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24 Rast-Plätzchen

Zu diesem Buch

Ein bunter Teller mit adventlichem Gebäck gehört für uns alle zur Vorweihnachtszeit. Doch genauso wichtig sind innere Rast-Plätzchen und die Besinnung darauf, wohin wir eigentlich unterwegs sind.

Wenn ein einziger Lebkuchen den Alltag verändert oder eine spontane Backaktion in der Ferne die deutsch-französische Freundschaft feiert, dann erleben wir hautnah, wie Gott sich ankündigt …

Schenken Sie sich jeden Tag ein paar Momente Ruhe! Dieser kleine geistliche Begleiter inspiriert neu dazu, den Kern der Weihnachtsbotschaft in unseren alltäglichen Erlebnissen zu entdecken.

Zur Autorin

Sabine Zinkernagel, geboren 1965, studierte Französisch, Soziologie und Öffentliches Recht. Heute ist sie Pfarrfrau aus Leidenschaft und Mutter von zwei erwachsenen und besonderen Söhnen. Die Familie lebt in Weißwasser in der Oberlausitz (Landkreis Görlitz).

Gerne erinnert Sabine Zinkernagel sich an die adventlichen Leckereien ihrer Großmutter und die Geschichten, die sie damit verbindet.

Im Neufeld Verlag hat sie mit Wer nur auf die Löcher starrt, der verpasst den Käse – Aus dem Leben mit zwei besonderen Kindern (2012) und Von Dolomiten im Vorgarten und anderen Herausforderungen – Mehr von der Familie mit zwei besonderen Kindern (2014) bereits zwei Bücher über ihr turbulentes Leben veröffentlicht.

Inhalt

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Impressum

Vorwort

1. Dezember: Wespennester

2. Dezember: Husarenkrapfen

3. Dezember: Eischnee

4. Dezember: Maria

5. Dezember: Brünner Schokoladenkugeln

6. Dezember: Nikolausbrüche

7. Dezember: Josef

8. Dezember: Nürnberger Makronen

9. Dezember: Ischler Krapfen

10. Dezember: Kartoffelchips

11. Dezember: Beschwipste Engel

12. Dezember: Zimtsterne

13. Dezember: Kokosflocken

14. Dezember: Ein Lebkuchen

15. Dezember: Marzipandatteln

16. Dezember: Improvisationsmakronen

17. Dezember: Die Plätzchenschüssel

18. Dezember: Der große Bär

19. Dezember: Haselnussmakronen

20. Dezember: Vanillekipferln

21. Dezember: Choco Crossies

22. Dezember: Bärentatzen

23. Dezember: Plätzchentüten

24. Dezember: Das Kind in der Krippe

Das Familienrezept: Brünner Schokoladenkugeln

Noch ein Adventskalender

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Apropos Kalender …

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Über den Verlag

Vorwort

Gibt es einen verlockenderen Duft als den von Weihnachtsplätzchen, die gerade heiß aus dem Ofen kommen? Auch ich bleibe gerne vor den warmen Keksen stehen und lasse mich von ihnen auf den Advent einstimmen.

Aber jetzt fällt mir das zugegebenermaßen etwas schwer. Denn durch das Küchenfenster sehe ich meinem großen Sohn zu, der bei herrlichem Sonnenschein und 30 Grad im Schatten die soeben geernteten Kirschen entsteint. Sein Bruder fragt, ob wir heute Abend wieder draußen essen. Ja, das müssen wir, denn auf dem Esstisch stapelt sich seit einer Woche unser Weihnachtsschmuck. Mein Mann sitzt mit freiem Oberkörper auf der Terrasse und schreibt an seiner Predigt für den kommenden Sonntag.

