ist hier draußen viel besser.“

Das Gelände stieg an. Immer weniger Gras wuchs, und der nackte Fels trat zutage. Die Reifen des Geländewagens waren noch in einem sehr guten Zustand. Sie hielten schon eine Menge aus. Außerdem hatte sie einen Ersatzreifen dabei. Ihr fiel das Licht vom vergangenen Abend wieder ein.

„Seltsam“, sagte sie und betrachtete die Gebirgskette. „Ob dort oben jemand wohnt?“

Mit Selbstgesprächen und kleinen Pausen verging die Zeit. Als die Sonne am höchsten stand, fuhr Catherine den Wagen in den Schatten eines Felsens und stellte den Motor ab. Sie streckte sich, griff nach der Winchester und stieg aus. Sie konnte bis weit in die Ebene hineinsehen, und fern am Horizont glaubte sie, die Umrisse einer Stadt erkennen zu können. Aber es war zu dunstig, um Einzelheiten auszumachen. Catherine drehte sich um und sah hinauf ins Gebirge. Weit würde sie mit ihrem Wagen nun nicht mehr kommen. Und der Gedanke, zu Fuß weiterwandern zu müssen, gefiel ihr gar nicht. Sie würde eben so weit fahren, wie sie kam.

Oben im Gebirge war ein kurzes Aufblitzen, so als würden die Sonnenstrahlen von einem Metallgegenstand reflektiert. Catherine fuhr sich mit der Hand über die Augen und sah genauer hin. Das Aufblitzen wiederholte sich nicht. Es musste eine Täuschung gewesen sein. Sie ging noch einmal zum Fahrzeug zurück und holte das Fernglas. Eigentlich konnte sie noch ein gutes Stück fahren, wenn sie das ausgetrocknete Flussbett benutzte. Ganz ausgetrocknet war es ja nicht, aber der Geländewagen kam schon durch. Einzelne Geröllstücke musste sie eben umfahren, aber ansonsten gab es nur Sand oder Kies.

Catherine schoss einen Adler. Dann ging sie wieder zum Wagen zurück, machte ein kleines Feuer und nahm den Vogel aus. Wasser fand sie im Flussbett. Nach der kräftigen Mahlzeit setzte die junge Frau ihre Reise fort. Gegen Nachmittag ging es wirklich nicht mehr weiter, wenn sie ins Gebirge hinein wollte. Die vom Wasser in den Fels geschnittene Rinne war nicht mehr befahrbar. Schweren Herzens musste sie sich dazu entschließen, den Weg zu Fuß fortzusetzen.

Je weiter sie vorankam, desto beschwerlicher wurde das Gelände. Am rechten Flussufer hatte sie einen Pfad entdeckt, der von Tieren getreten worden war. Er führte immer bergan. Nach einigen Hundert Metern wurde er jedoch so felsig, dass Catherine klettern musste. Das Gewehr erwies als sehr hinderlich, aber sie wollte sich nicht davon trennen. Im Rucksack drückten der Verbandskasten, die Wasserflasche und die Packungen mit der Munition. Als es dämmerte, erreichte sie ein Plateau. Sie legte sich auf den Rücken und betrachtete den klaren Himmel mit seinen vielen Tausend Sternen. Die Silhouetten der Felsen und Erhebungen waren deutlicher zu erkennen, als die tiefer liegenden Senken. Catherine beschloss, die weiteren Nachforschungen auf den nächsten Tag zu verschieben. Vorsichtig erhob sie sich und suchte einen geeigneten Platz, wo sie schlafen konnte. Es war immer noch warm, und das Gestein würde die Tageswärme die ganze Nacht über abgeben.

Als sie einige Stunden geschlafen hatte, weckte sie ein Geräusch. Sie blieb regungslos liegen und versuchte, die Dunkelheit zu durchdringen. Sie wusste jedoch nicht, woher das Geräusch kam. Es hörte sich an wie ein leises Stöhnen, das sich in einem Hustenanfall auflöste. Einige Momente war es still. Dann kam es wieder. Und es hörte sich menschlich an. Catherine griff nach der Winchester, schaltete ihre Taschenlampe an und näherte sich einem Felsbrocken. Der Lichtstrahl erfasste einen Mann. Er hatte dunkelblondes Haar und ein auffallend schmales Gesicht, das jedoch Energie und Tatkraft verriet. Im Licht der Taschenlampe wirkte es allerdings müde und erschöpft. Den Grund dafür entdeckte Catherine, als sie sich den Mann etwas genauer ansah. Er blutete aus mehreren Wunden. Neben ihm lag eine LED-Stablampe. Als er die Frau entdeckte, lächelte er leicht.

„Die Kugel können Sie sich sparen“, sagte er in entschuldigendem Tonfall und deutete auf das Gewehr. „Ich glaube, dass ich auch so sterbe.“

Catherine war von der Stimme ebenso überrascht wie von ihrem Eigentümer und seinen Worten.

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