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Elberadweg Nord

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

Handhabung des Radreiseführers

Kartenteil mit Wegebeschreibung

Sehenswertes am Elberadweg Nord

Informationsstellen

Fahrradwerkstätten

Übernachtungsverzeichnis

Lenzen, Elbhafen

Elberadweg Nord

Der landschaftlich überaus reizvolle Elberadweg verläuft im nördlichen Teil von Cuxhaven bis Magdeburg von der Nordseeküste über die ehemalige innerdeutsche Grenze und durch die weitgehend erhaltene Elbauenlandschaft.

Sicherlich gibt es für die Wahl der Fahrtrichtung unterschiedliche Aspekte. Ein Fluss lässt sich grundsätzlich von der Quelle bis zur Mündung oder umgekehrt

befahren. Ausschlaggebend für die Beschreibung hier war die explizite Empfehlung der verantwortlichen Koordinierungsstellen für den Elberadweg, an der Küste zu starten. Ihr schlagendes Argument: Der Wind kommt vorwiegend aus Nordwest und er ist vor allem an der Küste besonders stark. Insofern setzt dieser Radreiseführer auf unterstützenden Rückenwind. Wer dennoch lieber flussabwärts radeln möchte, findet hier auch eine Beschreibung in Gegenrichtung.

Bei der Wahl, welches Ufer bevorzugt wird, haben vor allem die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand den Ausschlag gegeben und so verläuft die Route mal links und mal rechts des Flusses. Beschrieben sind selbstverständlich auch die Sehenswürdigkeiten am jeweils anderen Ufer.

Beim Start in Cuxhaven beeindruckt die Nähe der Nordsee. Vom großen Fischereihafen mit seinen Fischrestaurants geht es vorbei an weidenden Schafen über die Deiche ostwärts. Vom Radweg aus scheinen die großen Containerschiffe fast zum Greifen nah.

Elberadweg Nord

Häuserzeile am Hafen von Glückstadt

Alte Hansestadt-Atmosphäre lässt sich vor allem am Alten Hafen in Stade genießen. Auf der weiteren Fahrt in Richtung Hamburg säumen die Obstbaumplantagen des Alten Landes und Jahrhunderte alte, stolze Fachwerkbauernhöfe den Weg. Mit der Fähre geht es über den breiten Fluss nach Blankenese. Radfreundlich flussnah und entlang wichtiger Sehenswürdigkeiten verläuft die Route durch die Metropole Hamburg.

Ab Geesthacht gibt es nur noch wenig Schiffsverkehr, hier geht es flott über die gut gepflegten Deichwege, von denen sich immer wieder gute Ausblicke auf den Fluss bieten.

Hinter Lauenburg geht es über die ehemalige innerdeutsche Grenze. Nur noch wenige Überreste sind von den früheren Wachttürmen und Sperranlagen vorhanden. Kleine Museen informieren über den Verlauf der Grenze, Zäune und Selbstschussanlagen. Ab und an, vor allem zwischen Dömitz und Lenzen, lassen schiefe Betonplatten aus DDR-Zeiten auf den Deichwegen noch ein wenig die Vergangenheit spüren, ansonsten wechseln sich neu asphaltierte Passagen mit Schotterstrecken ab. Oftmals gibt es zwei Möglichkeiten: den Schotterweg mit der besseren Aussicht auf der Deichkrone und den asphaltierten Weg zum schnellen Vorankommen unterhalb des Deiches. Angesichts der Schönheit der Elbauenlandschaft mit ihrer Vielzahl an anderen Wasservögeln fällt die Wahl nicht schwer.

In den historischen Dörfern ist oft noch Kopfsteinpflaster angesagt. Reiseradler versuchen da gern, am Straßenrand zu balancieren, aber nur selten sind diese unangenehmen Passagen länger als 100 bis 200 Meter.

