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Agent Owen Burke - Der Tod geht um in Chinatown

Pete Hackett

Agent Owen Burke - Der Tod geht um in Chinatown

FBI Special Agent Owen Burke





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Der Tod geht um in Chinatown

FBI Special Agent Owen Burke

Der Tod geht um in Chinatown

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author www.Haberl-Peter.de

© der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

 

Special Agent Owen Burke griff nach dem Telefonhörer, nachdem der Apparat zweimal geklingelt hatte, hob ihn vor das Gesicht und nannte seinen Namen sowie die Dienststelle. „Guten Morgen, Special Agent“, erklang die vertraute Stimme des Assistant Directors. „Ich habe etwas für Sie. Finden Sie sich bitte innerhalb der nächsten fünf Minuten bei mir ein.“

„Wir sind so gut wie auf dem Weg, Sir“, erklärte Owen Burke. „Bis gleich.“ Er legte den Hörer auf. „Zum Chef, Ron. Er hat was. Verlieren wir keine Zeit.“

Eine Minute später betraten sie das Vorzimmer des AD, in dem Amalie Shepard residierte. Die Sekretärin des Direktors des FBI New York war allerdings nicht anwesend. Ihr Monitor zeigte einen Bildschirmschoner.

„Ah“, stieß Ron Harris hervor, „Mutter Courage ist nicht da. Lass uns – ehe sie aufkreuzt - schnell diesen Ring durchqueren, in dem sie Chef ist. So früh am Morgen verträgt mein Magen …“

Die Tür zum Büro des AD ging auf und Amalie Shepard zeigte sich. Ein Schatten schien über ihr knochiges Pferdegesicht zu huschen, in ihre Augen trat ein kriegerisches Funkeln. „Was verträgt Ihr Magen, Agent Harris?“, keifte sie. „Respektive – was verträgt er nicht?“

„Es ist alles gut, Miss Shepard“, versicherte Ron Harris. „Ich – ich sprach vom Kaffee. Auf nüchternen Magen kann ich keinen starken Kaffee trinken. Mir wird …“

„Na, dann ist es ja gut. Der Chef hat mir aufgetragen, für Sie Kaffee zu kochen. Nehme ich eben einen Löffel Kaffeepulver weniger. – Der AD wartet schon. Also steht nicht herum wie die Ölgötzen.“

„So bringt man sich um seinen Kaffee“, murmelte Owen Burke grinsend und schob sich an der dürren Sekretärin vorbei in das Büro des AD.

Ron Harris folgte ihm säuerlich grinsend.

Amalie Shepard verzog das Gesicht.

Der Assistant Director erhob sich hinter seinem Schreibtisch, kam um das Möbel herum und begrüßte die Agents per Handschlag. „Setzen Sie sich, Gentlemen.“

Sie nahmen an dem kleinen Konferenztisch Platz, um den einige lederbezogene Stühle gruppiert waren. Der AD legte eine dünne rote Mappe vor sich hin und schlug sie auf. Amalie Shepard hatte drei Garnituren Tassen aufgestellt, sowie ein Kännchen mit Milch und einen kleinen Pott mit Zucker.

„Worum geht es, Sir?“, fragte Owen Burke.

„Mord“, antwortete der AD. „Es geht um Mord.“

„Ist das nicht die Sache des Police Departments?“, kam es sofort von Ron Harris.

„Mit dem Homicide Squad werden wir eng zusammenarbeiten, Agents. Hören Sie: Es geht um die Ermordung zweier Chinesen, die für Lian Song, einen Restaurantbesitzer in Chinatown, gearbeitet haben. Der erste Mord geschah am 12. August, der nächste einen Tag später, also vorgestern. Die beiden Leichen trieben im Hudson, die Männer sind erwürgt worden. Der Killer muss dazu einen dünnen Stahldraht verwendet haben.“

„Gut und schön“, murmelte Ron Harris. „Bis jetzt ist immer noch der Homicide Squad zuständig, Sir.“

