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Ende offen

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Wir sorgen uns um die Umwelt und bemühen uns um CO2-Reduktion. Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft und sind stolz auf unsere Demokratie. Sind wir damit gut gerüstet für eine erstrebenswerte Zukunft, wie wir gerne glauben?

Nein, sagt der Autor und begründet dies mit zahlreichen Beispielen aus Gesellschaft und Wirtschaft. Er zeigt auf, welche Potentiale zu Veränderung und Verbesserung wir in unserem Zusammenleben ungenutzt lassen – und welche fatalen Konsequenzen uns daraus bereits heute drohen. Wir planen unsere Zukunft nicht – wir sind Treibholz auf dem Ozean der Entwicklung. Wir haben uns bedingungslos dem Geld und dem technischen Fortschritt verschrieben. Werte wie Mitgefühl, Gemeinschaft und Bewahrung der Erde bleiben auf der Strecke. Wenn wir verhindern wollen, dass unser System zusammenbricht, müssen wir uns um Bildung, Reifung und Verantwortung bemühen. Wir dürfen uns nicht länger auf die Steuerung durch Politik und Wirtschaft verlassen. Es ist gut möglich, dass wir unseren materiellen Konsum einschränken müssen. Aber es wird uns damit nicht schlechter gehen.

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"Die Bundesregierung will dem globalen Treibhauseffekt entgegenwirken und auf fossile Energieträger weitestgehend verzichten. Im Widerspruch dazu steht, dass im Bedarfsfall der Strom in Polen gekauft werden soll. Das Nachbarland setzt weiterhin auf Energiegewinnung durch Kohle und baut diese sogar aus. Während das Elektroauto in Deutschland noch nicht ausgereift ist, werden immerhin Fortschritte in Entwicklung und Wirtschaftlichkeit der E-Mobilität sichtbar. Der Ökostrom soll es richten, saubere Städte versprechen einen Gewinn an Lebensqualität. Die Kehrseite dazu ist die Beschaffung der Rohstoffe, bei der die Bundesrepublik Deutschland nicht weiß, mit welchen Mitteln diese gewonnen werden und woher sie kommen sollen. Zur Rohstoffgewinnung werden oftmals Kinder eingesetzt unter lebensunwürdigen Arbeitsbedingungen. Das ist abscheulich. Weiterer Anklagepunkt sind Rotorblätter der Windräder, an denen jährlich hunderttausende Vögel verenden. Ein fataler Konstruktionsfehler.

Wenn es um Weichenstellungen der Zukunft geht, folgert der Autor, suchen die meisten Menschen eine Lösung innerhalb ihres eigenen Fachgebietes, was nur eine logische Schlussfolgerung ist. Viele Überlegungen, welche dabei angestellt werden, dienen vor allem der Planung für sich selbst und der Familie in der eigenen Umgebung, also für das, wofür sie stehen und was sie als Aufgabengebiet und ihren Einflussbereich wahrnehmen. Selten wird themenübergreifend gehandelt. Peter Strauß beginnt mit seinen Ausführungen bei den Anfängen der Menschheitsgeschichte und endet in einer absehbaren noch nicht erforschten Zukunft. Dies soll kein Buch über die Banken oder die Umwelt sein, sondern den Zusammenhang zwischen sämtlichen zukunftsrelevanten Themen herstellen. Ein großes Unterfangen, wenn jemand bis über den eigenen Tellerrand hinausschaut. Das gelingt nur den wenigsten. Peter Strauss befürchtet auch, dass viele Menschen glauben, der erreichte zivilisatorische Stand in den europäischen Nachkriegsgesellschaften sei dauerhaft gesichert. Ihn beschäftigt daran, was zu tun ist, um eine ferne Zukunft zum Besseren zu gestalten. Dabei werden zivilisatorische Fragestellungen behandelt: indem Widersprüche wie Liebe - Aggressivität thematisiert werden, ebenso die kritische Fragestellung nach einem menschenwürdigen Umgang mit Minderheiten. Wie aus den Folgen der Wegwerfgesellschaft entkommen? Peter Strauss einigt sich im Schlussteil auf eine intensive Bewusstseinsarbeit und bemüht sich um deren Einschätzung, um damit die innere Solidarität des Menschen noch zu erreichen. Natürlich bleibt auch hier realistisches Abwägen zwischen betriebswirtschaftlicher Sachlage und die Erfüllung der vielen Vorsätze für die Zukunft erforderlich. Ich tue mich mit dem Begriff Neoliberalismus etwas schwer, da mir dieser aus der Vergangenheit als politischer Dauerzustand elitärer Gruppierungen negativ in Erinnerung geblieben ist. Dabei verfügt der vorliegende Band als wissenschaftliche Expertise über ein Quellenverzeichnis mit Fußnotenanteil im Textbereich. Zudem gibt der Autor Empfehlungen aus der Fachliteratur, wozu mehrere Publikationen des Sozialpsychologen Erich Fromm zählen, was auf eine humanistisch intendierte Auffassung schließen lässt. Parallelen finden sich zu Fromms 'Der moderne Mensch und seine Zukunft'. Christian Felbers wirtschaftspolitische Denkweisen bilden weitere Grundlage im Verständnis des Autors. Am nächsten kommt das vorliegende Buch Harald Welzers 'Alles könnte anders sein', der ähnliche Themenkomplexe diskutiert, jedoch weniger tief auf Hintergründe eingeht und zu einem anderen Fazit gelangt. Entstanden ist 'Ende offen...' erst aus einer großen Anzahl an Notizen und Beobachtungen, die in einem Puzzle zusammengesetzt wurden, wodurch der Eindruck eines Kompendiums entsteht."