Storchennestern begegnen die Radler fast überall zwischen den Außenbezirken von Hamburg und Magdeburg. Besonders konzentriert sind sie südlich von Wittenberge vom Storchendorf Rühstädt bis Havelberg zu finden.

Auf bedeutende historische Bauwerke stoßen die Radler zwischen Havelberg und Magdeburg. Bischofsdome wie in Magdeburg und Havelberg und Klöster wie in Jerichow sollten das den Slawen abgerungene Land markieren. Dass der kleine Ort Tangermünde um Haaresbreite mal Reichshauptstadt geworden wäre, glauben Besucher spätestens, wenn sie die prächtige Rathausfassade in norddeutscher Backsteingotik gesehen haben.

Auch historische Kanalbauten für die Binnenschifffahrt und Sperrwehre gegen Hochwassergefahren sind südlich der Havelmündung zu besichtigen, bevor das moderne Wasserstraßenkreuz nördlich von Magdeburg mit der Kanalbrücke des Mittellandkanals über die Elbe erreicht wird.

Magdeburg, die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt, lädt mit ihrem Dom und ihren Museen zum Verweilen ein und macht zugleich Appetit auf die Entdeckung des so anderen südlichen Abschnittes des Elberadwegs in Richtung Dresden.

Ausschilderung und Wegebeschaffenheit

Der Radweg ist im Allgemeinen gut ausgeschildert, Probleme gibt es hin und wieder vor allem in den Städten. Auch die Wegbeschaffenheit ist im Allgemeinen gut. Asphaltierte Strecken wechseln sich immer wieder mit Schotterstrecken ab. Nur selten gibt es schlecht befahrbare Etappen. Darauf wird in der Tourenbeschreibung im Detail hingewiesen. In den Dörfern Brandenburgs und Sachsen-Anhalts gibt es sehr häufig noch kurze, unangenehme Kopfsteinpflaster-Passagen.

Bahnverbindungen

Bahnverbindungen gibt es entlang der Elbe von allen größeren Orten aus.

Weitere Auskünfte über Fahrpreise und Fahrpläne sowie Informationen über die Serviceleistungen der Deutschen Bahn finden Sie unter www.bahn.de oder bei der Servicenummer 01 80 / 5 99 66 33 (14 ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 42 ct/Min.).

Ergänzendes Kartenmaterial:

 ADFC-Regionalkarte Cuxhaven/Bremerhaven, 1:75.000, ISBN 978-3-87073-652-1

 ADFC-Regionalkarte Hamburg und Umgebung, 1:75.000, ISBN 978-3-87073-683-5

 ADFC-Regionalkarte Elbe/Wendland, 1:75.000, ISBN 978-3-87073-737-5

 ADFC-Regionalkarte Elbe/Havel, 1:75.000, ISBN 978-3-87073-743-6

 ADFC-Radtourenkarte Zwischen Elbe und Weser, Blatt 6, 1:150.000, ISBN 978-3-87073-540-1

 ADFC-Radtourenkarte Lüneburger Heide / Hannover, Blatt 7, 1:150.000, ISBN 978-3-87073-770-2

 ADFC-Radtourenkarte Havelland / Magdeburger Börde, Blatt 8, 1:150.000, ISBN 978-3-87073-765-8

Die Regionalkarten auch als App für iPhone und iPad unter:
www.fahrrad-buecher-karten.de/rk-digital

Elberadweg Nord

Zum Gebrauch des ADFC-Radreiseführers

Der ADFC-Radreiseführer besteht inhaltlich aus drei Teilen:

 Kartenteil mit dazu passenden, detaillierten Wegbeschreibungen,

 Reiseführerteil mit Informationen zu Sehenswürdigkeiten,

 Anhang mit Adressen der Touristinformationen, Fahrradwerkstätten und Übernachtungsbetrieben.

Abgerundet wird alles durch den praktischen Komfort-Umschlag sowie durch die kostenlosen GPS-Track-Daten.

