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Leseprobe vom

Wie ich den Nahen Osten erlebte

tredition


Wolfgang Horst Reuther ist für die UNESCO um die halbe Welt gereist. Er hat auch mehrere Jahre im Nahen Osten verbracht, unter anderem als Direktor des UNESCO-Büros in Jordanien, wo er intensive Erfahrungen vor Ort sammeln konnte.

Angesichts der teils heftigen öffentlichen Debatten über Islam und die Migration von Muslimen nach Europa möchte er seine Erkenntnisse aus den Jahren seines Nahost-Aufenthalts teilen und zu einem besseren Verständnis der dortigen Gesellschaften, der historisch gewachsenen Clanstrukturen und der Denkweise jener Menschen beitragen, die aus unterschiedlichsten Gründen ihr Glück in Europa suchen. Die Kenntnis von Hintergründen und Ursachen ermöglicht einen sachlicheren Umgang mit dem Thema und bietet einen guten Ansatz, die Emotionen in der Diskussion außen vor zu lassen.

Der Autor lässt den Leser auch an seiner eigenen Wandlung vom romantisch verklärten Anhänger einer multikulturellen Gesellschaft hin zum eher nüchternen Betrachter teilhaben. Er sieht viele Dinge durchaus kritisch, bleibt dabei jedoch stets offen, tolerant und respektvoll.

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Wolfgang Horst Reuther, Jahrgang 1950, versteht sich als Weltbürger mit anhaltender Bindung zu seiner erzgebirgischen Heimat. Bedingt durch Schule, Studium des Völkerrechts und seine Tätigkeit für die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) hat er es auf eine ansehnliche Zahl deutschlandweit und international verstreuter Wohnorte gebracht, darunter (in alphabetischer Reihenfolge) Amman (Jordanien), Berlin, Bochum, Bonn, Halle/Saale, Leipzig, Moskau, Paris, San José (Kostarika). Heute lebt er als Pensionär in Wien, Teile seiner Familie in Kapstadt und Moskau.

Sein Engagement für die Ziele der UNESCO erstreckte sich über 38 Jahre, vom Einsatz als Praktikant 1974 bis hin zu seiner Pensionierung in 2012, davon knapp 15 Jahre Dienst als UNESCO-Direktor. In dieser Zeit fungierte er ab 1996 als Mitherausgeber und Mitautor des "UNESCO-Handbuchs" sowie ab 1998 der Reihe „Menschenrechtsverletzungen: Was kann ich dagegen tun? Menschenrechtsverfahren in der Praxis“.

Die Thematik des „Zusammenleben in kultureller Vielfalt" beschäftigt ihn bereits seit den 1990er Jahren. Mit dem vorliegenden Buch hofft er, zu einer Versachlichung der zuweilen unglücklich geführten öffentlichen Debatten über den Islam, Migration und den Nahen Osten beizutragen. Er plädiert für eine historische Sichtweise und eine Abkehr von der einengenden Fokussierung auf Religion und Islam. Dazu bringt er bisher kaum beachtete Elemente und Perspektiven ein, die seiner gelebten Erfahrung vor Ort und den in dieser Zeit mit viel Mühe und nicht selten widerstrebend gewonnenen Einsichten entspringen. So manchen dürfte das Ergebnis seiner Gegenüberstellung von Christentum und Islam überraschen.

Selten gewährte Einblicke in die in Nahost vorherrschenden Denk- und Verhaltensweisen sollen als Schlüssel zum besseren Verständnis im Kontakt mit Migranten aus Ländern mit muslimisch oder stammesrechtlich geprägten Gesellschaften dienen.

Zugleich lässt er den Leser an seiner eigenen Wandlung vom romantischen Befürworter von „Multikulti“ hin zum eher vernunftgesteuerten und weniger von Illusionen behafteten Betrachter teilhaben, der anderen Lebensweisen und Kulturen stets offen, interessiert, wohlwollend, tolerant und respektvoll gegenübersteht, sich jedoch auch den kritischen Blick bewahrt.

Diese Haltung hat ihm in der Praxis die ungeteilte Anerkennung und Wertschätzung von Partnern im Nahen Osten, darunter auch von Königin Rania persönlich, eingebracht.

 
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