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Alienjäger z.b.V. #3

Alfred Bekker

Alienjäger z.b.V. #3

Cassiopeiapress Science Fiction Serial





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Alienjäger z.b.V. Sie sind unter uns (Teil 3 von 8)

von Alfred Bekker

 

Science Fiction Roman

 

 

© 2003,2004 by Alfred Bekker (Brian Carisi)

© der Digitalausgabe 2012, 2014 Alfred Bekker, CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

Ein CassiopeiaPress E-Book

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

 

 

*

 

Der Rotor-Schweber hielt Kurs auf den Oberlauf des Solimoes. Ellroy hatte darauf bestanden, Ricarda Deveraux irgendwo abzusetzen. Sie jedoch bestand darauf, jetzt Teil der Mission zu sein.

"Sagen Sie bloß, der FAIS hat hier in der Gegend keinen Stützpunkt und keinen Unterschlupf mehr, wo Sie bleiben könnten!", meinte Ellroy.

"Nehmen Sie die Dinge einfach so, wie sie sind, Mort. Am besten, Sie weihen mich möglichst schnell in alles ein."

"Das hätten Sie wohl gern."

"Wäre es nicht vernünftig?", fragte Ondar.

"Untersteh dich!", knurrte Ellroy ihn an.

Eine ganze Weile schwiegen sie. Draußen brach die Dämmerung herein, legte sich wie grauer Spinnweben über das karge, unfruchtbare Land. Es war nur schwer vorstellbar, dass hier noch vor hundert Jahren dichtester Dschungel alles überwuchert hatte. Die grüne Hölle, so hatten die spanischen Conquistadores diesen Flecken Erde einst genannt, in den sie auf der Suche nach dem sagenhaften Goldland El Dorado unvorsichtigerweise vordrangen. Jetzt war hier nichts mehr außer kargem Grasbewuchs. Hier und da fanden sich Geisterstädte. Goldgräber hatten hier vor vielen Jahrzehnten gehaust. Aber es gab kaum noch Gold in Amazonien. Und mit dem Dschungel schien sich das Leben selbst aus diesem Land mehr und mehr zurückgezogen zu haben.

Manche Gebiete glichen einer Halbwüste.

Sand, Stein, Geröll, nur wenig Vegetation.

Der Niederschlag war im Verlauf des letzten Jahrhunderts extrem zurückgegangen, was weniger eine Folge des weltweiten Klimawechsels als vielmehr eine direkte Folge der Waldvernichtung war. Der Regenwald produzierte letztlich seinen eigenen Niederschlag. War er zerstört, verödete das Land unweigerlich.

Ellroy überlegte, wie das weitere Vorgehen aussehen konnte. Fest stand, dass improvisiert werden musste. Schließlich waren sie mehr oder weniger ohne Ausrüstung aufgebrochen. Andererseits konnten sie sich keine weitere Verzögerung leisten. Diejenigen, die für die Zerstörung der Station Hidden Place 12 gesorgt hatten, waren ihnen vermutlich dicht auf den Fersen.

Als die Sonne beinahe untergegangen war, tauchten in der Ferne die ersten Ausläufer des Dschungels auf.

"Ich weiß, dass Ihr Ziel irgendwo dort in der Gegend liegt, aber das ist ein immens großes Areal", stellte Ricarda Deveraux fest. "Vielleicht können Sie mir mal etwas genauer sagen, wo es eigentlich hingehen soll." Sie drehte sich in ihrem Schalensitz herum, musterte zunächst Ellroy, dann Ondar. "Was ist?", wandte sie sich schließlich an Ondar, dessen Kooperationsbereitschaft sie offensichtlich etwas höher einschätzte.

"Wir suchen ein verschwundenes Forscherteam", erklärte Ondar. "Ausgangspunkt ist ein archäologisch interessantes Bauwerk, das von den Einheimischen HAUS DER GÖTTER genannt wird."

"Wurde dieses Forscherteam entführt?"

"Das nehmen wir an."

"Dann werden sie sich nicht mehr in der Nähe dieses Götterhauses befinden."

"So weit waren wir auch schon."

"Wer kommt bloß auf die Idee, ein derart großes Gebiet von nur zwei Leuten absuchen zu können, wo schon zwei Divisionen Schwierigkeiten hätten, dieses Forscherteam nicht einfach zu übersehen!"

Ondar grinste.

"Unsere Regierung kommt auf solche Ideen!"

"Haben Sie sich nicht auch immer gefragt, warum die, die da oben sind, dort oben hingelangten?"