Kartenteil + Wegbeschreibungen

Dieser Teil dient der optimalen Orientierung und Navigation während der Tour. Die hier platzierten exakten Karten 1:75.000 (Stadtpläne 1:15.000) und detaillierten Wegbeschreibungen sind immer innerhalb einer Doppelseite passend zueinander angeordnet. Somit entfällt lästiges Hin- und Herblättern zwischen Karte und Wegbeschreibung!

 Die Farbe der Radroute stellt deren Status dar: rot = beschriebene Hauptroute, orange = Zu- und Abfahrten, Varianten und Abstecher, grün = kreuzende Radfernwege.

 Die Form der Radrouten-Linie stellt die Wegeoberfläche und die Kfz-Belastung dar (stark, mäßig oder wenig/gar nicht befahren, Asphalt, Waldwege, schlechte Oberfläche – siehe Legende).

 Die Hauptroute ist in Karte und Wegbeschreibung mit einer fortlaufenden Kilometrierung versehen.

 Sowohl Haupt- als auch Nebenrouten sind mit Steigungspfeilen versehen.

 Übernachtungsbetriebe, die nach den strengen Bett+Bike-Richtlinien des ADFC zertifiziert sind, sind in der Karte mit einer Nummer dargestellt , anhand derer sich der Betrieb im Übernachtungsverzeichnis (s.u.) wiederfinden lässt.

 Schwarze Nummern (Orientierungspunkte) verbinden Wegbeschreibung und Karte.

 Rote Nummern (Sehenswürdigkeitspunkte) weisen darauf hin, dass diese Sehenswürdigkeiten im Reiseführerteil (s.u.) näher beschrieben werden.

Reiseführerteil

Dieser Teil öffnet Ihnen die Augen für das „links und rechts“ des Wegesrands. Er ist sowohl für die Vor- und Nachbereitung der individuellen Tagesetappen geeignet wie auch fürs schnelle und gezielte Nachschlagen während der Tour.

Deshalb ist der Text übersichtlich nach Orten und Sehenswürdigkeiten strukturiert. Die roten Sehenswürdigkeits-Nummern aus den Karten bilden dabei die perfekte Orientierung und Verbindung zu Karten und Wegbeschreibungen (s.o.).

Adressverzeichnis

Hier finden Sie Adressen von Touristinformationen, Fahrradwerkstätten und Übernachtungsbetrieben.

Das umfangreiche Übernachtungsverzeichnis beinhaltet Adressen, Telefonnummern, Internetadressen und Preiskategorien. Die Quartiere sind sortiert nach Orten in der Reihenfolge der Befahrung. Handelt es sich bei einem Quartier um einen Bett+Bike-Betrieb, ist dieser zusätzlich mit einem entsprechenden Symbol und einer Nummer (1) gekennzeichnet – ein schnelles Wiederfinden in der Karte garantiert. Wir empfehlen immer, vorm Ansteuern eines Übernachtungsquartiers dort anzurufen, da hin und wieder Betriebe ausgebucht sind oder nicht mehr existieren.

Komfort-Umschlag

Der Umschlag des ADFC-Radreiseführers verfügt über zwei praktische Klappen mit oft benötigten Informationen – vor und während Ihrer Tour:

Obere Umschlagklappe mit Kartenübersicht und Höhenprofil

Die Kartenübersicht dient der großräumigen Orientierung. Hier sind alle Kartenausschnitte sowie Bahnhöfe und wichtige Sehenswürdigkeiten eingetragen. Die Route ist nochmals kilometriert – perfekt auch für die Tourplanung.

Untere Umschlagklappe mit Kartenlegende

Hier ist die Zeichenerklärung jederzeit schnell zu finden - und kann ebenfalls als praktisches Lesezeichen verwendet werden!

GPS-Track-Download

Mit dem Code ELBN-02-788-284-RRF können Sie sich unter www.fahrrad-buecher-karten.de die zum Radführer passenden gpx-Tracks kostenlos herunterladen.