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Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »Korporative Strukturen bei der Stiftung bürgerlichen Rechts«

Korporative Strukturen bei der Stiftung bürgerlichen Rechts

Bucerius Law School Press


Die rechtsfähige Stiftung der §§ 80 ff. BGB ist eine mitgliederlose Rechtsperson. Darüber besteht Einigkeit. Gleichwohl wird die Beratungs- und Gestaltungspraxis seit jeher mit dem Wunsch konfrontiert, zumindest dem noch lebenden Stifter die Möglichkeit einzuräumen, auf „seine“ Stiftung wie ein „quasi-Mitglied“ einzuwirken. Verstärkt hat sich dieser Trend durch das Entstehen der modernen Gemeinschafts- und Bürgerstiftungen, deren Donatoren in weitaus größerem Maße als die klassischen Mäzene als Gegenleistung für ihre Beiträge nach Mitbestimmungsmöglichkeiten innerhalb „ihrer“ Stiftungen suchen. Seit einigen Jahren wird vehement diskutiert, in welchem Maße Stiftungen qua kautelarjuristischer Kunstgriffe „quasi“korporativ ausgestaltet werden können.

Die vorliegende Arbeit untersucht diese Frage anhand der Kompetenzen der Stiftungsorgane bei Satzungsänderungsbeschlüssen. Im Rahmen der Arbeit wird darauf eingegangen, unter welchen Voraussetzungen einfache und qualifizierte Satzungsänderungen bei einer Stiftung zulässig sind. Ausgehend von einer grundrechtsdogmatischen Verortung der Stifterfreiheit werden die Kompetenzen des Stiftungsvorstandes hinsichtlich Satzungsänderungen untersucht und die hierzu im neueren Schrifttum vertretenen Thesen analysiert und bewertet.

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Jens Wiesner studierte Rechtswissenschaft an der Bucerius Law School, Hamburg und am Chicago-Kent College of Law. Nach erster Juristischer Staatsprüfung (2005), Promotion und Referendariatin Shanghai, Düsseldorf und New York legte er 2009 das Zweite Juristische Staatsexamen in Hamburg ab. Der Autor ist auf nationales und internationales Bank- und Finanzrecht einschließlich der bankrechtlichen Prozessführung spezialisiert und in Hamburg tätig.

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