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Cover zur kostenlosen eBook-Leseprobe von »Lucia Binar und die russische Seele«

Lucia Binar und die russische Seele

Paul Zsolnay Verlag


Lucia Binar ist 83, und sie ist verärgert. Die Große Mohrengasse, in der sie seit langem lebt, soll aus Gründen der politischen Korrektheit in "Große Möhrengasse" umgetauft werden. Und die soziale Einrichtung, die sie versorgt, hat versagt: Ihr Essen wurde nicht geliefert. Der Telefondienst ist in ein Callcenter ausgelagert, dort rät ihr eine Mitarbeiterin, sich von Manner-Schnitten zu ernähren. Lucia ist empört. Sie will die Frau aufsuchen und zur Rede stellen. Dabei hilft ihr ausgerechnet Moritz, ein Student, der die "Anti-Rassismus-Initiative Große Möhrengasse" unterstützt. Mit viel Humor erzählt Vladimir Vertlib die Geschichte einer alten Dame, die entschlossen ist, ihre Würde zu bewahren.

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„Frische Brisen Humor lässt Vertlib über alles wehen, und sei es noch so tragisch, scharfe und satirische Blicke wirft er auf Phänomene der Gegenwart. Auf das Prinzip des Outsourcens und das Ausbeuten von Arbeitskräften etwa. Auf Political Correctness, Vorurteile und Klischees. Auf die Mühen des Altwerdens und darauf, wie eine Gesellschaft, die immer jung sein will, mit ihren Alten umgeht." Brigitte Schwens-Harrant, Die Presse, 20.02.15„Eine vergnüglich-satirische Beleuchtung der dunklen Winkel der Wiener Seele, bei der von Fremdenfeindlichkeit bis zur sozialen Ausbeutung alles recht ungeschminkt zur Sprache kommt. (...) Wer da nicht an Michail Bulgakows „Der Meister und Margarita“ denken muss, ist selber schuld.“ Wolfgang Huber-Lang, Austria Presse Agentur, 18.03.15„Ein witziger, skurriler und durchwegs kurzweiliger Roman, dem es trotzdem nicht an Tiefgang fehlt und dessen Leichtigkeit nicht auf Kosten literarischer Komplexität geht." Veronika Schuchter, Die Furche, 02.04.15„Vertlibs neuer Roman führt uns sein altbewährten soliden Stilmitteln verpflichtetes und einem tragikomischen Lebensgefühl verbundenes Erzähltalent wieder einmal vor Augen." David Axmann, Wiener Zeitung, 11.04.15„Das Porträt einer beherzten alten Dame, die nach einem schwierigen Leben um ihre Würde kämpft, ist voller Witz, Finesse und Menschlichkeit." Sibylle Peine, dpa, 15.05.15„Sein von enormer Fabulierlust getragener Roman kann als scharfe Satire auf hochaktuelle Phänomene wie Diskriminierung von Minderheiten, Ausgrenzung von sozial Schwachen oder Gentrifizierung von Stadtvierteln gelesen werden." Klaus Hübner, Der Tagesspiegel, 17.05.15„Sein neuer Roman sprüht vor Witz.“ Karl-Markus Gauß, Neue Zürcher Zeitung, 23.05.15

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Vladimir Vertlib, geboren 1966 in Leningrad, emigrierte 1971 mit seiner Familie nach Israel, übersiedelte 1981 nach Österreich, Studium der Volkswirtschaftslehre, lebt als freier Schriftsteller in Salzburg. Bei Deuticke erschienen bisher die Romane Zwischenstationen (1999), Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur (2001), Letzter Wunsch (2003), Mein erster Mörder (2006), Am Morgen des zwölften Tages (2009), Schimons Schweigen (2012) und Lucia Binar und die russische Seele (2015).

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