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Am Deich - Folge 01

Inhalt

  1. Cover
  2. Impressum
  3. Zwischen den Dünen fand Sie ihr Glück
  4. Vorschau

Mitten in den Dünen liegt das reetgedeckte Hotel Deichhof. In der gemütlichen Atmosphäre des alten Gutshofs hat schon so manche große Liebesgeschichte begonnen. Doch auch Gäste, die einsam oder traurig sind, kommen im frischen Nordsee-Wind schnell wieder auf die Beine – dafür sorgen Maike und Lars Peters, die das Hotel seit Jahren mit viel Liebe führen.

Zwischen den Dünen fand sie ihr Glück

Ein geheimnisvoller Brief führte Kerstin zu ihrer großen Liebe

Von Liv Jensen

Wie konnte er ihr das nur antun? Die hübsche Antiquitätenhändlerin Kerstin Süncksen ist völlig verzweifelt. Ihr Merten ist bereits verheiratet, seine Liebesschwüre waren bloß Lügen! Sie muss weg aus Hamburg, weg von Merten, weg von seiner Frau.

Das findet auch ihre Tante Helene. Kurz entschlossen packt sie Kerstin in ihr Auto und fährt mit ihr nach Sylt. Als die beiden Frauen im Hotel Deichhof ankommen, fühlen sie sich direkt pudelwohl. Was für ein herrliches Fleckchen Erde! Dennoch drehen sich Kerstins Gedanken ständig um Mertens Verrat. Um endlich mit diesem Kapitel ihres Lebens abschließen zu können, schreibt sie sich ihren Kummer von der Seele und wirft den Brief an das Schicksal in einen alten, verwitterten Briefkasten, den sie in den Dünen entdeckt. Nie im Leben hätte sie erwartet, dass sie dort am nächsten Tag eine Antwort findet …

Wo bleibt Kerstin nur?

Helene Hagendorn trat von einem Fuß auf den anderen und wünschte sich, sie könnte sich endlich hinsetzen. Ihre hochhackigen Pumps fühlten sich an, als wären sie ihr zwei Nummern zu klein. Dafür passten sie zu ihrem meerblauen Kostüm, das sie extra für diesen Abend gekauft hatte.

Ihre Nachbarin Inge hatte sie darin gesehen, die Hände vor der Brust zusammengeschlagen und gemeint, dass sie in ihrem Alter doch eher graue Kleidung tragen sollten. Du liebe Zeit! Bevor sie sich in Grau kleidete, ging sie lieber nackt!

Sie warf einen Blick auf ihre Armbanduhr. Gleich zwanzig Uhr. Warum kam Kerstin denn nicht? Sie würden noch den Anfang der Lesung verpassen! Ob sie aufgehalten worden war?

Der Verkehr auf dem Sandtorkai ließ allmählich nach, und der Abend senkte sich über Hamburg wie ein dunkles Tuch. Der ständige Nieselregen, mit dem der Frühling in der Hansestadt Einzug hielt, hatte vor ein paar Stunden aufgehört, dafür fauchte nun ein kühler Wind durch die Speicherstadt.

Ein Aufsteller vor dem roten Backsteingebäude wies auf die Lesung hin, die an diesem Abend im Speicherstadtmuseum stattfinden sollte. Die meisten Gäste waren bereits eingetroffen und hatten ihre Plätze eingenommen.

Helene hatte vorhin einen Blick ins Innere des Museums geworfen und festgestellt, dass kaum noch Stühle frei waren. Kerstin und sie würden sich irgendwo dazwischenquetschen müssen. Wenn ihre Patentochter überhaupt noch kam. Ihnen blieben nur noch fünf Minuten!

Nervös schaute Helene die Straße hinauf und hinunter, aber von Kerstin keine Spur. Dabei hatten sie sich seit Wochen auf diesen Abend gefreut. Eine Lesung mit ihrer Lieblingsautorin Sarah Lark, noch dazu in einem historischen Lagerhaus, zwischen Griepen, Kaffeesäcken und Zuckerklatschen. Im Speicherstadtmuseum wurde gezeigt, wie die Quartiersleute früher kostbare Importgüter wie Kakao, Kaffee und Kautschuk gelagert und gehandelt hatten.