"Sie können mich ruhig Peer nennen."

"Vielleicht verraten Sie mir noch, warum Ihr Partner so kratzbürstig ist."

Ondar zuckte die Achseln, ließ den Blick am Dschungelrand entlang schweifen. Es war relativ anstrengend, noch Einzelheiten zu erkennen. Die Dämmerung schritt rasch voran und bald würde man gar nichts mehr sehen können.

"Muss wohl daran liegen, dass die Resozialisierungsprogramme auf dem Mond nicht gerade besonders fortschrittlich sind", meinte Ondar nach kurzer Pause.

Ellroy schwieg dazu.

 

*

 

Ellroy erhob sich, trat neben die Pilotenkonsole. Ricarda Deveraux wirkte überrascht. Ellroys Finger glitten über das Terminal.

"Was soll das werden?", fragte sie. "Wollen Sie mir zeigen, dass Sie diese Maschine ebenso gut alleine fliegen könnten?"

"Seien Sie sicher: Das könnte ich."

"Aber nur halb so gut wie ich!"

"Ich habe schon, was ich wollte."

"Den Treibstoffanzeiger?"

Ricarda blickte auf das Display, das Ellroy aktiviert hatte.

"Scheint so, als hätten wir ziemlich großes Glück gehabt", stellte Ellroy fest. "Der Tank ist voll!"

"Die Maschinen in den Hangars von Hidden Place 12 waren immer vollgetankt", sagte Ricarda.

"Ich schlage vor, Sie fliegen das HAUS DER GÖTTER an und landen dort. Wir sehen uns um und suchen nach Anhaltspunkten, die uns weiterbringen. Außerdem nehme ich an, dass die Rechnersysteme dieses Schwebers in der Lage sind, Satellitenbilder zu empfangen und auszuwerten."

"Natürlich."

"Können Sie mitten im Dschungel landen?"

"Kein Problem."

"Auch bei Dunkelheit?"

"Ich fliege auch nach Sensoren. Dem Autopilot überlasse ich eine so schwierige Operation allerdings nicht so gerne."

"Dann sehen Sie zu, dass wir unser Ziel erreichen."

"Vielleicht helfen Sie mir, die genauen Zielkoordinaten zu laden."

"Sicher."

 

*

 

Es war dunkel, als der Rotor-Schweber jene Koordinaten erreichte, wo das sogenannte Haus der Götter zu finden war. So jedenfalls wurde dieses quaderförmige und wahrscheinlich seit Jahrtausenden vom Dschungel überwucherte Bauwerk, über dessen Herkunft so gut wie nichts bekannt war, seit jeher von den in der Gegend umherziehenden Indio-Stämmen genannt.

Das war bis heute so geblieben.

Ricarda Deveraux landete den Rotor-Schweber in der Nähe des quaderförmigen Bauwerks auf einer Lichtung. Notfalls hätte sich der Rotor-Schweber durch das Blattwerk der Baumkronen hindurchzuschneiden vermocht. Die Rotoren waren war hauchdünn und ähnelten damit Insektenflügeln. Aber sie waren darüber hinaus beinahe unzerstörbar. Jedenfalls konnten einfaches Blattwerk oder dünnes Geäst ihnen nichts anhaben. Dennoch wäre ein derartiger Flug eine wahre Geschicklichkeitsübung für die Pilotin geworden, denn wenn einer der Rotoren auch nur kurzzeitig durch dickere Äste, Baumstämme oder andere harte Materialien blockiert wurde, konnte die Maschine ins Trudeln geraten. Womöglich auch abstürzen.

So war die Landung auf der Lichtung auf jeden Fall vorzuziehen, auch wenn Ellroy den Einwand vorbrachte, dass man dort schneller auf sie aufmerksam werden konnte.

"Vergessen Sie nicht, dass Sie zur Erfüllung Ihrer Mission nur diese eine Schwebereinheit zur Verfügung haben", gab Ricarda Deveraux zu bedenken. Ein verhaltenes Lächeln spielte um ihre vollen Lippen. In ihren Augen blitzte es. "Wie viel von dieser Mission abhängt, kann ich natürlich nicht beurteilen ..."

"Sie werden nur so viel erfahren, wie unbedingt notwendig ist", erwiderte Ellroy kühl.

"Damit wäre ich ja schon zufrieden."

"Das glaube ich Ihnen nicht. Sie lassen nicht locker, wenn Sie sich in etwas verbissen haben."

"G

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