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Ich bin 1968 in Wiesbaden geboren. Hier bin ich auch aufgewachsen. Ich studierte Maschinenbau in Darmstadt. Nach meinem Umzug nach Berlin arbeitete ich als Motorenentwickler und schließlich als Team- und Projektleiter.

Was mich bei meiner Arbeit wie in meiner Freizeit seit langem beschäftigt, sind das Verhalten und die Motive von Menschen. Über die Auseinandersetzung mit psychologischen und soziologischen Fragen entstand der Wunsch, meine eigenen Gedanken dazu aufzuschreiben und zusammenzuführen. Nach fast zehn Jahren Recherche, Einordnen und der Formulierung meiner Erkenntnisse habe ich im März 2020 mein Buch: Ende offen. Der Weg des Menschen aus der Steinzeit in die Zukunft veröffentlicht.

 
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Wir sorgen uns um die Umwelt und bemühen uns um CO2-Reduktion. Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft und sind stolz auf unsere Demokratie. Sind wir damit gut gerüstet für eine erstrebenswerte Zukunft, wie wir gerne glauben?

Nein, sagt der Autor und begründet dies mit zahlreichen Beispielen aus Gesellschaft und Wirtschaft. Er zeigt auf, welche Potentiale zu Veränderung und Verbesserung wir in unserem Zusammenleben ungenutzt lassen – und welche fatalen Konsequenzen uns daraus bereits heute drohen. Wir planen unsere Zukunft nicht – wir sind Treibholz auf dem Ozean der Entwicklung. Wir haben uns bedingungslos dem Geld und dem technischen Fortschritt verschrieben. Werte wie Mitgefühl, Gemeinschaft und Bewahrung der Erde bleiben auf der Strecke. Wenn wir verhindern wollen, dass unser System zusammenbricht, müssen wir uns um Bildung, Reifung und Verantwortung bemühen. Wir dürfen uns nicht länger auf die Steuerung durch Politik und Wirtschaft verlassen. Es ist gut möglich, dass wir unseren materiellen Konsum einschränken müssen. Aber es wird uns damit nicht schlechter gehen.

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Ich bin 1968 in Wiesbaden geboren. Hier bin ich auch aufgewachsen. Ich studierte Maschinenbau in Darmstadt. Nach meinem Umzug nach Berlin arbeitete ich als Motorenentwickler und schließlich als Team- und Projektleiter.

Was mich bei meiner Arbeit wie in meiner Freizeit seit langem beschäftigt, sind das Verhalten und die Motive von Menschen. Über die Auseinandersetzung mit psychologischen und soziologischen Fragen entstand der Wunsch, meine eigenen Gedanken dazu aufzuschreiben und zusammenzuführen. Nach fast zehn Jahren Recherche, Einordnen und der Formulierung meiner Erkenntnisse habe ich im März 2020 mein Buch: Ende offen. Der Weg des Menschen aus der Steinzeit in die Zukunft veröffentlicht.

 
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