Da bin ich ihm schon weit voraus. Im September muss mein Geschichten-Adventskalender in die Buchläden kommen. So backe ich nun mitten im Juni Plätzchen und arrangiere sie für weihnachtliche Fotos. Immerhin hilft mir das ein klein wenig, trotz des sommerlichen Wetters etwas in Adventsstimmung zu kommen. Die brauche ich dringend, um meine Gedanken rund um Weihnachtsplätzchen und Weihnachtsbotschaft auszuformulieren.

Wie gesagt, das fällt mir nicht ganz leicht. Am besten geht es, wenn ich mich an meine Großmutter erinnere. In jedem Advent kam sie zu Besuch, um Weihnachtsplätzchen für uns zu backen. Jeden Tag stellte sie eine andere Sorte her, von denen manche mehr an Pralinen erinnerte als an die bekannten Weihnachtskekse. Zwei Wochen lang herrschte emsiges Treiben in der Küche, erfüllte der Duft von Vanille, Zimt und Schokolade unser Haus. An Heiligabend stand schließlich für jedes Familienmitglied ein bunter Teller voll Weihnachtsgebäck mit auf dem Gabentisch. Zum Abendessen hatten wir Kinder oft keinen Appetit mehr. Denn zwischen dem Auspacken der Geschenke wurde immer wieder genascht. Knusprige Wespennester, bunte Nürnberger Makronen, zarte Ischler Krapfen, verführerische Schokoladenkugeln …

Bis heute sind selbstgebackene Plätzchen für mich ein unverzichtbarer Bestandteil der Adventszeit. Sie erst schaffen die richtige weihnachtliche Atmosphäre – ebenso wie Temperaturen um den Gefrierpunkt, ein paar Schneeflocken, kahle Laubbäume und die Abenddämmerung um vier Uhr nachmittags, in der die Kerzen an Kranz oder Baum ihre behagliche Wirkung erst richtig entfalten. Ohne diesen äußeren Rahmen kann man nicht wirklich Weihnachten feiern.

So empfinde ich das jedenfalls.

Die Menschen in Brasilien oder auf den Philippinen denken darüber sicher ganz anders. Bei ihnen herrschen am 24. Dezember regelmäßig Temperaturen um die 30 Grad. Schnee kennen sie oft nur aus dem Fernsehen, dafür fahren sie während der Feiertage gerne ans Meer. Statt Glühwein holen sie sich auf dem Weihnachtsmarkt eisgekühlte Getränke.

Und trotz dieses vollkommen anderen äußeren Rahmens feiern Christen auch jenseits des Äquators die Geburt Jesu. Die Botschaft, die sie in den Kirchen hören, ist exakt die gleiche wie im kalten, dunklen Mitteleuropa.

Alle schönen Bräuche, die unsere Vorfreude wecken sollen, sind letztendlich nicht das Eigentliche an Weihachten. So lange unsere Traditionen schon bewahrt wurden, so lieb sie uns sind, so hell sie die Augen unserer Kinder zum Strahlen bringen – sie sind austauschbar, anpassbar an die äußeren Umstände. Sie sollen uns hinführen zu der zentralen Botschaft von Weihnachten: Dass der Schöpfer des Universums ganz nah bei uns leben will, dass der unsichtbare Gott sich von uns in die Augen sehen lässt, dass der Ewige sich verletzlich und sterblich macht – damit wir seine Liebe sehen, begreifen und erwidern können.

Diese Botschaft gilt unabhängig von Schneeflocken oder Adventskranz. Sie gilt auf jedem Kontinent und an 365 Tagen im Jahr.

So gesehen kann ich auch im Sommer Weihnachtsplätzchen backen. Erst recht kann ich auch jetzt darüber nachdenken, was Jesu Geburt vor über 2 000 Jahren heute noch für uns, für mich bedeutet. Das fällt mir zwar immer noch etwas schwer. Aber ehrlich gesagt, fällt es mir auch im Dezember nicht wirklich leichter. Denn da lässt der fröhliche Trubel der Festvorbereitungen kaum Zeit zum Innehalten.

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