Die Speicherstadt war ein Stadtteil von Hamburg, der im Stil der gotischen Backsteinarchitektur erbaut worden war. Sie wurde von Fleeten durchzogen, auf denen man früher die Waren mit Lastkähnen transportiert hatte. Eine Lesung hier versprach etwas Besonderes zu werden.

Der Abend hatte bereits turbulent begonnen, denn der Taxifahrer hatte die Hausnummer 36 am Sandtorkai nicht gekannt und Helene fast einen Kilometer vom Museum entfernt aussteigen lassen. Der ungeplante Spaziergang war nicht weiter tragisch gewesen, weil sie immer etwas früher zu Terminen aufbrach, als nötig gewesen wäre. Nun jedoch verspätete sich ihre Patentochter.

Kerstin war ausgesprochen zuverlässig, deshalb fing Helene an, sich Sorgen zu machen. War Kerstin etwa in dem Antiquitätengeschäft aufgehalten worden, in dem sie arbeitete? Aber dann hätte sie ihr sicherlich Bescheid gesagt. Oder war ihr gar etwas zugestoßen?

Es kam nicht oft vor, dass sich Helene eines der modernen Telefone wünschte, mit denen man jederzeit erreichbar war, aber in diesem Augenblick hätte sie viel dafür gegeben, ihre Patentochter anrufen zu können.

Sie gab Kerstin noch eine Viertelstunde. Als die Lesung in vollem Gange war, machte sie sich auf den Weg.

Ihre Patentochter wohnte in einer Mansardenwohnung, nur wenige Gehminuten vom Speicherstadtmuseum entfernt. Kerstin hatte Kunstgeschichte studiert und besaß so viele Bücher, dass ihre Wohnung an eine Bibliothek erinnerte. Schon von der Straße aus war zu sehen, dass in ihrer Wohnung Licht brannte. Sie musste also daheim sein.

Helene klingelte unten, aber niemand machte ihr auf. Bilder von Kerstin, die verletzt in ihrer Wohnung lag, geisterten durch ihren Kopf. War sie vielleicht von der Leiter gefallen und konnte sich nun nicht rühren?

Noch einmal presste Helene den Daumen auf die Türklingel, diesmal etwas länger.

„J-ja?“, kam es knackend aus der Gegensprechanlage.

„Kerstin? Ich bin es, Helene. Mach bitte auf.“

Einige Sekunden verstrichen. Dann vibrierte der Summer.

Rasch drückte Helene die Tür auf und fuhr mit dem Fahrstuhl in die oberste Etage. Ihre Patentochter stand an der offenen Wohnungstür und hielt den Blick gesenkt.

„Kerstin, wo um alles in der Welt bleibst du denn …“ Helene stockte, als sie in das Gesicht der jungen Frau sah. Kerstins Augen waren rot und verquollen, sie sah aus, als hätte sie stundenlang geweint. „Was ist denn passiert?“

„Komm erst mal rein, ja?“ Kerstin trat von der Tür zurück und ließ ihre Tante eintreten.

Die gesamte Wohnung hatte schräge Wände, die weiß gestrichen waren, um gar nicht erst ein Gefühl von Enge aufkommen zu lassen. Der Boden war mit Parkett ausgelegt, und die Einrichtung bestand vorwiegend aus Fundstücken von Flohmärkten, die Kerstin liebevoll restauriert hatte. Vor den Fenstern blühten Petunien.

In der Küche griff die junge Frau nach dem Wasserkessel.

„Möchtest du ein Glas Tee, Tante Helene?“

„Später vielleicht. Willst du mir nicht erst einmal erzählen, was geschehen ist?“

„Merten und ich haben Schluss gemacht“, erwiderte Kerstin, und eine Träne rollte über ihre Wange.