Die Brauen des AD schoben sich etwas zusammen. „Geduld, G-man, Geduld. Ich werde Ihnen die Zuständigkeit des FBI schon noch klar machen.“

„Sorry, Sir.“

„Schon gut. – Lian Song ist ein Mafioso. Von Seiten des Police Department rechnet man ihm Drogenhandel, Prostitution, Schutzgelderpressung und Mord zu. Leider gibt es nicht einen einzigen Beweis, der ausreichen könnte, um ihn festzunageln. Jetzt aber scheint es ein anderer Chinese, sein Name ist Kim Wang, auf den Thron Lian Songs abgesehen zu haben. Ihm rechnet die Mordkommission die Morde an den beiden Angestellten Lian Songs zu.“

„Jetzt wird mir einiges klar“, knurrte Ron Harris.

„Das freut mich“, sagte der AD und ein angedeutetes Lächeln umspielte seine Lippen.

„Man geht also von einem Bandenkrieg aus“, konstatierte Owen Burke.

„Ja. Aber das ist noch nicht alles. Gestern Abend wurde aus dem Hudson die Leiche eines Amerikaners gefischt. Sein Name ist George Bender. Bender ist achtundvierzig Jahre alt, er war bei einem Softwareentwickler namens Robert Warren hier in Manhattan beschäftigt. Auch Bender wurde mit einem Würgedraht ermordet.“

„Besteht ein Zusammenhang mit den Morden an den beiden Chinesen?“, wollte Owen Burke wissen.

„Detective Lieutenant James Howard vermutet es“, antwortete der AD. „Zumindest sprechen die Indizien dafür. Zum einen die Art, wie Bender starb, zum anderen die Tatsache, dass die Morde fast zur selben Zeit erfolgten und dass man Benders Leichnam ebenfalls im Hudson – hm, entsorgte.“

„Das kann Zufall sein“, erklärte Ron Harris.

„Ein Zusammenhang kann aber nicht ausgeschlossen werden“, sagte der AD.

In dem Moment brachte Amalie Shepard die Kanne mit dem Kaffee. Sie schenkte erst dem AD an, dann Owen Burke. Die Tasse vor Ron Harris nahm sie samt Untertasse weg.

„Trinken Sie denn keinen Kaffee?“, fragte der Assistant Director etwas überrascht.

„Er schlägt ihm auf den sensiblen Magen“, enthob Amalie Shepard den Special Agent einer Antwort; ein hohes Maß an Ironie lag in ihrer Stimme. Triumphierend, mit hochgezogenen Brauen, fixierte sie einen Moment lang Ron Harris. Dann verließ sie, in der einen Hand die Kanne, in der anderen die Tassengarnitur, das Büro und drückte mit dem Fuß die Tür zu.

Ron Harris und Owen Burke wechselten einen schnellen Blick, Harris verdrehte die Augen und bog die Mundwinkel nach unten. Es sollte so viel bedeuten wie ‚sei’s drum’.

„Das ist mir neu“, murmelte der AD und meinte Ron Harris’ sensiblen Magen. „Aber wenn es so ist …“ Er zuckte mit den Achseln, dann fuhr er fort: „Nehmen Sie sich Lian Song und Kim Wang zur Brust, Agents. Außerdem bitte ich Sie, mit Howard Verbindung aufzunehmen. Er untersucht den Mordfall Bender.“

„Im Klartext heißt das, dass wir einen neuen Fall haben“, gab Owen Burke zu verstehen. Während er sprach, rührte er Milch und Zucker in seinen Kaffee. „Gibt es außer den Parallelen, die Sie nannten, Sir, weitere Hinweise, dass zwischen den Morden an den beiden Chinesen und diesem George Bender eine Verbindung besteht?“

„Benders Frau erzählte James Howard, dass ihr Mann sie einige Male in den ‚Roten Drachen’ zum Essen ausführte. Der ‚Rote Drachen’ ist ein chinesisches Speiselokal, er liegt in der Mott Street, und sein Besitzer heißt Lian Song.“

 

*

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