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Das Primat des Körperlichen im Gesundheitssystem

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Das Leib-Seele Problem bzw. das Gehirn-Geist-Problem ist nicht vollständig auflösbar. Die damit in Zusammenhang stehenden Probleme haben einen großen Einfluss auf die Wissenschaften und das Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Die Neurowissenschaften haben unser humanistisches Menschenbild in Frage gestellt und behaupteten, dass der Mensch keinen freien Willen habe. Sie wenden naturwissenschaftliche Methoden an, um auf vielfältigste Weise die Prozesse und Mechanismen (Funktionalitäten) des Gehirns zu untersuchen. Eine methodologische und wissenschaftstheoretische Analyse zeigte, dass die Neurowissenschaften an die Grenzen ihrer Erkenntnismöglichkeiten gelangten. Bereits hier gibt es Evidenz dafür, weiteren Wissenschaftsdisziplinen einen Stellenwert einzuräumen. So haben Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte dazu geführt, das bereits lange bekannte biopsychosoziale Modell zu erweitern und auf dieser Grundlage ein ganzheitliches - mehrere Systemebenen umfassendes – Gesundheitsverständnis zu entwickeln und zu begründen. Gesundheit ist diesem Verständnis zu Folge stets durch Herstellung eines Gleichgewichts von medizinischen, psychischen und (öko-)sozialen Prozessen zu erbringen. Lebewesen sind untrennbar mit diesen Systemebenen vernetzt, die zudem hochkomplex zusammenwirken. Diese Konzeption von Gesundheit ermöglicht, im Sinne eines Zugewinns, körperliche und psychische Erkrankungen (Störungen) gleichzeitig auf mehreren Systemebenen zu diagnostizieren und zu therapieren.

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Beruflicher Abschluss in der Elektrotechnik, sodann naturwissenschaftliche schulische Weiterbildung (Fachhochschulreife Elektrotechnik), allgemeine Hochschulreife, Diplomstudiengang Psychologie an den Universitäten Landau (Pfalz) und Trier mit Schwerpunkten in der Klinischen Psychologie und Psychosomatik sowie Teilnahme an Vorlesungen in anderen Fachbereichen. Abschluss als Diplom-Psychologe in Trier 1994; Diplomarbeit im Bereich Ar-beits-, Betriebs- und Organisationspsychologie: Werte und Arbeit - Eine Studie zu berufsbezogenen und gesellschaftspolitischen Werthaltungen von Studierenden (400 Datensätze, SPSS-Auswertungen), Darstellung von Personalführungsmodellen auf der Basis von Werten. Weiterhin thematische Abhandlungen zu den Themen Wertewandel, Wertesozialisation in Betrieben, sowie die Bedeutung von Arbeit in den westlichen Industrienationen.

Langjährige Berufserfahrungen als Diplom-Psychologe und Seminarleiter, seit 2011 in der beruflichen Rehabilitation: Menschen mit mannigfaltigen psychischen (vgl. ICD10, F.00-F.99) und körperlichen Störungen (Erkrankungen - ICD10), so auch posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS), chronische Schmerzsyndrome und Hirnschädigungen (SHT, Schlaganfall, MS). Weiterhin Aufgabenwahrnehmungen im psychologischen Dienst, diagnostisch psychologische Tätigkeiten zur Feststellung der Arbeitsmarktfähigkeit sowie die Erstellung von eig-nungspsychologischen Gutachten zur Prüfung einer Umschulungsbefähigung.

 
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