„Was sagst du da?“ Helene glaubte, sich verhört zu haben. Der Freund ihrer Patentochter war Musiker, groß gewachsen, gut aussehend und hatte samtig-braune Augen, die einer Frau alles zu versprechen schienen. Kerstin und er waren seit acht Monaten unzertrennlich. „Hattet ihr Streit?“

„Es war schlimmer.“ Kerstins Schultern bebten. „Als ich heute früh bei ihm war, war er noch im Bad. Sein Computer war eingeschaltet, deshalb wollte ich rasch meine E-Mails durchsehen. Ich habe das E-Mail-Programm aufgerufen, aber dann wurden seine Nachrichten angezeigt. Ich wollte nicht spionieren, aber ich konnte auch nicht verhindern, dass ich einige Betreffzeilen lese. Mehrere Nachrichten waren mit Hallo Vati überschrieben.“

„Das waren sie nicht!“

„Doch. Ich habe eine der Nachrichten geöffnet und entdeckt …“ Kerstin brauchte einige Sekunden, ehe sie fortfahren konnte: „Merten hat eine Familie, Tante Helene. Er hat eine Frau und zwei kleine Kinder. Und ich hatte keine Ahnung davon!“

„Er ist verheiratet?!“ Helene fiel aus allen Wolken.

„Ja“, bestätigte Kerstin. „Sicher, er hatte abends oft keine Zeit, aber das ist für einen Musiker nicht ungewöhnlich. Immerhin spielt er Violine in einem Orchester. Aber dass er nach Hause zu seiner Frau und seinen Kindern musste, hat er mir verschwiegen. Wie konnte er das tun? Wir haben Zukunftspläne geschmiedet. Wir wollten zusammenziehen und heiraten …“

Sie brach ab und presste eine Faust vor ihren Mund.

„Was ist denn mit seiner Wohnung?“, wollte Helen wissen. „Er wohnt allein, oder?“

„Ja, aber das ist nur seine Zweitwohnung. Als ich ihn auf die E-Mails angesprochen habe, hat er zugegeben, dass er mit seiner Familie ein Haus in Blankenese hat.“

„Das sind ja schöne Geschichten“, seufzte Helene.

Sie hatte Merten gemocht. Er war immer hilfsbereit gewesen und hatte ihren Wasserhahn repariert, wenn der mal wieder getropft hatte. Dass er eine Familie hatte, die er mit Kerstin hinterging, hätte sie ihm nicht zugetraut.

„Vergiss ihn, Kind – und zwar schnell“, riet sie ihrer Patentochter. „Eine Frau muss viele Frösche küssen, bis sie ihren Prinzen trifft. Und Merten gehört offenbar in die Gattung der Phyllobates terribilis.“

„Der … was?“ Kerstin blinzelte verwirrt.

„Der Schrecklichen Pfeilgiftfrösche. Das sind knallbunte Amphibien, die in Kolumbien leben. Hochgiftig. Schon die kleinste Berührung kann tödlich sein.“

„Wie bei Merten …“ Kerstin unterbrach sich und riss die Augen auf. „Oh nein! Jetzt fällt mir erst auf, wie schick du dich gemacht hast. Ich habe die Lesung versäumt. Es tut mir so leid. Daran habe ich gar nicht mehr gedacht.“

„Kein Wunder, nach allem, was passiert ist.“

„Am liebsten würde ich mich irgendwo verkriechen und nicht mehr hervorkommen.“

„Das wäre völlig verkehrt. Was du jetzt brauchst, sind eine andere Umgebung und neue Bekanntschaften.“

„Nein, danach ist mir im Moment wirklich nicht zumute.“

„Das kann ich verstehen. Aber besser für dich wäre es, wenn du dir ein bisschen frischen Wind um die Nase wehen lassen würdest.“

Helene warf einen Blick auf das Regal mit Kochbüchern über dem Herd. Die meisten davon hatte Kerstin von ihrem Freund geschenkt bekommen, weil sie gern mit neuen Rezepten experimentierte. Überall in der Wohnung waren Mertens Geschenke verteilt.

Nein, hier würde Kerstin nicht über ihn hinwegkommen, das stand für Helene fest.

