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Am Deich - Folge 02

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Traumhochzeit im Hotel Deichhof
  4. Vorschau

Mitten in den Dünen liegt das reetgedeckte Hotel Deichhof. In der gemütlichen Atmosphäre des alten Gutshofs hat schon so manche große Liebesgeschichte begonnen. Doch auch Gäste, die einsam oder traurig sind, kommen im frischen Nordsee-Wind schnell wieder auf die Beine – dafür sorgen Maike und Lars Peters, die das Hotel seit Jahren mit viel Liebe führen.

Traumhochzeit im Hotel Deichhof

Warum Lauras großer Tag für viel Aufregung sorgte

Von Liv Jensen

Ob es wirklich richtig war, nach all den Jahren hierher zurückzukehren? Ängstlich schaut Laura aus dem Fenster, während ihr Verlobter Hendrik den Wagen in Richtung Hörnum steuert. Sicher, es war ihre Idee, hier auf Sylt zu heiraten. Aber werden die Schatten der Vergangenheit nicht doch übermächtig sein?

Vor zwanzig Jahren starb ihr Bruder Toby während eines Urlaubs auf der Insel. Doch niemand aus der Familie spricht über das, was damals geschah. Und Laura selbst, die damals erst drei Jahre alt war, kann sich an nichts erinnern. Aber wie soll sie mit ihrem Liebsten in eine sorgenfreie Zukunft starten, solange die Vergangenheit sie noch in ihrem Bann hält?

Nein, sie braucht Klarheit, bevor sie vor den Altar tritt – doch nur wenige Stunden später ist alles infrage gestellt: ihre Liebe, ihre Träume und ihr Glück …

„Wo bleibst du denn, Toby?“

Ungeduldig trippelte Laura von einem Fuß auf den anderen. Die Bretter des Bootsstegs waren aufgeheizt von der Sonne und wärmten ihre nackten Füße, während sie den Hals reckte und den Strand auf und ab spähte. Von ihrem Bruder war keine Spur zu sehen.

Ob er sie wieder ärgern wollte? Zuzutrauen wäre es ihm. Toby war ein Jahr älter als sie selbst und machte sich oft einen Spaß daraus, ihr Eiswürfel in den Kragen zu stecken oder sich nachts mit der Taschenlampe in ihr Zimmer zu schleichen und unheimliche Lichter an die Wand zu werfen.

„Komm schon, Toby! Papa wartet auf uns. Wir wollen Eis essen gehen!“

Wieder erhielt sie keine Antwort. Dafür schwappte das Wasser plötzlich heftiger gegen den Bootssteg. Einige Tropfen spritzten auf Lauras nackte Füße. Sie blickte nach unten und entdeckte eine kleine Gestalt, die mit dem Gesicht nach unten vor ihr im Wasser trieb. Die dunklen Strubbelhaare und das blaue T-Shirt waren ihr schmerzhaft vertraut.

Ihr Bruder hatte die Arme ausgebreitet, als würde er schwimmen, aber das tat er nicht. Er rührte sich überhaupt nicht.

„Toby? Mach keinen Quatsch!“

Unsicher bückte sie sich und stupste ihren Bruder an. Wieder regte er sich nicht, und mit einem Mal wusste sie, dass etwas Furchtbares geschehen war …

Neeein!“

Mit einem Aufschrei fuhr Laura Nordbusch in die Höhe. Sie gestikulierte heftig mit den Armen, als könnte sie das erschreckende Traumbild damit vertreiben. Unglücklicherweise griff sie dabei in das Lenkrad. Das Auto machte einen Schlenker und geriet auf die Gegenfahrbahn, wo sich hupend ein Cabriolet näherte.

„Vorsicht, Laura!“ Ihr Verlobter steuerte sein Auto wieder auf die richtige Fahrbahnseite, ehe er ihr einen besorgten Blick zuwarf. „Ist alles in Ordnung bei dir?“

„Nicht wirklich“, gestand sie.

Nur langsam beruhigte sich ihr rasender Herzschlag wieder. Das Bild ihres Bruders im Wasser verfolgte sie seit nunmehr zwanzig Jahren und hatte schon so manches Mal ihre Nachtruhe gestört.

Dabei war Toby nicht ertrunken, sondern überfahren worden, aber ihre Träume gaukelten ihr etwas anderes vor. Sie war noch zu klein gewesen, um sich daran zu erinnern. Was geschehen war, wusste sie nur aus den Erzählungen ihrer Mutter.

Keuchend blinzelte sie in das Licht der Sonne, die tief am Horizont stand und sich anschickte, im Meer zu versinken.

Es war nur ein Traum, sagte sie sich.

Aber es hatte sich so real angefühlt, als wäre es wirklich passiert. Schon wieder.

