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Abnehmen mit dem Darm

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Wichtiger Hinweis

Die Gedanken, Methoden und Anregungen in diesem Buch stellen die Meinung bzw. Erfahrung der Verfasser dar. Sie wurden von den Autoren nach bestem Wissen erstellt und mit größtmöglicher Sorgfalt geprüft. Sie bieten jedoch keinen Ersatz für persönlichen kompetenten medizinischen Rat. Jede Leserin, jeder Leser ist für das eigene Tun und Lassen auch weiterhin selbst verantwortlich. Weder Autoren noch Verlag können für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den im Buch gegebenen praktischen Hinweisen resultieren, eine Haftung übernehmen.

DAUERHAFT SCHLANK

DIESES BUCH HILFT …

… zu verstehen, was das Mikrobiom ist und wie wichtig es für den ganzen Körper und Ihre Gesundheit ist.

… Ihnen zu erkennen, dass eine gestörte Darmflora die Ursache ist, warum Sie kein Gewicht verlieren.

… herauszufinden, mit welchen Bakterien Sie abnehmen können.

… Ihren Speiseplan so zu verändern, dass Sie Ihre gute Darmflora stärken.

… Ihnen, durch eine abwechslungsreiche Ernährung Ihr Immunsystem im Darm zu pushen.

… zu verstehen, dass die Ursache vieler Darmerkrankungen eine gestörte Darmflora ist.

… Ihnen, mikrobiomschädliche Faktoren in Ihrem Leben zu erkennen und zu eliminieren.

… sich eine große Sammlung an darmfreundlichen Rezepten anzulegen.

… Ihnen, mit der Mikrobiom-Diät dauerhaft schlank zu werden und zu bleiben.

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GESUND UND SCHLANK MITHILFE DES DARMS

Der Darm ist ein immunologisch besonders wichtiges Organ unseres Körpers. Er beherbergt und trainiert 80 Prozent aller an der Immunabwehr beteiligten Zellen. Diese erkennen Eindringlinge von außen wie Keime, Bakterien und Viren als körperfremd und sorgen dafür, dass die Störenfriede schnell identifiziert und bekämpft werden. Zeitgleich leben im Darm über 100 Billionen Bakterien und andere Keime, die als Darmflora oder Mikrobiom bezeichnet werden. Diese »guten« Bakterien helfen bei der Verdauung, produzieren Vitamine sowie Nährstoffe, schützen das Immunsystem und regulieren das Gewicht.

Wie passt das zusammen? Warum bekämpft das Immunsystem nicht die eigenen Bakterien im Darm und welche Folgen hat dies für unseren Körper? Die Antworten auf diese spannenden Fragen, vor allem auch in Bezug auf das Körpergewicht, finden Sie in diesem Ratgeber. Nur so viel sei vorab verraten: Das Mikrobiom und das darmeigene Immunsystem sind wie zwei Seiten einer Medaille. Die Darmbakterien unterstützen die natürliche Entwicklung des darmeigenen Immunsystems (GALT), und im Gegenzug wird das Mikrobiom durch dieses verteidigt. Immun- und Abwehrzellen des GALT lernen dabei erst durch engen Kontakt mit den Darmbakterien, gesunde von krank machenden Keimen zu unterscheiden.

Aus der Mikrobiomforschung weiß man heute, dass eine intakte Darmflora einen großen Einfluss auf Körper und Psyche hat. Dazu gehören der Verlauf chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen, Schutz gegen Stress, Stabilisierung der Psyche, Beeinflussung des Gewichts und sogar Prävention gegen Darmkrebs.

Im Rahmen der Mikrobiomforschung wurden viele einzelne Bakterienarten gefunden und untersucht. So weiß man heute, dass Bakterienarten existieren, die Kohlenhydrate aufspalten und aus diesen Fettsäuren produzieren können. Dabei gibt es Bakterienstämme, die Fettsäuren für den Eigenbedarf, zum Beispiel für Darm- und Leberzellen, herstellen, und solche, die Fettsäuren produzieren, die in die Körperzellen gelangen und in der Folge auch gern auf unseren Hüften landen.

Schlanke Menschen haben ein anderes Mikrobiom

Das Mikrobiom von übergewichtigen Menschen ist weniger variantenreich und es überwiegen die Bakterienarten, die Fettsäuren herstellen für Körperfettzellen. Die gute Nachricht lautet: Was noch bis vor einigen Jahren in der Schulmedizin als kaum vorstellbar galt, ist heute durch evidenzbasierte Wissenschaft erwiesen – das Mikrobiom kann über eine gesunde Ernährung beeinflusst werden! Dafür benötigt es weder besondere, den Geldbeutel belastende Lebensmittel noch eine besondere Technik. Im Gegenteil: Fermentierte Lebensmittel, die seit Jahrtausenden hergestellt werden, enthalten lebende Bakterien, die als sogenannte Probiotika geschwächte oder die »richtigen« Bakterienarten im Darm unterstützen. Als Bakterienfutter dienen Nahrungsmittel, Präbiotika, die es durch den Magen-Darm-Trakt bis in den Dickdarm schaffen, um dort zu wertvollen kurzkettigen Fettsäuren und Milchsäure verstoffwechselt zu werden.

In Kapitel 1 und 2 dieses Ratgebers finden Sie viele weitere spannende Fakten und Hinweise auf die neuesten Studien zum Thema, ausführliche Informationen zu den Nahrungsmitteln, die das Mikrobiom unterstützen und die schlank machen, sowie wertvolle Expertentipps zum Gelingen der Diät. Bitte bedenken Sie aber, dass Studienergebnisse von Labor- oder Tierversuchen nicht unbedingt auf Menschen übertragbar sind.

In Kapitel 3 finden Sie den großen Rezeptteil auf Basis dieser Erkenntnisse. Die Mikrobiom-Diät-Rezepte sind schnell zubereitet und eignen sich auch bei Berufstätigkeit.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Dr. med. Suzann Kirschner-Brouns Prof. Dr. med. Wolfgang Kruis Ira König