Sie steckte ihre Patentochter ins Bett und kochte ihr einen Kakao.

„Auch wenn es sich jetzt bestimmt nicht so anfühlt: Eines Tages wirst du wieder glücklich sein“, versprach sie, als sie Kerstin das heiße Getränk brachte.

„Ohne Merten?“ Kerstin nippte an dem Kakao und stellte ihn auf dem Nachttisch ab. „Nein, Tante Helene. Er war mein Freund. Ich habe ihm vertraut, und nun ist alles zerbrochen. Es tut so weh …“

„Ich weiß. Versuch ein wenig zu schlafen und nicht mehr daran zu denken. Ich bin nebenan. Ruf mich, wenn du etwas brauchst.“

„Nun habe ich dir den ganzen Abend verdorben …“

„Aber nein. Wofür hast du denn eine alte Patentante, wenn nicht für ein wenig Gesellschaft, wenn du traurig bist?“

Als Kerstin die Augen schloss, deckte Helene sie lächelnd zu. Dann öffnete sie das Fenster einen Spaltbreit – und stutzte. Es hatte wieder zu nieseln begonnen. Frühling in Hamburg!

Helene verließ das Schlafzimmer und kehrte in die Küche zurück. Dabei überlegte sie. Ihre Nachbarin war im vorigen Sommer auf Sylt gewesen und hatte ihr von einem Hotel vorgeschwärmt. Wie war noch mal der Name gewesen? Hotel Deichhof?

Wie wäre es, wenn sie mit Kerstin dorthin fuhr? Das Meer konnte bei einem gebrochenen Herzen Wunder bewirken. Dort wären sie auch weit weg von Hamburg und den Erinnerungen an den untreuen Merten.

Kurz entschlossen rief Helene die Auskunft an und ließ sich die Nummer des Hotels geben. Dann wählte sie. Hoffentlich war so spät überhaupt noch jemand zu erreichen!

Sie hatte Glück. Nach dem zweiten Klingeln meldete sich eine freundliche Frauenstimme.

„Hotel Deichhof. Maike Peters am Apparat. Was kann ich für Sie tun?“

„Hier spricht Helene Hagendorn. Guten Abend, Frau Peters. Ich würde gern mit meiner Patentochter bei Ihnen Urlaub machen. Hätten Sie kurzfristig zwei Zimmer frei?“

„Wann möchten Sie denn anreisen?“

„Am liebsten so bald wie möglich.“

„Da haben Sie Glück. Vor zwei Stunden hat jemand abgesagt. Ich hätte ab morgen zwei Zimmer für Sie frei. Die beiden Räume liegen nebeneinander und haben Meerblick.“

„Wunderbar. Die nehmen wir.“

„Dann trage ich Sie ein. Wie lange möchten Sie bleiben, Frau Hagendorn?“

„Das weiß ich noch nicht genau. Voraussichtlich zwei Wochen. Wäre das möglich?“

„Ja, das ist kein Problem. Die Zimmer waren für vierzehn Tage gebucht.“

„Wie schön“, freute sich Helene. „Vielen Dank.“

Mit klopfendem Herzen legte sie auf. Sie würden ans Meer fahren! Was würde sie wohl auf der Nordseeinsel erwarten?

Ihrer Erfahrung nach verlief eine Reise niemals so, wie man es erwartete …

***

Gegen Abend frischte der Wind auf Sylt auf. Aus Westen kommend rauschte er durch die Dünen, wirbelte Sand auf und trug den süßen Duft blühender Rapsfelder über die Insel.

Im Garten hinter dem Hotel Deichhof stand eine junge Frau in Sportkleidung auf einer Decke und folgte den Anweisungen des Trainers im Radio. Der Apparat stand im Schatten einer vom Wind zerzausten Kiefer.

„… und jetzt tief einatmen und zum Boden beugen“, befahl eine sonore Männerstimme aus dem Lautsprecher. „Dabei bleiben die Knie gestreckt. Machen Sie den Oberkörper lang!“

Maike Peters tat ihr Bestes, aber entweder waren ihre Arme zu kurz oder ihre Beine zu lang. Jedenfalls baumelten ihre Hände mehr als zwanzig Zentimeter über dem Gras, und in ihren Schenkeln ziepte und zwickte es.