„Warn mich das nächste Mal bitte vor, wenn du mir wieder ins Lenkrad greifen willst“, bat ihr Verlobter. „In Ordnung?“

„Entschuldige bitte. Das wird nicht noch mal passieren.“

„Was war denn los? Eben hast du noch ganz ruhig geschlafen, und im nächsten Moment hast du dich angehört, als würdest du von einem Rudel wilder Wölfe verfolgt.“

„Wenn’s nur das gewesen wäre.“ Laura strich sich über die Stirn. „Ich habe schlecht geträumt.“

„Muss ja schlimm gewesen sein. Du bist immer noch ziemlich käsig um die Nase. Denk am besten nicht mehr daran, Liebes, sondern schau lieber nach vorn. Wir sind nämlich gleich da.“ Hendrik deutete nach vorn. „Siehst du den Leuchtturm?“

Laura spähte durch die Windschutzscheibe und nickte. Der Leuchtturm von Hörnum zeichnete sich in der Ferne ab. Er war rot und nur in der Mitte weiß angestrichen, als würde er eine Bauchbinde tragen. Er stand im Süden der Insel Sylt und sollte in wenigen Tagen der Ort sein, an dem sie getraut wurden. Bei dem Gedanken machte ihr Herz einen freudigen Satz.

Sie waren am Vormittag in Wien losgefahren und mit dem Autozug auf die Insel übergesetzt. Das hatte Laura allerdings verpasst, denn sie war unterwegs eingeschlafen.

Ihr Verlobter hatte den Blick wieder nach vorn auf die Straße gerichtet und fuhr weiter in Richtung Süden. Mit seinen dunklen Haaren und den freundlichen Augen war Hendrik Weidmann ihr Traummann. Er war warmherzig, anständig und arbeitete ebenso wie sie selbst im Hotelgewerbe. Seine braun gebrannte Haut und die sportliche Statur verrieten, dass er jeden Morgen in aller Frühe aufstand, um joggen zu gehen.

Sie wollten nach ihrer Hochzeit ein eigenes Hotel eröffnen und arbeiteten auf dieses Ziel hin. Ein passendes Objekt hatten sie schon gefunden – ein kleines, heruntergewirtschaftetes Hotel am Wiener Stadtrand. Früher waren Kaiser und Herzöge dort abgestiegen, jetzt nisteten dort nur noch Tauben und Motten. Sie wollten das Haus renovieren und ihm zu altem Glanz verhelfen.

Es war Lauras Wunsch gewesen, auf Sylt zu heiraten, auch wenn viele ihrer Verwandten und Freunde ihr davon abgeraten hatten.

Alles wird gut werden, ermahnte sie sich selbst. In drei Tagen schon werde ich Frau Weidmann sein. Oh, wie fremd das klingt. Aber bald wird es ganz selbstverständlich sein.

Ein heißes Glücksgefühl erfasste sie bei dieser Überlegung und vertrieb den Rest Müdigkeit aus ihrem Körper.

Hendrik und sie waren drei Tage vor der Trauung nach Sylt gereist, um die letzten Vorbereitungen für das Fest zu treffen. Nun ließ sie den Blick über das Meer schweifen. In der Ferne blinkte ein weißes Segel.

„Wie schön es hier ist“, murmelte sie.

„Wenn es dir gefällt, können wir auch länger bleiben. Wir haben jedenfalls genug Gepäck dabei, um uns hier auf der Insel anzusiedeln.“

„Findest du? So viele Sachen sind es gar nicht.“

„Drei Koffer?“ Er zog eine Augenbraue hoch. „Für jeden?!“

„Das ist ja auch nötig, immerhin wollen wir heiraten. Oder soll ich etwa in Jeans und T-Shirt mein Jawort geben?“

„Es ist mir ganz egal, was du anhast, solange du nur Ja sagst. Ich liebe dich auch, wenn du keinen Faden am Leib trägst – dann sogar ganz besonders.“

In seiner Stimme schwang ein Lächeln mit, und ihr wurde plötzlich heiß. Sie lehnte sich auf ihrem Sitz zurück und ließ die Dünenlandschaft an sich vorbeiziehen. War es richtig gewesen, auf Sylt heiraten zu wollen?

Sie hoffte es. Die Insel war wunderschön, aber ihre Familie verband nur dunkle Erinnerungen damit.

Das muss endlich aufhören, sagte sie sich. Es wird Zeit, etwas Gutes mit der Insel zu verbinden, sonst werden mich die Albträume auch in den nächsten zwanzig Jahren verfolgen. Das ertrage ich auf keinen Fall. Und was wäre besser geeignet, sich schöne Erinnerungen zu schaffen, als eine Hochzeit?

Sie ließ den Blick schweifen und nahm den Anblick des Strandhafers, der sich sanft im Wind wiegte, genauso in sich auf wie das Bild der Möwen, die in der Luft kreisten, sich tiefer fallen ließen und dann wieder in die Höhe schossen.

Der Sommer meinte es gut in diesen Tagen. Keine Wolke trübte den blauen Himmel, und es waren auch keine grundlegenden Wetteränderungen in Sicht. Die Chancen auf eine sonnige Hochzeit standen also gut.

„Womöglich hätten wir nicht herkommen sollen“, meinte Hendrik und warf ihr einen Blick von der Seite zu. „Du hast wieder von deinem Bruder geträumt, nicht wahr? Es wird schlimmer, seit wir beschlossen haben, hier zu heiraten.“

„Das stimmt, aber schlimm war es schon immer. Meine Familie muss endlich damit abschließen. Und ich muss auch endlich damit abschließen.“

Laura presste die Lippen zusammen. Ihr Bruder war auf Sylt umgekommen, als sie knapp vier Jahre alt gewesen war. Niemand in ihrer Familie sprach über das Unglück, aber die Ehe ihrer Eltern hatte danach nicht mehr lange gehalten.

„Der Unfall lastet wie ein Schatten auf uns allen. Meine Mutter spricht tagelang kein Wort mit mir, wenn ich die Rede auf die Insel bringe. Und ich träume ständig schlecht. Das muss ein Ende haben. Ich will nicht mit dieser Last in die Ehe gehen.“

„Das verstehe ich durchaus. Ich möchte nur nicht, dass du von den bösen Erinnerungen eingeholt wirst.“

„Wenn schon, dann eher von meinen Albträumen. Erinnerungen habe ich nämlich überhaupt keine an damals. Wenn ich an unseren Urlaub hier denke, ist alles wie in einem Nebel verborgen. Ich möchte das endlich hinter mir lassen. Sieh nur, wie herrlich es hier ist. Hier müssen die alten Wunden doch heilen, meinst du nicht?“

„Ich wünsche es dir“, gab Hendrik ernst zurück. „Ich wünsche es dir sehr, mein Liebling.“

Er schob seine Hand in ihre und drückte sie. Dazu sagte er nichts, aber das war auch nicht nötig. Seine Wärme strömte zu ihr und vertrieb die Kälte des schlechten Traumes aus ihrem Innersten.

Wenig später erreichten sie den Hafen von Hörnum. An einer Bude wurden Fischsemmeln unter einem gelben Sonnenschirm angeboten. Sie waren wahlweise mit Aal, Krabben oder Hering belegt.

„Halt bitte an!“, rief Laura.

„Was ist denn?“ Erschrocken bremste ihr Verlobter.

„Können wir hier kurz Halt machen? Dort drüben gibt es einen Imbiss, und ich sterbe vor Hunger.“

„Wo denn?“ Hendrik drehte den Kopf. „Ach, dort drüben. Einverstanden. Ich könnte auch einen Happen vertragen.“

Er steuerte den Parkplatz an der Hafenstraße an und stellte den Motor ab. Sie stiegen aus und kauften sich jeder eine Fischsemmel. Aber gerade, als Laura ihr Brötchen zur Hälfte verzehrt hatte, schoss etwas von oben herab und riss ihr die Mahlzeit aus den Fingern. Das geschah so schnell, dass ihr gar nicht gleich bewusst wurde, was passiert war.

„Eine Möwe!“ Ihr Verlobter schüttelte den Kopf. „Das gibt es ja nicht. So ein Räuber!“

Laura sah dem Vogel nach, der mit ihrem Abendessen davonflog und auf der Hafenmauer landete. Dort verspeiste er genüsslich seine Beute. Einige Urlauber waren stehen geblieben und deuteten hinüber. Offenbar war ihnen der kleine Überfall nicht entgangen. Laura seufzte frustriert.

„Bei Möwen musst du aufpassen. Sie sind wie meine Patentante Elsa. Sie ist auch unheimlich fix, wenn sie irgendwo etwas zu essen entdeckt. Vielleicht sollten wir die Möwe nach ihr benennen …“ Zwinkernd reichte er ihr den Rest seiner Semmel.

Hungrig biss Laura hinein und schaute sich dabei nach allen Seiten um, damit sie es rechtzeitig bemerkte, wenn wieder eine Möwe im Sturzflug angeflogen kam. Diesmal konnte sie ihr Mahl jedoch ungestört beenden.

Am Hafenbecken hatten sich inzwischen einige Urlauber versammelt und spähten ins Wasser.

„Wonach gucken die denn alle?“, wunderte sich Laura, als sie ihre Fahrt fortsetzten.