„Halten Sie die Position, und spüren Sie die Dehnung …“

Maike spürte noch etwas ganz anderes. Jede Faser ihres Körpers rebellierte! Vielleicht war es doch übertrieben gewesen, am vergangenen Tag alle neu gekauften Rosenbüsche rings um das Hotel einzupflanzen. Vom Ausheben der Löcher tat ihr jeder einzelne Muskel weh. Sogar Muskeln, von denen sie nicht einmal geahnt hatte, dass es sie gab.

Der Winter war ungewöhnlich lang gewesen, und so gab es in ihrem Hotel alle Hände voll zu tun. Bevor sie in die Frühjahrssaison starten konnten, mussten die Zimmer gründlich gereinigt und der Garten in Ordnung gebracht werden. Der Gartenzaun glänzte bereits mit einem frischen Anstrich, aber einige Gehwegplatten hatten sich verschoben und mussten neu gelegt werden. Außerdem warteten noch tausend andere Dinge. Trotzdem freute Maike sich auf die neue Saison.

Sie hatte das Hotel zusammen mit ihrem Mann Lars vor einigen Jahren von ihren Eltern übernommen, seitdem kümmerten sie sich darum.

Der ehemalige Gutshof stand am Rand von Hörnum, einem ruhigen Ort im Süden von Sylt. Bis zum Wasser war es nur ein Steinwurf. Der Hof verfügte über sechzehn Gästezimmer und drei Bungalows. Es gab ein Restaurant im Haupthaus sowie eine Bar, die abends zum Verweilen einlud.

Am Gartenzaun sollten im Sommer Rosen blühen. Die Büsche aus den Vorjahren waren im vergangenen Herbst … Nun, Schwamm drüber.

Maike seufzte leise. Sie hatte leider nicht gerade einen Grünen Daumen, deshalb war es nötig geworden, neue Rosen zu pflanzen. Allerdings hatte sie es damit wohl übertrieben, und nun forderte die Anstrengung ihren Tribut: Sie bewegte sich wie ein Pinguin auf Glatteis.

Als hinter ihr auf dem Kiesweg Schritte knirschten, beendete sie ihre allabendliche Yogastunde und blickte auf. Ihr Mann kam zu ihr und setzte sich auf die Bank.

Maikes Herz machte einen Satz. Auch nach einigen Jahren Ehe war Lars ihr Traummann. Er hatte breite Schultern zum Anlehnen und ein ansteckendes Lachen. Mit seiner Zuneigung konnte er ihre Sorgen mühelos vertreiben, und seine braunen Augen blickten freundlich und offen in die Welt.

Sie hatten sich auf der Hotelfachschule kennengelernt und ineinander verliebt. Seitdem waren sie unzertrennlich. Beide liebten ihre Arbeit und wünschten sich ein Baby. Das hatte bisher leider noch nicht geklappt. Manchmal befürchtete Maike schon, sie würden niemals eigene Kinder haben, aber ihre Arbeit ließ ihr nicht allzu viel Zeit, darüber nachzugrübeln.

„Ich muss etwas mit dir besprechen, Maike“, sagte Lars nun, dabei wirkte er ungewöhnlich ernst.

„Was ist denn?“, fragte sie und wischte ihr verschwitztes Gesicht an einem Handtuch ab. „Gibt es Probleme?“

„Ich habe gerade einen Anruf erhalten. Meine Schwester ist beim Klettern in den Alpen abgestürzt.“

„Oh nein! Ist sie verletzt?“

„Ja.“ Er nickte. „Sie hat mehrere komplizierte Brüche, das ist aber noch nicht das Schlimmste. Ihre Wirbelsäule wurde verletzt, und es ist noch ungewiss, ob sie je wieder laufen kann.“

„Du lieber Himmel! Willst du zu ihr fahren?“

„Ja, sobald ich mich hier freimachen kann.“

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