„Ich glaube, da schaut eine Robbe aus dem Wasser.“

„Wie süß! Aber heute bin ich zu müde, um das Tierchen gebührend zu bewundern.“ Laura gähnte. „Lass uns lieber weiterfahren.“

Sie war an diesem Morgen zeitig aufgestanden, um die letzten Vorbereitungen für ihre Hochzeit zu treffen und ihr Brautkleid von der Schneiderin abzuholen. Dementsprechend erschöpft war sie jetzt.

Doch ihre Müdigkeit war vergessen, als sie um eine Kurve fuhren und ein reetgedeckter Gutshof vor ihnen auftauchte. Er lag nur einen Steinwurf vom Meer entfernt. Die untergehende Sonne tauchte den Himmel in warmes, rötliches Licht. Eine steife Brise wehte vom Wasser heran und brachte den Duft der weiten See mit.

„Wunderschön“, flüsterte Laura, und ihr Herz wurde weit.

Hendrik legte einen Arm um sie, und seine Liebe hüllte sie ein wie ein Mantel. Ein heißes Glücksgefühl stieg in ihr auf. Alles würde gut werden, solange sie nur zusammen waren.

***

„Auch das noch!“

Der Stoßseufzer kam Maike Peters aus tiefstem Herzen. Ihr tat jeder einzelne Knochen im Leib weh.

An diesem Tag hatte sie die Zimmer für eine Hochzeitsgesellschaft vorbereitet, im Garten des Hotels Unkraut gejätet, zwei Saisonkräfte für die Zimmerreinigung eingearbeitet und zahlreiche Buchungsanfragen beantwortet. Dabei hatten sich die Abrechnungen auf ihrem Schreibtisch gestapelt und sie stumm ermahnt, sie einzusortieren.

Gerade eben hatte sie zudem einem Anrufer absagen müssen, der kurzfristig übers Wochenende anreisen wollte; sie waren bis unter das Dach ausgebucht. Normalerweise hätte Maike sich über den Trubel gefreut, an diesem Abend jedoch war sie zum Umfallen müde.

Normalerweise teilten ihr Mann und sie sich die Leitung des Hotels, aber Lars lag mit einer heftigen Erkältung im Bett und würde noch ein paar Tage ausfallen.

Und nun war auch noch eine Nachricht ihres Wäschelieferanten gekommen, die all ihre Pläne auf den Kopf stellte! Er hatte ihr mitgeteilt, dass ihm am nächsten Tag ein Fahrer fehlte. Also mussten sie entweder im Hotel einen Tag auf frische Handtücher und Bettwäsche verzichten oder jemanden finden, der die gereinigten Wäschestücke abholte.

Unsere Gäste wären sicherlich nicht begeistert, wenn sie ohne Handtücher und Bademäntel auskommen müssten, dachte Maike und setzte das Abholen der Wäsche kurzerhand noch mit auf ihre Liste mit Erledigungen für den nächsten Tag.

Wat mutt, dat mutt, sagte sie sich.

Auf ihrem Schreibtisch stand eine Möwe aus Holz und bewachte einen Kaktus, der sie seit ihrer Kindheit begleitete. Zunächst war er nur eine kaum hühnereigroße stachelige Kugel gewesen, inzwischen jedoch ein Gebilde aus zahlreichen bunt zusammengewürfelten Kugeln, die jedes Jahr einmal blühten. Auch jetzt hatten sich mehrere rote Blüten geöffnet und zogen den Blick auf sich.

Maike schob sich eine blonde Haarsträhne aus der Stirn und warf einen Blick in ihren Computer. In den vergangenen Stunden waren achtundzwanzig neue E-Mails eingetroffen, die sie noch durchsehen und beantworten musste. Das meiste waren Buchungsanfragen. Die Nachrichten zu ignorieren würde nicht helfen, sonst wären es morgen früh nur noch mehr.

Ich kümmere mich am besten gleich darum, dachte sie gerade, da näherten sich flinke Schritte ihrem Büro, und Anni Meiser kam herein. Die Einundsechzigjährige war die gute Seele des Hotels und arbeitete an der Rezeption. Sie hatte stets ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte und wusste immer, was die Gäste brauchten.

Und nicht nur die Gäste! Sie stellte ein Tablett mit einem Becher Kaffee und einem Stück Kuchen vor Maike ab.

„Du musst unbedingt etwas essen!“, mahnte sie.

Die Achtunddreißigjährige blickte auf, und beim Anblick des saftigen Kuchens mit den knusprigen Streuseln lief ihr das Wasser im Mund zusammen.

„Du bist ein Schatz, Anni. Ich habe seit dem Frühstück nichts mehr gegessen.“ Hungrig griff sie zur Kuchengabel und machte sich über die Stärkung her.

„Du solltest besser auf dich achten“, mahnte Anni und rückte ihre runde Brille zurecht.

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